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Dokumentenidentifikation DE102004028989B4 29.06.2006
Titel Elektronische Schaltungsvorrichtung mit gestapelten elektronischen Schaltungseinheiten
Anmelder Infineon Technologies AG, 81669 München, DE
Erfinder Thalmann, Erwin, 81737 München, DE;
Boldt, Sven, 85609 Aschheim, DE
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Anmeldedatum 16.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004028989
Offenlegungstag 12.01.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse G11C 5/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01C 5/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft integrierte Schaltungen, insbesondere Speicherbausteine, bei welchen elektronische Schaltungseinheiten gestapelt sind.

Spezifisch betrifft die vorliegende Erfindung eine elektronische Schaltungsvorrichtung mit einer Mehrzahl von elektronischen Schaltungseinheiten, einer Schaltungsplatine, auf welcher die Mehrzahl der elektronischen Schaltungseinheiten angeordnet ist, und eine Anschlusseinheit, die mit der Mehrzahl der elektronischen Schaltungseinheiten elektrisch verbunden ist, zum Anschluss der elektronischen Schaltungseinheiten an eine externe Schaltungseinrichtung.

Eine elektronische Schaltungsanordnung, die beispielsweise aus integrierten Schaltungen wie Speicherbausteinen besteht, ist eine komplexe Anordnung aus einzelnen Schaltungseinheiten. Derartige Schaltungseinheiten sind beispielsweise Speichermodule, wobei die Anzahl der erforderlichen Speichermodule pro Schaltungsvorrichtung ständig zunimmt.

Es ist daher wichtig, so viele elektronische Schaltungseinheiten wie möglich in einer elektronischen Schaltungsvorrichtung unterzubringen. Somit ist es erforderlich, dass in Schaltungsvorrichtungen mit sehr großen Speicherkapazitäten zusätzliche Speichermodule unterzubringen, ohne eine Grundfläche der gesamten Schaltungsvorrichtung zu erhöhen.

So ist vorgeschlagen worden, Bausteine übereinander zu stapeln, wodurch ein Vielfaches einer Speicherkapazität auf einem begrenzten Raum erreicht werden kann. Ein wesentlicher Nachteil eines derartigen Stapelns von elektronischen Schaltungseinheiten besteht darin, dass die Anschlüsse der einzelnen elektronischen Schaltungseinheiten stets der Platine (Basisplatine) zugeführt werden müssen. Dadurch entstehen für die gestapelten, elektronischen Schaltungseinheiten unterschiedliche Signallaufzeiten von der Basisplatine zu den Anschlüssen der elektronischen Schaltungseinheiten. Insbesondere bei Hochgeschwindigkeits-Schaltungsvorrichtungen sind diese Signallaufzeiten nicht vernachlässigbar. Somit ist es ein wesentlicher Nachteil, dass die elektronischen Schaltungseinheiten nicht beliebig übereinander gestapelt werden können.

Ferner besteht ein Nachteil herkömmlicher Schaltungsvorrichtungen, die gestapelte Schaltungseinheiten aufweisen, darin, dass dann, wenn eine der Schaltungseinheiten, insbesondere eine in der Mitte des Stapels angeordnete Schaltungseinheit, defekt ist, diese nicht oder nur mit sehr großem Aufwand ausgetauscht werden kann. In nachteiliger Weise muss somit die gesamte Schaltungsvorrichtung ersetzt werden.

Die US 6 208 521 offenbart eine elektronische Schaltungsvorrichtung, wobei ein filmartiger Träger eingesetzt wird, um einzelne Schaltungseinheiten übereinander stapelbar auszulegen. Die Vorrichtung weist eine wärmeleitende Struktur auf, die lediglich eine Konvektionskühlung bereitstellen kann.

Die US 5,789,815 zeigt eine dreidimensionale Halbleiterpackung, die zum Verbinden mehrfacher Halbleitermatrizen dient. Ein dreidimensional gefaltetes Modul bildet ein Paket, das eine verringerte Grundfläche dann aufweist, wenn die einzelnen Schaltungsplatinen übereinander geklappt werden. Unterschiedliche Signallaufzeiten zwischen einzelnen elektronischen Schaltungseinheiten und einer Anschlusseinheit können nicht ausgeglichen werden, da keine gleichmäßigen Betriebsbedingungen infolge Erwärmung erreicht werden.

