PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004029218A1 08.06.2006
Titel Abdeckung eines vorbestimmten Bereiches eines Randspaltes bei einer Fahrzeugverglasung mit einer Wasserfangleiste und Verfahren zur Herstellung einer solchen Abdeckung mit Wasserfangleiste
Anmelder Henniges Elastomer- und Kunststofftechnik GmbH & Co KG, 31547 Rehburg-Loccum, DE
Erfinder Kreye, Bernhard, 31515 Wunstorf, DE
Vertreter Jabbusch und Kollegen, 26135 Oldenburg
DE-Anmeldedatum 16.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004029218
Offenlegungstag 08.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2006
IPC-Hauptklasse B60J 1/20(2006.01)A, F, I, 20051122, B, H, DE
Zusammenfassung Bei einer Abdeckung für einen vorbestimmten Bereich eines Spaltes zwischen einem Rand einer Öffnung eines Fensters, vorzugsweise eines Fensters in einer Fahrzeugkarosserie, und der Umfangskante einer in die Öffnung eingesetzten Platte, insbesondere Glasplatte, mit einer Wasserfangleiste, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Wasserfangleiste an der Platte angeordnet ist. Dabei kann die Anordnung derart sein, daß ein Zwischenhalter an der Platte angeordnet ist, und daß die Wasserfangleiste mit dem Zwischenhalter verbunden ist. Die Wasserfangleiste und die Platte können auch gegenseitig in haltende Wirkverbindung bringbare Verbindungselemente aufweisen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Abdeckung für einen vorbestimmten Bereich eines Spaltes zwischen einem Land einer Öffnung eines Fensters, vorzugsweise eines Fensters in einer Fahrzeugkarosserie, und der Umfangskante einer in die Öffnung eingesetzten Platte, insbesondere Glasplatte, mit einer Wasserfangleiste.

Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Abdeckung.

Glasplatten werden in Öffnungen eines Fensters in einer Karosserie mit Einbaukleber gehalten. Der Spalt zwischen dem Rand der Karosserie-Öffnung und der Umfangskante der Glasplatte variiert von Fahrzeug zu Fahrzeug aufgrund von Fertigungstoleranzen. Um den Spalt optimal abzudichten, wird die Wasserfangleiste ausgerichtet und befestigt.

Es ist bekannt, die Wasserfangleiste z. B. mit an die Oberfläche der Fahrzeugkarosserie im Bereich des Randes einer Öffnung genieteten Klammern zu halten. Die Klammern ermöglichen eine Ausrichtung, denn die Wasserfangleiste ist in unterschiedlichen Positionen in eine Klammer druckbar.

Um eine Wasserfangleiste anzubringen, bedarf es bei den bekannten Ausführungen der Ausrüstung der Fahrzeugkarosserie im Bereich des Randes einer Öffnung eines Fensters mit Klammern oder dergleichen Halterungen. Es ist üblich, Bohrungen für Niete anzubringen und die Klammern bzw. Halterungen mit Nietverbindungen zu befestigen.

Durch die Vielzahl der Bohrungen kann das entsprechende Teil der Fahrzeugkarosserie geschwächt werden.

Sobald das Bett aus Einbaukleber angebracht ist, wird die Glasplatte eingebaut und anschließend kann die Wasserfangleiste ausgerichtet und an den Klammern montiert werden. Der Montageaufwand für das Anbringen der Halterungen bzw. der Klammern und der Wasserfangleiste in einer optimalen Abdeckposition ist relativ hoch.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Abdeckung eines vorbestimmten Bereiches eines Spaltes zwischen einem Rand einer Öffnung eines Karosseriefensters und der Umfangskante einer Glasplatte mit einer Wasserfangleiste zu vereinfachen.

Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Lösung gemäß Patentanspruch 1 ergeben sich aus den sich daran anschließenden Ansprüchen 2 bis 7.

Verfahrensmäßig wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 8 gelöst, für den auch selbständiger Schutz beansprucht wird.

Weiterbildungen der verfahrensmäßigen Lösung und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen 9 und 10.

