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Dokumentenidentifikation DE102004018374B4 29.06.2006
Titel Wandschrank aus Blech mit rahmenartigem Innenteil
Anmelder Erwin Paulat Kunststoff- und Metallwaren GmbH, 76770 Hatzenbühl, DE
Erfinder Paulat, Thomas, 76770 Hatzenbühl, DE
DE-Anmeldedatum 16.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004018374
Offenlegungstag 08.12.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse A47B 47/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 67/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A47B 81/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Wandschrank aus Blech, der aus einer einen Vorder- und einer einen Rückseitenkorpus bildenden Blechplatine hergestellt ist, bei denen jeweils die oberen und unteren Seitenflächen vollflächig und die seitlichen Seitenflächen teilweise an den vier Seitenkanten der das Vorder- oder Rückseitenteil bildenden Fläche und von der oberen und unteren Seitenfläche seitlich die, die teilweise abgekanteten seitlichen Seitenflächen ergänzenden Seitenflächen abgekantet sind.

Ein derartiger Schrank ist aus dem Hauptpatent DE 103 02 253 bekannt.

Dieser Schrank weist, im Gegensatz zum bis dahin bekannten Stand der Technik, im geschlossenen Zustand abgerundete Kanten und keine Blechüberstände auf und ist mit geringem Aufwand an manuellen Tätigkeiten kosteneffektiv herstellbar.

Bislang mussten entweder Blechstoßstellen in den Blechkanten nachträglich gebrochen werden und ev. Lücken in den gestoßenen Kanten verschweißt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es einen weiteren Schrank mit den oben genannten Merkmalen zu entwickeln.

Die Herstellung sollte in zunächst kleinen Losgrößen erfolgen können und später weiter automatisierbar sein. Durch die Berücksichtigung des Standes der Technik im Bereich moderner CNC-Blechbearbeitung sollte die zunächst externe Fertigung ohne Investitionen in teure Werkzeuge und Sondermaschinen möglich sein.

Dazu sollte der Schrank im Aussehen nach Kundenwunsch leicht anpassbar sein, ohne dass ein erhöhter Platzbedarf durch die Notwendigkeit der Lagerhaltung von Schrankgehäusen in vielen verschiedenen Farben notwendig ist.

Zusätzliche Maßgaben waren die Verwendung der Hakenleisten nach unserem EP 0 857 557 Das Gehäuse sollte 180° öffnen und damit eine maximale Zugänglichkeit haben. Wie in DE 25 00 326 und DE 20 40 185.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Kennzeichens des Patentanspruches 1.

Die Vorteile dieses neuartigen Konzeptes sind: Herstellbarkeit im reinen Punktschweißverfahren und damit ohne Nachbearbeitung von Schweißnähten, alle Kanten im Außenbereich gerundet, 180° öffnend, die optionale Montierbarkeit einer Designblende, die in Farbe und Form der Ausstanzungen leicht anpassbar ist.

Ein großer zusätzlicher Vorteil ist der bessere Sicherheitsaspekt. Durch den nach der Montage entstehenden zurückgesetzten umlaufenden Innenrand besteht eine höhere Sicherheit gegen Aufbrechen z.B. mit einem Schraubenzieher, ähnlich wie bei aus Blech tiefgezogenen Geldkassetten, die im Randbereich des Unterteils eine Blecheinsickung haben. Beim Schließen ergibt sich dann ein voll überlappter Rand. Im Scharnierbereich ist dies nicht unbedingt erforderlich. Hier kann er auch ausgespart oder die Blechlasche als Teil des Scharniers ausgebildet sein.

Bei richtigem Einbau und Dimensionierung des Schlosses mit Schließblech, wäre ein Aufbruch durch sichtbare Beschädigungen am Gehäuse erkennbar.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 3D- Perspektiven eines 180° aufgeklappten Schlüsselschrankes mit 24 Haken; Ansichten von vorne und hinten

2 3D- Perspektive eines 180° aufgeklappten Schlüsselschrankes mit 160 Haken; rechts unten geschlossene Ausführung mit 24 Haken und sichtbarer Frontplatte

3 Horizontaler mittiger Schnitt in Schlossposition eines Schlüsselschranks mit 24 Haken

4 Detailvergrößerung aus 3

5 3D- Explosionsdarstellung einer Schrankrückseite (48 Haken) mit zusätzlich abgebildetem Rückseitenkorpusteil in Abwicklungsdarstellung

6 Detailvergrößerung aus 5 unterer Bereich des rahmenartiges Innenteils mit Rückseitenkorpus

7 Draufsicht der Blechplatine rückseitiges rahmenartiges Innenteil ohne Abbiegungen; Darstellung der Lage der Biegelinien

