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Dokumentenidentifikation DE69927411T2 22.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001150616
Titel EIN ELEKTROCHIRURGISCHES GERÄT ZUM KOAGULIEREN UND SCHNEIDEN, EINE METHODE ZUM TRENNEN VON BLUTGEFÄSSEN UND EINE METHODE ZUR KOAGULATION UND ZUM SCHNEIDEN IN ODER TRENNEN VON GEWEBE
Anmelder Lina Medical ApS, Glostrup, DK
Erfinder KORNERUP, Niels, DK-2960 Rungsted, DK
Vertreter Gille Hrabal Struck Neidlein Prop Roos, 40593 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 69927411
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.10.1999
EP-Aktenzeichen 999487333
WO-Anmeldetag 15.10.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/DK99/00565
WO-Veröffentlichungsnummer 0001028444
WO-Veröffentlichungsdatum 26.04.2001
EP-Offenlegungsdatum 07.11.2001
EP date of grant 21.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.06.2006
IPC-Hauptklasse A61B 18/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einer elektrochirurgischen Vorrichtung zum Koagulieren und Ausführen von Einschnitten in Gewebe oder zum Durchtrennen von Gewebe, wie zum Beispiel Blutgefäßen, wobei die besagte Vorrichtung mindestens ein immobilisierendes Mittel zum Immobilisieren eines Gewebeabschnitts, der koaguliert und in den eingeschnitten werden soll, umfasst, sowie ein erstes elektrisches Mittel, um damit dem Gewebeabschnitt, der durch das immobilisierende Mittel immobilisiert worden ist, eine erste elektrische Leistung zuzuführen, um zumindest einen Teil des besagten Gewebeabschnitts zu koagulieren.

Eine elektrochirurgische Vorrichtung dieses Typs ist in dem US Patent No. 5.445.638 von Rydell et al. offenbart. Bei dieser bekannten Vorrichtung werden zwei bewegliche Zangenbacken bereitgestellt, um den Gewebeabschnitt zwischen sich einzuklemmen, wobei die Zangenbacken mit einem elektrischen Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung versehen sind, um den Gewebeabschnitt, der zwischen ihnen eingeklemmt ist, zu koagulieren. Ein Schneidinstrument mit einer oder mehreren Schneidkanten, dass zwischen den Zangenbacken bewegt wird, wird bereitgestellt, um den Gewebeabschnitt mechanisch zu schneiden, nachdem dessen Koagulation statt gefunden hat.

Wenn Gewebe, wie zum Beispiel ein Blutgefäß koaguliert worden ist, wird das Gewebe häufig relativ hart, und es bedarf einer großen Kraft, die auf das Schneidinstrument ausgeübt werden muss, um den erforderlichen Einschnitt durchzuführen. Des Weiteren macht jeder Einschnitt die Schneidkante stumpfer, weshalb für jeden Einschnitt ein höherer Kraftaufwand nötig wird. In vielen Fällen ist die Schneidkante nach einem oder zwei Einschnitten so stumpf geworden, dass die Vorrichtung ersetzt werden muss, falls während des selben Vorgangs viele Einschnitte durchgeführt werden müssen, wie es häufig der Fall ist. Da die Vorrichtung im Normalfall dafür vorgesehen ist, nach Gebrauch entsorgt zu werden, ist dies teuer, und deswegen ist es nicht wünschenswert, diese Vorrichtungen während einer solchen Operation entfernen und einsetzen zu müssen.

Wenn Gewebe, wie zum Beispiel ein Blutgefäß oder anderes Gewebe, durch die Zuführung einer elektrischen Leistung zu dem Blutgefäß oder dem anderen Gewebe koaguliert wird, dann besteht ein Risiko, dass die Zuführung einer elektrischen Leistung zu dem Gewebe eine übermäßige Karbonisation oder Verkohlung des Gewebes erzeugt, und des Weiteren besteht der Nachteil, dass durch das Erhitzen des in Frage kommenden Gewebes, durch das Verdampfen von Wasser und/oder durch eine mögliche Karbonisation oder Verkohlung des Gewebes auf Grund der Zuführung der elektrischen Leistung zu dem Gewebe, Rauch erzeugt wird. Es sollte klar sein, dass die Erzeugung jeglicher übermäßigen Karbonisation oder Verkohlung des Gewebes eines Patienten in sich ein Gesundheitsrisiko für das Individuum darstellt und zu ernsthaften Verletzungen führen kann und möglicherweise auch der Auslöser für Krebserkrankungen sein kann. Es sollt außerdem klar sein, dass die Erzeugung von Rauch auf der einen Seite den gesamten Vorgang verlangsamen und den Vorgang verlängern kann, was ebenfalls ein Risiko für die Gesundheit des Patienten verursachen kann, und auf der anderen Seite das Risiko für den Chirurgen erhöhen kann, die Vorrichtung falsch zu verwenden und dadurch Schäden oder Verletzungen beim Patienten zu verursachen.

Zusätzlich ist die Bedienung der Vorrichtung auf Grund der Härte des Gewebes und der manuellen Anwendung der Schneidkraft weniger glatt und leicht als es wünschenswert ist, und der Schneidvorgang kann eine ruckelnde Reaktion bewirken, die bei diesem Typ von Operation unerwünscht ist.

Ein Hauptziel der Erfindung ist darum die Bereitstellung einer elektrochirurgischen Vorrichtung des in Rede stehenden Typs, mit deren Hilfe viele Einschnitte mit ein und der selben Vorrichtung vorgenommen werden können, ohne dass sie die Nachteile der oben beschriebenen bekannten Vorrichtung aufweist.

Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Bereitstellung einer elektrochirurgischen Vorrichtung des in Rede stehenden Typs, mit deren Hilfe das Risiko, Rauch durch das Verdampfen von Wasser und/oder durch die Karbonisation oder Verkohlung von Gewebe auf Grund der Zuführung einer elektrischen Leistung zu dem Gewebe zu erzeugen, in starkem Maße reduziert oder eliminiert wird.

Das Dokument US-A-5 267998 offenbart ein elektrochirurgisches Instrument, das daran angepasst ist, Gewebe mit Hilfe von elektrischer Leistung zu koagulieren und zu schneiden.

Die Erfindung ist in Anspruch 1 definiert. Jede Ausführungsform, die in Widerspruch zu dem behandelten Gegenstand von Anspruch 1 steht, ist nicht Teil der Erfindung.

Die zweite zugeführte, elektrische Leistung führt zu einem thermischen Einfluss auf den Gewebeabschnitt, wobei der Einschnitt durch die Effekte des thermischen Einflusses durchgeführt wird, was keinerlei Veränderung von Einschnitt zu Einschnitt unterworfen ist, und darum sowohl zu einheitlichen Bedienungseigenschaften als auch zu einem glatten und leichten Arbeitsvorgang führt, weil die Härte nur einen stark verringerten oder gar keinen Effekt auf die Kraft hat, die zur Durchführung des Einschnitts ausgeübt werden muss. Mit thermalem Einfluss sind hier die diversen Effekte von elektrischer Leistung, die Gewebe zugeführt wird, gemeint, und welche jedem, der Erfahrung auf diesem Gebiet hat, wohl bekannt sind. Durch die Zugabe der elektrisch nicht leitenden, kühlenden Flüssigkeit zu dem Gewebeabschnitt, dem die elektrische Leistung zugeführt wird, wird das Gewebe gekühlt, und ins Besondere wird jegliche Oberflächenverkohlung in starkem Maße reduziert oder eliminiert, was die Erzeugung von Rauch durch Verkohlung und Verdampfung von Wasser aus dem Gewebe verhindert.

