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Dokumentenidentifikation DE102004004715B4 29.06.2006
Titel Schutzeinrichtung für den Antrieb eines Wasserfahrzeugs
Anmelder Herold, Horst, 95186 Höchstädt, DE
Erfinder Herold sen., Horst, 95186 Höchstädt, DE
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ, 90409 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 30.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004004715
Offenlegungstag 29.09.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse B63H 5/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schutzeinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 für den Antrieb eines Wasserfahrzeugs, insbesondere eines Sport-Motorbootes mit einem Z-Antrieb.

Wasserfahrzeuge, wie Sport-Motorboote, die mehrere Tage oder Wochen im Wasser liegen und nicht gefahren werden, sind im Unterwasserbereich einem Muschelbefall und Bewuchs ausgesetzt. Licht- und Sonneneinstrahlung verstärkt den besagten Muschelbefall und Bewuchs. Durch einen solchen Muschelbefall und Bewuchs wird der Fahrtwiderstand erheblich vergrößert, was in einem erhöhten Treibstoffverbrauch resultiert.

Um einen solchen Muschelbefall und Bewuchs im Unterwasserbereich zu verhindern, sind Antifouling-Anstriche bekannt, mittels welchen der Unterwasserbereich eines Wasserfahrzeugs der eingangs genannten Art wirkungsvoll geschützt werden kann. Das gilt insbesondere für die im Wasser befindliche Rumpffläche des jeweiligen Wasserfahrzeugs. Bei solchen Antifouling-Anstrichen handelt es sich um abrasive Lacke, die während der Fahrt in geringsten Mengen abgerieben werden, wodurch ein Muschelbefall und Bewuchs verhindert wird. Derartige abrasive Antifouling-Anstriche sind jedoch nur für die Rumpfflächen und Anhänge, nicht jedoch für bewegliche Teile wie einen Z-Antrieb geeignet, die bewegliche Teile sowie Gummimanschetten, Simmerringe, Hydraulikeinrichtung usw. enthalten. Hierfür gibt es keine speziellen Anstriche, d.h. diese können durch Anstriche nicht zuverlässige gegen Muschelbefall und Bewuchs geschützt werden.

Eine Schutzeinrichtung der eingangs genannten Art ist aus der DE 43 40 131 C2 bekannt. Diese bekannte Schutzeinrichtung ist als Gehäuse mit formstabilen Gehäuseschalenteilen ausgebildet, die im miteinander verbundenen geschlossenen Zustand den zu schützenden Antrieb umschließen und mit ihren einander formmäßig entsprechenden Verschlussrändern aneinander liegen.

Diese bekannte Schutzeinrichtung dient zum Schutz des Antriebes während des Transportes oder während der Lagerung des Wasserfahrzeuges auf einem Anhänger, d.h. wenn das Wasserfahrzeug auf dem Land steht, und somit zum Schutz gegen mechanische Einwirkungen von außen, gegen Witterungseinflüsse bzw. gegen Verschmutzung der hochwertigen Teile des Antriebes. Auch einen Diebstahlschutz bildet diese bekannte Einrichtung, wenn das Wasserfahrzeug auf dem Lande steht.

Eine Schutzrichtung zum Schutz eines Antriebes eines Wasserfahrzeuges gegen Witterungseinflüsse und gegen mechanische Einwirkungen von außen, wenn das Wasserfahrzeug auf einem Anhänger oder einem Lagerbock auf dem Lande steht, ist auch aus der US 5 660 136 bekannt. Diese bekannte Schutzeinrichtung weist aufblasbare Kammern auf, so dass sie im Nichtgebrauchszustand kleinvolumig zusammenlegbar ist. Diese bekannte Schutzeinrichtung bildet auch einen Schutz gegen Verletzungen, die an den scharfen Kanten des Antriebes entstehen können.

Aus der DE-PS 90 330 ist eine Schutzeinrichtung bekannt, die für Schiffschrauben vorgesehen ist, und mit der verhindert wird, dass Wasserschlinggewächse, treibendes Gut wie Baumstämme und dergleichen sich in die Schraube des Schiffsantriebes wickeln und Wellen- oder Propellerflügelbrüche verursachen können. Diese bekannte Schutzeinrichtung besteht aus einem zweiteiligen Korb aus einem Drahtgeflecht.

