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Dokumentenidentifikation DE69831107T2 01.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000857463
Titel Tibialen Resektionsführung
Anmelder Howmedica Osteonics Corp., Mahwah, N.J., US
Erfinder Matsuno, Shigeo, Chuo-ku, Sapporo 064, JP;
Axelson, Stuart, Succasunna, New Jersey 07876, US;
Collazo, Carlos, Ridgefield Park, New Jersey 07660, US;
Gertner, Michael, West Long Branch, New Jersey 07764, US
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, Schildberg, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69831107
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.02.1998
EP-Aktenzeichen 983009770
EP-Offenlegungsdatum 12.08.1998
EP date of grant 10.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse A61B 17/15(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
1. Technisches Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, der als eine tibiale Resektionsführung einsetzbar ist, und ein Verfahren für seine Anwendung in der arthroplastischen Chirurgie des Knies. Insbesondere betrifft die Erfindung einen Apparat, welcher einstellbare Schäfte einsetzt, um eine Knochensägen-Führung auf den anterioren Abschnitt der proximalen Tibia eines Patienten zu befestigen.

2. Technischer Hintergrund der Erfindung

Bei dem Ersatz des Kniegelenks, welches aufgrund einer Krankheit oder traumatisch beschädigt worden ist, ist es wesentlich, dass der beschädigte Knochen an dem proximalen Ende der Tibia durch Schneiden im geeigneten Varus/Valgus-Winkel entfernt wird, und dies mit einem geeigneten Beugungs/Streckungs-Winkel. In dieser Art und Weise wird der Knochen in der korrekten Varus-/Valgus- und Beugungs-/Streckungs-Ausrichtung geschnitten und das proximale Ende der Tibia kann dann ein Implantat oder eine Prothese aufnehmen, um ein funktionierendes Kniegelenk zu rekonstruieren. Die geeignete Anpassung und Funktion des Implantats wird von der Güte des Schnitts abhängen.

Viele Vorrichtungen zur Bestimmung des korrekten Winkels des Knochens sind im Stand der Technik bekannt. Die bekannten Vorrichtungen umfassen typischerweise einen Schneide-Block, der ein Sägeblatt führt und einen anterioren Teleskopstab oder eine ähnliche Vorrichtung, welche sich in eine Position benachbart zum ungefähren Mittelpunkt der anterioren Fläche des Knöchels oder des Talus des Patienten erstreckt, um es dem Chirurgen zu gestatten, die mechanische Achse der Tibia als Referenzführung für die richtige Ausrichtung des Schneidblockes mit der mechanischen Achse zu duplizieren.

Johnson et al. haben in dem Patent US 5,451,228 (Johnson) eine tibiale Resektionsführung beschrieben, die einen im Winkel einstellbaren Kopf aufweist, welcher durch eine daumengesteuerte Schlittenvorrichtung betätigt wird. Die tibiale Resektionsführung, die von Johnson beschrieben worden ist, umfasst nur einen Teleskopstab unter Bezugnahme auf die mechanische Achse, aber keine äusseren Seitenstäbe oder ähnliche Mittel, um auf die mittel-koronale Ebene zu referenzieren. Dieser Stand der Technik bildet den Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.

Ferrante et al. haben in dem Patent US 5,342,367 (Ferrante) eine tibiale Schneidführung beschrieben, welche keine Mittel für eine externe Referenzierung aufweist, wie sich weiter erstreckende Stäbe.

Bowman et al. haben in dem Patent US 4,952,213 (Bowman) einen intramedullären Stab beschrieben, der mit einer Verschwenkeinrichtung verbunden ist, welche die Knochensägenführung trägt. Es besteht kein externer Referenzstab, der von Bowman beschrieben wird, vielmehr wird der intramedulläre Stab, der tief in den Knochenkanal vorgeschoben worden ist, als Referenz eingesetzt.

