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Dokumentenidentifikation DE69635400T2 14.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000762857
Titel POLSTER VORRICHTUNG
Anmelder THE OHIO WILLOW WOOD CO., Mount Sterling, Ohio, US
Erfinder Arbogast, Robert E., Mt. Sterling, US;
Kania, Bruce G., Bozeman, US;
Capper, James W., Mt. Sterling, US;
Colvin, James M., Hilliard, US
Vertreter TBK-Patent, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69635400
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.03.1996
EP-Aktenzeichen 969096494
WO-Anmeldetag 20.03.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/US96/03310
WO-Veröffentlichungsnummer 0096029033
WO-Veröffentlichungsdatum 26.09.1996
EP-Offenlegungsdatum 19.03.1997
EP date of grant 09.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2006
IPC-Hauptklasse A61F 2/78(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf verschiedene Gegenstände zur Herstellung, wie etwa eine Polstervorrichtung und eine Polsterschließvorrichtung zum Einschließen eines Amputationsstumpfes, vorzugsweise eine gepolsterte Socke zur Verwendung von z.B. unterhalb des Knies (BK) Amputierten. Die Polstervorrichtungen werden vorzugsweise in einem konturierten eng anliegenden Formaufbau bereitgestellt, welcher sich an eine rechts- oder linksseitige Neigung des Knochenvorsprungs des Restes (Stumpfes) anpasst oder in einem einfachen Rohr (d.h., Rohrsockel) Gestalt mit verschiedenartiger optionaler Polsterung bereitgestellt. Ein Polstermaterial wird auf der Innenseite bereitgestellt und kann gegebenenfalls auf der Außenseite der Vorrichtungen bereitgestellt werden, um den mangelnden Komfort von z.B. einer orthopädischen Vorrichtung, wie etwa einer Kniezange oder einer prothetischen Vorrichtung, wie etwa einem künstlichen Arm oder Bein zu minimieren. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Polstermaterial in der Dicke eingestellt und besitzt eine gleichförmige Dicke über die Gegenstandsoberfläche. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform besitzt die Vorrichtung Polstermaterial mit einem zurückgesetzten Achilles-Aufbau: Das Polstermaterial kontaktiert den Träger an einem oberen hinteren (d.h., Kniekehle), ohne oberen vorderen (d.h., Ellbogenkehle, etc.) Teil des Gliedmaßes oder Restes, oder kontaktiert den Träger minimal an diesen Teilen auf Grund z.B. der Ausdünnung des Polstermaterials. Zum Beispiel kann das Polstermaterial an diesen Flächen dünner als an anderen Stellen sein.

Seit wenigstens den vergangenen 80 Jahren haben Amputierte röhrenförmige Socken über deren Restglied getragen. Baumwolle, Wolle und Baumwolle-Wolle-Mischungen sind typischerweise verwendet worden. In letzter Zeit sind mit dem Aufkommen von synthetischen Materialien Nylon und andere Textilien, einschließlich einiger mit Elastizität, verwendet worden.

Bei einer typischen Unterschenkel- (unterhalb des Knies; BK) Prothese eines Amputationsstumpfes besteht die Tendenz, sich in dem Anschlussteil kolbenartig zu bewegen: während der Anwinkelung wird der Stumpf in dem Ansatzteil der Prothese nach oben kommen, bis die Anbringungseinrichtung, die die Prothese an den Träger hält, die Prothese mit dem Stumpf anhebt. Auf dem Weg nach unten kann Luft zwischen dem Rest und der Stumpfsocke, oder zwischen dem Prothesensockenteil und der Socke, oder zwischen einer Anschlussteilvorrichtung und einer Socke eingefangen werden.

Bei Wolle und Baumwollsocken, welche dazu tendieren, zu atmen und welche nicht luftdicht sind, verursacht dieser Kolbeneffekt kein größeres Problem hinsichtlich der Erzeugung von Geräuscheffekten. Da Wolle und Baumwolle nicht die Tendenz besitzen, sich mit eng anliegender Form an einen Rest anzupassen, packt der Amputierte jedoch typischerweise ein Material um den Rest, wenn dieser einmal in die prothetische Vorrichtung platziert wird oder fügt Socken hinzu, um die Dicke zu erhöhen oder zieht dickere Socken an, um den notwendigen Sitz zu gewährleisten. Jedoch tritt bei Socken, welche nicht atmen und welche z.B. aus Polymermaterial hergestellt sind, ein Problem auf, wenn der Rest in der prothetischen Vorrichtung sich kolbenartig bewegt: fürchterliche Geräuscheffekte, wie etwa Ansaug- und Gurgelgeräusche werden erzeugt, welche störend und unzweckmäßig sind, und häufig den Träger beschämen. Zusätzlich stellen derartige Lufttaschen nicht gleichförmige Drücke und Lastungleichförmigkeiten auf der Haut her, wobei diese irritiert wird.

Schließlich erfahren viele Amputierte ein Anschwellen des Stumpfes. Wenn der Rest in einem prothetischen Anschluss des Stumpfes ist, besteht die Tendenz, dass sich dieser wesentlich zusammenzieht, und wenn aus dem Stumpf herausgenommen, besteht die Tendenz, dass der Stumpf sich innerhalb Minuten der Entfernung expandiert. Die Expansion und Kontraktion des Restes trägt zur Entwicklung von Lufttaschen und der Erzeugung von störenden Geräuschen bei, da ein Socke, welcher einen komfortablen Sitz des expandierten Stumpfes bereit gestellt haben kann, einen losen Sitz mit Lufttaschenvorkommen erhält, wenn der Rest innerhalb des prothetischen Ansatzes platziert wird. Zusätzlich besteht über die Zeit die Tendenz, dass ein Amputationsrest sich in der Größe anpasst, gewöhnlich schrumpft. Da diese Änderungen auftreten, nimmt die Tendenz, dass der vorstehend beschriebene Kolbeneffekt auftritt, zu. Zusätzlich zu der Beschämung, der durch die Geräuscheffekte, die durch die kolbenartige Bewegung erzeugt werden, verursacht wird, werden gepolsterte Socken, welche eine Lufttaschenbildung ermöglichen oder fördern, schnell verschlissen und, wenn diese nicht oft ersetzt werden, führen sie zu Läsionen etc. auf den Rest.

Gegenwärtig verfügbare gepolsterte Restsocken sind röhrenförmig oder konisch und gewährleisten keinen angepassten Sitz auf einen Amputationsstumpf. Unabhängig davon, ob derartige Socken mit internen und/oder externen Polstermaterial bereitgestellt werden, können sie keine Lufttaschen vermeiden. Während ein Stumpf im allgemeinen eine konische oder kubische Gestalt besitzt, gibt es invariabel zurückgesetzte Flächen auf z.B. der medialen Seite des vorstehenden Tibiaknochens. Im allgemeinen wird auf einem unteren Knie, der linken Seite des Restgliedes, die zurückgesetzte Fläche auf der rechten Seite des Tibiaknochens vorherrschend sein. Es gibt zudem typischerweise eine kleinere zurückgesetzte Fläche auf der linken Seite. Für rechtsseitige Restgliedmaßen ist die vorherrschende zurückgesetzte Fläche auf der linken des Knochens, mit kleineren zurückgesetzten Flächen auf der rechten Seite. Gewöhnlich tritt der am meisten zurückgesetzte Teil sofort unterhalb der Patella auf jeder Seite auf. Zudem besitzen linksseitig Amputierte typischerweise eine rechtsseitige einseitige Neigung zu dem knochenartigen Vorsprung des unteren Kniestumpfes, und rechtsseitig Amputierte besitzen eine ähnliche einseitige Neigung zu der linken Seite. Herkömmliche röhrenförmige oder konische elastische Socken können einfach nicht diese mehrere variable Bedingungen berücksichtigen, ohne extrem hohe Niveaus der elastischen Spannung zu verwenden, welche die äußersten Punkte entlang des Umfangs des Stumpfes komprimieren, was zu mangelndem Komfort und einem nicht gleichförmigen Sitz führt.

