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Dokumentenidentifikation DE202005013661U1 29.06.2006
Titel Motorrad-Rückblicksystem (Spiegelersatz)
Anmelder Stettmeier, Alfred, 85276 Pfaffenhofen, DE
DE-Aktenzeichen 202005013661
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 29.08.2005
IPC-Hauptklasse B60R 1/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62J 29/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft allgemein ein Sichtsystem bei einem Motorrad und insbesondere ein Motorrad-Rückblicksystem.

Bisher bekannte Rückblicksysteme bei Motorrädern bestehen in der Regel aus zwei Seitenspiegeln, nämlich aus einem – bezüglich einer Fahrzeuglängsachse – linken und aus einem rechten Seitenspiegel, welche jeweils mittels eines Gestänges am linken bzw. rechten Lenkerteil eines Motorradslenkers angebracht sind.

Diese Motorrad-Rückspiegelsysteme üblicher bzw. bekannter Art ermöglichen einem Fahrer des Motorrads durch Blick in den linken bzw. rechten Seitenspiegel das – bezüglich einer Fahrzeugfahrtrichtung – rückwärtige und/oder auch teilweise seitliche Verkehrsgeschehen zu übersehen bzw. zu beobachten.

Allerdings weisen diese bisher bekannten Motorrad-Rückspiegelsysteme nicht unerhebliche Nachteile auf bzw. führen zu nicht unerheblichen Problemen.

Ein Problem ist, dass jeweils immer nur ein Teil des seitlichen und rückwärtigen Gesamtverkehrsgeschehens vom jeweiligen Spiegel gezeigt wird, so dass der Fahrer die nach vorne zu richtende Aufmerksamkeit bei jedem – von in der Regel mehreren linken und rechten Blicken – Blick in einen der Seitenspiegel – d.h. im Allgemeinen beim Sammeln von Informationen über aktuelle Umstände um das Fahrzeug – unterbrechen muss.

Dazu muss bei der Verkehrsbeobachtung darüber hinaus Kopf und Körpers des Motorradfahrers zum Prüfen von toten Winkeln gedreht bzw. im Allgemeinen verändert werden.

Potentielle Gefahren, die während solcher Blickunterbrechungen und Fahrerbewegungen von vorne oder von seitlich vorne auf das Fahrzeug aufkommen, können vom Fahrer deswegen nicht immer rechtzeitig genug erkannt werden. Auch Fahrmanöver, wie Wenden oder Spurwechsel, können nicht sicher durchgeführt werden.

Darüber hinaus ist der in einem Seitenspiegel gezeigte Teil des seitlichen und/oder rückwärtigen Gesamtverkehrsgeschehens weiterhin eingeschränkt dadurch, dass in Bereichen des Spiegelbildes Teile des Motorradfahrers selbst, wie Schultern, und/oder Bekleidungsteile des Fahrers, wie Jacke oder Projektoren, wiedergespiegelt werden bzw. abgebildet sind.

Allgemeiner ausgedrückt, das Sichtfeld des Fahrers wird bei diesen bekannten Motorrad-Rückspiegelsystemen durch ihn, d.h. durch den Fahrer, selbst bzw. durch Teile von ihm weiter eingeschränkt.

Darüber hinaus erweisen sich bei diesen bisher bekannten Motorrad-Rückspiegelsystemen die für die Befestigung der Spiegel verwendeten Gestänge als potentielle Gefahrenquellen. Insbesondere bei Unfällen bzw. Stürzen, bei welchen es zum Bruch der Gestänge und Entstehen von scharfkantigen Bruchkanten bei den gebrochenen Gestänge und/oder von gefährlich hervorstehenden Spitzteilen bei den gebrochenen Gestänge kommen kann, können diese zu erheblichen Verletzungen des Fahrers führen.

Weiterhin sind diese mittels Gestänge am Lenker befestigten Spiegel aerodynamisch ungünstig, d.h. sie bilden einen nicht zu unterschätzenden Fahrzeugluftwiderstand, welcher zu erhöhtem Kraftstoffverbrauch und störenden Windgeräuschen führt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Motorrad-Rückblicksystem bereitzustellen, dass eine sichere und ungestörte Überwachung insbesondere eines Rückbereichs eines Motorrads durch einen Fahrer des Motorrads ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch das Motorrad-Rückblicksystem mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Anspruch gelöst.