Bei der Abdeckung der eingangs genannten Gattung ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Wasserfangleiste an der Platte angeordnet ist. Somit ist dann, wenn als Platte eine die Fahrzeugverglasung bildende Glasplatte verwendet wird, an der zum Einbau bereitgestellten Glasplatte die Wasserfangleiste bereits angeordnet. Die Scheibe kann mit einer vormontierten Wasserfangleiste ausgerüstet sein und bildet somit eine Montageeinheit, die mit dem Einbaukleber in die Öffnung der Fahrzeugkarosserie eingebaut werden kann. Nietverbindungen von Klammern oder dergleichen Halterungen, die aufgrund der anzubringenden Nietbohrungen die entsprechenden Karosserieteile in nachteiliger Weise auch schwächen, können bei der erfindungsgemäßen Abdeckung entfallen. Die Scheibe kann mit vormontierter Wasserfangleiste an den entsprechenden Bereichen der Fahrzeugmontage im Automobilwerk bereitgestellt werden. Sobald die Glasplatte eingebaut ist, ist somit auch die Wasserfangleiste vorhanden. Zusammen mit dem Einsetzen der Glasplatte kann die daran bereits befindliche Wasserfangleiste in die vorbestimmte Position gebracht werden.

Die Wasserfangleiste kann z. B. ein Formteil aus TPE sein, das seitlich vorstehende Dichtlippen oder Wulste hat, die sich elastisch sowohl an die Oberfläche der Glasplatte einerseits als auch an die Oberfäche der Fahrzeugkarosserie im Bereich des Randes der Öffnung des Fensters andererseits anschmiegen.

Die Wasserfangleiste hat dafür einen weichelastischen Kopf, der sich, wie verformbare Dichtlippen, an die entsprechenden Teile der Fahrzeugkarosserie anschmiegt und mit seinem durch geringe Überdimensionierung gegebenen elastisch federnden Überstand Fertigungstoleranzen ausgleicht.

Dies ist insbesondere mit Vorteil auch bei einer Abdeckung möglich, die sich dadurch auszeichnet, daß ein Zwischenhalter an der Platte angeordnet ist, und sodann die Wasserfangleiste mit dem Zwischenhalter verbunden wird. Dabei kann die Wasserfangleiste bei einer in konstruktiver Hinsicht besonders einfachen und deshalb vorteilhaften Ausgestaltung eine vorkragende Fußleiste aufweisen, die Durchbrechungen aufweist. Die Fußleiste ist also etwa wie ein leiterförmiger Steg ausgebildet. Der Wasserfangleiste wird vor die Fläche der Umfangskante der Glasplatte gesetzt und es erfolgt ein freier Verguß mit einer aushärtenden Gießmasse, in welche die „Leiterstege" eingebettet sind, so daß letztendlich die Wasserfangleiste mit dem aus angegossener Gießmasse geformten Zwischenhalter vor die Umfangskante der Glasplatte geklebt ist.

Die derart mit vor ihre Umfangskante geklebter Wasserfangleiste ausgerüstete Glasplatte kann, wie vorbeschrieben, mit dem Einbaukleber als Einheit in die Karosserieöffnung eingebaut werden.

Mach einer vorteilhaften Weiterbildung weisen die Wasserfangleiste und die Platte, hier die Glasplatte, gegenseitig in haltende Wirkverbindung bringbare Verbindungselemente auf.

Diese Verbindungselemente können gegebenenfalls wieder durch einen oder auch mehrere Zwischenhalter miteinander verbunden werden.

Während bei der vorbeschriebenen Lösung der Zwischenhalter nach Art eines Leitersteges Bestandteil der Wasserfangleiste ist, Wasserfangleiste und Zwischenhalter also ein einheitliches Bauteil darstellen, ist es auch möglich, einen vorgefertigten Zwischenhalter als separates Formteil, beispielsweise aus TPE, bereitzustellen und dieses separate Formteil mit der Glasplatte durch Anguß mit entsprechendem Vergießmittel zu verbinden. Die Glasplatte ist somit von vorne herein mit dem Zwischenhalter ausgerüstet. Es ist möglich, den Zwischenhalter und auch die Wasserfangleiste so auszubilden, daß sich eine feste, jedoch auch wieder lösbare Anordnung der Wasserfangleiste an diesem Zwischenhalter ergibt, z. B. zu Recyclingzwecken, wenn die Wasserfangleiste aus einem Metallprofil besteht. Der Zwischenhalter und die Wasserfangleiste können vorgefertigte Formteile bzw. Profile sein, die mit gegenseitig in Wirkverbindung bringbaren Verbindungselementen versehen sind, wobei diese Verbindungselemente mit Vorteil so ausgestaltet sein können, daß eine gegenseitige Ausrichtung und Arretierung möglich ist.

Die Erfindung erlaubt es in vorteilhafter Weise, eine komplette Einheit aus Glasplatte, daran durch Verguß gehaltenem Zwischenhalter und daran mittels Formschluß befestigter Wasserfangleiste bereitzustellen und komplett einzubauen.

