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Dokumentenidentifikation DE69926740T2 08.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001067876
Titel ENDOSKOP
Anmelder Gyrus Medical Ltd., St. Mellons, Cardiff, GB
Erfinder GODDARD, Robert William, Rhydefelin, Pontypridd CE37 5EH, GB;
BULLIVANT, Jarrett, Llanblethian, Cowbridge, GB
Vertreter Patentanwälte Lippert, Stachow & Partner, 51427 Bergisch Gladbach
DE-Aktenzeichen 69926740
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.03.1999
EP-Aktenzeichen 999146459
WO-Anmeldetag 30.03.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/GB99/00997
WO-Veröffentlichungsnummer 0099051155
WO-Veröffentlichungsdatum 14.10.1999
EP-Offenlegungsdatum 17.01.2001
EP date of grant 17.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2006
IPC-Hauptklasse A61B 18/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Endoskop zur Verwendung beispielsweise bei der endoskopischen urologischen Chirurgie und insbesondere ein Resektoskop zur Verwendung mit einem elektrochirurgischen Instrument.

In den internationalen Anmeldungen WO 97/00647, WO 97/24994, WO 97/24993, WO 97/00646, WO 97/48345 und WO 97/48346 offenbaren die Anmelder eine Anzahl bipolarer Elektrodenanordnungen zur Anbringung auf dem distalen Ende eines länglichen rohrförmigen Instrumentenschafts. In jedem Fall ist die Elektrodenanordnung zum Operieren unter Eintauchen in eine leitfähige Flüssigkeit, typischerweise physiologische Kochsalzlösung, ausgebildet, durch die der Strom von einer Gewebebehandlungselektrode, die sich auf oder neben dem zu behandelnden Gewebe befindet, zu einer Rückführungselektrode, die im Abstand zur Gewebebehandlungselektrode und der Gewebeoberfläche angeordnet ist, fließt. Ein zur Abgabe von Energie an die offenbarten Elektrodenanordnungen geeigneter Elektrochirurgiegenerator ist in der europäischen Patentanmeldung EP 0754437 der Anmelder beschrieben und gezeigt. Dieser Generator ermöglicht unterschiedliche Betriebsarten, wobei in einem ersten Gewebeentwässerungs- oder -koagulationsmodus die an den Elektroden anliegende Spitzenspannung begrenzt ist, um die Bildung von Dampfblasen an der Gewebebehandlungselektrode zu vermeiden, und in einem zweiten Modus das Gewebe zur Erzeugung einer schneidenden oder abtragenden Wirkung an der Operationsstelle das Gewebe verdampft wird. Im zweiten Modus verursacht die der Elektrodenanordnung zugeführte Energie die Bildung einer Dampfblase aus der leitfähigen Flüssigkeit um die Gewebebehandlungselektrode. In diesem Fall ist die an die Elektrode angelegte Spitzenspannung begrenzt, um die Größe der Dampfblase zu steuern und die Zerstörung der Elektrode zu verhindern. Eine dritte Betriebsart ist ein Mischzustand, der durch Umschalten zwischen den elektrischen Bedingungen des ersten und zweiten Modus erhalten wird.

Typischerweise wird eine solche Elektrodenanordnung in die Körperhöhle durch den Arbeitskanal eines Endoskops eingeführt, das durch eine natürliche Körperöffnung oder durch eine zwecks Zugang zur Körperhöhle gebildete separate Öffnung eingesetzt ist. In beiden Fällen liefert der rohrförmige Instrumentenschaft den Rückweg für die elektrochirurgischen Ströme, wobei die Verbindung zur Gewebebehandlungselektrode mittels eines durch das Schaftinnere verlaufenden isolierten Leiters hergestellt wird. Das rohrförmige Element sorgt auch für den Abtransport der Wärme während des Betriebs. Die Wärmeableitung von den Elektroden wird durch Eintauchen eines Schaftabschnitts in die leitfähige Flüssigkeit gesteigert.