Den abhängigen Ansprüchen sind jeweils bevorzugte, vorteilhafte und nicht triviale Weiterbildungen des erfinderischen Gegenstandes gemäß dem unabhängigen Anspruch zu entnehmen.

Das erfinderische Motorrad-Rückblicksystem weist mindestens ein Bilderfassungssystem, beispielsweise eine Kamera, insbesondere eine digitale oder analoge Kamera, auf, welches Bilderfassungssystem in einem hinteren Endbereich des Motorrads positioniert und im Allgemeinen in Bezug auf eine Fahrrichtung des Motorrads rückwärts gerichtet ist.

Weiter weist das erfinderische Motorrad-Rückblicksystem mindestens ein Anzeigesystem, beispielsweise ein Display und/oder einen Monitor, im Speziellen ein LCD- oder Plasma-Display und/oder einen LCD- oder Plasma-Monitor, auf, welches Anzeigesystem in einem vorderen Bereich des Motorrads, in Bezug auf einen Fahrer des Motorrads vor dem Fahrer positioniert ist.

Darüber hinaus weist das erfinderische Motorrad-Rückblicksystem eine, insbesondere leitungsgebundene, Verbindung zwischen dem Bilderfassungssystem und dem Anzeigesystem, auf. Über die Verbindung sind Bilddaten von dem Bilderfassungssystem zu dem Anzeigesystem übertragbar und dort als Bild anzeigbar.

Hierbei gilt es als selbstverständlich, dass das Gesamtsystem aus Anzeige-, Bilderfassungssystem und Verbindung, bzw. deren Komponenten derart zusammenwirken bzw. jeweils derart (aufeinander) abgestimmt sind, dass das im Anzeigesystem angezeigte Bild im Wesentlichen den tatsächlichen aufgenommenen Gegebenheiten entspricht.

Das erfinderische Motorrad-Rückblicksystem, welches gegenüber den bekannten Motorrad-Rückspiegelsystemen erweiterte Funktionalität, insbesondere Sichtfunktionalität, bei erhöhter Sicherheit gewährleistet, kann als Komplettersatz bekannter Motorrad-Rückspiegelsysteme – mit dementsprechenden, sich aus obigem ergebenden Vorteilen – oder als zu diesen ergänzendes System verwendet werden.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Bilderfassungssystem in Abhängigkeit eines Typs des Motorrads und/oder einer Größe, Form und/oder Lage eines gewünschten rückwärtigen und/oder seitlichen Beobachtungsfelds gewählt ist.

So kann beispielsweise das Bilderfassungssystem eine Weitwinkelkamera und/oder eine Nachsichtkamera sein.

Weiterhin kann vorgesehen werden, dass das Bilderfassungssystem einen Spritzwasserschutz und/oder einen Sonnen- und/oder einen Sonneneinstrahlungs- und/oder Blendungsschutz aufweist.

Bevorzugt ist das Bilderfassungssystem unter Verwendung eines Halte- und/oder Montage-Systems an dem Motorrad, insbesondere an einem Rahmenelement des Motorrads oder an einem dem Rahmenelement zugeordneten Teil, befestigt. Dieses Halte- und/oder Montage-Systems kann ferner so ausgebildet sein, dass das Bilderfassungssystem demontierbar ist, beispielsweise durch einen Schnellverschluss.

Ebenfalls kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass das Bilderfassungssystem, insbesondere fahrergesteuert, nachjustierbar und/oder verstellbar ist, wobei durch das Nachjustieren und/oder Verstellen das Beobachtungsfeld veränderbar und/oder einstellbar ist.

Weiterhin kann bevorzugt vorgesehen sein, dass das Anzeigesystem unter Verwendung eines Halte- und/oder Montage-Systems an dem Motorrad, insbesondere an einem Rahmenelement des Motorrads oder an einem dem Rahmenelement zugeordneten Teil, insbesondere an einer Gabelbrücke, an einem Lenker oder an einem Tank des Motorrads, befestigt ist. Dieses Halte- und/oder Montage-Systems kann auch hier so ausgebildet sein, dass das Anzeigesystem demontierbar ist, beispielsweise durch einen Schnellverschluss.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Anzeigesystem unter Berücksichtigung von Sicht- bzw. Einblickverhältnissen in bzw. auf das Anzeigesystem anzuordnen, beispielsweise in der Nähe eines Tachos des Motorrads.