Amputierte bringen typischerweise ein prothetisches Gliedmaß an ihr Restgliedmaß mittels der Einrichtung eines steifen Anpassteil-, Vorrichtungs- und einer Spannungseinrichtung an. Das steife Anpassteil wird häufig individuell angefertigt, um zu der Gestalt des Gliedmaßes des beabsichtigten Verwenders zu passen und kann aus thermoplastischen oder faserverstärkten wärmehärtbaren Materialien hergestellt werden, aber kann auch aus Holz, Metall etc. hergestellt werden. Derartige Hartmaterialien sind im allgemeinen unkomfortabel, wenn sie in engen Kontakt mit der Haut über eine lange Zeitdauer, insbesondere unter Lasttragebedingungen gebracht werden, Vorrichtungen und/oder prothetische Socken werden häufig als Schnittstellenelemente zwischen dem harten Anpassteil und dem Restgliedmaß verwendet, um den Komfort zu erhöhen. Derartige Vorrichtungen sind im allgemeinen von dem offenen Zellschäumungstyp, wie etwa Pelit oder Kemblo, aber können auch aus Materialien vom Silizium-, Urethan- etc. Typ hergestellt werden. Vergleiche z.B. US 5,258,037 und US 5,376,132. Prothetische Socken können, wie vorstehend erwähnt, aus Wolle, Baumwolle, synthetischen Materialien etc. hergestellt werden, und es besteht die Tendenz, dass Amputierte Vorrichtungen und Socken bevorzugen, welche leicht geändert werden, um die Reinigung zu erleichtern, um Volumenänderungen in dem Restglied unterzubringen, oder verschiedene Verwendeaktivitäten zu ermöglichen.

US 4,635,626 (Lerman) offenbart eine Stumpfsocke für Amputierte, die ein flexibles elastisches Material, das eine Basisschicht aus einem flexiblen elastischen offenzelligen Material; eine Haut schützende erste Schicht aus einem weichen flexiblen porösen Material, die eine erste Fläche der Basisschicht überdeckt, und eine zweite Schicht aus einem Schutzgewebe, das eine zweite Fläche der Basisschicht überdeckt.

Spannungssysteme, welche dazu beitragen, ein prothetisches Glied an seiner Stelle zu halten, können ein integraler Teil des steifen Anpassteils und/oder der Vorrichtung sein oder nicht. Beispiele für Spannungssysteme beinhalten Supracondylare oder Hüftgürtel, Gelenk- und Korsettsysteme, Neopren- oder Latexhülsen, Gelenkköpfe, welche an den Gelenkpfannen greifen, Ansaug- oder Pin- und Verschlusssysteme, wie etwa diejenigen, wo der Pin an eine Vorrichtung angebracht wird und der Verschluss an einen harten Anschlussteil angebracht wird, etc. Beispiele für typische Spannungssysteme können in US 4,923,474, US 4,923,475, US 5,007,937, US 5,108,456, US 5,201,773, US 5,201,774, US 5,246,464, US 5,263,923, US 5,314,497, US 5,387,245, US 5,376,131 und US 5,405,405 gefunden werden.

Jedoch und wie aus der vorstehenden Beschreibung des Standes der Technik deutlich wird, leiden alle gegenwärtigen Schnittstellen zur Verwendung zwischen dem Restgliedmaß des Amputierten und einer prothetischen Vorrichtung an Nachteilen, welche beinhalten können: individuelle Herstellung (und entsprechend lange Vorlaufzeiten), hohe Kosten, lange Haltbarkeit, Raumanforderungen (zu lang, zu hohes Profil etc.), Geräusch auf Grund z.B. von Lufttaschen, die sich zwischen der Vorrichtung und dem Restgliedmaß ausbilden, Hautirritation, eingeschränkter gemeinsamer Bewegungsbereich, fehlende Unterbringung von Stumpfgeometrieänderungen, störende Gerüche, Entfärbung, inadäquater Komfort etc.

Demgemäß ist es eine Aufgabe dieser Erfindung, ein Gel bereit zu stellen, welches allein oder in Kombination mit Stoffen verwendet werden kann und welches in einer Polstervorrichtung, die für einen Amputierten verwendet wird, verwendet werden kann, oder ausgebildet werden kann, um einen erhöhten Komfort zu gewährleisten.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Polstervorrichtung, welche einen Bereich von Restgliedmaßengrößen mit minimalen oder ohne Lufttaschen füllen kann und welche z.B. das Gel mit Stoff umfasst, vorzugsweise mit einer nicht-gleichförmigen Dicke.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine Polsterverschlussvorrichtung bereit zu stellen, die ähnlich zu der erfindungsgemäßen Polstervorrichtung ist, aber eine Andockeinrichtung besitzt, vorzugsweise an dem entfernten Ende oder deren Seite zum Ankoppeln der Vorrichtung an z.B. den harten Anpassteil einer prothetischen Vorrichtung. Die Andockeinrichtungen werden vorzugsweise direkt in die Polstervorrichtung geformt.

Eine andere Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein neues optional gepolstertes Hülsenelement zum Einschließen eines Amputationsstumpfes mit einer formangepassten röhrenförmigen Gestalt bereit zu stellen.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gegebenenfalls geschäumtes Hülsenelement mit einem Schrägmuster und konturierten Formsitz bereit zu stellen, welches gleichermaßen ein linksseitiges amputiertes Glied und ein rechtsseitiges amputiertes Glied unterbringt.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Polstervorrichtung oder Verschlussvorrichtung mit einer konturierten Formsitzgestalt und ein Polymerpolstermaterial, das angeordnet ist, um eine Schnittstelle zwischen einem Amputatrest und einer prothetischen Vorrichtung zu gewährleisten, bereit zu stellen.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gepolstertes Hülsenelement zum Einschließen eines Amputationsstumpfes mit einer konturierten, röhrenförmigen eng anliegenden Gestalt bereit zu stellen, wobei das Innere des geschlossenen Endes des Hülsenelements mit einem Polymermaterial imprägniert oder beschichtet ist, das in einem zurückgezogenen Achilles-Aufbau angeordnet ist, welches einen Polstereffekt an der Grenzfläche zwischen dem Rest und einem prothetischen Vorrichtungsanpassteil bereitstellt, aber welches Kontakt mit der Haut in der Knie- oder Ellbogenkehle minimiert oder eliminiert.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gepolsterte Vorrichtung oder Verschlussvorrichtung bereit zu stellen, welche die zeitlich vorbestimmte Freisetzung eines Hautpflegemittels, Biocids etc. ermöglicht.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gepolsterte Hülse für einen Amputationsstumpf bereit zu stellen, welcher eng anliegend ist und die Erzeugung von Lufttaschen und störenden Geräuschen, die diese bereit stellen, vermeidet.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Hülsenelement zum Einschließen eines Amputationsstumpfes bereit zu stellen, welche eng anliegend ist und welche gegebenenfalls gepolstert ist, welche so dünn wie möglich ist.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Socken bereit zu stellen, der Röhrensocken nach dem typischen Stand der Technik etc. mit Polstermaterial auf deren Innenseite in einem zurückgezogenen Achillesaufbau einschließt, bereit zu stellen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Eine vollständige Würdigung der Erfindung und vieler ihrer zu erwartenden Vorteile werden anhand der folgenden Beschreibung, wenn mit den begleitenden Figuren zusammengenommen, ersichtlich werden, wobei:

1 ein typisches Muster für das reflektierte Zweistückform-Einpasshülsenelement gemäß der Erfindung zeigt.

2 Front-(A) und Seitenansichten (B) des erfindungsgemäßen Hülsenelements, die eine stumpfähnliche Form einschließt, zeigt, wo 1a und 1b sich auf jeweils Musterelemente a und b in 1 beziehen.

3 ein typisches Muster für das optional zusammengebundene Einpasshülsenelement vom Dreistückformtyp gemäß der Erfindung zeigt, wobei Stück (a) auf dem 3 Muster optional ist. Stück (a) kann auch in dem 1 Muster verwendet werden, um ein Oberband bereit zu stellen.

4 zeigt ein erfindungsgemäßes Hülsenelement, das aus dem 3 Muster zusammengebaut wurde, wo a, b und c jeweils den Mustern a, b und c in 3 entsprechen.