Die endoskopische Elektrochirurgie ist zur Gewebebehandlung in Körperhöhlen nützlich und wird normalerweise in Gegenwart eines Dehnmediums ausgeführt. Wenn das Dehnmedium flüssig ist, spricht man allgemein von Unterwasserelektrochirurgie. Dieser Begriff bezeichnet Elektrochirurgie, bei der lebendes Gewebe mit einem elektrochirurgischen Instrument behandelt wird, dessen Behandlungselektrode(n) an der Operationsstelle in Flüssigkeit eintauchen. Wenn die Elektrochirurgie in einer dehnbaren Körperhöhle größeren potentiellen Volumens ausgeführt wird, in der eine Flüssigkeit ungeeignet wäre, wie häufig bei der laparaskopischen oder gastroenterologischen Chirurgie, wird gewöhnlich ein Gas verwendet.

Die Unterwasserchirurgie wird gewöhnlich mittels endoskopischer Techniken durchgeführt, bei denen das Endoskop selbst eine Röhre (gewöhnlich Arbeitskanal genannt) für die Durchführung einer Elektrode bildet. Ein Resektoskop ist ein speziell mit Mitteln für die Anbringung einer Elektrode eingerichtetes Endoskop.

Die endoskopische urologische Chirurgie wird routinemäßig zur Behandlung von Erkrankungen der Harnwege durchgeführt, wobei eine Reihe komplizierter, durch die Harnröhre eingeführter Instrumente angewendet wird. Resektoskope sind eine besondere Form von Endoskopen, die ursprünglich für die urologische Chirurgie entwickelt wurden. Sie wurden dann auch bei der hysteroskopischen und gastrointestinalen Chirurgie zur Entfernung von Weichteilen angewendet. Resektoskope unterscheiden sich von vielen anderen Endoskopen darin, dass sie einen internen Auslösemechanismus umfassen, um eine gesteuerte Vorwärts- und Rückwärtsbewegung eines am Mechanismus befestigten Instruments zu erzeugen. Diese Steuerung ist besonders bei der Entfernung großer Gewebevolumina nützlich. Es ist das Instrument der Wahl zur Durchführung der transurethralen Prostatektomie (TURP), der Entfernung der benignen Prostatahypertrophie, der Endometrium- und Fibroidresektion bei der hysteroskopischen Chirurgie und der Resektion von Polypen und Tumoren im Rektum bei der endoskopischen gastrointestinalen Chirurgie.

Durch kontinuierlichen oder intermittierenden Fluss können Irrigationslösungen durch das Resektoskop zugeführt werden, die auf Elektrolyten oder Nichtelektrolyten basieren können. Da das traditionelle Verfahren für TURP die monopolare Elektrochirurgie ist, wird gewöhnlich ein Nichtelektrolyt verwendet. Die herkömmlichen Instrumente umfassen daher eine Reihe von monopolaren, auf dem Resektoskop angebrachten Elektroden.

Die derzeitigen Resektoskope sind für die Verwendung mit monopolaren Elektroden entworfen. Diese Art der Elektrochirurgie verwendet im Wesentlichen eine Elektrode zur Versorgung der Operationsstelle und einer den Stromkreis schließenden Erdungsplatte am Patienten mit Strom. Da der Körper geerdet ist, wird der Vorgang in einer nichtleitenden Flüssigkeit ausgeführt, die eine von der Operationsstelle ausgehende Lichtbogenbildung verhindert.

Wie in 1 gezeigt, besteht der bekannte Resektoskoptyp aus vier Hauptbestandteilen: einer inneren Hülse 1, einer äußeren Hülse 2, einer Stablinsenteleskop-Beleuchtungsanordnung 3, einem allgemein mit W bezeichneten Arbeitselement rechts der gestrichelten Linie in 1 und einer (nicht gezeigten) monopolaren Elektrode.

