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Dokumentenidentifikation DE112004001506T5 08.06.2006
Titel Breitbandige, doppelt polarisierte Basistationsantenne für optimale Horizontal-Strahlungsmuster und variable Vertikal-Strahlbündelneigung
Anmelder Andrew Corp., Orland Park, Ill., US
Erfinder Kevin, Le, Winnsboro Court, Tex., US;
Meyer, Louis J., Shady Shores, Tex., US
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 112004001506
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, EP, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG
WO-Anmeldetag 19.03.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/US2004/008412
WO-Veröffentlichungsnummer 2005062428
WO-Veröffentlichungsdatum 07.07.2005
Date of publication of WO application in German translation 08.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2006
IPC-Hauptklasse H01Q 21/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01Q 1/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01Q 3/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01Q 3/30(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
PRIORITÄTSBEANSPRUCHUNG

Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der vorläufigen US-Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 60/484 688 mit dem Titel "Balun Antenna With Beam Director" vom 3. Juli 2003, deren Lehre hier durch Bezugnahme inkorporiert ist.

GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Antennen, insbesondere von doppelt polarisierten Basisstationsantennen für Funkübertragungssysteme.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Mobile Funkübertragungsnetzwerke werden im Hinblick auf die zunehmenden Funkverkehrsanforderungen an die Netzwerke, die ausgedehnten Bedienungsgebiete für den Dienst und die neuen entwickelten Systeme in zunehmendem Maß weiterentwickelt und verbessert. Zellulare Kommunikationssysteme haben ihren Namen daher, dass eine Mehrzahl von Antennensystemen, die jeweils einen Sektor oder einen Bereich, der üblicherweise als Zelle bezeichnet wird, so implementiert ist, dass eine Abdeckung für einen größeren Bedienungsbereich erreicht wird. Die kollektiven Zellen bilden den gesamten Bedienungsbereich für ein spezielles Funk-Kommunikationsnetzwerk.

Jede Zelle wird durch ein Antennen-Array und zugehörige Schalter versorgt, welche die Zelle in das Gesamt-Kommunikationsnetzwerk einbinden. Typischerweise ist das Antennen-Array in Sektoren aufgeteilt, wobei jede Antenne einen ihr zugehörigen Sektor bedient. Beispielsweise können drei Antennen eines Antennensystems drei Sektoren bedienen, die jeweils einen Abdeckungsbereich von etwa 120° besitzen. Solche Antennen sind typischerweise vertikal polarisiert und haben ein gewisses Maß an Abwärtsneigung (downtilt), der zufolge das Strahlungsmuster der Antenne etwas nach unten in Richtung der von den Verbrauchern benutzten Handgeräte weist. Diese gewollte Abwärtsneigung ist häufig eine Funktion des Geländes oder anderer geografischer Besonderheiten. Allerdings ist die optimale Ausprägung dieser Abwärtsneigung nicht immer vor der tatsächlichen Installierung und vor dem Testen vorhersagbar. Deshalb gibt es stets das Erfordernis einer einsatzspezifischen Einstellung jeder Antennen-Abwärtsneigung bei der Installation der Antenne. Typischerweise können zellulare System hoher Kapazität innerhalb einer Zeitspanne von 24 Stunden eine Neuoptimierung erfordern. Darüber hinaus wünschen Verbraucher Antennen mit dem höchsten Gewinn für eine gegebene Größe bei sehr geringer Intermodulation (IM). Somit kann der Verbraucher bestimmen, welche Antenne für eine gegebene Netzwerk-Implementierung am besten geeignet ist.

Es ist ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung, ein doppelt polarisiertes Antennen-Array mit optimierten Horizontalebenen-Strahlungsmustern anzugeben, insbesondere ist die vorliegende Erfindung dazu ausgelegt, in einer Art und Weise abzustrahlen, die das horizontale Strahl-Front-Seiten-Verhältnis (20 dB Minimum) maximiert und außerdem das horizontale Strahl-Vor-Rück-Verhältnis (typischerweise 40 dB) maximiert.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines doppelt polarisierten Antennen-Arrays, welches in der Lage ist, in einem erweiterten Frequenzbereich (23% Bandbreite) zu arbeiten.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines doppelt polarisierten Antennen-Arrays, welches in der Lage ist, einstellbare Vertikalebenen-Strahlungsmuster zu erzeugen.

Ein weiteres Ziel ist die Schaffung einer Antenne mit einer verbesserten Port-zu-Port-Entkopplung (Minimum 30 dB).

