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Dokumentenidentifikation DE102004019910A1 29.06.2006
Titel Filtersand
Anmelder Herrmann, Thilo, Dipl.-Geoökologe, 95448 Bayreuth, DE
DE-Anmeldedatum 21.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004019910
Offenlegungstag 29.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse B01D 39/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B01D 24/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Filtersand, der vorgesehen ist zur Verwendung in Bodenfiltern zur Abwasserreinigung. Kennzeichnend für den Filtersand ist eine Ammoniumaustauschkapazität, die eine Elimination von Ammonium bewirkt. Die Ammoniumaustauschkapazität wird durch die Verwendung von bestimmten Gesteinsarten und/oder Mineralien zur Herstellung des Filtersands bewirkt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Filtersand, der vorgesehen ist zur Verwendung in Bodenfiltern zur Abwasserreinigung. Dem Anmeldegegenstand am nächsten kommt der Stand der Technik nach der DE 197 03 413. Dort ist ein körniges Filtermaterial für Flüssigkeiten beschrieben, dass als Zuschlagstoff einen silberdotierten Zeolithen enthält, mit einem Massenanteil von 1 bis 50 Gewichtsprozent. Als Einsatzgebiet für dieses Filtermaterial werden Schwimmbadfilter angegeben. Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde ein Filtersubstrat anzugeben, das besonders zur Reinigung von Abwasser geeignet ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden Filtersande vorgeschlagen, die eine Sorptionskapazität für Ammonium aufweisen. Unter Ammoniumsorptionskapazität wird die Eigenschaft verstanden, Ammonium durch Ionenaustausch reversibel zu binden und im Austausch gegen andere Kationen einzutauschen. Im Gegensatz zu vor bekannten Filtersanden bewirkt die Ammoniumsorptionskapazität einen Rückhalt von Ammonium aus dem Abwasser, das zeitverzögert durch mikrobielle Nitrifikation zu Nitrat abgebaut wird. Bei der Nitrifikation werden Protonen freigesetzt, die als Kation gegen Ammonium eingetauscht werden können. Die Wirkung des erfindungsgemäßen Filtersands beruht also zusätzlich zu der mechanischen Filterwirkung auf der Nitrifikation von Ammonium, die durch die Ammoniumsorptionskapazität des Filtersands bewirkt ist.

Die Ammoniumsorptionskapazität wird durch Auswahl bestimmter Gesteinsarten zur Herstellung des Filtersandes bewirkt. Bevorzugt kommen als Basissubstrat oder als Zuschlagstoff gebrochene Festgesteine zur Anwendung, die Schichtsilikate Enthaltung. Es ist ebenfalls an die Verwendung von synthetischen Ionenaustauschersubstanzen gedacht, die als Zuschlagstoff zur Anwendung kommen. Der Filtersand nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass er eine Ammoniumsorptionskapazität aufweist, wobei die Ammoniumsorptionskapazität vorzugsweise wenigstens 0,5 mmol pro Kilogramm bis wenigstens 5 mmol pro Kilogramm beträgt.

Der Filtersand nach Anspruch 4 enthält Metamorphite und/oder Magmatite und/oder diagenetisch geprägte Sedimente oder ist aus diesen hergestellt. Bevorzugt enthält der Filtersand Schiefer, und/oder Glimmerschiefer, und/oder Gneis, und/oder Tonstein, und/oder Grauwacke oder eine Mischung aus diesen Gesteinen. Der Filtersand kann durch Brechen wahlweise in Kombination mit Siebung und/oder Abschlämmung aus Festgestein oder Festgesteinsschottern hergestellt sein. In den Unteransprüchen sind charakteristische Massenanteile für Zuschlagstoffe und/oder Gesteine angegeben.

Als weitere Zuschlagstoffe kommen Schichtsilikate in Frage, vorzugsweise Minerale der Glimmergruppe, z.B. Muskovit und/oder Biotit. Als weiterer Zuschlagstoff kommt Zeolith in Frage, wobei der bekannte Zuschlagstoff für ein neues Anwendungsgebiet, die Reinigung von Abwasser genutzt ist.

Zur Erzielung einer geringeren Schüttdichte ist an Blähton gedacht, wobei auch andere poröse, keramisch hergestellte Stoffe in Frage kommen.

