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Dokumentenidentifikation DE102004058246A1 08.06.2006
Titel Analog-Anzeiger
Anmelder Städtler, Marc-Michael, Dipl.-Ing., 83088 Kiefersfelden, DE
Erfinder Städtler, Marc-Michael, Dipl.-Ing., 83088 Kiefersfelden, DE
Vertreter Diehl & Partner, 80333 München
DE-Anmeldedatum 02.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004058246
Offenlegungstag 08.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2006
IPC-Hauptklasse G09F 9/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G09F 9/30(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung stellt einen Analog-Anzeiger und ein Analog-Anzeigeverfahren zum Anzeigen eines Wertes einer Variablen, insbesondere ein Zeitanzeigeverfahren, bereit, umfassend visuelles Hervorheben diskreter Punkte einer Anzeigefläche (1a) eines Substrats (3) zum Verlagern einer Anzeige in Abhängigkeit von dem Variablenwert, insbesondere der Zeit in einer ersten Verlagerungskoordinate bezüglich eines Skalenbezugspunkts (7) einer Skala, so dass die Anzeige entlang einer ersten Verlagerungsrichtung der ersten Verlagerungskoordinate in gleichen ersten Variablenwertabständen, insbesondere gleichen ersten Zeitabständen, aufeinanderfolgende Skalierungspunkte (5) der Skala passiert, und in einer zweiten Verlagerungskoordinate bezüglich der Skala, und dabei Wechseln einer zweiten Verlagerungsrichtung der zweiten Verlagerungskoordinate in zweiten Variablenwertabständen, insbesondere zweiten Zeitabständen zwischen zwei direkt aufeinanderfolgenden Passagen von Skalierungspunkten (5).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Analog-Anzeiger.

Die bekannten Analoganzeigen stellen Ergebniswerte einer oder mehrerer Einheiten durch eine ergebnisabhängige Lageveränderung von Anzeigeelementen innerhalb einer sichtbaren Skala möglicher Ergebniswerte dar. Die Darstellung der möglichen Ergebniswerte auf der Skala herkömmlicher Analoganzeigen ist meist in geometrisch geschlossener Weise so angeordnet, dass der letztmögliche Ergebniswert in räumlicher Nähe zum erstmöglichen Ergebniswert dargestellt wird, so dass ein ununterbrochenes Anzeigen aufeinander folgender Ergebniswerte resultiert, wie dies beispielsweise von Armbanduhren bekannt ist, die eine kreisrunde Skala aufweisen.

Weiterhin sind linear-analoge Anzeigen bekannt, bei denen die möglichen Ergebniswerte an Hand einer Skala mit räumlich getrenntem Anfangs- und Endpunkt dargestellt werden, so dass das Anzeigeelement bei der Darstellung aufeinander folgender Ergebniswerte nach Erreichen des letztmöglichen Ergebniswerts zum erstmöglichen Ergebniswert zurückspringt. Die ergebnisbestimmenden Werte analoger Anzeigen werden üblicherweise mittels eines Zeigers angegeben, wie dies von mechanisch betriebenen Analoguhren bekannt ist, oder durch optische Kenntlichmachung des jeweiligen Ergebnisses, wie dies aus der Gebrauchsmusterschrift DE 201 05 780 U1 bekannt ist.

Im Gegensatz zu Digitalanzeigen, bei denen das anzuzeigende Ergebnis als Zahl dargestellt wird, ermöglichen Analoganzeigen eine Ergebnisauswertung auf einen Blick und intuitiv, also allein auf Grund der ergebnisabhängigen Position des Anzeigeelementes auf der Skala. So ist beispielsweise bei einer analogen Füllstandsanzeige mit einer mit "voll", "halbvoll" und "leer" bezeichneten Skala der Füllstand des betreffenden Behältnisses aus der Positionsbeziehung eines Zeigers zu den genannten Skalenpunkten intuitiv erfassbar.

Herkömmliche Analoganzeigen haben den Nachteil, dass einerseits eine gewissen Spannweite von Variablenwerten anzeigbar sein muss, andererseits eine gewisse Anzeigegenauigkeit erreicht werden soll. Beide Anforderungen können üblicherweise nicht gleichzeitig erfüllt werden, wenn die Skalenlänge in vertretbarem, insbesondere mit einem Blick intuitiv erfassbarem Rahmen bleiben soll. Beispiele für Variablen, für die diese Rahmenbedingungen zutreffen, sind insbesondere die (Tages-)Zeit, aber auch Flughöhen oder Füllmengenstände.

Üblicherweise wird das Problem durch Aufteilen in zwei Teilanzeigen derart angegangen, dass die eine Teilanzeige eine größere Einheit des Variablenwerts (beispielsweise Stunden), die zweite Teilanzeige eine kleinere Einheit des Variablenwerts (beispielsweise Minuten) anzeigt, so dass nur beide Teilanzeigen zusammen eine hinreichend genaue Anzeige bereitstellen. Ein Nachteil hierbei ist, dass das gleichzeitige intuitive Erfassen beider Teilanzeigen mit einem Blick erschwert sein kann, und es insbesondere auch zu einer Verwechslung der beiden Teilanzeigen kommen kann.

Die vorliegende Erfindung macht sich zum Ziel, eine kompakte, mit einem Blick intuitiv erfassbare, hinreichend genaue Anzeige bereitzustellen, bei der keine Verwechslungsgefahr besteht.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Analog-Anzeiger gemäß Anspruch 1 sowie ein Analog-Anzeigeverfahren gemäß Anspruch 20 vorgeschlagen.

Die erfindungsgemäße Analog-Anzeiger zeigt demgemäß einen anzuzeigenden Variablenwert durch Verlagerung einer Anzeige (z.B. eines Lichtpunkts oder Leuchtbalkenendes) innerhalb einer Anzeigefläche eines Substrats (z.B. Gehäuses) an.

Die Anzeigefläche hat zwei Koordinaten (z.B. längs+quer, oder circumferential+radial), von denen eine dazu dient, eine übergeordnete Einheit des Variablenwerts (z.B. Stunden) anzuzeigen, und die andere dazu dient, eine untergeordnete Einheit (z.B. Minuten) anzuzeigen.

