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Dokumentenidentifikation DE19744131B4 01.06.2006
Titel Ophthalmologische Kamera
Anmelder Kabushiki Kaisha Topcon, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Ohtsuka, Hiroyuki, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter PFENNING MEINIG & PARTNER GbR, 80339 München
DE-Anmeldedatum 01.10.1997
DE-Aktenzeichen 19744131
Offenlegungstag 30.04.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse A61B 3/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine ophthalmologische Kamera nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Nach der japanischen Patentanmeldung Nr. H 04-295 333 ist eine ophthalmologische Kamera bekannt, in der die optische Korrektur dadurch gewährleistet wird, dass eine Linse für variable Vergrößerung, eine Linse für Astigmatismuskorrektur, eine Linse für einen vorderen Abschnitt eines Auges usw. in einen Strahlengang eines fotografierenden optischen Systems eingeführt oder aus diesem entfernt werden, und entsprechend der Einführung oder Entfernung andere Linsen hinzugegeben oder ausgetauscht werden.

1 zeigt schematisch eine Augenhintergrundkamera, welche diese Funktion besitzt. In 1 zeigt Bezugsnummer 1 ein beleuchtendes optisches System und Bezugsnummer 2 zeigt ein fotografierendes optisches System. Das beleuchtende optische System 1 enthält im wesentlichen einen Konkavspiegel 3, eine Halogenlampe 4 zur Beleuchtung, eine Relaislinse 5, eine Xenonlampe 6 zur Fotografie, eine Kondensorlinse 7, einen reflektierenden Spiegel 8, einen Ringspalt 9 und eine Relaislinse 10. Beleuchtungslicht von dem beleuchtenden optischen System wird zu einem Augenhintergrund 14 eines Auges 13 eines Subjekts durch einen perforierten Spiegel 11 und eine Objektivlinse 12 geführt.

Das fotografierende optische System 2 besteht aus einem fotografierenden optischen System 2A, das innerhalb des Instrumentengehäuses angeordnet ist, und einem übertragenden optischen System 2B, das mit dem fotografierenden optischen System 2A optisch verbunden ist. Das fotografierende optische System 2A enthält im wesentlichen die Objektivlinse 12, den perforierten Spiegel 11, eine fokussierende Linse 15, eine Abbildungslinse 16 und einen schnell zurückkehrenden Spiegel 17. Das übertragende optische System 2B enthält im wesentlichen eine Feldlinse 18, einen reflektierenden Spiegel 20, eine Relaislinse 21 und ein fotografisches Element 22. Die Feldlinse 18, reflektierende Linse 20, Relaislinse 21 und das fotografische Element 22 sind in einer Übertragungslinseneinheit angebracht. Diese Einheit ist austauschbar auf den Instrumentenkörper gesetzt.

In dem fotografierenden optischen System 2 wird von dem Augenhintergrund 14 reflektiertes bilderzeugendes Licht kurzzeitig hinter der Objektivlinse 12 abgebildet und passiert dann einen perforierten Abschnitt 11a des perforierten Spiegels 11, und wird dann an einem Punkt (einem mittleren bilderzeugenden Punkt) 19 in der Nachbarschaft der Feldlinse 18 abgebildet.

Schließlich wird das bilderzeugende Licht auf einer fotografischen Oberfläche des fotografierenden Elements 22 mittels der Relaislinse 21 abgebildet. Eine Feldblende 20' ist an einem mittleren bilderzeugenden Punkt 19 angebracht und eine Linse variabler Vergrößerung 22' ist zwischen der Abbildungslinse 16 und dem schnell zurückkehrenden Spiegel 17 entnehmbar angebracht. Es ist zu beachten, daß der mittlere bilderzeugende Punkt 19 einem Film F zugeordnet ist.

Eine Hilfslinse 23 ist hinter der Feldlinse 18 frei entnehmbar angebracht. Wegen der Einführung/Entfernung der Hilfslinse 23 wird die Position einer Eintrittsöffnung mit Bezug auf die Relaislinse 21 daran gehindert, entsprechend der Einführung/Entfernung der Linse variabler Stärke 22' geändert zu werden.

