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Dokumentenidentifikation DE60022051T2 01.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001198321
Titel GEWINDEFRÄSER UND GEWINDEFRÄSERSCHNEIDEINSATZ
Anmelder Seco Tools AB (publ)), Fagersta, SE
Erfinder PARKER, Mike, Solihull, West Midlands B93 9PW, GB;
QUIRKE, David, Warwickshire B50 4AP, GB
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 60022051
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.06.2000
EP-Aktenzeichen 009466541
WO-Anmeldetag 27.06.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/SE00/01361
WO-Veröffentlichungsnummer 0001000362
WO-Veröffentlichungsdatum 04.01.2001
EP-Offenlegungsdatum 24.04.2002
EP date of grant 17.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse B23G 5/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B23P 15/36(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gewindefräser, der einen Schneidkopf mit einer Anzahl von Schneideinsatztaschen, eine Anzahl von Gewindefräseinsätzen, die in den Schneideinsatztaschen aufgenommen sind, und eine Halterung aufweist, die mit dem Schneidkopf einstückig ist und in einer Werkzeugkupplung aufgenommen werden soll. Die Erfindung bezieht sich auch auf einen Gewindefräseinsatz, der in dem Gewindeschneider angebracht ist.

Stand der Technik

Durch die US-A-5,873,684 ist ein Gewindefräser schon bekannt, der einen Werkzeugkopf hat, welcher mit einer Anzahl von Schneideinsatztaschen für die Aufnahme einer entsprechenden Anzahl von Gewindefräseinsätzen versehen ist. Die Gewindefräseinsätze sind dadurch in ihren Schneideinsatztaschen angebracht, daß man die Einsätze und die dazugehörige Schneideinsatztasche mit sich axial erstreckenden Nuten versieht. Nachdem ein Schneideinsatz in seiner Schneideinsatztasche montiert ist, wird wenn die Nuten miteinander in Ausrichtung gebracht sind, ein Arretierstift in den im wesentlichen zylindrischen Raum eingeführt, der durch die Nuten gebildet wird. Dadurch wird die Position des Schneideinsatzes in der Schneideinsatztasche fixiert. Der Arretierstift wird durch Einschrauben von Arretierschrauben in Gewindelöcher in dem Fräskörper befestigt, wobei die Löcher in dem Bereich der Nut in dem Fräskörper enden.

Die Montage wird durch die Verwendung eines Arretierstiftes für jeden Schneideinsatz langwierig. Ferner wird keine zufriedenstellende radiale Positionierung des Arretierstiftes erhalten, da der Arretierstift mit der Nut der Schneideinsatztasche zusammenwirkt, d.h. es ist nicht wahrscheinlich, daß man durch die Wirkung der Arretierschrauben auf den Arretierstift erreicht, daß der Schneideinsatz gegen den Boden der Schneideinsatztasche in Widerlage kommt. Außerdem kann bei großen radialen Schneidkräften ein Risiko bestehen, daß das Zusammenwirken des Arretierstiftes mit den Nuten in dem Schneideinsatz und der Schneideinsatztasche nicht eine ausreichend exakte Positionierung der Einsätze der radialen Richtung gibt, d.h. es kann eine gewisse Lageveränderung der Einsätze in radialer Richtung auftreten. Außerdem ist der bekannte Schneideinsatz auch bruchanfällig.

Bei dem Gewindefräser nach der US-A-5,873,684 hat jeder Gewindeeinsatz nur eine Schneidkante, und der Gewindeeinsatz ist mit einer Aussparung in Verbindung mit der Schneidkante versehen.

Die US-A-5,088,861 zeigt ein Gewindefräswerkzeug der Art, welche einen Gewindeschneideinsatz 14 aufweist, der auf einem Einsatzhalter befestigt wird, welcher durch eine Fräsmaschine gedreht wird, wobei der Einsatz vier getrennte Schneidkanten vorsieht. Der bekannte Schneideinsatz ist auch bruchanfällig.

Bei dem Gewindefräser nach der US-A-5,873,684 hat jeder Gewindeeinsatz nur eine Schneidkante, und der Gewindeeinsatz ist mit einer Aussparung in Verbindung mit der Schneidkante versehen.