Es ist jedoch auch möglich, die mit dem Zwischenhalter ausgerüstete Glasplatte in die Öffnung der Fahrzeugkarosserie mit Einbaukleber einzubauen und anschließend die Wasserfangleiste in jeweils gewünschter ausgerichteter Position mit dem Zwischenhalter zu verbinden, indem beispielsweise Glasplatte und Wasserfangleiste zugeordnete Verbindungselemente in entsprechende gegenseitige Wirkverbindung gebracht werden.

Diese Verbindung, die eine Ausrichtung ermöglicht, ist bei der erfindungsgemäßen Abdeckung dadurch gegeben, daß ein der Glasplatte zugeordnetes Verbindungselement eine Halteaufnahme aufweist und ein der Wasserfangleiste zugeordnetes Verbindungselement einen Haltevorsprung. Halteaufnahme und Haltevorsprung sind ineinander fügbar, z. B. durch Stecken, Schieben oder Drücken, wobei dies in einer vorbestimmten Einbauposition und Ausrichtung erfolgen kann. Dies wird auch dadurch ermöglicht, daß jede Halteaufnahme und jeder jeweils zugeordnete Haltevorsprung als Teil einer der gegenseitigen Führung dienendes Formelement ausgebildet ist. Die Formelemente können Arretierelemente zur Festsetzung in einer jeweils erwünschten Verbindungsposition aufweisen.

Es ist bei der erfindungsgemäßen Abdeckung auch möglich, eine Verbindung der Wasserfangleiste mit der Glasplatte dadurch zu gewährleisten, daß ein Zwischenhalter mit einem der Glasplatte zugeordneten Verbindungselement versehen wird, das als den Umfangsrand der Platte an einer vorbestimmten Stelle umgreifender Klemmfuß ausgebildet ist. Ein solcher Klemmfuß, beispielsweise in Form einer Blechklammer, kann dabei mit dem Einbaukleber an der Glasplatte fixiert sein, sobald die mit Klemmfüßen versehene Glasplatte in die Karosserieöffnung einbaut ist. Jeder Klemmfuß kann Teil an einer vor die Umfangskante der Glasplatte setzbaren Blechschiene sein, die in vorbestimmten Abschnitten ebenfalls klammer- oder klemmenartig ausgebildete Halteaufnahmen für einen jeweils zugeordneten Haltevorsprung der Wasserfangleiste hat. Die Blechschiene erfüllt die Funktion des vorbeschriebenen Zwischenhalters.

Auch bei dieser Ausgestaltung einer Abdeckung mit Wasserfangleiste ist das Erfindungsprinzip verwirklicht, die Wasserfangleiste an der Glasplatte zu halten, mit dem besonderen Vorteil, daß, ebenso wie bei dem durch Angießen befestigten Zwischenhalter, eine Ausrichtung der Wasserfangleiste gegenüber der Blechschiene und damit auch gegenüber der Glasplatte möglich ist.

Verfahrensmäßig wird die erfindungsgemäße Abdeckung hergestellt, indem die Wasserfangleiste an der Platte angeordnet wird. An der Platte, insbesondere Glasplatte, wird im Bereich einer jeweils vorbestimmten Umfangskante wenigstens eine Halterung, z. B. der vorbeschriebene Zwischenhalter bzw. die Blechschiene, angebracht und die Wasserfangleiste wird mit dieser Halterung in haltende Wirkverbindung gebracht. Die derart vorbereitete Platte kann in die Öffnung der Karosserie eingebaut werden und anschließend kann die Wasserfangleiste über die bereits vorhandene Halterung mit der Platte verbunden werden. Bevorzugt und besonders vorteilhaft ist jedoch ein Verfahren zum Herstellen einer Abdeckung, bei dem die Platte, insbesondere die Glasplatte, vor ihrem Einbau in die Öffnung bereits mit der Wasserfangleiste ausgerüstet wird. Dabei wird also eine komplett vorbereitete Montageeinheit aus Glasplatte und Wasserfangleiste bereitgestellt, gehandhabt und in die Öffnung der Karosserie eingebaut.

