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Dokumentenidentifikation DE60111803T2 01.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001184279
Titel Einrichtung zur Luftversorgung eines Flugzeuges
Anmelder Vandamme, Marc, Burcht, BE
Erfinder Vandamme, Marc, 2070 Burcht, BE
Vertreter Gille Hrabal Struck Neidlein Prop Roos, 40593 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 60111803
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.08.2001
EP-Aktenzeichen 012032843
EP-Offenlegungsdatum 06.03.2002
EP date of grant 06.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse B64F 1/305(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Luftversorgung eines Flugzeugs.

Es ist bekannt, dass in einem Flugzeug nach einem Flug frische und klimatisierte Luft eingeblasen werden kann, um die Luft im Innenraum aufzufrischen und die Temperatur unter Kontrolle zu halten. Diese Luft wird über einen Schlauch mit relativ großem Durchmesser zugeführt, der an eine Ansaugung angeschlossen ist, die im Rumpf des Flugzeugs mittels eines Anschlusses bereitgestellt ist. Ein derartiges System ist zum Beispiel aus dem früheren Luftdokument US-A-5715701 bekannt.

Die Frischluft wird im Schlauch mittels einer Einrichtung zum Erzeugen eines Gebläseluftstroms bereitgestellt, wie z.B. einem Gebläse, einer Luftpumpe oder dergleichen, kombiniert oder nicht mit einer Kühl- und/oder Heizanlage.

Die oben genannte Vorrichtung wird dabei normalerweise an einer Zugangsbrücke befestigt, die bekanntlich mit einem Ende mit einem Gebäude und mit ihrem freien Ende mit dem Rumpf eines Flugzeugs verbunden ist und die an der Eingangstür angebracht werden kann. Aus der oben genannten Einrichtung kann die Luft über den oben genannten Schlauch direkt in das Flugzeug geblasen werden. Manchmal wird eine Leitung benötigt, um den Schlauch zur Seite des Flugzeugs zu transportieren, wo sich die Zugangsbrücke befindet. Auf dieser Leitung ist der Schlauch angeschlossen, der zum Boden hängt, wenn er in Gebrauch ist und folglich durch das Wartungspersonal an das Flugzeug angeschlossen werden kann.

Der Dokument US-A-3859481 des Stands der Technik offenbart einen Zufuhrschlauch, der von einer Zugangsbrücke hängt.

Um zu verhindern, dass der Schlauch vor oder nach Gebrauch einerseits das Flugzeug und andererseits die Bewegung der Zugangsbrücke behindert, ist bekannt, den Schlauch zu bergen, wenn er nicht in Gebrauch ist.

Gemäß einem ersten bekannten Verfahren zum Wegräumen des Schlauchs wird ein kleiner Anhänger benutzt, der am Rollgestell der Zugangsbrücke befestigt ist und der einen Behälter enthält, in den der Schlauch geworfen werden kann. Ein wesentlicher Nachteil dieses Systems besteht darin, dass beim Absenken der Zugangsbrücke, beispielsweise wenn sie für ein kleineres Flugzeug benutzt wird, d.h., mit einer niedrigeren Eingangstür, der herabhängende Teil des Schlauchs neben dem Behälter landen kann, so dass, wenn nicht aufgepasst wird, der Schlauch unter die Räder der Zugangsbrücke oder des Anhängers gelangen kann, mit allen damit verbundenen Schadensfolgen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der Schlauch auf unregelmäßige Weise geborgen wird und anschließend entwirrt werden muss.

Gemäß einem zweiten bekannten Verfahren zum Bergen des Schlauchs wird ein Aufrollmechanismus verwendet, der aus einer Spule besteht, wobei der Schlauch über den Wickelkern der Spule mit der Luftversorgung verbunden ist. Ein Nachteil dieses zweiten Verfahrens besteht darin, dass der Luftabschnitt einige scharfe Knicke aufweist, um einerseits die zugeführt Luft in den Wickelkern und andererseits die Luft aus dem Wickelkern in den Schlauch zu bringen, so dass ein starker Druckverlust entsteht, der den Betrieb des Ganzen beeinträchtigt.