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Antennen-Arrays mit einer optimierten Kreuzpolarisationsleistung (Minimum 10 dB Co-pol-Cross-pol-Verhältnis im horizontalen Sektor von 120°).

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Antennen-Arrays mit einer Horizontalmuster-Strahlbreite von 59° bis 72°.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer doppelt polarisierten Antenne mit hohem Gewinn.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Antennen-Arrays mit minimierter Intermodulation.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Antennen-Arrays mit optimierter aerodynamischer Form zur Reduzierung von Windbelastungseffekten und zur Reduzierung von Strahlungsmusterverzerrung.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer billigen Antenne.

Diese und weitere Ziele der Erfindung werden erreicht durch ein verbessertes Antennen-Array zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Wellen mit einer linearen Polarisation von +45° und –45°.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung erzielt technische Vorteile in Form einer eine variable Strahlbündelneigung aufweisenden, doppelt polarisierten Antenne mit einem optimierten Horizontal-Strahlungsmuster.

Die Ausgestaltung des Antennen-Arrays besteht aus einer hoch entwickelten mehrlagigen Masseplattenstruktur, zwei polarisierten Yagi-Abstrahlelementen und einem Hybrid-Zuspeisungsnetzwerk, bestehend aus einer Schaltungsplatine (PCB), Mikrostreifenleitungs-Phasenschiebern, Koaxialkabel-Übertragungsleitungen und dielektrischen Luft-Mikrostreifenleitungs-(airstrip-) Übertragungsleitungen.

Die mehrlagige Masseplattenstruktur verbessert drastisch die Horizontalebenen-Strahlungsmuster. Bauliche Merkmale sorgen für ein gesteigertes Horizontalmuster-Vor-Rück-Verhältnis, was außerdem den Horizontalmuster-Strahlsquint verringert. Insbesondere setzt sich die Masseplattenstruktur zusammen aus individuellen Unterstrukturen, die zur Schaffung einer speziellen Geometrie aneinander befestigt sind. Die Unterstrukturen werden vorzugsweise aus entweder einer Aluminiumlegierung oder einer Messinglegierung hergestellt. Aluminium ist die bevorzugte Legierung aufgrund ihres großen Festigkeits-Gewichts-Verhältnisses und sehr geringer Kosten, während die Messinglegierung in solchen Anwendungen angezeigt ist, in denen elektrische Verbindungen durch Löten hergestellt werden. Pfannenförmige Träger orientieren die Mittelachse des Elementenmusters um 4° in Richtung nach unten, wobei es sich um den Mittelpunkt des Array-Neigungsbereichs handelt. Der maximale Squint-Pegel stimmt mit der um 4° nach unten geneigten Lage der Mittelachse statt der 8° betragenden Mittelachsenneigung überein. Die maximalen Horizontalstrahl-Squint-Werte sind auf 5° reduziert, was im Hinblick auf die Betriebsbandbreite des Arrays und den Neigungswinkel äußerst erwünscht ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine perspektivische Ansicht einer doppelt polarisierten Antenne mit einer mehrlagigen Masseplattenstruktur gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

2 ist eine perspektivische Ansicht einer mehrlagigen Masseplattenstruktur mit davon entfernten Dipolelementen sowie mit entfernten Schalenelement-Halterungen zur Darstellung der stufenförmigen Anordnung der Masseplatten;

3 ist eine perspektivische Ansicht eines Yagi-Elemente aufweisenden Dipolelements;

4 ist eine Rückansicht einer Elementenschale, welche die Ausgestaltung des Mikrostreifenleitungs-Phasenschiebers zeigt, der dazu dient, jedes Paar von Abstrahlelementen zu speisen;

5 ist eine grafische Darstellung, die das durch die vorliegende Erfindung erreichte ausgeprägte Roll-off-Strahlungsmuster im Vergleich zu einem typischen Dipol-Strahlungsmuster zeigt;

6 ist eine Rückansicht einer doppelt polarisierten Antenne unter Darstellung des Kabel-Zuspeisenetzwerks, wobei jeder Mikrostreifenleitungs-Phasenschieber eine der anders polarisierten Antennen speist; und

7 ist eine perspektivische Ansicht der doppelt polarisierten Antenne mit einem HF-Absorber, der dazu dient, eine mögliche HF-Strahlung von den Phasenschieber-Mikrostreifenleitungen abzuhalten, um zu verhindern, dass es zu einer HF-Strom-Kopplung in den jeweils anderen Phasenschiebern kommt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

