PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005054117A1 08.06.2006
Titel Verrutschsicherung für Schlagzeuginstrumente
Anmelder Schoop, Edgar, Dipl.-Ing. (FH), 50823 Köln, DE
Erfinder Schoop, Edgar, Dipl.-Ing. (FH), 50823 Köln, DE
DE-Anmeldedatum 12.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005054117
Offenlegungstag 08.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2006
IPC-Hauptklasse G10G 5/00(2006.01)A, F, I, 20051112, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G10D 13/00(2006.01)A, L, I, 20051112, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Der technischen Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Sitz bzw. Hocker und Instrument oder Instrumententeilen herzustellen, wodurch das Verrutschen des Instrumentes verhindert wird.

Beim Bespielen eines Schlagzeuges übt der Mensch Kräfte auf das Instrument oder Instrumententeile aus, die dazu führen, dass sich das Instrument oder Instrumententeile aus seiner/ihrer Position vom Menschen weg bewegt. Dabei sitzt der Mensch auf einem Hocker bzw. Sitz. Wird nun eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Sitz und Schlagzeug oder Schlagzeugteilen hergestellt, ist damit das Verrutschen des Instrumentes ausgeschlossen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kraft F1, die der Mensch auf das Schlagzeug oder Schlagzeugteile ausübt, verglichen mit der Gewichtskraft Fn, die der Mensch auf den Sitz ausübt, gering ist. F1 << Fn Fn = m·g (Körpergewicht·Erdbeschleunigung)

Somit ist sichergestellt, dass der Spieler nicht vom Sitz rutscht.

Die Verrutschsicherung für Schlagzeuginstrumente, wie in 1 dargestellt, besteht im Wesentlichen aus einem Fuß mit Steckbolzen oder Steckhülse, welcher die Verbindung mit dem Sitz herstellt. Darüber hinaus besitzt der Fuß eine Befestigung zur Aufnahme eines oder mehreren, in der Länge verstellbaren, Band/Gurt und/oder starren Verbindung. An dessen anderem Ende befindet sich wiederum eine Vorrichtung zur Verbindung mit dem Instrument oder Instrumententeilen in Form von Klemm-/Schraub- oder Klett-/Knot-/Knopf-Verbinder, dem Bass-Drum-Verbinder oder auch einem Fußpad, auf welches Instrumententeile gestellt werden.

Zur Verbindung der Verrutschsicherung für Schlagzeuginstrumente mit dem Sitz/Hocker besitzt diese einen Fuß mit einem Steckbolzen, welcher von unten in das Sitzrohr eingeführt wird. Anstelle des Steckbolzens kann auch eine Steckhülse wie in 5 dargestellt, verwendet werden, in welche das Sitzrohr hinein gestellt wird. Die Steckhülse umfasst dann das Sitzrohr von außen.

Der in 4 dargestellt Steckbolzen ist so ausgeführt, dass er sich nach oben hin konisch verjüngt, wodurch erreicht wird, dass er in Sitzrohre mit unterschiedlichen Innendurchmessern eingeführt werden kann. Der Abstand des Sitzrohres zum Boden ist im Allgemeinen am Sitz einstellbar. Manche Sitzrohre sind so ausgeführt, dass im unteren Teil ein Quersteg eingebracht ist. In der vorteilhaften Ausführung des Steckbolzens ist daher eine Längsnut von oben so eingebracht, dass dieser auch in Sitzrohre mit Quersteg eingeführt werden kann.

Steckbolzen oder Steckhülse sind auf dem Fuß montiert. Der Fuß besitzt, wie in 2 dargestellt eine mittige Bohrung, so dass der Steckbolzen oder Steckhülse einfach mittels Schraube auf dem Fuß aufgeschraubt werden kann. Die im Fuß befindliche Bohrung ist so ausgeführt, dass der Schraubenkopf von unten versenkt werden kann. Entsprechend besitzt der Steckbolzen bzw. die Steckhülse eine von unten eingelassen Bohrung mit Innengewinde. Je nach Fertigungsmethode kann der Steckbolzen bzw. die Steckhülse auch mit dem Fuß verschweißt sein oder der Fuß mit Steckbolzen/Steckhülse gar aus einem Stück gefertigt/gegossen werden.

