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Dokumentenidentifikation DE102004022727B4 29.06.2006
Titel Schichtungspalettierer zum Trocknen bzw. aufheizen von Gegenständen in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen
Anmelder Khanmoradi, Bijan Wolfgang, Dipl.-Ing., 80809 München, DE
Erfinder Khanmoradi, Bijan Wolfgang, Dipl.-Ing., 80995 München, DE;
Khadiavi, Fazlollah, Dipl.-Ing., 82110 Germering, DE
DE-Anmeldedatum 07.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004022727
Offenlegungstag 01.12.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse B65G 49/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schichtungspalettierer in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen, mit einem stationären Vertikalträger, an dem ein Horizontalträger angeordnet ist, mit einem Schieber für die Verschiebung des Trocknungsgutes bzw. des Aufheizgutes, mit einem schwenkbaren Förderband mit einer Achse, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Aus der Patentschrift DE 2852815 C2 ist bereits eine derartige Vorrichtung zur Trocknung von Produkten bekannt.

Bei dem Verfahren der Vorrichtung zur Behandlung von Zucker oder dergleichen, insbesondere zum Trocknen von pulverisiertem, befeuchtetem und agglomerisiertem Zucker, bei gesteuerter oder geregelter Verdampfung werden die zu trocknenden Produkte nacheinander durch mehrere Abschnitte eines Trocknungsofens hindurchgefürt, wobei in jedem der Abschnitte die Temperatur und die relative Feuchtigkeit auf individuell vorgebbare Werte eingestellt werden.

Hier spielt eine Fördereinrichtung zum aufeinanderfolgenden Transport der zu trocknenden Produkte durch einzelne Abschnitte zwischen dem Eingang und dem Ausgang des Ofens eine wichtige Rolle. Dabei werden Zuckerblöcke auf horizontalen Trägerelementen in einen Trocknungsofen eingebracht, der ein Tragwerk aus Metall aufweist, welches im wesentlichen aus zwei Säulen gebildet ist, zwischen denen sich im oberen Bereich eine Brücke erstreckt. In den Säulen sind Paternoster-Förderer angeordnet, die je einen nach oben und einen nach unten führenden Zweig haben, um die Trägerelemente aufwärts und abwärts zu transportieren, während die Brücke einen oberen Förderer aufweist, welche die Trägerelemente im oberen Bereich von dem aufwärts gerichteten Paternoster zu dem abwärts gerichteten Paternoster transportiert.

Nachteilig ist bei dem bekannten Verfahren jedoch, dass hier bei der Zunahme der Breite des Trägerelementes, der Folgeabstand zwischen Trägerelementen und folglich die Bauhöhe der Trocknungsvorrichtung und somit die Bauhöhe der Trocknungsanlage vergrößert werden muss.

Jede Bauhöhenvergrößerung ist ein zusätzlicher Aufwand und somit ein Kostenfaktor, der klein zu halten ist.

Es soll weiterhin nicht unerwähnt bleiben, daß andere Patentschriften sich mit ähnlichen Thematiken, befassen, ohne dabei jedoch in Widerspruch zu dieser Erfindung zu treten.

In der Offenlegungsschrift DE 3417490 A1 wird eine Palettiermaschine insbesondere zum Palettieren von quaderförmigen Packungen beschrieben. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Erfindung, die nicht einen Ofen oder einen Trockner betrifft.

In der Patentschrift DD 282 811 A7 wird eine Vorrichtung zum Beladen von mehretagigen Warenträgern mit Backgut beschrieben. Auch hier geht es nicht um einen Ofen oder einen Trockner, es geht vielmehr um den zeit- und platzsparenden Beladevorgang der Warenträger.

In der Schrift WO 99/37564 wird eine Optimierung eines Zwischenspeichersystems in einer Förderlinie (z. B. für Brotlaibe) beschrieben. Die Erfindung betrifft nicht einen Ofen und auch nicht einen Trockner.

In der Auslegeschrift DE 1 267 605 werden Details eines Wendelförderers beschrieben. Die Erfindung betrifft einen Wendelförderer als Gliederband, dabei werden gegenüber bereits bekannten Gliederband-Wendelförderern Detailoptimierungen beschrieben, die gewisse negative Eigenschaften der bekannten Gliederband-Wendelförderer beseitigen.

In dem US-Patent 4,848,537 wird ein Pufferförderer beschrieben. Auch hier betrifft die Erfindung keinen Ofen und keinen Trockner.

Die Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Trocknungs- bzw. Aufheizvorrichtung mit einer geringen Bauhöhe für die Trocknung und Aufheizung von Gegenständen zu schaffen.

Die Aufgabe wird ausgehend von einem Schichtungspalettierer in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen mit den Merkmalen des Hauptanspruches 1 und der Nebenansprüche 2 und 3 gelöst.

Die Lösung mit den Merkmalen des Anspruches 1, dass das Trocknungs- bzw. Aufheizgut mittels eines schwenkbaren Förderbandes von einem Horizontalträger auf einen weiteren, höher positionierten Horizontalträger gefördert wird, hat den Vorteil, dass die Kombination von schwenkbaren Förderbändern und aufeinander positionierten Horizontalträgern eine längere Verweilzeit in einem kleinen Trocknungsraum bzw. Ofen ermöglicht.

In einer anderen Lösung gemäß Nebenanspruch 2 wird anstatt der Palettierung mittels eines schwenkbaren Förderbandes von einem Oszillier-Hubförderer Gebrauch gemacht.