5 zeigt eine Polstervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung mit gleichförmiger Wanddicke.

6 zeigt eine Polstervorrichtung gemäß der Erfindung mit einer sich verjüngenden Wanddicke an dem offenen Ende.

7 zeigt Seiten- und Frontansichten einer erfindungsgemäßen Polstervorrichtung, welche eine konturierte innere Oberfläche besitzt, die ein Polstermaterial mit variabler Dicke an Teilen der Vorrichtung besitzt, die dem Verwender ein besondere selektives Polstern gewährleisten soll.

8 zeigt eine offenendige Polsterknie- oder Ellbogenhülse mit optionaler Stoffabdeckung und mit optionalem Ausdünnen an beiden Enden.

9 zeigt eine erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung mit Andockeinrichtung an ihrem entfernten Ende.

10 zeigt eine Einpasshülse mit erfindungsgemäßer Form mit einem optionalen Fenster aus klarem Kunststoffmaterial etc. in dem Stoff.

11 zeigt eine erfindungsgemäße offenendige Knie- oder Ellbogenhülse in Position und in Kontakt mit einer Polstervorrichtung und einer prothetischen Vorrichtung.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Eine Polymergelzusammensetzung, die in der vorliegenden Erfindung nützlich ist, umfasst vorzugsweise ein Blockcopolymer und ein Mineralöl. Die Gele werden nicht geschäumt oder z.B. mit einem Schäumungsmittel geschäumt.

Das Mineralöl kann von 5 bis 85 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht, weiter bevorzugt 20 bis 50 Gew.-% vorhanden sein, aber auch 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45, 55, 60, 65, 70, 75 und 80 Gew.-% und alle Werte um Bereiche zwischen diesen aufgelisteten Werten einschließen. Das erfindungsgemäße Gel besitzt vorzugsweise eine Härte (Shore A) von 1 bis 20 und vorzugsweise eine Härte, die sich (± 10%) der menschlichen Haut annähert oder mit ihr übereinstimmt. Vorzugsweise ist das Öl auf einer gleichen Gewichtsbasis oder in einem Gewichtsverhältnis von einem Viertel hinsichtlich der Menge des vorhandenen Polymermaterials vorhanden. Das vorhandene Polymermaterial ist vorzugsweise ein Styrolisopren/Butadienblockcopolymer oder Styrolethylen/Butadien-Styrolblockcopolymer. Bevorzugte Beispiele von derartigen Polymermaterialien, die hierin nützlich sind, beinhalten C-Flex 1970-W5 (R70-339-000), C-Flex 1960-W5 (beide hergestellt von Consolidated Polymer Technologies, Largo, Florida, USA) und Kraton G1654 (hergestellt von Shell Chemical Co.). Für die C-Flex-Materialien ist ein insbesondere bevorzugtes Verhältnis ein Teil Öl pro 2 Teile C-Flexmaterial.

Bevorzugte Verhältnisse von Polymer zu Mineralöl sind 1/1 bis 4/1 unter Verwendung von C-Flex 1970-W5 oder 1960-W5, ein Teil Kraton G1654: 2,75 Teile Mineralöl, und 14 Teile Kraton G1654: 15 Teile C-Flex R70-306 (oder R70-190 oder R70-251 oder eine beliebige Mischung davon): 40 Teile Mineralöl. Das C-Flex R70-339-000, R70-306, -190 und -251 Materialien sind hierbei auch bevorzugt und sind Produkte von Consolidated Polymer Technologies. Diese sind Mischungen von S-EB-S Blockcopolymer oder SIB-Blockcopolymer mit Mineralöl. 10 Teile Kraton G1654 und 11 Teile C-Flex R70-306 und 27 Teile Duoprime 70 Öl ist auch bevorzugt.

Die bevorzugten Polymere, die hierin verwendet werden und vorstehend aufgelistet wurden (C-Flex und Kraton Materialien) beinhalten, zusätzlich dazu, dass sie Styrol-Isopren/Butadien- oder Styrol-Ethylen/Butadien-Styrol-Blockcopolymere (vermischt mit Mineralöl im Fall der C-Flex R70-339-000, R70-306, -190 und -251 Materialien) sind, auch Styrol-Butadien-Styrol und jedes thermoplastische Elastomer, das vorstehend aufgelistete Shore A Eigenschaften besitzt und mit Mineralöl vermischt werden kann. Mischungen von allen erwähnten Polymeren können verwendet werden. Einige bevorzugte Polymermaterialien, die in allen Aspekten der vorliegenden Erfindung nützlich sind, werden eingehender hinsichtlich des erfindungsgemäßen Hülsenelements infra beschrieben.

Das hierbei verwendete Mineralöl ist vorzugsweise gereinigtes Mineralöl und ist vorzugsweise vom USP-Grad.

Die erfindungsgemäße Polstervorrichtung und Polsterschließvorrichtung kann eine insgesamt Röhrensockengestalt besitzen oder kann eng anliegend sein (was eingehender hinsichtlich des erfindungsgemäßen Hülsenelements nachstehend beschrieben wird). Diese Gestalten werden als sockenförmige Beschichtungen bezeichnet. Die erfindungsgemäße Hülsenpolstervorrichtung und Polsterschließvorrichtung kann eine Reihe von Rest- oder Normalgliedmaßengrößen mit minimalen oder ohne Lufttaschen anpassen, und vorzugsweise einen Elastizitätsbereich von 10 bis 400 und einen Bereich des entfernte Radius von 19 bis 102 mm (3/4'' bis 4'') besitzen oder was immer durch den Träger benötigt wird. Die Polstervorrichtung und Polsterschließvorrichtung kann aus einer Kombination von Gel/Stoff mit zweckmäßiger Naht, wo notwendig, hergestellt werden. Wenigstens drei Standardgeometrien können sowohl für die erfindungsgemäße Polstervorrichtung als auch für die Polsterschließvorrichtung bereit gestellt werden, wobei diese Geometrien 1) gleichförmige Wand, 2) sich verjüngende Wand und 3) konturierte Wand sind. Diese Geometrien sind zudem hinsichtlich der erfindungsgemäßen Hülse und des offenendigen Hülsenelements, die nachstehend diskutiert werden, nützlich und beziehen sich auf die Dicke des Gels. Ein zurückgesetzter Achillesaufbau (siehe infra) kann in allen Artikeln oder Aspekten der Erfindung verwendet werden.

Die gleichförmige Wandpolster und Polsterschließvorrichtung umfassen einfach eine gleichförmige Dicke von Gel. Sich verjüngende Wandpolstervorrichtungen und Polsterschließvorrichtungen sind im allgemeinen diejenigen mit einer Schicht aus Gel, welche im entfernten Teil zum zusätzlichen Polstern (und da die meiste Schrumpfung des Restgliedes an diesem Punkt des Gliedes auftritt) und dünner im nahen Bereich (nahe dem offenen Ende der Vorrichtung) ist, um sich mit dem Restglied leichter zu verbinden und mit diesem eine Schnittstelle zu bilden. Konturierte Wandpolstervorrichtungen und Polsterschließvorrichtungen besitzen eine ungleichförmige Verteilung von Gel insgesamt, um Polstereffekte, wo benötigt, zu gewährleisten und besitzen in einer bevorzugten Ausführungsform einen dünneren hinteren mittleren und oberen Teil, um einen maximalen Bewegungsbereich, gegebenenfalls mit einem dickeren entfernten Ende sowohl am vorderen mittleren als auch vorderen seitlichen Teil mit weniger Dicke in dem Bereich zwischen diesen zwei Bereichen zu ermöglichen, um so typische Knochenvorsprünge abzupolstern. Konturierte Wandvorrichtungen sind häufig am entfernten Teil dicker und individuell angefertigte Formen können leicht bereit gestellt werden, um den individuellen Verwender zu befriedigen. Zum Beispiel besitzt in der Vorrichtung von 7 der schraffierte Bereich ein Gel oder eine Polymermaterialpolsterdicke von 13 mm, der gepunktete Teil 11 mm, die Vorderseite der Vorrichtung 9 mm und der Teil für das hintere des Knies weniger als 9 mm.