Petersen hat in dem Patent US 5,342,368 (Petersen) eine proximale tibiale Resektionsführung beschrieben, die einen intramedullären Stab umfasst, der an seinem proximalen Ende mit einem Stab verbunden ist, der für die Schneidsägeführung vorgesehen ist. Es besteht kein externer Referenzstab bei Petersen, vielmehr wird der intramedulläre Stab, der tief in den Knochenkanal eingeführt worden ist, als Referenz eingesetzt.

Petersen hat in dem Patent US 4,524,766 (Petersen) eine chirurgische Knieausrichtungs-Vorrichtung beschrieben, die eine tibiale Resektionssägenführung umfasst, welche auf einem teleskopischen äusseren Stab befestigt ist, der zur Referenz der mechanischen Achse eingesetzt wird. Es besteht kein externer Seitenstab oder ähnliche Mittel, um auf die mittelkoronale Ebene zu referenzieren.

Wehrli hat in dem Patent US 4,938,762 (Wehrli) ein Referenzsystem beschrieben, welches für die Implantation von kondylaren vollständigen Knieprothesen vorgesehen ist, umfassend eine tibiale Resektionsführung für die Säge. Das Wehrli-System benutzt als Hauptreferenzpunkt eine Schraube, die in der Hüfte angeordnet ist, und umfasst eine Anzahl von Schrauben, die in die Tibia eingesetzt werden. Teleskopische Stäbe, die mit der Hüftknochenschraube verbunden sind und die Tibia-Knochenschraube werden eingesetzt, um die tibiale Resektionsführung für die Säge zu positionieren.

Ein Nachteil des Einsatzes von intramedullären Stäben als Referenz liegt darin, dass es die Anatomie von vielen Patienten nicht gestattet, dass ein intramedullärer Stab voll eingeführt wird. Auch liefert der Stand der Technik, der nur einen äusseren Referenzstab einsetzt, benachbart zum anterioren Abschnitt des Knochens, nicht ein direktes und verlässliches Mittel zur Referenzierung der mittel-koronalen Ebene biete. Die vorliegende Erfindung liefert externe Stäbe für die direkte und verlässliche Referenzierung von sowohl der mechanischen Achse als auch der mittel-koronalen Ebene.

Das Zitieren oder die Identifizierung von jeglicher Referenz in dem Abschnitt 2, oder jeglichem anderen Abschnitt dieser Erfindung, sollte nicht als Eingeständnis angesehen werden, dass eine solche Referenzierung als Stand der Technik gegenüber der vorliegenden Erfindung verfügbar ist.

3. Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist auf eine Vorrichtung ausgerichtet, die eine tibiale Ebenen-Resektionsführung ist und Verfahren für deren Anwendung in der arthroplastischen Chirurgie des Knies. Die Vorrichtung hat ein Ausrichtungs-System, welches eine unabhängige Ausrichtung von zwei getrennten geometrischen Ebenen gestattet, die als Winkelreferenz in der Anordnung einer Schneidführung zum Einsatz im Schneiden der tibialen Ebene während der Knie-Arthroplastie eingesetzt werden kann. Für die Achse, die durch den Schnitt der zwei Ebenen ausgebildet wird, wird angenommen, dass sie die mechanische Achse der Tibia dupliziert. Ein Winkel-Verhältnis zwischen den Knochen und dem Schneidblock wird durch Fixieren einer Anzahl von einstellbaren Parametern etabliert, damit es einem Chirurgen erlaubt ist, einen Schnitt in der Quer-Ebene der Tibia bei einem spezifischen bevorzugten Varus/Valgus- und Beugungs/Streckungs-Winkel relativ zu der duplizierten mechanischen Achse auszuführen. Somit liefert die Erfindung gemäss einem Aspekt eine tibiale Resektionsführung, wie sie in Anspruch 1 beschrieben ist.