Zur Verbesserung der Phosphatelimination ist an die Verwendung weiterer Zuschlagstoffe gedacht, wie z.B. Gibbsit, Calcit, Variscit, Strengit, Dicalciumphosphat, Octacalciumphosphat, Apatit, Fluorapatit, Hydroxil- Apatit.

Bei Verwendung des Filtersands zur Denitrifikation können folgende Minerale verwendet sein:

Metallsulfide, vorzugsweise Eisen- und oder Mangansulfide, Pyrit und oder Markasit.

Als Kohlenstoffquelle ist an die Verwendung eines kohlenstoffhaltigen Zuschlagstoffs für gedacht, der organischen Kohlenstoff enthält. Hierzu kommen Sägespäne, Holz oder Strohhäcksel, Kompost, Papier, oder Bioabfall in Betracht.

Ein besonderes Merkmal des Filtersands ist dadurch gegeben, dass das Basissubstrat eine andere Korngrößenzusammensetzung als ein Zuschlagstoff aufweist. Dies erlaubt eine einfache mechanische Trennung von Zuschlagstoff und Basissubstrat, wenn der Filtersand später aufbereitet werden soll. In den Unteransprüchen sind weitere mögliche Zuschlagstoffe aufgeführt.


Anspruch[de]
  1. Filtersand vorsehen zur Verwendung in Filtern zur Abwasserreinigung, hergestellt aus geologischen Lockersedimenten und/oder Festgestein durch Siebung und/oder Abschlämmung, und/oder durch Brechen von Festgestein und/oder Schottern oder einer Kombination aus diesen, und bedarfsweise unter Verwendung wenigstens eines Zuschlagstoffs, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat eine Ammoniumsorptionskapazität aufweist.
  2. Filtersand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle der Anwendung des Substrats zur Reinigung von regelmäßig anfallendem häuslichen und/oder gewerblichen Abwasser die Ammoniumsorptionskapazität wenigstens 0,5 mmol/kg, vorzugsweise mehr als 1 mmol/kg beträgt, höchst vorzugsweise wenigstens 2 mmol/kg beträgt.
  3. Filtersand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Anwendung des Substrats zur diskontinuierlichen, bedarfsweisen Mischwasser- oder Regenwasserbehandlung die Ammoniumsorptionskapazität wenigstens 1 mmol/kg, vorzugsweise mehr als 2 mmol/kg beträgt, höchst vorzugsweise wenigstens 5 mmol/kg beträgt.
  4. Filtersand vorsehen zur Verwendung in Filtern zur Abwasserreinigung, hergestellt aus wenigstens einem Basissubstrat, das aus geologischen Lockersedimenten und/oder Festgestein durch Siebung und/oder Abschlämmung, und/oder durch Brechen von Festgestein oder Gesteinschottern oder einer Kombination aus diesen hergestellt ist, und bedarfsweise unter Verwendung wenigstens eines Zuschlagstoffs, dadurch gekennzeichnet, dass, das Basissubstrat und/oder wenigstens ein Zuschlagstoff wenigstens teilweise aus Metamorphiten und/oder Magmatiten, und/oder diagenetisch geprägten Sedimenten besteht oder daraus hergestellt ist.
  5. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissubstrat und/oder wenigstens ein Zuschlagstoff wenigstens teilweise aus Schiefer, und/oder aus Glimmerschiefer und/oder aus Gneis oder einer Mischung aus diesen Gesteinen besteht oder hergestellt ist.
  6. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissubstrat und/oder wenigstens ein Zuschlagstoff wenigstens teilweise aus Grauwacke und/oder Tonstein, oder einer Mischung aus diesen Gesteinen besteht oder hergestellt ist.
  7. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissubstrat und/oder wenigstens ein Zuschlagstoff wenigstens teilweise aus Basalt, und/oder Diabas und/oder Porphyr, und/oder Granit, oder einer Mischung aus diesen Gesteinen besteht oder hergestellt ist.
  8. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenanteil der Gesteine nach einem der Ansprüche 5 bis 7 am Filtersand in der Summe oder einzeln wenigstens 2 %, vorzugsweise wenigstens 5 %, höchst vorzugsweise wenigstens 15 % beträgt.
  9. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenanteil der Gesteine nach einem der Ansprüche 5 bis 7 am Filtersand in der Summe maximal 80 %, vorzugsweise maximal 50 %, höchst vorzugsweise maximal 30 % beträgt.
  10. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissubstrat und/oder wenigstens ein Zuschlagstoff Schichtsilikate enthält, vorzugsweise Minerale der Glimmergruppe, höchst vorzugsweise Muskovit und/oder Biotit.
  11. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff ein Mineral der Zeolithgruppe, vorzugsweise der Blätterzeolithe ist, höchst vorzugsweise ein Heulandit ist, bevorzugt der Varietät Clinoptilolith.
  12. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenanteil der Minerale nach wenigstens einem der Ansprüche 10, 11, 21 bis 28 am Filtersand in der Summe oder einzeln wenigstens 0,1 % oder wenigstens 1 % beträgt, vorzugsweise wenigstens 2 % oder 10 % beträgt, höchst vorzugsweise aber 0,5 bis 5 % beträgt.