Aufgaben und Merkmale der Erfindung

Primäre Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Gewindefräsers der oben beschriebenen Art, der mit einer Anzahl von Gewindefräseinsätzen versehen ist, die in ihren entsprechenden zugeordneten Schneideinsatztaschen in einer konstruktiv hervorragenden und einfachen Art befestigt werden, doch aber zufriedenstellend funktionieren.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Gewindefräsers, bei welchem das Positionieren der Gewindefräseinsätze in radialer und axialer Richtung außerordentlich ausgeprägt ist.

Eine weitere andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Gewindefräsers mit Teilen, die einen kleinen Raum erfordern, weshalb Werkzeuge kleiner Maße mit mehr Schneideinsätzen als bekannte Werkzeuge entsprechender Maße vorgesehen sein können.

Eine weitere andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Gewindefräseinsatzes, der eine lange Lebensdauer hat.

Eine oder mehrere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden mittels eines Gewindefräsers und eines Gewindefräseinsatzes gelöst, welche die Merkmale der anliegenden unabhängigen Ansprüche haben. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen bestimmt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Unten folgt eine Anzahl von Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, die unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben werden, bei denen gilt:

1A zeigt eine perspektivische Ansicht eines Gewindefräseinsatzes gemäß der vorliegenden Erfindung, der in einem Gewindefräser gemäß der vorliegenden Erfindung befestigt werden soll;

1B zeigt eine Draufsicht auf den Gewindefräseinsatz der 1A;

1C zeigt eine Endansicht des Gewindefräseinsatzes der 1A;

1D zeigt einen Querschnitt entlang der Linie ID-ID in 1B;

2 zeigt eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines Gewindefräsers gemäß der vorliegenden Erfindung;

3 zeigt eine Querschnittsansicht entlang der Linie III-III in 2;

4 zeigt eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform eines Gewindefräsers gemäß der vorliegenden Erfindung;

5 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie V-V in 4;

6 zeigt eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform eines Gewindefräsers gemäß der vorliegenden Erfindung; und

7 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie VII-VII in 6.

Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung

Der Gewindefräseinsatz 1 gemäß der vorliegenden Erfindung, der in den 1A1D gezeigt ist, hat eine im allgemeinen parallel-epipedische Grundgestalt und einen spanabhebenden Abschnitt 3 sowie einen Befestigungsabschnitt 5. In den 1C und 1D ist die Längshauptebene L des Gewindefräseinsatzes 1 veranschaulicht. Der Gewindefräseinsatz 1 ist vorzugsweise aus Hartmetall hergestellt. Der spanabhebende Abschnitt 3 ist mit zwei Schneidkanten 7 versehen, deren jede aus einer Anzahl von Zähnen besteht. Wie man aus 1 sieht, hat der Gewindefräseinsatz 1 an seinem spanabhebenden Abschnitt 3 eine negative Geometrie, d.h. der Gewindefräseinsatz 1 zeigt nicht irgendeine eingebaute Aussparung an einer Freifläche 4 bzw. Aussparungsfläche, welche die Verbindung der Schneidkanten 7 schafft und einen rechten Winkel mit der Hauptebene L des Gewindefräseinsatzes 1 bildet. Dies ermöglicht es, dem Gewindefräseinsatz 1, wendbar sein zu sein, d.h. es können beide Schneidkanten 7 bei dem Gewindefräser 13 gemäß der Erfindung verwendet werden. Eine Spanfläche 8 ist innen und in Verbindung mit der entsprechenden Schneidkante 7 gebildet.