Die Erfindung soll eine Einrichtung zur Luftversorgung eines Flugzeugs bereitstellen, die die oben genannten Nachteile nicht aufweist.

Zu diesem Zweck betrifft sie eine Einrichtung für die Luftversorgung eines Flugzeugs, mindestens bestehend aus Mitteln zum Schaffen eines Gebläseluftstroms; einem Rohr zum Zuführen des Gebläseluftstroms aus den oben genannten Mitteln zu einem Flugzeug, wobei dieses Rohr mindestens einen flexiblen Schlauch aufweist; mindestens einem Wickelmechanismus für den oben genannten Schlauch und/oder für ein an den Schlauch gekoppeltes Zwischenelement, wobei dieser Wickelmechanismus sich hauptsächlich außerhalb des Luftabschnitts der Luftversorgung durch den Schlauch befindet, zumindest beim Abwickeln, und wobei dieser Wickelmechanismus mindestens eine Spule enthält, die es ermöglicht, das Zwischenelement. zu wickeln, in welchem das Zwischenelement nur an der Spule und einer Zwischenstelle des Schlauchspule befestigt ist, ohne dass irgendeine Zwischenaufhängung erfolgt, wobei die Einrichtung so ist, dass sie mindestens einen Teil des Schlauchs vom Boden hebt, während das Zwischenelement auf die Spule aufgewickelt wird.

Weil ein Wickelmechanismus verwendet wird, werden die Nachteile der bekannten Ausführungsform, die das erstgenannte Verfahren anwendet, ausgeschlossen oder wenigstens minimiert werden, weil kein frei laufender Schlauch mehr vorhanden ist.

Weil sich der Wickelmechanismus außerhalb des Luftabschnitts befindet, ist der Luftdurchgang völlig unabhängig vom Wickelmechanismus, im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäß dem oben genannten zweiten Verfahren. Unter „außerhalb“ des Luftabschnitts ist hauptsächlich zu verstehen „neben dem Luftabschnitt und/oder neben dem Schlauch“ oder mit anderen Worten, dass der Luftabschnitt nicht mehr durch den Wickelmechanismus bzw. die Spule verläuft sondern daneben in einem größeren Abstand davon oder auch nicht.

Vorzugsweise ist der Schlauch an den Wickelmechanismus in einem Abstand von seinem Eingangsende gekoppelt und/oder kann an den Wickelmechanismus in einem Abstand von seinem Eingangsende gekoppelt werden, so dass der Schlauch beim Aufwickeln sozusagen zusammengedreht wird aber beim Abwickeln leicht vom Wickelmechanismus freigegeben werden kann.

Der Schlauch kann dabei an verschiedenen Stellen an den Wickelmechanismus gekoppelt werden, aber diese Stelle befindet sich vorzugsweise zwischen dem Eingangsende und dem Ausgangsende des Schlauchs.

In einer praktischen Ausführungsform ist der Schlauch mittig oder fast mittig zwischen dem Eingangsende und dem Ausgangsende an den Wickelmechanismus gekoppelt. S wird der Schlauch beim Aufrollen praktische in der Mitte erfasst, so dass das Aufrollen über einen bestimmten Abstand in einem doppelten Abstand von aufgerolltem Schlauch resultiert.

Gemäß einer praktischen Ausführungsform ist die Einrichtung an einer Zugangsbrücke für Flugzeuge befestigt, die durch ein Gestell getragen wird, wobei diese Zugangsbrücke zwischen einer tiefsten Position und einer höchsten Position bewegt werden kann und der Schlauch an einer solchen Stelle mit dem Wickelmechanismus verbunden ist, dass er beim Aufrollen frei über dem Boden hängt, egal in welche Position die Zugangsbrücke platziert werden kann. Dies verhindert, dass beim Aufrollen ein Teil des Schlauchs den Boden berührt, was die korrekte Funktionsweise der Zugangsbrücke beeinträchtigen könnte. Insbesondere verhindert dies, dass der Schlauch unter die Räder des Gestells der Zugangsbrücke gelangen kann.