1 zeigt allgemein bei 10 eine breitbandige doppelt polarisierte Basisstationsantenne mit einem optimierten Horizontal-Strahlungsmuster und mit außerdem einer variablen Vertikal-Strahlungsbündelneigung. Die Antenne 10 enthält gemäß Darstellung eine Mehrzahl von Elementenfächern 12, in denen Yagi-Dipolantennen 14 in Form von Dipolpaaren 16 angeordnet sind. Jedes der Elementenfächer 12 ist in Form einer Treppenstufe angeordnet und wird abgestützt von einem Paar Fachträgern 20. Die dargestellten Elementenfächer 12 und Fachträger 20 sind innerhalb eines Außenbehälters 22 derart befestigt, dass sich zwischen den Fachträgern 12 und den Seitenwänden des Behälters 22 eine sich in seitlicher Richtung erstreckende Lücke befindet, wie aus den 1 und 2 hervorgeht. Jedes Elementenfach 12 besitzt eine Oberseite, die eine Masseplatte für das zugehörige Dipolpaar 16 definiert, und besitzt oben mit Abstand angeordnet ein zugehöriges dielektrisches Luft-Zuspeisenetzwerk 30 zum Speisen jeder der Dipole 14 der Paare 16 gemäß Darstellung. Mehrere elektrisch leitende bogenförmige Streifen 26 erstrecken sich zwischen den Wänden des Behälters 22, um einerseits der Antenne 10 Stabilität zu verleihen und außerdem die Entkopplung zwischen den Dipolen 14 zu verbessern.

Nunmehr auf 2 Bezug nehmend, ist dort eine perspektivische Ansicht der Elementenfächer 12 mit der Seitenwand eines Fachträgers 20 und des Behälters 22 in teilweise weggeschnittener Weise dargestellt, um die treppenstufenförmige Anordnung der Fachelemente 12 darzulegen. Jedes Fachelement 12 ist derart stufenförmig angeordnet, dass das Dipolelement 14 mit der Strahlungsmuster-Mittelachse um 4° nach unten geneigt orientiert ist, wobei es sich um den Mittelpunkt des einstellbaren Array-Neigungsbereichs handelt. Der maximale Squint-Wert der Antenne 10 steht in Einklang mit der 4° betragenden Abwärtsneigung der Mittelachse, anstelle der 8° betragenden Versetzung der Mittelachse. Erfindungsgemäß sind die maximalen Horizontalstrahl-Squint-Werte gegenüber herkömmlichen Ausgestaltungen auf 5° reduziert, was im Hinblick auf die große Betriebsbandbreite und den Neigungsbereich des Arrays äußerst wünschenswert ist.

Wie dargestellt, erstreckt sich ein Paar integraler Teiler-Träger 37 oberhalb des Fachelements 12. (In 2 gezeigte) Teiler 32 besitzen einen Zinken, der sich nach oben durch eine zugehörige Öffnung 34 in dem Elementenfach 12 erstreckt und für eine starke mechanische Verbindung von einer dielektrischen Kabel-Luft-Mikrostreifenladung 16 zu einem auf einer darunter angeklebten Schaltungsplatine 50 definierten Mikrostreifenleitungs-Speisenetzwerk sorgt, wie weiter unten in Verbindung mit 4 erläutert wird.

Immer noch Bezug nehmend auf 2, ist dort dargestellt, dass Fachträger 20 von den zugehörigen benachbarten Seitenwänden des Behälters 22 durch eine dazwischen definierte Lücke 36 getrennt sind. Dieser Hohlraum 36 verringert in vorteilhafter Weise den auf der Rückseite des Außenbehälters 22 fließenden HF-Strom. Die Verringerung der induzierten Ströme auf der Rückseite des Außenbehälters 22 reduziert direkt die Abstrahlung in Rückwärtsrichtung. Die kritischen Entwurfskriterien im Hinblick auf eine Maximierung des Strahlungs-Vor-Rück-Verhältnisses beinhalten die Höhe der hoch gefalteten Brenner des Außenbehälters 22, die Höhe der Fachträger 20 und die Lücke 36 zwischen den Fachträgern 20 und den Seitenwand-Rändern 38 des Behälters 22.