Die US 5,926,369 beschreibt eine vertikal integrierte Mehrfachchip-Schaltungspackung. Die offenbarte Vorrichtung weist ferner eine Halterung mit einer Wärmesenke auf. Die gezeigte Wärmesenke ist jedoch lediglich an einer Lage eines flexiblen Materials befestigt, wobei das flexible Material durch die Wärmesenke in einer dreidimensionalen Form gehalten wird.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schaltungsvorrichtung zu schaffen, in welcher elektronische Schaltungseinheiten platzsparend untergebracht werden können, wobei durch gleichmäßige Betriebsbedingungen Signallaufzeiten zwischen den elektronischen Schaltungseinheiten und Anschlusseinheiten der Schaltungsvorrichtung ausgeglichen werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schaltungsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht darin, eine speziell ausgebildete Schaltungsplatine bereitzustellen, die ein Basisplatinenelement und eine Mehrzahl von Zusatzplatinenelementen umfasst, die über flexible Verbindungselemente miteinander verbunden sind. Hierbei sind die elektronischen Schaltungseinheiten auf den Zusatzplatinenelementen derart angeordnet, dass zwischen den auf einer Zusatzplatine angeordneten Schaltungseinheiten und der Anschlusseinheit der elektronischen Schaltungsvorrichtung jeweils identische Signallaufzeiten bereitgestellt werden.

Es ist somit ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass die elektronische Schaltungsvorrichtung eine Grundfläche beansprucht, die nicht wesentlich größer als diejenige einer elektronischen Schaltungseinheit ist. Da die Zusatzplatinenelemente auf das Basisplatinenelement faltbar sind, besteht die Möglichkeit, eine defekte elektronische Schaltungseinheit auf eine einfache Weise auszutauschen.

Vorzugsweise sind an einem Zusatzplatinenelement beidseitig elektronische Schaltungseinheiten angebracht, d.h. pro Zusatzplatinenelement zwei Schaltungseinheiten, derart, dass die Signallaufzeiten zwischen den auf der Zusatzplatine angeordneten Schaltungseinheiten und der Anschlusseinheit der elektronischen Schaltungsvorrichtung identisch bzw. ausgeglichen sind.

Somit ist es zweckmäßig, dass dann, wenn die Zusatzplatinenelemente auf das Basisplatinenelement gefaltet sind, der Platzbedarf minimiert ist. In vorteilhafter Weise kann eine defekte elektronische Schaltungseinheit ausgetauscht werden, indem das entsprechende Zusatzplatinenelement aufgeklappt wird, so dass eine defekte elektronische Schaltungseinheit auf eine einfache weise auslötbar ist.

Weiterhin ist es möglich, durch die Ausgestaltung der Schaltungsplatine Verdrahtungsänderungen auf eine einfache Weise durchzuführen. So ist es möglich, eine Flexibilität zwischen Speichergröße und einer Anzahl der Datenleitungen DQ zu erreichen.

Weiterhin ist es zweckmäßig, dass durch die erfindungsgemäße Stapelanordnung der elektronischen Schaltungsvorrichtung diese vor Beschädigungen geschützt ist.

Die erfindungsgemäße elektronische Schaltungsvorrichtung weist im Wesentlichen auf:

  • a) eine Mehrzahl von elektronischen Schaltungseinheiten;
  • b) eine Schaltungsplatine, auf welcher die elektronischen Schaltungseinheiten angeordnet sind; und
  • c) eine Anschlusseinheit, die mit der Mehrzahl der elektronischen Schaltungseinheiten elektrisch verbunden ist, zum Anschluss der elektronischen Schaltungsvorrichtung an eine externe Schaltungseinrichtung,
wobei die Schaltungsplatine ein Basisplatinenelement und eine Mehrzahl von Zusatzplatinenelementen aufweist, wobei die Zusatzplatinenelemente mit dem Basisplatinenelement mittels Verbindungselementen verbunden sind, und die Schaltungseinheiten auf den Zusatzplatinenelementen derart angeordnet sind, dass zwischen den auf einer Zusatzplatine angeordneten Schaltungseinheiten und der Anschlusseinheit jeweils identische Signallaufzeiten vorhanden sind, wobei ferner zwischen übereinander gestapelten Schaltungseinheiten (101a-101n) Kühleinrichtungen angeordnet sind, die als Peltier-Elemente ausgebildet sind.