Ferner kann das Anzeigesystem als multifunktionales, komplexes Audio-/Video-System mit erweiterten Funktionalitäten, wie Video-, Aufnahme-, Abspiel-, Akustikfunktionen ausgestattet sein.

Weiter kann bevorzugt vorgesehen sein, dass das Anzeigesystem nachjustierbar und/oder verstellbar angeordnet ist, wobei durch das Nachjustieren und/oder Verstellen eine Lage und/oder Anordnung und/oder Ausrichtung des Anzeigesystems, insbesondere bezüglich des Motorrads und/oder des Rahmens des Motorrads, veränderbar und/oder einstellbar ist. Hierdurch kann das Anzeigesystem insbesondere individuell angepasst werden.

Besonderes bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das Anzeigesystem einen Spritzwasserschutz und/oder einen Sonnen- und/oder einen Sonneneinstrahlungs- und/oder Blendungsschutz aufweist.

Ferner kann vorgesehen werden, dass eine Anzeige und/oder das Bild des Anzeigesystems, insbesondere eine Helligkeit und/oder ein Kontrast der Anzeige und/oder des Bildes, einstellbar ist.

Weiterhin kann vorgesehen werden, dass dem Anzeigesystem ein Lichtfilter vorschaltbar ist.

In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Verbindung zwischen dem Bilderfassungssystem und dem Anzeigesystem ein entlang des Motorradrahmens geführtes Kabel ist. Anstelle einer Kabelverbindung kann allerdings auch eine, insbesondere störungssichere, Funkverbindung zwischen dem Bilderfassungssystem und dem Anzeigesystem vorgesehen werden.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Bilderfassungssystem und/oder das Anzeigesystem unter Verwendung einer Batterie, insbesondere der üblichen Batterie des Motorrads, mit Energie versorgt wird bzw. werden.

In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Motorrad-Rückblicksystem insbesondere funktionell mit einer Zündung des Motorrads gekoppelt ist bzw. an diese funktionell gekoppelt ist, so dass über Betätigung der Zündung das Motorrad-Rückblicksystem aktivierbar bzw. einschaltbar ist.

Das erfindungsgemäße Motorrad-Rückblicksystem und deren Weiterbildungen sind auch entsprechend (modular) erweiterbar, beispielsweise mit einem weiteren Bilderfassungssystem und/oder einem weiteren Anzeigesystem, insbesondere jeweils nach beschriebener Ausgestaltung.

Verschiedene Vorteile, welche sich durch die Erfindung, insbesondere als (Komplett-)Ersatz üblicher Motorrad-Rückspiegelsysteme, ergeben, seinen nachfolgend explizit genannt. Insbesondere ermöglicht die Erfindung die Überwindung der beschriebenen Nachteile bei diesen bekannten Motorrad-Rückspiegelsystemen.

So ermöglicht die Erfindung durch deren erfindungsgemäße Verwendung von Bilderfassungs- und Anzeigesystem sowie deren erfindungsgemäße Anordnung am Motorrad eine verbesserte, erweiterte und/oder uneingeschränktere Sicht bzw. Beobachtung des Verkehrsgeschehens als es üblichen bekannten Motorrad-Rückspiegelsystemen möglich ist.

Die Erfindung überwindet damit das bekannte Problem üblicher Motorrad-Rückspiegelsysteme, nämlich dass jeweils immer nur ein Teil des seitlichen und rückwärtigen Gesamtverkehrsgeschehens von den Spiegeln gezeigt wird und so der Fahrer die nach vorne zu richtende Aufmerksamkeit bei jedem Blick in einen der Seitenspiegel unterbrechen muss. Ferner ist es bei der Erfindung unnötig bzw. nicht dem Masse wie bei bekannten Rückspiegelsystemen nötig, dass bei der Verkehrsbeobachtung Kopf und Körpers des Motorradfahrers zum Prüfen von toten Winkeln gedreht bzw. im Allgemeinen verändert werden.

Potentielle Gefahren, die während solcher Blickunterbrechungen und Fahrerbewegungen von vorne oder von seitlich vorne auf das Fahrzeug aufkommen, können bei der Erfindung vom Fahrer schneller erkannt werden. Demzufolge kann darauf auch schneller reagiert werden.