Der Fuß kann in unterschiedlichen Formen ausgeführt sein. Er besitzt dabei einen Befestigungsring zur Aufnahme eines oder mehreren Band/Gurt und/oder starren Verbindung. Ist der Fuß beispielsweise kreisförmig ausgeführt, so kann die Aufgabe der Befestigung eines oder mehreren Band/Gurtes und/oder starren Verbindungen durch eine über den Halbkreis des Fußes verlaufende Aussparung, die an einer Seite offen ist, realisiert werden. Dabei wird Band/Gurt und/oder starre Verbindung einfach in diese Aussparung eingehangen. Diese Technik kann bei verschiedenen Fußformen Anwendung finden.

Band/Gurt und/oder starre Verbindung, wie in 1 und 2 dargestellt, sind in der Länge verstellbar, so dass unterschiedliche Abstände zwischen Hocker und Instrument oder Instrumententeilen individuell eingestellt werden können. Die Längenverstellung kann beispielsweise durch einen Klettverschluss oder eine Schnalle realisiert werden.

Band/Gurt und/oder starre Verbindung können je nach Ausführung, weitere Befestigungsringe zur Verbindung mit weitern Band/Gurt und/oder starre Verbindung besitzen (siehe 2).

An dem zum Instrument gerichteten Ende des Band/Gurt und/oder starren Verbindung sind den Anforderung entsprechende Befestigungsmöglichkeiten zur Verbindung mit dem Instrument oder Instrumententeilen angebracht. Im Einzelnen sind dies:

1 Klemm-/Schraub-Verbinder (7) zum Befestigen am Trommelkessel oder dem Spannring des Trommelfels oder auch der Fußmaschine.

1 Klett-/Knot-/Knopf-Verbinder (7.1) zur Befestigung mit weiteren Instrumententeilen durch kletten, knoten oder knöpfen.

6 Bass-Drum-Verbinder (8) zum Einhacken in den Fell-Spannreifen der Bass-Drum

7 Fußpad (9) zum Aufstellen von Instrumententeilen, wie Fußmaschinen, HiHat usw. insbesondere auch bei E-Drums.

Der Bass-Drum-Verbinder ist an seinem schmalen Ende so geformt, dass er in den Fell-Spannreifen der Bass-Drum eingehangen werden kann. An seinem breiteren Ende befindet sich eine halbmondförmige Aussparung zur Verbindung mit Band/Gurt oder starrem Verbinder. Aufgrund der Halbmondform ist es möglich, dass der Bass-Drum-Verbinder auch in einer nicht lotrechten Position zur Mitte des Fußes der Verrutschsicherung für Schlagzeuginstrumente ausgerichtet werden kann.

Das Fußpad ist typischer Weise aus einer Gummimatte oder einem ähnlichen Material mit hoher Reibung gegen Verrutschen und guten Dämpfungseigenschaften gegenüber Trittschall gefertigt. Es ist Trapezförmig, kann jedoch in beliebig anderen Formen ausgeführt sein. An dem breiten Ende befinden sich ein flacher Quersteg oder mehrere über die Länge verteilte Anschlagsbolzen. Der Quersteg oder die Anschlagsbolzen dienen dem Instrumententeil, zum Beispiel einer Fußmaschine, als Anschlag, so dass diese nicht vom Fußpad abrutschen können. In einer vorteilhaften Ausführung können der Quersteg oder die Anschlagsbolzen angeschraubt werden. Dabei sind in das Fußpad Löcher eingebracht. In einer wiederum vorteilhaften Ausführung sind diese Löcher so ausgeführt, dass der Schraubenkopf der Schraube nach Bedarf beidseitig versenkt werden kann. Dies ermöglicht, dass bei beliebig gestalteten Form des Fußpads, dieses für Links- oder Rechtsfüßler umgedreht werden kann.