Gemäß der am meisten bevorzugten Ausführungsform ist der Schlauch mit wenigstens einem flexiblen Zwischenelement wie z.B. einem Kabel mit dem Wickelmechanismus verbunden oder der Schlauch kann mit dem Zwischenelement mit dem Wickelmechanismus verbunden werden. So lässt sich der Schlauch frei über seine gesamte Länge abwickeln ohne direkt mit dem Wickelmechanismus verbunden sein zu müssen. Auch lässt sich der Schlauch mit Hilfe des Zwischenelements leicht aufrollen, auch wenn der Wickelmechanismus nicht in Handreichweite vom Boden aus ist.

Die Spule, auf die der Schlauch und/oder das flexible Hilfselement aufgerollt werden können, ist vorzugsweise mit einem Motorantrieb ausgestattet.

Der Wickelmechanismus besteht aus mindestens einem Wickelelement, das es ermöglicht, das Zwischenelement aufzuwickeln, so dass der Schlauch im Aufgewickelten Zustand in Form von mindestens einer hängenden Schleife über dem Boden hängt. Der Schlauch selbst muss nicht aufgewickelt werden.

Weitere Merkmale ergeben sich aus den begleitenden Ansprüchen.

Um die Merkmale der Erfindung besser zu erläutern, wird die folgende bevorzugte Ausführung nur als nicht einschränkendes Beispiel beschrieben, unter Bezugnahme auf die Begleitzeichnungen, in denen:

1 eine Einrichtung gemäß der Erfindung darstellt;

2 und 3 eine Ansicht gemäß Pfeil F2 in 1 für zwei verschiedene Positionen darstellen;

4 eine Ansicht des Teils, das durch F4 in 3 angegeben ist, in einem größeren Maßstab und teilweise als Schnitt darstellt;

5 eine Ansicht gemäß Pfeil F5 in 4 darstellt, wobei einige Teile als Schnitt dargestellt sind;

6 in einem größeren Maßstab das Teil darstellt, das durch F6 in 1 angegeben ist;

7 eine Variante des Teils aus 6 darstellt;

8 und 9 schematisch zwei weitere Varianten der Erfindung darstellen.

Wie in 1 bis 3 dargestellt ist, betrifft die Erfindung eine Einrichtung 1 zur Luftversorgung eines Flugzeugs 2, die wenigstens aus Mitteln 3 zum Schaffen eines Gebläseluftstroms 4 und einem Rohr 5 zum Zuführen des Gebläseluftstroms 4 zum Flugzeug 2 besteht.

Die Einrichtung ist an einer Zugangsbrücke 6 befestigt, die, wie allgemein bekannt, mit ihrem vorderen Ende 7 gegen dort, wo sich die Eingangstür befindet, gegen den Rumpf 8 eines Flugzeugs 2 geführt werden, und die mit ihrem hinteren Ende 9 mit einem Gebäude oder dergleichen verbunden ist. Außerdem kann die Zugangsbrücke 6, die normalerweise ausziehbar ist, nahe ihrem vorderen Ende 7 bewegt werden, weil es durch ein Rollgestell 10 gestützt ist. Auch kann das vordere Ende 7 entlang den Rohren 11 auf und ab bewegt werden, um die Höhe der Zugangsbrücke 6 an die jeweilige Höhe, in der sich die Eingangstür des Flugzeugs 2 befindet, anzupassen.

Die oben genannten Mittel 3 besehen aus einer Einrichtung 12 wie z.B. einer Luftpumpe, einem Gebläse oder dergleichen, eventuell kombiniert mit einer Kühl- und/oder Heizvorrichtung zum Kühlen bzw. Erwärmen der Luft.

Das Rohr 5 besteht in diesem Fall einerseits aus einem festen Rohrteil 13, der an der Seitenwand der Zugangsbrücke 6 verläuft, mit einem vorderen Ende 14, das nahe dem vorderen Ende 7 der Zugangsbrücke 6 angeordnet ist, und andererseits aus einem Schlauch 15, der mit dem Ende 14 verbunden ist und der an seinem freien Ende mit einem Anschluss 16 versehen ist, mit dem er an das Flugzeug 2 an eine speziell zu diesem Zweck bereitgestellte Luftansaugung angeschlossen werden kann.