Ausführungsbeispiele der Erfindung, aus denen sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:

1 eine Ansicht eines vorbestimmten Bereiches eines Randes einer Öffnung eines Fensters in einer Fahrzeugkarosserie im Schnitt, wobei eine in die Öffnung eingesetzte Glasplatte bereits mit einer Wasserfangleiste ausgerüstet ist,

2 eine Schnittansicht entsprechend 1 in einer Ausführung, bei der die Glasplatte mit einem Zwischenhalter ausgerüstet ist, der wiederum die anzubringende Wasserfangleiste hält,

3 eine Ansicht einer Ausführung eines Zwischenhalters, der einen den Umfangsrand der Platte an einer vorbestimmten Stelle umgreifenden Klemmfuß aufweist, sowie wenigstens eine Halteaufnahme hat, die mit einem Haltevorsprung eines an einer Wasserfangleiste befindlichen Verbindungselementes in Eingriff bringbar ist,

4 eine Ansicht eines Schnittes entlang der Linie IV-IV in 3,

5 eine Ansicht eines Schnittes entlang der Linie V-V in 3,

6 eine Ansicht des Randes einer Öffnung eines Fensters in einer Fahrzeugkarosserie mit eingesetzter Glasplatte und daran gehaltener Wasserfangleiste, die mit ihrem als Haltevorsprung ausgebildeten Verbindungselement in der Halteaufnahme des Zwischenhalters gemäß den 3 und 5 aufgenommen ist, und

7 eine Ansicht gemäß 6, die verdeutlicht, wie der die Wasserfangleiste tragende Zwischenhalter mit seinem Klemmfuß am Umfangsrand der Platte angeordnet ist.

In 1 ist eine Abdeckung für einen vorbestimmten Bereich eines Spaltes zwischen einem Rand einer Öffnung eines Fensters in einer hier durch den Verlauf des Karosseriebleches 1 angedeuteten Fahrzeugkarosserie und der Umfangskante 2 einer in die Öffnung eingesetzten Glasplatte 3 mit einer Wasserfangleiste 4 schematisch in einer Schnittansicht dargestellt. Die Fahrzeugkarosserie hat eine Öffnung eines Fensters, die begrenzt wird durch den Rand 5. Der Rand 5 wiederum wird gebildet durch Abbiegungen des Karosserieblechs 1, dessen unterer freier Flansch 6 als Auflage für die Glasplatte 3 dient. Die Glasplatte 3 ist, wie es hier angedeutet ist, mit einem Einbaukleber 7 an der Auflage 6 und damit an der Fahrzeugkarosserie befestigt.

Zwischen der Umfangskante 2 der Glasplatte 3 und dem Rand 5 der Öffnung eines Fensters in der Fahrzeugkarosserie ergibt sich ein Spalt, der mit der Wasserfangleiste 4 abgedeckt wird.

Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Wasserfangleiste 4 mit einem weichelastischen Kopf 8 versehen und besteht aus Kunststoff, z. B. TPE, das mit Vorteil an der sichtseitigen Oberfläche auch lackiert werden kann. Ein als Dichtlippe dienender Fortsatz 9 ist angeformt, der sich auf die Oberfläche der Glasplatte 3 fegen kann, sobald die hier dargestellte Wasserfangleiste an der Glasplatte 3 angeordnet ist.

Der weichelastische Kopf 8 weist ein vorbestimmtes Übermaß auf, so daß er sich im Bereich des Randes 5 an das Blech 1 der Fahrzeugkarosserie anschmiegt.

Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Wasserfangleiste 4 mit der Glasplatte 3 durch Vergießen mit einer aushärtenden Vergußmasse, z. B. Polyurethan, verklebt. Der Distanzhaltefuß 10 der Wasserfangleiste 4 weist in seinem Übergangsbereich zum weichelastischen Kopf zwei mit der Vergußmasse füllbare Kanäle bzw. Vertiefungen 11 und 12 auf, die durch einen Steg 13 voneinander getrennt sind. Der Steg 13 weist eine Vielzahl von z. B. in Reihe angeordneten Durchbrechungen auf. Um die Glasplatte 3 mit der Wasserfangleiste 4 auszurüsten, wird diese vor die Umfangskante 2 der Glasplatte 3 gesetzt, derart, daß die Glasplatte 3 dabei lotrecht steht, d. h. die Umfangskante 2 der Glasplatte 3 verläuft etwa horizontal.

Vergußmasse kann im freien Anguß in die kanalartige Vertiefung 11 gefüllt werden, so daß sie sich verteilt und die Durchbrechungen im Steg 13 durchdringt, bis sie mit der Fläche der Umfangskante 2 in Berührung kommt und daran haftet.

Nach Aushärten der Vergußmasse ist die Wasserfangleiste 4 mit der Glasplatte 3 verbunden.