Auch Fahrmanöver, wie Wenden oder Spurwechsel, können damit bei der Erfindung sicherer durchgeführt werden.

Darüber hinaus kann durch die Erfindung ein Mehr des seitlichen und/oder rückwärtigen Gesamtverkehrsgeschehens beobachtet werden. Einschränkungen durch Teile des Motorradfahrers selbst, wie Schultern, und/oder Bekleidungsteile des Fahrers, wie Jacke oder Projektoren, welche in den Spiegel bekannter Rückspiegelsystemen wiedergespiegelt werden bzw. abgebildet sind, entfallen.

Das Sichtfeld des Fahrers ist damit größer als bei bekannten Motorrad-Rückspiegelsystemen.

Insbesondere bei schwierigen Sicht- und/oder Lichtverhältnissen, wie Dunkelheit, diffuses Licht, Sonnenblendung o.ä. erweist sich die Erfindung, insbesondere durch deren Kombination aus Bilderfassungssystem und Anzeigesystem, von Vorteil.

Weiterhin lassen sich durch die Erfindung – als Ersatz üblicher Rückspiegel bzw. Rückspiegelsysteme – Gefahrenquellen am Motorrad reduzieren, wie sie die für die Befestigung der Spiegel bei üblichen Motorrad-Rückspiegelsystemen verwendeten Gestänge darstellen.

Demzufolge reduziert sich durch die Erfindung dann das Verletzungsrisiko bei Unfällen bzw. Stürzen reduzieren, bei welchen es bei üblichen Rückspiegeln bzw. Rückspiegelsystemen – wie beschrieben – zum Bruch der Gestänge und zum Entstehen von scharfkantigen Bruchkanten bei den gebrochenen Gestänge und/oder von gefährlich hervorstehenden Spitzteilen bei den gebrochenen Gestänge kommen kann.

Weiterhin erweist sich die Erfindung als aerodynamisch günstiger als die mittels von Gestängen am Lenker befestigten Spiegeln üblicher Rückspiegel bzw. Rückspiegelsysteme. Der Kraftstoffverbrauch lässt sich durch die Erfindung senken; Windgeräusche lassen sich durch die Erfindung minimieren.

Auch lässt sich durch die Erfindung eine optisch ansprechende Gestaltung realisieren.

In 1 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, welches im Weiteren näher erläutert wird.

Es zeigt

1 eine Gesamtansicht eines Motorrads mit einem erfindungsgemäßen Rückblicksystem.

Ausführungsbeispiel: Motorrad mit kameragestütztem Motorrad-Rückblicksystem

In 1 ist ein Motorrad 1 mit einem kameragestütztem Motorrad-Rückblicksystem 2, kurz Rückblicksystem 2, dargestellt, welches in diesem Fall ein – noch in 1 angedeutetes – herkömmliches Motorrad-Rückspiegelsystem 50 ersetzt bzw. ersetzen kann.

Das Rückblicksystem 2 weist eine digitale (Mini-)Kamera 3 auf, die in einem hinteren Endbereich 4 des Motorrads 1, in diesem Fall, wie 1 zeigt, an einem Schutzblech 9 des Motorrads 1, positioniert und im Allgemeinen in Bezug auf eine Fahrrichtung 5 des Motorrads 1 rückwärts 10 gerichtet ist.

Das Rückblicksystem 2 weist weiter einen LCD-Monitor 6 auf, der in einem vorderen Bereich 7 des Motorrads 1, in Bezug auf einen Fahrer 8 des Motorrads vor dem Fahrer 8 positioniert ist. Wie hier 1 zeigt ist der LCD-Monitor 6 auf einer Gabelbrücke 26 des Motorrads 1 angebracht.

Weiterhin weist das Rückblicksystem 1 eine Übertragungsleitung 12 zwischen der digitalen Kamera 3 und dem LCD-Monitor 6 auf.

Über diese Übertragungsleitung 12 sind Bilddaten von der digitalen Kamera 3 zu dem LCD-Monitor 6 übertragbar und dort als Bild eines hinteren, seitlichen Beobachtungsfeldes 13 anzeigbar.