Es ist festzuhalten, dass in dem angegebenen Beispiel die Mittel 3 oder mit anderen Worten die Luftgruppe in einem Abstand von dem freien Ende der Zugangsbrücke 6 angeordnet ist, jedoch gemäß einer Variante auch am vorderen Ende der Zugangsbrücke 6 angeordnet sein kann, wobei der feste Rohrteil 13 vorzugsweise weggelassen wird und der Schlauch 15 direkt an die Vorrichtung 12 angeschlossen ist. Ebenso wenig wird ausgeschlossen, das feste Rohrteil 13 als Schlauch in der gegebenen Ausführungsform auszuführen.

Die Besonderheit der Erfindung besteht darin, dass die Einrichtung 1 mit wenigstens einem Wickelmechanismus 17 für den oben genannten Schlauch 15 und/oder für ein an den Schlauch 15 gekoppeltes Zwischenelement 18, z.B. ein Kabel, ausgestattet ist, wobei dieser Wickelmechanismus 17, wie deutlich aus der 1 hervorgeht, hauptsächlich außerhalb des Luftabschnitts der durch seinen Schlauch 15 zugeführten Luft angeordnet ist, zumindest im abgewickelten Zustand.

In dem gegebenen Beispiel besteht der Wickelmechanismus 17 hauptsächlich aus einer Spule 19, die, wie detaillierter in 4 bis 5 dargestellt ist, an sich aus einem Wickelkern 20 besteht, der mit Seitenflanschen 2122 versehen ist.

Der Wickelmechanismus 17, insbesondere die Spule 19, ist an der Zugangsbrücke 6 befestigt, in diesem Fall montiert gegen die untere Seite der Zugangsbrücke 6 durch einen Rahmen 23.

Die Spule 19 ist mit einem Motorantrieb ausgestattet, bestehend aus einem Motor 24, wie z.B. einem Trommelmotor, der in den Wickelkern 20 eingebaut ist. Der Motor ist steuerbar über eine Bedientafel 25 oder dergleichen, die zum Beispiel am Gestell 10 auf einer solchen Höhe bereitgestellt ist, dass sie für eine Person, die sich am Boden befindet, zugänglich ist. Die Bedientafel 25 hat vorzugsweise zwei Druckknöpfe, um die Spule in die eine bzw. andere Richtung drehen zu lassen.

Der Antrieb ist mit einem Laufende-Mechanismus 26 ausgestattet, der den Motor 24 während des Wickelns abschaltet, sobald der Schlauch 15 aufgewickelt ist und/oder der ein Einschalten des Motors in Wickelrichtung verhindert, wenn der Schlauch 15 bereits vollständig aufgewickelt ist. Dieser Laufende-Mechanismus 26 besteht aus mindestens einem drehbaren Arm 27, der mit dem aufgewickelten Schlauch 15 zusammenarbeiten und der einen Laufende-Schalter 28, Detektor oder dergleichen steuert, der im Fall einer Abweichung sicherstellt, dass jegliches weitere Wickeln unterbrochen wird.

Abgesehen davon ist die Spule 19 mit einer Drückrolle 29 versehen, die den Schlauch 15 beim Aufwickeln flachdrückt. In dem gegebenen Beispiel wird diese Drückrolle 29 durch rotierbare Arme gestützt, die beidseitig von der Spule 19 angeordnet sind, nämlich die oben genannten Arme 27 einerseits und einen zweiten Arm 30 andererseits. Beide Arme 27 und 30 bilden dabei ein einziges rotierbares Gestell, das mittels Scharnier am Rahmen 23 an den Scharnierpunkten 31 und 32 montiert ist. Wie dargestellt kann das Gestell mit einer bestimmten Kraft, zum Beispiel mittels eines gefederten oder Gas-Druckzylinders 33, zur Mitte hin gedrückt werden kann.