Die Hülsen 1 und 2 sorgen für Zufuhr und Absaugung einer Flüssigkeit zu und von der Operationsstelle durch einen Anschluss 3a. Die äußere Hülse 2 ist eng über die innere Hülse 1 gepasst und bildet eine wasserdichte Abdichtung. Die innere Hülse 1 hat typischerweise einen Durchmesser von 24 Fr (8 mm) und die äußere Hülse 2 einen Durchmesser von 27 Fr (9 mm). Die Teleskopanordnung 3 stellt die Mittel zur Beleuchtung und Betrachtung der Operationsstelle durch eine (nicht gezeigte), über einen Anschluss 4 verbundene Lichtquelle bereit. Der Sehwinkel des Teleskops ist allgemein bei 30° zu seiner Achse.

Das Arbeitselement W kann entweder passiv oder aktiv sein, d. h. der Schneidhub der Elektrode kann durch Federspannung verursacht sein oder gegen eine Federspannung erfolgen. Die Teleskopanordnung 3 umfasst ein Teleskopträgerrohr T mit einem Teleskopanschluss 5 am proximalen Ende und einen davon etwas entfernt angebrachten Dichtblock 6, wobei die innere Hülse 1 mit dem Dichtblock verbunden ist. Diese beiden Grenzflächen sind wasserdicht. An der Unterseite des Teleskopträgerrohrs T und über dessen überwiegende Länge auf der distalen Seite des Dichtblocks 6 ist ein Elektrodenträgerrohr 7 befestigt. Zwei federbelastete Glieder 8 und ein zwischen Dichtblock und Teleskopanschluss 5 angebrachter Isolierblock 9 vervollständigen den Mechanismus. Der aktive Mechanismus ist so angeordnet, dass die federbelasteten Glieder 8 den Vorwärtshub unterstützen, wogegen bei der passiven Version die Glieder dem Rückwärtshub helfen. Im allgemeinen ist der Hub etwa 25 mm.

Der Dichtblock 6 weist eine Durchgangsbohrung auf, damit das Teleskopträgerrohr T in der Bohrung der inneren Hülse 1 vom proximalen zum distalen Ende des Arbeitselements W geführt werden kann. Diese Bohrung ist versetzt, so dass das Teleskop sich im oberen Quadranten der Öffnung der inneren Hülse befindet, um für das Elektrodenträgerrohr 7 Platz zu machen.

Die monopolare Elektrode kann durch das Elektrodenträgerrohr 7 von deren distalen Ende aus und durch ein zweites Loch im Dichtblock 6 eingesetzt werden. Dieses Loch steht im Winkel, so dass die Elektrode den Dichtblock in größerem Abstand vom Teleskopträgerrohr T verlässt. Dies ist notwendig, damit die Elektrode so in den Isolationsblock 9 eintreten kann, dass genügend Isoliermaterial (≥ 1,0 mm) zwischen Elektrode und Teleskopträger T zur elektrischen Isolierung vorhanden ist.

Weil der Elektrodenschaft durch den Dichtblock 6 gebogen werden muss, erhöht sich unvermeidlich die Reibung, weshalb der Elektrodenschaft sehr biegsam sein muss. Des Weiteren ist der Durchmesser des Teils des Elektrodenschafts, der durch den Dichtblock 6 durchtritt, auf eine Maximalgröße von 2,0 mm begrenzt.

Die Elektrode wird durch eine im Dichtblock 6 untergebrachte Dichtung wasserdicht gemacht. Diese Dichtung ist der Abnutzung unterworfen und wird leicht beschädigt. Um dies auszugleichen, verformt ein Einstellelement die Dichtung, um die Wirkung aufrechtzuerhalten. Bei eingebauter Elektrode ist jedoch keine Einstellung möglich. Sie kann nur zwischen den Arbeiten durchgeführt werden. Die Dichtungen sind anfällig für Leckagen und werden im allgemeinen ausgewechselt, wenn die Leckage übermäßig wird.