In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des jeweiligen Gegenstandes der Erfindung.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung umfasst die Mehrzahl der elektronischen Schaltungseinheiten Speichereinheiten, derart, dass aus diesen Speichereinheiten vorzugsweise ein Speichermodul einer hohen Speichertiefe ausgebildet ist.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist das Basisplatinenelement derart ausgestaltet, dass es eine rechteckige Grundfläche aufweist. Weiterhin ist es möglich, das Basisplatinenelement als ein regelmäßiges n-Eck auszubilden. Vorzugsweise ist das Basisplatinenelement ein beliebiges n-Eck.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung weist die Anschlusseinheit zum Anschluss der elektronischen Schaltungseinheiten an eine externe Schaltungseinrichtung eine Mehrzahl von Anschlusselementen auf. In vorteilhafter Weise sind die Anschlusselemente als Kontaktkissen bzw. Kontakt-Pads ausgebildet.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist die Anschlusseinheit mit den Anschlusselementen an mindestens einem Verbindungselement bereitgestellt. Vorzugsweise wird ein Anschluss der elektronischen Schaltungsvorrichtung in einem zusammengeklappten Zustand an dem Verbindungselement ermöglicht.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist ein Befestigungselement an mindestens einem der Zusatzplatinenelemente zum Befestigen von übereinandergeklappten Zusatzplatinenelementen bereitgestellt.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist die Anschlusseinheit mit der Mehrzahl der Anschlusselemente an dem Befestigungselement angeordnet.

Vorzugsweise ist das mindestens eine Verbindungselement und/oder das Befestigungselement aus einem flexiblen Material ausgeführt. Weiterhin ist es vorteilhaft, das Zusatzplatinenelement und/oder das Basisplatinenelement aus einem flexiblen Material auszuführen. Das mindestens eine Zusatzplatinenelement wird über das Basisplatinenelement geklappt.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung sind die Zusatzplatinenelemente zusammen mit dem Basisplatinenelement übereinandergeklappt und als ein Platinenstapel ausgebildet. Auf diese weise ist es möglich, eine gestapelte elektronische Schaltungsvorrichtung auf eine einfache Weise zu erhalten.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung sind jeweils zwei Schaltungseinheiten beidseitig auf einem Zusatzplatinenelement angeordnet.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

In den Zeichnungen zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Schaltungsplatine mit einem Basisplatinenelement und vier Zusatzplatinenelementen, die mit dem Basisplatinenelement über Verbindungselemente verbunden sind; und

2 die in 1 gezeigte Schaltungsplatine mit darauf angeordneten elektronischen Schaltungseinheiten im zusammengefalteten Zustand.

In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Komponenten oder Schritte.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltungsplatine 102 in einem aufgeklappten Zustand ohne elektronische Schaltungseinheiten schematisch. Wie in 1 gezeigt, weist ein Basisplatinenelement 200 eine Anschlusseinheit 103 darauf angeordnet auf. Diese Anschlusseinheit weist Anschlusselemente 104 auf, von denen einige schematisch dargestellt sind. Die Anschlusselemente 104 sind vorzugsweise als Kontaktkissen bzw. Kontakt-Pads ausgebildet. In 1 ist ein bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gezeigt, bei welchem das Basisplatinenelement 200 einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist. An dieses Basisplatinenelement 200 können vier Zusatzplatinenelemente 201, 202, 203 und 204 angeschlossen werden.