Die Befestigung der digitalen Kamera 3 am Motorrad 1 bzw. am Schutzblech 9 erfolgt mittels einer (Kamera-)Montagehalterung 14. Diese Montagehalterung 14 ist derart ausgebildet, dass die digitale Kamera 3 (schnell) demontierbar ist.

Die Montagehalterung 14 weist darüber hinaus eine Verstellvorrichtung 15, kleine Verstellmotoren 15, auf. Diese sind über eine in die Armatur 16 integrierte Elektronik 17 ansteuerbar und über diese vom Fahrer 8 bedienbar.

Damit ist hier ermöglicht, dass die digitale Kamera 3 fahrergesteuert nachjustierbar und verstellbar ist, wobei durch das Nachjustieren und Verstellen das Beobachtungsfeld 13 – vom Fahrer 8 – veränderbar und einstellbar ist.

Alternativ dazu, d.h. zur Befestigung der digitalen Kamera 3 am Motorrad 1, kann im Schutzblech 9 des Motorrads 1 eine Montageöffnung vorgesehen sein, in welche die digitale Kamera 3 aufnehmbar und damit gleichzeitig gegen Spritzwasser, Schmutz, Beschädigung, Sonneneinstrahlung o.ä. schätzbar ist.

Auch die Befestigung des LCD-Monitors 6 am Motorrad 1 erfolgt mittels einer (Monitor)Montagehalterung 18. Diese Montagehalterung 18 ist ebenfalls derart ausgebildet, dass der LCD-Monitor 6 demontierbar ist.

Die Montagehalterung 18 weist darüber hinaus ebenfalls eine Verstellvorrichtung 19 auf. Diese ist auch über eine in die Armatur 16 integrierte Elektronik 20 ansteuerbar und über diese vom Fahrer 8 bedienbar.

Damit ist auch hier ermöglicht, dass durch Nachjustieren und Verstellen die Lage, Anordnung und Ausrichtung des LCD-Monitors 6 veränderbar und einstellbar ist. Hierdurch kann der LCD-Monitor 6 individuell an einen Fahrer 8 angepasst werden.

Weiterhin weisen die digitale Kamera 3 und der LCD-Monitor 6, wie in 1 angedeutet ist, jeweils einen kombinierten Spritzwasser-, Sonnen-, und Blendungsschutz 25 sowie einen Schutz 25 gegen mechanische Beschädigung auf.

Der LCD-Monitor 6 sieht eine Einstellbarkeit vor, über welche eine Anzeige 21 und das Bild 22 des LCD-Monitors 6, in diesem Fall im Speziellen die Helligkeit und der Kontrast der Anzeige 21 und des Bildes 22, einstellbar ist.

Darüber hinaus kann – was in 1 nicht dargestellt ist – dem LCD-Monitor 6 ein Lichtfilter 23 vorgeschaltet sein.

Die Strom- bzw. Energieversorgung des Rückblicksystems 2 erfolgt durch die Batterie des Motorrads. Dazu ist weiter das Rückblicksystem 2 mit einer Zündung 24 des Motorrads 1 gekoppelt, so dass über Betätigung der Zündung 24 das Rückblicksystem aktivierbar bzw. einschaltbar ist.

In Erweiterung zu beschriebenem Ausführungsbeispiel kann das Rückblicksystem 1 (modular) erweitert sein, in diesem Fall mit einer weiteren, vorderen digitalen Kamera zur Beobachtung eines vorderen, seitlichen Beobachtungsbereichs. Zur Anzeige deren Bilder kann ein weiterer LCD-Monitor oder auch der – in diesem Fall umschaltbare – LCD-Monitor 6 vorgesehen sein.

1Motorrad 2Kameragestütztes Motorrad-Rückblicksystem 3Digitale Kamera 4Hinterer Endbereich des Motorrads 1 5Fahrrichtung bzw. Fahrtrichtung 6LCD-Monitor 7Vorderer Bereich des Motorrads 1 8Fahrer 9Schutzblech 10Rückwärtsrichtung 11Tank 12Übertragungsleitung 13Beobachtungsfeld 14(Kamera-)Montagehalterung 15Verstellvorrichtung 16Armatur 17integrierte Elektronik 18(LCD-Monitor-)Montagehalterung 19Verstellvorrichtung 20Integrierte Elektronik 21Anzeige 22Bild 23Lichtfilter 24Zündung 25Kombinierter Schutz 26Gabelbrücke 50herkömmliches Motorrad-Rückspiegelsystem