Nach einem Ausführungsbeispiel umfasst die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung eine invertierte L-förmige anteriore Rahmenanordnung, die in der sagittalen Ebene angeordnet ist, und eine invertierte L-förmige mediale Rahmenanordnung, die in der koronalen Ebene angeordnet ist. Die zwei Rahmenanordnungen sind miteinander verbunden, vorzugsweise entfernbar miteinander verbunden, so dass sie am Mittelpunkt der tibialen Ebene, in einem konstanten Winkel zueinander, wie 90° stehen. Die vordere Rahmenanordnung, welche in der sagittalen Ebene angeordnet ist, weist ein erstes Ende und ein zweites Ende auf, und hat einen Verschwenk-Block, einen Schwenkarm, einen Stützarm, einen entfernbar befestigten Schneidblock (Sägeschneidenführung) und einen Teleskopstab, der in das Zentrum der anterioren Fläche des distalen Endes der Tibia vorgeschoben werden kann, das heisst in das Zentrum des Knöchels oder der Ferse. Die mediale Rahmenanordnung, die in der koronalen Ebene angeordnet ist, verfügt über ein erstes Ende und ein zweites Ende, und hat einen oberen Stab und einen Teleskopstab, der in die Mitte des Malleolus des Patienten vorgeschoben werden kann.

Die zwei ineinandergreifenden Rahmenanordnungen werden auf der Tibia zusammengesetzt, eine benachbart zum anterioren Abschnitt der Tibia, und eine benachbart zu entweder dem lateralen oder medialen Abschnitt der Tibia. Es wird vorausgeschaut, dass die meisten Chirurgen es bevorzugen werden, die Seitenrahmenanordnung auf der medialen Seite als auf der lateralen Seite anzuordnen, aufgrund der Tatsache, das die Patella üblicherweise zu der lateralen Seite während des chirurgischen Eingriffes übergelegt wird. Für die Einfachheit wird die Seitenrahmenanordnung daher hier als mediale Rahmenanordnung bezeichnet. Zusätzlich, während der Chirurg entweder die vordere Rahmenanordnung oder die mediale Rahmenanordnung zuerst befestigen kann, oder beide Rahmenanordnungen an die Tibia gleichzeitig befestigt, wird vorausgeschaut, dass die meisten Chirurgen zuerst die anteriore Rahmenanordnung befestigen werden, gefolgt von der medialen Rahmenanordnung. Ein erster Verankerungsstift wird durch den Schwenkblock in das ungefähre Zentrum der Spitze der Tibia eingesetzt. Der frontale Teleskopstab wird dann nach unten ausgezogen, und ein Stabgelenk wird in die erforderliche Richtung gedreht, bis das Ende des Stabes direkt über dem Ende der Tibia angeordnet ist. Das Stabgelenk kann dann in einer festen Position gehalten werden, indem eine Flügelschraube gedreht wird. Der Schwenkblock wird an Ort und Stelle mittels eines zweiten Pins fixiert, welches ihn zu der tibialen Ebene verankert und vermeidet, dass sich der Apparat dreht. Ein Schneidblock ist in entfernbarer Weise entweder in einem festen oder einstellbaren Winkel an einem proximalen Abschnitt der vorderen Rahmenanordnung befestigt. Einstellungen in Bezug auf den Winkel von jeder der Rahmenanordnungen und in Bezug auf die Höhe des Schneideblocks können gemacht und dann an Ort und Stelle festgestellt werden.

Die zwei Rahmenanordnungen haben einen festen Winkel von 90° untereinander, und liefern somit direkte und verlässliche Referenzen auf die mittelkoronale Ebene und die mechanische Achse. Dies erleichtert die Rekonstruktion der tibialen mechanischen Achse.

Die vorliegende Erfindung liefert auch ein Verfahren zum Einsatz der tibialen Resektionsführung in der Knie-Arthroplastie. Das Verfahren umfasst das Befestigen einer ersten Rahmenanordnung an die Tibia und das Befestigen einer zweiten Rahmenanordnung an der ersten Rahmenanordnung, welche die Anordnungen in einem Winkel von 90° miteinander befestigt. Ein vorderer Teleskopstab, der sich nach unten aus der vorderen Rahmenanordnung erstreckt, wird benachbart zu dem ungefähren Zentrum des distalen Endes der Tibia oder des Talus angeordnet. Ein medialer Teleskopstab, der sich nach unten von der medialen Rahmenanordnung erstreckt, wird im ungefähren Zentrum des Malleolus angeordnet. Um den medialen Teleskopstab in der Mitte des Malleolus einzusetzen, kann der Chirurg den Beugungs-/Streckungs-Winkel des Schneideblocks einzustellen haben, oder den Schneideblock in der transversalen Ebene um den ersten Verankerungsstift zu drehen haben. Um den Schneidblock zu drehen, muss der zweite Verankerungsstift entfernt werden und an einem neuen Ort wieder eingesetzt werden. Aufgrund der festen Beziehung zwischen dem Schneidblock und dem medialen Teleskopstab variiert die Veränderung des Beugungs/Streckungs-Winkels des Schneidblocks auch den Beugungs/Streckungs-Winkel des medialen Teleskopstabs um dieselbe Grösse. Ein Stift wird dann eingesetzt, um die Resektionsführungshöhe festzustellen.