Speziell in einem Fall, in dem das übertragende optische System, das eine TV-Kamera mit einem Farbtrennungssystem besitzt, an dem Instrumentenkörper zur Fotografie angebracht ist, wird eine Brennweite der Feldlinse bestimmt, auf der Seite von einer Abbildung telezentrisch zu werden, um das Auftreten von Farbschattierungen zu vermeiden, wie in der japanischen Patentanmeldung Nr. Hei 5-41869 (US 5,189,556 A) beschrieben.

In dieser Ausführung eines ophthalmologischen fotografierenden Instrumentes ist ein Beispiel gegeben, in dem ein übertragendes optisches System für 35 mm Film oder ein übertragendes optisches System für Sofortfilm, neben dem übertragenden optischen System ausgestattet mit der TV-Kamera, an einem Instrumentenkörper befestigt ist. Jedoch haben eine Übertragungslinseneinheit, die ein übertragendes optisches System für 35 mm Film enthält, und ein Übertragungslinsensystem, das ein optisches Übertragungssystem für Sofortfilm enthält, keine Hilfslinse, durch die die Position der Eintrittspupille der Relaislinse ohne den Einsatz variabler Vergrößerung konstant gehalten wird.

Die Gründe dafür sind wie folgt:

  • (1) Wegen der Charakteristik von 35 mm Film, der als fotografische Oberfläche dient, die in das übertragende optische System für 35 mm Film eingesetzt wird, und wegen der Charakteristik von Sofortfilm, der als fotografische Oberfläche dient, die in das übertragende optische System für Sofortfilm eingesetzt wird, tritt, sogar wenn Lichtstrahlen schräg auf die fotografische Oberfläche einfallen, keine Farbschattierung auf.
  • (2) Da ein Bereich der fotografischen Oberfläche groß ist und die Vergrößerung der Relaislinse stark ist, ist ein Abstand L1 von dem mittleren bilderzeugenden Punkt zu, der Relaislinse im Vergleich mit einem Objekt-Abbildungsabstand L2 der Relaislinse kurz, und zusätzlich muß die Relaislinse nicht so groß gestaltet werden, selbst wenn es nicht gewährleistet ist, daß die Position der Eintrittspupille konstant gehalten wird mit einer Hilfslinse.

Im folgenden ist eine Vergleichstabelle von Relaislinsen für einen Fall, in dem das übertragende optische System ein optisches System für den 35 mm Film oder das optische System für den Sofortfilm oder das optische System für die TV Kamera ist, gezeigt.

[Tabelle 1] Vergleich dieser Relaislinsen (in einem Fall von L2 = 200 mm)

Das Instrument nach dem Stand der Technik ist jedoch sehr beschwerlich in der Handhabung, und es besteht keine geringe Gefahr, daß die Fotografie wegen eines Bedienungsfehlers mißlingt. Dies liegt daran, daß die Linse variabler Stärke auf der Seite des Instrumentenkörpers angebracht ist und daher ist ein Schalter hiervon an der Seite des Instrumentenkörpers angebracht, während die Hilfslinse auf der Seite der Übertragungslinseneinheit angebracht ist, die von dem Instrumentenkörper getrennt ist, und somit ein Schalter hierfür auf der Seite der Übertragungseinheit angebracht ist. Aus diesem Grunde geschieht es häufig, daß ein Bediener es vergißt, die Hilfslinse in Übereinstimmung zur Umschaltung der Linse variabler Vergrößerung zu schalten.

Weiterhin ist es, vom Gesichtspunkt der Kosten und der Technik her, schwierig, einen Mechanismus vorzusehen, in dem die Hilfslinse in Übereinstimmung mit der Umschaltung der Linse variabler Vergrößerung automatisch darin eingeführt oder daraus entfernt wird, da die Linse variabler Vergrößerung auf der Seite des Instrumentenkörpers besteht und die Hilfslinse auf der Seite der optischen Übertragungseinheit, die an dem Instrumentenkörper ist, besteht.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine ophthalmologische Kamera zu schaffen, das geeignet ist, einen Bediener davor zu bewahren, es zu vergessen, eine Hilfslinse in Übereinstimmung zur Bedienung einer Linse variabler Vergrößerung zu schalten, ohne die Struktur des Instrumentes zu komplizieren und ohne die Herstellungskosten zu steigern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merkmale in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs gelöst.

Durch die in den Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen möglich.

