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Dokumentenidentifikation DE202005014146U1 29.06.2006
Titel Verbindungs- bzw. Einlage-Element in Kombination mit einem Stecksystem
Anmelder Wiehl, Andreas, 81667 München, DE
DE-Aktenzeichen 202005014146
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 07.09.2005
IPC-Hauptklasse A47B 47/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]
Verbindungs- bzw. Einlage-Element in Kombination mit einem Stecksystem

(insbesondere bezogen auf Anm.-Nr. 0300 66 38.5 – 1251 bzw. EP 1348255)

Zweck der Erfindung

Ist es, im Zusammenhang mit einem Stecksystem eine Reihe von neuen Kombinationsmöglichkeiten nützlicher und/oder stabilisierender Art zu schaffen.

Stand der Technik – Kurzbeschreibung eines Regal- und Ablagesystems

Es reicht, sich hier auf ein Stecksystem zu beziehen, als dessen Fortentwicklung zu größerer Formenvielfalt sich diese Erfindung begreift. Da dieses Stecksystem neuartig ist, dürften kaum Erfindungen bestehen, welche dem noch weithin unbekannten Stecksystem aufbauen. (Anm.-Nr. 0300 66 38.5 – 1251 – bzw. EP 1348355)

Dieses Stecksystem ermöglicht über seine beiden Hauptelemente, dem Trägerelement (Anspruch 1) und dem Verbindungselement (Anspruch 4) eine Reihe von Verbindungen. Mit dem ersten Element lassen sich vor allem 6-Eck-Formen schaffen, mit dem zweiten lassen sich diese 6-Ecke miteinander verbinden. Auf diese Weise ist es möglich, ein dem Bienenwaben-System ähnliches, komplexes Gebilde zu schaffen.

Es lassen sich auch Dreiecksformen bilden. Ob und wie sich diese Dreiecksformen in das System einfügen lassen, bleibt ungeklärt.

In Anspruch 8 wird eine trapez- oder doppeltrapez-förmige Füllung genannt, welche zur Verbesserung der Stabilität erfunden wurde oder zur Fixierung an der Wand. Genau dazu wurde sie erfunden, nicht aber zu weiterer Verwendung in dieser oder abgeänderter Form. Hier möchte die vorliegende Erfindung Neuerungen formulieren. In Anspruch 9 werden trapezförmige Bretter zur Verankerung an der Basis für ein oder mehrere 6-Ecke genannt. In der Beschreibung des Regalsystems wird erwähnt, dass sich mit seinen Möglichkeiten ein Grundgerüst für einen Tisch, ein Podest usw. erstellen lässt. Nicht genannt wird, wie sich eine dazu nötige Auflage dem System statisch günstig verbindet.

Beschreibung der Erfindung „Verbindungs- bzw. Einlage-Element in Kombination mit einem Stecksystem"

In keinem der Ansprüche 1–17 wird auf eine andersartige Verbindung der Trägerelemente eingegangen, außer der des 6-Ecks und der des geschlossenen Dreiecks. Es lässt sich jedoch auch eine mäanderartige Aneinander-Reihung der Trägerelemente (2c) konstruieren, indem man halbe 6-Ecke (2d) spitzwinklig miteinander verbindet. Die theoretisch kleinste Form dieser Art ist die in Zeichnung 2 Dargestellte – 2 spitzwinklig zusammengesteckte Trägerelemente. Hier handelt es sich einfach um eine Variante des Zusammenfügens, deren Sinn bzw. Nutzen sich im alten System noch nicht offenbart. Zur Stabilisierung dieser Variante bedarf es lediglich eines zusätzlichen Elements: des hier so genannten "Reiters" (2a). Hierbei erreicht der Reiter seine Stabilisierungsfunktion durch seine "Widerlager" (2b), die den vorgenannten "Mäander" verklammern. Das optimale Widerlager weist dabei eine 60°-Neigung auf. Solche Widerlagerfunktion wird bereits durch Einfräsungen bzw. Aussparungen (2f) erreicht. Stabilisierung ist jedoch nicht sein einziger Zweck; seine Oberfläche kann darüber hinaus zur Ablage dienen, eine Bank (2e) bilden, einen Tisch oder – bei einer in die Tiefe gehenden Reihung – ein Podest. (Zeichnung 2)

Eine größere Raumtiefe lässt sich übrigens schon durch eine Verkleinerung der Einschnitte erreichen: wenn diese nicht hälftig in die Trägerelementtiefe reichen (was Bündigkeit des Regals bedeutet), sondern geringer ausfallen, sich die Trägerelement also nicht ganz zusammenstecken lassen, wird eine größere Raumtiefe erreicht.

Der Reiter kann auch unten und oben Widerlager bzw. Einfräsungen besitzen; (Einfräsung bzw. Aussparung erfüllt statisch gesehen den gleichen Zweck wie ein aufgesetztes Widerlager.) So kann er einen Mäander stabilisieren und zugleich Basis sein, etwa für „klassische" 6-Eck-Formen.

Neben dem Reiter gibt es (Zeichnung 3) noch das so genannte Einschubelement (3a). Es kommt der in Anspruch 8 genannten trapezförmigen Füllung nahe, indem es die Trapezform nutzt, welche durch die Sechsecke des ursprünglichen Stecksystems entstehen. Es möchte jedoch nicht das System stabilisieren, sondern nutzt die gegebene Stabilität des Systems, um sich stabil in ihm zu verankern. Das Einschubelement ist ein 60° -trapezförmig zugeschnittenes Brett, welches an den breitesten Stellen der Trapeze, die das ursprüngliche 6-Eck umgeben, stabil eingefügt werden kann.