8 Detailvergrößerung aus 7 Biegebereich mit Biegelinie für Handbiegung

9 Detailvergrößerung aus 7 Biegebereich mit Biegelinie für Handbiegung und Scharnieraussparung

10 Draufsicht auf teilweise abgebogenes rahmenartiges Innenteil Rückseite mit Dreiseitenperspektive

11 Detailvergrößerung aus 10 einer Ecke des abgebogenen rahmenartigen Innenteils

12 Detailvergrößerung aus 10 einer noch nicht abgebogenen Ecke des rahmenartigen Innenteils

1Schrankgehäuse geschlossen 2Optionale, farbunterschiedliche Vorderseitenplatte mit Ausstanzungen 3Rückseitenkorpus kompl. montiert 4Vorderseitenkorpus kompl. montiert 5Hakenleiste Haky aus Kunststoff 6Schloss 7Schließblech 8Rahmenartiges Innenteil Vorderseite 9Korpus Vorderseite 10Rahmenartiges Innenteil Rückseite 11Korpus Rückseite 13180° schwenkbares Mittelblech 14O. Abb. 15Bandscharnier 16Radius im Außenbereich 17Herausstehender, zurückgesetzter Rand des Inneneinsatzes Rückseite 18Z-Biegung 1990° Biegung 20Ungebogene Blechplatine Rückseitenkorpus 21Abgebogene Blechlasche 22Punktschweißpositionen bei der Montage 2390° Handbiegung bei Montage 24O. Abb. 25Seitliche Aussparungen zur Vorgabe der Biegeposition für spätere Handbiegung 26Perforationsartige Lochung zur Vorgebung des späteren Handbiegebereiches 27Hakenleistenauflagebereiche (Rastleisten) 28Sich wiederholende viereckige Lochung im Auflagebereich der Hakenleiste 29Optionale zweite Teilung 30Blechsteg Unterseite

1 ist eine kleines erfindungsgemäßes Schrankgehäuse in der Verwendung als Schlüsselschrank mit max. 24-er Hakenanzahl 180° aufgeklappt in 3D Perspektive abgebildet. Im aufgeklappten Zustand ist ein schlüsselbrettähnliches Aussehen gegeben.

In 2 sind zwei Schlüsselschränke dieser System- Produktlinie dargestellt. Links im Vordergrund ist bei der kleinen Ausführung die zusätzliche farbdifferierende, mit Ausstanzungen versehenen optionale Vorderseitenplatte ersichtlich. Zweckmäßigerweise wird diese mit dem Vorderseitenkorpusteil verklebt. Diese, die Vorderseite vollüberlappenden Platten sind bei allen Ausführungen montierbar.

Bei der großen Ausführung sieht man die zusätzliche um 180° schwenkbare Mittelplatte (13). Die Mittenwand weist eine dünne Blechplatte auf, an der beidseitig, die vorgesehenen Hakenleisten aus Kunststoff (Patent Nr.: 197 04 239 „Hakenleiste") mit Drehhaltern von beiden Seiten befestigt werden. Die rechteckigen Ausstanzungen sind hier verlängert. Die Korpustiefe wird dann entsprechend erhöht. Die Mittenplatte ist wie auch bei anderen Schränken bekannt, mit einem zusätzlichen Scharnier mit dem Korpus verbunden.

3 zeigt ein geöffnetes Schrankgehäuse im horizontalen Schnitt in Schlossposition.

4 ist eine Detailvergrößerung von 3. Erfindungsgemäß ist hier das rahmenartige Innenteil (10) welches mit einem herausstehenden zurückgesetztem Innenrand (17) ausgestattet ist, mit dem beim Schließen der Vorderseite eine umlaufende doppelte Blech- Überlappung im Schließbereich erzielt wird. Das Bandscharnier (15) ist so eingebaut, dass das Gehäuse 180° aufgeklappt werden kann. Bestandteil der Inneneinsätze (8, 10) sind auch die Hakenleistenauflagebereiche (27) als 90° abgewinkelte Blechlaschen.

In 5 sieht man eine Explosionsdarstellung der Schrankrückseite. Das Korpusteil (11), dass das Außengehäuse bildet, ist im fertig abgekantetem Zustand ein nach vorne offener Kasten. Im Hintergrund ist dieses Rückseitenkorpusteil (11) als Blechplatine dargestellt deren 4 Seiten noch abgebogen werden müssen. Im Vordergrund ist das rahmenartige Innenteil (10), welches Hauptgegenstand der Erfindung ist, gezeigt.

6 ist eine Detailvergrößerung des unteren Eckbereiches von 5.

