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Dokumentenidentifikation DE102004058188A1 08.06.2006
Titel Rettungskorb
Anmelder Iveco Magirus AG, 89079 Ulm, DE
Erfinder Keller, Paul, 89601 Schelklingen, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 02.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004058188
Offenlegungstag 08.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2006
IPC-Hauptklasse A62B 1/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B66F 11/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Rettungskorb für Rettungsleitern oder -Masten mit einem im Wesentlichen rechteckigen Boden (10) und einem umlaufenden Geländer (12), in dem sich in zwei Eckbereichen der vorderen Seite Türen (24, 26) mit zugeordneter, absenkbarer Leiter befinden, dadurch gekennzeichnet, dass für beide Türen (24, 26) nur eine Leiter (32) vorgesehen ist und dass diese hin- und hergehend zwischen den Positionen vor den Türen (24, 26) verschiebbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Rettungskorb für Rettungsleitern oder -Masten mit einem im wesentlichen rechteckigen Boden und einem umlaufenden Geländer, in dem sich in zwei Eckbereichen der vorderen Seite Türen mit zugeordneter, absenkbarer Leiter befinden.

Rettungskörbe dieser Art sind bekannt. Sie befinden sich beispielsweise am Ende der Drehleitern der Feuerwehr und dienen zur Aufnahme des Feuerwehrpersonals bei Löscharbeiten, aber auch zur Bergung von Personen in höheren Bereichen von Gebäuden.

Zum Absetzen von Feuerwehrleuten in höheren Stockwerken von Gebäuden, aber auch zur Bergung von Personen über Fenster oder Balkone von Gebäuden gibt es Rettungskörbe mit einer Tür im Geländer. Zunächst befand sich eine derartige Tür in der Mitte der vorderen Seite des Geländers. Es hat sich aber gezeigt, dass die Platzverhältnisse vor einem Gebäude, z. B. relativ enge Straßen, es oft nicht erlauben, dass die Leiter gerade vor ein Fenster oder ein Balkongeländer angesetzt werden kann. Oft ist es nur möglich, die Leiter schräg von der Seite vor ein Fenster oder ein Balkongeländer zu bringen. Das bedeutet konsequenterweise, dass der Rettungskorb mit einem seiner vorderen Eckbereiche gegen die Hauswand oder die Balkonbrüstung trifft. Für diese Fälle ist es daher auch bekannt, Rettungskörbe mit zwei seitlich im vorderen Bereich des Rettungskorbes angeordneten Türen zu versehen, die dann je nach Stellung des Rettungskorbes wahlweise benutzt werden können.

Für den Fall, dass Personen von einem Balkon aufgenommen werden sollen oder Feuerwehrleute über einen Balkon in einem Gebäude abgesetzt werden sollen, ist an vielen Rettungskörben eine kurze abklappbare Leiter vorgesehen, die es gestattet, die Balkonbrüstung zu übersteigen. Bei Rettungskörben mit zwei Türen müßten konsequenterweise zwei derartige kurze Leitern vorgesehen sein. Dies würde jedoch eine zusätzliche Erhöhung des Aufwandes bedeuten und das Gewicht des Rettungskorbes erhöhen.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, für einen Rettungskorb mit zwei Türen eine Leiter für jede Tür vorzusehen, ohne den Herstellaufwand unnötig zu vergrößern.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist der erfindungsgemäße Rettungskorb dadurch gekennzeichnet, dass für beide Türen nur eine Leiter vorgesehen ist und dass diese hin- und hergehend zwischen den Positionen vor den Türen verschiebbar ist.

Die Leiter kann also wahlweise vor beiden Türen eingesetzt werden. Trotzdem ist nur eine Leiter erforderlich.

Vorzugsweise läuft die Leiter mit ihrem oberen Ende auf einer Schiene, und diese Schiene bildet zugleich die Schwenkachse für das obere Ende der Leiter, um die die Leiter heruntergeklappt oder zum Verwahren wiederum hochgeklappt werden kann. Der Begriff des oberen Endes der Leiter bezieht sich hier auf deren oberes Ende in der Gebrauchsstellung. In der hochgeklappten Stellung bildet das obere Ende dagegen das untere Ende der Seite.

Sofern Türen vorgesehen sind, die wenigstens teilweise um die vorderen Ekken des Geländers herumgezogen sind, kann die Schiene an ihren äußeren Enden schräg oder bogenförmig abgebogen sein, so dass die Leiter auch in eine schräge, gegen eine Ecke des Rettungskorbes gerichtete Position gebracht werden kann.

