PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004029649B4 29.06.2006
Titel Verfahren zum Bedrucken von Drähten
Anmelder Metzner Maschinenbau GmbH, 89079 Ulm, DE
Erfinder Sorg, Manfred, 89079 Ulm, DE
Vertreter Bender, E., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 88400 Biberach
DE-Anmeldedatum 18.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004029649
Offenlegungstag 16.03.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse B41J 2/01(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 17/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01B 7/36(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01B 13/34(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bedrucken eines Drahtes oder einer Drahtisolierung, wobei ein erster Tintenstrahldrucker eine Vielzahl mittels eines Piezokristalls in kurzer zeitlicher Abfolge in Richtung auf einen Draht zu beschleunigter elektrisch geladener Tropfen mit Hilfe einer elektrischen Ablenkeinrichtung um jeweils einen definierten Betrag entlang einer zur Längsachse des Drahtes rechtwinklig verlaufenden Auslenkachse auslenkt, und eine Transporteinrichtung den Draht oder die Drahtisolierung für einen Bedruckungsvorgang entlang seiner Längsachse an dem Piezokristall vorbei fördert.

Verfahren der eingangs genannten Art werden im Stand der Technik verwendet, um Drähte zu bedrucken, um sie später bei einem Einbau in ein Verfahren von anderen Drähten einzeln identifizieren und funktional unterscheiden zu können. Die bekannten Verfahren weisen jedoch den Nachteil auf, dass eine Beschriftung nicht ausreichend gut erkennbar ist, dass sie sich farblich von dem Material der Drahtoberfläche nur geringfügig abhebt.

Aus DE 26 57 638 C2 ist eine Vorrichtung zum Aufbringen alphanumerischer Zeichen auf kontinuierlich bewegte langgestreckte Gegenstände unter Verwendung eines Tintenstrahl-Matrix-Druckkopfes bekannt.

Aus EP 0 166 925 A1 ist ebenfalls eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Anbringen von Markierungen mittels eines Tintenstrahldruckers an einem kunststoffummantelten Kabel bekannt, bei dem das Kabel im Bereich der zu bedruckenden Abschnitte erwärmt wird, um eine abriebfeste Verbindung der Tintenflüssigkeit auf der Kabeloberfläche zu bewirken.

Aus US 5,144,330 A sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbringen von Identifizierungsmarkierungen auf Rohre bekannt, bei dem ein Druckkopf drehbar um ein zu markierendes Rohr gelagert ist.

Aus US 2003/0218663 A1 ist ein Verfahren zum Aufbringen von Bildern auf Objekte mittels eines Tintenstrahldruckers bekannt.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Bedrucken eines Drahtes oder einer Drahtisolierung zu schaffen, mittels derer eine Beschriftung unter allen Umständen ausreichend gut erkennbar ist.

Für ein Verfahren der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass

  • – der erste Drucker (110) auf einem Draht (120) oder einer Drahtisolierung eine Grundfläche druckt
  • – ein zweiter in Förderrichtung F des Drahtes oder der Drahtisolierung hinter dem ersten angeordneter Drucker (150) auf der Grundfläche eine Beschriftung aufdruckt, und
  • – eine Steuerungseinrichtung die Geschwindigkeit der Transporteinrichtung zum Fördern des Drahtes (120) zuerst an dem ersten (110) und anschließend an dem zweiten Tintenstrahldrucker (150) vorbei steuert,
  • – beide Tintenstrahldrucker (110, 150) jeweils in Abhängigkeit der Fördergeschwindigkeit eines Drahtes (120) vorbei an den jeweiligen Tintenstrahldruckern (110, 150) aktiviert werden,
  • – die Steuerungseinrichtung durch einen darin enthaltenen Mikroprozessor für eine Aktivierung des ersten Tintenstrahldruckers (110) von einem Programm mit den folgenden Schritten gesteuert wird:

    – Festsetzen der Größe einer Grundfläche in Abhängigkeit von der Länge eines aufzubringenden Schriftzuges,

    – Vorgeben eines Anfangspunktes einer Grundfläche,

    – Vorgeben eines Endpunktes einer Grundfläche,

    – Drucken einer Grundfläche und
  • – die Steuerungseinrichtung durch einen darin enthaltenen Mikroprozessor für eine Aktivierung des zweiten Tintenstrahldruckers (150) von einem Programm mit den folgenden Schritten gesteuert wird:

    – Festsetzen eines Anfangspunktes eines betreffenden Schriftzuges innerhalb der Grundfläche und

    – Drucken des Schriftzuges.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird durch die kennzeichnende Merkmalskombination erreicht, dass ein Verfahren geschaffen ist, mittels dessen eine Beschriftung unter allen Umständen auf einer farblich neutralen Grundfläche anbringbar ist, so dass sie sich farblich zumindest ausreichend von der Grundfläche abhebt, wobei insbesondere für die Grundfläche und die Beschriftung eine Farbwahl in Komplementärfarben bzw. in schwarz und weiß ermöglicht ist. Eine Erkennbarkeit eines betreffenden Schriftzuges ist dadurch gegenüber den Beschriftungen gemäß dem Stand der Technik wesentlich verbessert.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Folgenden anhand einer bevorzugten Ausführungsform erläutert, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt ist. Darin zeigen:

1 eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer Ansicht von vorn.