  13. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtsilikate bzw. Glimmer primär, also geogen gebildet sind und nicht sekundär, durch Prozesse der Bodenbildung.
  14. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissubstrat und/oder wenigstens ein Zuschlagstoff keramisch hergestellt ist, vorzugsweise ein Blähton ist, höchst vorzugsweise gebrochener Blähton,
  15. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenanteil des Blähtons nach Anspruch 14 am Filtersand wenigstens 30%, vorzugsweise wenigstens 50 %, höchst vorzugsweise wenigstens 70 % beträgt.
  16. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissubstrat zu wenigstens 30 % Quarzsand ist, wobei vorzugsweise der Quarzgehalt über 50 % liegt.
  17. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischungsverhältnis aus Basissubstrat und wenigstens einem Zuschlagstoff bestimmt ist durch das Verhältnis der Ammoniumsorptionskapazität von Basissubstrat zu Zuschlagstoff in der Weise, dass die Ammoniumsorptionskapazität des Filtersands auf ein vorgegebenes Maß eingestellt ist durch Zugabe von Zuschlagstoff mit hoher Ammoniumsorptionskapazität zu Basissubstrat mit niedriger Ammoniumsorptionskapazität
  18. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissubstrat und/oder der Zuschlagstoff und/oder der Filtersand eine Ammoniumsorptionskapazität von wenigstens z meq/kg oder z meq/lit aufweist, wobei für z eine der folgenden Zahlen eingesetzt ist: 0,5 oder 1 oder 2 oder 5 oder 10 oder 20 oder 50 oder 100.
  19. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissubstrat eine Ammoniumsorptionskapazität von weniger als z meq/kg oder z meq/lit aufweist, wobei für z eine der folgenden Zahlen eingesetzt ist: 1 oder 0,5 oder 0,2 oder 0,1.
  20. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die volumen- oder massenspezifische Ammoniumsorptionskapazität eines Zuschlagstoffs wenigstens ein n-faches der Ammoniumsorptionskapazität des Basissubstrats beträgt, wobei für n einer der folgenden Werte eingesetzt ist: 1,5 oder 2, 3, 5, 10, 20, 50, 100, 300, 1000 oder 5000, vorzugsweise aber im Bereich von 10 bis 100 liegt.
  21. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff aus Calcium-Phosphaten besteht, vorzugsweise aus kristallinen Calcium-Phosphaten besteht.
  22. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Zuschlagstoff einer oder eine beliebige Mischung der folgenden Minerale verwandt sind: Gibbsit, Calcit, Variscit, Strengit, Dicalciumphosphat, Octacalciumphosphat, Apatit, Fluorapatit, wobei bevorzugt Hydroxylapatit eingesetzt ist.
  23. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Zuschlagstoff einer oder eine beliebige Mischung der folgenden Minerale verwendet ist: Metallsulfide, vorzugsweise, Eisen- und/oder Mangansulfide insbesondere Pyrit und/oder Markasit.
  24. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Zuschlagstoff organischen Kohlenstoff enthält
  25. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff aus einem oder mehreren der folgenden Komponenten besteht: Sägespäne, Holz- oder Strohhäcksel, Kompost, Papier, Bioabfall.
  26. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Aktivkohle ist, vorzugsweise in granulierter, körniger Form.
  27. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Zuschlagstoff einer oder eine beliebige Mischung der folgenden Minerale verwendet ist: Allophane, Siderit, Vivianit, Pyroxen, Amphibol, Olivin, Struvit, Feldspat, silberdotierte Minerale.
  28. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff ein Ionenaustauschersubstrat ist, vorzugsweise ein Kationenaustauscher und/oder ein Anionenaustauscher ist.
  29. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff eine Sorptionskapazität für Harnstoff aufweist.
  30. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff, insbesondere ein Zeolith, gesilbert ist.
  31. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff Aktivkohle ist, vorzugsweise in granulierter, körniger Form.
  32. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff Kalk ist, vorzugsweise Calciumcarbonat ist.
  33. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat wenigstens 1 % oder wenigstens 2% oder wenigstens 3% oder wenigstens 5% oder wenigstens 8% Kalk enthält.
  34. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Zuschlagstoff im wesentlichen eine Körnung zwischen 0,02 und 2,25 mm aufweist.
  35. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff im wesentlichen eine Körnung in einem der folgenden Bereiche aufweist:

    zwischen 0,02 mm und 4 mm, zwischen 0,02 mm und 2 mm, zwischen 0,02 mm und 1 mm zwischen 0,02 mm und 0,6 mm, zwischen 0,02 mm und 0,4 mm, zwischen 0,02 mm und 0,2 mm liegt, zwischen 0,06 mm und 0,2 mm, zwischen 0,02 und 1,25 mm, 0,02 und 0,8 mm, zwischen 0,02 und 0,6 mm, zwischen 0,05 und 0,5 mm, zwischen 0,05 und 0,4 mm, zwischen 0,05 und 0,2 mm, zwischen 0,05 und 0,125 mm.
  36. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kornzusammensetzung des Basissubstrats sich im wesentlichen nicht mit der Kornzusammensetzung wenigstens eines Zuschlagstoffes überlappt.
  37. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissubstrat eine gröbere Körnung als ein Zuschlagstoff aufweist.
  38. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Korngrößenklasse des Filtersands; vorzugsweise der Feinanteil des Filtersands, überwiegend (>70%) durch einen Zuschlagstoff gebildet ist, wobei die entsprechende Korngrößenklasse dem Basissubstrat im wesentlichen fehlt.
  39. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kornklasse 0 bis 0,5 mm des Filtersands im wesentlichen (vorzugsweise zu über 80 %) durch wenigstens einen Zuschlagstoff gebildet ist oder, dass

    die Kornklasse 0 bis 0,4 mm des Filtersands im wesentlichen (vorzugsweise zu über 80 %) durch wenigstens einen Zuschlagstoff gebildet ist oder, dass

    die Kornklasse 0 bis 0,25 mm des Filtersands im wesentlichen (vorzugsweise zu über 80 %) durch wenigstens einen Zuschlagstoff gebildet ist oder, dass

    die Kornklasse 0 bis 0,125 mm des Filtersands im wesentlichen (vorzugsweise zu über 80 %) durch wenigstens einen Zuschlagstoff gebildet ist oder, dass

    die Kornklasse 0,04 bis 0,125 mm des Filtersands im wesentlichen (vorzugsweise zu über 80 %) durch wenigstens einen Zuschlagstoff gebildet ist.
  40. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über 60 % des Filtersand eine Körnung kleiner als 2 mm aufweist oder, dass über 70 % des Filtersand eine Körnung kleiner als 2 mm aufweist oder, dass