Vorzugsweise werden die Elementenfächer 12 aus einer Messinglegierung hergestellt und werden mit einem Zinnüberzug versehen, um Lötbarkeit zu erreichen. Die primäre Funktion der Elementenfächer besteht in der Halterung der abstrahlenden Yagi-Elemente 14 in einer speziellen Orientierung, wie aus der Darstellung hervorgeht. Diese Orientierung sorgt für ausgeglichene vertikale und horizontale Strahlungsmuster für beide Anschlüsse der Antenne 10. Diese Orientierung schafft außerdem eine maximale Entkopplung zwischen jedem Anschluss. Zusätzlich liefern die Elementenfächer 12 einen HF-Erdungspunkt für die Schnittstelle zwischen Koaxialkabel und Freileitung.

Die Fachträger sind vorzugsweise aus Aluminiumlegierung hergestellt. Die Hauptfunktion der Fachträger besteht in der Halterung der fünf Elementenfächer 12 in einer spezifischen Orientierung, welche den horizontalen Mustersquint minimiert.

Der Außenbehälter 22 wird vorzugsweise aus einem dickeren Stück Aluminiumlegierung hergestellt und wird mit einer Chromschicht überzogen, um Korrosion aufgrund äußerer Umwelteinflüsse zu vermeiden. Die Hauptfunktionen des Außenbehälters 22 bestehen in der Halterung der internen Array-Komponenten. Eine Sekundärfunktion besteht darin, die in Richtung des Vorwärtssektors der Antenne 10 abgestrahlte HF-Leistung zu fokussieren, indem die Strahlung nach hinten minimiert und gleichzeitig dadurch das Vor-Rück-Verhältnis des Strahlungsmusters maximiert wird, wie oben diskutiert wurde.

Nunmehr auf 3 Bezug nehmend, ist dort eine Dipolantenne 14 mit sich vertikal erstreckenden Yagi-Elementen 40 dargestellt, gespeist von einem Luftstreifen-Speisenetzwerk 30 gemäß Darstellung. Die sich nach oben erstreckenden Yagi-Elemente 40 sind gleichmäßig voneinander beabstandet, wobei die oberen Teile eine kürzere Länge besitzen, wie dargestellt ist. Die Ausgestaltung des Dipols 14 führt zu drastischen Verbesserungen im Horizontal-Strahlungsmuster des Arrays. Üblicherweise produzieren Dipol-Abstrahlelemente ein horizontales Strahlungsmuster mit einem Vorne-Seiten-Verhältnis von 15 dB. Erfindungsgemäß ist eine breitbandige parasitäre Struktur 42 in dem Dipol 14 integriert und verbessert in vorteilhafter Weise das Vorne-Seiten-Verhältnis um zwischen 5 und 10 dB. Bezeichnet wird dieser Effekt als Entwurf mit hohem "Roll-oft", wie in 5 zu sehen ist. Zahlreiche andere vorteilhafte Leistungsmerkmale des Systems werden erreicht durch Einbeziehung dieser Antennengestaltung mit hohem Roll-off einschließlich eines verbesserten Bereichs aufgrund eines höheren Aperturgewinns und erhöhter Kapazität aufgrund einer verstärkten Abweisung von Sektor zu Sektor.

Nunmehr auf 4 Bezug nehmend, ist dort eine Schaltungsplatine (PCB) geringen Verlusts 50 dargestellt, auf der ein allgemein mit 52 bezeichnetes Mikrostreifenleitungs-Phasenschiebersystem ausgebildet ist. Die verlustarme PCB 50 ist an der Rückseite des zugehörigen Elementenfachs 12 befestigt. Das Mikrostreifenleitungs-Phasenschiebersystem 52 ist mit dem gegenüber liegenden Paar Strahlungselementen 12 über zugehörige Teiler 32 verbunden und speist diese, wobei der Teiler elektrisch mit der Mikrostreifenleitung 52 entsprechend derjenigen Zahl elektrisch verbunden ist, die an dem Phasenschieberfach bei 69 aufgedruckt ist.

Wie in 4 zu sehen ist, enthält das Mikrostreifenleitungs-Phasenschiebersystem 52 eine Phasenschieber-Handhabe 54, unter der ein dielektrisches Element 56 vorhanden ist, welches exakt um einen Schwenkpunkt 58 mit Hilfe eines Schiebestange 60 schwenkbar ist. Die Schiebestange 60 ist von einem (nicht gezeigten) Fernhandgriff einstellbar, um den Phasenschieber 54 und das zugehörige Dielektrikum 56 gegenüber einem Paar bogenförmiger Speiseleitungsabschnitte 62 und 64 selektiv so zu positionieren, dass die Durchleitungs-Phasengeschwindigkeit eingestellt wird. Die Schiebestange ist beabstandet oberhalb der Leiterplatte 50 mit Hilfe eines Paares nicht-leitender Stützen 58 gehaltert. Ein verlustarmes Koaxialkabel dient als Hauptübertragungsmedium zwischen den Fächern 12, allgemein bei 70 dargestellt. Jedes Speisenetzwerk 52 besitzt eine funktionelle elektrische Verbindung zwischen dem Speisenetzwerk 52 und einem polarisierten Teil der Antenne 10.