Die JP 09249193 A offenbart eine Einrichtung zum Schutz eines Propellers eines Wasserfahrzeugs, um den Propeller gegen Muschelbefall und Bewuchs zu schützen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schutzeinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfach ausgebildet ist und mit der ein Muschelbefall und Bewuchs eines Antriebes für ein Wasserfahrzeug, insbesondere eines Sport-Motorbootes, verhindert wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Schutzeinrichtung, d.h. das Gehäuseschalenteile aufweisende Gehäuse ist am Antrieb des Wasserfahrzeugs einfach und zeitsparend anbringbar, wobei das Gehäuse den aus dem Rumpf des Wasserfahrzeuges herausstehenden Antrieb allseitig umgibt und am Rumpf eng anliegt, so dass ein Wasseraustausch zwischen der Wasserumgebung und dem Inneren des Gehäuses verhindert wird bzw. vernachlässigbar klein ist, und insbesondere eine Licht- und Sonneneinstrahlung auf den Antrieb verhindert ist, wodurch ein Muschelbefall und ein Bewuchs des Antriebs auch dann verhindert wird, wenn das Wasserfahrzeug mehrere Tage oder Wochen im Wasser liegt, ohne gefahren zu werden.

Das Gehäuse der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung kann zwei Gehäuseschalenteile aufweisen, die mittels eines Scharniers miteinander verbunden sind. Dabei hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn das Scharnier an von den Öffnungsrändern entfernten Randabschnitten der Verschlussränder der beiden Gehäuseschalenteile vorgesehen ist. Um die erfindungsgemäße Schutzeinrichtung d.h. das Gehäuseschalenteile aufweisende Gehäuse problemlos und zeitsparend um den gegen Muschelbefall und Bewuchs zu schützenden Antrieb herum anbringen zu können, ist es bevorzugt, wenn das Gehäuse mit seinen Gehäuseschalenteilen formmäßig an die Gestalt des Antriebes wenigstens annähernd angepasst ist.

Die Gehäuseschalenteile bestehen aus einem wasserbeständigen, d.h. vorzugsweise salzwasserbeständigen Kunststoffmaterial. Hierbei kann es sich um GFK oder um ABS oder um ein anderes geeignetes Kunststoffmaterial handeln, das zur Herstellung von schalenförmigen Gebilden, d.h. zur Herstellung der Gehäuseschalenteile, geeignet ist.

Erfindungsgemäß ist am Öffnungsrand der Gehäuseschalenteile eine Lippendichtung vorgesehen. Mit Hilfe der Lippendichtung ist die erfindungsgemäße Schutzeinrichtung gegen den Rumpf des jeweiligen Wasserfahrzeuges abdichtbar.

Erfindungsgemäß ist außerdem an den Verschlussrändern der Gehäuseschalenteile ein Dichtungselement vorgesehen.

Die Lippendichtung am Öffnungsrand der Gehäuseschalenteile und/oder das Dichtungselement am Verschlussrand der Gehäuseschalenteile kann unmittelbar bei der Herstellung der Gehäuseschalenteile mit diesen integral hergestellt werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Lippendichtung und/oder die Dichtungselemente nachträglich an den Gehäuseschalenteilen zu fixieren.

Erfindungsgemäß kann das Gehäuseschalenteile aufweisende Gehäuse am zu schützenden Antrieb des Wasserfahrzeugs befestigbar sein. Das gilt auch für Wasserfahrzeuge mit einem V- oder S-Antrieb. Insbesondere bei Wasserfahrzeugen mit einem am Spiegel des Wasserfahrzeugs angeordneten Z-Antrieb ist es zweckmäßig, wenn das Gehäuse der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung an der am Spiegel des Wasserfahrzeuges befestigten Spiegelplatte des zu schützenden Z-Antriebs befestigbar ist.

Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung für einen Z-Antrieb eines Wasserfahrzeugs wie eines Sportbootes oder eines Fischereifahrzeugs.

Es zeigen:

1 eine Darstellung eines Z-Antriebs in Kombination mit einer erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung, die ein Gehäuse mit zwei Gehäuseschalenteilen aufweist,

2 eine Darstellung des Details II in 1 in einem größeren Maßstab, und

3 einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III in 1 in einem vergrößerten Maßstab.