Obwohl es für einige Zwecke von Vorteil sein kann, einen mechanischen Schneideffekt mit dem thermischen Schneideffekt zu kombinieren, zum Beispiel durch die Bereitstellung des Mittels zur Zuführung einer elektrischen Leistung mit einer mechanischen Schneidkante, sind in der gegenwärtig bevorzugten Vorrichtung gemäß der Erfindung die Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung so ausgeführt, dass sie beispielsweise stumpf sind, so dass der Einschnitt oder das Durchtrennen im Wesentlichen ausschließlich mit Hilfe der besagten zweiten elektrischen Leistung erfolgt.

Hierdurch wird erreicht, dass die Schneideigenschaften der Vorrichtung in keinster Weise vom Stumpfwerden einer Schneidkante beeinflusst werden. Des Weiteren ist dieses Merkmal deshalb von Vorteil, weil das Risiko, durch Gewebe zu schneiden, welches nicht ausreichend koaguliert ist, um Blutungen zu eliminieren, in starkem Maße reduziert oder sogar eliminiert ist, weil der thermische Effekt der zweiten elektrischen Leistung, die durch das Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung zugeführt wird, dazu neigt, sämtliches Gewebe, das durch die Zuführung der ersten elektrischen Leistung nicht genügend koaguliert worden ist, zu koagulieren.

In der oben beschriebenen, bekannten Vorrichtung wird das Durchtrennen zum Beispiel eines Blutgefäßes, bei dem die Koagulation nicht korrekt oder unzureichend durchgeführt worden ist, zu Blutungen führen, wenn das Blutgefäß von der Schneidkante durchtrennt wird, während die Vorrichtung gemäß der Erfindung dazu neigt, sämtliches unzureichend koaguliertes Gewebe oder Blut zu koagulieren, während sie den Durchtrennungsvorgang durchführt. Dies erfordert eine Vorrichtung mit einer erheblich gesteigerten Sicherheitsspanne, wodurch Komplikationen während des chirurgischen Eingriffs sowohl was die Häufigkeit als auch was die Schwere anbelangt, reduziert werden.

Gemäß der Erfindung und abhängig von den Eigenschaften des durchzuführenden chirurgischen Eingriffs können die erste und/oder die zweite elektrische Leistung durch ein elektrisches Stromsignal, ein elektrisches Spannungssignal oder eine Kombination aus beiden gebildet werden, und das Signal kann ein Gleichstrom- oder ein Wechselstromsignal sein, wie etwa ein Niederfrequenz-, ein Hochfrequenz- oder ein Radiofrequenzsignal, zum Beispiel ein VHF-, ein UHF- oder ein Mikrowellensignal.

In der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung werden die ersten und zweiten elektrischen Leistungen mit Hilfe von im Wesentlichen identischen, elektrischen Strom- oder Spannungssignalen erhalten. Hierfür kann ein gewöhnliches, relativ preiswertes Signalerzeugungsmittel für die Erzeugung der benötigten Signale verwendet werden. Bei manchen Anwendungen kann es jedoch von Vorteil sein, wenn die jeweiligen elektrischen Strom- oder Spannungssignale unterschiedlich sind, um so zum Beispiel eine Einschneideleistung zu erhalten, die in Relation zur Koagulationsleistung höher ist.

Obwohl viele verschiedene Typen von Greifmitteln, Mitteln zum Festheften und dergleichen als Gewebe immobilisierende Mittel verwendet werden können, umfassen in der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung die immobilisierenden Mittel erste und zweite bewegliche Zangenbacken sowie Bewegungsmittel zum Öffnen und Schließen der ersten und zweiten Backen in Relation zueinander, um den Gewebeabschnitt zu halten und/oder dazwischen einzuklemmen.

Wenn Blutgefäße durchtrennt werden, ist es wichtig, dass das Gefäß bis zu einem bestimmten Grad komprimiert wird, um die gewünschte Koagulation zu erzielen. Deswegen umfassen die Bewegungsmittel in der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung verstellbare, federbelastende Mittel, um eine spezifische oder/und eine verstellbare Federbelastung auszuüben, um die ersten und zweiten Backen relativ zueinander zu schließen, wobei die Federbelastung abhängig von den Eigenschaften des Gewebeabschnitts, der zwischen den Backen gehalten werden soll, manuell verstellbar sein kann. Herbei kann der Einspanneffekt dem Durchmesser dem Typ und dem Grad der Verkalkung des Blutgefäßes entsprechend verstellt werden, um getrennt zu werden Der Chirurg kann somit die Federbelastung und dadurch auch den Einspanneffekt noch vor Durchführung des Durchtrennens des Blutgefäßes einstellen, und dadurch die Schwierigkeiten und Komplikationen der bekannten, oben beschriebenen Vorrichtung vermeiden, wo der Chirurg den Druck während nahezu des gesamten Durchtrennungsvorgangs manuell aufrecht erhalten muss.

In der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung umfasst die Vorrichtung des Weiteren elektrische Schaltmittel, um die ersten und zweiten elektrischen Leistungen unabhängig voneinander und vorzugsweise nacheinander zuzuführen.

Die gegenwärtig bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung umfasst Folgendes:

Ein längliches, röhrenförmiges Teil, das ein proximales und ein distales Ende aufweist, sowie ein Lumen, das sich dort hindurch erstreckt,

erste und zweite bewegliche Zangenbacken, die sich von dem besagten distalen Ende aus erstrecken,

Öffnungs- und Schließmittel zum Öffnen und Schließen der ersten und zweiten Zangenbacken in Relation zueinander,

erste elektrische Mittel zum Anlegen einer ersten elektrischen Spannung über den ersten und zweiten Zangenbacken,

ein Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung, welches sich von dem besagten distalen Ende aus erstreckt, und welches so angeordnet ist, dass es durch einen Gewebeabschnitt, der zwischen den ersten und zweiten Zangenbacken gehalten wird, bewegt werden kann,

zweite elektrische Mittel, um damit an dem Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung eine zweite elektrische Spannung, relativ zu den ersten und/oder zweiten Zangenbacken, anzulegen.

Die erste elektrische Spannung ist bevorzugt im Wesentlichen gleich der zweiten elektrischen Spannung.

Die gegenwärtig bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung umfasst des Weiteren einen Griff, der an dem besagten proximalen Ende des röhrenförmigen Teils befestigt ist, wobei der besagte Griff vorteilhafter Weise Aktivierungsmittel für die Zangenbacken für die manuelle Aktivierung der Öffnungs- und Schließmittel umfasst, Mittel zum Verstellen der Federbelastung für das manuelle Verstellen der Federbelastung der federbelastenden Mittel, Einschnittaktivierungsmittel für die manuelle Aktivierung der Bewegung der Mittel zum Zuführen einer elektrischen Leistung durch den Gewebeabschnitt, sowie Schaltmittel zur Aktivierung der ersten und zweiten elektrischen Mittel, um die besagten ersten und zweiten elektrischen Spannungen zuzuführen.

