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Dokumentenidentifikation DE202006000897U1 01.06.2006
Titel Tischkegelspiel
Anmelder Hilble, Eugen, 72574 Bad Urach, DE
DE-Aktenzeichen 202006000897
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.06.2006
Registration date 27.04.2006
Application date from patent application 20.01.2006
IPC-Hauptklasse A63D 3/00(2006.01)A, F, I, 20060120, B, H, DE

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist ein Tischkegelspiel, das gekennzeichnet ist durch eine Spielplatte mit längs des Plattenrandes verteilten Aufstellplätzen für Spielkegel, und durch ein im Bereich der Spielplattenmitte angeordnetes, zu den Aufstellplätzen hin abfallendes und eine Ablaufbahn für eine Spielkugel bildendes Ablaufstück.

Die Spielkugel erhällt beim Ablaufen vom Ablaufstück längs der Ablaufbahn den erforderlichen Schwung, um je nach Laufrichtung bis zu den verschiedenen Aufstellplätzen zu rollen und dort mehr oder weniger Spielkegel umzuwerfen.

Zweckmäßig besitzt das Ablaufstück an seinem oberen Ende eine Mulde zur Aufname der Spielkugel. Die Spielkugel braucht dann nur durch Antippen mit einem Finger über den Rand der Mulde gedrückt zu werden, um anschließend auf der Ablaufbahn vom ablaufstück rollen zu können. Die Ablaufbahn kann einfach oder doppelt, also nur in Ablaufrichtung oder auch quer dazu gekrümmt sein. Bei doppelter Krümmung ist die Ablaufbahn zweckmäßig in Umfangsrichtung der Spielplatte konvex gekrümmt, wodurch die Laufrichtung, in der die Spielkugel das Ablaufstück erläßt, in sehr empfindlicher Weise von der Anfangsrichtung abhängt, mit der die Spielkugel über den Rand der Mulde gedrückt worden ist. In jedem Fall kann das Ablaufstück bei schanzenartiger Ausbildung um eine zur Spielplatte senkrechte Achse drehbar und mit der Richtung seiner Ablaufbahn wahlweise in die Richtungen der verschiedenen Aufstellplätze einstellbar sein. Dann bestimmt der Drehwinkel des Ablaufstückes die Laufrichtung der Kugel. Es besteht aber auch die im Rahmen der Erfindung bevorzugte Möglichkeit, das Ablaufstück um eine zur Spielplatte senkrechte Achse rotationssymetrisch auszubilden, so daß seine gesammte umlaufende Mantelfläche die Ablaufbahn für die Spielkugel bildet. Die Spielkugel kann dann über 360o um die Symmetrieachse in jeder beliebigen Richtung vom Ablaufstück abrollen, so daß eine Drehbarkeit des Ablaufstückes nicht mehr erforderlich ist. In diesem Fall kann das Ablaufstück einstückig mit der Spielplatte ausgebildet sein. Um schlag- oder stoßartige Beanspruchungen der Spielplatte beim Ablaufen der Spielkugel vom Ablaufstück zu vermeiden, empiehlt es sich ferner, die Ablaufbahn flach geneigt oder tangential in die Ebene der Spielplatte einlaufen zu lassen. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, daß das Ablaufstück in jeder seiner möglichen Ablaufrichtungen ein glockenförmiges Profil besitzt, und zwar unabhängig davon, ob das Ablaufstück rotationssymetrisch oder nach Art einer drehbaren Schanze ausgebildet ist.

Um zu verhindern, daß die Spielkugel die Spielplatte verläßt, ist es zweckmäßig die Spielplatte außerhalb der Aufstellplätze mit einer Fangleiste und/oder Fangrille für die Spielkugel zu versehen.

Im folgenden wird die Erfindung an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert; es zeigen:

1 eine Draufsicht auf ein Tischkegelspiel nach der Erfingung,

2 einen Schnitt in Richtung II-II durch das Tischkegelspiel nach 1,

3 eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform des Tischkegelspiels nach der Erfindung,

4 einen Schnitt in Richtung IV-IV durch das Tischkegelspiel nach 3.