Der Schlauch 15 ist mit dem Wickelmechanismus 17 über das oben genannte Zwischenelement 18 verbunden, das, wie in 1 und 6 dargestellt, in diesem Fall aus zwei Kabeln 3435 besteht, die an der Spule 19, insbesondere den Seitenflanschen 2122 mit ihren entfernten Enden 3637 und mit dem Schlauch 15 mit ihren entfernten Enden 3839 befestigt sind.

Die Befestigung am Schlauch 15 kann in beliebiger Weise erfolgen, aber gemäß einer praktischen und einfachen Ausführungsform wird zu diesem Zweck ein Stab 40 verwendet, wie in 6 dargestellt, der durch den Schlauch 15 steckt, wobei die entfernten Enden 3839 der Kabel 3435 an den hervorstehenden Enden dieses Stabs 40 befestigt sind. Der kleine Durchmesser des Stabs 40 hat keinen Einfluss auf die Luftversorgung durch den Schlauch 15.

Der Schlauch 15 ist über das Zwischenelement 18 an den Wickelmechanismus 17 gekoppelt, und zwar an einer Stelle P auf dem Schlauch 15, die in einem Abstand von dem Eingangsende 41 liegt.

Vorzugsweise liegt diese Stelle P zwischen dem Eingangsende 41 und dem Ausgangsende 42, insbesondere mittig oder fast mittig zwischen dem Eingangsende 41 und dem Ausgangsende 42, so dass das Eingangsende des Schlauchs, nach dem Aufwickeln an die Luftgruppe oder das Rohrteil 13 gekoppelt bleiben kann.

Die Arbeitsweise der Einrichtung 1 wird im Folgenden auf der Grundlage der Anwendungsbedingungen beschrieben.

Im abgewickelten Zustand ist die Lage des Schlauchs 15 wie in 1 dargestellt, wobei der Schlauch 15 völlig frei ist und der Luftteil nicht durch den Wickelmechanismus 17 selbst behindert wird. Der Schlauch 15 ist dabei mit dem Flugzeug 2 über den Anschluss 16 verbunden, nach dem gekühlte Luft über die Vorrichtung 12 durch das Rohr 5 im Flugzeug 2 bereitgestellt wird.

Um das Ganze zu bergen, nachdem der Anschluss 16 wieder freigegeben wurde, wird der Motor 24 in einer Drehrichtung R1 betätigt, so dass die Spule 19 eine Aufwickelbewegung ausführt. Die Kabel 3435 werden dabei erst auf den Wickelkern 20 aufgewickelt, zum Beispiel in Form von Windungen, die nebeneinander liegen, wie in 5 dargestellt. Durch Einziehen der Kabel 3435 wird der Schlauch 15 zur Spule 19 hin gezogen, wobei er sozusagen doppelt gefaltet wird, wie in 2 dargestellt.

Während das Wickeln fortgesetzt wird, wird auch der Schlauch 15 auf die Spule 15 gewickelt, nämlich doppelt gefaltet, wie in 4 zu sehen ist. Der Schlauch 15, der aus einem flexiblen Material gefertigt ist, wird dabei mit Hilfe der Druckrolle 29 flach gelegt.

Während das Wickeln weiter fortgesetzt wird, nimmt der Durchmesser der aufgewickelten Menge Schlauch 15 zu, so dass der Rahmen 23 sich dreht. Schließlich endet der Anschluss 16 auf der Spule 19, woraufhin der Rahmen 23 plötzlich nach oben gedreht wird und den Laufende-Schalter 28 betätigt, so dass der Antrieb unterbrochen wird.

Dabei wird eine Bedingung wie in 3 dargestellt erreicht.

Wenn die Einrichtung 1 wieder benutzt wird, wird der Motor 24 in entgegengesetzter Drehrichtung R2 eingeschaltet, so dass der Schlauch 15 abgewickelt wird, bis eine Situation wie in 1 dargestellt wieder erreicht wird. Es ist festzuhalten, dass der Wickelmechanismus 17 vorzugsweise so ausgeführt ist, dass der Anschluss 16 in der Endstufe sich in einer Position wie in 4 dargestellt befindet, so dass, wenn der Schlauch 15 wieder abgewickelt wird, er unter dem Gewicht des Anschlusses 16 fällt. Eventuell kann eine Bremse bereitgestellt werden, zum Beispiel eine interne Bremse, um zu verhindern, dass der Schlauch 15 sich frei abwickelt, wenn die Vorrichtung nicht in Betrieb ist.