Der Isolationsblock 9 enthält einen Mechanismus, der den Elektrodenschaft erfasst. Dieser hält die Elektrode mechanisch fest und liefert auch die elektrische Verbindung zu einer elektrischen Versorgungsleitung (nicht gezeigt) über eine oben auf dem Isolationsblock 9 angebrachte Anschlussbuchse 10. Der Körper des Blocks ist aus nichtleitendem Material gefertigt, um den elektrischen Pfad von den anderen Teilen des Resektoskops zu isolieren. Im allgemeinen wird PTFE verwendet, weil es einen sehr geringen Gleitwiderstand aufweist.

Dieser Resektoskoptyp war nur für Konfigurationen mit monopolaren Elektroden ein praktischer Vorschlag, weil der Isolationsblock eine begrenzte Größe hat und für eine bipolare Anordnung zwei elektrische Leiter tragen müsste, die zur Sicherstellung guter Isolierung hinreichend voneinander (und vom Teleskoprohr) beabstandet sein müssten. Mit dem bekannten Resektoskop ist dies praktisch nicht möglich, weil beide Leiter durch eine 2 mm-Öffnung am proximalen Ende des Elektrodenträgerrohrs 7 durchgeführt werden müssten.

Die Schwierigkeiten beim Einsetzen einer bipolaren Elektrodenanordnung in ein Resektoskop auf die bekannte Art konzentrieren sich auf das Erfordernis, die elektrische Isolierung im Isolationsblock sicherzustellen. Während ausreichende Kriechstrom- und Luftzwischenräume erzielt werden können, besteht die Möglichkeit, dass leitfähige Flüssigkeit den Block durchdringt und einen Kurzschluss verursacht. Dies kann bei der Benutzung geschehen, wenn die Schaftdichtung leckt, oder bei der Drainage von Irrigationslösung aus einer Körperhöhle.

Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung von Mitteln zum Anbringen einer Elektrodenanordnung (und insbesondere einer bipolaren Elektrode) mit integralem elektrischem Anschluss an einen elektrochirurgischen Generator, so dass die Gefahr eines Kurzschlusses mit dem Resektoskop oder infolge von Flüssigkeitsleckagen minimiert wird. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Dichtmechanismus, der die Flüssigkeitsleckage durch den Instrumentenkanal des Resektoskops während der Benutzung vermindert. Das Dokument US-A-5 007 987 offenbart ein Endoskop nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die vorliegende Erfindung stellt ein Endoskop mit einem Teleskop, einer Elektrodenanordnung, die mindestens eine Elektrode und längliche Leitmittel zur Versorgung der mindestens einen Elektrode mit elektrochirurgischer Leistung vom proximalen Ende der Leitmittel aus umfasst, Befestigungsmitteln zum Halten der Elektrodenanordnung am Teleskop zur Schwenkbewegung um eine Achse quer zur Teleskopachse auf eine Operationsstellung hin und von dieser hinweg, in der das Leitmittel im Wesentlichen parallel zum Teleskop ist, und Dichtmitteln zur Abdichtung der Elektrodenanordnung, um das Übertreten von Flüssigkeit von der an die mindestens eine Elektrode angrenzenden Operationsstelle zum proximalen Ende der Leitmittel zu verhindern, bereit.

Vorteilhaft besteht das Dichtmittel aus einer am Leitmittel befestigten Dichtung und einem mit dem Teleskop verbundenen Dichtblock, wobei dieser mit einem Schlitz zur Aufnahme der Dichtung ausgebildet ist. Vorteilhaft hat die Dichtung einen abgeschrägten Querschnitt und der Schlitz im Dichtblock eine komplementäre Form, wodurch die Dichtung einen Gleitreibungssitz im Schlitz des Dichtblocks bildet. Die Elektrodenanordnung kann danach längs zur Dichtung bewegt werden, wobei eine gute wasserdichte Abdichtung gegen zum proximalen Ende der Leitmittel fließende Flüssigkeit sichergestellt wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Elektrodenanordnung eine Gewebebehandlungselektrode und eine Rückführungselektrode und das längliche Leitmittel besteht aus einem Leiterpaar. Geeignet ist jeder der Leiter ein isolierend beschichteter Leiter aus Federstahl.