In der Zeichnung ist die Spielplatte des Tischkegelspieles allgemein mit 1 bezeichnet. Diese Spielplatte 1 kann eine starre oder flexible Platte sein, beispielsweise aus Holz, starrem oder flexiblem Kunststoff, Wachstuch oder dergl. bestehen. Sie kann wie in den Ausführungsbeispielen im wesentlichen quadratischen Umriß besitzen, jedoch sind selbstverständlich ohne weiteres auch etwa kreisförmige Umrisse möglich. Die Spielplatte kann eigene Beine besitzen oder wie im Ausführungsbeispiel, zum Auflegen auf einen Tisch oder dergl. bestimmt sein. In jedem Fall sind auf der Spielplatte 1 längs des Plattenrandes Aufstellplätze 4 für Spielkegel 5 verteilt. Im Ausführungsbeispiel sind insgesamt vier solcher Aufstellplätze 4 vorgesehen, wobei für jeden Aufstellplatz 4 neun Spielkegel 5 vorgesehen sind. Die Anzahl der Aufstellplätze 4 bestimmt die maximal mögliche Anzahl der Mitspielenden, da jedem Mitspielenden ein Aufstellplatz 4 mit jeweils neun Spielkegeln 5 zugeordnet wird. Im Bereich der Spielplattenmitte befindet sich ein zu den Aufstellplätzen 4 hin abfallendes und eine Ablaufbahn 11 für eine Spielkugel 10 bildendes Ablaufstück 6. Dieses Ablaufstück 6 besitzt an seinem oberen Ende eine die Spielkugel 10 aufnehmende Mulde 12. Um die Spielkugel 10 über die Ablaufbahn 11 vom Ablaufstück 6 ab- und zu den Aufstellplätzen 4 hinrollen zu lassen, genügt es dann, die Spielkugel 10 durch einen kleinen Stoß mit dem Finger über den Rand der Mulde 12 zu heben. Die Geschicklichkeit des Spielenden bestimmt dabei im einzelnen die Richtung, welche die Spielkugel 10 einschlägt, während die Wucht, mit der die Kugel 10 zu den Aufstellplätzen 4 hinläuft und die Kegel 5 wirft, durch das Ablaufen vom Ablaufstück 6, im wesentlichen also durch dessen Höhe bestimmt ist. Aufgabe jedes Mitspielenden ist es, dem Lauf der Spielkugel 10 so zu beeinflussem, daß beispielsweise möglichst viele oder nur bestimmte der Spielkegel 5 seines Aufstellplatzes 4 von der Kugel 10 umgeworfen zu werden.

Die Laufrichtung der Kugel 10 ist in besonders empfindlicher Weise dann von der Geschicklichkeit der Mitspieler abhängig, wenn die Ablaufbahn 11 in Umfangsrichtung der Spielplatte 1, im Ausführungsbeispiel in Umfangsrichtung um die Achse 7, konvex gekrümmt ist, also ihre Schrittlinie in jeder zur Spielplatte 1 parallelen Schnittebene einen in Bezug auf die Achse 7 konkaven Verlauf besitzt.

Im einzelnen kann das Ablaufstück 6 entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach den 3 und 4 bei im wesentlichen schanzenartiger Ausbildung um eine zur Spielplatte 1 senkrechte Achse 7 drehbar, beispielsweise auf einem Zapfen 8 gelagert sein. Dann kann das Ablaufstück 6 mit der Richtung seiner Ablaufbahn 11 durch drehen (Pfeil 13) wahlweise in die Richtungen zu den verschiedenen Aufstellplätzen 4 eingestellt werden, so daß die Mitspielenden die Laufrichtung der Kugel 10 sowohl durch die Art und Weise des Abstoßens der Kugel am Rand der Mulde 12 als auch durch die Dreheinstellung des Ablaufstückes 6 im ganzen beeinflussen können.