Die erste Koordinate ist offen oder geschlossen und weist eine Skala (die nicht in irgendeiner Weise kenntlich gemacht sein muss) mit einem Skalenbezugspunkt (z.B. einem Endpunkt, oder einem anderen bezüglich des Substrats festliegendem Punkt) und mehreren Skalierungspunkten (z.B. Mittel- und anderer Endpunkt) auf, wodurch aus der momentanen Position der sich verlagernden Anzeige bezüglich des Skalenbezugspunkts ersichtlich ist, wie viele durch den Abstand zwischen den Skalierungspunkten repräsentierte übergeordnete Einheiten (z.B. Stunden) seit einem Bezugswert (z.B. Mitternacht) verflossen sind. Da die übergeordneten Einheiten (z.B. Stunden) alle gleich groß sind, werden die Skalierungspunkte in gleichen ersten Variablenwertabständen von der Anzeige passiert. Die Passage als solche kann in einem mehr oder weniger nahen Vorbeiwandern der Anzeige an dem betreffenden Skalierungspunkt bestehen.

Zusätzlich zur Verlagerung in der ersten Koordinate findet eine Verlagerung in der zweiten Koordinate statt, so dass aus der momentanen Position der sich verlagernden Anzeige bezüglich der Skala wenigstens annähernd ersichtlich ist, wie viele untergeordnete Einheiten (z.B. Minuten) seit der letzten Passage eines Skalierungspunkts verflossen sind.

Um die geforderte Ablesegenauigkeit bezüglich der untergeordneten Einheiten zu erreichen, wird bei der Verlagerung der Anzeige zwischen direkt aufeinanderfolgenden Passagen von Skalierungspunkten wenigstens einmal (z.B. zweimal) die Richtung der Verlagerung in der zweiten Koordinate gewechselt (einwärts-auswärts, bzw. rechtslinks). Dadurch wird das betreffende Skalenintervall in wenigstens zwei (z.B. drei) Unterintervalle geteilt, wodurch die momentane Position der Anzeige genauer (z.B. auf Viertelstunden) ablesbar ist.

Die gesteigerte Ablesegenauigkeit ergibt sich aus der Teilung des Skalenbereichs zwischen zwei Skalierungspunkten in Unterintervalle und ist daher nicht abhängig von gleichen Abständen zwischen Richtungswechseln. Je kleiner aber der ("zweite") Abstand zwischen diesen, desto größer ist die erreichte Ablesegenauigkeit.

Die sich ergebende (z.B. sinusoidale) Verlagerungsbahn der Anzeige wird bevorzugt nach und nach abgefahren, wobei die Anzeige in dritten Variablenwertabständen (z.B. Minuten) erneuert wird. Wenn dritte und zweite Variablenwertabstände gleich sind, werden jeweils komplette Verlagerungsbahnstücke zwischen aufeinander folgenden Richtungswechselpunkten gleichzeitig hervorgehoben (z.B. beleuchtet). Das ist für solche Variablenwertbereiche ausreichend (z.B. nachts), in denen man ohnehin nicht oder selten oder/und ohne Genauigkeitsanspruch auf den Anzeiger sieht. In anderen Fällen ist es bevorzugt, wenn dritte Variablenwertabstände kleiner sind als zweite, so dass mehrere Verlagerungsbahnabschnitte zwischen zwei aufeinanderfolgenden Richtungswechseln nach und nach hervorgehoben werden. Insbesondere können zwischen einigen vorbestimmten Skalierungspunkten (z.B. Nachtstunden bezeichnende) dritte und zweite Variablenwertabstände gleich sein, während zwischen anderen vorbestimmten Skalierungspunkten dritte und zweite Variablenwertabstände ungleich sind.

Die Skalierungspunkte der Skala werden nur benötigt, insofern ihr Abstand für das Verfließen genau einer übergeordneten Einheit steht. Die Kenntlichmachung der Skalierungspunkte und des Skalenbezugspunktes selbst ist nicht notwendig, zumal deren Position unveränderlich und daher dem Benutzer nach kurzer Benutzungszeit bekannt ist; es muss nur der jeweils letztmalig aktivierte bzw. deaktivierte Anzeigepunkt hervorgehoben sein. Die übrigen Punkte der Anzeige können beliebig leuchten, nicht leuchten oder blinken (z.B. im Sekundentakt). Insbesondere ist es bevorzugt, dass die seit der letzten Passage des Skalenbezugspunkts aktivierten Anzeigepunkte leuchten, und die seitdem noch nicht aktivierten Punkte nicht leuchten, oder umgekehrt.

Die Hervorhebungsmittel umfassen insbesondere eine Mehrzahl, beispielsweise 144 oder 720 Anzeigeelemente, die von einer Steuerung zum Lichtaussenden ansteuerbar sind, beispielsweise LEDs. Alternativ sind die Anzeigeelemente zum Transmittieren (LCDs) oder Reflektieren (Mikrospiegel) von Licht, oder auch zum Farbwechseln ansteuerbar. In allen diesen Fällen geht von den Anzeigeelementen ein ggf. spektral charakterisiertes Lichtstrahlenbündel aus, dessen Querschnitt in Abhängigkeit von der Variablenwertänderung quer zur Lichtstrahlrichtung verlagert wird. Die Verlagerung erfolgt beispielsweise dann, wenn die Ansteuerung geändert, insbesondere aktualisiert wird, indem wenigstens ein zusätzliches Element angesteuert bzw. ein bisher angesteuertes Element nicht mehr angesteuert wird. Dadurch wird das von den Anzeigeelementen ausgehende Lichtstrahlenbündels zumindest in einer Richtung erweitert oder eingeschränkt, also jedenfalls sein Querschnitt verlagert. In einer besonderen Ausführungsform wird das Lichtstrahlenbündel beim Aktualisieren in gleichem Maße in einer Richtung erweitert, wie es an anderer Stelle verkleinert wird, beispielsweise indem immer genau ein Anzeigeelement angesteuert wird.

Die Anordnung der Skalierungspunkte ist bevorzugt linear oder geringfügig gekrümmt, besonders in der dritten Dimension, also aus einer Ebene heraus, oder alternativ zu einem Kreis geschlossen, wobei Abweichungen zu einem Oval oder einer Ellipse ebenfalls bevorzugt sind. Die Anordnung der Anzeigeelemente bezüglich dieser Skala ist bevorzugt wellenförmig-sinusoidal oder zickzackförmig im Falle einer linearen Skala, oder ringförmig undulierend im Falle einer geschlossenen Skala. Mit der Zahl der Undulationen oder Wellen steigt die Ablesegenauigkeit. Bevorzugt ist weiterhin, dass die aus der Anordnung der Anzeigeelemente sich ergebende Verlagerungsbahn die Skala oder sich selbst kreuzt, denn durch die zusätzlich auftretenden Kreuzungspunkte ergibt sich eine weitere Unterteilung der Skalierungspunktintervalls, also eine Erhöhung der Ablesegenauigkeit.