4. Kurze Beschreibung der Figuren

1 ist eine perspektivische Ansicht der anterioren Rahmenanordnung, an der der Abschnitt der Tibia befestigt ist, und der sagittalen Referenz-Ebene.

2 ist eine perspektivische Ansicht der medialen Rahmenanordnung, an der der Abschnitt der Tibia befestigt ist, und der koronalen Referenz-Ebene.

3 ist eine perspektivische Ansicht des gesamten Apparates und der zwei Referenz-Ebenen, und zeigt das Ineinandergreifen der zwei Rahmenanordnungen.

5. Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein tibiales Ausrichtungs-System, welches eine unabhängige Festlegung von zwei getrennten geometrischen Ebenen gestattet, die für eine Winkel-Referenzierung beim Schneiden der Tibial-Ebene während der teilweisen oder vollständigen Knie-Arthroplastie einzusetzen ist. Die Referenzebenen schneiden einander in einem festen relativen Winkel. Die durch den Schnitt von diesen zwei Ebenen gebildete Achse ist vorgesehen, die mechanische Achse der Tibia zu duplizieren, was eine imaginäre Linie darstellt, die die ungefähre Mitte der proximalen und distalen Ende des Knochens verbindet. Eine vorbestimmte Winkelbeziehung besteht zwischen der rekonstruierten mechanischen Achse und der Oberfläche des Schneideblocks, welche die Stellung des Knochenschnitts bestimmt.

Die 1 zeigt die anteriore Rahmenanordnung und die sagittale Ebene. Ein primärer Ankerstift (nicht dargestellt) verankert die gesamte Anordnung an dem ungefähren Mittelpunkt der Spitze der Tibia. Die anteriore Rahmenanordnung besteht aus fünf Hauptelementen: den Verschwenkblock 2, den Schwenkarm 4, den Stützarm 8, den Schneideblock 12 und den frontalen Teleskopstab 13.

Der primäre Ankerstift verläuft durch den Verschwenkblock 2 durch ein Loch oder Öffnung 1. Der Schwenkblock 2 selber ist in verschwenkbarer Weise mit dem posterioren Ende des Schwenkarms 4 an einem Scharnierpunkt 6 befestigt, was die Rotation des Schwenkarmes um die Achse in der Richtung der sagittalen Ebene gestattet.

Zusätzlich ist der Verschwenkblock 2 und der daran befestigte Schwenkarm 4 um den ersten Ankerstift am Loch 1 verdrehbar. Nachdem der Chirurg den Schneidblock in unmittelbarer Nähe zur Vorderseite der Tibia positioniert hat, wobei die longitudinale Achse des Schneidblocks ungefähr parallel mit dem Loch oder Öffnung 1 in der ungefähren Mitte der Oberseite der Tibia verläuft wird ein zweiter Ankerstift (nicht dargestellt) in einem zweiten Loch oder Öffnung 3 angeordnet, um die gesamte anteriore Rahmenanordnung an Ort und Stelle festzusetzen. An dem anterioren Ende des Schwenkarms 4 ist eine Flügelschraube oder Hebel 7 drehbar, um den Griff des Schwenkarms gegen den Schwenkblock 2 anzuziehen. An dem posterioren Ende des Schwenkarms 4 sind zwei Nuten (oder Schwalbenschwänze) 5 an jeder Seite zur Befestigung der medialen Rahmenanordnung vorgesehen.

