PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004042657B4 29.06.2006
Titel Berührungsempfindlicher Tastschalter
Anmelder Diehl AKO Stiftung & Co. KG, 88239 Wangen, DE
Erfinder Arnold, Georg, 91126 Schwabach, DE;
Schildbach, Joachim, 63843 Niedernberg, DE;
Grundl, Peter, 90491 Nürnberg, DE;
Otto, Michael, 90530 Wendelstein, DE
DE-Anmeldedatum 03.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004042657
Offenlegungstag 06.04.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse H03K 17/78(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen berührungsempfindlichen Tastschalter, und insbesondere einen berührungsempfindlichen Tastschalter, der für eine Bedienungseinrichtung eines elektronischen Haushaltsgeräts einsetzbar ist, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Der grundsätzliche Aufbau und das Grundprinzip eines berührungsempfindlichen Tastschalters sind zum Beispiel aus der DE 40 07 971 A1 bekannt. Der berührungsempfindliche Tastschalter weist einen elektromagnetische Strahlung aussendenden Sender und einen elektromagnetische Strahlung empfangenden Empfänger auf, die hinter einer für die elektromagnetische Strahlung zumindest teildurchlässigen Abdeckung angeordnet sind. Eine vorteilhafte Anwendung derartiger berührungsempfindlicher Tastschalter ist zum Beispiel der Einsatz in Bedienungseinrichtungen von Haushaltsgeräten, wie Kochherden, Glaskeramik-Kochfeldern, Mikrowellenherden und dergleichen, bei denen der Tastschalter, damit er einfach zu bedienen und auch zu reinigen ist, hinter einer Abdeckung, wie beispielsweise einer Glasplatte oder Glaskeramikplatte angeordnet ist.

Für verschiedene Bedienfunktionen eines elektronischen Haushaltsgeräts sind so genannte Schieberegler von Vorteil, mit denen der Benutzer in analoger Weise einen beliebigen Stellwert zwischen einem Minimalwert und einem Maximalwert eingeben kann. Ein derartiger analoger Schieberegler in der Ausführungsform eines berührungsempfindlichen Tastschalters der oben beschriebenen Art aus der DE 10146996 A1 ist bekannt. Es besteht deshalb Bedarf an einem solchen berührungsempfindlichen Tastschalter, der eine exakte Regelung ermöglicht. Bei diesem Schieberegler treten jedoch Probleme bei der lokalen Auflösungsfähigkeit benachbarter Sender und Empfänger auf, wodurch keine exakte Regelung möglich ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen berührungsempfindlichen Tastschalter der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass er bei einfachem Aufbau und mit möglichst wenig Bauteilen in der Art eines Schiebereglers zu betätigen ist und dabei eine exakte Auflösung benachbarter Sender und Empfänger ermöglicht.

Diese Aufgabe wird gelöst durch einen berührungsempfindlichen Tastschalter mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Der berührungsempfindliche Tastschalter der Erfindung weist mehrere elektromagnetische Strahlung aussendende Sender und mehrere elektromagnetische Strahlung empfangende Empfänger, die abwechselnd entlang eines Bedienfeldes hinter einer für die elektromagnetische Strahlung zumindest teildurchlässigen Abdeckung angeordnet sind, sowie eine Steuer- und Auswerteeinheit, die mit den mehreren Sendern und Empfängern verbunden ist, zum Ansteuern der mehreren Sender und Auswerten der Empfangssignale der mehreren Empfänger auf und ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Sender in wenigstens zwei Gruppen mit der Steuer- und Auswerteeinheit derart verbunden sind, dass benachbarte Sender jeweils zu unterschiedlichen Gruppen gehören, und dass die Steuer- und Auswerteeinheit die Sender der wenigstens zwei Gruppen zeitlich versetzt ansteuert und die zeitlich versetzten Empfangssignale der Empfänger miteinander vergleicht, um die Position eines Betätigungselements auf dem Bedienfeld zu bestimmen.