Gleiche zweite Variablenwertabstände, also gleiche Abstände zwischen aufeinanderfolgenden Richtungswechseln, sind insofern bevorzugt, als dadurch eine gleichmäßig hohe Ablesegenauigkeit bereitgestellt ist. Alternativ sind durch verschieden große Abstände zwischen Richtungswechseln zwischen verschiedenen Paaren von Skalierungspunkten unterschiedlich große, an besondere Anforderungen angepasste Ablesegenauigkeiten bereitgestellt. Insbesondere sind Bahnlängen von Verlagerungsbahnstücken unterschiedlich bemessen, wobei der resultierende Streckenunterschied aber in einer bevorzugten Ausführungsform durch in gleichem Maße unterschiedliche Verlagerungsgeschwindigkeiten ausgeglichen wird. Ferner ist es für besondere Anforderungen bevorzugt, das Intervall zwischen aufeinander folgenden Skalierungspunkten durch außermittig dazwischen liegende Richtungswechselpunkte in ungleiche Teilintervalle zu gliedern, wodurch ungleiche Ablesegenauigkeiten in den jeweiligen Teilintervallen erreicht werden, beispielsweise zu Gunsten der jeweils ersten Viertelstunde der betreffenden Stundenintervalle.

Die Anzeigeelemente sind durch eine Anordnung festliegender punktähnlicher Elemente oder insbesondere durch eine bekanntermaßen programmierbare Dot-Matrix oder ein TFT-Display bereitgestellt. Zur individuellen Anpassung ist dann der Analog-Anzeiger bevorzugt mit Eingabemitteln, speziell mit einer Empfangseinheit zum Empfangen einer Programmanweisung von einem externen Sender ausgestattet. Insbesondere ist das Substrat zu einem die Empfangseinheit aufnehmenden Gehäuse geformt.

Die Hervorhebungsmittel, insbesondere die Anzeigeelemente umfassen bevorzugt Kristalle oder Flüssigkristalle. Alternativ sind die (Flüssig-)Kristalle selbst ansteuerbar, oder die Hervorhebungsmittel sind ansteuerbar, ausgewählte der Kristalle beispielsweise zu be- oder durchleuchten. In einer Variante umfassen die Hervorhebungsmittel Ausnehmungen in der Anzeigefläche, durch die hindurch der Blick des Benutzers auf mechanisch verlagerte Anzeigeelemente, beispielsweise rotierende Scheiben fällt, die die Ergebniswerte durch Farb- und/oder Grauwertvariation anzeigen.

Es ist bevorzugt, die Anzeigefläche gekrümmt auszubilden, beispielsweise um ein Handgelenk eines Trägers durch eine konvexe Krümmung ganz oder teilweise zu umschließen, oder um durch eine konkave Krümmung ein parallaxefreies Ablesen des Anzeigers zu erleichtern. Alternativ ist die Anzeigefläche eben oder aber aus in sich ebenen bzw. gekrümmten, zueinander gewinkelt angeordneten Teilstücken zusammengesetzt, die zusammen eine dreidimensionale Form bilden. Weiterhin findet die erfindungsgemäße Anzeige Verwendung auf dreidimensional ausgebildeten Oberflächen, bevorzugt auf solchen wie Schmuckstücken und Gebrauchsgegenständen und dergleichen.

Die erfindungsgemäße Anzeige findet insbesondere dergestalt Anwendung, dass die Verlagerungsbahn ganz oder teilweise eine geschlossene bzw. offene, in jedem Fall aber definierte Bewegungsstrecke repräsentiert, die von Objekten, die nicht der Zeitanzeige dienen, geschehnisbezogen und/oder routinemäßig durchlaufen bzw. durchfahren werden, wie beispielsweise bekannte Routen (Bergersteigungen, Fahrtrouten etc.) sowie Rennstrecken, Parcours etc.. Darüber hinaus findet die erfindungsgemäße Anzeige insbesondere dergestalt Verwendung, dass die Verlagerungsbahn die Umrisse von Objekten und/oder Logos und/oder Symbolen etc. ganz oder teilweise repräsentiert; bevorzugt werden hierbei geometrisch unregelmäßige Umrissdarstellungen, d.h. solche, die weder geometrische Grundformen darstellen noch punkt- bzw. achsenspiegelfähig sind, repräsentiert.

Weitere Details, Aspekte und Vorteile ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren. Im Einzelnen zeigt:

1 einen erfindungsgemäßen Analoganzeiger mit linearer Skala und je einem Richtungswechsel zwischen direkt aufeinander folgenden der zwölf Skalierungspunkte bei zickzackförmiger Verlagerungsbahn;

2 einen erfindungsgemäßen Analoganzeiger mit linearer Skala und je zwei Richtungswechseln sowie einem dazwischen liegenden Skalenkreuzungspunkt zwischen direkt aufeinander folgenden der zwölf Skalierungspunkte bei sinusoidaler Verlagerungsbahn;

3 einen erfindungsgemäßen Analoganzeiger mit kreisförmig-geschlossener Skala und je einem Kreuzungspunkt zwischen direkt aufeinander folgenden der zwölf Skalierungspunkte bei schleifenförmiger Verlagerungsbahn;

4 einen erfindungsgemäßen Analoganzeiger mit kreisförmig-geschlossener Skala und schleifenähnlicher Verlagerungsbahn ohne Kreuzungspunkt;

5 einen erfindungsgemäßen Analoganzeiger mit kreisförmig-geschlossener Skala und je einem Richtungswechsel zwischen direkt aufeinander folgenden der zwölf Skalierungspunkte bei ringförmig-undulierender Verlagerungsbahn;

6 einen erfindungsgemäßen Analoganzeiger mit kreisförmig-geschlossener Skala und verschiedenen Anordnungen der Verlagerungsbahn zwischen aufeinander folgenden der zwölf Skalierungspunkte;

7 einen erfindungsgemäßen Analoganzeiger mit frei gestalteter Skala und verschiedenen Anordnungen der Verlagerungsbahn zwischen aufeinander folgenden der zwölf Skalierungspunkte;

8 einen erfindungsgemäßen Analoganzeiger mit geschlossener Skala und einer Verlagerungsbahn in Form einer stilisierten Rennstrecke;

9 eine Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Analoganzeigers mit transparenten Kristallen zur Hervorhebung der Verlagerungsbahn;

10 eine Alternative zu der in 5 dargestellten Ausführungsform, bei der auf eine Markierung der Skalierungspunkte verzichtet wird;

11 eine erfindungsgemäße Standuhr mit dreieckiger Skala und verschiedenartigen Richtungswechseln zwischen diesen; und

12a, 12b einen Ausschnitt einer Ausführungsform mit zusätzlicher Sekundendarstellung.