In dem Fall, wenn der Wickelmechanismus 17 an der Zugangsbrücke 6 befestigt ist, wird die oben genannte Befestigungsstelle P vorzugsweise so gewählt, dass der Schlauch 15 stets frei über dem Boden hängt, mit dem restlichen Teil 43, das nicht aufgewickelt wurde, in einer beliebigen Position, die die Zugangsbrücke 6 einnehmen kann. Hiermit ist gemeint, dass dieses Teil 43 nie den Boden erreichen kann, selbst wenn die Zugangsbrücke 6 in ihrer tiefsten Position S ist, wie in 3 dargestellt.

Es ist klar, dass das Zwischenelement 18 von beliebiger Art sein kann. Im Prinzip ist jede Art von flexiblem Element geeignet, wie z.B. ein Kabel, Seil, Band oder dergleichen. Es müssen auch nicht unbedingt zwei Kabel 34 und 35 verwendet werden. Es ist zum Beispiel auch möglich, ein einzelnes Kabel 44 zu verwenden, wie in 7 dargestellt.

Der Wickelmechanismus 17 kann, wie in 8 dargestellt, auch mehrere Spulen 19 enthalten, die an verschiedenen Stellen P1–P2–P3 über entsprechende Zwischenstücke 18 gekoppelt sind, so dass ein Teil des Schlauchs 15 auf jede Spule 19 gewickelt werden kann.

Gemäß einer Variante kann auch ein zweites Zwischenelement 18A verwendet werden, das zu derselben Spule 19 geführt wird, wie in 2 dargestellt.

Der Wickelmechanismus 17 muss nicht unbedingt an der Zugangsbrücke 6 befestigt sein, obschon dies bevorzugt wird. Gemäß einer Variante kann ein solcher Wickelmechanismus 17 auch in Bodennähe bereitgestellt sein, entweder unten am Gestell 10 oder an einem daran gekoppelten Anhänger oder dergleichen. In diesem Fall kann der Schlauch 15 an der oben genannten Stelle P direkt an dem Wickelkern 20 oder fast direkt daran befestigt werden, aber ohne dass der Luftabschnitt durch den Wickelkern 20 selbst geht, so dass der angestrebte Vorteil der Erfindung erhalten bleibt.

9 stellt noch eine andere Variante dar, wobei der Wickelmechanismus 17 drei Wicklungselemente enthält, wie z.B. Spulen 454647, wobei diese Wickelelemente es ermöglichen, die betroffenen Zwischenelemente 18 aufzuwickeln und wobei das Ganze so ausgelegt ist, dass der Schlauch 15 in aufgewickeltem Zustand T in Form einer Schleife 48 über dem Boden hängt. Der Schlauch 15 selbst wird also nicht aufgewickelt. Die Spulen können mit Geschwindigkeiten angetrieben werden, di voneinander verschieden sind oder nicht, zum Beispiel in Abhängigkeit von der Länge des auf jede Spule aufzuwickelnden Kabels und/oder Schlauchs.

Um sicherzustellen, dass die Schleifen 48 nicht dem Wind ausgesetzt sind, und um zu verhindern, dass sie zur Seite geblasen werden und sich in anderen Objekten verfangen, ist die Einrichtung 1 vorzugsweise auch mit Aufnehmern 49 versehen, in diesem Fall zum Beispiel in Form von Trennwänden 50 und einer Vorderwand 51, in welche der Schlauch 15 teilweise aufgenommen wird.

Je nach Länge des Schlauchs 15 und der Stelle, wo der Wickelmechanismus 17 befestigt werden kann, können auch weniger oder mehr als drei Spulen 454647 verwendet werden, und folglich im Prinzip auch nur eine Spule.

Es ist auch klar, dass mehrere Einrichtungen 1 auf einer Zugangsbrücke 6 bereitgestellt sein können, wie mittels der gestrichelten Linie in 1 dargestellt ist, wobei die jeweiligen Schläuche 15 entweder über eine gemeinsame oder auch nicht gemeinsame Vorrichtung 12 mit Luft versorgt werden können.