Die beiden Teile (10) und (11) werden bei der Montage im Punktschweißverfahren an den Schweißpunktstellen (22) miteinander verbunden. Durch das Punktschweißen wird der Laschenbereich (21) mit dem rahmenartigen Innenteil (10) verbunden. Man sieht den am rahmenartigen Innenteil (10) herausstehenden, nach innen versetzten umlaufenden Rand (17). Es entsteht einen ähnliche Randausführung wie bei Geldkassettenunterteilen, die jedoch tiefgezogen sind.

In 7 ist das rahmenartige Innenteil der Rückseite (10) als Abwicklung und Blechplatine dargestellt. Das Teil wird mit der gegebenen Außenkontur ausgestanzt oder gelasert. Es gibt zwei Hauptbiegelinien (18) u. (19), die das Teil vollständig durchlaufen. Die Biegelinie (18) ist eine Z-Biegung, aus der später der umtaufende zurückgesetzte Rand entsteht. Die Biegelinie (19) ist eine 90° Biegung für die Auflagebereiche der Hakenleisten (27)

In 8 und 9 sieht man eine Vergrößerung der späteren Eckbereiche der Blechplatine des rahmenartigen Innenteils (10). Die Besonderheit ist hier eine perforationsartige Lochung (26) und seitliche Aussparungen (25) zur Vorgebung des späteren Handbiegebereiches (23). Nach dem maschinellen Biegen der durchgehenden Biegungen (18) und (19) z.B. an der Abkantbank kann das entstandene profilartige Teil direkt vor der Montage in das Korpusgehäuse einfach manuell gefaltet werden. Es entsteht dann der fertige Innenrahmen. Man kommt bei dieser Lösung auch mit einen Minimum von maschinellen Biegungen aus. Das Inneneinsatzteil der Frontseite (8) hat z.B. nur eine durchlaufende 90° Biegung, da der umlaufende überstehende Rand hier entfällt.

10 ist eine Draufsicht auf das teilweise abgebogene rahmenartige Innenteil der Rückseite (10) mit Dreiseitenperspektive. Hier sieht man, das der untere rechte Blechsteg (30) noch nicht abgebogen ist. Optional kann das rahmenartige Innenteil (10) bei größeren Gehäusen auch zweiteilig sein. Es gibt dann oben an der Mittellinie eine zweite Teilung (29).

11 zeigt im Detail den Eckbereich des rahmenartigen Inneneinsatzes (10) im fertiggebogenen Zustand.

In 12 ist die letzte Biegung noch nicht durchgeführt. An der durch die Perforation (26) und die Aussparung (25) vorgegebenen Biegelinie (23) erfolgt die manuelle Biegung.


Anspruch[de]
  1. Wandschrank aus Blech hergestellt aus einer einen Vorder- und einen Rückseitenkorpus (3, 4) bildenden Blechplatine, bei denen jeweils die oberen und unteren Seitenflächen vollflächig und die seitlichen Seitenflächen teilweise an den vier Seitenkanten der das Vorder- oder Rückseitenteil bildenden Fläche und von der oberen und unteren Seitenfläche seitlich die die teilweise abgekanteten seitlichen Seitenflächen ergänzenden Seitenflächen abgekantet sind, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Vorder- als auch der Rückseitenkorpus (3, 4) keine weiteren Abkantungen aufweisen und dass der Vorder- und Rückseitenkorpus (3, 4) jeweils einen separaten an den Seitenflächen der Korpusse anliegenden Innenrahmen (8, 10) aus einer oder zwei zu einem geradlinigem Rahmenprofil mit einstückig rechtwinklig abgebogenen gelochten Blechlaschen (27) zur Montage von Hakenleisten gebogenen Blechstreifenabwicklung enthalten, wobei das Innenrahmenprofil (10) des Rückseitenkorpusses (3) eine umlaufende Blecheinsickung aus einer zweifachen Abkantung und Aussparungen (25) zum Biegen im Bereich der Rahmenkanten aufweist, wobei der Scharnierbereich ausgenommen sein kann.
  2. Wandschrank nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Rahmenbiegekanten (23) Aussparungen (25) und Perforationen (26) angebracht sind.
  3. Wandschrank nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenrahmen (8, 10) eine Aussparung für den Flügel eines fertigen Bandscharniers enthalten.
  4. Wandschrank nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Scharnierhälfte in Form einer umgeformten Blechlasche als halbe Seite eines Bandscharnieres aus dem Blechteil ausgeformt ist.
  5. Wandschrank nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechteile der Korpusse (3, 4) mit dem jeweiligen Innenrahmen (8, 10) in den Stoßbereichen der Seitenflächen der Korpusse punktgeschweißt sind.
  6. Wandschrank nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Vorderseitenkorpus eine zusätzliche Vorderseitenplatte mit differierender Farbgebung angebracht ist, die die Vorderseite des Korpusses vollflächig bedeckt bis auf eventuelle in der Vorderseitenplatte vorhandene Durchbrüche.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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