Der Schwenkarm 4 selber verläuft durch eine Öffnung 9 nahe dem proximalen Ende des Stützarms 8. Der Stützarm 8 gleitet vor und zurück auf dem Verschwenkarm 4 und kann gegen den Verschwenkarm durch eine Flügelschraube oder Hebel 10 angezogen werden, welche(r) benachbart zur Öffnung 9 angeordnet ist. Der Stützarm 8 selber hat eine längliche Öffnung 11 in seinem Zentrum, durch welche eine (nicht dargestellte) Flügelschraube eingeführt wird, um in entfernbarer Weise den Schneidblock 12 an dem Stützarm 8 zu befestigen. Der Stützarm 8 ist in schwenkbarer Weise an seinem distalen Ende mit einem frontalen Teleskopstab 13 befestigt. Der frontale Teleskopstab 13 gestattet es, entlang der sagittalen Ebene vor und zurück verschwenkt zu werden und kann in einer Position durch Anziehen einer Flügelschraube 14 an dem Scharnier 15 festgesetzt werden, wobei der Stützarm 8 mit dem frontalen Teleskopstab zusammenwirkt. Der frontale Teleskopstab 13 kann auch senkrecht zu der sagittalen Ebene vor dem Festsetzen der Flügelschraube oder des Hebels 10 verschwenkt werden.

Der Schneidblock 12 ist fähig, bezüglich der länglichen Öffnung nach oben und nach unten bewegt zu werden und dies im unmittelbaren Zentrum des Stützarmes 8. Eine (nicht dargestellte) Schraube reicht durch die längliche Öffnung 11 und gestattet das Anziehen des Schneidblocks 12 gegen den Stützarm 8. Dies gestattet es dem Schneidblock, in einer optimalen Position entlang der Tibia stabilisiert zu werden, so dass der Chirurg in der korrekten tibialen Ebene schneiden kann. Ein (nicht dargestellter) Stift wird eingesetzt, um die Tiefe des Schnittes an dem durch den Chirurg gewünschten Niveau festzusetzen.

Die sagittale Referenzebene, in der die anteriore Rahmenanordnung liegt, wird durch die Punkte A, B und C definiert, die in der 1 dargestellt sind. Der Punkt A liegt im unmittelbaren Zentrum der tibialen Ebene, Punkt B ist der Schnittpunkt des Stützarms 8 und des Schwenkarms 4 und Punkt C liegt an der distalen Spitze des frontalen Teleskopstabs 13, der im ungefähren Zentrum der vorderen Seite des distalen Endes der Tibia oder des Knöchels angeordnet ist.

2 zeigt die mediale Rahmenanordnung und die koronale Referenzebene. Die mediale Rahmenanordnung ist vorzugsweise in entfernbarer Weise an dem Schwenkblock 2 der anterioren Rahmenanordnung befestigt und erstreckt sich in die koronale Ebene.

Der proximale Abschnitt der medialen Rahmenanordnung ist ein oberer Stab 16, der in entfernbarer Weise an seinem proximalen Ende mit dem Verschwenkblock 2 an der anterioren Rahmenanordnung durch einen in einem Formschluss gehaltenen Schwalbenschwanz 17 des oberen Stabes 16 befestigt ist, der sich mit einem komplementären Schwalbenschwanz oder Nuten 5 des Schwenkblockes 2 im Eingriff befindet. Eine Flügelschraube 18 ist an dem distalen Ende des oberen Stabes 16 befestigt, der ein Anziehen der medialen Rahmenanordnung an dem proximalen Ende gestattet. Der obere Stab 16 in an seinem distalen Ende an dem medialen Teleskopstab 19 befestigt, der sich nach unten senkrecht zum oberen Stab erstreckt. Es bestehen zwei Flügelschrauben 20 an dem Scharnier 21, welche den oberen Stab 16 an dem medialen Teleskopstab 19 befestigt und welcher das Anziehen der medialen Rahmenanordnung in seiner endgültigen Position während der Ausrichtung gestattet. Dieses Scharnier 21 ermöglicht es dem medialen Teleskopstab 19, um die Koronalebene zu schwenken. Beim Einsatz wird das distale Ende des Teleskopstabes 19 in unmittelbarer Nähe zu dem ungefähren Zentrum des Malleolus auf der medialen Seite des distalen Endes der Tibia gebracht, wonach die Flügelschrauben 18 und 20 angezogen werden.