Die Befestigung der Zusatzplatinenelemente 201-204 an dem Basisplatinenelement 200 ist über flexible Verbindungselemente 301, 302, 303 und 304 bereitgestellt. Die Verbindungselemente sind aus einem flexiblen Material, beispielsweise als eine flexible Platine bereitgestellt. Weiterhin ist es möglich, die Zusatzplatinenelemente 201-204 und/oder das Basisplatinenelement 200 gänzlich aus einer flexiblen Platine, beispielsweise PCB, herzustellen. Eines der Zusatzplatinenelemente 201 weist an dem freien Ende ein Befestigungselement 305 angeordnet auf, mit welchem der gesamte Stapel aus elektronischen Schaltungseinheiten 101a-101n (siehe 2) nach einem Zusammenfalten in einer stabilen Lage gehalten wird.

Auf diese Weise ist es möglich, Speichermodule mit sehr großen Speichertiefen bzw. Speicherkapazitäten bereitzustellen, ohne dass die beanspruchte Grundfläche der Speichervorrichtung wesentlich zunimmt.

2 zeigt die in 1 dargestellte Schaltungsplatine 102 in einem zusammengefalteten Zustand gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Wie in 2 gezeigt, sind vier elektronische Schaltungseinheiten 101a-101n übereinanderliegend angeordnet, wobei jeweils zwei elektronische Schaltungseinheiten 101a und 101b bzw. 101c und 101d auf gegenüberliegenden Seiten eines Zusatzplatinenelements 203 bzw. 202 angeordnet sind. Hierbei ergibt sich der Vorteil, dass die elektronischen Schaltungseinheiten 101a und 101b zu den Anschlusselementen 104 der Anschlusseinheit 103 derart angeordnet sind, dass die Signallaufzeiten von der elektronischen Schaltungseinheit 101a zu der Anschlusseinheit 103 identisch zu den Signallaufzeiten der elektronischen Schaltungseinheit 101b zu der Anschlusseinheit 103 sind. In gleicher Weise sind die Signallaufzeiten von den elektronischen Schaltungseinheiten 101c bzw. 101d zu der Anschlusseinheit 103 identisch. Die erfindungsgemäße Schaltungsvorrichtung zum Stapeln von elektronischen Schaltungseinheiten 101a-101n erlaubt es weiterhin, dass Anschlusselemente 104 an den Verbindungselementen 301-304 und/oder dem Befestigungselement 305 angebracht werden (in der 2 nicht gezeigt).

Vorzugsweise ist es in der erfindungsgemäßen Stapelanordnung möglich, eine innenliegende elektronische Schaltungseinheit, beispielsweise die Schaltungseinheit 101b, durch eine Kühleinrichtung zu ersetzen, die vorzugsweise als ein Peltier-Element ausgebildet ist. Die übereinandergeklappten Zusatzplatinenelemente 201, 202, 203 und 204 werden auf dem Basisplatinenelement 201 mittels eines Befestigungselements 305 befestigt. Dadurch werden die Zusatzplatinenelemente 201-204 zusammen mit dem Basisplatinenelement 200 als ein Platinenstapel bereitgestellt. In dem in 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Basisplatinenelement 200 eine rechteckige Grundfläche auf. An dieser rechteckigen Grundfläche können mittels der Verbindungselemente 301-304 vier Zusatzplatinenelemente 201-204 angebracht und übereinandergeklappt werden.

Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass das Basisplatinenelement als ein beliebiges n-Eck ausgebildet sein kann, wobei eine entsprechend erhöhte Anzahl von Zusatzplatinenelementen übereinanderklappbar ist. Die Größe der Verbindungselemente 301-304 muss jeweils einer Position entsprechen, an welcher das entsprechende Zusatzplatinenelement im zusammengeklappten Stapel zu liegen kommt. Somit weist beispielsweise das in 2 gezeigte Verbindungselement 303 eine geringere Breite b auf als das Verbindungselement 301, da die an dem Zusatzplatinenelement 201 angebrachten Schaltungseinheiten 101c und 101d weiter entfernt von der Anschlusseinheit 103 angebracht sind, als die auf dem Zusatzplatinenelement 203 angeordneten elektronischen Schaltungseinheiten 101a und 101b.