Vorzugsweise ist in einem Fall, in dem die fotografische Oberfläche eine abbildungsempfangende Oberfläche eines fotografischen Elementes einer TV-Kamera ist, eine Mehrzahl von fotografischen Elementen vorgesehen und ein Farbtrennsystem ist zwischen den Relaislinsen und den fotografischen Elementen angeordnet; und zusätzlich fällt die Position der Eintrittspupille der Relaislinse im wesentlichen mit der Brennpunktlage der Objektseite der Relaislinse zusammen.

Auf der anderen Seite ist es in einem Fall, in dem das übertragende optische System ein übertragendes optisches System für 35 mm Film oder ein übertragendes optisches System für Sofortfilm ist, vorteilhaft, daß eine Feldlinse in dem übertragenden optischen System angebracht ist und eine Brennweite der Feldlinse so festgelegt ist, daß die Position der Eintrittspupille der Relaislinse nahe bei oder innerhalb der Relaislinse gelegen ist.

Die ophthalmologische Kamera nach der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, daß, da die Position einer Austrittspupille gegen die Relaislinse konstant gehalten wird, das optische System für die Relaislinse klein gestaltet werden kann, und hat außerdem den Vorteil, daß die Relaislinse eine gute Leistungsfähigkeit aufweist, da die Brennweite der Feldlinse in Abstimmung mit der Charakteristik der fotografischen Oberfläche bestimmt wird und die Position der Eintrittspupille der Relaislinse unabhängig von der variablen Vergrößerung konstant gehalten wird.

Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung anhand von Figuren erläutert. Es zeigen:

1 eine ophthalmologische Kamera nach dem Stand der Technik, in dem eine Hilfslinse entsprechend der Einführung/Entfernung einer Linse variabler Vergrößerung eingeführt/entfernt wird,

2 eine perspektivische Außenansicht einer ophthalmologischen Kamera entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

3 ein optisches Diagramm einer ophthalmologischen Kamera nach der vorliegenden Erfindung, in dem ein Relaislinsensystem für eine TV-Kamera in einen Instrumentenkörper gesetzt ist,

4 eine erläuternde Darstellung einer ophthalmologischen Kamera nach der vorliegenden Erfindung, wobei die Beziehung zwischen einem übertragenden optischen System für eine TV-Kamera vom Dreiplatten-Typ, einem übertragenden optischen System für eine TV-Kamera vom Einplatten-Typ, einem übertragenden optischen System für 35 mm Film, einem übertragenden optischen System für Sofortfilm und einem fotografierenden optischen System gezeigt wird,

5(a) bis 5(c) sind erläuternde Darstellungen, die die Beziehung zwischen der fotografischen Aufnahmeoptik und einem übertragenden optischen System für 35 mm Film nach dem Stand der Technik darstellen, und zeigen einen Zustand, in dem die Position einer Eintrittspupille sich entsprechend der Einführung/Entfernung der Linse variabler Vergrößerung hinein/heraus aus dem fotografierenden optischen System ändert,

5(a) zeigt einen Fall, in dem eine Linse variabler Vergrößerung für einen Bildwinkel von zum Beispiel 50° in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt ist,

5(b) zeigt einen Fall, in dem eine Linse variabler Vergrößerung für einen Bildwinkel von zum Beispiel 35° in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt ist,

5(c) zeigt einen Fall, in dem eine Linse variabler Stärke für einen Bildwinkel von zum Beispiel 200 in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt ist,

6(a) bis 6(c) sind erläuternde Darstellungen, die die Beziehung zwischen der fotografischen Aufnahmeoptik und einem übertragenden optischen System für 35 mm Film nach der vorliegenden Erfindung darstellen, und zeigen einen Zustand, in dem die Position einer Eintrittspupille unabhängig von der Einführung/Entfernung der Linse variabler Vergrößerung in/aus dem fotografierenden optischen System konstant gehalten wird,

6(a) zeigt einen Fall, in dem die Linse variabler Stärke für einen Bildwinkel von zum Beispiel 50° und eine Konkavlinse in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt sind,

6(b) zeigt einen Fall, in dem die Linse variabler Stärke für einen Bildwinkel von zum Beispiel 35° und ein Dummyglas in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt sind,

6(c) zeigt einen Fall, in dem die Linse variabler Vergrößerung für einen Bildwinkel von zum Beispiel 20° und eine Konvexlinse in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt sind,