Um die Vorrichtung gemäß der Erfindung für den Chirurgen so brauchbar wie möglich zu machen und jegliches Risiko einer fehlerhaften Operation damit zu vermeiden, sind in der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung die Schaltmittel daran angepasst, mit den Einschnittaktivierungsmitteln solcher Art zusammen zu arbeiten, dass die erste elektrische Spannung im deaktivierten Zustand des besagten Einschnittaktivierungsmittels zugeführt wird, während die zweite elektrische Spannung im aktivierten Zustand des besagten Einschnittaktivierungsmittels zugeführt wird. Hierbei folgt die Einschneidekraft automatisch auf die Koagulationskraft, wenn die Einschnittaktivierungsmittel aktiviert werden.

Gemäß der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung, die oben beschrieben worden ist und das röhrenförmige Teil sowie den Griff enthält, liegt das besagte, mindestens eine, röhrenförmige Element bloßgelegt an dem besagten distalen Ende des besagten röhrenförmigen Teils.

Des Weiteren enthält in der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung das besagte zusätzliche, röhrenförmige Element vorzugsweise eine Pumpe, um die Zugabe der besagten, elektrisch nicht leitenden, kühlenden Flüssigkeit zu steuern.

In der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung umfassen die Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung ein Plattenteil mit einer stumpfen Vorderkante, und das Plattenteil ist mit Ausnahme des Bereichs an der Vorderkante von der Umgebung elektrisch isoliert, so dass elektrische Leistung ausschließlich durch den besagten Bereich der Vorderkante dem Gewebeabschnitt zugeführt werden kann.

In einer alternativen Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung können die Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung vorteilhafter Weise ein Drahtteil umfassen, welches so angeordnet ist, dass es durch den Gewebeabschnitt bewegt werden kann und dem Gewebeabschnitt elektrische Leistung zuführen kann.

Die Erfindung befasst sich des Weiteren mit einer elektrochirurgischen Vorrichtung zum Koagulieren und Ausführen von Einschnitten in Gewebe oder zum Durchtrennen von Gewebe, wie zum Beispiel Blutgefäßen, wobei die Vorrichtung Folgendes umfasst:

Mindestens ein immobilisierendes Mittel zum Immobilisieren eines Gewebeabschnitts, der koaguliert und in den eingeschnitten werden soll,

ein erstes elektrisches Mittel, um dem Gewebeabschnitt, der durch das immobilisierende Mittel immobilisiert worden ist, eine elektrische Leistung zuzuführen, um mindestens einen Bereich des besagten Gewebeabschnitts zu koagulieren,

mindestens ein Einschnittmittel, um in mindestens einen Bereich des besagten Gewebeabschnitts Einschnitte zu machen, wobei die immobilisierenden Mittel verstellbare, federbelastende Mittel umfassen, um eine verstellbare Federbelastung zur Immobilisierung des Gewebeabschnitts auszuüben, und mindestens ein röhrenförmiges Element, um den besagten Gewebeabschnitt mit einer elektrisch nicht leitende, kühlende Flüssigkeit zu versehen.

Die Federbelastung wird vorzugsweise manuell eingestellt, abhängig von den Eigenschaften des Gewebeabschnitts, der von den immobilisierenden Mitteln immobilisiert werden soll.

In der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung umfassen die immobilisierenden Mittel erste und zweite bewegliche Zangenbacken sowie Bewegungsmittel, um die ersten und zweiten Backen relativ zueinander zu öffnen und zu schließen, um den Gewebeabschnitt zwischen ihnen zu halten, und die Bewegungsmittel umfassen verstellbare, federbelastende Mittel, um eine verstellbare Federbelastung auszuüben, um die ersten und zweiten Backen relativ zueinander zu schließen.

Die Erfindung befasst sich des Weiteren mit einem Verfahren zum Durchtrennen von Blutgefäßen, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

Die Zuführung einer ersten elektrischen Leistung zu einem Bereich des Blutgefäßes, der angrenzend an die beabsichtigte Durchtrennungsstelle liegt, um das Blut und das Gewebe in der besagten Region zu koagulieren,

die Zugabe einer elektrisch nicht leitenden, kühlenden Flüssigkeit zu dem besagten Bereich des besagten Blutgefäßes und/oder zu der besagten Region, während jeweils die besagte erste und/oder die besage zweite elektrische Leistung zugeführt wird, und die Zuführung einer zweiten elektrischen Leistung zu der besagten Region an der besagten Einschnittstelle, um das Blutgefäß zu durchtrennen.

Vorzugsweise wird der besagte Bereich des Blutgefäßes vor und/oder während der Zuführung der ersten elektrischen Leistung komprimiert, wobei der Grad der Kompression solcher Art ist, dass das Blut und das Gewebe koagulieren, um ein permanentes Koagulationsgerinsel in dem Blutgefäß angrenzend an die besagte Durchtrennungsstelle zu bilden, um ein Durchtrennen des Blutgefäßes ohne Blutungen möglich zu machen.

Vorteilhafter Weise werden die erste und/oder zweite elektrische Leistung durch ein elektrisches Stromsignal, ein elektrischen Spannungssignal oder eine Kombination aus beiden gebildet, und das Signal ist ein Gleichstrom- oder Wechselstromsignal, wie etwa ein Niederfrequenz-, ein Hochfrequenz, oder ein Radiofrequenzsignal, zum Beispiel ein VHF-, ein UHF-, oder ein Mikrowellensignal.

In der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung werden die ersten und zweiten elektrische Leistungen mit Hilfe von im Wesentlichen identischen, elektrischen Strom- oder Spannungssignalen erhalten.

Obwohl alle geeigneten Werte für die elektrische Leistung und alle geeigneten Signalfrequenzen für verschiedene Zwecke verwendet werden können, werden in der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung die ersten und/oder zweiten Leistungen von einem 60 Watt 500 kHz Generator geliefert.

Schließlich befasst sich die Erfindung auch noch mit einem Verfahren zum Koagulieren und Ausführen von Einschnitten in Gewebe oder zum Durchtrennen von Gewebe, wie zum Beispiel Blutgefäßen, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

Die Bereitstellung von mindestens einem immobilisierenden Mittel, um einen Gewebeabschnitt, der koaguliert oder in den eingeschnitten werden soll, zu immobilisieren,

die Bereitstellung eines ersten elektrischen Mittels, um dem Gewebeabschnitt, der durch das immobilisierende Mittel immobilisiert worden ist, eine erste elektrische Leistung zuzuführen, um mindestens einen Bereich des besagten Gewebeabschnitts zu koagulieren,

die Bereitstellung von mindestens einem Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung, um mindestens einem Bereich des besagten Gewebeabschnitts eine zweite elektrische Leistung zuzuführen,

die Immobilisierung des besagten Gewebeabschnitts durch die Anwendung der besagten immobilisierenden Mittel an dem Gewebabschnitt,

die Zuführung der elektrischen Leistung zu dem Gewebeabschnitt, um mindestens einen Bereich des Gewebeabschnitts zu koagulieren,

die Zuführung der zweiten elektrischen Leistung zu mindestens einem Bereich des besagten Gewebeabschnitts, um wenigstens dabei zu helfen, einen Einschnitt oder eine Durchtrennung in dem Gewebeabschnitt durchzuführen, und

die Zugabe einer elektrisch nicht leitenden, kühlenden Flüssigkeit zu dem besagte Gewebeabschnitt, während dem besagten Gewebeabschnitt die besagte erste und/ oder die besagte zweite elektrische Leistung zugeführt wird.