Im Ausführungsbeispiel nach den 1 und 2 ist dagegen das Ablaufstück 6 um eine zur Spielplatte 1 senkrechte Achse 7 rotationssymetrisch ausgebildet. Seine gesamte umlaufende Mantelfläche bildet daher die Ablaufbahn 11 für die Spielkugel 10, die somit in jeder beliebigen Richtung über 360o um die Achse 7 vom Ablaufstück abgelassen werden kann. Die Schnittlinie der Mantelfläche 11 des Ablaufstückes 6 mit jeder zur Spielplatte 1 parallelen Schnittebene bildet somit einen Kreis.

In jedem Fall läuft die Ablaufbahn 11 an ihrem Rand 9 flach geneigt oder fast tangential in die Ebene der Spielplatte 1 ein, so daß beim Übergang der Kugel 10 von der Ablaufbahn 11 auf die Spielplatte 1 keine stoß- oder schlagartigen Beanspruchungen der Spielplatte auftreten und Laufänderungen der Spielkugel 10 vermieden werden.

Wie insbesondere die 2 und 4 erkennen lassen, besitzt das Ablaufstück 6 ein im wesentlichen glockenförmiges Profil, wobei es bei schanzenartiger Ausbildung entsprechend den 3 u 4 gleichsam den Sektor einer Glocke darstellt.

Außerhalb der Aufstellplätze 4 ist die Spielplatte 1 mit einer Fangleiste 3 und einer Fangrille 2 für die Spielkugel 10 vorgesehen. Die Fangrille 2 kann entfallen, wenn beispielsweise Reflektionen der Spielkugel 10 beim Anstoßen an der Fangleiste 3 gewünscht werden. Ohne diese Möglichkeit kann anstelle der Fanleiste 3 auch nur die Fangrille 2 vorgesehen sein, wenn sie bezüglich Breite und Tiefe so gestaltet ist, daß sie von der Spielkugel 10 nicht überlaufen werden kann. Im Ergebnis dienen die Fangleiste 3 und die Fangrille 2 gemeinsam oder einzeln für sich dazu, die Spielkugel 10 am Verlassen der Spielplatte 1 zu hindern.


Anspruch[de]
  1. Tischkegelspiel, gekennzeichnet durch eine Spielplatte (1) und durch ein im Bereich der Spielplattenmitte angeordnetes, zum Plattenrand hin abfallendes und eine Ablaufbahn (11) für eine Spielkugel (10) bildendes Ablaufstück (6).
  2. Tischkegelspiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablaufstück (6) an seinem oberen Rand eine Mulde (12) zur Aufnahme der Spielkugel (10) besitzt.
  3. Tischkegelspiel nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufbahn (11) in Umfangsrichtung der Spielplatte (1) konvex gekrümmt ist.
  4. Tischkegelspiel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstück (6) bei schanzenartiger Ausbildung um eine zur Spielplatte (1) senkrechte Achse (7) drehbar und mit der Richtung seiner Ablaufbahn (11) wahlweise in verschiedene Richtungen zum Plattenrand hin einstellbar ist.
  5. Tischkegelspiel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablaufstück (6) um eine zur Spielplatte (1) senkrechte Achse (7) rotationssymmetrisch ausgebildet ist, wobei seine gesamte umlaufende Mantelfläche die Ablaufbahn (11) für die Spielkugel (10) bildet.
  6. Tischkegelspiel nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufbahn (11) flach geneigt oder tangential in die Ebene der Spielplatte (1) einläuft.
  7. Tischkegelspiel nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablaufstück (6) ein glockenförmiges Profil besitzt.
  8. Tischkegelspiel nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spielplatte (1) am Plattenrand mit einer Fangleiste (3) und/oder Fangrille (2) für die Spielkugel (10) versehen ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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