Durch das Vorsehen mehrerer Sender und Empfänger entlang eines Bedienfeldes und das Vergleichen der Empfangssignale der Empfänger miteinander, ist es auf einfache Weise möglich, die Position zum Beispiel eines Fingers auf dem Bedienfeld in quasi analoger Weise mit einer guten Auflösung zu bestimmen. Aufgrund der zeitlich versetzten Ansteuerung von wenigstens zwei Sendergruppen erhält man von einem Empfänger zwei Empfangssignale, die miteinander verglichen werden können, sodass die Anzahl der erforderlichen Empfänger deutlich reduziert werden kann. Außerdem muss wegen der wenigstens zwei Sendergruppen nur jeweils ein Empfänger empfangsbereit sein, d.h. ein Überstrahlen der übrigen Empfänger durch zum Beispiel Fremdlicht ist für die Eingabe eines Stellwerts unschädlich.

Vorzugsweise ist die elektromagnetische Strahlung eine Infrarot-Strahlung.

Das Bedienfeld kann sowohl geradlinig sein als auch eine geschlossene Kurvenform (z.B. kreisförmig oder oval) bilden.

In einer Ausführungsform der Erfindung vergleicht die Steuer- und Auswerteeinheit die relativen Intensitätsniveaus der zeitlich versetzten Empfangssignale der Empfänger miteinander. Mit anderen Worten bestimmt die Steuer- und Auswerteeinheit, welches von zwei Empfangssignalen ein höheres Intensitätsniveau aufweist, um daraus die grobe Position zum Beispiel eines Fingers auf dem Bedienfeld zu bestimmen. Diese relativ grobe Auswertung der Empfangssignale ist in vielen Fällen ausreichend, in denen über den Tastschalter nur einige wenige vorgegebene Stellwerte eingebbar sein sollen.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vergleicht die Steuer- und Auswerteeinheit die absoluten Intensitätsniveaus der zeitlich versetzten Empfangssignale der Empfänger miteinander. Falls dieser Vergleich der absoluten Intensitätsniveaus sogar unter Verwendung einer Quotientenbildung erfolgt, so sind grundsätzlich Stellwerte mit einer sehr feinen Auflösung eingebbar, sodass ein quasi-analoger Schieberegler mit beliebigen Zwischenwerten realisierbar ist. Der Verwendung des Quotienten der absoluten Intensitätsniveaus hat den Vorteil, dass die Positionsbestimmung nicht von den erfassten Absolutwerten selbst abhängt.

Der berührungsempfindliche Tastschalter der Erfindung ist vorteilhafterweise in einer Bedienungseinrichtung für ein elektronisches Haushaltsgerät einsetzbar. Dabei kann dem Tastschalter ferner eine Anzeigevorrichtung zugeordnet sein, mit welcher dem Benutzer der über das Bedienfeld eingegebene Stellwert des Tastschalters angezeigt wird, um die Eingabe eines gewünschten Stellwerts zu vereinfachen.

Obige sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter, nicht-einschränkender Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen besser verständlich. Darin zeigen:

1 eine stark vereinfachte schematische Seitenansicht eines berührungsempfindlichen Tastschalters gemäß der vorliegenden Erfindung zur Erläuterung des Grundaufbaus;

2 eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels einer Bedienungseinrichtung mit einem berührungsempfindlichen Tastschalter gemäß der vorliegenden Erfindung;

3 eine stark vereinfachte schematische Seitenansicht eines berührungsempfindlichen Tastschalters gemäß der vorliegenden Erfindung zur Erläuterung der Funktionsweise;

4 eine schematische Draufsicht eines Ausführungsbeispiels eines berührungsempfindlichen Tastschalters gemäß der vorliegenden Erfindung; und

5A und 5B eine tabellarische bzw. graphische Darstellung der Intensitätsniveaus der Empfangssignale zur Erläuterung der Funktionsweise der vorliegenden Erfindung.

Unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen werden nun der Grundaufbau, die Funktionsweise und verschiedene Ausführungsformen eines berührungsempfindlichen Tastschalters der Erfindung im Detail beschrieben.