Bevorzugt enden die proximalen Enden der Leiter in einem elektrischen Verbinder. Dieser kann elektrische Verbindungsmittel zum Anschluss der Leiter an einen elektrochirurgischen Generator mittels eines Steckers mit freier Zuleitung (flying lead) und einer Steckerkupplung (in-line connector) umfassen und ist bevorzugt eine wasserdichte Einheit.

Vorteilhaft umfassen die Befestigungsmittel einen mit dem Teleskop verbundenen Befestigungsblock und an der Elektrodenanordnung befestigte Mittel zum Eingriff in den Befestigungsblock. In diesem Fall kann der Befestigungsblock mit einer gekrümmten Ausnehmung zur Aufnahme einer komplementären gekrümmten Oberfläche des elektrischen Verbinders ausgebildet sein, wodurch der elektrische Verbinder relativ zum Befestigungsblock drehbar ist, so dass die Elektrodenanordnung in die Betriebsstellung geschwenkt werden kann.

Geeignet umfassen die Befestigungsmittel außerdem einen am distalen Endabschnitt des Leitmittels befestigten Clip, der zum Eingriff in den distalen Endabschnitt des Teleskops eingerichtet ist.

Während die Erfindung in erster Linie die Anwendung eines bipolaren Systems erleichtern soll, ist sie auch mit monopolaren Systemen kompatibel und gewährt die Vorteile der verbesserten Dichtung und elektrischen Integrität.

Die Erfindung wird nun beispielhaft mit Bezug auf die Zeichnungen eingehender beschrieben, in denen:

1 eine perspektivische Explosionsansicht eines Resektoskops nach dem Stand der Technik ist,

2A, 2B und 2C perspektivische Ansichten eines erfindungsgemäß aufgebauten Resektoskops sind, das in verschiedenen Montagestufen gezeigt ist,

3 eine vergrößerte perspektivische Ansicht des proximalen Endabschnitts des in den 2A bis 2C gezeigten Resektoskops ist,

4 eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Zwischenabschnitts des in den 2A bis 2C gezeigten Resektoskops ist,

5 ein vergrößerter Querschnitt eines in der in 4 gezeigten Anordnung enthaltenen Kabelbefestigungsblocks ist.

In den Figuren zeigen 2A bis 2C ein Resektoskop, das eine bipolare Elektrodenanordnung umfasst. So besteht das Resektoskop aus vier Hauptbestandteilen, einer inneren Hülse 11, einer (nicht gezeigten) äußeren Hülse, einer Teleskop-Lichtquellen-Anordnung (von der nur das Trägerrohr 12 zu sehen ist) und einer bipolaren Elektrodenanordnung 13. Diese hat eine längliche Trägerstruktur 135, die eine distale Elektrodenspitze 13T trägt, welche eine Gewebebehandlungselektrode und eine Rückführungselektrode umfasst. Die Trägerstruktur 13S nimmt die Form eines Paars isolierend umhüllter Drahtleiter aus Federstahl an, die an ihren distalen Enden einen Federclip 13C zur Befestigung der Elektrodenanordnung 13 am Teleskoprohr 12 tragen, so dass die Elektrodenanordnung distal und proximal hin- und hergeschoben werden kann, wobei der Clip 13C auf dem Rohr gleitet.