Bei dem in 1 dargestellten Analog-Zeitanzeiger sind in der Anzeigefläche 1 des Substrats 3 zwölf Stundenpunkte 5 durch Schmucksteine markiert. Eine Verlagerungsbahn 9 mit einem Endpunkt 7 als Skalenbezugspunkt verläuft zickzackförmig zwischen den Stundenpunkten 5, wobei sie jeweils zwischen aufeinander folgenden Stundenpunkten 5 einen Richtungswechselpunkt 11 aufweist. Die die Verlagerungsbahn 9 bildenden einhundertvierundvierzig Anzeigeelemente, nämlich jeweils zwölf zwischen je zwei Stundenpunkten 5 und weitere zwölf zwischen dem Skalenbezugspunkt 7 und dem ersten Stundenpunkt, so dass jedes Anzeigeelement fünf Minuten repräsentiert, sind nicht einzeln dargestellt. Ebenso ist die in das Substrat, das somit als Gehäuse dient, aufgenommene Steuerung nicht dargestellt, die zu jedem Zeitpunkt die zu aktivierenden Anzeigeelemente ansteuert und zur Aktualisierung der Anzeige erforderlichenfalls bisher nicht aktivierte Elemente aktiviert bzw. bisher aktivierte Elemente deaktiviert.

Bei den im Folgenden dargestellten Varianten sind ihrer Funktion nach einander entsprechende Teile mit gleichen Ziffern, aber zur Unterscheidung mit angehängten Kleinbuchstaben gekennzeichnet.

In der Ausführungsform nach 2 ist die Verlagerungsbahn 9a im Unterschied zur oben beschriebenen sinusoidal, und weist zwischen je zwei Stundenpunkten 5a zwei Richtungswechselpunkte 11a zur ersten und dritten Viertelstunde und einen Kreuzungspunkt 13 mit der Skala (punktiert dargestellt) bei der halben Stunde auf. Weiter ist auch in diesem Ausführungsbeispiel die Anzeigefläche 1a nicht eben, sondern die Oberfläche des Substrats 3a weist eine konvexe Krümmung auf. Die Zahl der Anzeigeelemente beträgt hier siebenhundertzwanzig, nämlich jeweils sechzig zwischen je zwei Stundenpunkten 5a und weitere sechzig zwischen dem Skalenbezugspunkt 7a und dem ersten Stundenpunkt. Dadurch repräsentiert jedes Anzeigeelement eine Minute.

In den Ausführungsformen der 1 und 2 sind die Verlagerungsbahnen insofern symmetrisch, als durch Spiegelung an der Skala verbunden mit Verschieben entlang der Skala um eine Stunde die Verlagerungsbahn auf sich selbst abgebildet wird, abgesehen vom ersten und letzten Stundenintervall. Eine solche Anordnung ist bevorzugt, aber nicht erforderlich. Weiter sind die dargestellten Verlagerungsbahnen auch insofern symmetrisch, als bei ihrer Drehung um einen der mittleren Stundenpunkte wieder eine deckungsgleiche Skala (ggf. abgesehen vom ersten und letzten Stundenintervall) erhalten wird. Auch dies ist bevorzugt, aber nicht erforderlich. Insbesondere ist in einer nicht dargestellten Alternative die Verlagerungsbahn dergestalt gegenüber den Stundenpunkten entlang der Skala, oder quer dazu, versetzt, dass die Stundenpunkte nicht genau von der Verlagerungsbahn getroffen, sondern in einigem Abstand passiert werden; und in einer weiteren Alternative sind die Wellen der Verlagerungsbahn derart schief verzerrt, dass gegenüber der Skala steile Vorderflanken mit flachen Hinterflanken abwechseln oder umgekehrt. Dadurch entfallen, bei gleichmäßiger Aneinanderreihung und Ansteuerung der Anzeigeelemente, weniger oder mehr derselben auf die jeweils erste Viertelstunde jedes Stundenintervalls einhergehend mit einer entsprechend reduzierten oder gesteigerten Ablesegenauigkeit.

In den Ausführungsformen der 1 und 2 werden die Anzeigeelemente kumulativ aktiviert, indem in der ersten Tageshälfte jeweils alle Elemente vom Skalenbezugspunkt 7 bzw. 7a bis zum aktuell aktivierten Element durchleuchtet werden, so dass die aktivierten Elemente gemeinsam den Eindruck eines vom Skalenbezugspunkt 7 bzw. 7a her sich aufbauenden Lichtbalkens erzeugen. Zur Mittagszeit leuchten bzw. transmittieren alle Anzeigeelemente; die dazu erforderlichen Lichtquellen, Lichtleiter und Auswahlvorrichtungen sind unterhalb der Anzeigefläche 1 bzw. 1a innerhalb des Substrats 3 bzw. 3a angeordnet. In der zweiten Tageshälfte werden die Elemente nächst dem Skalenbezugspunkt 7 bzw. 7a sukzessive deaktiviert, so dass die weiterhin aktivierten Elemente den Gesamteindruck eines vom Skalenbezugspunkt 7 bzw. 7a her schrumpfenden Lichtbalkens ergeben.

In der Ausführungsform nach 3 ist die Skala (punktiert dargestellt) kreisrund, und die Stundenpunkte 5b haben gleiche Abstände auf diesem Kreis. In diesem Fall verläuft die Verlagerungsbahn 9b zwischen dem zuletzt passierten Stundenpunkt 5b' und dem demnächst zu passierenden Stundenpunkt 5b'' in Form einer Schleife, nämlich zunächst gerade bis über einen Kreuzungspunkt 15 hinaus, dann kreisförmig um ein Zentrum der Anzeigefläche 1b herum, und schließlich wieder gerade in der Umgebung des Kreuzungspunkts 15. Am entferntesten Punkt der Schleife erfolgt zur halben Stunde der Richtungswechsel, während der Kreuzungspunkt gerade nach 5 Minuten bzw. dann wieder 5 Minuten vor der nächsten vollen Stunde passiert wird. In der 3 ist die Verlagerungsbahn 9b der halben Stunde zwischen dem zweiten Stundenpunkt 5b' nach dem Skalenbezugspunkt 7b und dem Richtungswechselpunkt 11b durchgezogen dargestellt, die der zweiten halben Stunde zwischen dem Richtungswechselpunkt 11b und dem dritten Stundenpunkt 5b'' nach dem Skalenbezugspunkt 7b gestrichelt dargestellt. Aktiviert sind jeweils nur die Anzeigeelemente von dem zuletzt passierten Stundenpunkt 5b' und einschließlich des aktuell aktivierten Anzeigeelements. Eine Unterscheidung zwischen den Tageshälften erfolgt hier nicht. In einer Variante erfolgt eine Unterscheidung zwischen den Tageshälften dadurch, dass die Anzeigelemente in der zweiten Tageshälfte gegen den herkömmlichen Uhrzeigersinn fortlaufend aktiviert werden; wegen der asymmetrischen Form des zu jedem Zeitpunkt aktivierten Teils der Verlagerungsbahn 9b ist eine Verwechslung der beiden Tageshälften ausgeschlossen.