Der berührungsempfindliche Tastschalter der Erfindung ist zum Beispiel ein Infrarot-Tastschalter für eine Bedienungseinrichtung eines elektronischen Haushaltsgeräts, wie beispielsweise eines Kochherdes, eines Mikrowellenherdes, eines Kochfeldes, einer Waschmaschine, eines Wäschetrockners, einer Spülmaschine oder dergleichen, ohne dass die Erfindung auf eine elektromagnetische Strahlung dieses Wellenlängenbereichs oder diese spezielle Anwendung beschränkt ist.

Wie in 1 und 2 dargestellt, weist der Infrarot-Tastschalter 10 mehrere Infrarot-Sender 12, 13 und mehrere Infrarot-Empfänger 14 auf, die abwechselnd entlang eines Bedienfeldes 22 hinter einer für die Infrarot-Strahlung zumindest teildurchlässigen Abdeckung 20 auf einer Platine 16 angeordnet sind. Um eine Störung des Empfangssignals der Empfänger 14 durch eine Infrarot-Strahlung, die von den Sendern 12, 13 direkt auf die Empfänger 14 fällt, zu verhindern, sind die Empfänger bevorzugt mit einer geeigneten Abschottung bzw. Blende 26 versehen.

Zur Auswertung der Empfangssignale der Empfänger 14 sind die Empfänger 14 mit einer (nicht dargestellten) Steuer- und Auswerteeinheit 18 verbunden. Die Sender 12, 13 sind ebenfalls mit der Steuer- und Auswerteeinheit 18 verbunden, wobei die Sender 12, 13 in wenigstens zwei Gruppen (z.B. Sender 12 der ersten Gruppe und Sender 13 der zweiten Gruppe) mit der Steuer- und Auswerteeinheit 18 derart verbunden sind, dass jeweils zwei benachbarte Sender 12, 13 einer unterschiedlichen Sendergruppe zugeordnet sind. Die Steuer- und Auswerteeinheit 18 steuert die den verschiedenen Sendergruppen zugeordneten Sender 12 und 13 zeitlich versetzt an.

Wie in 3 schematisch veranschaulicht, ist mit einem derart aufgebauten Infrarot-Tastschalter 10 mit insgesamt nur fünf Empfängern 14 und sechs Sendern 12, 13, die entlang eines geradlinigen Bedienfeldes 22 abwechselnd angeordnet sind, zum Beispiel die Eingabe von zehn Stellwerten 0...9 möglich. Hierzu ist es lediglich erforderlich, dass die Steuer- und Auswerteeinheit 18 die relativen Intensitätsniveaus der zeitlich versetzten Empfangssignale miteinander zu vergleichen, um zu bestimmen, welches Empfangssignal das höchste Intensitätsniveau aufweist, und daraus die grobe Position 0...9 zum Beispiel eines Fingers auf dem Bedienfeld 22 zu ermitteln.

Der auf diese Weise eingegebene Stellwert wird dem Benutzer vorzugsweise über eine dem Infrarot-Tastschalter 10 zugeordnete Anzeigevorrichtung 24 angezeigt, die zum Beispiel als eine LED-Reihe (siehe 2) oder eine digitale Anzeige ausgebildet sein kann.

Zur Verdeutlichung des Auswerteverfahrens zeigen 5A und 5B in tabellarischer bzw. graphischer Form die Intensitätsniveaus Iab der zeitlich versetzten Empfangssignale b der Empfänger a in Abhängigkeit der Position d eines Fingers auf dem Bedienfeld 22. In dem Ausführungsbeispiel von 5A und 5B beträgt der regelmäßige Abstand zwischen einem Sender und einem Empfänger 5 mm, der regelmäßige Abstand zwischen benachbarten Empfängern beträgt 10 mm, und der regelmäßige Abstand zwischen benachbarten Sendern beträgt 10 mm.