Bei der in den 1 und 2 gezeigten Anordnung sind bis zu neun unterschiedliche elektronische Schaltungseinheiten anbringbar, wobei jeweils zwei elektronische Schaltungseinheiten auf einem Zusatzplatinenelement und eine zusätzliche elektronische Schaltungseinheit auf dem Basisplatinenelement angeordnet werden. Weiterhin ist es vorteilhaft, dass unterschiedliche Signallaufzeiten von den Anschlusselementen 104 der Anschlusseinheit 103 zu den einzelnen Zusatzplatinenelementen 201-204 durch die Auslegung der Leiterbahnen auf dem Basisplatinenelement 200 und/oder den Zusatzplatinenelementen 201-202 kompensiert werden können.

Da sämtliche elektrischen Verbindungen zu der Anschlusseinheit 103 des Basisplatinenelements 201 geleitet werden, ist es möglich, eine mäanderförmige Auslegung der Leiterbahnen bereitzustellen, derart, dass die näher zu der Anschlusseinheit 103 gelegenen elektronischen Schaltungseinheiten 101a und 101b (2) längere Verbindungsleitungen zu den Anschlusselementen 104 aufweisen, als die weiter entfernt zu der Anschlusseinheit 103 angeordneten elektronischen Schaltungseinheiten 101c und 101d, die auf dem Verbindungselement 201 angeordnet sind. Durch das als ein überstehendes Element des Befestigungselements 201 ausgebildete Befestigungselement 305 ist es möglich, die übereinandergeklappten Zusatzplatinenelemente 201-204 auf dem Basisplatinenelement 200 stabil zu befestigen, derart, dass ein mechanisch äußerst stabiler Aufbau bereitgestellt wird.

In zweckmäßiger Weise lässt sich der Platinenstapel auseinanderklappen, falls eine oder mehrere der elektronischen Schaltungseinheiten 101a-101n defekt sind und ausgetauscht werden müssen. Somit besteht der Vorteil, dass dann, wenn eine oder mehrere der elektronischen Schaltungseinheiten 101a-101n defekt sind, dann nicht das gesamte Schaltungsmodul ausgetauscht werden muss. Somit ergibt sich der Vorteil, dass durch die erfindungsgemäße Schaltungsvorrichtung zum Stapeln elektronischer Schaltungseinheiten 101a-101n sowohl gleiche Signallaufzeiten von der Anschlusseinheit 103 zu den jeweiligen elektronischen Schaltungseinheiten 101a-101n als auch Möglichkeiten bereitgestellt werden, elektronische Schaltungseinheiten 101a-101n nachträglich auszutauschen oder neu zu verdrahten.

Weiterhin ist es möglich, eine Flexibilität zwischen Speichergröße (Speichertiefe) und der Anzahl von Datenleitungen DQs zu erreichen. Hierzu stehen in Abhängigkeit von den bereitgestellten Zusatzplatinenelementen 201-204 zwei Möglichkeiten bereit:

  • (i) die Anzahl der Datenleitungen DQs wird aufrecht erhalten und mit jeder zusätzlichen, anbringbaren elektronischen Schaltungseinheit 101a-101n erhöht sich die Speichertiefe/Speichergröße der als Stapel angeordneten Schaltungsvorrichtung; oder
  • (ii) die Speichertiefe/Speichergröße wird aufrecht erhalten und die Anzahl von Datenleitungen wird verändert.

Es seien beispielsweise vier als Speichereinheiten ausgebildete elektronische Schaltungseinheiten 101a-101d mit einer Speichertiefe von jeweils 256 MB bereitgestellt. Diese vier elektronischen Schaltungseinheiten 101a-101d können in flexibler Weise entweder als ein Speichermodul der Speichertiefe 1 GB mit vier Datenleitungen oder ein Speichermodul mit einer Speichertiefe von 256 MB mit 16 Datenleitungen bereitgestellt werden.

Durch die flexible Auslegung der Anzahl von in dem Platinenstapel angeordneten elektronischen Schaltungseinheiten 101a-101n und die flexible Anzahl von Datenleitungen ist es möglich, einerseits eine Speichertiefe durch eine Erhöhung der Anzahl von elektronischen Schaltungseinheiten, die als Speichereinheiten ausgebildet sind, bei einer geringen Anzahl von Datenleitungen zu erhöhen, bzw. eine Speicherbreite durch eine erhöhte Anzahl von Datenleitungen bei einer reduzierten Anzahl von Speichereinheiten bereitzustellen.