Gemäß einer Variante, die nicht dargestellt ist, kann auch eine Spule verwendet werden, die es ermöglicht, dass der Schlauch 15 mit seinem Eingangsende 42 erst auf dem Wickelkern 42 bereitgestellt werden kann und der Schlauch 15 anschließend von diesem Eingangsende 42 aus aufgewickelt wird. Der Anschluss 16 kann dabei eventuell in einen Sitz im Wickelkern aufgenommen werden oder er kann seitlich durch einen der Seitenflansche der Spule angeheftet werden, durch eine Öffnung, die speziell zu diesem Zweck bereitgestellt ist, so dass der Anschluss 16 das Wickeln nicht behindert.

Der Schlauch 15 als solcher kann aus verschiedenen Teilen bestehen, einschließlich zum Beispiel Verlängerungsteilen, wobei nicht unbedingt alle Teile in der Lage sein müssen, gemäß der Erfindung gewickelt zu werden.

Die Erfindung ist keineswegs auf die oben beschriebenen Ausführungsformen, die in den Begleitzeichnungen dargestellt sind, beschränkt; im Gegenteil, so eine Einrichtung kann gemäß verschiedenen Varianten ausgeführt werden ohne den Bereich der angehängten Ansprüche zu überschreiten.

So kann zum Beispiel der oben beschriebene Laufende-Mechanismus durch ein beliebiges anderes Laufende-System ersetzt werden. Gemäß einer bevorzugten Variante ist am Schlauch ein abnehmbares Element bereitgestellt, vorzugsweise an seinem freien Ende, während auf dem Wickelmechanismus ein Detektor bereitgestellt ist, der das detektierbare Element bemerkt, sobald es in den Bereich der Spule kommt, so dass er das Wickeln stoppen kann. Das detektierbare Element kann von beliebiger Art sein, aber vorzugsweise wird ein optisch detektierbares Element bereitgestellt, zum Beispiel ein reflektierender Streifen, so dass, wenn Licht darauf fällt und wenn das reflektierende Licht beobachtet wird, eine Intervention möglich ist.