Der Befestigungsabschnitt 5 des Gewindefräseinsatzes 1 zeigt zwei ebene Stützflächen 9, die parallel zueinander liegen und auf jeder Seite des Gewindefräseinsatzes 1 angeordnet sind. Eine Anzahl von Ausnehmungen, drei Ausnehmungen in der gezeigten Ausführungsform, sind in den Stützflächen 9 vorgesehen, wobei jede Ausnehmung eine ebene Fläche 10 hat, die mit der Hauptebene L des Gewindefräseinsatzes 1 einen spitzen Winkel &bgr; bildet. In der Ausnehmung ist eine Stufe 11 an dem dem spanabhebenden Abschnitt 3 nächstliegenden Ende vorgesehen, wobei die Stufe die Verbindung zu der Stützfläche 9 Ende vorgesehen, wobei die Stufe die Verbindung zu der Stützfläche 9 vorsieht. An demjenigen Ende, welches dem spanabhebenden Abschnitt 3 zugewandt ist, tritt die Fläche 10 der Ausnehmung in das Nichts aus, d.h. sie ist auf demselben Niveau wie die umgebende Stützfläche 9 angeordnet. Dies bedeutet, daß in dem Schnitt ID-ID, siehe 1D, der Befestigungsabschnitt 5 Schwalbenschwanzform hat.

Gemäß der gezeigten Ausführungsform des Gewindefräseinsatzes 1 gibt es an dem Befestigungsabschnitt 5 abgeschrägte Ecken 12. Die Ecken sind zwischen Ihrer entsprechenden zugehörigen Stützfläche 9 und einer Ebenenendfläche 6 des Befestigungsabschnittes 5 des Gewindefräseinsatzes angeordnet. Die Endfläche 6 bildet einen rechten Winkel mit der Hauptebene L des Gewindefräseinsatzes 1.

In 1A ist die Länge des Gewindefräseinsatzes 1 mit M und einer Höhe mit H dargestellt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform gilt für den Gewindefräseinsatz 1: Länge M = 40mm und seine Höhe H = 7mm. Das Verhältnis M/h sollte erfindungsgemäß in dem Intervall von 4–8 liegen.

Die erste Ausführungsform eines Gewindefräsers 13 gemäß der in 2 gezeigten vorliegenden Erfindung weist einen Schneidkopf 14 mit einem einen Einsatz aufnehmenden Teil 15 auf. Ferner weist der Schneidkopf 13 eine Halterung 16 auf, die bei der gezeigten Ausführungsform die Gestalt eines Schaftes hat. Die Halterung 16 soll in einer Werkzeugkupplung aufgenommen werden.

Der Schneidkopf 14 ist erfindungsgemäß mit zwei Gewindefräseinsätzen 1 versehen. Aus 2 sieht man, daß jeder Gewindefräseinsatz mittels dreier Schrauben 17 in dem Schneidkopf 14 befestigt ist, wobei die Funktion der Schrauben deutlich in 3 veranschaulicht ist.

Wie man aus 3 sieht, ist der den Einsatz aufnehmende Teil 15 mit zwei Schneideinsatztaschen 18 in der Gestalt von sich im wesentlichen radial erstreckenden Taschen in dem den Einsatz aufnehmenden Teil 15 vorgesehen. Jede Schneideinsatztasche 18 nimmt einen Gewindefräseinsatz 1 gemäß der Erfindung auf. Die gegenüberliegenden Wände in den Schneideinsatztaschen 18 sind im wesentlichen parallel, d.h. die entsprechende Schneideinsatztasche 18 bestimmt einen parallel-epipedischen Raum, in welchem ein Gewindefräseinsatz 1 gemäß der Erfindung aufgenommen ist.

Drei Gewindelöcher 19 sind in Verbindung mit jeder Gewindeeinsatztasche 18 vorgesehen, und in jedem Loch 19 ist eine Schraube 17 aufgenommen. Die Schraube 17 ist vor der zugehörigen Schneideinsatztasche 18 in der Drehrichtung R des Gewindefräsers vorgesehen, siehe 3. Wie auch aus 3 hervorgeht, schneidet das entsprechende Loch 19 die benachbarte Wand der zugehörigen Schneideinsatztasche 18, d.h. das Loch 19 steht mit der Schneideinsatztasche 18 in Verbindung. Dies bedeutet, daß wenn der Gewindefräseinsatz 1 richtig von der zugehörigen Schneideinsatztasche aufgenommen ist, eine Schraube 17 in dem Loch 19 mit einer Ausnehmung in Berührung gebracht werden kann, die einen Teil eines schwalbenschwanzförmigen Querschnittes des Gewindefräseinsatzes 1 bildet. Die Mittenachse der Schraube 17 schneidet die Fläche 10 der Ausnehmung senkrecht, mit welcher die Schraube 17 in Eingriff steht. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß das oben beschriebene Verhältnis zwischen der Höhe/Breite des Gewindefräseinsatzes 1, welches in dem Intervall von 4–8 liegen sollte, von Bedeutung ist, um eine starke Befestigung des Gewindefräseinsatzes 1 in der zugehörigen Schneideinsatztasche 18 zu erreichen. Weil die Höhe H im Verhältnis zu der Länge M des Gewindefräseinsatzes relativ klein ist, liegt der Wirkpunkt der Schraube 17 auf der Fläche 10 relativ dicht an der Schneidkante 7, wodurch eine starre Position der Schneidkante 7 begünstigt wird.