Soweit hier von einer vorderen Seite des Rettungskorbes gesprochen wird, soll es sich um die von der Rettungsleiter, an der sich der Korb befindet, abgewandte Seite handeln.

Der Boden des Rettungskorbs, der hier als nur "im wesentlichen" rechteckig beschrieben wird, soll keineswegs rechteckig im streng geometrischen Sinne sein. In jedem Fall können die Ecken stark ausgerundet sein. Es haben sich jedoch Formen bewährt, bei denen die Breite etwas größer bemessen ist als die Tiefe, bei denen also zwei oder sogar drei Feuerwehrleute bequem nebeneinander stehen können.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

1 ist eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemässen Rettungskorbs mit eingeholter Leiter;

2 zeigt den Rettungskorb mit – bezogen auf die zeichnerische Darstellung – vor der rechten Tür angeordneter Leiter;

3 ist eine Darstellung gemäß 2, zeigt aber die Leiter vor der linken Tür.

Der in 1 gezeigte Rettungskorb weist einen Boden mit im wesentlichen rechteckigem Umriß auf, der mit 10 bezeichnet ist. Eine auf der Unterkonstruktion des Korbes liegende Bodenplatte ist in 1 nicht dargestellt. Der im wesentlichen rechteckige Boden ist von einem umlaufenden Geländer 12 umgeben, das einen rückwärtigen Geländerabschnitt 14, einen vorderen Geländeabschnitt 16 sowie zwei seitliche Geländerabschnitte 18, 20 umfaßt. Das Geländer besteht im wesentlichen aus verbundenen Stangen aus Metall mit oberen Handlaufbereichen und senkrechten Verstrebungen. Da es sich im Prinzip um eine bekannte Konstruktion handelt, soll hier eine genauere Beschreibung unterbleiben.

Durch den hinteren Geländerabschnitt 14 hindurch ist ein Kupplungsteil 22 zu erkennen, das zur Montage am äußeren Ende einer Rettungsleiter oder eines Rettungsmastes dient, die hier nicht dargestellt sind. Wegen der Position, die der Korb in bezug auf die Rettungsleiter einnimmt, wird der der Rettungsleiter zugewandte Bereich des Rettungskorbes als der hintere Bereich und der gegenüberliegende, auch in 1 vorne liegende Bereich als vorderer Bereich des Rettungskorbes bezeichnet.

Im vorliegenden Zusammenhang interessiert vor allem der vordere Geländerabschnitt 16.

In diesem vorderen Geländerabschnitt befinden sich am Übergang zu den seitlichen Geländerabschnitten 18, 20 zwei Türen 24, 26. Diese Türen werden benötigt, da wegen vielfach beengter Platzverhältnisse am Boden der Rettungskorb häufig nur mit einer Ecke der vorderen Seite an einen Balkon oder ein Fenster herangefahren werden kann, so dass nur über die an der Ecke sitzende jeweilige Tür ein Opfer von einem Gebäude übernommen werden kann oder Rettungspersonal abgesetzt werden kann. Die beiden Türen 24, 26 liegen beiderseits eines Mittelteils 28 des vorderen Geländerabschnitts 16, hinter dem sich beispielsweise auf der Innenseite ein hier nicht erkennbares Steuerpult befindet, von dem aus die Bewegung der nicht dargestellten zugehörigen Leiter und damit auch des Rettungskorbes gesteuert werden kann. Nach außen ist dieser Mittelteil dieses Geländerabschnitts durch eine Platte 30 abgedeckt, die sich vom Boden 10 aus über die gesamte Höhe des Geländers erstreckt.

Vor dieser Platte 30 befindet sich in der Darstellung der 1 eine kurze Leiter 32 mit drei Sprossen 34, 36, 38 und zwei seitlichen Holmen 40, 42, an deren unteren Enden Rollen 44, 46 befestigt sind. Die Rollen 40, 42 befinden sich in 1 am oberen Ende der seitlichen Holme 40, 42, da sich die Leiter 32 in 1 in der hochgeklappten und vor der Platte 30 verriegelten Stellung befindet.

Am oberen bzw, in 1 unteren Ende der Holme 40, 42 sind diese durch einen Querholm 48 verbunden, und von diesem Querholm gehen zwei kurze Schwenkarme 50, 52 aus. Im Bereich der freien Enden besitzen diese Schwenkarme 50, 52 in Querrichtung des Rettungskorbs gerichtete nicht bezeichnete Bohrungen, die eine Führungsstange 54 so umgreifen, dass die gesamte Leiter 32 um die Führungsstange schwenkbar und zugleich in Längsrichtung der Führungsstange verschiebbar ist.