7(a) bis 7(c) sind erläuternde Darstellungen der Beziehung zwischen der fotografischen Aufnahmeoptik und einem übertragenden optischen System für Sofortfilm nach der vorliegenden Erfindung, und zeigen einen Zustand, in dem die Position einer Eintrittspupille unabhängig von der Einführung/Entfernung der Linse variabler Vergrößerung in das/aus dem fotografierenden optischen System konstant gehalten wird,

7(a) zeigt einen Fall, in dem die Linse variabler Vergrößerung für einen Bildwinkel von zum Beispiel 50° und die Konkavlinse in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt sind,

7(b) zeigt einen Fall, in dem die Linse variabler Stärke für einen Bildwinkel von zum Beispiel 35° und das Dummyglas in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt sind,

7(c) zeigt einen Fall, in dem die Linse variabler Stärke für einen Bildwinkel von zum Beispiel 20° und die Konvexlinse in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt sind,

8(a) bis 8(c) sind erläuternde Darstellungen der Beziehung zwischen der fotografischen Aufnahmeoptik und einem übertragenden optischen System für die TV-Kamera vom Dreiplatten-Typ nach der vorliegenden Erfindung und zeigen einen Zustand, in dem die Position der Eintrittspupille unabhängig von der Einführung/Entfernung der Linse variabler Stärke in das/aus dem fotografierenden optischen System konstant gehalten wird,

8(a) zeigt einen Fall, in dem die Linse variabler Stärke für einen Bildwinkel von zum Beispiel 50° und die Konkavlinse in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt sind,

8(b) zeigt einen Fall, in dem die Linse variabler Vergrößerung für einen Bildwinkel von zum Beispiel 35° und das Dummyglas in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt sind,

8(c) zeigt einen Fall, in dem die Linse variabler Stärke für einen Bildwinkel von zum Beispiel 20° und die Konvexlinse in die fotografische Aufnahmeoptik eingeführt sind,

9 ist ein Blockschaltdiagramm, das ein weiteres Beispiel der Wechselbeziehungssteuervorrichtung nach der vorliegenden Erfindung zeigt, und

10 ist eine erläuternde Darstellung eines Beispiels eines Auswahlschalters einer Aufzeichnungsvorrichtung wie in 2 gezeigt.

2 ist eine perspektivische Ansicht, die eine Augenhintergrundkamera als eine ophthalmologische Kamera zeigt. In 2 zeigt Bezugszeichen 30 einen Instrumentenkörper. In dem Instrumentenkörper 30 sind ein beleuchtendes optisches System und ein fotografische Aufnahmeoptik 31 angebracht, die in 3 gezeigt werden. In 3 sind denselben optischen Elementen dieselben Bezugsnummern zugeordnet wie solchen von optischen Systemen nach dem Stand der Technik und es wird auf eine Beschreibung dieser verzichtet. Nur unterschiedliche optische Elemente werden beschrieben. Bezugsnummer 200 zeigt einen Schalter für variable Vergrößerung, durch den die variable Vergrößerung geschaltet wird.

Ein Vielzahl von Linsen variabler Stärke 33, 34, 35 sind für die fotografische Aufnahmeoptik 32 vorbereitet. Diese Linsen variabler Stärke 33, 34, 35 sind zwischen einer fokussierenden Linse 15 und einer bilderzeugenden Linse 16 entfernbar angeordnet. Zum Beispiel wird die Linse variabler Vergrößerung 33 für einen Bildwinkel von 50° genutzt, die Linse variabler Vergrößerung 34 ist für einen Bildwinkel von 35° und die Linse variabler Vergrößerung 35 ist für einen Bildwinkel von 20°.