Die Schraube 17 drückt dann die Stützfläche 9, die auf der Seite des Gewindefräseinsatzes 1 angeordnet ist, die von der Schraube 17 weggerichtet ist, zu einer Wand der Schneideinsatztasche 18 hin, und drückt auch die Ecke 12 des Gewindefräseinsatzes 1, die von der Schraube 17 weggerichtet ist, zu dem Übergang zwischen der einen Wand und dem Boden der Schneideinsatztasche 18 hin. Die Keilform des Befestigungsabschnittes 5, welche von der Fläche 10 der Ausnehmung gebildet wird, läßt die Schraube 17 eine radial einwärts gerichtete Kraft auf den Gewindefräseinsatz ausüben. Dadurch wird sichergestellt, daß der Gewindefräseinsatz 1 und die Endfläche 6 des Befestigungsabschnittes 5 in feste Widerlage gegen den Boden der Schneideinsatztasche 18 gelangen. Die Position des Gewindefräseinsatzes 1 in der Schneideinsatztasche 18 wird folglich teilweise durch die Stützfläche 9 und teilweise durch die Endfläche 6 bestimmt. Diese beiden Flächen sind in Ebenen angeordnet, die senkrecht zueinander liegen. Hierdurch wird erreicht, daß die Position des Gewindefräseinsatzes 1 in der Schneideinsatztasche 18 in einer zufriedenstellenden Weise bestimmt wird. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß es im wesentlichen keinen Kontakt zwischen der Stützfläche 9 des Gewindefräseinsatzes 1, welche zu der Schraube 17 gerichtet ist, und der Wand der Schneideinsatztasche 18 gibt, welche von der Schraube 17 weggerichtet ist.

Das Positionieren des Gewindefräseinsatzes 1 in der Axialrichtung erfolgt dadurch, daß jede Schneideinsatztasche 18 mit einem axialen Anschlag am Ende der Schneideinsatztasche 18 versehen wird, welcher dicht an der Halterung 16 angeordnet ist. Dies ist deutlicher in 4 gezeigt. Wie man z. B. aus 3 sieht, ist die Schneidkante 7 des Gewindefräseinsatzes 1 mit der zugehörigen Spanfläche 8 in einer axialen Ebene 20 des Gewindefräsers 13 angeordnet, welche durch die Drehachse CL des Gewindefräsers 13 hindurchgeht. Die Hauptebene L des Gewindefräseinsatzes 1 bildet einen gewissen spitzen Winkel &agr; mit der axialen Ebene 20, um den notwendigen Abstand für die Schneidkante 7 zu erhalten, d.h. in 3 erstreckt sich der Gewindefräseinsatz 1 auf jeder Seite der axialen Ebene 20.

Der Einsatzaufnahmeteil 15 des Gewindefräsers 13 ist mit zwei Kühlkanälen 21 versehen, wie in der Ausführungsform der 2 und 3 gezeigt ist, die sich in der axialen Richtung des Einsatzaufnahmeteils 15 erstrecken. Die Kühlkanäle 21 sind diametral einander gegenüberliegend bezüglich der Drehachse CL des Gewindefräsers 13 angeordnet. Die Kühlkanäle enden in der Hüllfläche des Einsatzaufnahmeteils 15 bei 21a, d.h. hinter dem zugehörigen Gewindefräseinsatz 1 in der Drehrichtung R des Gewindefräsers 13, siehe 3.