Die koronale Referenzebene wird durch die Punkte A, D und E definiert. Der Punkt A liegt im ungefähren Zentrum der tibialen Ebene an der obersten Spitze der Tibia. Punkt D liegt an dem Schnittpunk des oberen Stabes 16 und des medialen Teleskopstabes 19. Punkt E liegt am distalen Ende des medialen Teleskopstabes 19 im ungefähren Zentrum des Malleolus.

3 zeigt eine Übersicht über die gesamte Vorrichtung oder Apparat 22 und die Art und Weise, durch welche die anterioren und medialen Rahmenanordnung sich über die Tibia 23 setzen und im Eingriff stehen. Sowohl die sagittalen als auch die koronalen Referenzebenen sind in dieser Ansicht dargestellt.

Die Vorrichtung wird wie folgt zusammengebaut und ausgerichtet:

Die anteriore Rahmenanordnung wird gegen die Tibia in der sagittalen Ebene positioniert. Unter Bezugnahme auf die 1, nach Anordnung des ersten Ankerstiftes durch das Loch oder die Öffnung 1 in der ungefähren Mitte des tibialen Plateaus wird der Schwenkblock 2 über diesen Stift angeordnet und die anteriore Rahmenanordnung ist in unmittelbarer Nähe zu der anterioren Seite der Tibia positioniert, wobei der Schneidblock 12 das Bein des Patienten berührt. Die optimale Anordnung des Stiftes in der sagittalen Ebene kann gemäss dem Vorzug des Chirurgen variieren. Die mediale Seite des Knies ist bevorzugt, da die Patella auf die laterale Seite umgelegt wird. Sobald der Schwenkblock 2 positioniert ist, wird der sekundäre Ankerstift in den Knochen eingesetzt, um zu stabilisieren und jegliche Rotation des Schwenkblockes zu vermeiden. Gemäss einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der Stützarm 8 an dem Verschwenkarm 4 vor der Anordnung des Schneidblocks 2 im Knochen befestigt. Gemäss einem anderen Aspekt der Erfindung ist der Stützarm 8 an dem Schwenkarm 4 nach Anordnung des Schenkblocks 2 im Knochen befestigt.

Nachdem der Schwenkblock 2 durch einen zweiten Ankerstift befestigt ist, der durch die Öffnung 3 in dem Schwenkblock 2 eingeführt worden ist und die anteriore Rahmenanordnung befestigt ist, erstreckt sich der frontale Teleskopstab 13 nach unten und ein Stabscharnier 15 wird in der erforderlichen Richtung gedreht, bis das Ende des Schaftes direkt über dem Talus angeordnet ist. Das Stabscharnier kann dann in einer festen Position durch Drehen einer Flügelschraube 14 gehalten werden. Der zwischen der Ebene, die durch die Punkte A, B und C definiert ist, und dem Schneidblock 12 ausgebildete Winkel ist vorzugsweise konstant. Der Schneidblock 12 ist in entfernbarer Weise an dem Stützarm 8 befestigt; dadurch bewirkt die Rotation des einen die Rotation des anderen.