In die fotografische Aufnahmeoptik 32 ist eine Hilfslinse zwischen einem mittleren bilderzeugenden Punkt 19 und der bilderzeugenden Linse 16 in einem Strahlengang entfernbar angeordnet. Diese Hilfslinse ist entsprechend den Linsen variabler Vergrößerung 33, 34, 35 angeordnet. Bezugsnummer 36 zeigt eine Konkavlinse, die als eine Hilfslinse dient, welche in mechanischer Wechselbeziehung mit der Einführung der Linse variabler Stärke 33 steht und die in den Strahlengang eingeführt wird, wenn die Linse variabler Stärke 33 in den Strahlengang eingeführt wird. Bezugsnummer 37 zeigt ein Dummyglas, das als Hilfslinse dient, das in mechanischer Wechselbeziehung mit dem Einführen der Linse variabler Stärke 34 steht und das in den Strahlengang eingeführt wird, wenn die Linse variabler Stärke 34 in den Strahlengang eingeführt wird. Bezugsnummer 38 zeigt eine Konvexlinse, die als Hilfslinse dient, die in mechanischer Wechselbeziehung mit der Einführung der Linse variabler Vergrößerung 35 steht und die in den Strahlengang eingeführt wird, wenn die Linse variabler Stärke 35 in den Strahlengang eingeführt wird. Diese Struktur, in der jede der Hilfslinsen 36, 37, 38 in Wechselbeziehung steht mit der Einführung/Entfernung jeder der Linsen variabler Vergrößerung 33, 34, 35 in den/aus dem Strahlengang des fotografierenden optischen Systems 32 und dabei in den Strahlengang eingeführt oder aus ihm herausbewegt wird, kann durch Nutzung eines wohlbekannten Verbindungsmechanismus realisiert werden. Daher wird auf Figuren verzichtet, die diesen darstellen.

Anstatt des mechanischen Wechselbeziehungsmechanismus kann ein Wechselbeziehungsmechanismus, wie in 9 gezeigt, zur Anwendung kommen. In dem Mechanismus von 9 gibt die als Wechselbeziehungssteuerungsvorrichtung genutzte Wechselbeziehungssteuerungsschaltung 100, abhängig von dem Ausgangssignal des Schalters für variable Vergrößerung 200, zu einem der Solenoiden 36', 37' und 38' ein Fahrtsignal. Zum Beispiel gibt, wenn der Bildwinkel von 50° durch den Schalter für variable Vergrößerung 200 gewählt wird, die Wechselbeziehungssteuerungsschaltung 100 ein Fahrtsignal zu dem Solenoid 36' und damit wird der Solenoid 36' betätigt und die Hilfslinse 36 wird automatisch in den Strahlengang eingeführt.

Diese Art des Wechselbeziehungsmechanismus, in dem die Hilfslinsen 36, 37, 38 in Abhängigkeit der Einführung/Entfernung der Linsen variabler Vergrößerung 33, 34 und 35 automatisch in den Strahlengang eingeführt oder herausbewegt werden, ist in einer Hintergrundkamera nach dem Stand der Technik, in dem die Hilfslinse auf der Seite der optischen Übertragungseinheit angeordnet ist, schwer nutzbar. Das heißt, daß beim Stand der Technik, da die Solenoiden und dergleichen zum Bewegen der Hilfslinsen innerhalb der optischen Übertragungseinheit angeordnet sein müssen, der Nachteil auftritt, daß es unausweichbar ist, daß die optische Übertragungseinheit groß gestaltet wird. Zusätzlich muß ein elektrischer Kontaktpunkt zwischen dem Instrumentenkörper 30 und der optischen Übertragungseinheit vorgesehen werden, dies ist auch ein Nachteil in der Haltbarkeit. Im Gegensatz dazu hat die Augenhintergrundkamera nach der Erfindung nicht die obengenannten Nachteile, da die Hilfslinse, die beim Stand der Technik üblicherweise auf der Seite der optischen Übertragungseinheit angeordnet worden ist, in dem Instrumentenkörper 30 angebracht ist.

In dieser Ausführungsform werden die Hilfslinsen 36, 37, 38 ohne Fehler automatisch geschaltet, wenn der Schalter für variable Vergrößerung 200 betätigt wird. Die Wechselbeziehung kann entsprechend der Art einer Aufzeichnungsvorrichtung außer Kraft gesetzt werden. Zum Beispiel ist die Hintergrundkamera üblicherweise mit einem Auswahlschalter 300 und einer Aufzeichnungsvorrichtung zur Auswahl einer zu nutzenden Aufzeichnungsvorrichtung ausgestattet, wie zum Beispiel einer Polaroid-Kamera (Sofortkamera), 35 mm Kamera oder TV-Kamera, wie in 10 gezeigt. Darum kann, abhängig von dem Ausgangssignal des Auswahlschalters 300 eine Aufzeichnungsvorrichtung, eine Umschaltung zwischen einer Wechselbeziehungslage und einer Nichtwechselbeziehungslage ausgeführt werden. Überdies kann zum Beispiel, wenn die Fotografie durch Nutzung einer Sofortkamera oder 35 mm Kamera ausgeführt wird, die Nichtwechselbeziehungslage beibehalten werden, da das Problem der Farbschattierung nicht auftritt, und die Hilfslinsen 36, 37 und 38 können veranlaßt werden, nicht geschaltet zu werden, sogar wenn der Schalter für variable Vergrößerung 200 bedient wird.