Anspruch[de]
  1. Motorrad-Rückblicksystem

    mit

    – mindestens einem Bilderfassungssystem, das in einem hinteren Endbereich des Motorrads positioniert und im Allgemeinen in Bezug auf eine Fahrrichtung des Motorrads rückwärts gerichtet ist,

    – mindestens einem Anzeigesystem, das in einem vorderen Bereich des Motorrads, in Bezug auf einen Fahrer des Motorrads vor dem Fahrer positioniert ist, und

    – einer, insbesondere leitungsgebundenen, Verbindung zwischen dem Bilderfassungssystem und dem Anzeigesystem, wobei über die Verbindung Bilddaten von dem Bilderfassungssystem zu dem Anzeigesystem übertragbar und dort als Bild anzeigbar sind.
  2. Motorrad-Rückblicksystem nach Anspruch 1, bei der das Bilderfassungssystem eine Kamera, insbesondere eine digitale oder analoge Kamera, ist.
  3. Motorrad-Rückblicksystem nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei der das Bilderfassungssystem in Abhängigkeit eines Typs des Motorrads und/oder einer Größe, Form und/oder Lage eines gewünschten rückwärtigen und/oder seitlichen Beobachtungsfelds gewählt ist.
  4. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Bilderfassungssystem eine Weitwinkelkamera und/oder eine Nachsichtkamera ist.
  5. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Bilderfassungssystem einen Spritzwasserschutz und/oder einen Sonnen- und/oder einen Sonneneinstrahlungs- und/oder Blendungsschutz aufweist.
  6. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Bilderfassungssystem unter Verwendung eines Halte- und/oder Montage-Systems an dem Motorrad, insbesondere an einem Rahmenelement des Motorrads oder an einem dem Rahmenelement zugeordneten Teil, befestigt, insbesondere demontierbar befestigt, ist.
  7. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Bilderfassungssystem, insbesondere fahrergesteuert, nachjustierbar und/oder verstellbar ist, wobei durch das Nachjustieren und/oder Verstellen das Beobachtungsfeld veränderbar und/oder einstellbar ist.
  8. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Anzeigesystem ein Display, insbesondere ein LCD- oder Plasma-Display, und/oder ein Monitor, insbesondere ein LCD- oder Plasma-Monitor, ist.
  9. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Anzeigesystem unter Verwendung eines Halte- und/oder Montage-Systems an dem Motorrad, insbesondere an einem Rahmenelement des Motorrads oder an einem dem Rahmenelement zugeordneten Teil, insbesondere an einer Gabelbrücke, an einem Lenker oder an einem Tank des Motorrads, befestigt ist.
  10. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Anzeigesystem in der Nähe eines Tachos des Motorrads angeordnet ist.
  11. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Anzeigesystem demontierbar und/oder nachjustierbar und/oder verstellbar angeordnet ist, wobei durch das Nachjustieren und/oder Verstellen eine Lage und/oder Anordnung und/oder Ausrichtung des Anzeigesystems, insbesondere bezüglich des Motorrads und/oder des Rahmens des Motorrads, veränderbar und/oder einstellbar ist.
  12. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Anzeigesystem einen Spritzwasserschutz und/oder einen Sonnen- und/oder einen Sonneneinstrahlungs- und/oder Blendungsschutz aufweist.
  13. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der eine Anzeige und/oder das Bild des Anzeigesystems, insbesondere eine Helligkeit und/oder ein Kontrast der Anzeige und/oder des Bildes, einstellbar ist.
  14. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der dem Anzeigesystem ein Lichtfilter vorschaltbar ist.
  15. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der die Verbindung ein entlang des Motorradrahmens geführtes Kabel ist.
  16. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei dem das Bilderfassungssystem und/oder das Anzeigesystem unter Verwendung einer Batterie, insbesondere einer einzigen Batterie des Motorrads, mit Energie versorgt wird bzw. werden.
  17. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Motorrad-Rückblicksystem insbesondere funktionell mit einer Zündung des Motorrads gekoppelt ist.
  18. Motorrad-Rückblicksystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, mit einem weiteren Bilderfassungssystem und/oder einem weiteren Anzeigesystem jeweils nach einem der voranstehenden Ansprüche.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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