Bezugszeichenliste

In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Komponenten oder Schritte.

101a-101nElektronische Schaltungseinheiten 102Schaltungsplatine 103Anschlusseinheit 104Anschlusselemente 200Basisplatinenelement 201, 202, 203, 204Zusatzplatinenelement 301, 302, 303, 304Verbindungselement 305Befestigungselement

Anspruch[de]
  1. Elektronische Schaltungsvorrichtung, mit:

    a) einer Mehrzahl von elektronischen Schaltungseinheiten (101a-101n);

    b) einer Schaltungsplatine (102), auf welcher die elektronischen Schaltungseinheiten (101a-101n) angeordnet sind, wobei die Schaltungsplatine (102) aufweist:

    b1) ein Basisplatinenelement (200); und

    b2) eine Mehrzahl von Zusatzplatinenelementen (201-204), wobei

    b3) die Zusatzplatinenelemente (201-204) mit dem Basisplatinenelement (200) mittels Verbindungselementen (301-304) verbunden sind, und

    b4) die Schaltungseinheiten (101a-101n) auf den Zusatzplatinenelementen (201-204) derart angeordnet sind, dass zwischen den auf einer Zusatzplatine (201-204) angeordneten Schaltungseinheiten (101a, 101b; 101c, 101d) und der Anschlusseinheit (103) jeweils identische Signallaufzeiten bereitgestellt sind;

    und

    c) einer Anschlusseinheit (103), die mit der Mehrzahl der elektronischen Schaltungseinheiten (101a-101n) elektrisch verbunden ist, zum Anschluss der elektronischen Schaltungseinheiten (101a-101n) an eine externe Schaltungseinrichtung,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    d) mindestens eine der Schaltungseinheiten (101a-101n) durch eine Kühleinrichtung ersetzt ist, derart, dass die mindestens eine Kühleinrichtung zwischen übereinander gestapelten Schaltungseinheiten (101a-101n) angeordnet ist, wobei die mindestens eine Kühleinrichtung als ein Peltier-Element ausgebildet ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl der elektronischen Schaltungseinheiten (101a-101n) Speichereinheiten umfassen, derart, dass ein Speichermodul ausgebildet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisplatinenelement (200) eine rechteckige Grundfläche aufweist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisplatinenelement (200) als ein n-Eck ausgebildet ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinheit (103) zum Anschluss der elektronischen Schaltungseinheiten (101a-101n) an eine externe Schaltungseinrichtung eine Mehrzahl von Anschlusselementen (104) aufweist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinheit (103) mit der Mehrzahl der Anschlusselemente (104) an mindestens einem Verbindungselement (301-304) bereitgestellt ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungselement (305) an mindestens einem der Zusatzplatinenelemente (201-204) zum Befestigen von übereinandergeklappten Zusatzplatinenelementen (201-204) bereitgestellt ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinheit (103) mit der Mehrzahl der Anschlusselemente (104) an dem Befestigungselement (305) angeordnet ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Verbindungselement (301-304) und/oder das Befestigungselement (305) aus einem flexiblen Material ausgeführt ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Zusatzplatinenelement (201-204) und/oder das Basisplatinenelement (200) einem flexiblen Material ausgeführt ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Zusatzplatinenelement (201-204) über das Basisplatinenelement (200) geklappt ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzplatinenelemente (201-204) zusammen mit dem Basisplatinenelement (200) übereinandergeklappt und als ein Platinenstapel ausgebildet sind.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Schaltungseinheiten (101a, 101b; 101c, 101d) beidseitig auf einem Zusatzplatinenelement (201-204) angeordnet sind, wobei die Signallaufzeiten zwischen den auf den Zusatzplatinenelementen (201-204) angeordneten Schaltungseinheiten (101a-101n) durch mäanderförmige Verbindungsleitungen ausgeglichen sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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