Vorteilhafter Weise wird die erste und/oder die zweite elektrische Leistung durch ein elektrisches Stromsignal, ein elektrischen Spannungssignal oder eine Kombination aus beiden gebildet, und das Signal ist ein Gleichstrom- oder Wechselstromsignal, wie etwa ein Niederfrequenz-, ein Hochfrequenz, oder ein Radiofrequenzsignal, zum Beispiel ein VHF-, ein UHF-, oder ein Mikrowellensignal.

In der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens, das die Erfindung verwendet, werden die ersten und zweiten elektrischen Leistungen mit Hilfe von im Wesentlichen identischen, elektrischen Strom- oder Spannungssignalen erhalten.

Obwohl alle geeigneten Werte für die elektrischen Leistungen und alle geeigneten Signalfrequenzen für verschiedene Zwecke verwendet werden können, werden in der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung die ersten und/oder zweiten elektrischen Leistungen von einem 60 Watt 500 kHz Generator geliefert, insbesondere dann, wenn sie für das Durchtrennen von Blutgefäßen verwendet wird.

Obwohl jede geeignete elektrisch nicht leitende, kühlende Flüssigkeit verwendet werden kann, haben Experimente gezeigt, dass das Produkt Glycin® sich als dasjenige erwiesen hat, dass den Zweck erfüllt, auf der einen Seite eine Kühlung des Gewebes, dem elektrische Leistung zugeführt wird, zu ermöglichen, und auf der anderen Seite eine elektrische Entladung von dem Gewebe durch die Leitung von elektrischem Strom über die kühlende Flüssigkeit zu verhindern, was passieren würde, wenn die kühlende Flüssigkeit elektrisch leitend wäre.

Im Folgenden wird eine Vorrichtung gemäß der Erfindung nur als Beispiel mit Referenz auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, worin Folgendes abgebildet ist:

1 ist eine schematische, perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,

2 ist eine schematische, seitliche, teilweise aufgeschnittene Ansicht der in 1 gezeigten Vorrichtung, in verkleinertem Maßstab gezeigt,

3 ist eine schematische Teilschnittzeichnung in perspektivischer Ansicht, welche die Vorrichtung aus 1 zeigt,

4a–c sind teilweise diagrammatische, veranschaulichende Ansichten von drei Phasen im Arbeitsablauf der Vorrichtung aus 1,

57 sind teilweise diagrammatische, veranschaulichende Ansichten, welche den Arbeitsablauf der Vorrichtung aus 1 veranschaulichen, wenn diese für das Durchtrennen eines Blutgefäßes verwendet wird,

8 ist eine diagrammatische Ansicht einer Ausführungsform eines Mittels zur Zuführung einer elektrischen Leistung gemäß der Erfindung, die in vergrößertem Maßstab gezeigt ist, und

9 ist eine diagrammatische Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Mittels zur Zuführung einer elektrischen Leistung gemäß der Erfindung, die in vergrößertem Maßstab gezeigt ist.

10 ist eine schematische, zum Teil angeschnittene und perspektivische Ansicht ähnlich der Ansicht von 3, welche die Vorrichtung aus den 1 und 3 darstellt, welche eine Röhre für die Zugabe einer kühlenden Flüssigkeit enthält, und

11 ist eine schematische, zum Teil angeschnittene und perspektivische Ansicht, ähnlich den Ansichten der 3 und 10, welche eine Vorrichtung veranschaulicht, die im Vergleich zu der in 10 gezeigten Vorrichtung, modifiziert ist.

Jetzt wird Bezug auf die 13 genommen, worin die gegenwärtig bevorzugte Ausführungsform einer elektrochirurgischen Vorrichtung gemäß der Erfindung eine längliche, steife Röhre 1 umfasst, welche aus einem mit Glasfasern verstärkten Rohrmaterial mit einer Matrix aus Vinylesterharz gemacht ist, wobei das Material vom Typ Polygon II CW, Hersteller Polygon Company ist, aber auch aus jedem anderen geeigneten Material, das über eine ausreichende Festigkeit verfügt, und das im Wesentlichen nicht elektrisch leitend ist, hergestellt sein kann. An einem Ende, dem proximalen Ende, ist die Röhre 1 fest an einem Griff 2 angebracht, welcher mit einem Abzugshebel 3, einem Knauf 4 zum Verstellen der Federbelastung und einem Druckknopf 5 für die Einschnittaktivierung versehen ist.

Zwei Zangenbacken 6 und 7 stehen aus dem distalen Ende der Röhre 1 hervor, wobei beide Backen 6 und 7 jeweils durch Biegen aus einer Länge Stahldraht 8 und 9 geformt worden sind, um die Backen 6 und 7 und gebogene Bereiche 10 beziehungsweise 11 zu bilden, wobei die beiden Endbereiche eines jeden Drahts 8 und 9 in einen elektrisch nicht leitenden Zylinder 12, der in Längsrichtung gleitfähig im Lumen der Röhre 1 angeordnet ist, eingebettet sind. Die Längen der Drähte 8 und 9 sind außerdem noch so gebogen, dass eine Federkraft erzeugt wird, die dazu neigt, die Backen 6 und 7 voneinander weg zu drücken, wobei die Backen im deaktivierten Zustand der Vorrichtung, der in 3 gezeigt ist, durch das Zusammenwirken des distalen Randes der Röhre 1 und der gebogenen Bereiche 10 und 11 dazu gebracht werden, einander zu berühren.

Der Zylinder 12 ist fest an den distalen Enden von zwei steifen, elektrisch leitenden Stäben 13 und 14, die elektrisch jeweils mit den Drähten 8 und 9 verbunden sind, angebracht, und die Stäbe 13 und 14 sind an ihren proximalen Enden an einem elektrisch nicht leitenden Block 15 befestigt, welcher so angeordnet ist, dass er in Längsrichtung in das Führungselement 16, das an der seitlichen, inneren Oberfläche des Griffes 2 angeordnet ist, gleiten kann. Der Abzugshebel 3 ist schwenkbar um einen Hebel 17 angeordnet und ist mit einem Fortsatz 18 versehen, welcher in eine Vertiefung 15a in Block 15 eingreift, so dass das Schwenken des Abzugshebels 3 um den Hebel 17 dazu führt, dass der Block 15 in dem Führungselement 16 in dem Griff 2 in Längsrichtung hin und her gleitet. Die Bewegung des Blocks 15 in distaler Richtung führt dazu, dass der Zylinder 12 sowie die Drähte 8 und 9 sich in distaler Richtung bewegen, wobei sich die Zangenbacken 6 und 7 auf Grund der besagten Federkraft in den Drähten 8 und 9 sowie dem Zusammenwirken zwischen den gebogenen Abschnitten 10 und 11 und dem distalen Rand der Röhre 1 auseinander bewegen.

Wenn der Abzugshebel 3 vollständig heruntergedrückt ist, befinden sich die Zangenbacken 6 und 7 in der in 5 gezeigten, offenen Position. Wenn der Abzugshebel 3 in der deaktivierten Position ist, befindet sich der Block 15 in der am weitesten proximalen Position und die Zangenbacken berühren einander, auf Grund der den Drähten 8 und 9 innewohnenden Federkraft sowie des Zusammenwirkens zwischen den gebogenen Bereichen 10 und 11 und dem distalen Rand der Röhre 1. Die Kraft, die durch dieses Zusammenwirken erreicht wird, ist jedoch relativ schwach und reicht nicht aus, ein Blutgefäß einzuklemmen und zu komprimieren, wie es in 6 gezeigt ist. Deswegen wird eine zusätzliche Federkraft angewendet, um die Zangenbacken 6 und 7 aufeinander zu zu bewegen, wie es unten erklärt wird.