Anspruch[de]
  1. Einrichtung für die Luftversorgung eines Flugzeugs, mindestens bestehend aus Mitteln (3) zum Schaffen eines Gebläseluftstroms (4); einem Rohr (5) zum Zuführen des Gebläseluftstroms (4) aus den oben genannten Mitteln (3) zu einem Flugzeug (2), wobei dieses Rohr (5) mindestens aus einem flexiblen Schlauch (15) besteht; mindestens einem Wickelmechanismus (17) für den oben genannten Schlauch (15) und/oder für ein an den Schlauch (15) gekoppeltes Zwischenelement (18), wobei dieser Wickelmechanismus (17) sich hauptsächlich außerhalb des Luftabschnitts der Luftversorgung durch den Schlauch (15) befindet, zumindest beim Abwickeln, und wobei dieser Wickelmechanismus (17) mindestens eine Spule (19454647) enthält, die es ermöglicht, das Zwischenelement (18) zu wickeln, in welchem das Zwischenelement (18) nur an der Spule (19) und dem Schlauch (15) befestigt ist, ohne dass irgendeine Zwischenaufhängung erfolgt, wobei die Einrichtung so ausgelegt ist, dass sie mindestens einen Teil des Schlauchs vom Boden hebt, während das Zwischenelement auf die Spule aufgewickelt wird.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (15) mit einem Eingangsende (41), über welches die Luft dem Schlauch (15) zugeführt werden kann, und einem Ausgangsende (42), das für den Anschluss an das Flugzeug (2) ausgelegt ist, versehen ist; und dadurch, dass der Schlauch (15) an mindestens einer Stelle (P) an den Wickelmechanismus (17) gekoppelt ist und/oder an den Wickelmechanismus (17) werden kann, wobei diese Stelle (P) in einem Abstand vom Eingangsende (41) liegt.
  3. Einrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die oben genannte Stelle (P) zwischen dem Eingangsende (41) und dem Ausgangsende (42) liegt.
  4. Einrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Wickelmechanismus (17) enthält und dass die oben genannte Stelle (P) mittig oder fast mittig zwischen dem Eingangsende (41) und dem Ausgangsende (42) liegt.
  5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie an einer Zugangsbrücke (6) befestigt ist, die durch ein Gestell (10) getragen wird, wobei diese Zugangsbrücke (6) zwischen einer tiefsten Position und einer höchsten Position bewegt werden kann; und dadurch, dass der Schlauch (15) an einer solchen Stelle (P) mit dem Wickelmechanismus (17) verbunden ist, dass, beim Aufwickeln das Teil (43) des Schlauchs (15), das zwischen dem Eingangsende (41) und dem Wickelmechanismus (17) liegt, frei über dem Boden hängt, egal in welche Position die Zugangsbrücke (6) platziert werden kann.
  6. Einrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (15) mit wenigstens einem flexiblen Zwischenelement (18) mit dem Wickelmechanismus (17) verbunden ist.
  7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Zwischenelement (18) als solches aus einem oder mehreren Kabeln (343544) besteht, die zwischen dem Wickelmechanismus (17) und dem Schlauch (15) verlaufen.
  8. Einrichtung nach Anspruch 1 und einem beliebigen der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (15) in einen doppelt gefalteten Zustand aufgewickelt wird; und dass die Spule (19) es ermöglicht, erst das Zwischenelement (18) und anschließend mindestens einen Teil des Schlauchs (15) in einem doppelt gefalteten Zustand auf sie aufzuwickeln.
  9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede betroffene Spule (19) mit einem Motorantrieb ausgestattet ist.
  10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung einen Motor (24) aufweist, der in den Wickelkern (20) der Spule (19) eingebaut ist, wobei die Einrichtung eventuell auch über eine Bremse verfügt.
  11. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung mit einem Laufende-Mechanismus (26) ausgestattet ist, der den Motor (24) während des Aufwickelns abschaltet und/oder der verhindert, dass der Motor (24) in Aufwickelrichtung eingeschaltet wird, wenn der Schlauch (15) bereits vollständig aufgewickelt ist.
  12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufende-Mechanismus (26) aus mindestens einem drehbaren Arm (27) besteht, der mit dem aufgewickelten Schlauch (15) zusammenarbeitet und der im Fall einer gewissen Abweichung einen Laufende-Schalter (28), einen Detektor oder dergleichen steuert.
  13. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufende-Mechanismus hauptsächlich besteht aus einerseits einem detektierbaren Element, das auf dem Schlauch (15, vorzugsweise an seinem freien Ende, bereitgestellt ist, und andererseits aus einem Detektor, der auf dem Wickelmechanismus (17) bereitgestellt ist und der das detektierbare Element bemerkt, sobald dieses in den Bereich des Wickelmechanismus (17) bzw. der betroffenen Spule kommt, um das Wickeln zu stoppen.
  14. Einrichtung gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das detektierbare Element aus einem optisch detektierbaren Element besteht, zum Beispiel einem reflektierenden Streifen, so dass, wann Licht darauf scheint und wenn das reflektierte Licht beobachtet wird, ein Eingriff stattfindet.
  15. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule (19) mit einer Druckrolle (29) versehen ist, die den Schlauch (15) vor dem Wickeln flach drückt.
  16. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelmechanismus (17) auf der oder gegen die Zugangsbrücke (6) für Passagiere montiert ist.
  17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelmechanismus (17) aus mindestens einem Wickelelement besteht, das es ermöglicht, das Zwischenelement (18) aufzuwickeln, so dass der Schlauch (15) beim Aufwickeln in der Form von mindestens einer hängenden Schleife (48) über dem Boden hängt.
  18. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei oder mehr Wickelmechanismen (17) aufweist, die es ermöglichen, verschiedene Teile des Schlauchs (15) und/oder verschiedene Zwischenteile (18), die jeweils daran gekoppelt sind, aufzuwickeln.
  19. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zwischenelemente (18) angewendet werden.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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