Ein Wert d = 0,0 mm bedeutet, dass ein Finger an der Position 0 (siehe 3) zwischen dem ersten Sender 12 der ersten Gruppe und dem ersten Empfänger 14 positioniert ist, sodass das Intensitätsniveau I11 des Empfangssignals des ersten Empfängers 14 als Reaktion auf das am Finger reflektierte Infrarotsignal des ersten Senders 12 hier 100 beträgt, während das Intensitätsniveau I12 des Empfangssignals des ersten Empfängers 14 als Reaktion auf das am Finger reflektierte Infrarotsignal des zweiten Senders 13, der zeitlich versetzt zu dem ersten Sender 12 angesteuert wird, nur 60 beträgt. Durch einen Vergleich dieser relativen Intensitätsniveaus I11 und I12 kann die Steuer- und Auswerteeinheit 18 ermitteln, dass das I11 > I12 und dass daher der Finger irgendwo zwischen dem ersten Sender 12 und dem ersten Empfänger 14 positioniert ist. Werden durch die Steuer- und Auswerteeinheit 18 sogar die absoluten Intensitätsniveaus ausgewertet, so kann die Steuer- und Auswerteeinheit 18 anhand zum Beispiel der Tabelle von 5A oder einer geeigneten Formel bestimmen, dass für I11 = 100 und I12 = 60 der Finger exakt in der Mitte zwischen dem ersten Sender 12 und dem ersten Empfänger 14 positioniert ist.

Der zuletzt beschriebene Vergleich der absoluten Intensitätsniveaus erfolgt dabei bevorzugt mittels einer Quotientenbildung der beiden Intensitätsniveaus. Wertet man den exakten Quotientenwert aus, so erhält man einen analogen Wert der Position des Fingers auf dem Bedienfeld 22. Die Positionsbestimmung über einen Quotienten der absoluten Intensitätsniveaus hat gegenüber einem direkten Vergleich der absoluten Intensitätsniveaus den entscheidenden Vorteil, dass die Positionsbestimmung durch die Steuer- und Auswerteeinheit 18 von den absoluten Intensitätsniveaus, die u.a. von Fremdlichteinfall, Reflexionseigenschaften der Abdeckung und des Fingers, Alterungserscheinungen der Bauteile, usw. abhängen, unabhängig ist.

Der nächste Wert d = 2,5 mm bedeutet, dass ein Finger genau über dem ersten Empfänger 14 positioniert ist, sodass sowohl das Intensitätsniveau I11 des Empfangssignals des ersten Empfängers 14 als Reaktion auf das am Finger reflektierte Infrarotsignal des ersten Senders 12 als auch das Intensitätsniveau I12 des Empfangssignals des ersten Empfängers 14 als Reaktion auf das am Finger reflektierte Infrarotsignal des zweiten Senders 13 gleichermaßen 85 beträgt. Das Intensitätsniveau I21 des Empfangssignals des zweiten Empfängers 14 als Reaktion auf das am Finger reflektierte Infrarotsignal des ersten Senders 12 beträgt dagegen nur 25, was unterhalb eines Schwellenwerts Ith für die Erkennbarkeit des Reflexionssignals bei einer Fremdlichteinstrahlung liegt, während das Intensitätsniveau I22 des Empfangssignals des zweiten Empfängers 14 als Reaktion auf das am Finger reflektierte Infrarotsignal des zweiten Senders 13 nicht mehr messbar ist. Durch einen Vergleich der relativen Intensitätsniveaus I11 und I12 kann die Steuer- und Auswerteeinheit 18 ermitteln, dass das I11 = I12 und dass daher der Finger genau über dem ersten Empfänger 14 positioniert ist.