Die derart mit einer Wasserfangleiste 4 ausgerüstete Glasplatte 3 kann nunmehr dem Einbauort am Fahrzeug, der Öffnung eines Fensters, zugeführt werden und mit Hilfe des Einbauklebers 7 an der Fahrzeugkarosserie 1 befestigt werden, wobei der Distanzhaltefuß 10 und das Übermaß des weichelastischen Kopfes der Wasserfangleiste 4 die Glasplatte 3 in etwa in der vorbestimmten Einbauposition halten.

2 zeigt eine zweite Variante der Ausrüstung einer Glasplatte 3 mit einer Wasserfangleiste 4, wobei die Ausführung gemäß 2 die Möglichkeit bietet, die Wasserfangleiste 4' auch an der vorgerüsteten Scheibe anzubringen, entweder nach ihrem Einbau in die Fahrzeugkarosserie 1 oder sobald der Einbau abgeschlossen ist.

Die Wasserfangleiste 4' ist hier eine Profilleiste aus Metall, z. B. Aluminium. Sie kann selbstverständlich auch ein Profil aus härterem Kunststoff sein.

Dabei ist hier bei diesem Ausführungsbeispiel auch noch die Möglichkeit gegeben, die Wasserfangleiste 4' während des Anbringens an der Glasplatte 3 auszurichten, so daß ein optimaler Sitz zur Abdeckung des Spaltes erreichbar ist.

Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein wieder einen Distanzhaltefuß 10 aufweisender Zwischenhalter 14 in Form eines Formteils, z.B. aus TPE, vor die Umfangskante 2 der Glasplatte 3 gesetzt und durch freien Anguß mit einer aushärtenden Masse 15, z. B. einer PU-Masse, an der Glasplatte 3 gehalten. Der Zwischenhalter 14, das Formteil, weist Verankerungsvorsprünge 16 auf, mit denen er sich in der Vergußmasse 15 verkrallt. Dem Zwischenhalter, und damit der Glasplatte 3, ist ein Verbindungselement 116 zugeordnet, welches eine klemmende Halteaufnahme 17 hat. Die Wasserfangleiste 4' weist an der Unterseite ein angeformtes Verbindungselement auf, welches einen Haltevorsprung 18 aufweist, der mit der zugeordneten Halteaufnahme 17 in Eingriff bringbar ist. Die hier durch die Zackenlinie angedeutete, aufrauhende Profilierung der gegenseitigen Anlageflächen bildet Arretierelemente 118 zur Sicherung der jeweils gewünschten Stellposition zwischen der Glasplatte 3 und der Wasserfangleiste 4'. Die dem Rand 5 einer Öffnung eines Fensters in der Fahrzeugkarosserie zugekehrte Kante der Wasserfangleiste 4' ist mit einem in einer Längsnut montierten Dichtlippenprofil 19 versehen, welches aus weichelastischem Werkstoff bestehen kann, während als Werkstoff für die Wasserfangleiste bei diesem Ausführungsbeispiel mit Vorteil auch Metall, beispielsweise Aluminium, verwendet werden kann.

Die Glasplatte 3 kann als mit der Wasserfangleiste 4' vormontierte Einheit eingebaut werden, und zwar mittels hier nicht weiter dargestelltem Einbaukleber 7, wie er auch in 1 angedeutet ist.

3 zeigt eine Ausführung eines Verbindungselements, mit dem sich eine Wasserfangleiste an eine Glasplatte 3 montieren läßt, womit wieder eine Baueinheit aus Glasplatte und Wasserfangleiste vorliegt.

3 zeigt eine Ansicht eines der Platte zugeordneten Zwischenhalters in Form einer Blechschiene 24. Die Blechschiene 24 verläuft parallel zur Umfangskante 2 der Glasplatte 3 und weist unterschiedlich profilierte Abschnitte auf. Die beiden hier sichtbaren Endabschnitte sind so profiliert, wie es in 4 dargestellt ist, die eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in 3 ist.

Der mittlere Abschnitt ist so profiliert, wie es die 5 zeigt, in der ein Schnitt entlang der Linie V-V in 3 dargestellt ist.

3 bis 5 verdeutlichen somit, daß der hier als Blechschiene 24 vorliegende Zwischenhalter auch als ein der Glasplatte 3 zugeordnetes Verbindungselement 116 anzusehen ist, das einen den Umfangsrand der Glasplatte 3 an einer vorbestimmten Stelle umgreifenden Klemmfuß 20, 20' aufweist. Der mittlere Abschnitt der Blechschiene 24 ist demzufolge auch ein einer Wasserfangleiste zugeordnetes Verbindungselement und ist als federklammerartige Halteaufnahme 17 ausgeformt.