Die beiden Hülsen ermöglichen Zufuhr und Absaugen einer Flüssigkeit zu und von einer Operationsstelle. Die äußere Hülse klemmt auf der inneren Hülse 11, bildet eine wasserdichte Abdichtung und ist mit einem Einlass zur Verbindung mit einer Flüssigkeitsquelle versehen. Typischerweise hat die innere Hülse 11 einen Durchmesser von 24 Fr (8 mm) und die äußere Hülse einen Durchmesser von 27 Fr (9 mm). Die Teleskopanordnung stellt die Mittel zur Beleuchtung und Betrachtung der Operationsstelle über eine (nicht gezeigte) Lichtquelle bereit, die über einen Verbinder 14 angeschlossen ist. Der Sehwinkel des Teleskops ist allgemein bei 30° zu seiner Achse.

Die Elektrodenanordnung 13 kann entweder passiv oder aktiv sein, d. h. der Schneidhub der Elektrode kann durch Federspannung verursacht sein oder gegen eine Federspannung erfolgen. Das Teleskoprohr 12 hat am proximalen Ende angrenzend an den Verbinder 14 einen drehbaren Verschlusskragen 15 (siehe 3), der zum daran Befestigen bzw. Lösen relativ zum Teleskoprohr drehbar ist. Ein Dichtblock 16, mit dem die innere Hülse 1 verbunden ist, ist ein Stück weiter am Teleskoprohrs 12 angebracht. Diese beiden Grenzflächen sind wasserdicht. Zwei federbelastete Glieder 18 und ein zwischen Befestigungsblock 16 und Verschlusskragen 15 angebrachter Befestigungsblock 19 aus PTFE vervollständigen den Mechanismus. Der aktive Mechanismus ist so angeordnet, dass die federbelasteten Glieder 18 den Vorwärtshub unterstützen, wogegen bei der passiven Version die Glieder dem Rückwärtshub helfen. Im allgemeinen ist der Hub etwa 25 mm.

An ihren proximalen Enden treten die Leiter der Trägerstruktur 13S in einen isolierenden Kabelbefestigungsblock 20 (siehe 4) ein, der, wenn das Instrument zusammengebaut ist, in einer Nut 19a (siehe 4) im Befestigungsblock 19 untergebracht ist, wie in 2B und 2C gezeigt. Wie in den 2A und 4 gezeigt ist der proximale Endabschnitt der Trägerstruktur 13S in einem kleinen Winkel aus der Flucht mit dem Hauptabschnitt der Trägerstruktur herausgebogen. Dieses Merkmal stellt sicher, dass der relativ große Kabelbefestigungsblock 20 vom Befestigungsblock 19 angemessen gehalten wird.

Dieser Befestigungsblock 19 kann auf dem Teleskoprohr 12 relativ zum Verschlusskragen 15 gleiten, wobei die relative Bewegung zwischen Befestigungsblock und Verschlusskragen durch Zusammendrücken der beiden daran befestigten Griffe 21 und 22 bewirkt wird. Infolgedessen kann die distale Spitzenanordnung 13T relativ zum Ende des Teleskoprohrs 12 hin- und herbewegt werden. Im Block 20 sind Verbindungen (wie oben beschrieben) zwischen den Leitern der Trägerstruktur 13S und einem flexiblen Kabel 23 ausgeführt, welches in einer Steckerkupplung 24 zum Anschließen des Instruments an einen (nicht gezeigten) elektrochirurgischen Hochfrequenzgenerator endet. Die Leiter der Trägerstruktur sind isolierbeschichtete Drähte 25 und 26 aus Federstahl.