Der Gewinn wird optimiert durch strenge Steuerung der Phasen- und Amplitudenverteilung über das Array 10. Erreicht wird diese Steuerung durch die äußerst stabile Phasenschieberausgestaltung gemäß 4.

Nunmehr auf 5 Bezug nehmend, ist dort allgemein bei 80 ein starkes Roll-off-Strahlungsmuster dargestellt, welches durch die erfindungsgemäße Antenne 10 erreicht wird, verglichen mit einem typischen Dipol-Strahlungsmuster, welches bei 82 dargestellt ist. Dieses starke Roll-off-Strahlungsmuster 80 bedeutet eine signifikante Verbesserung gegenüber einem typischen Dipol-Strahlungsmuster und erfüllt sämtliche Zielsetzungen, die im Abschnitt "Technischer Hintergrund" dieser Anmeldung angegeben sind.

Nunmehr auf 6 Bezug nehmend, ist dort die Rückseite der Antenne 10 dargestellt, so dass das Kabel-Speisenetzwerk zu sehen ist, wobei jeder Mikrostreifenleitungs-Phasenschieber 52 eine der anders polarisierten Antennen 12 speist. Der Eingang 72 wird als Anschluss I bezeichnet und stellt den Eingang dar für den –34°-Slout (polarisiert), der Eingang 74 ist der Anschluss II für den +45-Slout (polarisiert), wobei das Kabel 46 das mit einem Phasenschieber 50 gekoppelte Speisenetzkabel gemäß 4 ist. Bezug nehmend auf 4, sind die Ausgänge des Phasenschiebers 50, bezeichnet mit 1–5, jeweils dargestellt und bezeichnen die andere Antenne 12, die von dem Phasenschieber 52 gespeist wird.

Nunmehr auf 7 Bezug nehmend, ist dort die Antenne 10 mit einem HF-Absorber 78 dargestellt, der die Aufgabe hat, eine mögliche HF-Strahlung von den Phasenschieber-Mikrostreifenleitungen abzuleiten und zu verhindern, dass der HF-Strom zu den anderen Phasenschiebern gelangt.

Obwohl die Erfindung in Verbindung mit einer spezifischen bevorzugten Ausführungsform beschrieben wurde, sind für den Fachmann bei der Lektüre der vorliegenden Anmeldung zahlreiche Abwandlungen und Modifikationen ersichtlich. Es besteht daher die Absicht, dass die beigefügten Ansprüche möglichst breit interpretiert werden im Hinblick auf den Stand der Technik und sämtliche derartige Abwandlungen und Modifikationen umfassen.

ZUSAMMENFASSUNG

Eine doppelt polarisierte Antenne (10) mit variabler Strahlbündelneigung besitzt eine Mehrzahl von versetzten Elementenfächern (12), die jeweils Paare von Dipolelementen (14) haltern, um die Mittelachse des Dipolelementenmusters in einer Abwärtsneigung zu orientieren. Der maximale Squint-Wert der Antenne entspricht einer Abwärtsneigungsversetzung der Mittelachse und befindet sich am Mittelpunkt des Neigungsbereichs der Antenne. Die Antenne schafft ein starkes Roll-off-Strahlungsmuster durch die Verwendung von Yagi-Dipolelementen, die in dieser Anordnung konfiguriert sind, und sie besitzt ein Vorne-Seiten-Verhältnis des Strahls, welches mehr als 20° dB beträgt, ein Horizontalstrahl-Vor-Rück-Verhältnis von mehr als 40 dB, und sie ist in einem erweiterten Frequenzbereich betreibbar.