4 beschreibt eine Variante der Ausführung nach 3, wobei die Verlagerungsbahn 9g keinen Kreuzungspunkt aufweist, sondern zwischen zwei Skalierungspunkten 5g' und 5g'' entgegen der Umlaufrichtung der Skala einen Bogen mit einem Richtungsumkehrpunkt 11g bildet. Zur beeseren Übersicht ist in dieser Figur nur die Anzeigefläche 1g selbst ohne das diese tragende Substrat gezeigt.

In der Ausführungsform gemäß 5 beschreibt die Verlagerungsbahn 9c zwischen je zwei aufeinander folgenden Passagen von Stundenpunkten 5c einen einwärts gerichteten Bogen, der bei halber Bogenlänge einen Richtungswechselpunkt 11c aufweist. Ähnlich der Ausführungsform der 1 und 2 erfolgt hier eine kumulative Aktivierung der einzeln nicht dargestellten Anzeigeelemente derart, dass vom Skalenbezugspunkt 7c her alle seit der letzten Passage desselben aktivierten Elemente bis mittags aktiv bleiben, und danach, während der zweiten Tageshälfte, fortlaufend deaktiviert werden. Abweichend von der Ausführung nach 3 ist hier der Skalenbezugspunkt nicht an der herkömmlichen Stelle, sondern dagegen um 90° versetzt angeordnet. Übrigens ist 4 als Schemazeichnung zu verstehen; insbesondere ist in einer Variante das Verhältnis von Bogenhöhe B zu Skalenradius R größer als etwa 0,2 wie dargestellt, und beträgt beispielsweise zwischen 0,5 und 0,8, und die einzelnen Bögen sind beispielsweise Parabel- oder Hyperbelbögen. Aufeinander folgende Richtungswechsel wechseln in ihrer Orientierung ab, in dem auf einen einwärts-auswärts-Wechsel 11c ein auswärts-einwärts-Wechsel am Skalierungspunkt 5c folgt; in den Ausführungsformen nach den 1 und 2 sind die Verhältnisse ähnlich, nur dass dort auf einen rechts-links-Wechsel ein links-rechts-Wechsel folgt.

Die bislang vorgestellten Varianten sind in einer weiteren Ausführungsform dergestalt miteinander kombiniert, dass in aufeinander folgenden Stundenintervallen verschiedene Skalenvarianten und Verläufe der Verlagerungsbahn realisiert sind, entweder herstellerseitig vorgegeben oder individuell vom Benutzer programmierbar. Im letzteren Fall ist am Gehäuse eine Eingabemöglichkeit vorgesehen, etwa in Form eines Scroll- und eines Select-Schalter in Verbindung mit einem Display, welches beispielsweise auf der Anzeigefläche angeordnet ist, oder in Form einer in das Gehäuse aufgenommenen Empfangseinheit, mittels derer die Steuerung extern programmiert wird. In beiden Fällen stellt ein Menu eine Abfolge von Optionen dar, die mittels der erwähnten Schalter ausgewählt oder übersprungen werden, so dass durch die Gesamtheit der ausgewählten Optionen eine Skalenanordnung und eine Verlagerungsbahn festgelegt ist.

Die 6 und 7 zeigen beispielhafte, in dieser Weise programmierte Dot-Matrix-Anzeigeflächen 1d bzw. 1e. Die Skala (punktiert dargestellt) ist in der Ausführung der 6 kreisförmig, in der Ausführung der 7 abschnittsweise linear und nichtlinear, während die Verlagerungsbahnen 9d bzw. 9e zwischen aufeinander folgenden Skalierungspunkten 5d bzw. 5e unterschiedliche Anzahlen und Ausgestaltungen von Richtungswechseln 11d bzw. 11e, insbesondere zwischen einigen Skalierungspunkten 5e', 5e'' auch gar keine solchen aufweist. Durch die freie, d.h. nicht an geometrische Grundformen gebundene Ausgestaltung der durch die Abfolge von Skalierungspunkten 5e gebildeten Skala ist es möglich, beispielsweise die Kontur eines Symbols oder Logos anzudeuten.

Die 8 stellt ein anderes Beispiel dar, in dem die Abfolge der Skalierungspunkte 5f in stilisierter Form eine Rennstrecke, nämlich hier den Nürburgring wiedergibt. Zusätzlich zu dem dadurch erreichbaren Individualisierungseffekt ergibt sich eine relativ große Skalenlänge auf gegebener Größe der Anzeigefläche 1f. Die Ablesegenauigkeit wird noch gesteigert durch die sich von Skalierungspunkt 5f zu Skalierungspunkt (von denen nur vier dargestellt und entsprechend markanten Stellen des wirklichen Nürburgrings benannt sind) schlängelnde Verlagerungsbahn 9f, deren Gesamtlänge die Skalenlänge noch übersteigt, und die außerdem durch ihre vielfältigen Richtungswechselpunkte 11f und Skalenkreuzungspunkte die Skala in eine Vielzahl von Teilintervalle aufteilt. während die 8 eine annähernd maßstabsgerechte Wiedergabe des Nürburgrings zeigt, sind in einer nicht dargestellten Variante mit nochmals erhöhter Ablesegenauigkeit die ein- und auswärts gerichteten Streckenteile der Verlagerungsbahn gegenüber den circumferentiellen Teilen überzeichnet ausgebildet. Nicht erkennbar ist in 8 eine den Individualisierungseffekt noch steigernde Ausbildung der Anzeigefläche 1f als Relief entsprechend den tatsächlichen Höhenverhältnissen des Nürburgrings, in passender Maßstabs-Überhöhung. Erkennbar ist hier aber der unterschiedliche Abstand aufeinander folgender Skalierungspunkte in direkter Linie oder/und entlang der Verlagerungsbahn. Nicht erkennbar ist der Ausgleich dieser unterschiedlichen Abstände durch im Zeitverlauf unterschiedlich schnelles Voranschreiten der Anzeige entlang der Verlagerungsbahn, die beispielsweise wieder durch siebenhundertzwanzig (zwölf mal sechzig) nicht einzeln dargestellte Anzeigeelemente gebildet ist, ähnlich der Ausführung gemäß 2. Dieses unterschiedlich schnelle Voranschreiten, simuliert durch unterschiedliche Abstände zwischen Mittelpunkten aufeinander folgender Anzeigeelemente, ist dabei der wechselnden Geschwindigkeit von Rennfahrzeugen auf dem Nürburgring nachgestellt. Demnach wird zu jeder vollen Minute ein weiteres Anzeigeelement aktiviert; durch einen größeren Mittelpunktsabstand zwischen diesen Elementen dort, wo der stilisierte Nürburgring eine lange Gerade aufweist (Dottinger Höhe), wird der Eindruck einer schnelleren Bewegung hervorgerufen als dort, wo der stilisierte Nürburgring enge Kurven aufweist (Eschbach), und die Anzeigeelemente geringere Mittelpunktsabstände haben. Auch diese gleiche Zahl von Anzeigeelementen zwischen je zwei in gleichem Zeitabstand zu passierenden Skalierungspunkten ist in einer Variante durch unterschiedlliche Aktualisierungsintervalle ersetzt, also beispielsweise Aktualisieren nur alle zwei Minuten in "langsamen" Teilstücken unter Verzicht auf eine entsprechende Zahl von Anzeigeelementen. In einer Variante mit offener Skala repräsentiert die Verlagerungsbahn eine Skirennstrecke, beispielsweise die "Streif" in Kitzbühel.