Die Steckerkupplung 24 kann eine der Klasse IP64 oder besser sein, was das Ausfallpotential durch Verlagerung des Elektrodenanschlusses vom Teleskoprohr 12 weg vermindert, ohne dass, wie beim Resektoskop nach dem Stand der Technik, ein starres Glied wie das Elektrodenträgerrohr 7 gebogen werden muss. So treten, wie in 5 gezeigt, die proximalen Endabschnitte der beiden Federstahldrähte 25 und 26 in ein zweiteiliges Gehäuse 20A, 20B des Blocks 20 von der Seite ein. Das Gehäuse ist aus isolierendem Material wie Thermoplast gefertigt. Im Gehäuse 20A, 20B sind die Drähte 25, 26 um jeweils 90° voneinander weg gebogen und ihre freien Endabschnitte 25A und 25B sind mittels der entsprechenden Verbinder 27 und 28 elektrisch an die Drähte 23A, 23B des flexiblen Kabels 23 angeschlossen. Wenn die elektrischen Verbindungen hergestellt sind, werden die Gehäuseteile 20A, 20B durch Ultraschall miteinander verschweißt und bilden eine völlig abgedichtete Einheit. Um die Trägerstruktur 135 zur Vermeidung des Ausfließens von Flüssigkeit von der Operationsstelle zum Block 20 hin abzudichten, ist an der Trägerstruktur nahe ihres proximalen Endes eine Schaftdichtung 29 befestigt. Wie in 4 gezeigt, hat die Schaftdichtung aus natürlichem oder synthetischem Gummi einen abgeschrägten Aufbau, so dass sie in einem im Dichtblock 16 geformten komplementären Schlitz 16A angebracht und durch Zusammenwirken mit der inneren Hülse 1 festgelegt wird. Danach ist die Elektrodenanordnung 13 in Längsrichtung relativ zur Dichtung 29 beweglich, wobei gute wasserdichte Abdichtung gegen Flüssigkeitsstrom längs der Trägerstruktur 13S von der Operationsstelle bei der Elektrodenspitze 13T zum Kabelbefestigungsblock 20 sichergestellt wird. Die Elektrodenanordnung 13 ist zur Einmalverwendung ausgelegt, so dass die Schaftdichtung keiner wesentlichen Abnutzung ausgesetzt ist, wodurch dieses Dichtverfahren weit zuverlässiger als das nach dem Stand der Technik ist. Darüber hinaus braucht die Dichtung 29 kein Einstellelement mehr zu haben, wodurch die Änderung des Reibungswiderstands von einer Elektrochirurgieoperation zur nächsten verringert wird.

Um das Resektoskop zusammenzusetzen, wird die Elektrodenanordnung 13 durch Verbinden der Endabschnitte 25A und 26A der Leiterdrähte 25 und 26 mit den Drähten 23A und 23B mittels der Verbinder 27 und 28 am Block 20 befestigt. Die ganze Elektrodenanordnung 13 wird dann an der Teleskopanordnung (d. h. das Teleskoprohr 12 und der damit verbundene Dichtblock 16, Befestigungsblock 19 usw.) durch Einsetzen des Kabelbefestigungsblocks 20 in die Nut 19A und Drehen der Elektrodenanordnung, um die Schaftdichtung 29 in festen Eingriff mit dem Schlitz 16A zu bringen, befestigt, wodurch die Trägerstruktur 13S festgehalten und gegen den Dichtblock 16 abgedichtet wird. Der nahe dem distalen Ende der Trägerstruktur 13S angebrachte Clip 12C rastet dann auf dem Teleskoprohr 12 ein und bewahrt diese Orientierung. Das Einsetzen der Schaftdichtung 29 in den Schlitz 16A beschränkt die laterale Bewegung der Elektrodenanordnung 13, erlaubt aber eine Längsbewegung.

Die Schaftdichtung 29 wird automatisch in den Schlitz 16A eingebracht, wenn die Elektrodenanordnung nachfolgend in die innere Hülse 11 eingeführt wird (siehe 2B). Dies wird durch die Keilform der Dichtung 29 im Schlitz 16A erreicht, die eine kleine Fehlstellung beim Eindrücken der Dichtung in den Schlitz zulässt. Außerdem stellt das automatische Einsetzen der Dichtung 29 sicher, dass diese immer richtig sitzt und vereinfacht den Einsetzvorgang stark. Des Weiteren wird die Integrität der Grenzfläche zwischen innerer Hülse 11 und Dichtblock 16 aufrechterhalten, weil die Dichtung 29 den Schlitz 16A ausfüllt.