Sowohl für die erfindungsgemäße Polstervorrichtung als auch die Polsterschließvorrichtung schließen Kombinationen von Gel mit Stoff, Gel mit einer zweistückigen oder dreistückigen eng anpassenden Hülse ein (nachstehend beschrieben). Andere Aufbauten beinhalten Gel, das innerhalb einer röhrenförmigen Sockenstoffform beschichtet ist.

Geschäumte oder nicht geschäumte thermoplastische Elastomere oder Kautschuk können nur als ein Polstermaterial allein oder in Kombination mit dem Gel in der Erfindung verwendet werden. Der Ausdruck "thermoplastische Elastomere" besitzt dessen typische Bedeutung und schließt das erfindungsgemäße Gel aus. Die geschäumten Materialien können Mineralöl ausschließen. Der Einschluss von thermoplastischen Elastomeren in dem erfindungsgemäßen Gel (die Mischung, die gegebenenfalls geschäumt ist) ist beim Herstellen der Produkte vorteilhaft, die individuell angepasst sind, da derartige Produkte die Tendenz besitzen werden, die Gestalt eines Gliedes oder Modell eines Gliedes anzunehmen, wenn z.B. Wärme und/oder Druck angelegt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Gel geschäumt und in Kombination mit Stoff in allen Formen der Erfindung verwendet werden.

Zusätzlich können in der Polstervorrichtung und in der Polsterschließvorrichtung Umwandler bzw. Transducer hierin eingeschlossen werden, um Druck, Kraft, Temperatur etc. abzutasten und/oder ein Signal aus dem Restglied zu einer prothetischen Vorrichtung zu übertragen, um myoelektrische Signale etc. auszusenden. Zusätzlich zu den Umwandlern kann jede elektrische Vorrichtung auf ähnliche Weise zur Abtastung, Signalübertragung etc. eingebaut werden. Vergleiche z.B. US 5,443,525.

Wie vorstehend erwähnt umfasst die Polsterschließvorrichtung eine Andockeinrichtung zum Anbringen einer externen Vorrichtung etc. auf die Vorrichtung. Derartige Andockeinrichtungen beinhalten Befestigungsvorrichtungen [Pins] etc. und sind typischerweise diejenigen welche dazu beitragen eine prothetische Vorrichtung anzubringen und zu unterstützen. Diese Andockeinrichtungen sind in der Technik bekannt und werden vorzugsweise in die Polsterschließvorrichtung mittels direktem Formen eingebaut, was Einspritzformen eines Adapters in den Stoff etc. bedeutet. Derartige Andockeinrichtungen, die entfernte Einschübe einschließen, können zentriert werden oder nicht, um individuelle Restgliedgeometrien unterzubringen. Andere Andockeinrichtungen beinhalten Formen eines erhöhten Aufbaus in der Seite der Vorrichtung, welche dann in eine Vertiefung auf der Innenseite des prothetischen Anschlussteils passt, was einen Verschlusseffekt ermöglicht, wenn der Verwender die Vorrichtung anzieht und in ein Anschlussteil steigt.

Eine offenendige Polsterknie- oder Ellbogenhülse (nachstehend als Polsterkniehülse oder Kniehülse etc. zur Kürze bezeichnet) soll durch einen Amputierten getragen werden und eine Schnittstelle zwischen dem Restglied und einer prothetischen Vorrichtung bereitstellen, und wird extern auf beides getragen, oder kann durch eine Person getragen werden, dessen Glied intakt ist aber Polsterung oder Gelenkunterstützung wünscht oder benötigt. Die Kniehülse ist im allgemeinen zylinder- oder bandförmig und auf der Außenseite mit Stoff bedeckt und auf der Innenseite mit erfindungsgemäßem Gel beschichtet. Die Hülse kann eine beliebige Größe besitzen, aber ist typischerweise von 25,4 bis 635 mm (1 bis 25 Inch) lang, einschließlich 254, 381, 406,4 und 508 mm (10, 15, 16 und 20 Inches), und irgendein Durchmesser (ungestreckt), wie etwa 25,4 bis 254 mm (1 bis 10 Inch), einschließlich 50,8, 88,9, 101,6 und 127 mm (2, 3½, 4 und 5 Inch). Stoff kann den mittleren Abschnitt des inneren Teils bedecken, wenn gewünscht. Die Polsterkniehülse selbst kann eine konische (d.h., sich verjüngende) Gestalt mit einem kleineren Durchmesser am entfernten Teil als am nahen Teil oder einen kleineren Durchmesser am entfernten Teil und nahen Teil verglichen mit einem Durchmesser im Zentrum, umso die prothetische Vorrichtung oder den Rest an dem kleineren Durchmesserende – den kleineren Durchmesserenden festzuhalten. Die Gelbeschichtung auf der Innenseite kann dünner an jeder oder beiden von dem entfernten und nahem Ende sein, und kann dünner oder nicht vorhanden in der Rückseite oder dessen ganzen mittleren Abschnitt sein, um so sich nicht mit der Knie- oder Ellbogenkehle zu verbinden, wenn durch den Verwender getragen. Es ist bevorzugt, dass die Wanddicke des Gels an den Enden dünn ist, unabhängig davon, ob es einen Stoff gibt, der das Gel bedeckt oder ob das äußeren oder die ganze Polsterkniehülse einfach aus Gel selbst hergestellt ist.

Die Polsterkniehülse kann in Kombination mit der erfindungsgemäßen Polstervorrichtung oder Polsterschließvorrichtung als Mittel zur Spannung einer prothetischen Vorrichtung verwendet werden, oder kann allein verwendet werden. Zudem kann die Kniehülse hierzu durch Formen in das Gel durch Anbringungseinrichtungen, wie etwa Befestigungsvorrichtungen [Pins] etc. ein orthopädisches Kniegelenk und gegebenenfalls Unterstützungsschienen besitzen, sodass die Hülse eine Knieklammer zusammensetzt.

Alle Gegenstände, wie etwa die (geschlossenendige) Hülse und Vorrichtungen können mit Gel oder Thermoplastik auf dessen Außenseite bereitgestellt werden, um so in Kontakt zu kommen und erhöhte Reibung mit dem inneren Gel der Polsterkniehülse zu gewährleisten. Ein derartiger Aufbau stellt eine zusätzliche Unterstützung und Spannung der prothetischen Vorrichtung bereit.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Einschließen eines Amputationsstumpfes überwindet die Probleme, die mit den röhrenförmigen oder konischen Socken des Stands der Technik auftreten, welche entweder leicht Geräuscheffekte durch Lufttaschen hervorrufen oder so aufgebaut sind, dass sie unkomfortabel sind, indem sie ein Hülseelement bereitstellen, welches in der Gestalt von oder aus einem Muster ist und umfasst die Erfindung, gegebenenfalls mit Elastomer kombiniert, welches eine elastische Spannung bereitstellt, sodass die Vorrichtung an den Rest eines amputierten Gliedes sich anpasst.

Dies gewährleistet ein Hülsenelement, das komfortabel ist und die Erzeugung von störenden Geräuschen vermeidet, welche direkt auf das Vorhandensein von Lufttaschen zwischen einem Hülsenelement und dem Rest eines amputierten Gliedes oder zwischen einem Hülsenelement und einem prothetischen Anschlussteil vorhanden sind.

In allen Aspekten der Erfindung, die hierin beschrieben werden, ist die Elastizität der Vorrichtung vorzugsweise ausreichend, um das Anschwellen oder Schrumpfen des Restgliedes unter zu bringen, das typischerweise durch einen Amputierten erfahren wird und noch einen eng ansitzenden Sitz beizubehalten. Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung besitzt genug elastische Kompression, um sich an einen Stumpf anzupassen, aber ist nicht so eng anliegend, dass sie als eine Stumpfschrumpfvorrichtung angenommen wird, wie in US 4,840,635.