Die Gewindefräseinsätze 1 sind identisch, und wie man aus 2 sieht, sind die Gewindefräseinsätze 1 in dem Einsatzaufnahmeteil 15 derart angebracht, daß entsprechende Zähne der jeweiligen Schneidkanten 7 auf derselben axialen Hülle angeordnet sind. Mit einer solchen Schneideinsatzkonfiguration erfolgt die maschinelle Bearbeitung mittels des Gewindefräsers 13 nach der vorliegenden Erfindung durch zirkulare bzw. Kreisinterpolation, d.h. die Drehachse CL des Gewindefräsers 13 läuft während der maschinellen Bearbeitung um die Mittelachse des Loches oder den Zentrierzapfen herum, das oder der mittels der Zähne der Schneidkante 7 ein inneres oder äußeres Gewinde erhält.

Wenn eine erste Schneidkante 7 des Gewindefräseinsatzes 1 abgenutzt ist, wird die Schraube 17 gelöst, und der Gewindefräseinsatz wird so weitergeschaltet, daß eine zweite Schneidkante 7 die aktive Position einnimmt, d.h. in der axialen Ebene 20 angeordnet wird.

Die zweite Ausführungsform eines Gewindefräsers 13', der in den 4 und 5 gezeigt ist, hat prinzipiell dieselbe Konstruktionsgestaltung wie der Gewindefräser 13 nach den 2 und 3. Somit weist der Gewindefräser 13' einen Schneidkopf 14' und eine Halterung 16' auf. Der Einsatzaufnahmeteil 15' des Gewindefräsers 13' ist mit drei Schneideinsatztaschen 18' versehen. Jede Schneideinsatztasche 18' nimmt einen Gewindefräseinsatz 1 auf, der vorzugsweise eine identische Gestaltung hat wie die Gewindefräseinsätze 1 nach den 1 bis 3. Dies bedeutet, daß jeder der Gewindefräseinsätze 1 nach den 4 und 5 mittels dreier Schrauben 17 in dem Einsatzaufnahmeteil 15' befestigt wird. Zwecks Klarheit sei gesagt, daß die Schneideinsatztaschen 18' eine Länge haben, die an die Länge der Gewindefräseinsätze 1 angepasst ist.

Drei Gewindelöcher 19 sind in Verbindung mit jeder Schneideinsatztasche 18' vorgesehen, von denen jedes eine Schraube 17 aufnimmt. Die Löcher 19 sind in einer relativ zu den Schneideinsatztaschen 18 entsprechenden Weise so ausgerichtet wie die der Ausführungsform nach den 2 und 3, und eine Anbringung der Gewindefräseinsätze 1 erfolgt im Prinzip in der entsprechenden Weise wie bei der Ausführungsform nach den 2 und 3, und deshalb wird auf das Vorstehende Bezug genommen, wenn es zum Befestigen der Gewindefräseinsätze 1 in den Schneideinsatztaschen 18' kommt. Wie man aus 5 sieht, ist der Einsatzaufnahmeteil 15' mit einem zentral angeordneten Kühlkanal 21' versehen, weil ein solcher Kanal bei der Ausführungsform der 4 und 5 genug Raum hat. Der Kühlkanal 21' zweigt auf verschiedenen axialen Höhen ab und endet in der Hülllfläche des Einsatzaufnahmeteils 15' über Öffnungen 21'a.

Die dritte Ausführungsform eines Gewindefräsers 13'', die in den 6 und 7 gezeigt ist, hat prinzipiell dieselbe konstruktive Ausgestaltung wie die Gewindefräser 13 und 13' nach den oben beschriebenen Ausführungsformen. Somit weist der Gewindefräser 13'' einen Schneidkopf 14'' und eine Halterung 16'' auf. Das den Einsatz aufnehmende Teil 15'' des Gewindefräsers 13'' ist mit sechs Schneideinsatztaschen 18'' versehen. Jede Schneideinsatzasche 18'' nimmt einen Gewindefräseinsatz 1 auf, der mit dem Gewindefräseinsatz 1 gemäß den 1 bis 5 identisch ist. Dadurch erreicht man, daß jeder Gewindefräseinsatz 1 nach den 6 und 7 mittels dreier Schrauben 17 in dem Einsatzaufnahmeteil 15'' befestigt wird.