Eine Spiralfeder 19 mit zwei Armen 19a und 19b ist an einem Stift 20 ausgerichtet, wobei das Ende des Arms 19a schwenkbar an dem Abzugshebel 3 befestigt ist, und der Arm 19b schwenkbar an dem Fortsatz 4a des Knaufs 4 befestigt ist, wobei der Knauf 4 und der Fortsatz 4a so angeordnet sind, dass sie in einem bogenförmigen Spalt 21 in dem Griff 2 gleiten können. Die von der Spiralfeder 19 auf den Abzugshebel 3 ausgeübte Federkraft kann somit durch das Gleiten des Fortsatzes in dem Spalt 21 verstellt werden. Die auf den Abzugshebel 3 ausgeübte Federkraft spannt den Block 15 in proximaler Richtung vor und übt dadurch eine relativ große Kraft aus, um so die Zangenbacken 6 und 7 aufeinander zu zu bewegen und ein Blutgefäß dazwischen einzuklemmen und zu komprimieren. Die Form und die Orientierung des Spalts 21 in Relation zu der Feder 19 und dem Stift 20 legt eine Anzahl von möglichen Einstellungen für die Federkraft, die durch die Feder 19 ausgeübt wird, fest. In dieser Ausführungsform werden eine maximale Federkraft und eine minimale Federkraft dadurch erhalten, dass der Knauf 4 am linken beziehungsweise am rechten Ende des Spalts 21 platziert wird.

Jetzt wird Bezug auf die 3 und 4a–c genommen, worin eine längliche, plattenförmige Elektrode oder ein Element 22 für die Zufuhr einer elektrischer Leistung so angeordnet ist, dass sie auf eine Art und Weise in dem Lumen der Röhre 1 gleiten kann, dass sie der Länge nach von einer zurückgezogenen Position, vollständig innerhalb des distalen Bereichs der Röhre 1, wie es in den 3 und 4a–b gezeigt ist, und in eine herausgestreckte Position, die in 4c gezeigt ist, gleiten kann, wo sie aus der Röhre 1 herausragt und sich zwischen den beiden Schenkeln der beiden Zangenbacken 6 und 7 befindet. Das proximale Ende der Elektrode 22 ist fest am distalen Ende eines steifen, elektrisch leitenden Stabes 23 angebracht, welcher sich gleitfähig durch eine zentrale Bohrung in dem Zylinder 12 sowie gleitfähig durch eine Bohrung in dem Block 15 erstreckt, wobei das proximate Ende des Stabes 23 fest an einem Plattenteil 24 angebracht ist, welches an dem Druckknopf 5, der so angeordnet ist, dass er unter dem vorspannenden Einfluss einer Spiralfeder 25 in Längsrichtung in eine Öffnung im Griff 2 gleiten kann, befestigt ist. Der Stab 23 ist entlang seiner Länge, die sich durch das Lumen der Röhre 1 erstreckt, von einem elektrisch isolierenden Material umgeben.

Durch Herabdrücken des Druckknopfes 5 in distaler Richtung gegen die Vorspannkraft der Spiralfeder 25, wird der Stab 23 in Längsrichtung in distaler Richtung verschoben, wobei die Elektrode 22 in distaler Richtung aus der zurückgezogenen in ihre herausgestreckte Position verschoben wird, während diese Verschiebung von der Aktion der Spiralfeder 25 umgekehrt wird, wenn kein Druck auf den Druckknopf 5 ausgeübt wird, wodurch die Elektrode 22 in das distale Ende der Röhre 1 zurück gezogen wird.

Jetzt wird Bezug auf die 8 und 9 genommen, worin zwei alternative Ausführungsformen der Elektrode oder des Elements 22 für die Zuführung einer elektrischer Leistung veranschaulicht sind. In 9 umfasst die Elektrode einen elektrisch isolierten proximalen Körper 22a und einen elektrisch nicht isolierten distalen Draht 22b, der elektrisch mit dem Stab 23 verbunden ist. In 8 umfasst die Elektrode ein Plattenteil, das elektrisch mit dem Stab 23 verbunden ist und über einen elektrisch isolierten Körper 22c verfügt, der einen elektrisch nicht isolierten, distalen, stumpfen Rand 22d hat. Weder der Draht 22b noch der stumpfe Rand 22d sind dazu in der Lage, irgendeine mechanische Schneidefunktion an irgendeinem Gewebe durchzuführen, wenn die Elektrode 22 aus der zurückgezogenen, proximalen Position in ihre herausgestreckte, distale Position verschoben ist. Das Isolierungsmaterial, das für die elektrische Isolierung der Körperregion der Elektrode verwendet wird, ist schwarzes Polyvinylidenfluorid des Typs KBM-100, Hersteller Plastronics US Inc. of Alpharetta, GA 30201.

Jetzt wird Bezug auf 3 genommen, worin ein Stromkabel 26, das zu einem 60 Watt 500 kHz Generator (nicht dargestellt) führt, mit einem elektrischen Schalter 27, der im Folgenden detaillierter beschrieben wird, verbunden ist. Ein elektrisches Anschlusskabel 28 verbindet elektrisch untereinander eine Anschlussklemme 28a des Schalters 27 und den Stab 23, und dadurch die Elektrode 22. Elektrische Anschlusskabel 29 und 30 verbinden elektrisch untereinander jeweils Anschlussklemmen 29a und 30a des Schalters 27 mit jeweils den Stäben 13 und 14, und dadurch mit jeweils den Drähten 8 und 9.

Jetzt wird Bezug auf die 6 und 7 genommen, worin ein elektrisches Diagram des Schalters 27 gezeigt ist, welches veranschaulicht, dass in der in 6 gezeigten Situation, wo ein Blutgefäß V zwischen den Zangenbacken 6 und 7 eingeklemmt ist, dann Spannung über den Zangenbacken angelegt wird, wenn die Anschlussklemmen 29 und 30 elektrisch mit dem Stromkabel 26 verbunden werden und dadurch mit dem Generator, wodurch eine Koagulation des Gewebes und des Blutes zwischen den Backen stattfindet. In der in 7 gezeigten Situation wird eine Spannung über den nicht isolierten Draht 22b oder über die nicht isolierte Spitzenregion 22d der Elektrode 22 angelegt, in einer herausgestreckten Position der besagten Elektrode 22, und die beiden Zangenbacken 6 und 7 führen dadurch zu einem thermischen Einfluss auf das Gewebe, das neben dem Draht 22b oder der Spitzenregion 22d und besonders dem Rand 22e liegt.

Die Schaltfunktion des Schalter 27 zwischen der koagulierenden Position von 6 und der durchtrennenden Position von 7 wird mit Hilfe von zwei Federzungen 31 und 32, die auf der oberen Oberfläche des Schalter 27 angeordnet sind, erreicht, wobei die Federzungen durch die Platte 24 herabgedrückt werden, wenn der Druckknopf 5 in distaler Richtung verschoben wird.