Das in 1 dargestellte erfindungsgemäße Verfahren in einer Vorrichtung 100 zum Bedrucken eines Drahtes 120 oder einer Drahtisolierung, enthält einen ersten Tintenstrahldrucker 110, bei dem eine Vielzahl mittels eines Piezokristalls 111 in kurzer zeitlicher Abfolge in Richtung auf einen Draht 120 zu beschleunigter elektrisch geladener Tropfen mit Hilfe einer elektrischen Ablenkeinrichtung um jeweils einen definierten Betrag entlang einer zur Längsachse 130 des Drahtes 120 rechtwinklig verlaufenden Auslenkachse 140 auslenkbar sind, wobei ein betreffender Draht 120 für einen Bedruckungsvorgang entlang seiner Längsachse 130 an dem Piezokristall 111 vorbei förderbar ist. Erfindungswesentlich enthält das Verfahren zusätzlich einen zweiten Tintenstrahldrucker 150, wobei der erste Tintenstrahldrucker 110 ausgelegt ist, um auf einem Draht 120 oder einer Drahtisolierung eine Grundfläche zu drucken und der zweite Tintenstrahldrucker 150 ausgelegt ist, um auf der Grundfläche eine Beschriftung aufzudrucken.

Die beiden Tintenstrahldrucker 110, 150 sind in Förderrichtung F des Drahtes 120 bzw. der Drahtisolierung hintereinander angeordnet, wobei eine Steuerungseinrichtung vorgesehen ist, die die Geschwindigkeit einer Transporteinrichtung zum Fördern eines Drahtes 120 vorbei zuerst an dem ersten 110 und anschließend an dem zweiten Tintenstrahldruckern 150 steuert. Die beiden Tintenstrahldrucker 110, 150 sind jeweils in Abhängigkeit der Fördergeschwindigkeit eines Drahtes 120 vorbei an den jeweiligen Tintenstrahldruckern 110, 150 aktivierbar und werden hintereinander aktiviert, derart, dass zuerst der erste Tintenstrahldrucker 110 auf dem Draht 120 oder einer Drahtisolierung eine Grundfläche druckt und anschließend der zweite Tintenstrahldrucker 150 auf der Grundfläche eine Beschriftung aufdruckt.

Die Steuerungseinrichtung enthält einen Mikroprozessor, der für eine Aktivierung des ersten Tintenstrahldruckers 110 von einem Programm mit den folgenden Schritten gesteuert ist.

  • Festsetzen der Größe einer Grundfläche in Abhängigkeit von der Länge eines aufzubringenden Schriftzuges,
  • • Vorgeben eines Anfangspunktes einer Grundfläche,
  • • Vorgeben eines Endpunktes einer Grundfläche,
  • • Drucken einer Grundfläche.

Der Mikroprozessor der Steuerungseinrichtung ist dabei für eine Aktivierung des zweiten Tintenstrahldruckers 150 von einem Programm mit den folgenden Schritten gesteuert ist:

  • • Festsetzen eines Anfangspunktes eines betreffenden Schriftzuges innerhalb der Grundfläche,
  • • Drucken des Schriftzuges.

Die Grundfläche ist von weißer Druckerfarbe gebildet und die Beschriftung ist von schwarzer Druckerfarbe gebildet.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Bedrucken eines Drahtes (120) oder einer Drahtisolierung, wobei ein erster Tintenstrahldrucker (110) eine Vielzahl mittels eines Piezokristalls (111) in kurzer zeitlicher Abfolge in Richtung auf einen Draht (120) zu beschleunigter elektrisch geladener Tropfen mit Hilfe einer elektrischen Ablenkeinrichtung um jeweils einen definierten Betrag entlang einer zur Längsachse (130) des Drahtes (120) rechtwinklig verlaufenden Auslenkachse (140) auslenkt, und eine Transporteinrichtung den Draht (120) oder die Drahtisolierung für einen Bedruckungsvorgang entlang seiner Längsachse (130) an dem Piezokristall (111) vorbei fördert, dadurch gekennzeichnet, dass

    – der erste Drucker (110) auf einem Draht (120) oder einer Drahtisolierung eine Grundfläche druckt

    – ein zweiter in Förderrichtung F des Drahtes oder der Drahtisolierung hinter dem ersten angeordneter Drucker (150) auf der Grundfläche eine Beschriftung aufdruckt, und

    – eine Steuerungseinrichtung die Geschwindigkeit der Transporteinrichtung zum Fördern des Drahtes (120) zuerst an dem ersten (110) und anschließend an dem zweiten Tintenstrahldrucker (150) vorbei steuert,

    – beide Tintenstrahldrucker (110, 150) jeweils in Abhängigkeit der Fördergeschwindigkeit eines Drahtes (120) vorbei an den jeweiligen Tintenstrahldruckern (110, 150) aktiviert werden,

    – die Steuerungseinrichtung durch einen darin enthaltenen Mikroprozessor für eine Aktivierung des ersten Tintenstrahldruckers (110) von einem Programm mit den folgenden Schritten gesteuert wird:

    – Festsetzen der Größe einer Grundfläche in Abhängigkeit von der Länge eines aufzubringenden Schriftzuges,

    – Vorgeben eines Anfangspunktes einer Grundfläche,

    – Vorgeben eines Endpunktes einer Grundfläche,

    – Drucken einer Grundfläche und

    – die Steuerungseinrichtung durch einen darin enthaltenen Mikroprozessor für eine Aktivierung des zweiten Tintenstrahldruckers (150) von einem Programm mit den folgenden Schritten gesteuert wird:

    – Festsetzen eines Anfangspunktes eines betreffenden Schriftzuges innerhalb der Grundfläche und

    – Drucken des Schriftzuges.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com