Die Befestigung der medialen Rahmenanordnung entlang der koronalen Ebene erfolgt in ähnlichen Schritten. Nachdem der obere Stab 16 der medialen Rahmenanordnung an dem Verschwenkblock 2 der anterioren Rahmenanordnung durch das Mittel der zueinander passenden Schwalbenschwänze oder Nuten 17 und 5 befestigt ist, wird die Flügelschraube 18 angezogen, um einen festen Sitz mit dem Schneidblock zu sichern. Der mediale Teleskopstab 19 wird dann nach unten ausgezogen und in der erforderlichen Richtung in die koronale Ebene gedreht, um es dem Ende dieses Stabes zu erlauben, in unmittelbarer Nähe zu dem Zentrum des Malleolus angeordnet zu werden. Um die Anordnung des distalen Endes des medialen Teleskopstabes 19 benachbart zum Malleolus zu sichern, kann der Chirurg den medialen Teleskopstab 19 um das Scharnier 21 drehen und die Flügelschrauben 20 in der gewünschten Position anziehen, was lediglich die Position des distalen Endes des medialen Teleskopstabes 19 verändert und keine sonstigen Parameter beeinflusst. Aufgrund der Tatsache, dass die Seiten- oder mediale Rahmenanordnung in einem vorbestimmten Winkel befestigt ist, so wie 90°, in Bezug auf die anteriore Rahmenanordnung, erstreckt sich der sekundäre Ankerstift durch den Schwenkblock 2 der anterioren Rahmenanordnung und muss eventuell entfernt werden, um den oberen Stab 16 der medialen Rahmenanordnung in die gewünschte Position relativ zur mittel-koronalen Ebene zu drehen. In solchen Fällen, folgend der richtigen Anordnung des medialen Teleskopstabes 19 wird der sekundäre Ankerstift durch den Schwenkblock 2 der anterioren Rahmenanordnung neu eingeführt. Zusätzlich, aufgrund der festen Winkelbeziehung zwischen dem medialen Teleskopstab und dem Schneidblock, führt ein Verändern des Beugungs-/Streckungs-Winkel des Schneidblockes auch zu einem variierendem Beugungs-/Streckungs-Winkel des medialen Teleskopstabes um den gleichen Wert. Somit, um das distale Ende des medialen Teleskopstabes in der Nähe zum Malleolus festzustellen, kann der Chirurg den Beugungs-/Streckungs-Winkel des Schneidblockes variieren.

Nachdem alle Ausrichtungen durchgeführt worden sind, kann der Chirurg es wünschen, eine oder mehrere der gesetzten Winkel und/oder Referenzpunkte und/oder Ankerstift-Orte neu zu bewerten, gemäss seinen persönlichen Vorzügen und/oder der Patientenanatomie. Dann wird eine Vielzahl von Stabilisierstiften (nicht dargestellt) in den anterioren Abschnitt der Tibia durch ausgewählte Stabilisierstiftöffnungen 24 in den Schneidblock eingeführt (siehe 1 und 3). Der Schneidblock wird dann von der anterioren Rahmenanordnung gelöst und beide Rahmenanordnungen werden entfernt, um nur den Schneidblock hinter sich lassen. Eine richtige Tibialebene-Resektionsebene für ein Sägeschneidblatt, welches diese folgen wird, wird dann durch die Oberseite des Schneidblocks referenziert.

Gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die mediale Rahmenanordnung so ausgestaltet und dimensioniert, dass sie an einer bestehenden tibialen Resektionsführungsanordnung befestigbar ist.

Die bestehende tibiale Resektionsführung kann jegliche Vorrichtung sein, die an der Tibia befestigbar ist und sich in der sagittalen Ebene erstreckt und einen Schneidblock enthält, der im Allgemeinen senkrecht zu der Führung angeordnet ist, wie solche, die in den US-Patenten Nr. US 5,451,228 oder US 4,524,766 offenbart worden sind, wie oben beschrieben. Solche tibialen Resektionsführungen gemäss dem Stand der Technik sind im Allgemeinen ähnlich zu der in der 1 der vorliegenden Erfindung dargestellten Struktur.