Jetzt wird Bezug aus 10 genommen, worin eine modifizierte Ausführungsform der in 3 gezeigten Vorrichtung dargestellt wird, wobei diese Ausführungsform alle Elemente enthält, die oben mit Bezug auf 3 beschrieben worden sind, des Weiteren aber noch ein röhrenförmiges Element 42 enthält, welches innerhalb der äußeren, schützenden, länglichen, steifen Röhre 1, parallel zu den Stäben 13 und 14 verläuft. Wie aus 10 klar ersichtlich ist, liegt das röhrenförmige Element an dem äußeren, offenen Ende oder distalen Ende der länglichen, steifen Röhre 1 bloß. Das röhrenförmige Element 42 erstreckt sich durch den Block 15, und ist an seinem proximalen Ende, gegenüber dem oben beschriebenen distalen Ende, mit einer Röhre 40 verbunden, welche mit einem Anschlussstück 38 am unteren Ende des Griffes 2 verbunden ist, um die Verbindung mit einem externen Behälter zu ermöglichen, und durch welche dem Gewebeabschnitt, der durch die Zuführung einer elektrischen Leistung zu dem in Frage kommenden Gewebeabschnitt koaguliert oder abgetrennt werden soll, eine elektrisch nicht leitende, kühlende Flüssigkeit zugegeben wird.

Die kühlende Flüssigkeit muss elektrisch nicht leitend sein, um so zu verhindern, dass die Flüssigkeit die Stelle, wo die elektrische Leistung zugeführt wird, kurzschließt, da dieser Kurzschluss andernfalls die Ursache von schweren Verletzungen an nicht beabsichtigten Stellen des Gewebes im Körper des Patienten sein kann. Die elektrisch nicht leitende, kühlende Flüssigkeit kann bevorzugt aus der als Glycin® bekannten Flüssigkeit bestehen.

In 11 ist eine weitere Ausführungsform, die sich leicht von der in 10 gezeigten Ausführungsform unterscheidet, abgebildet, wobei diese Ausführungsform sich hauptsächlich dadurch von der beschriebenen Ausführungsform unterscheidet, dass die Zangen 6 und 7 auf umgekehrte Betriebsart betrieben werden, während die Zangen 6 und 7, in der oben beschriebenen, in den 110 dargestellten, Ausführungsform, durch die Ausübung von Druck von der Feder 19 auf den Abzugshebel 3 in der geschlossenen Position gehalten werden, und folglicher Weise, unter der Voraussetzung, dass der Abzugshebel 3 nicht ausgelöst wird, in der geschlossenen Position bleiben, und durch Betätigung des Abzugshebels 3 geöffnet werden, wohingegen die Zangen 6 und 7 in der in 11 gezeigten Ausführungsform, unter der Voraussetzung, dass der Abzugshebel 3 nicht ausgelöst wird, in ihrer offenen Position bleiben, und durch die Betätigung des Abzugshebels 3 zusammengedrückt werden.

In der in 11 gezeigten Ausführungsform dient die Feder 19 dazu, den Abzugshebel 3 in seine neutrale Position, in der die Zangen 6 und 7 voneinander getrennt sind, zu zwingen. Um den umgekehrten Arbeitsvorgang der Zangen 6 und 7 herzustellen, in der in 11 gezeigten Ausführungsform im Vergleich zu den oben beschriebenen Ausführungsformen, wird ein weiteres röhrenförmiges Element 46 bereitgestellt, wobei dieses röhrenförmige Element eine, in Relation zu der äußeren, steifen Röhre 1, bewegliche innere Röhre ist.

In 10 sind die Stäbe 13 und 14 der Zangen 6 und 7 mit dem Block 15 verbunden und zusammen mit dem Block 15 in Längsrichtung beweglich, was in 10 gezeigt ist, wohingegen in 11 die Zangen 6 und 7 und folglich auch die daran befestigten Stäbe 13 und 14 in Relation zu dem Griff 2 stationär sind, wohingegen der Block 15 bewirkt, dass die innere Röhre 46 sich in Relation zu der äußeren, steifen Röhre 1 und des Weiteren in Relation zu den Zangen 6 und 7 bewegt, und sie bewirkt durch Druckausübung auf die gebogenen Abschnitte 10 und 11 eine Bewegung der Zangen 6 und 7 aufeinander zu, vorausgesetzt der Abzugshebel 3 ist betätigt sowie der Block 15, und die innere Röhre 46 wird zusammen mit dem Block 15 in Längsrichtung aus der äußeren steifen Röhre 1 herausgezogen.

Um die Zangen 6 und 7 in einer spezifischen, geschlossenen Position zu halten, wird im Griff eine Sperrzahnvorrichtung bereitgestellt, wobei diese Sperrzahnvorrichtung zwei zusammenwirkende Ratschenelemente 48 und 50 umfasst, welche mit dem Abzugshebel 3 beziehungsweise mit dem Gehäuse des Griffs 2 verbunden sind, und dazu dienen, den Abzugshebel 3, nachdem er betätigt worden ist, in einer spezifischen Position festzuhalten und dadurch auch die Zangen 6 und 7 in einer entsprechenden, spezifischen Position festzuhalten, wo sie eine manuell eingestellte Druckbelastung auf das Blutgefäß oder anderes Gewebe, das zwischen den Zangen 6 und 7 gehalten wird, ausüben.

Um die Ratschenelemente 48 und 50 aus ihrer Position, in welcher sie den Abzugshebel 3 eingerastet halten, in eine voreingestellte Position frei zu geben, wird ein Druckknopf 52 bereitgestellt, welcher aus der äußeren, entfernt liegenden Seite des Griffs 2 hervorsteht und dazu dient, einen Druck auf das Ratschenelement 50 auszuüben und zu bewirken, dass das Ratschenelement 50 durch die Betätigung des Druckknopfes 52 von dem Ratschenelement 48 frei gegeben wird.

Im Gebrauch, entscheidet der Chirurg, der die Vorrichtung bedient, als erstes, abhängig von der Eigenschaft des Gewebeabschnitts, zum Beispiel des zu durchtrennenden Blutgefäßes, welche Federbelastung mit Hilfe des Knaufs 4 eingestellt wird. Danach drückt der Chirurg den Abzugshebel 3 nach unten, um so die Zangenbacken 6, 7 relativ voneinander zu trennen, 5. Die Zangenbacken werden dann um das Blutgefäß herum platziert, und der Abzugshebel 3 wird ausgelöst, so dass die Zangenbacken geringfügig zurückgezogen werden und aufeinander zu bewegt werden, durch die Aktion der Feder 19, 6, sowie das Zusammenwirken zwischen den gebogenen Bereichen 10 und 11 und dem distalen Ende der Röhre 1. Die Spannung über den Zangenbacken koaguliert das Gewebe und jegliches Blut in dem Gefäß dazwischen. Danach drückt der Chirurg den Druckknopf 5 allmählich nach unten, wodurch die Elektrode 22 herausstreckt wird, und gleichzeitig und automatisch die Spannung vom Koagulationsmodus über den Zangenbacken 6 und 7 in den Durchtrennungsmodus über die Elektrode 22 und beide Zangenbacken 6,7 umschaltet, 7.