1 bezeichnet ein typisches Muster, aus welchem das eng anliegende Hülsenelement gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist oder in welches dieses geformt ist. Das Muster ist ein reflektiertes zweistückiges Muster, von welchem ein Stück entworfen ist, um den knochenartigen Vorsprung eines typischen BK-Stumpfes zu bedecken, (1a) das andere Stück, das mit dem ersten von dessen Kanten verbunden ist und den typischen Weichgewebeansatz um den Stumpf beschreibt (1b). Die zwei Muster können verwendet werden, um zwei oder mehrere Stücke von Textilmaterial auszuschneiden, welche zusammengebracht werden, sodass "X" von jedem der Muster in 1a und 1b in Kontakt mit dem "X" auf dem anderen Muster sind, gefolgt von Zusammennähen der Kanten von jedem Muster auf typische Weise. Wenn die zwei Stücke zusammengenäht werden, wird ein Hülsenelement bereitgestellt, welches passende restähnliche (röhrenförmige) Gestalt mit einem offenen Ende besitzt, in welches ein Amputationsstumpf eingeführt werden kann, ein geschlossenes Ende, entgegengesetzt zu dem offenen Ende, ein inneres und ein äußeres. Das zweistückige Muster kann aus dem gleichen Textilmaterial oder aus verschiedenen Textilmaterialien ausgeschnitten werden, und die beiden Stücke von Textilmaterialien können die gleiche Farbe oder verschiedene Farben besitzen. Das dreistückige optional gebundene reflektierte Muster von 3 stellt auch eine eng anliegende Hülse bereit, wobei Stück (a) optional ist.

Die eng anliegende Hülse gemäß der vorliegenden Erfindung kann aus Stoff, mit Gel, Elastomer und deren Kombination gemäß den Mustern in 1 oder 3 hergestellt werden. In 1a variiert der Abstand A-B, der durch den Abstand B-C geteilt wurde, im allgemeinen von 2/1 bis 1/2 und beträgt vorzugsweise ungefähr 1/1. Die Breite des Musters in 1a an dem Punkt B dividiert durch die Breite an dem Punkt C, beträgt im allgemeinen ungefähr von 1/4 bis 1/1, vorzugsweise ungefähr 1/2. In 1b beträgt der Abstand A-B, geteilt durch den Abstand B-C im allgemeinen vorzugsweise ungefähr 1,05 – 1,3, insbesondere bevorzugt ungefähr 1,1. In beiden Mustern von 1 und 3 können die Dimensionen so variiert werden, um eine komfortable Passform zu gewährleisten, die Lufttaschen vermeidet.

Die zwei oder mehrere Stücke von Textilmaterial, die verwendet werden, um die erfindungsgemäße Formpassvorrichtung auszubilden, können zusammen unter Verwendung von irgendeinem Typ von Garn und irgendeiner Art von Nähmuster zusammengenäht werden. Dies gilt auch für röhrensockenförmige Gegenstände. In einer bevorzugten Ausführungsform wird wollartiges Nylon verwendet, um die zweistückige oder dreistückige Formpassvorrichtung der Erfindung zu verbinden oder die röhrenförmige Socke unter Verwendung eines flach geschlossenen Nähmusters zu nähen, welches ein Nähmuster ist, das demjenigen in der Technik geläufig ist. Dieses flach geschlossene Nähmuster tendiert dazu, eine glatte, nicht irritierende Art mit einer Streckung, die Jersey-Stoff vergleichbar ist, zu schaffen.

Die Größe der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann abhängig von dem Rest, der eingeschlossen wird, variiert werden, indem einfach das Muster proportional reduziert oder vergrößert wird, wie gewünscht. Der Ausdruck "Formpass" restähnliche (röhrenförmige) Gestalt, wie hierin verwendet, bezieht sich auf die Gestalt der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche einen konturierten Sitz auf einen Amputationsstumpf gewährleistet, was Lufttaschen während dem kolbenartigen Bewegen des Amputationsstumpfes in einem prothetischen Anschlussteil wesentlich verringert oder eliminiert und welches erhalten wird, indem eine Vorrichtung bereitgestellt wird, die aus zwei oder mehr Stücken von Stoff mit dem in 1 und 3 beschriebenen Muster und/oder aus Gel und/oder anderen elastomeren Materialien in der Gestalt, die durch diese Muster bereitgestellt wird, zusammengesetzt ist. Ein restähnlicher Aufbau wird ferner über eine Neigungsformtechnik erreicht, die Konturen eines normalen Amputationsstumpfes wiedergibt.

Die stoffhaltigen Gegenstände gemäß der vorliegenden Erfindung können mit irgendeinem Textilmaterial mit irgendeiner Dicke (Schicht) hergestellt werden. Bevorzugte Textilstoffe sind diejenigen mit Elastizität, einschließlich von Elastizitäten von 10 bis 400, wie etwa streckbare nicht gewebte Stoffe (z.B. die Xymid® Linie von Stoffen einschließlich Wearforce® Stoffe von DuPont, welche Massengutgarne mit nicht gewebten Blattsubstraten verbindet), Lycra®, das segmentierte Elastomere Polyurethanfasern (spandex) umfasst, Supplexnylon (ein ingenieurtechnischer Nylontextilstoff mit einer baumwollähnlichen Struktur und Erscheinung), Neoprenstoffe (Polychloroprenstoffe), Nylon, stoffähnliches [spunbonded] Olefin, schlaufenförmiges [looped] Nylon, gestreckte [spunlaced] Stoffe, Polyester, Aramidfaserstoffe, etc. Jedoch kann irgendein Textilmaterial verwendet werden, wie etwa diejenigen, die in Textiles, 4. Auflage, N. Hollen et al, MacMillan, New York, 1973, The Modern Textile Dictionary, Duell, Sloan and Pearce, New York, 1963 und Dyeing Chemical Technology of Textile Fibers, Trotman, E., Charles Griffin und Co., London, 1975 beschrieben werden: Stoffe, die verwendet werden, um die erfindungsgemäßen Gegenstände herzustellen, sind vorzugsweise elastisch und sind vorzugsweise Jersey-Knit, aber beinhalten alle gewebten, halbgewebten und nicht gewebten Textilstoffe. Zusätzlich zu den vorstehend erwähnten und in den vorstehend erwähnten Druckschriften beschriebenen, sind auch diejenigen, die in Band 22, Seite 762 ff und Band 16, Seite 72 ff von Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, Wiley, New York, jeweils 1983 und 1981 beschrieben werden, auch eingeschlossen.

Mischungen von verschiedenen Arten können mit Naht, wenn notwendig, verwendet werden.

Bevorzugte Stoffe beinhalten Mischungen der vorstehend erwähnten Stoffe, wie etwa Stoff aus Neopren, 88% Supplexnylon/12% Lycra Spandex, 85% Nylon/15% Lycra Spandex, 94% Polyester/6% Lydra Spandex. Derartige gemischte Stoffe können gleichförmig vermischt werden oder können eine Art von Faser oder vorherrschend eine Art von Faser auf einer Seite davon besitzen. Zum Beispiel kann in den vorstehend beschriebenen Stoffen, welche Lycra enthalten, das Lycra insgesamt vermischt werden, oder kann die ganze oder im wesentlichen die ganze Seite ausmachen, oder die ganzen oder im wesentlichen die ganze Rückseite des Stoffes, wenn diese einmal in einen erfindungsgemäßen Gegenstand angeordnet ist.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Textilstoffe können auf irgendeine in der Technik bekannte Weise behandelt/nachbearbeitet werden. Zum Beispiel kann eine Nylontrikotoberfläche auf den Textilstoff etc. aufgetragen werden. Das Nachbearbeiten muss nicht gleichförmig über den gesamten erfindungsgemäßen Gegenstand durchgeführt werden. Der Gegenstand kann selektiv bei z.B. in vorstehenden Knie- oder Ellbogen) Teilen behandelt werden, und mit der gleichen Behandlung, ohne Behandlung oder einer anderen Behandlung, die unterhalb des Knies oder Ellbogen vorhanden ist. Auf ähnliche Weise kann eine Behandlung auf der äußeren Oberfläche des erfindungsgemäßen Hülsenelements sich von dessen Innenseite unterscheiden.