Wie in 2 und 3 gezeigt, ist ein Befestigungsglied (optische Übertragungseinheit) 39 austauschbar an dem Instrumentenkörper 30 befestigt. Ein übertragendes optisches System 40 ist in dem Befestigungsglied (optische Übertragungseinheit) 39 angebracht. Das übertragende optische System 40 ist durch das Einsetzen des Befestigungsgliedes 39 auf dem Instrumentenkörper 30 optisch mit der fotografischen Aufnahmeoptik 32 verbunden. Das übertragende optische System 40 enthält im wesentlichen eine Feldlinse 41, einen reflektierenden Spiegel 42 und eine Relaislinse 43.

Eine Mehrzahl von Befestigungsgliedern sind entsprechend der Charakteristika der fotografischen Oberfläche vorbereitet, daran befestigt zu werden und das Befestigungsglied (optische Übertragungseinheit) 39, an das eine Kamera vom Dreiplatten-Typ 44 befestigt wird, ist in 3 gezeigt. Die Kamera vom Dreiplatten-Typ 44 enthält ein farbtrennendes Prisma, das als farbtrennendes optisches System 45 dient, und drei fotografische Elemente 46, 47 und 48, wie in 4 erläuternd gezeigt. Größen der fotografischen Elemente 46, 47 und 48 der Kamera vom Dreiplatten-Typ 44 sind jeweils eine Größe von 1/2 und eine Relaisvergrößerung ist 0,2. Eine Feldblende 49 ist an dem mittleren bilderzeugenden Punkt 19 angeordnet.

4 zeigt die übertragenden optischen Systeme, die in jedes der Befestigungsglieder eingebaut sind, die entsprechend den Charakteristika der fotografischen Oberfläche vorbereitet sind. Bezugsnummer 50 zeigt ein übertragendes optisches System für eine Kamera vom Einplatten-Typ, Bezugsnummer 51 zeigt ein übertragendes optisches System für 35 mm Film und Bezugsnummer 52 zeigt ein übertragendes optisches System für Sofortfilm. Das übertragende optische System 50 für die Kamera vom Einplatten-Typ enthält eine Feldblende 53, eine Feldlinse 54, eine Relaislinse 55 und ein fotografisches Element 56. Das fotografische Element 56 hat in den Dimensionen eine Größe von 1/2 und die Relaisvergrößerung ist 0,2. Das übertragende optische System 51 für 35 mm Film enthält eine Feldblende 57, eine Feldlinse 58, eine Relaislinse 59 und einen 35 mm Film 60. Die fotografische Oberfläche des 35 mm Films 60 ist in den Dimensionen 24 mm × 30 mm und die Relaisvergrößerung ist 1,0. Das Übertragende optische System 52 für Sofortfilm enthält eine Feldblende 61, eine Feldlinse 62, eine Relaislinse 63 und einen Sofortfilm 64. Die fotografische Oberfläche des Sofortfilms 64 ist in den Dimensionen 78 mm × 78 mm und die Relaisvergrößerung ist 2,8.

Zur vergleichenden Erklärung ist hierin in jedem der übertragenden optischen Systeme 40, 50, 51 und 52 der Objekt-Abbildungsabstand L2 zwischen dem mittleren bilderzeugenden Punkt 19 und der fotografischen Oberfläche so gestaltet, daß er gleich ist. Ein Abstand L1 von dem mittleren bilderzeugenden Punkt 19 zu jeder der Relaislinsen 43, 55, 59 und 63 wird vom übertragenden optischen System 40 für die Kamera vom Dreiplatten-Typ, dem übertragenden optischen System 50 für die Kamera vom Einplatten-Typ, dem übertragenden optischen System 51 für 35 mm Film zum übertragenden optischen System 52 für Sofortfilm hin kleiner. Es ist zu beachten, daß, da das farbtrennende Prisma 45 in der Kamera vom Dreiplatten-Typ 44 angebracht ist, der Objekt-Abbildungsabstand L2 des übertragenden optischen Systems 40 um einen Abstand &Dgr; größer ist als der des übertragenden optischen Systems 50, 51 oder 52.

