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Dokumentenidentifikation DE102004058154A1 08.06.2006
Titel Verfahren zur Herstellung einer Palette, insbesondere einer Flachpalette, sowie eine nach diesem Verfahren herstellbare Palette
Anmelder Schneider Leichtbau GmbH, 79110 Freiburg, DE
Erfinder Schneider, Josef, 79110 Freiburg, DE
Vertreter porta patent- und rechtsanwälte Dr. techn. Waldemar Leitner, Tanja Zeiher, 75172 Pforzheim
DE-Anmeldedatum 02.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004058154
Offenlegungstag 08.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2006
IPC-Hauptklasse B65D 19/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Beschrieben wird ein Verfahren zur Herstellung einer Palette (1), die mindestens zwei Palettenkufen (1a, 1b) und ein mehrere Sprossen (4, 4a, 4b) besitzendes Palettendeck (1c) aufweist, wobei in einem ersten Arbeitsschritt aus einem Kufenholm (2) ein Unterteil (2a) und zwei Seitenteile (2b, 2c) mindestens einer Palettenkufe (1a, 1b) der Palette (1) hergestellt werden. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Unterteil (2a), die zwei Seitenteile (2b, 2c) und ein Oberteil (2d) mindestens einer Palettenkufe (1a, 1b) aus einem einzigen, entsprechend abgelängten Kufenholm (2) gebogen werden und dass die als Längsholme (1c') des Palettendecks (1c) fungierenden Oberteile (2d) der Palettenkufen (2) mit mindestens zwei Randsprossen (4a, 4b) verbunden werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Palette, die mindestens zwei Palettenkufen und ein mehrere Sprossen besitzendes Palettendeck aufweist, wobei in einem ersten Arbeitsschritt aus einem Kufenholm ein Unterteil und zwei Seitenteile mindestens zweier Palettenkufen der Palette hergestellt werden, sowie eine Palette, die mindestens zwei Palettenkufen und ein mehrere Sprossen besitzendes Palettendeck aufweist, wobei mindestens eine Palettenkufe ein aus einem Kufenholm gefertigtes Unterteil und zwei Seitenteile aufweist.

Ein derartiges Verfahren zur Herstellung einer Palette sowie eine nach dem bekannten Verfahren gefertigte Palette sind bekannt. Das bekannte Verfahren zur Herstellung einer Palette sieht vor, dass in einem ersten Arbeitsschritt die erforderliche Anzahl von Palettenkufen hergestellt wird, indem für jede Kufe ein Kufenholm entsprechend abgelängt und daraus ein C-förmiges Profil gebogen wird, das bei der fertigen Palette einen Unterteil und zwei Seitenteile einer jeden Palettenkufe ausbildet. Optional kann beim bekannten Verfahren dann noch vorgesehen sein, dass in diese C-förmige Palettenkufe eine Mittelunterstützung eingesetzt wird. Diese Bauteile werden dann zu einer Untergruppe der fertigen Palette schweißtechnisch in einer Schweißvorrichtung miteinander verbunden.

In einem zweiten Arbeitsschritt wird dann das Palettendeck hergestellt, indem das Palettendeck begrenzende Stirnholme und Längsholme auf Gehrung gesägt werden. Hierbei ist wichtig, dass diese Gehrungen genau stimmen müssen, damit bei einem Endschweißvorgang mittels der Schweißvorrichtung keine Schweißfehler auftreten. Danach werden Sprossen des Palettendecks in entsprechender Menge auf Länge mit geradem Schnitt gesägt. Diese vorgenannten Bauteile – die Stirnholme, die Längsholme und die Sprossen – werden schweißtechnisch in der Schweißvorrichtung zu einem Palettendeck miteinander verbunden.

In einem dritten Arbeitsgang werden dann die Palettenkufen schweißtechnisch mit dem Palettendeck in der Schweißvorrichtung zu der fertigen Palette verbunden.

Das bekannte Verfahren besitzt den Nachteil, dass das erforderliche Gehrungssägen der Stirnholme und der Längsholme zu längeren Bearbeitungszeiten führt, da – wie bereits erwähnt – diese Gehrungen genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Außerdem besitzt das bekannte Verfahren den Nachteil, dass je in einem separaten Arbeitsgang zuerst die Palettenkufen und dann das Palettendeck hergestellt werden müssen, die dann in einem weiteren Arbeitsgang miteinander zur fertigen Palette verbunden werden müssen.

Es ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer Palette sowie eine mit diesem Verfahren herstellbare Palette zu schaffen, bei denen eine einfachere Herstellbarkeit gegeben ist.

Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gelöst, dass das Unterteil, die zwei Seitenteile und ein Oberteil mindestens einer Palettenkufe aus einem einzigen, entsprechend abgelängten Kufenholm gebogen werden, und dass die als Längsholme des Palettendecks fungierenden Oberteile der Palettenkufen mit mindestens zwei Randsprossen verbunden werden.

Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird in vorteilhafter Art und Weise ein Verfahren zur Herstellung einer Palette geschaffen, welches es ermöglicht, das Palettendeck der erfindungsgemäßen Palette ohne Gehrungssägen herzustellen. Das erfindungsgemäßen Verfahren zeichnet sich somit durch seine einfache Durchführbarkeit aus. Es besitzt des weiteren den Vorteil, dass es bei ihm – im Gegensatz zu den bekannten Verfahren – nicht mehr erforderlich ist, schweißtechnisch zuerst die beiden Untergruppen der fertigen Palette, nämlich die beiden Palettenkufen und das Palettendeck aus losen einzelnen Profilen herzustellen und dann die jeweils in einem separaten Schweißvorgang hergestellten beiden Untergruppen in einem dritten Schweißvorgang zu der fertigen Palette zu verbinden. Vielmehr ermöglicht es das erfindungsgemäße Verfahren, die fertige Palette in einer einzigen Aufspannung komplett herzustellen, so dass eine Doppelbelegung der Schweißvorrichtung ermöglicht wird, da die separate Herstellung der einzelnen Untergruppen der Palette entfällt.

Die erfindungsgemäße Palette sieht vor, dass das Unterteil, die Seitenteile und ein Oberteil mindestens einer Palettenkufe aus einem einzigen, entsprechend abgelängten Kufenholm besteht, und dass die als Längsholme des Palettendecks fungierenden Oberteile der Palettenkufen mit mindestens zwei Randsprossen des Palettendecks verbunden sind.

Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird eine Palette geschaffen, die sich durch ihre einfache Herstellbarkeit auszeichnet, da die gesamte Palette in einer einzigen Aufspannung hergestellt werden kann.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind den beiden Ausführungsbeispielen zu entnehmen, die im folgenden anhand der Figuren beschrieben werden. Es zeigen:

1: die einzelnen Bauteile einer Palette gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

2: die aus den Bauteilen der 1 zusammengestellte fertige Palette,

3: die einzelnen Bauteile einer Palette gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, und

4: die aus den Bauteilen der 2 hergestellte fertige Palette.

In den 1 und 2 ist ein ersten Ausführungsbeispiel einer allgemein mit 1 bezeichneten Palette dargestellt, die zwei Palettenkufen 1a, 1b und ein Palettendeck 1c aufweist, welches aus zwei Randsprossen 4a und 4b sowie mehreren – im hier gezeigten Fall aus fünf – weiteren Sprossen 4 ausgebildet ist. In einem Innenraum 1a', 1b' einer jeden im wesentlichen rechteckig-förmigen Palettenkufe 1a, 1b ist optional eine Mittelunterstützung 5 eingesetzt.

Der Herstellungsvorgang der in 2 dargestellten Palette 1 wird nun anhand der 1 erläutert:

In einem ersten Arbeitsschritt wird ein Kufenholm 2 in einer Länge bereit gestellt, die im wesentlichen der Summe der Einzellängen des Unterteils 2a, der beiden Seitenteile 2b und 2b' und des Oberteils 2c der Palettenkufe 1a, 1b entspricht. Die beiden Seitenteile 2b und 2b' der Palettenkufe 1a, 1b sind durch entsprechende Einschnitte 3 vom Unterteil 2a und vom Oberteil 2d der Palettenkufe 1a, 1b separiert, so dass das derart ausgebildete Profil dann – wie aus der 1 ersichtlich – im darauffolgenden Arbeitsschritt zu der im wesentlichen rechteckigen Palettenkufe 1a gebogen werden kann, wobei – vorzugsweise in einem darauffolgenden Arbeitsschritt noch ein Ende 2' des Kufenholms mit einem weiteren Ende 2'' fest verbunden wird, um der Palettenkufe 1a die erforderliche Stabilität zu verleihen. Optional kann noch vorgesehen sein, dass in den Innenraum 1a' der Palettenkufe 1a die Mittelunterstützung 5 eingesetzt und vorzugsweise fest mit der Palettenkufe 1a verbunden wird.

In einem darauffolgendem Arbeitsschritt wird dann die zweite Palettenkufe 1b der Palette 1 in entsprechender Art und Weise hergestellt.

Danach werden aus einem Profil Randsprossen 4a, 4b und die weiteren Sprossen 4 abgelängt. Die beiden Kufen 1a, 1b sowie die Randsprossen 4a, 4b und die Sprossen 4 werden dann in eine Schweißvorrichtung eingespannt und die Sprossen 4, 4a, 4b werden mit den Oberteilen 2d der Palettenkufen 1a, 1b, die hier die Längsholme 1c' des Palettendecks 1c ausbilden, verschweißt. Die beiden Randsprossen 4a bilden hierbei die Stirnholme 1c'' des Palettendecks 1c der Palette 1 aus.

Das beschriebene Verfahren zeichnet sich nun dadurch aus, dass in vorteilhafter Art und Weise zur Herstellung des Palettendecks 1c keine Gehrungssäge-Vorgänge mehr erforderlich sind. Vielmehr ist es ausreichend, die Sprossen 4 durch in ihrer Handhabung unkompliziertere Geradschnitte entsprechend abzulängen.