Das Textilmaterial, das verwendet wird, um die erfindungsgemäßen Gegenstände herzustellen, ist vorzugsweise elastisch (streckbar) in einer oder mehreren, vorzugsweise zwei Richtungen und kann sich auf Variationen in der Form und Größe des Restes oder Gliedes einstellen. In einer bevorzugten Ausführungsform gewährleistet eine Nylon, Neopren, Schlaufennylonkombination herausragenden Komfort und Haltbarkeit. Bevorzugte Dicken des erfindungsgemäßen Textilmaterials reichen von 0,254 bis 5,08 mm (,010 inch – .200 inch), vorzugsweise 0,635 bis 3,175 mm (.025 inch bis .125 inch) alle Werte und alle Bereiche dazwischen. Typischerweise sind die Dicke der Musterstücke in 1 und 3 gleich, aber müssen nicht sein.

Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist vorzugsweise ein gepolstertes Hülsenelement, d.h., ein Hülsenelement mit einer eng anliegenden Form mit einem offenen Ende, in welches ein Amputationsstumpf eingeführt werden kann, ein geschlossenes Ende, das dem offenen Ende gegenüberliegt, ein inneres und ein äußeres, wobei das Innere an dem geschlossenen Ende mit einem Polymermaterial imprägniert ist, das derart angeordnet ist, dass es eine Polsterung zwischen dem Amputatrest und irgendeiner prothetischen Vorrichtung, die getragen wird, bereitstellt, die an den Rest etc. gebunden ist. Das Polstermaterial ist vorzugsweise ein Polymermaterial, insbesondere bevorzugt das zuvor erwähnte Gel und/oder ein thermoplastisches Elastomer (das einfach als thermoplastisch hierin bezeichnet wird), wie etwa ein thermoplastischer Kautschuk, Silikon, das Elastomer enthält, etc., welches eine Schnittstelle zwischen dem Rest und einer prothetischen Vorrichtung bereitstellt, welches die Haut an der Rückseite des Knies oder Ellbogens nicht oder minimal kontaktiert, wenn durch einen Amputierten getragen (zurückgesetzter Achilles). Dieses Polstermaterial kann zudem hier und in anderen Gegenständen der Erfindung ein thermisch härtbares Silikon sein. Dieses Polstermaterial wird so in einer "zurückgesetzte Achilles" Anordnung bereitgestellt, welche die Irritation vermeidet, die in der Kehle hinter einem Knie oder Ellbogen auftritt, die durch Polsterhülsen nach dem Stand der Technik bereitgestellt werden, indem das polsternde Polymermaterial an dieser Stelle ausgedünnt oder eliminiert wird. Wenn die eng anliegende Hülse durch einen oberhalb des Knieamputierten getragen wird, kann der zurückgesetzte (ausgedünnte oder fehlende) Teil des Polstermaterials medial an z.B. dem Perineum für erhöhten Komfort angeordnet werden.

Das Polymermaterial, welches den Polstereffekt in allen Aspekten dieser Erfindung bereitstellt, kann irgendein Polymermaterial sein. Bevorzugte Materialien, die sich von dem erfindungsgemäßen Gel und denjenigen, die vorstehend beschrieben wurden, unterscheiden, sind diejenigen Elastomere, die auf den Seiten 446 bis 640 des Bands 8 der Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, Wiley, New York, 1979 beschrieben wurden und denjenigen Kautschuk, die in Synthetic Rubbers: Their Chemistry and Technology, Blackley, D., Applied Science Publishers, London, 1983 und Rubber Technology, Morton, M. Ed., Van Nostrand Reinhold Co., New York, 1987 beschrieben wurden.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung beinhaltet ein Polstermaterial vom Kraton®-Typ Kautschukmaterial, das diejenigen einschließen, die von Shell, CPT und GLS erhalten wurden. Diese Kraton®-Kautschuke sind Styrol-Ethylen/Butylen-Styrol Blockcopolymere oder Styrol-Ethylen/Propylen Blockcopolymere oder Styrolisopren/Butadien Blockcopolymere und sind in Triblock- oder Diblockform erhältlich. Siehe z.B. das Kraton® Technical Bulletin von Shell Chemical Company, SC:1102-89, Juni 1992.

Das Polsterpolymermaterial, das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist ein gepolstertes Hülsenelement, das durch einen bestimmten Härtegrad gekennzeichnet ist. Härtegrade für das erfindungsgemäße Polstermaterial reichen vorzugsweise von 1 bis 20 auf der Shore "A" Skala. Je niedriger die Zahl desto weicher das Material, typischerweise auf Grund eines höheren Niveaus an Weichmacher. Ein bevorzugter Härtebereich beträgt 3 bis 14 einschließlich aller Werte dazwischen und aller Bereiche dazwischen.

Das erfindungsgemäße Polymerpolstermaterial kann eine Mischung aus z.B. Kraton® Kautschuken und Ölen, wie etwa Mineralöl, etc. einschließlich typischer Stabilisierungsmittel etc. sein, welche eine durchschnittliche Härte von 1 bis 20, vorzugsweise 3 bis 14 bereitstellen. Diese Mischungen umfassen typischerweise einen Kautschuk mit einer unteren Härte (1 bis 10 auf der Shore "A" Skala) und ein Kautschuk mit einer höheren Härte (z.B. 11 bis 20). Diese Mischungen können vorzugsweise um 100 oder mehr, vorzugsweise 400 oder mehr vor dem Reißen gestreckt werden und können eine Passform an den Rest auf Grund deren inhärenten Elastizität bereitstellen. Zudem besteht die Tendenz, dass Kraton® Kautschuke mit niedriger Härte und anderen Materialien sich klebrig anfühlen, welches, wenn in dem vorliegenden Polymerpolstermaterial vorhanden, dazu tendiert, die Formanpassbarkeit der Hülse wesentlich zu verstärken, indem diese sich an die Haut anschmiegt.

Beim Anziehen dieser erfindungsgemäßen Gegenstände, welche, wenn getragen, einen Kontakt zwischen z.B. dem erfindungsgemäßen Gel, einem thermoplastischen Material, deren Kombination etc. mit der Haut und/oder einer prothetischen Vorrichtung bereitstellen, ist es bevorzugt, dass der erfindungsgemäße Gegenstand auf eine Weise angezogen wird, sodass das Polymermaterial nicht gegen die Haut zieht. Z.B. kann die erfindungsgemäße Polstervorrichtung oder Hülse vor dem Anziehen aufgerollt werden, und dann auf das Glied und/oder die Vorrichtung abgerollt werden. Auf diese Weise schließt das Polsterpolymermaterial das Glied und/oder Vorrichtung ein ohne Gleiten oder Reibung. Wenn der erfindungsgemäße Gegenstand eine äußere Textiloberfläche besitzt, gleitet das Textilmaterial gegen sich selbst, was eine leichte Wirkung gewährleistet. Hinsichtlich der Hülse mit offenem Ende, die hierin beschrieben wird, wird ein besonderer Vorteil erhalten, wenn diese Hülse mit offenem Ende ein inneres Mittelband aus Stoff besitzt. Die entfernten und nahen Teile der Hülse mit offenem Ende können zu der Mitte der Hülse aufgerollt werden, und die Hülse kann mit Kontakt zwischen dem Träger oder Vorrichtung und Stoff allein angezogen werden. Die Thermoplastik enthaltenden Teile können dann auf den Träger und/oder Vorrichtung abgerollt werden. In allen Fällen können die erfindungsgemäßen Gegenstände abgenommen werden, indem die vorstehend beschriebenen Verfahren umgekehrt werden. Dieser Aspekt der Erfindung (leichtes Anziehen und Ausziehen) ist ein wichtiger Vorteil in der Technik, die durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt wird. Kein Schmiermittel, Talkpulver etc. wird benötigt, so wie mit gegenwärtig erhältlichen Materialien. Zudem können die erfindungsgemäßen Gegenstände, unabhängig von deren Zusammensetzung derart angepasst werden, dass deren Teil, welcher in Kontakt mit der Kleidung des Verwenders, wie etwa Hosenbeine, Hemdkrägen etc., kommt Stoff ist oder mit Stoff bedeckt ist, sodass die Kleidung des Trägers nicht auf den erfindungsgemäßen Gegenständen anhaftet und verschmutzt wird.