Wenn L3 definiert ist als ein Abstand von dem mittleren bilderzeugenden Punkt 19 zu der Position der Eintrittspupille jeder der Relaislinsen 43, 55, 59 und 63, sind die betreffenden Abstände L3 der Relaislinsen 43, 55, 59 und 63 einander unterschiedlich. (Zum Beispiel hat der Abstand L3 der Relaislinse 43 eine Länge von dem mittleren bilderzeugenden Punkt 19 bis zu der Eintrittspupillenposition 65.) Die Brennweiten F1, F2, F3 und F4 der Feldlinsen 41, 54, 58 und 62 sind auch so gestaltet, dass sie voneinander unterschiedlich sind.

Die Brennweite F1 der Feldlinse 41 des übertragenden optischen Systems 40 ist so gestaltet, dass ein Brennpunkt der Feldlinse 41 mit dem Brennpunkt der Objektseite der Relaislinse 43 zusammenfällt. In den betreffenden Fällen des übertragenden optischen Systems 50 für die Kamera vom Einplatten-Typ, des übertragenden optischen Systems 51 für 35 mm Film und des übertragenden optischen Systems 52 für Sofortfilm sind die Brennweiten F2, F3 und F4 der Feldlinsen 54, 58 und 62 so bestimmt, dass die Positionen der Eintrittspupillen dieser Relaislinsen nahe oder innerhalb der Relaislinsen 55, 59 und 63 gelegen sind. Dementsprechend wird mit Bezug auf die in 4 gezeigten übertragenden optischen Systeme 40, 50, 51 und 52, die Beziehung F2 > F1 > F3 > F4 gebildet. In 4 zeigt Bezugszeichen H eine vorderseitige Hauptebene jeder der Relaislinsen und H' zeigt eine rückseitige Hauptebene jeder der Relaislinsen.

Zum Beispiel wird die Eintrittspupillenposition M geändert, wenn das Befestigungsglied (optische Übertragungseinheit) mit dem übertragenden optischen System für 35 mm Film nach dem Stand der Technik auf den Instrumentenkörper eingesetzt wird, ohne daß die Hilfslinsen und danach die Linsen variabler Stärke 33, 34 und 35 in den Strahlengang der fotografischen Aufnahmeoptik 32 eingesetzt werden, wie in 5(a) bis 5(c) gezeigt. Entsprechend bleibt die Eintrittspupillenposition M, wie in 6 gezeigt, jedoch unverändert, da die Hilfslinsen 36, 37 und 38 in Abstimmung mit den Linsen variabler Vergrößerung 33, 34 und 35 in den Strahlengang der fotografischen Aufnahmeoptik 32 eingesetzt werden. 7 zeigt einen Fall, in dem das Befestigungsglied (optische Übertragungseinheit) mit dem übertragenden optischen System 52 für Sofortfilm auf den Instrumentenkörper 30 gesetzt ist, und 8 zeigt einen Fall, in dem das Befestigungsglied (optische Übertragungseinheit) mit dem übertragenden optischen System 40 für die Kamera vom Dreiplattentyp auf den Instrumentenkörper 30 aufgesetzt ist. In jedem der in 7 oder 8 gezeigten Fälle bleibt die Eintrittspupillenposition M unabhängig von dem Austausch der Linsen variabler Stärke 33, 34 und 35 konstant. In einem Fall, in dem die Fotografie durch Benutzung eines Sofortfilms oder eines 35 mm Films ausgeführt wird, darf die Wechselbeziehungssteuerung nicht ausgeführt werden.