Verschiebt der Benutzer den Finger um weitere 2,5 mm zu einer Position zwischen dem ersten Empfänger 14 und dem zweiten Sender 13, so beträgt das Intensitätsniveau I11 des Empfangssignals des ersten Empfängers als Reaktion auf das am Finger reflektierte Infrarotsignal des ersten Senders 60, das Intensitätsniveau I12 des Empfangssignals des ersten Empfängers als Reaktion auf das am Finger reflektierte Infrarotsignal des zweiten Senders aus der zweiten Sendergruppe beträgt 100, und das Intensitätsniveau I21 des Empfangssignals des zweiten Empfängers als Reaktion auf das am Finger reflektierte Infrarotsignal des ersten Senders aus der ersten Sendergruppe beträgt 60. Durch einen Vergleich der relativen Intensitätsniveaus I11 und I12 oder I12 und I21 kann die Steuer- und Auswerteeinheit 18 ermitteln, dass das I11 < I12 bzw. I12 > I21 und dass daher der Finger irgendwo zwischen dem ersten Empfänger 14 und dem zweiten Sender 13 positioniert ist. Durch Auswertung der absoluten Intensitätsniveaus I11, I12, I21 lässt sich die Position des Fingers wieder exakt bestimmen.

Durch weiteres Verschieben des Fingers entlang des Bedienfeldes 22 lassen sich so bei Auswertung der relativen Intensitätsniveaus der Empfangssignale einfach die Stellwerte 0...9 eingeben, und bei Auswertung der absoluten Intensitätsniveaus der Empfangssignale können die Stellwerte in quasi analoger Weise mit Zwischenwerten bei hoher Genauigkeit bzw. Auflösung eingegeben werden.

Während oben das Bedienfeld 22 des Infrarot-Tastschalters im Wesentlichen geradlinig ausgebildet ist, ist es alternativ auch möglich, dass das Bedienfeld die Form einer geschlossen Kurve bildet, d.h. zum Beispiel kreisförmig oder oval ausgebildet ist, wie in 4 veranschaulicht.

In dem Ausführungsbeispiel von 4 ist das Bedienfeld 22 auf der Abdeckung 20 der Bedienungseinrichtung vorzugsweise optisch gekennzeichnet, um dem Benutzer die Position des Tastschalters anzuzeigen und die Eingabe zu vereinfachen. Die Sender 12, 13 der ersten und der zweiten Sendergruppe sind in Draufsicht außerhalb des kreisförmigen Bedienfeldes 22 angeordnet, während die Empfänger 14 innerhalb des Bedienfeldes 22 angeordnet sind. Selbstverständlich ist aber auch eine andere, z.B. umgekehrte Anordnung der Sender und Empfänger möglich.

Mit nur sechs Empfängern 14 und insgesamt sechs Sendern 12, 13 einer ersten und einer zweiten Sendergruppe können selbst bei der Auswertung nur der relativen Intensitätsniveaus der Empfangssignale einfach zwölf Stellwerte 0...12 eingegeben werden. Bei der Auswertung der absoluten Intensitätsniveaus der Empfangssignale können auch Zwischenwinkelpositionen ermittelt und die Stellwerte somit quasi analog eingegeben werden.

Bei der geschlossenen Kurvenform des Bedienfeldes 22 ist es auch denkbar, einen unendlich langen Schieberegler aufzubauen. Des weiteren ist es denkbar, dass die Steuer- und Auswerteeinheit 18 bei dem ersten Aufsetzen des Fingers an einer Winkelposition über die Anzeigevorrichtung einen Vorschlagswert anzeigt, der dann von dem Benutzer durch Verschiebend des Fingers entlang des Bedienfeldes 22 verändert werden kann.

Wie oben beschrieben, ist mit dem erfindungsgemäßen Tastschalter trotz einer geringen Anzahl von Bauteilen eine relativ hohe Auflösung der Positionsbestimmung möglich. Dies ist darin begründet, dass durch die zeitlich versetzte Ansteuerung von benachbarten Sendern 12, 13 von jedem Empfänger 14 zwei Empfangssignale abgeleitet werden können, die von der Steuer- und Auswerteeinheit 18 miteinander verglichen werden. Dies hat den weiteren Vorteil, dass jeweils nur ein Empfänger 14 empfangsbereit sein muss, d.h. nicht durch Fremdlicht überstrahlt sein darf. Bei einem Sender 12, 13 besteht die Problematik einer Überstrahlung durch Fremdlicht dagegen nicht. Durch die Aufteilung der Sender 12, 13 in zwei Sendergruppen kann zum Beispiel die Anzahl der Bauteile gegenüber einem Tastschalter ohne Sendergruppierung, bei dem jeweils zwei Empfänger ausgewertet werden müssen, halbiert werden.