    über 80 % des Filtersand eine Körnung kleiner als 2 mm aufweist oder, dass

    über 90 % des Filtersand eine Körnung kleiner als 2 mm aufweist oder, dass

    über 95 % des Filtersand eine Körnung kleiner als 2 mm aufweist.
  41. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kornklasse 0 bis 2 mm des Filtersands und/oder des Basissubstrats sich wie folgt zusammensetzt: kleiner 0,063 mm bis 4 % kleiner 0,08 mm 1 bis 6 % kleiner 0,125 mm 2 bis 20 % kleiner 0,2 mm 5 bis 25 % kleiner 0,4 mm 25 bis 55 % kleiner 0,63 mm 40 bis 75 % kleiner 1 mm 50 % bis 95 % 1 bis 2 mm 0 bis 50 %
  42. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kornklasse 0 bis 1 mm wenigstens eines Zuschlagstoffs sich wie folgt zusammensetzt: kleiner 0,02 mm 0 bis 5 % kleiner 0,063 mm 0 bis 25 % kleiner 0,08 mm 5 bis 50 % kleiner 0,125 mm 10 bis 90 % kleiner 0,2 mm 20 bis 100 % kleiner 0,4 mm 50 bis 100 % kleiner 0,63 mm 80 bis 100 % kleiner 1 mm 95 bis 100 %
  43. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldkapazität des Filtersands bei einer Schichthöhe von 50 cm im folgenden Bereich liegt: im Falle eines Filtersands ohne Blähton 10 bis 20 Volumen % oder im Falle eines Filtersands mit Blähton 20 bis 60 Volumen %.
  44. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Porenvolumen des Filtersands 35 bis 70 Volumen % beträgt, vorzugsweise aber 35 bis 45 % beträgt.
  45. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerungsdichte des Filtersand bei verdichtetem Einbau 0,7 bis 1,4 vorzugsweise 0,7 bis 1,2 kg/m3 beträgt, sofern Blähton enthalten ist.
  46. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das der Mengenanteil wenigstens eines Zuschlagstoffs außer Blähton am Filtersubstrat gemessen als Massen- oder Volumenanteil in einem der folgenden Bereiche liegt: 0 bis 50 oder < 30, oder < 20, oder < 10 oder < 8 oder < 5, oder < 2%, aber vorzugsweise zwischen 2 und 20%.
  47. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das der Mengenanteil eines Zuschlagstoffs am Filtersubstrat im Falle von Blähton gemessen als Massen- oder Volumenanteil in einem der folgenden Bereiche liegt: 30 bis 95, oder 40 bis 90, oder 50 bis 80.
  48. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Basissubstrat und wenigstens ein Zuschlagstoff durch mechanische und/oder physikalische Trennverfahren, insbesondere Siebung und/oder Abschlämmung und/oder Sedimentation und/oder Schwimmtrennung trennbar sind,
  49. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der aus einer Schicht Filtersand mit 50 cm Schichthöhe mit Wasser ausspülbare Anteil des Filtersands kleiner als 2%, vorzugsweise kleiner als 1 %, höchst vorzugsweise kleiner als 0,5 % ist.
  50. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Infiltrationsleitfähigkeit des Filtersands gemessen bei 50 cm vertikaler Schichthöhe und einem Überstau mit Wasser von 30 cm Einstau auf der Filteroberseite gemessen als Filtergeschwindigkeit 10–4 m/s bis 5 mal 10–3 m/s beträgt
  51. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alternativ zu der Ammoniumsorptionskapazität in den vorgenannten Ansprüchen eine Ammoniumaustauschkapazität oder eine Kationenaustauschkapazität synonym eingesetzt ist, wobei die genannten Werte dann mit einem Korrekturfaktor von 0,04 bis 20 zu bewerten sind.
  52. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtersand ein Schüttstoff ist.
  53. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtersand vorgesehen ist zum Einbau in ein Filterbecken als Filterschicht zwischen einem Zulauf und Ablauf.
  54. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtersand vorgesehen ist zum Einbau in Sickerschächte und/oder Filtermulden und/oder Filterpatronen und/oder Filtergehäuse.
  55. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtersand vorgesehen ist zum periodischen entwässern und belüften.
  56. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtersand vorgesehen ist zum Betrieb unter anaeroben Bedingungen ggf. im periodischen Wechsel mit aeroben Bedingungen.
  57. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtersand vorgesehen ist zum Einsatz in Belebungsbecken von Kläranlagen, bevorzugt mit einer Rohdichte um 1000 kg/m3.
  58. Filter mit Zulauf und Ablauf wobei das Zulaufwasser über einen Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche geleitet ist.
  59. Verwendung von Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, zur Wasser oder Abwasserreinigung.
  60. Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuschlagstoff Eisen und/oder eine Eisenverbindung und/oder Eisenoxide-Hydroxide, vorzugsweise in körniger Form, enthält.
  61. Herstellung und/oder Verwendung von Filtersand nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche.
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