Am schmalen Ende des Fußpads befindet sich eine halbmondförmige Aussparung, wie bereits beim Bass-Drum-Verbinder beschrieben. Je nach verwendetem Material empfiehlt es sich die schmale Seite des Fußpads bzw. die Lasche zu verstärken.


Anspruch[de]
  1. Die Verrutschsicherung für Schlagzeuginstrumente (1), gekennzeichnet durch einen Fuß (2), einem Steckbolzen (3) oder Steckhülse (4), Band/Gurt und/oder starren Verbindung (5), ggf. mit separatem Befestigungsring (6) und Klemm-/Schraub und/oder Klett-/Knot-/Knopfverbinder (7) und/oder Bass-Drum-Verbinder (8) und/oder Fußpad (9).
  2. Fuß (2) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Befestigungsring (2.1), der als weiterer Bestandteil oder integrierte Lösung des Fußes ausgeführt sein kann.
  3. Fuß (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Bohrung (2.2) zur Aufnahme einer Schraube oder eines Stiftes mit Vertiefung (2.3) zur Versenkung des Schraubenkopfes von unten.
  4. Steckbolzen (3) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Bohrung von unten (3.1) zur Aufnahme des Stiftes oder mit Innengewinde zur Aufnahme einer Schraube.
  5. Steckbolzen (3) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine nach oben hin verlaufenden, konischen Verjüngung (3.2).
  6. Steckbolzen (3) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine in der vorteilhaften Ausführung von oben eingelassenen Längsnut (3.3).
  7. Steckhülse (4) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Bohrung (4.1) ausgeführt nach Anspruch 4.
  8. Steckhülse (4) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine sich nach oben hin öffnende Rohrmündung (4.2) zur Aufnahme des Sitzrohres.
  9. Band/Gurt und/oder starre Verbindung (5) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die Möglichkeit zum Anbringen weiterer Befestigungsringe (6).
  10. Band/Gurt und/oder starre Verbindung (5) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die Möglichkeit der Längenverstellung (5.1).
  11. Band/Gurt und/oder starre Verbindung (5) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die Möglichkeit zur Befestigung von Klemm-/Schraub-Verbinder (7) oder Klett-/Knot-/Knopf-Verbinder (7.1) oder Bass-Drum-Verbinder (8) oder Fußpad (9).
  12. Befestigungsring (6) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die Möglichkeit zur Aufnahme weiterer Bänder/Gurt und/oder starren Verbindungen (5).
  13. Klemm-/Schraub-Verbinder (7) und/oder Klett-/Knot-/Knopf-Verbinder (7.1) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die Eigenschaft des Verbindens mit dem Instrument bzw. Instrumententeilen durch klemmen, schrauben, kletten, knoten oder knöpfen.
  14. Bass-Drum-Verbinder (8) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die Formgebung (8.1) zum Einhacken am Fell-Spannreifen der Bass-Drum.
  15. Bass-Drum-Verbinder (8) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine halbmondförmige Aussparung (8.2) zur Aufnahme des Bandes/Gurt oder starren Verbindung oder einer Klemm-/Schraub-/Knopfverbindung.
  16. Fußpad (9) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ausführung aus einem Material mit günstigen Haftreibungseigenschaften, sowie guten Eigenschaften zur Absorbierung von Trittschall.
  17. Fußpad (9) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine halbmondförmige Aussparung (9.1) ausgeführt nach Anspruch 15.
  18. Fußpad (9) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Quersteg (9.2) oder mehreren Anschlagsbolzen.
  19. Fußpad (9) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen in der vorteilhaften Ausführung durchgeführten Material-Verstärkung im Bereich der halbmondförmigen Aussparung (9.1).
  20. Fußpad (9) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch Bohrungen (9.3) zur Aufnahme einer Schraube oder eines Stiftes ggf. von beiden Seiten mit Vertiefung (9.4) zur Versenkung des Schraubenkopfes.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com