Wenn gewünscht, kann das Polstermaterial Antioxidationsmittel, wie etwa Vitamine A, B und C oder irgendwelche anderen Antioxidationsmittel, die herkömmlich in Polymeren verwendet werden, umfassen, welche auf einer Zeitverzögerungsbasis ausgeschwemmt werden. Zusätzlich können Hautbefeuchtungsmittel zu dem Polymermaterial zugegeben werden, um die Haut während dem Tragen zu beruhigen. Derartige Hautbefeuchtungsmittel beinhalten Mineralöl, wie Öl, welche zu dem Polymermaterial vor dessen Auftragen auf das Hülsenelement zugegeben werden. Zudem können Astringentien, Biocide, Medikamente etc. auf das Polstermaterial gegeben oder aufgetragen werden, um Infektion oder Entzündung zu vermeiden.

Wie vorstehend beschrieben wird das Polstermaterial vorzugsweise in einem zurückgesetzten Achillesaufbau auf dem Inneren der erfindungsgemäßen Gegenstände ausgebildet. Polstermaterial kann zudem auf das Äußere aufgetragen werden. In beiden Fällen ist es bevorzugt, dass das Polstermaterial derart aufgetragen wird, dass dieses eine Schnittstelle zwischen dem Stumpf des Amputierten und einer prothetischen Vorrichtung bereitstellt oder Polsterung und/oder Gelenkunterstützung gewährleistet, aber Kontakt mit der Haut an der Rückseite des Knies oder Ellbogens, wenn getragen, minimiert oder eliminiert. Das Polstermaterial kann von der Haut durch ein Stück Stoff, durch eine Innensockenvorrichtung, separiert werden oder kann die Haut direkt kontaktieren. Ein derartiger Kontakt mit der Haut kann das Schwitzen etc. reduzieren.

Während einige Verfahren verwendet werden können, um das Polstermaterial auf den Stoff aufzutragen, beinhaltet ein bevorzugtes Verfahren das Eintauchen des geschlossenen Endes des erfindungsgemäßen Gegenstandes in geschmolzenes oder verflüssigtes Polstermaterial bei einem Winkel von 15° bis 80°, vorzugsweise 20 bis 50°, insbesondere bevorzugt 24 bis 45°, hinsichtlich der Oberfläche des geschmolzenen oder flüssigen Polstermaterials. Auf diese Weise erstreckt sich das Polstermaterial über den Gegenstand von dessen geschlossenem Ende in einen größeren Ausmaß auf die Seite der Vorrichtung, Hülse etc. um mehr auf der Vorderseite des Knies als auf der Hinterseite des Knies positioniert zu werden (z.B. das Muster auf den Vorderseiten von 1a auf einem BK-Amputat). Solange wie das Polsterpolymermaterial Kontakt mit der Haut an der Rückseite des Knies oder Ellbogens minimiert oder eliminiert, wenn getragen, aber noch eine Schnittstelle zwischen dem Stumpf des Amputierten und einer prothetischen Vorrichtung gewährleistet oder Gelenkunterstützung und/oder Polsterung gewährleistet, ist das Material in einem zurückgesetzten Achilles-Aufbau. Vorzugsweise besitzt das Polymermaterial wenigstens ungefähr 12,7 bis 457,2 (1/2 bis 18), vorzugsweise 12,7 – 254 (1/2 – 10), weiter bevorzugt 76,2 – 203,2 mm (3 – 8 inch), einschließlich aller Werte und Bereiche zwischen diesen mehreren Werten, von dem geschlossenen Ende der Gegenstände auf der Vorderseite des Knies oder Ellbogens und bedeckt das Knie oder Ellbogen. Der Unterschied in der Höhe des Polstermaterials hinter (d.h., in der Kehle von) dem Knie oder Ellbogen, wie entgegengesetzt zu der Vorderseite des Knies oder Ellbogens, kann sich um einige 10 mm (inch) unterscheiden, gemessen von dem geschlossenen Ende des Gegenstands, typischerweise von 25,4 – 381 mm (1 – 15 inch), vorzugsweise 25,4 – 203,2 (1 – 8) und beinhaltet alle Werte dazwischen und alle Bereich zwischen diesen mehreren Werten. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Polstermaterial an dem geschlossenen Ende des Gegenstands dicker als dieses zum offenen Ende hin ist.

Zusätzlich zu dem Auftragen des erfindungsgemäßen Gels und/oder Polymerpolstermaterials auf z.B. das Hülsenelement durch Eintauchen in verflüssigtes oder geschmolzenes Polymermaterial oder Aufstreichen des Materials auf den Gegenstand etc., ist es möglich, das Polymermaterial in einem Lösungsmittel aufzulösen, gefolgt von Auftragen des Lösungsmittels auf den Gegenstand mit anschließender Verdampfung des Lösungsmittels. Eine genaue Steuerung der Dicke des Polymermaterials wird unter Verwendung dieses Verfahrens erhalten. Sowohl beim direkten Eintauchen als auch bei den Lösungsmittelverfahren wird der Gegenstand im allgemeinen mit dem entfernten Ende sich herunterneigend eingespannt, um eine sich verjüngende Dicke während dem Trocknen bereit zu stellen. Im allgemeinen kann die Dicke des Polymermaterials, das auf die erfindungsgemäßen Gegenstände auf irgendeine Weise einschließlich einer zurückgesetzten Achillesweise aufgetragen wird, irgendeine Dicke von z.B. einigen 10 mm (inch) sein, aber diese variiert vorzugsweise von 0,0254 – 12,7 mm (.001 – .500 inch), vorzugsweise 0,279 – 3,81 mm (.011 – .150 inch), aber alle Werte und alle Bereiche zwischen diesen Werten sind eingeschlossen, und können im wesentlichen in der Dicke insgesamt nicht konstant sein. Z.B. kann das Polstermaterial vorzugsweise an dem geschlossenen Ende der Hülse (z.B. 3,175 (.125 inch) dick) sein und sich verjüngend oder ausgefasert mit abnehmender Dicke sein, wenn das offene Ende sich annähert. Derartige Änderungen der Dicke können durch Techniken erreicht werden, die den Fachleuten bekannt sind und in deren Fachwissen liegen. Zum Beispiel kann Kompressionsformen verwendet werden.

Ein bevorzugtes Verfahren zum Herstellen der erfindungsgemäßen Gegenstände ist Einspritzformen. Der Gegenstand wird über einen Kern gezogen und in einen Hohlraum mit Polymermaterial, das in den Hohlraum eingespritzt wird, eingeschoben.

Andere Merkmale der Erfindung werden im Verlauf der folgenden Beschreibung der exemplarischen Ausführungsformen ersichtlich werden, welche zur Veranschaulichung der Erfindung allein dienen sollen und die Erfindung auf keine Weise begrenzen sollen.

Beispiele Beispiel 1

Ein eng anliegender, auf der Haut liegender Socken wurde aus einem 88% Supplexnylon/12% Lyca Spandex Jersey Knitstoff unter Verwendung von wollartigem Nylongarn und einer flachen geschlossenen Nähart hergestellt. Der Socken umfasst zwei Stücke von Stoff, wobei das erste Stück das in 1a beschriebene Muster ist, das zweite Stück das in 1b beschriebene Muster besitzt.

Eine Mischung aus geschmolzenem Kraton® Kautschuken, die von Shell (G1652) und GLS (6705) und Duoprime® 70 Öl (Mineralöl) erhalten wurden, wurde hergestellt, der genährte invertierte Socken wurde dann über ein Formfaksimile eines Amputationsstumpfes mit zurückgesetzten Teilen dort, wo jede Seite der Tibia sein würde, platziert und in eine geschmolzene Kraton® Mischung bei einem Winkel von 24° bis 28° hinsichtlich der Ebene der Oberfläche des geschmolzenen Kraton® eingetaucht und entfernt. Die Form wurde während dem Trocknen eingespannt. Ein eng anliegender gepolsterter Stumpfsocken wurde erhalten, der ein Polstermaterial in einem zurückgesetzten Achillesaufbau auf dessen Innenseite besaß.