Wie oben beschrieben, wird die Variation der Vergrößerung durch Einführung/Entfernung der Linsen variabler Stärke 33, 34 und 35 in das/aus dem fotografierenden optischen System 32 ausgeführt. Zusätzlich ist dies auch anwendbar für ein Zoomsystem, in dem die Linsen entlang des Strahlenganges des fotografierenden optischen Systems 32 bewegt werden. Zum Beispiel können, wenn die Variation der Vergrößerung entsprechend einem Zoomsystem in einem Bereich von 50° bis 20° ausgeführt wird, drei Abschnitte, und zwar eines Bereiches geringer Vergrößerung (50° bis 40°), eines Bereiches mittlerer Vergrößerung (40° bis 30°) und eines Bereiches hoher Vergrößerung (30° bis 20°) gebildet werden, und Hilfslinsen können den drei Abschnitten entsprechend vorbereitet werden.

In 3 zeigt Bezugsnummer 66 ein optisches Okularsystem, durch welches der Augenhintergrund 14 mit bloßem Auge, in derselben Weise wie beim Stand der Technik, beobachtet werden kann.


Anspruch[de]
  1. Ophthalmologische Kamera, enthaltend eine in einem Kamerakörper (30) angeordnete fotografische Aufnahmeoptik (32) mit

    • einer Objektivlinse (12),

    • einem optischen System zum Verändern der Vergrößerung, bestehend entweder aus einer längs der optischen Achse der fotografischen Aufnahmeoptik (32) verschiebbaren Linse (33) oder aus einer Anzahl von Linsen (33, 34, 35), die wahlweise alternativ in den Strahlengang der fotografischen Aufnahmeoptik (32) einbringbar sind,

    • einem optischen Hilfssystem, das die Lage der Eintrittspupille einer Relaislinse (43) konstant hält und entweder eine näher an der Objektivlinse (12) als ein mittlerer bilderzeugender Punkt (19) angeordnete und längs der optischen Achse verschiebbare Hilfslinse (36) aufweist oder eine Anzahl von Hilfslinsen (36, 37, 38), die wahlweise alternativ in den Strahlengang einführbar sind, und

    • einer Steuervorrichtung zum Einführen der Hilfslinsen (36, 37, 38) in den Strahlengang oder zum Entfernen der Hilfslinse (36, 37, 38) aus dem Strahlengang,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die ophthalmologische Kamera weiterhin enthält eine optische Übertragungseinheit (39), die zur Übertragung von bilderzeugendem Licht von der fotografischen Aufnahmeoptik (32) zu einer fotografischen Oberfläche in einer von mehreren wahlweise anbringbaren Aufzeichnungsvorrichtungen dient und austauschbar in Anpassung an die ausgewählte Art von Aufzeichnungsvorrichtung auf dem Gerätekörper (30) aufgesetzt ist, wobei in der Übertragungseinheit (39) die Relaislinse (43) angeordnet ist, und

    dass die Steuervorrichtung bewirkt, dass das optische Hilfssystem dem optischen System zum Verändern der Vergrößerung so nachgeführt wird, dass auch bei Veränderung der Vergrößerung die Eintrittspupille der Relaislinse (43) ihre Lage beibehält.
  2. Ophthalmologische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die fotografische Oberfläche eine abbildungsempfangende Oberfläche eines fotografischen Elementes ist, das in einer TV-Kamera (44) als eine von verschiedenen Aufzeichnungsvorrichtungen vorgesehen ist und die Position der Eintrittspupille der Relaislinse (43) im Wesentlichen mit der Brennpunktlage der Objektseite der Relaislinse (43) zusammenfällt.
  3. Ophthalmologische Kamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das fotografische Element eine Mehrzahl von fotografischen Teilelementen umfasst (46, 47, 48) und ein farbtrennendes optisches System (45) zwischen der Relaislinse (43) und den fotografischen Teilelementen (46, 47, 48) angeordnet ist.
  4. Ophthalmologische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Übertragungseinheit (39) ein übertragendes optisches System enthält, in dem eine Feldlinse (18) angebracht ist, das übertragende optische System entweder als ein übertragendes optisches System (51) für 35 mm Film oder als ein übertragendes optisches System (52) für Sofortfilm ausgebildet ist und eine Brennweite der Feldlinse (18) so festgelegt ist, dass die Position der Eintrittspupille der Relaislinse (43) nahe bei oder innerhalb der Relaislinse (43) gelegen ist.
  5. Ophthalmologische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfslinse (36) von einer Mehrzahl von Relaislinsen (43, 55, 59, 63) geteilt wird.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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