In der gleichen Aufspannung werden dann – wie bereits oben erwähnt – die Enden 2', 2'' eines jeden Palettenholms 2 miteinander verschweißt. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht daher darin, dass sowohl das Oberteil 2d und das daran angrenzende Seitenteil 2a einer jeden Palettenkufe 1a, 1b als auch die beiden Oberteile 2d der Palettenkufen 1a, 1b und die Sprossen 4 in einem einzigen Arbeitsgang miteinander verschweißt werden können, dass es also möglich ist, den Schweißvorgang in einer einzigen Aufspannung durchzuführen. Hierduch verringert sich in vorteilhafter Art und Weise die Taktzeit.

In den 3 und 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Palette 1 dargestellt, welche sich vom ersten Ausführungsbeispiel im wesentlichen dadurch unterscheidet, dass die Sprossen 4 nun nicht – wie beim ersten Ausführungsbeispiel – orthogonal zu den Palettenkufen 1a, 1b angeordnet sind, sondern – wie aus den 3 und 4 leicht ersichtlich – im wesentlichen parallel zu den Palettenkufen 1a, 1b verlaufen.

Bei der Herstellung der in den 3 und 4 gezeigten Palette 1 werden zuerst wiederum die Palettenkufen 1a, 1b – wie beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben – ausgebildet. Dann werden zwei Randsprossen 4a, 4b und die weiteren Sprossen 4 mittels Geradschnitte aus einem entsprechenden Profilstrang hergestellt.

Die beiden Randsprossen 4a, 4b, welche wiederum die Stirnholme 1c'' des Palettendecks 1c der Palette 1 ausbilden, werden – wie im ersten Ausführungsbeispiel – mit den die Längsholme 1c' des Palettendecks 1c ausbildenden Oberteilen 2d der Palettenkufen 1a, 1b verschweißt. Die weiteren Sprossen 4 werden dann ihrerseits mit den Randsprossen 4a, 4b zur weiteren Ausbildung des Palettendecks 1c verbunden, vorzugsweise verschweißt.

Bei der obigen Beschreibung wird davon ausgegangen, dass die Palette 1 nur zwei Palettenkufen 1a, 1b aufweist. Es ist auch möglich, dass die Palette 1 mehr als zwei dieser Bauelemente besitzt.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das beschriebene Verfahren eine besonders einfache Herstellung der Paletten 1 ermöglicht, wobei sich die Paletten 1 durch einen einfachen und kostengünstigen Aufbau auszeichnen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung einer Palette (1), die mindestens zwei Palettenkufen (1a, 1b) und ein mehrere Sprossen (4, 4a, 4b) besitzendes Palettendeck (1c) aufweist, wobei in einem ersten Arbeitsschritt aus einem Kufenholm (2) ein Unterteil (2a) und zwei Seitenteile (2b, 2c) mindestens einer Palettenkufe (1a, 1b) der Palette (1) hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (2a), die zwei Seitenteile (2b, 2c) und ein Oberteil (2d) mindestens einer Palettenkufe (1a, 1b) aus einem einzigen, entsprechend abgelängten Kufenholm (2) gebogen werden, und dass die als Längsholme (1c') des Palettendecks (1c) fungierenden Oberteile (2d) der Palettenkufen (2) mit mindestens zwei Randsprossen (4a, 4b) verbunden werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Sprossen (4) des Palettendecks (1c) mit den Palettenkufen (1a, 1b) verbunden werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Sprossen (4) mit den beiden Randsprossen (4a, 4b) des Palettendecks (1c) verbunden werden.
  4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Randsprossen (4a, 4b) mit den als Längsholme (1c') des Palettendecks (1c) der Palette (1) fungierenden Oberteile (2d) der Palettenkufen (2) durch eine Schweißverbindung erfolgt.
  5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der weiteren Sprossen (4) mit den Oberteilen (2d) der Palettenkufen (1a, 1b) oder mit den Randsprossen (4a, 4b) durch eine Schweißverbindung erfolgt.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende (2') des die Palettenkufe (1a, 1b) ausbildenden Kufenholms (2) mit seinem anderen Ende (2') verschweißt wird.
  7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Innenraum (1a', 1b') mindestens einer Palettenkufe (1a, 1b) eine Mittelunterstützung (5) eingesetzt wird.
  8. Palette, die mindestens zwei Palettenkufen (1a, 1b) und ein mehrere Sprossen (4, 4a, 4b) besitzendes Palettendeck (1c) aufweist, wobei mindestens eine Palettenkufe (1a, 1b) ein aus einem Kufenholm (2) gefertigtes Unterteil (2a) und zwei Seitenteile (2b, 2c) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (2a), die Seitenteile (2b, 2c) und ein Oberteil (2d) mindestens eine Palettenkufe (1a, 1b) aus einem einzigen, entsprechend abgelängten Kufenholm (2) besteht, und dass die als Längsholme (1c') des Palettendecks (1c) fungierenden Oberteile (2d) der Palettenkufen (2) mit mindestens zwei Randsprossen (4a, 4b) des Palettendecks (1c) verbunden sind.
  9. Palette nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Sprossen (4) des Palettendecks (1c) mit den Palettenkufen (1a, 1b) verbunden sind.
  10. Palette nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Sprossen (4) mit den Randsprossen (4a, 4b) verbunden sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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