Beispiel 2

Ein 1,5785 mm (1/16 inch) dicker Neoprentextilstoff mit Nylontrikotoberflächenbehandlung für oberhalb des Kniekontaktes wurde verwendet, um ein dreistückiges eng anliegendes Hülsenelement gemäß der vorliegenden Erfindung unter Verwendung des in 3 beschriebenen Musters herzustellen. Das 1,5785 mm (1/16 inch) Neoprenmaterial für unterhalb des Kniesegmentes der erfindungsgemäßen Hülse besaß Nylon auf der Außenseite und Nylon mit Schlaufen auf der Innenseite. Die an der Haut anliegende Seite des vorstehenden Kniesegmentes der erfindungsgemäßen Hülse war Neopren, welches eine Bindung mit hoher Reibung bereitstellt. Diese eng anliegende Socke wurde in geschmolzenes Kraton® (eine Mischung von hartem und weichem Kraton®, die in Beispiel 1 verwendet wurde) bei einem Winkel von 24° bis 28° eingetaucht, um ein Polstermaterial auf dessen Innenseite bereit zu stellen. Der resultierende Kompositsocken aus Nylon, Neopren, Nylon mit Schlaufen und Polsterkautschuk gewährleistet ein haltbares gepolstertes Hülsenelement, welches, wenn mit Kautschuk imprägniert, eine ungefähr Dicke von 3,175 mm (1/8 inch) besitzt.

Beispiel 3

Ein kommerzieller Baumwollröhrensocken wird invertiert und in geschmolzenes Elastomer in einem Winkel von 26°, relativ zur Ebene des geschmolzenen Elastomers, eingetaucht. Ein Socke mit Polstermaterial mit einem zurückgesetzten Achillesaufbau wird erhalten.

Beispiel 4

Eine zweistückige eng anliegende Hülse wurde aus einem Stoff hergestellt, der 57% Polyester, 33% Nylon, und 10% Lycra enthielt und wurde über ein Kernmuster platziert. Eine Mischung aus geschmolzenem C-Flex 1970-W5 (67 Gew.-%) und Duoprime 70 Mineralöl (33 Gew.-%) wurde in einen Hohlraum geschüttet und der Kern mit Hülse wurde in dem Hohlraum platziert, um eine Polstervorrichtung herzustellen.

Beispiel 5

Eine zweistückige eng anliegende Hülse wurde aus einem Nylon/Lycramaterial hergestellt. Ein Adapter wurde in das geschlossene Ende der Hülse mit Polypropylen durch Einspritzen geformt. Die Hülse mit Adapter wurde dann invertiert und über einen Kern platziert. Eine Mischung aus geschmolzenem C-Flex 1970-W5 (50 Gew.-%) und Duoprime 70 Mineralöl (50 Gew.-%) wurde in einen Hohlraum geschüttet und der Kern mit Hülse wurde in dem Hohlraum platziert, um eine Polsterschließvorrichtung herzustellen. Nach dem Formen wurde eine Schraube in den Adapter geschraubt, welche angepasst war, um mit einem Verschluss zusammen zu passen, welcher in einem prothetischen Anschlussteil eingebaut war.

Die erfindungsgemäßen Gegenstände sind hauptsächlich für den menschlichen Träger entworfen, und werden daher in ihrer Größe entsprechend angepasst. Durchmesser variieren typischerweise von 25,4 – 203,2 mm (1 bis 8 inch) (ungestreckt) und insgesamte Längen variieren typischerweise von 25,4 – 762 (1 – 30 inch) (ungestreckt). Offensichtlich sind zahlreiche Modifikationen, welche innerhalb des Umfangs der Erfindung und der angefügten Ansprüche fallen, möglich.


Anspruch[de]
  1. Polstervorrichtung zum Einschließen eines Amputationsstumpfes, wobei die Vorrichtung einen Stoff umfasst, der ein offenes Ende zum Einführen des Stumpfes und ein dem offenen Ende gegenüberliegendes geschlossenes Ende aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoff auf wenigstens dessen Innenseite mit einem eng anliegenden Polymer-Polstermaterial beschichtet ist, welches die Haut des Amputationsstumpfes kontaktiert, wenn durch einen Verwender getragen, um Lufttaschen zu minimieren oder zu eliminieren.
  2. Polstervorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei das Polymer-Polstermaterial an einem geschlossenem Ende der Vorrichtung dicker als an einem offenem Ende ist.
  3. Polstervorrichtung gemäß einem vorhergehendem Anspruch, wobei die Vorrichtung eine ungleichförmige Verteilung des Polymer-Polstermaterials besitzt, die ungleichförmige Verteilung einen dünneren hinteren Mittel- und Oberteil, und einen dickeren entfernten Vordermittel- und Vorderseitenteil umfasst.
  4. Polstervorrichtung gemäß einem vorhergehendem Anspruch, wobei das Polymer-Polstermaterial in einem vertieften Achilles-Aufbau angeordnet ist.
  5. Polstervorrichtung gemäß einem vorhergehendem Anspruch, die eine Länge vom geschlossenem Ende zum offenem Ende von 254 – 635 mm (10 – 25 Inch) besitzt.
  6. Polstervorrichtung gemäß einem vorhergehendem Anspruch, wobei das Polymer-Polstermaterial eine Dicke besitzt, die von 0,0254 – 12,7 mm (0,001 – 0,5 Inch) variiert.
  7. Polstervorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die Stoffbedeckung nur auf deren Innenseite mit dem Polymer-Polstermaterial beschichtet ist.
  8. Polstervorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die Stoffbedeckung durch direktes Eintauchen in verflüssigtes oder geschmolzenes Polymermaterial mit dem Polymer-Polstermaterial beschichtet ist.
  9. Polstervorrichtung gemäß einem vorhergehendem Anspruch, wobei das Polymer-Polstermaterial ein Biozid einschließt.
  10. Polstervorrichtung gemäß einem vorhergehendem Anspruch, wobei das Polymerpolstermaterial ein Vitamin einschließt.
  11. Polstervorrichtung, wobei die Vorrichtung durch Invertieren und Aufrollen auf den Amputationsstumpf angezogen werden kann.
  12. Polstervorrichtung gemäß einem vorhergehendem Anspruch, die ferner eine Andockeinrichtung an deren geschlossenem Ende umfasst.
  13. Polstervorrichtung gemäß Anspruch 12, wobei die Andockeinrichtung auf die Außenseite der Vorrichtung geformt ist.
  14. Polstervorrichtung gemäß Anspruch 12, wobei die Andockeinrichtung an den Soff auf der Außenseite der Vorrichtung geformt ist.
  15. Polstervorrichtung gemäß einem vorhergehendem Anspruch, wobei das Polymer-Polstermaterial aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus geschäumten oder nicht-geschäumten thermoplastischen Elastomeren, thermoplastischen Kautschuken, Silikonkautschuken und Polymer-Gelzusammensetzungen, die ein Blockcopolymer umfassen, besteht.
  16. Polstervorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei das Polymer-Polstermaterial ein Blockcopolymer und Mineralöl umfasst.
  17. Polstervorrichtung gemäß Anspruch 16, wobei das Polymer-Polstermaterial eine Shore A – Härte von 1–20 besitzt.
  18. Polstervorrichtung gemäß Anspruch 16 oder Anspruch 17, wobei das Polymer-Polstermaterial 5–85 Gew.-% Mineralöl umfasst.
  19. Polstervorrichtung gemäß einem der Ansprüche 16–18, wobei das Blockcopolymer aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem Styrol-Isopren/Butadien-Blockcopolymer, einem Styrol-Ethylen/Propylen-Blockcopolymer, oder einem Styrol-Ethylen/Butadien-Styrol-Blockcopolymer besteht.
  20. Polstervorrichtung gemäß einem vorhergehendem Anspruch, der einen Bereich mit einem entfernten Radius von 19 – 102 mm (3/4''–4'') besitzt.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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