Während in den obigen Ausführungsbeispielen die Sender 12, 13 in eine erste Sendergruppe und eine zweite Sendergruppe aufgeteilt sind, die entlang des Bedienfeldes 22 alternierend angeordnet sind, sodass zwei benachbarte Sender 12, 13 immer unterschiedlichen Sendergruppen angehören, ist die vorliegende Erfindung nicht hierauf beschränkt. So können die Sender 12, 13 auch in drei oder mehr Sendergruppen eingeteilt werden, die von der Steuer- und Auswerteeinheit 18 zeitlich versetzt zueinander angesteuert werden. Grundsätzlich ist auch möglich, dass jede Sendergruppe nur einen Sender umfasst, der einzeln und zeitlich versetzt zu allen übrigen Sendern angesteuert wird.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es auch möglich, dass durch die Steuer- und Auswerteeinheit Zusatzfunktionen, wie beispielsweise Schnelllauf, Langsamlauf, Wertevorgaben und dergleichen, unterstützt werden.

10Tastschalter 12Sender der ersten Gruppe 13Sender der zweiten Gruppe 14Empfänger 16Platine 18Auswerte- und Steuereinheit 20Abdeckung 22Bedienfeld 24Anzeigevorrichtung 26Abschottung

Anspruch[de]
  1. Berührungsempfindlicher Tastschalter (10), mit

    mehreren elektromagnetische Strahlung aussendenden Sendern (12, 13) und mehreren elektromagnetische Strahlung empfangenden Empfängern (14), die abwechselnd entlang eines Bedienfeldes (22) hinter einer für die elektromagnetische Strahlung zumindest teildurchlässigen Abdeckung (20) angeordnet sind; und

    einer Steuer- und Auswerteeinheit (18), die mit den mehreren Sendern und Empfängern verbunden ist, zum Ansteuern der mehreren Sender und Auswerten der Empfangssignale der mehreren Empfänger,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die mehreren Sender (12, 13) in wenigstens zwei Gruppen mit der Auswerte- und Steuereinheit (18) derart verbunden sind, dass benachbarte Sender (12, 13) jeweils zu unterschiedlichen Gruppen gehören; und

    dass die Steuer- und Auswerteeinheit (18) die Sender (12, 13) der wenigstens zwei Gruppen zeitlich versetzt ansteuert und die zeitlich versetzten Empfangssignale der Empfänger (14) miteinander vergleicht, um die Position eines Betätigungselements auf dem Bedienfeld (22) zu bestimmen.
  2. Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromagnetische Strahlung Infrarot-Strahlung ist.
  3. Tastschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienfeld (22) geradlinig ist.
  4. Tastschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienfeld (22) eine geschlossene Kurvenform bildet.
  5. Tastschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Auswerteeinheit (18) die relativen Intensitätsniveaus der zeitlich versetzten Empfangssignale der Empfänger (14) miteinander vergleicht.
  6. Tastschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Auswerteeinheit (18) die absoluten Intensitätsniveaus der zeitlich versetzten Empfangssignale der Empfänger (14) miteinander vergleicht.
  7. Tastschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Auswerteeinheit (18) die absoluten Intensitätsniveaus der zeitlich versetzten Empfangssignale der Empfänger (14) unter Verwendung einer Quotientenbildung miteinander vergleicht.
  8. Bedienungseinrichtung für ein elektronisches Haushaltsgerät mit wenigstens einem berührungsempfindlichen Tastschalter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
  9. Bedienungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Tastschalter (10) eine Anzeigevorrichtung (24) zugeordnet ist, mit welcher dem Benutzer der über das Bedienfeld (22) eingegebene Stellwert des Tastschalters angezeigt wird.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com