Anspruch[de]
  1. Tibiale Resektionsführung zum Ausrichten der tibialen Ebene mit der mechanischen Achse der Tibia mit einer vorderen Rahmenanordnung, die eine erste Ebene (ABC) definiert, die an der Tibia befestigbar ist, wobei die besagte vordere Rahmenanordnung einen mit dieser verbundenen Schneidblock 12 aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung weiterhin eine Koronarahmenanordnung umfasst, die eine zweite Ebene (ADE) definiert, die einen oberen Stab 16 und einen Teleskopstab 19 umfasst, welcher sich distal von dem besagten oberen Stab 16 weg erstreckt, wobei die besagte Koronarahmenanordnung so ausgestaltet und dimensioniert ist, um an der vorderen Rahmenanordnung befestigbar zu sein, und wobei die Achse, die sich durch die Schnittebene der ersten mit der zweiten Ebene ausbildet, die mechanische Achse der Tibia dupliziert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das proximale Ende der vorderen Rahmenanordnung in einem festen relativen Winkel von 90 Grad zum proximalen Ende der medialen Rahmenanordnung angeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei dem die vordere Rahmenanordnung umfasst:

    (a) einen Schwenkblock 2 mit einem ersten Loch 1 und einem zweiten Loch 3, welches zu dem ersten Loch 1 benachbart ist;

    (b) einen Schwenkarm 4, der in schwenkbarer Weise an dem Schwenkblock 2 an einem Scharnier befestigt ist, welches es dem Schwenkarm 4 gestattet, sich in der sagittalen Ebene zu drehen;

    (c) einen Stützarm 8, der sich rechtwinklig zu dem Schwenkarm 4 nach unten erstreckt;

    (d) einen Schneidblock 12, welcher in entfernbarer Weise an dem Stützarm 8 befestigt ist; und

    (e) einen stirnseitigen Teleskopstab 13, der an dem Stützarm 8 an einem Scharnier 15 befestigt ist, welches es dem stirnseitigen Teleskopstab 13 gestattet, sich in der sagittalen Ebene zu drehen.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, weiterhin umfassend einen ersten Verankerungsstift, der so ausgestaltet ist, um sich durch das erste Loch 1 in dem Schwenkblock 2 in die tibiale Ebene einzufügen.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3, weiterhin umfassend einen zweiten Verankerungsstift, der so ausgestaltet ist, um sich durch das zweite Loch 3 in dem Schwenkblock 2 in die tibiale Ebene einzufügen.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 3, weiterhin umfassend ein Scharnier, welches an dem Ort angeordnet ist, an dem der Schwenkarm an dem Stützarm befestigt ist, und Anzugsmitteln 10, die in einem Wirkzusammenhang mit dem Scharnier stehen, um in auswählbarer Weise das Scharnier in einer ausgewählten Position zu verriegeln.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei dem der Stützarm 8 eine längliche longitudinale Öffnung 11 durch ihn hindurch hat und der Schneidblock 12 an dem Stützarm 8 über das Mittel einer Schraube befestigt ist, welche durch die längliche Öffnung hindurchpasst.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei dem der Schneidblock 12 eines oder mehr Löcher 24 zur Einführung von einem oder mehreren Stabilisierstiften durch sie hindurch aufweist, um den Schneidblock an der Tibia zu befestigen.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 3, weiterhin umfassend ein Scharnier 15, welches an dem Punkt angeordnet ist, an dem der stirnseitige Teleskopstab 13 an dem Stützarm 8 befestigt ist; und mit Anzugsmitteln 14, die in einem Wirkzusammenhang mit dem Scharnier 15 stehen, um das Scharnier 15 in einer ausgewählten Position zu verriegeln.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei dem der Koronarahmen eine mediale Rahmenanordnung ist und umfasst:

    (a) einen oberen Stab 16, der in entfernbarer Weise mit seinem proximalen Ende an einem Schwenkblock 2 der vorderen Rahmenanordnung befestigt ist; und

    (b) einen medialen Stab 19, der sich in distaler Weise von und senkrecht zu dem oberen Stab 16 weg erstreckt.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei dem der obere Stab 16 der medialen Rahmenanordnung an dem Schwenkblock 2 durch das Mittel einer Nut oder eines Schwalbenschwanzes befestigt ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei dem der Schenkblock es den vorderen und medialen Rahmenanordnungen gestattet, zusammen in der ersten Ebene (ABC) zu schwenken.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei dem die vordere Rahmenanordnung parallel zu der zweiten Ebene (ADE) verschwenken kann.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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