9 erläutert in einer Querschnittsansicht, wie transparente Kristalle 21 wie z.B. Strass in eine auf dem Substrat 3h angeordnete Oberflächenschicht 25 eingefasst sind, so dass die Kristalle geringfügig aus der Anzeigefläche 1h hervorstehen. Unter den Kristallen 21 sind Leuchtdioden 23 in das Substrat 3h derart aufgenommen, dass die lichtemittierenden Teile 27 der Dioden 23 ihren Lichtkegel gerade durch die Kristalle 21 emittieren, sofern sie von der Steuerung 29 dazu angesteuert werden. In Folge des Kristallschliffs tritt eine gewisse Lichtbrechungs- und -fokussierungwirkung auf, der eine Totalreflexion an Innenflächen der Kristalle überlagert sein kann. Besonders bei Verwendung spektral breitbandiger oder weiß leuchtender Dioden ergeben sich dadurch farbige Lichtbrechungseffekte mit Schmuckwirkung. Nicht dargestellt sind Varianten, bei denen die Anzeigeelemente durch LCD-Elemente gebildet sind, oder zwischen Kristallen oder Glaskörpern und Leuchtkörpern wie den in 9 dargestellten hinsichtlich ihrer Transmission ansteuerbare LCD-Elemente angeordnet sind. Auch eine Ausführung mit hinsichtlich des durch das emittierte Licht hervorgerufenen Farbeindrucks zum Wechsel ansteuerbaren Elementen, z.B. dichroitischen Mikrospiegeln, ist nicht gesondert dargestellt. Ebenfalls ohne Abbildung ist eine Variante, bei der die Lichtzuführung zu den Kristallen oder Glaskörpern durch Lichtleiter, also z.B. Glasfasern erfolgt, wodurch die eigentlichen Lichtquellen an anderer Stelle des Substrats angeordnet sein können. Insbesondere reicht eine einzige Lichtquelle, die ihr Licht in ein Faserbündel emittiert, wobei Lichteintrittsenden der einzelnen Fasern mit ansteuerbaren LCD-Elementen ausgestattet sind, um einen individuell steuerbaren Lichtzutritt und damit auch Lichtaustritt aus dem Kristall in der Nähe des anderen Faserendes zu realisieren. In weiteren Varianten dieser Ausführungsformen sind die Kristalle durch Glasplättchen ersetzt, oder ganz weggelassen.

In 10 ist (ohne Armband) eine der in 5 dargestellten ähnliche Ausführungsform gezeigt, bei der jedoch keine Markierung der Skalierungspunkte vorgesehen ist. Die Zeitablesung ist dem Benutzer dennoch ermöglicht, da er weiß, dass die spitzen Umkehrpunkte der Verlagerungsbahn 9i die vollen Stunden markieren, die runden Umkehrpunkte 11i aber die halben Stunden.

In 11 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei der zwar eine geschlossene Skala vorliegt, die aber statt wie bei den bisher gezeigten nicht kreisförmig, sondern dreieckig ist. Außerdem ist in diesem Fall keine Armbanduhr, sondern eine Standuhr mit einem Säulenteil 31 und einem Fuß 33 dargestellt. Die Verlagerungsbahn 9j weist in diesem Fall zwischen je zwei Skalierungspunkten 5j einfache oder zweifache Richtungswechselpunkte 11j', 11j'' auf.

Die 12a und 12b schließlich zeigen einen Ausschnitt einer Ausführung, bei der die Anzeige in der Weise verlagert wird, dass eine Schleife der Verlagerungsbahn 9k verlagert wird, und auf dieser Schleife 35', 35'' wiederum ein Element besonders hervorgehoben ist, dessen Position die verstrichenen Sekunden anzeigt. Die Verlagerungsbahn 9k und die Sekundenanzeige sind dabei mit unterschiedlichen Helligkeiten oder in unterschiedlichen Farben hervorgehoben. Alternativ ist nur die Schleife 35', 35'' der Verlagerungsbahn 9k mit Ausnahme des die Sekunde anzeigenden Punktes aktiviert. Zu einem früheren Zeitpunkt (in 12a dargestellt) befindet sich die Schleife 35' der Verlagerungsbahn 9k in dem Abschnitt zwischen dem früheren (unteren) Skalierungsspunkt und dem Richtungswechselpunkt 11k; zu einem späteren Zeitpunkt (in 12b dargestellt) befindet sich die Schleife 35'' der Verlagerungsbahn 9k in dem Abschnitt zwischen dem Richtungswechselpunkt 11k und dem späteren (oberen) Skalierungsspunkt 5k. Zu jeder vollen Minute rückt die Schleife 35', 35'' als Ganzes ein Stückchen weiter hin zu dem späteren Skalierungspunkt 5k. Während jeder Minute wird zu jeder Sekunde ein besonders heller oder dunkler (oder farblich abgesetzter) Lichtpunkt auf der Schleife 35', 35'' ein Stückchen weiter verlagert, so dass nach Ablauf der Minute dieser Lichtpunkt gerade die Länge der Schleife durchmessen hat. Diese Ausführung wird insbesondere mit derjenigen nach 10 kombiniert.

Die in den Figuren dargestellten Beispiele beziehen sich insbesondere auf Armbanduhren; jedoch ist auch die Verwendung in Taschenuhren, Halsketten, Kravattennadeln, Broschen etc. sowie Nachttisch- und Reiseuhren inbegriffen, und auch die Verwendung in Standuhren, Lampenuhren, Monitoren und Gebäudeuhren.