Im Gebrauch kann der Chirurg mit Hilfe der Ausführungsformen, die in den 10 und 11 abgebildet sind, dem Gewebeabschnitt, der durch die Zuführung einer elektrischen Energie oder Leistung zu dem Gewebeabschnitt koaguliert oder abgetrennt werden soll, eine elektrisch nicht leitende, kühlende Flüssigkeit zugegeben, indem eine Pumpe betätigt wird, welche eine elektrisch nicht leitende, kühlende Flüssigkeit für den Ausstoß von dem äußersten, bloßgelegten, distalen Ende der Röhre 42 durch den Zulauf für die Flüssigkeit durch den Schlauch 36 zugibt. Die Pumpe kann kontinuierlich laufen oder in einem intermittierenden Modus betrieben werden, um die Zugabe der kühlenden Flüssigkeit zu Unterbrechen, oder alternativ dazu kann der Schlauch 36 mit einer Schlauchpumpe versehen sein, welche periodisch betrieben wird oder gestoppt wird oder alternativ mit einem blockierenden Element versehen werden, welches die Zugabe von Flüssigkeit durch den Schlauch 36 verhindert.

Da kein mechanischer Schneideffekt involviert ist, hat die Härte des zu durchtrennenden Gewebes keinen Einfluss auf die Kraft, die auf den Druckknopf 5 ausgeübt werden muss, und der Schneidevorgang läuft glatt und allmählich ab, ohne ruckelnde Effekte, wie mit bekannten mechanischen Schneidinstrumenten in bekannten Vorrichtungen.

Eine auf diesem Gebiet erfahrene Person wird leicht verstehen, dass viele Merkmale, die oben in Relation zu der in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsform beschrieben worden sind, variiert und modifiziert werden können, ohne dabei vom Geltungsbereich der Erfindung abzuweichen, wie er in den beigefügten Patentansprüchen definiert ist.

Somit kann die Elektrode jede geeignete Form haben, wie aufgezeigt worden ist, gegabelt, sphärisch, zylindrisch und so weiter, so lange sie durch eine elektrische Leistung, die der Elektrode zugeführt wird, einen ausreichenden thermischen Einfluss bewirken kann.

Wie oben erwähnt worden ist, kann die Elektrode für bestimmte Anwendungen eine mechanischen Schneidkante haben, um so in der Lage zu sein, zusätzlich zu dem Schneiden durch thermischen Einfluss auch mechanisches Schneiden einzusetzen. Die Sicherheit der Vorrichtung wird dadurch jedoch eingeschränkt, da das Risiko, durch nicht ausreichend koaguliertes Gewebe oder Blutgefäße zu schneiden, höher wird, wie es oben bereits diskutiert worden ist.

Der Durchmesser der Röhre 1 kann jeden geeigneten Wert, wie etwa 5 mm oder 10 mm annehmen, und die Materialien, die für die verschiedenen Komponenten gewählt werden, können modifiziert werden, so lange sie die Ansprüchen, biologischen nicht toxisch und steril zu sein, erfüllen.

Die Federbelastung der immobilisierenden Mittel, wie etwa der beschriebenen Zangenbacken oder jedes anderen geeigneten, immobilisierenden Mittels, kann durch andere Mittel als die beschriebene Spiralfeder erreicht werden, zum Beispiel durch einen Zylinder-Kolben-Mechanismus mit einstellbarem Druck.

Die Röhre 1 kann durch jedes andere geeignete Mittel ersetzt werden, um die immobilisierenden Mittel und die Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung neben dem zu koagulierenden und einzuschneidenden Gewebe liegend anzuordnen, zum Beispiel durch zwei oder drei parallele oder konzentrische Röhren, ein oder zwei für die immobilisierenden Mittel und eine für die Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung.

BEISPIEL
  • ABMESSUNGEN Gesamtlänge der Vorrichtung parallel zur Achse der Röhre 1: 465 mm Größe des Griffs: 75 × 145 × 20 mm Röhre 1 oder Kanüle: 300 mm
    Durchmesser der Kanüle: 10 mm Größe der Zangen: 1,5 mm Draht, U-Form 4,5 × 25 mm (geschlossen) Plattenelektrode: 22 × 6,2 × 0,28 mm Kabel: 3 Meter mit 2 × 4 Gerätestecker
    KOMPONENTEN Griff + Druckknopf + Abzugshebel: Material: ABS Kanüle: Material: Vinylesterharz mit Glasfaserverstärkung Zangen: Material: rostfreier Federstahldraht (AISI 302) Plattenelektrode: Material: rostfreier Stahl, ummantelt von KYNAR KBM 100 Verbinder: Material: Nickel überzogenes Messing mit Kunststoffgehäuse Kabel: Material: CU mit PVC Isolierung
Sterilisation der gesamten Vorrichtung durch Elektronenbestrahlung

Wenn kleinere Durchmesser für die Röhre 1 vorgesehen sind, zum Beispiel 5 mm, kann die Steife, die mit einer Glasfaser verstärkten Vinylestermatrix erreichbar ist, nicht ausreichend sein, und darum ist zu überlegen, die Röhre 1 aus rostfreiem Stahl zu machen. In einem solchen Fall, ist zu überlegen, die Regionen der Zangenbackendrähte 8 und 9, die sich von dem Zylinder 12 aus zum distalen Ende der gebogenen Bereiche 10 und 11 erstrecken, d. h. in Regionen der Drähte, die im Stande sind, in Kontakt mit dem distalen Rand der Röhre 1 zu kommen, elektrisch mit Hilfe von KYNAR KBM 100 zu isolieren, um eine elektrische Verbindung zwischen den Zangenbacken und der Röhre 1 zu unterbinden.

TEST DER SCHNEIDEFUNKTION Zielsetzung

Die möglichen Vorteile der Verwendung einer aktiven Elektrode für die Durchführung der Schneidefunktion im Vergleich zu einer scharfen Klinge mit mechanischer Schneidefunktion zu untersuchen.

Die Zielsetzung basiert auf den Aussagen von Chirurgen, die eine ähnliche Vorrichtung verwenden, worin sie behaupten, dass die mechanische Schneidklinge stumpf wurde.

Test

An einem Stück Fleisch wurden drei Tests durchgeführt:

1. Durchschneiden mit einer mechanischen Schneidklinge:

Nach Koagulation des Fleischs mit den Zangen, wurde die scharfe Schneidklinge durch das Fleisch vorwärts bewegt. Diese Prozedur wurde mehrmals wiederholt (an frischen Bereichen des Fleischs), während die Schneidfähigkeit der Klinge überwacht/gemessen wurde.

Folgerung:

Nachdem die Prozedur 6 mal wiederholt worden war, gab es einen eindeutigen Unterschied in der Glätte der Schneidefunktion. Es schien, als schiebe die Klinge das Fleisch aus den Zangen, und es musste mehr Druck ausgeübt werden, um das Durchschneiden durchzuführen.

2. Durchschneiden mit einer nicht aktiven stumpfen Elektrode (ohne elektrische Leistung zuzuführen):

Nach Koagulation des Fleischs mit den Zangen, wurde die stumpfe Elektrode vorwärts bewegt, um das Durchschneiden durchzuführen.

Folgerung:

Die stumpfe Elektrode konnte sich keinen Weg durch das Fleisch schneiden, sondern schob es statt dessen aus den Zangen. Die Elektrode konnte nur einen sehr rauen und unkontrollierten einleitenden Schnitt machen, wenn sie mit sehr starker Kraft nach vorne gedrückt wurde.

3. Durchschneiden mit einer aktiven stumpfen Elektrode:

Nach Koagulation des Fleischs mit den Zangen, wurde die aktive Elektrode vorwärts bewegt, um das Durchschneiden durchzuführen.