6 verdeutlicht in einer schematischen Schnittansicht, wie eine Wasserfangleiste 4'' an der Glasplatte 3 sitzt, wenn sie mit ihrem Haltevorsprung 18 in die Federklammerung der Halteaufnahme 17 eingedrückt ist.

Da die Halteaufnahme 17 wieder Teil der Blechschiene 24 ist, die als der Glasplatte 3 zugeordnetes Verbindungselement einen den Umfangsrand 2 der Glasplatte 3 an einer vorbestimmten Stelle umgreifenden Klemmfuß 20 aufweist, ist die Wasserfangleiste 4'' über den Klemmfuß 20 mit der Glasplatte 3 so verbunden, wie es 7 zeigt.

Die Glasplatte 3 wird wieder mit Einbaukleber 7 in die Karosserie 1 eingebaut, wobei zur Justierung, insbesondere Distanzhaltung, auch ein einfacher Gummiklotz 21 eingelegt werden kann, wie es in 7 gezeigt ist.

Die Wasserfangleiste 4'' ist bei diesem Ausführungsbeispiel wieder mit einem weichelastischen Kopf ausgerüstet. Damit dennoch eine sichere Befestigung an der Glasplatte 3 gewährleistet ist, ist in die Wasserfangleiste 4 eine versteifende Metallschiene 22 integriert.

Wie in den 6 und 7 gezeigt ist, fixiert der Einbaukleber 7 den umgreifenden Klemmfuß 20 und damit auch die Blechschiene 24 im überdeckten Bereich 23.


Anspruch[de]
  1. Abdeckung für einen vorbestimmten Bereich eines Spaltes zwischen einem Rand einer Öffnung eines Fensters, vorzugsweise eines Fensters in einer Fahrzeugkarosserie, und der Umfangskante einer in die Öffnung eingesetzten Platte, insbesondere Glasplatte, mit einer Wasserfangleiste, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserfangleiste (4, 4', 4'') an der Platte angeordnet ist.
  2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zwischenhalter an der Platte angeordnet ist, und daß die Wasserfangleiste (4, 4', 4'') mit dem Zwischenhalter verbunden ist.
  3. Abdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserfangleiste (4, 4', 4'') und die Platte gegenseitig in haltende Wirkverbindung bringbare Verbindungselemente aufweisen.
  4. Abdeckung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein der Platte zugeordnetes Verbindungselement eine Halteaufnahme (17) aufweist, und daß ein der Wasserfangleiste (4, 4', 4'') zugeordnetes Verbindungselement einen Haltevorsprung (18) aufweist, der mit der zugeordneten Halteaufnahme (17) in Eingriff bringbar ist.
  5. Abdeckung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Halteaufnahme (17) und jeder jeweils zugeordnete Haltevorsprung (18) als ein Teil eines einer gegenseitigen Führung dienenden Formelementes ausgebildet ist.
  6. Abdeckung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Formelement Arretierelemente (118) zur Festsetzung in einer jeweils erwünschten Verbindungsstellung aufweist.
  7. Abdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein der Platte zugeordnetes Verbindungselement mindestens einen die Umfangskante (2) der Platte an einer vorbestimmten Stelle umgreifenden Klemmfuß (20, 20') aufweist.
  8. Verfahren zur Herstellung einer Abdeckung eines vorbestimmten Bereiches eines Spaltes zwischen einem Rand einer Öffnung eines Fensters, vorzugsweise eines Fensters in einer Fahrzeugkarosserie, und der Umfangskante einer in die Öffnung eingesetzten Platte, insbesondere Glasplatte, mit einer Wasserfangleiste, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserfangleiste (4, 4', 4'') an der Platte angeordnet wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Platte im Bereich ihrer Umfangsränder wenigstens eine Halterung angebracht wird, und daß die Wasserfangleiste (4, 4', 4'') mit der Halterung in haltende Wirkverbindung gebracht wird.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte vor ihrem Einbau in die Öffnung mit der Wasserfangleiste (4, 4', 4'') ausgerüstet wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte vor ihrem Einbau in die Öffnung mit der Halterung ausgerüstet und danach die Wasserfangleiste (4, 4', 4'') an der Halterung der eingebauten Platte montiert wird.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com