Anspruch[de]
  1. Antenne, umfassend:

    eine Mehrzahl von Masseplatten, die in Treppenform angeordnet sind; und

    ein Array aus Dipol-Antennenelementen, wobei mindestens zwei der Antennenelemente auf jeder der Masseplatten angeordnet sind und die Antennenelemente derart in Treppenform angeordnet sind, dass die Antennenelemente eine Mittelachsen-Abwärtsneigung definieren.
  2. Antenne nach Anspruch 1, weiterhin umfassend ein mit dem Array von Antennenelementen gekoppeltes Speisenetzwerk, ausgebildet zur selektiven Einstellung einer Strahl-Abwärtsneigung der Antenne.
  3. Antenne nach Anspruch 2, weiterhin umfassend Tragelemente, die die Masseplatten in der Treppenanordnung haltern.
  4. Antenne nach Anspruch 3, weiterhin umfassend einen die Tragelemente und Masseplatten aufnehmenden Behälter mit einer Seitenwand, die gegenüber den Tragelementen beabstandet ist, um dazwischen eine Lücke zu bilden.
  5. Antenne nach Anspruch 4, bei der die Lücke so konfiguriert ist, dass ein in einer Rückseite des Behälters fließender HF-Strom verringert wird.
  6. Antenne nach Anspruch 4, bei der die Höhe der Behälter-Seitenwände so konfiguriert ist, dass das Vor-Rück-Verhältnis des Strahlungsmusters der Antenne erhöht wird.
  7. Antenne nach Anspruch 1, bei der das Vor-Rück-Verhältnis der Antenne mindestens 40 dB beträgt.
  8. Antenne nach Anspruch 1, bei der die Dipole eine mit ihr derart gekoppelte parasitäre Struktur aufweisen, dass die Antenne ein Vorne-Seiten-Verhältnis von mindestens 20 dB besitzt.
  9. Antenne nach Anspruch 1, bei dem die Antenne eine horizontale Strahlbreite von zwischen etwa 59° bis 72° besitzt.
  10. Antenne nach Anspruch 2, bei der das Speisenetzwerk ein über mindestens einer der Masseplatten befindliches dielektrisches Luftspeisenetzwerk besitzt.
  11. Antenne nach Anspruch 10, bei der das Speisenetzwerk außerdem ein Streifenleitungs-Speisenetzwerk besitzt, welches auf einer Rückseite von mindestens einer der Masseplatten angeordnet ist.
  12. Antenne nach Anspruch 11, bei der das Speisenetzwerk ein dielektrisches Element besitzt, welches einstellbar über einem Teil des Mikrostreifenleitungs-Speisenetzwerks angeordnet ist.
  13. Antenne nach Anspruch 12, bei der das dielektrische Element bogenförmig einstellbar ist oberhalb des Mikrostreifenleitungs-Speisenetzwerks.
  14. Antenne nach Anspruch 13, weiterhin umfassend eine Schiebestange, die mit dem dielektrischen Element derart gekoppelt ist, dass eine selektive Positionierung des dielektrischen Elements eine Phasengeschwindigkeit von HF-Signalen einstellt, die über das Streifenleitungs-Speisenetzwerk übermittelt werden.
  15. Antenne nach Anspruch 2, bei der die Abwärtsneigung der Antennenelement-Mittelachsen an einem Mittelpunkt einer Gesamt-Abwärtsneigung der Antenne definiert ist.
  16. Antenne nach Anspruch 1, bei der die Masseplatten mit einem fixen gegenseitigen Abstand gestaffelt sind.
  17. Antenne nach Anspruch 1, bei der die Dipolantennen paarweise gruppiert sind, wobei mindestens ein Paar von Dipolen auf jeder der Masseplatten definiert ist.
  18. Antenne nach Anspruch 17, weiterhin umfassend einen mit jedem Paar von Dipolpaaren gekoppelten Teiler.
  19. Antenne nach Anspruch 18, bei der jeder Teiler einen sich durch die zugehörige Masseplatte hindurch erstreckenden Zinken aufweist und mit dem Speisenetzwerk unterhalb der zugehörigen Masseplatte gekoppelt ist.
  20. Antenne nach Anspruch 19, bei der das Speisenetzwerk eine dielektrische Luft-Speiseleitung besitzt, die sich oberhalb der Masseplatte erstreckt, ferner eine Streifenleitung unterhalb der Masseplatte.
  21. Antenne nach Anspruch 1, bei der die Dipolelemente Yagi-Dipole sind.
  22. Antenne nach Anspruch 11, weiterhin umfassend einen HF-Absorber, der in enger Nachbarschaft des Streifenleitungs-Speisenetzwerks angekoppelt und dazu ausgebildet ist, den zwischen den Streifenleitungsteilen verkoppelten HF-Strom zu verringern.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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