Die aktive Elektrode führte das Durchschneiden sehr glatt durch, und der Widerstand gegen das Fleisch wurde auf Grund des Selbstschneideffekts der elektrischen Leistung oder der elektrochirurgischen Energie eindeutig minimiert.

Folgerung:

Diese Prozedur wurde 25 mal kontinuierlich durchgeführt, und die Elektrode führte das Schneiden glatt und ohne Beschädigung des Fleischs durch. Es scheint keinen Grund zu geben, warum sie nicht in der Lage sein sollte, mit dem Schneiden des Fleischs weiter fortzufahren. Die Elektrode musste nur einmal gesäubert werden, weil Fleisch am Rand haftete.

Schlussfolgerung

Aus den obigen Tests wurde gefolgert, dass die aktive Elektrode eine signifikant bessere Langzeitleistung erbrachte, sowie einen Einschnitt, der verglichen mit einer mechanischen Schneidklinge, völlig akzeptabel war. Tatsächlich scheint die aktive Elektrode eine oberflächliche Koagulation des Einschnitts durchzuführen, wodurch eine komplette Koagulation von Blutgefäßen bewirkt wird.


Anspruch[de]
  1. Eine elektrochirurgische Vorrichtung zum Koagulieren und Ausführen von Einschnitten in Gewebe oder zum Durchtrennen von Gewebe, wie zum Beispiel Blutgefäßen, wobei die Vorrichtung umfasst:

    – mindestens ein immobilisierendes Mittel zum Immobilisieren eines Gewebeabschnitts, der koaguliert oder in den eingeschnitten werden soll,

    – ein erstes elektrisches Mittel, um dem Gewebeabschnitt, der durch das immobolisierende Mittel immobilisiert wurde, um zumindest einen Teil des Gewebeabschnitts zu koagulieren, eine erste elektrische Leistung zuzuführen,

    – mindestens ein Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung, um zumindest einem Teil des Gewebeabschnitts eine zweite elektrische Leistung zuzuführen, um Einschnitte in den Gewebeabschnitt durchzuführen, und

    – mindestens ein röhrenförmiges Teil, das eingerichtet ist, eine elektrisch nichtleitende, kühlende Flüssigkeit an den Gewebeabschnitt zu speisen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung so ausgestaltet ist, zum Beispiel stumpf ist, dass der Einschnitt oder das Durchtrennen im wesentlichen ausschließlich durch die zweite elektrische Leistung erreicht wird.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die erste und/oder die zweite elektrische Leistung durch ein elektrisches Stromsignal, durch ein elektrisches Spannungssignal oder eine Kombination davon gebildet wird.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der das Signal ein Gleichstrom- oder Wechselstromsignal ist, wie ein Niederfrequenz-, ein Hochfrequenz- oder ein Radiofrequenzsignal, zum Beispiel ein VHF-, ein UHF- oder ein Mikrowellensignal.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die ersten und zweiten elektrischen Leistungen durch im wesentlichen identische elektrische Strom- oder Spannungssignale erhalten werden.
  6. Vorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die immobilisierenden Mittel erste und zweite bewegliche Zangenbacken und Bewegungsmittel zum Öffnen und Schließen der ersten und zweiten Backen relativ zueinander, um den Gewebeabschnitt zu halten oder dazwischen einzuklemmen, umfassen.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der die Bewegungsmittel verstellbare federbelastende Mittel umfassen, um eine spezifische oder eine verstellbare Federbelastung auszuüben, um die ersten und zweiten Backen relativ zueinander zu schließen.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Federbelastung abhängig von den charakteristischen Eigenschaften des Gewebeabschnitts, der zwischen den Backen gehalten werden soll, manuell verstellbar ist.
  9. Vorrichtung nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche und des weiteren elektrische Schaltmittel umfassend, um die ersten und zweiten elektrischen Leistungen unabhängig voneinander und bevorzugt in Folge zuzuführen.
  10. Vorrichtung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche und umfassend:

    – ein längliches röhrenförmiges Teil, das ein proximales und ein distales Ende und ein Lumen, das sich dadurch erstreckt, aufweist,

    – erste und zweite bewegliche Zangenbacken, die sich von dem distalen Ende erstrecken,

    – Öffnungs- und Schließmittel zum Öffnen und Schließen der ersten und zweiten Zangenbacken relativ zueinander,

    – erste elektrische Mittel zum Zuführen einer ersten elektrischen Spannung über die ersten und zweiten Zangenbacken,

    – ein Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung, das sich von dem distalen Ende erstreckt und angeordnet ist, um durch einen Gewebeabschnitt, der zwischen den ersten und den zweiten Zangenbacken gehalten wird, bewegt zu werden, und

    – zweite elektrische Mittel, um dem Mittel zum Zuführen einer elektrischen Leistung eine zweite elektrische Spannung relativ zu den ersten und/oder den zweiten Zangenbacken zuzuführen.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die erste elektrische Spannung im wesentlichen gleich der zweiten elektrischen Spannung ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11 und des weiteren einen Griff, der an dem proximalen Ende des röhrenförmigen Teils befestigt ist, umfassend.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der der Griff Zangenaktivierungsmittel zum manuellen Aktivieren der Öffnungs- und Schließmittel umfasst.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, bei der der Griff Verstellmittel für die Federbelastung umfasst, um manuell die Federbelastung der federbelastenden Mittel zu verstellen.
  15. Vorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 12 bis 14, bei der der Griff Einschnittaktivierungsmittelumfasst, um die Bewegung der Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung durch den Gewebeabschnitt manuell zu aktivieren.
  16. Vorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 12 bis 15, bei der der Griff Schaltmittel zum Aktivieren der ersten und zweiten elektrischen Mittel umfasst, um die erste und zweite elektrische Spannung zuzuführen.
  17. Vorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 12 bis 16, bei der das mindestens eine röhrenförmige Teil sich von dem Griff durch das längliche röhrenförmige Teil erstreckt und durch ein zusätzliches röhrenförmiges Teil mit einer externen Quelle zur Zuführung der elektrisch nichtleitenden, kühlenden Flüssigkeit verbunden ist.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 17, bei der das mindestens eine röhrenförmige Teil am distalen Ende des röhrenförmigen Teils entblößt ist.
  19. Vorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 17 oder 18, bei der das zusätzliche röhrenförmige Teil eine Pumpe zur Steuerung der Zuführung der elektrisch nichtleitenden, kühlenden Flüssigkeit umfasst.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 16, bei der die Schaltmittel eingerichtet sind, mit den Einschnittaktivierungsmitteln so zusammenzuarbeiten, dass die erste elektrische Spannung im deaktivierten Zustand der Einschnittaktivierungsmittel zugeführt wird, während die zweite elektrische Spannung im aktivierten Zustand der Einschnittaktivierungsmittel zugeführt wird.
  21. Vorrichtung nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, bei der die Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung ein Plattenteil, das eine stumpfe Vorderkante aufweist, umfassen.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 18, bei der das Plattenteil mit Ausnahme des Vorderkantenabschnitts von der Umgebung elektrisch isoliert ist, so dass die elektrische Leistung dem Gewebe nur durch den Vorderkantenabschnitt zugeführt werden kann.
  23. Vorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 14, bei der die Mittel zur Zuführung einer elektrischen Leistung ein Drahtteil umfassen, das angeordnet ist, um durch den Gewebeabschnitt bewegt zu werden und um die elektrische Leistung an den Gewebeabschnitt zu speisen.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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