Die in den Figuren dargestellten Beispiele beziehen sich ferner auf Zeitanzeigen; allerdings ist das vorgeschlagene Anzeigekonzept ebenso auf Füllstandsmengen, (Flug-)Höhen oder dergleichen anwendbar, insofern jeweils ein Wertebereich einer Variablen als nichtlineare Strecke, im Vorstehenden "Verlagerungsbahn" genannt, in einer (nicht unbedingt planen) Anzeigefläche dargestellt wird, wobei insbesondere abwechselnd aufeinander folgende Schwenks der Verlagerungsbahn die Ablesegenauigkeit erhöhen. Die Gesamtlänge der Verlagerungsbahn übersteigt die Skalenlänge insbesondere um wenigstens 5%, bevorzugt wenigstens 25%, besonders bevorzugt wenigstens 100%.


Anspruch[de]
  1. Analog-Anzeiger zum Anzeigen eines Variablenwertes, insbesondere zum Anzeigen einer Zeit, umfassend:

    – ein Substrat, enthaltend eine Anzeigefläche;

    – eine auf der Anzeigefläche angeordnete Skala mit einem Skalenbezugspunkt und von dem Skalenbezugspunkt beabstandeten Skalierungspunkten;

    – Mittel zur visuellen Hervorhebung diskreter Punkte der Anzeigefläche zur Bereitstellung einer bezüglich des Skalenbezugspunkts in einer ersten Verlagerungskoordinate der Anzeigefläche und bezüglich der Skala in einer zweiten Verlagerungskoordinate der Anzeigefläche verlagerbaren Anzeige; und

    – eine Steuerung zum Ansteuern der Hervorhebungsmittel zum Verlagern der Anzeige in Abhängigkeit von einem Wert der Variablen, insbesondere der Zeit,

    wobei die Hervorhebungsmittel ausgebildet sind, um

    a) bei der Verlagerung der Anzeige in einer ersten Verlagerungsrichtung der ersten Verlagerungskoordinate die Anzeige in jeweils gleichen ersten Variablenwertabständen, insbesondere in gleichen ersten Zeitabständen aufeinanderfolgende Skalierungspunkte passieren zu lassen; und

    b) bei der Verlagerung der Anzeige in der zweiten Verlagerungskoordinate eine zweite Verlagerungsrichtung in zweiten Variablenwertabständen, insbesondere in zweiten Zeitabständen zu wechseln, wobei zwischen zwei direkt aufeinanderfolgenden Passagen von Skalierungspunkten wenigstens ein Wechsel der zweiten Verlagerungsrichtung erfolgt.
  2. Analog-Anzeiger nach Anspruch 1, wobei die Hervorhebungsmittel eine Mehrzahl von ansteuerbaren Anzeigeelementen umfassen, wobei die Anzeigeelemente ausgebildet sind zu wenigstens einem ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:

    Licht-Aussenden, Licht-Reflektieren, Licht-Transmittieren und Farbwechseln,

    und wobei die Steuerung dazu ausgebildet ist, einen Querschnitt eines von den Anzeigeelementen bereitgestellten visuell erfassbaren Lichtstrahlenbündels quer zur Lichtstrahlrichtung zu verlagern.
  3. Analog-Anzeiger nach Anspruch 2, wobei die Steuerung dazu ausgebildet ist, die Ansteuerung der Anzeigeelemente in dritten Variablenwertabständen zu ändern, wobei die dritten Variablenwertabstände kleiner sind als die zweiten Variablenwertabstände.
  4. Analog-Anzeiger nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die erste Verlagerungskoordinate linear oder kurvilinear ist.
  5. Analog-Anzeiger nach Anspruch 4, wobei die zweite Verlagerungskoordinate zu der ersten Verlagerungskoordinate quer, insbesondere senkrecht angeordnet ist, so dass eine Verlagerungsbahn der Anzeige zickzackförmig oder wellenförmig, insbesondere annähernd sinusoidal ist.
  6. Analog-Anzeiger nach Anspruch 5, wobei die Verlagerungsbahn der Anzeige symmetrisch zur Skala ist.
  7. Analog-Anzeiger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die erste Verlagerungskoordinate in sich geschlossen, insbesondere kreisförmig, oval, elliptisch, dreieckig, quadratisch, rechteckig oder polygonal ist.
  8. Analog-Anzeiger nach Anspruch 7, wobei die zweite Verlagerungskoordinate im Wesentlichen radial ist, so dass eine Verlagerungsbahn der Anzeige ringförmig-undulierend oder sternförmig ist.
  9. Analog-Anzeiger nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei die Skala so angeordnet ist, dass sie von der Verlagerungsbahn gekreuzt wird.
  10. Analog-Anzeiger nach einem der Ansprüche 5 bis 9, wobei die Verlagerungsbahn so angeordnet ist, dass sie wenigstens einen Kreuzungspunkt aufweist.
  11. Analog-Anzeiger nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die zweiten Variablenwertabstände gleich sind oder/und die ersten Variablenwertabstände ein Mehrfaches, insbesondere ein Doppeltes, Vierfaches, Sechsfaches oder Zwölffaches der zweiten Variablenwertabstände betragen.
  12. Analog-Anzeiger nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine Verlagerungsbahn der Anzeige zwischen einem Richtungswechsel und der darauffolgenden Passage eines Skalierungspunkts eine erste Bahnlänge aufweist, und zwischen der Passage des Skalierungspunkts und dem darauffolgenden Richtungswechsel eine zweite Bahnlänge aufweist, wobei die erste Bahnlänge größer oder kleiner als die zweite Bahnlänge ist.
  13. Analog-Anzeiger nach Anspruch 12, wobei die erste Bahnlänge in einem ersten Zeitunterabschnitt durchmessen wird, und die zweite Bahnlänge in einem zweiten Zeitunterabschnitt durchmessen wird, und eine Dauer des ersten Zeitunterabschnitts gleich der Dauer des zweiten Zeitunterabschnitts ist.
  14. Analog-Anzeiger nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Hervorhebungsmittel eine Dot-Matrix oder ein TFT-Display umfassen.
  15. Analog-Anzeiger nach Anspruch 14, ferner umfassend Eingabemittel zum Programmieren der Dot-Matrix bzw. des TFT-Displays
  16. Analog-Anzeiger nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Hervorhebungsmittel eine Mehrzahl von Kristallen umfassen.
  17. Analog-Anzeiger nach Anspruch 16, wobei die Kristalle jeweils ansteuerbar sind, um Licht auszusenden, zu reflektieren oder zu transmittieren oder eine Farbe zu wechseln.
  18. Analog-Anzeiger nach Anspruch 16 oder 17, wobei die Hervorhebungsmittel ansteuerbar sind, um Licht durch ausgewählte der Kristalle zu transmittieren.
  19. Analog-Anzeiger nach einem der Ansprüche 1 bis 18, wobei die Anzeigefläche dreidimensional geformt, insbesondere ein- oder mehrfach gekrümmt oder/und gewinkelt ist.
  20. Analog-Anzeiger nach einem der Ansprüche 1 bis 19, wobei die Hervorhebungsmittel ein mechanisch verlagerbares Zeigerelement und eine Sichtblende umfassen.
  21. Analog-Anzeigeverfahren zum Anzeigen eines Wertes einer Variablen, insbesondere Zeitanzeigeverfahren, umfassend:

    Visuelles Hervorheben diskreter Punkte einer Anzeigefläche eines Substrats zum Verlagern einer Anzeige in Abhängigkeit von dem Variablenwert, insbesondere der Zeit

    a) in einer ersten Verlagerungskoordinate bezüglich eines Skalenbezugspunkts einer Skala, so dass die Anzeige entlang einer ersten Verlagerungsrichtung der ersten Verlagerungskoordinate in gleichen ersten Variablenwertabständen, insbesondere gleichen ersten Zeitabständen aufeinanderfolgende Skalierungspunkte der Skala passiert, und

    b) in einer zweiten Verlagerungskoordinate bezüglich der Skala, und dabei Wechseln einer zweiten Verlagerungsrichtung der zweiten Verlagerungskoordinate in zweiten Variablenwertabständen, insbesondere zweiten Zeitabständen zwischen zwei direkt aufeinanderfolgenden Passagen von Skalierungspunkten.
  22. Analog-Anzeigeverfahren nach Anspruch 21, wobei das Bereitstellen der Anzeige durch die Hervorhebungsmittel eines oder mehrere aus der Gruppe bestehend aus:

    Aussenden, Reflektieren, Transmittieren und Farbwechseln

    von Licht durch Anzeigeelemente umfasst, so dass ein Querschnitt eines Lichtstrahlenbündels in Abhängigkeit von dem Variablenwert quer zur Lichtstrahlrichtung verlagert wird.
  23. Analog-Anzeigeverfahren nach Anspruch 22, wobei die Anzeigeelemente in dritten Variablenwertabständen, die kleiner sind als die zweiten Variablenwertabstände, wechselnd angesteuert werden.
  24. Analog-Anzeigeverfahren nach Anspruch 23, wobei beim Wechseln eine in Abhängigkeit von dem Variablenwert variierende Zahl von Anzeigeelementen zum Aussenden, Reflektieren, Transmittieren bzw. Farbwechseln von Licht angesteuert wird.
  25. Analog-Anzeigeverfahren nach Anspruch 23, wobei beim Wechseln wenigstens ein jeweils anderes Anzeigeelement zum Aussenden Reflektieren, Transmittieren bzw. Farbwechseln von Licht angesteuert wird.
  26. Analog-Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25, ferner umfassend das zusätzliche Anzeigen einer Repräsentation des dem letzten Ansteuerungswechsel entsprechenden Variablenwert.
  27. Analog-Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 26, wobei die Anzeige in der ersten Verlagerungskoordinate bezüglich des Skalenbezugspunkts linear oder kurvilinear verlagert wird.
  28. Analog-Zeitanzeigeverfahren nach Anspruch 27, wobei die Anzeige in der zweiten Verlagerungskoordinate quer, insbesondere senkrecht zur ersten Verlagerungskoordinate verlagert wird, so dass eine von der Anzeige beschriebene Verlagerungsbahn zickzackförmig oder wellenförmig, insbesondere annähernd sinusoidal ist.
  29. Analog-Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 26, wobei die Anzeige in der ersten Verlagerungskoordinate bezüglich des Skalenbezugspunkts geschlossen, insbesondere kreisförmig, oval, elliptisch, dreieckig, quadratisch, rechteckig oder polygonal verlagert wird.
  30. Analog-Anzeigeverfahren nach Anspruch 29, wobei die Anzeige in der zweiten Verlagerungskoordinate im Wesentlichen radial verlagert wird, so dass eine von der Anzeige beschriebene Verlagerungsbahn sternförmig oder ringförmig-undulierend ist.
  31. Analog-Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 30, wobei die Verlagerungsbahn die Skala oder/und sich selbst kreuzt.
  32. Analog-Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 31, wobei die Verlagerung der Anzeige zwischen einem Richtungswechsel und der darauffolgenden Passage eines Skalierungspunkts um eine erste Bahnlänge erfolgt, und zwischen der Passage des Skalierungspunkts und dem darauffolgenden Richtungswechsel um eine zweite Bahnlänge erfolgt, wobei die erste Bahnlänge größer oder kleiner als die zweite Bahnlänge ist.
  33. Analog-Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 32, wobei die Verlagerung zwischen einem Richtungswechsel und der darauffolgenden Passage eines Skalierungspunkts mit einer ersten Verlagerungsgeschwindigkeit erfolgt, und zwischen der Passage des Skalierungspunkts und dem darauffolgenden Richtungswechsel mit einer zweiten Verlagerungsgeschwindigkeit erfolgt, wobei die erste Verlagerungsgeschwindigkeit größer oder kleiner als die zweite Verlagerungsgeschwindigkeit ist.
  34. Analog-Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 33, ferner umfassend das zusätzliche Anzeigen einer Repräsentation des dem zuletzt passierten Skalierungspunkt entsprechenden Variablenwerts.
  35. Analog-Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 34, wobei das Verlagern der Anzeige ein mechanisches Verlagern eines Zeigerelements umfasst.
  36. Verwendung des Analog-Anzeigers nach einem der Ansprüche 1 bis 20 in einem Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 35, wobei das Substrat, die Anzeigefläche oder/und die Skala ganz oder teilweise eine Darstellung eines Symbols, einer Marke oder eines Logos bildet.
  37. Verwendung des Analog-Anzeigers nach einem der Ansprüche 1 bis 20 in einem Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 35, wobei das Substrat, die Anzeigefläche oder/und die Skala ganz oder teilweise eine Darstellung einer Rennstrecke, eines Golf-Parcours oder eines Reit-Parcours bildet.
  38. Verwendung des Analog-Anzeigers nach einem der Ansprüche 1 bis 20 in einem Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 35, wobei die Skala und die Verlagerungsbahn ganz oder teilweise eine geschlossene oder offene Bewegungsstrecke repräsentiert.
  39. Verwendung des Analog-Anzeigers nach einem der Ansprüche 1 bis 20 in einem Anzeigeverfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 35, wobei die Verlagerungsbahn ganz oder teilweise eine Umrissdarstellung eines geometrisch unregelmäßig geformten Objekts oder Bildes bildet.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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