Diese Lösung hat den Vorteil, dass die Kombination von Oszillier-Hubförderer und aufeinander positionierten Horizontalträgern eine längere Verweilzeit in einem kleinen Trocknungsraum bzw. Ofen ermöglicht.

Bei einer weiteren Lösung gemäß Nebenanspruch 3 wird anstatt der Palettierung mittels eines schwenkbaren Förderbandes von einem Spiralförderer Gebrauch gemacht.

Diese Lösung hat den Vorteil, dass die Kombination von Spiralförderer und aufeinander positionierten Horizontalträgern eine längere Verweilzeit in einem kleinen Trocknungsraum bzw. Ofen ermöglicht.

Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigt:

1 eine schematische Seitenansicht eines Schichtungspalettierers in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen als Kombination von schwenkbaren Förderbändern und aufeinander positionierten Horizontalträgern,

2 eine schematische Seitenansicht eines Schichtungspalettierers in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen als Kombination von einem Oszillier-Hubförderer und aufeinander positionierten Horizontalträgern,

3 eine schematische Seitenansicht eines Schichtungspalettierers in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen als Kombination von einem Spiralförderer und aufeinander positionierten Horizontalträgern.

Gemäß 1 enthält ein Schichtungspalettierer in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen mindestens einen stationären Vertikalträger 1, an dem mindestens ein Horizontalträger 3 angeordnet ist, und mindestens einen Schieber 2 für die Verschiebung des Trocknungsgutes bzw. Aufheizgutes 4 und ein Förderband 5, das um eine Achse 6 schwenkbar ist. Auf die Darstellung der Trocknungsanlage bzw. des Ofens wurde hier verzichtet. Ein- und Ausfuhr des Trocknungsgutes 4 in den Schichtungspalettierer ist mittels Pfeilen dargestellt. In der Regel werden eine Vielzahl von schwenkbaren Förderbändern 5, die gleichgerichtet betätigt werden, benutzt, um Trocknungsgüter bzw. Aufheizgüter 4 kreuzweise von jeweils einem Horizontalträger 3 zu einem anderen gegenüberliegenden und in der Höhe versetzten Horizontalträger 3 zu transportieren. Somit kann ein Trocknungsgut bzw. Aufheizgut 4 beim untersten Horizontalträger 3 in den Schichtungspalettierer eingeführt und beim höchsten Horizontalträger 3 aus dem Schichtungspalettierer ausgeführt werden. Die Ein- und Ausfuhrrichtung kann auch umgekehrt sein. D.h. das Trocknungsgut bzw. Aufheizgut 4 kann von oben ein- und von unten ausgeführt werden.

Das in der 2 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom vorhergehend erläuterten Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Schichtung mittels eines Oszillier-Hubförderers 11 anstatt des schwenkbaren Förderbandes 5 stattfindet.

Das in der 3 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom vorhergehend erläuterten Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Schichtung mittels eines mit der Welle 16 rotierenden Spiralförderers 15 anstatt des Oszillier-Hubförderers 11 stattfindet.

1Stationärer Vertikalträger 2Schieber 3Horizontalträger 4Trocknungsgut bzw. Aufheizgut 5Schwenkbares Förderband 6Achse 11Oszillier-Hubförderer 15Spiralförderer 16Welle

Anspruch[de]
  1. Schichtungspalettierer in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen, mit mindestens zwei stationären, sich gegenüberstehenden Vertikalträgern (1), an denen mindestens jeweils ein Horizontalträger (3) angeordnet ist, und mit jeweils mindestens einem Schieber (2) für die Verschiebung eines Trocknungsgutes bzw. Aufheizgutes (4) und mindestens einem zwischen den stationären Vertikalträgern (1) angeordneten Förderband (5), das um eine Achse (6) schwenkbar ist, wobei der Schieber (2) das Trocknungsgut bzw. Aufheizgut (4) auf das schwenkbare Förderband (5) schiebt, und wobei das schwenkbare Förderband (5) das Trocknungsgut bzw. Aufheizgut (4) auf einen weiteren, höher oder tiefer positionierten Horizontalträger (3) fördert.
  2. Schichtungspalettierer in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen mit einem stationären Vertikalträger (1) und einem Oszillier-Hubförderer (11), die sich gegenüberstehen, wobei an dem Vertikalträger 1 und dem Oszillier-Hubförderer (11) jeweils mindestens ein Horizontalträger (3) und jeweils mindestens ein zugeordneter Schieber (2) für die Verschiebung eines Trocknungsgutes bzw. Aufheizgutes (4) angeordnet sind, und wobei der Oszillier-Hubförderer (11) das Trocknungsgut bzw. Aufheizgut (4) nach oben oder unten fördert.
  3. Schichtungspalettierer in einer Trocknungsanlage bzw. in einem Ofen mit einem stationären Vertikalträger (1) und einem Spiralförderer (15), die sich gegenüberstehen, wobei an dem Vertikalträger (1) mindestens ein Horizontalträger (3) angeordnet ist, und an dem Vertikalträger (1) sowie dem Spiralförderer (15) jeweils mindestens ein zugeordneter Schieber (2) für die Verschiebung eines Trocknungsgutes bzw. Aufheizgutes (4) angeordnet sind, und wobei der Spiralförderer (15) um eine rotierende Welle (16) das Trocknungsgut bzw. Aufheizgut (4) nach oben oder unten fördert.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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