Folglich sind in Verbindung mit jeder Schneideinsatztasche 18'' drei Gewindelöcher 19 vorgesehen, die jede eine Schraube 17 aufnehmen. Die Löcher 19 sind in einer relativ zu den Schneideinsatztaschen 18'' entsprechenden Weise wie die der oben beschriebenen Ausführungsformen ausgerichtet, und das Befestigen der Gewindefräseinsätze 1 erfolgt im Prinzip in entsprechender Weise wie bei den oben beschriebenen Ausführungsformen, und deshalb wird auf das Vorstehende Bezug genommen, wenn es zum Befestigen der Gewindefräseinsätze 1 in den Gewindeeinsatztaschen 18'' kommt.

Die Ausführungsform nach den 6 und 7 des Gewindefräsers 13'' gemäß der vorliegenden Erfindung ist mit einem mittigen Kühlkanal 21'' versehen, der mit einem guten Rand in dem Einsatzaufnahmenteil 15'' enthalten sein kann. Der Kühlkanal 21'' zweigt auf verschiedenen axialen Höhen ab und endet in der Hüllfläche des Einsatzaufnahmeteils 15'' über Öffnungen 21''a.

Zusammenfassend kann man feststellen, daß der Gewindefräser 13; 13'; 13'' gemäß der vorliegenden Erfindung ein hervorragend einfaches, benutzerfreundliches und zuverlässiges Klemmprinzip der Gewindefräseinsätze 1 in dem Einsatzaufnahmeteil 15; 15'; 15'' offenbart. Die erfinderische Gestalt der Gewindefräseinsätze 1 erreicht, daß nur eine begrenzte Anzahl von Schrauben 17 notwendig ist, um den Gewindefräseinsatz 1 in einer zufriedenstellenden Weise fest anzuziehen.

Vorstellbare Modifikationen der Erfindung

Wie oben in Verbindung mit den 2 und 3 diskutiert wurde, schneidet die Mittelachse der Schraube 17 die Fläche 10 mit der Ausnehmung, gegen welche sich die Schraube 17 in Widerlage befindet, senkrecht. Zusätzlich ist die Mittelachse der Schraube 17 in der Papierebene in 3 angeordnet. Um eine ausgeprägtere Positionierung in der Axialrichtung des Gewindefräseinsatzes zu erhalten, kann die Mittelachse der Schraube 17 relativ zu der Papierebene geneigt werden. Diese Neigung muß so sein, daß die Schraube 17 auf den Gewindefräseinsatz 1 eine Kraft in der axialen Richtung in Richtung zu dem axialen Anschlag der Schneideinsatztasche 18; 18'; 18'' hin ausübt, der am Ende der Schneideinsatztasche 18; 18'; 18'' angeordnet ist, die zu der Halterung 16; 16'; 16'' gerichtet ist. Dadurch ist auch die Neigung der Fläche 10 der Ausnehmung so eingerichtet, daß die Fläche 10 immer senkrecht zur Mittelachse der Schraube 17 steht.

Die Halterung 16, 16'; 16'' ist bei allen oben beschriebenen Ausführungsformen mit einem Schaft gebildet. Es ist jedoch durchaus im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorstellbar, daß die Halterung je nachdem, auf welcher Art von Werkzeugkupplung die Halterung aufgenommen werden soll, eine andere konstruktive Ausgestaltung hat.

Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen können zwei, drei oder sechs Stücke Gewindefräseinsatz 1 in dem Einsatzaufnahmeteil 15; 15'; 15'' aufgenommen werden. Die Erfindung ist jedoch keineswegs auf genau diese Anzahl von Gewindefräseinsätzen beschränkt, sondern die Zahl der Gewindefräseinsätze kann je nach den Erfordernissen der Gestalter variiert werden.