1 zeigt einen Antrieb 10, der als Z-Antrieb ausgebildet ist. Der Z-Antrieb weist eine Spiegelplatte 12 auf, mit der er am Spiegel eines (nicht gezeichneten) Wasserfahrzeugs wie eines Sport-Motorbootes, eines Fischereifahrzeuges oder dergleichen befestigbar bzw. befestigt ist. Der Antrieb 10 ist mittels der Schutzeinrichtung 14 gegen Muschelbefall und Bewuchs schützbar. Die Schutzeinrichtung 14 weist ein Gehäuse 16 auf, das aus zwei spiegelbildlich gleich gestalteten Gehäuseschalenteilen 18 besteht. Die beiden Gehäuseschalenteile 18 sind miteinander mittels eines Scharnieres 20 verbunden. In 1 ist das Gehäuse 16 geöffnet dargestellt. Die beiden Gehäuseschalenteile 18 sind um das Scharnier 20 zusammenklappbar, um den Antrieb 10 lichtundurchlässig zu umschließen. Im geschlossenen Zustand des Gehäuses 16 liegen die beiden Gehäuseschalenteile 18 mit ihren spiegelbildlich konformen Verschlussrändern 22 aneinander eng an. Die Verschlussränder 22 erstrecken sich vom gemeinsamen Scharnier 20 bis zu einem jeweiligen Öffnungsrand 24, der an den Rand der Spiegelplatte 12 formmäßig angepasst ist.

2 verdeutlicht schematisch und nicht maßstabgetreu in einer Schnittdarstellung einen Abschnitt des besagten Öffnungsrandes 24, der eine Lippendichtung 26 aufweist. Mit der Lippendichtung 26 liegt das Gehäuse 16 im geschlossenen Zustand eng und dicht an der Spiegelplatte 12 oder am Spiegel eines nicht dargestellten Wasserfahrzeugs wie eines Sport-Motorbootes, eines Fischereifahrzeuges oder dergleichen an.

3 verdeutlicht schematisch und nicht maßstabgetreu in einer Schnittdarstellung einen Abschnitt des Verschlussrandes 22, der ein Dichtungselement 28 aufweist, um die Gehäuseschalenteile 18 im geschlossenen Zustand des Gehäuses 16 dicht zu verschließen.

Das Gehäuse 16 kann am Antrieb 10, insbesondere an der Spiegelplatte 12 des Antriebs 10 befestigbar sein. Diese Befestigung kann durch Klammern, Schrauben o. dgl. erfolgen.

10Antrieb 12Spiegelplatte (von 10) 14Schutzeinrichtung (für 10) 16Gehäuse (von 14) 18Gehäuseschalenteil (von 16) 20Scharnier (an 18) 22Verschlussränder (von 18) 24Öffnungsrand (von 18) 26Lippendichtung (an 24) 28Dichtungselement (an 22)

Anspruch[de]
  1. Schutzeinrichtung für den Antrieb (10) eines Wasserfahrzeugs, insbesondere eines Sport-Motorbootes, mit einem Z-Antrieb, wobei die Schutzeinrichtung (14) als Gehäuse (16) mit formstabilen Gehäuseschalenteilen (18) ausgebildet ist, die im miteinander verbundenen geschlossenen Zustand den zu schützenden Antrieb (10) umschließen und mit ihren einander formmäßig entsprechenden Verschlussrändern (22) aneinander anliegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseschalenteile (18) aus einem lichtundurchlässigen Material bestehen und mit ihren Verschlussrändern (22) zum dichten Umschließen des Antriebs (10) vorgesehen sind und einen Öffnungsrand (24) aufweisen, der zur abdichtenden Anlage am Rumpf des Wasserfahrzeugs vorgesehen ist, wobei der Öffnungsrand (24) eine Lippendichtung (26) aufweist, und die Gehäuseschalenteile (18) an ihren Verschlussrändern (22) ein Dichtungselement (28) aufweisen.
  2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (16) zwei Gehäuseschalenteile (18) aufweist, die mittels eines Scharnieres (20) miteinander verbunden sind.
  3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier (20) an von den Öffnungsrändern (24) entfernten Randabschnitten der Verschlussränder (22) der beiden Gehäuseschalenteile (18) vorgesehen ist.
  4. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (16) mit seinen Gehäuseschalenteilen (18) formmäßig an die Gestalt des Antriebs (10) annähernd angepasst ist.
  5. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseschalenteile (18) aus GFK oder aus ABS bestehen.
  6. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (16) an dem zu schützenden Antrieb (10) des Wasserfahrzeuges befestigbar ist.
  7. Schutzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (16) an der am Spiegel des Wasserfahrzeugs befestigten Spiegelplatte (12) des zu schützenden Antriebes (10) befestigbar ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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