Die Führungsstange erstreckt sich in geringem Abstand vor dem unteren, bodennahen Bereich des vorderen Geländerabschnitts 16 in Querrichtung des Rettungskorbes.

Die Führungsstange 54 hat die Funktion einer Führungsschiene, auf der die Leiter 32 nach dem Lösen von dem Mittelteil nach rechts und links in 1 vor die beiden Türen 24, 26 geschoben werden kann. Zu diesem Zweck ist zunächst eine nicht dargestellte Verriegelung zu entriegeln, die die Leiter in der in 1 gezeigten, gegen die Platte 30 hochgeklappten Stellung hält.

2 zeigt die Leiter 32 in der Position vor der rechten Tür in 2. Die Leiter ist um die Führungsstange 54 herabgeschwenkt und nach rechts in 2 verschoben worden, bis sie eine geeignete Position vor der rechten Tür erreicht hat.

Es ist erkennbar, dass in dieser Stellung drei Stufen 34, 36, 38 zur Verfügung stehen, mit deren Hilfe beispielsweise eine Balkonbrüstung bei angelegtem Rettungskorb überstiegen werden kann. Die Rollen 44, 46 an den unteren Enden der seitlichen Holme 40, 42 gewährleisten, dass die Leiter beim Auftreffen auf einen Balkon- oder Zimmerboden Bewegungen des Rettungskorbes, die nicht immer vermeidbar sind, folgen kann.

Die Führungsstange 54 erstreckt sich vor dem gesamten Rettungskorb entlang von der rechten Tür bis zur linken Tür. Sie ist in nicht gezeigter Weise im unteren Bereich des Korbes befestigt.

Gemäß 3 befindet sich die Leiter vor der linken Tür 24 des Rettungskorbs. In 3 ist angedeutet, dass die Führungsstange 54 nicht zwangsläufig gerade über ihre gesamte Länge vor der vorderen Front des Rettungskorbs verlaufen muß. In 3 ist das linke Ende der Führungsstange 54 zurückgebogen, so dass die Leiter 32 beim Verschieben in die linke Endstellung eine schräge Stellung in bezug auf die vordere Front des Rettungskorbes einnimmt und dieser gewissermaßen über Eck betreten und verlassen werden kann.

Kerngedanke der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von nur einer Leiter für beide Aus- und Eingänge. Der hier verwendete Begriff der Verschiebbarkeit der Leiter soll daher nicht unbedingt eine Beschränkung auf eine translatorische Verschiebung bedeuten. Möglich sind auch andere Arten der geführten Umsetzung der Leiter von der einen Seite auf die andere, beispielsweise mithilfe von geeigneten Gestängen oder Schwenkmechanismen.


Anspruch[de]
  1. Rettungskorb für Rettungsleitern oder -Masten mit einem im wesentlichen rechteckigen Boden (10) und einem umlaufenden Geländer (12), in dem sich in zwei Eckbereichen der vorderen Seite Türen (24, 26) mit zugeordneter, absenkbarer Leiter befinden, dadurch gekennzeichnet, dass für beide Türen (24, 26) nur eine Leiter (32) vorgesehen ist und dass diese hin- und hergehend zwischen den Positionen vor den Türen (24, 26) verschiebbar ist.
  2. Rettungskorb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiter (32) mithilfe einer im vorderen unteren Bereich vor dem Rettungskorb verlaufenden Führungsschiene (54) verschiebbar geführt ist.
  3. Rettungskorb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene eine Führungsstange (54) ist, die zugleich eine Schwenkachse für die Leiter bildet.
  4. Rettungskorb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Ende der Leiter Schwenkarme (50, 52) vorgesehen sind, in deren äußeren Endbereichen sich quergerichtete Bohrungen befinden, die von der Führungsstange (54) durchlaufen werden.
  5. Rettungskorb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiter vor die Vorderseite des Rettungskorbes hochklappbar ist.
  6. Rettungskorb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Türen (24, 26) im vorderen Geländerabschnitt (16) ein Mittelteil, insbesondere ein mit einer Platte (30) abgedecktes Mittelteil (28) vorgesehen ist, und dass die Leiter gegen das Mittelteil (28) hochgeklappt und vor diesem verriegelt ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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