Anspruch[de]
  1. Gewindefräser, der einen Schneidkopf (1414'') mit einer Anzahl von Schneideinsatztaschen (1818''), eine Anzahl von Gewindefräseinsätzen (1), die in den Schneideinsatztaschen (1818'') aufgenommen sind, und eine Halterung (1616'') aufweist, welche mit dem Schneidkopf (1414'') einstückig ist und in einer Werkzeugkupplung aufgenommen werden soll, wobei jeder Gewindefräseinsatz einen spanabhebenden Abschnitt (3) mit mindestens einer Schneidkante (7) und einen Befestigungsabschnitt (5) aufweist, wobei mindestens ein Gewindeloch (19) in Verbindung mit jeder Schneideinsatztasche (1818'') vorgesehen ist und mit der zugehörigen Schneideinsatztasche (1818'') in Verbindung steht, und wobei eine Schraube (17) in jedem der Gewindelöcher (19) aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (5) ein Paar von nicht durchgehenden Ausnehmungen aufweist, die auf entsprechenden Seiten einer Hauptebene (L) des Gewindefräseinsatzes (1) angeordnet sind, daß die Schraube (17) in direktem Kontakt mit einer Oberfläche (10) einer Ausnehmung des Gewindefräseinsatzes (1) steht, um denselben in seiner Schneideinsatztasche (1818'') zu befestigen, und daß die Oberfläche (10) mit einer Hauptebene (L) des Gewindefräseinsatzes (1) einen spitzen Winkel (&bgr;) bildet.
  2. Gewindefräser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (10) einen Teil einer Ausnehmung in dem Befestigungsabschnitt (5) bildet und daß die Oberfläche (10) der Ausnehmung einen keilförmigen Abschnitt des Befestigungsabschnitts (5) bildet.
  3. Gewindefräser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der keilförmige Abschnitt Schwalbenschwanzform hat.
  4. Gewindefräser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (5) des Gewindefräseinsatzes (1) eine Endfläche (6) offenbart, die dafür vorgesehen ist, gegen einen Boden der Schneideinsatztasche (1818'') zu stoßen, und daß die Schraube (17) gegen eine Fläche (10) in einer Ausnehmung stößt, welche mit der Endfläche (6) einen spitzen Winkel bildet.
  5. Gewindefräser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindefräseinsatz (1) zwischen der Schneidkante (7) und dem Befestigungsabschnitt (5) eine Stützfläche (9) hat.
  6. Gewindefräser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Gewindefräseinsatz (1) auf beiden Seiten einer axialen Ebene (20) des Gewindefräsers (13; 13'; 13'') erstreckt, welche durch das Rotationszentrum des Gewindefräsers (1313'') und die Schneidkante (7) des Gewindefräseinsatzes (1) hindurchgeht.
  7. Gewindefräseinsatz, der einen spanabhebenden Abschnitt (3) mit mindestens einer Schneidkante (7) und einen Befestigungsabschnitt (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (5) ein Paar von nicht durchgehenden Ausnehmungen aufweist, die auf entsprechenden Seiten einer Hauptebene (L) des Gewindefräseinsatzes (1) angeordnet sind, daß jede Ausnehmung eine Oberfläche (10) bestimmt, welche bezüglich der Hauptebene (L) einen spitzen Winkel (&bgr;) bildet, und daß jede Oberfläche (10) eine begrenzte Erstreckung in der Längsrichtung (M) des Gewindefräseinsatzes (1) hat.
  8. Gewindefräseinsatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (10) einen Teil einer Ausnehmung in dem Befestigungsabschnitt (5) bildet und daß die Oberfläche (10) der Ausnehmung einen keilförmigen Abschnitt des Befestigungsabschnitts (5) definiert.
  9. Gewindefräseinsatz nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (5) eine Stützfläche (9) aufweist.
  10. Gewindefräseinsatz nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindefräseinsatz (1) in dem spanabhebenden Abschnitt (3) eine negative Schneidgeometrie hat, d.h. die Freifläche zwischen den Schneidkanten (7) mit der Hauptebene (L) des Gewindefräseinsatzes einen gestreckten Winkel bildet.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






IPC
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