Das in den Zeichnungen nicht gezeigte Endstadium der Instrumentmontage besteht aus dem Überstreifen der (nicht gezeigten) äußeren Hülse über die innere Hülse 11 und Zusammenführen mit dem Dichtblock 16.


Anspruch[de]
  1. Endoskop mit einem Teleskop (12), einer Elektrodenanordnung (13), die mindestens eine Elektrode (13T) und längliche Leitmittel (13S) zur Versorgung der mindestens einen Elektrode mit elektrochirurgischer Energie vom proximalen Ende der Leitmittel aus umfasst, und Dichtmitteln (16, 29) zur Abdichtung der Elektrodenanordnung, um das Übertreten von Flüssigkeit von der an die mindestens eine Elektrode angrenzenden Operationsstelle zum proximalen Ende der Leitmittel zu verhindern, dadurch gekennzeichnet, dass das Endoskop außerdem Befestigungsmittel (19A, 20) zum Halten der Elektrodenanordnung am Teleskop zur Schwenkbewegung um eine Achse quer zur Teleskopachse zur Betriebsstellung hin und von dieser hinweg, in der das Leitmittel im Wesentlichen parallel zum Teleskop ist, umfasst.
  2. Endoskop nach Anspruch 1, wobei das Dichtmittel aus einer am Leitmittel befestigten Dichtung (29) und einem mit dem Teleskop verbundenen Dichtblock (16) besteht und der Dichtblock mit einem Schlitz zur Aufnahme der Dichtung ausgebildet ist.
  3. Endoskop nach Anspruch 2, wobei die Dichtung (29) einen abgeschrägten Querschnitt und der Schlitz im Dichtblock (16) eine komplementäre Form hat, wodurch die Dichtung eine Gleitreibungssitz im Schlitz des Dichtblocks bildet und wodurch die mindestens eine Elektrode relativ zur Dichtung in Längsrichtung beweglich ist und dabei eine gute wasserfeste Abdichtung gegen zum proximalen Ende der Leitmittel fließende Flüssigkeit sichergestellt ist.
  4. Endoskop nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Elektrodenanordnung (13) eine Gewebebehandlungselektrode und eine Rückführungselektrode umfasst und das längliche Leitmittel aus einem Leiterpaar (25A, 26A) besteht.
  5. Endoskop nach Anspruch 4, wobei jeder der Leiter (25A, 26A) ein isolierend beschichteter Leiter aus Federstahl ist.
  6. Endoskop nach Anspruch 4 oder 5, wobei die proximalen Enden der Leiter in einem elektrischen Verbinder (20) enden.
  7. Endoskop nach Anspruch 6, wobei der elektrische Verbinder (20) elektrische Verbindungsmittel zum Anschluß der Leiter an einen elektrochirurgischen Generator mittels eines Steckers mit freier Zuleitung und einer Steckerkupplung umfasst.
  8. Endoskop nach Anspruch 6 oder 7, wobei der elektrische Verbinder (20) eine wasserdichte Einheit ist.
  9. Endoskop nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Befestigungsmittel einen mit dem Teleskop verbundenen Befestigungsblock (19) und an der Elektrodenanordnung befestigte Mittel zum Eingriff in den Befestigungsblock umfasst.
  10. Endoskop nach Anspruch 9 in Verbindung mit Anspruch 6, wobei der Befestigungsblock (19) mit einer gekrümmten Ausnehmung zur Aufnahme einer komplementären gekrümmten Oberfläche des elektrischen Verbinders (20) ausgebildet ist, wodurch der elektrische Verbinder relativ zum Befestigungsblock drehbar ist, so dass die Elektrodenanordnung in die Betriebsstellung geschwenkt werden kann.
  11. Endoskop nach Anspruch 9 oder 10, wobei das Befestigungsmittel außerdem einen am distalen Endabschnitt des Leitmittels befestigten Clip (12C) umfasst, der zum Eingriff in den distalen Endabschnitt des Teleskops eingerichtet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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