Es kann nun als Brett beliebiger Tiefe herausgezogen bzw. eingeschoben werden. Dadurch kann es als Abstellmöglichkeit dienen; es kann auch, (indem etwa zwei solcher Einschubelemente zum Einsatz kommen, ein weiteres Brett (3b) tragen, das nurmehr aufgesetzt werden muss. (Zeichnung 3)

Ähnlich wie der Reiter kann ein solches Auflagebrett (3b) in Verbindung mit 60°-Widerlagern (3c) oder vermittels geeigneter Einfräsungen fest mit diesen Einschubelementen verklammert werden. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise aus einem einfachen Regal des Stecksystems eine Art Buffet herstellen. Einen weiteren Zweck können solche Einschübe erfüllen, wenn sie tiefer ausgeführt werden: sie können dann mehrere baugleiche oder bau-ähnliche Stecksysteme in der Raumtiefe miteinander verbinden.

Das Einschubelement lässt sich auch in der Form eines Behälters (4b), ähnlich einer Schublade, herstellen. (Zeichnung 4) Hierzu müssen sie als 60°-trapezförmige Raumkörper ausgebildet sein.

Ein solcher Einschub lässt sich auch mit einem Brett verbinden, das etwa der Abdeckung (4a) eines Regals oder eines Teiles eines Regals des Stecksystems dienen kann. Dazu wird an der Stirnseite etwa ein – beispielsweise – 6-Eckförmiges – Brett (4a) angesetzt (Zeichnung 4). Durch Einschieben wird so eine Öffnung des Regals verschlossen. Um es zu öffnen, muss es nur herausgenommen werden, um womöglich an anderer Stelle des Regals wieder eingefügt zu werden Ein solcher Abschluss kann auch mit mehreren Einschüben verbunden sein, um sichereren Halt zu gewähren. Natürlich kann eine solche Abdeckung auch jede andere Form annehmen, z.B. trapezförmig ausgebildet sein.

Vermindert man die Breite eines solchen Einschubelements um die einfache oder mehrfache Dicke der Trägerelemente (4c, 5a), entsteht beim Einfügen in das Trapez eine/mehrere Lücke/n, in die weitere Trägerelemente (5b) stabil eingefügt werden können (Zeichnung 4 und 5). Bei weiterer Verminderung der Breite können weitere Teile sozusagen gestaffelt eingefügt werden (4c).

Das ursprüngliche 6-Eck weist jedoch noch anderen Ansatzmöglichkeiten für interessante Verbindungen auf. Es weist 120*-Grad-Spreizungen auf und als Dreieck oder als o.g. "Mäander" – 60°-Spreizungen (Zeichnung 6). Hier hinein lassen sich rautenförmige Körper (6a) einlegen; diese können ihrerseits andere 6-Eck-Formen bzw. 3-Eckformen aufnehmen, denen sie eine stabile Basis bieten können.

Auch diese Form der Verbindung lässt sich in die Raumtiefe hinein erweitern. Anstelle einer rautenförmigen Einlage lassen sich auch Dreiecke (6b) nehmen; 2 Dreiecke zusammen genommen bilden die Rautenform.

Sie haben gegenüber der Raute den Vorteil, dass sie als das kleinere Element in verschiedenartigen Kombinationen an anderen Stellen ihren Einsatz finden, das mögliche Einsatzgebiet also vergrößern.

Mit solchen Dreiecken lassen sich z.B. auch die o.g. Trapezformen eines 6-Ecks füllen. Sie eröffnen ein weites Feld der Konstruktions-Möglichkeiten, deren möglicher Nutzen nur angedeutet werden kann. Ein mit Dreiecken oder Rauten gefülltes Trapez etwa kann ebenso einer stabilen Ablage dienen, wie oben beschriebene Einschübe; es kann bei geeigneter Form des Zuschnitts auch eine Lücke lassen, in die weitere Körper des Stecksystems (6c), z. B. der in der Zeichnung 2 angedeutete Hocker eingefügt werden können. (Ähnlich wie in Zeichnung 6)

Jedoch nicht nur Verklammerungen, Einschübe und Auflagen erweitern die Konstruktionsmöglichkeiten des Stecksystems. Das Stecksystems ist auf trapezförmig einander zugeneigte Einfräsungen beschränkt. Dies gibt ihm die Möglichkeit, 6-Ecke, aber auch 3-Eckformen auszubilden. Rautenförmige oder parallelogrammartige Ausbildungen indes werden durch das System nicht erreicht. Solche Formbildungen sind aber in Fortentwicklung dieses Systems zu größerer Formenvielfalt interessant (Zeichnung 7). Hierzu müssen die um 60° geneigten Einfräsungen bzw. Aussparungen lediglich parallel gesetzt werden (7a). Die Formen, die hierdurch erreicht werden, können z.B. als Basis für einen Tisch, eine Bank etc. dienen (7b). Die Varianten, wie hier zugeschnitten werden kann, sind zahlreich und komplizieren das System. In der Verwendung als Konstruktionsspiel wird hierdurch ein erheblich höherer Schwierigkeitsgrad erreicht.

2aReiter 2bWiderlager 2dhalbes Sechseck 2c„Mäander" 2fEinfräsung bzw. Aussparung 2eBank bzw. Tisch 3aEinschubelement 3bAuflagebrett 3cWiderlager 4a6-Eck-förmiges Brett/Abdeckung 4bSchublade 4c, 5avermindertes Einschubelement 6aEinlageelement in Rautenform 6bEinlageelement in Dreiecksform 7aparallele Einschnitte bzw. Aussparungen 7bVariante einer Bank (Basis)

Anspruch[de]
  1. Verbindungs- bzw. Einlage-Element in Kombination mit einem Stecksystem aus rechteckigen Trägerelementen mit einer Breite und einer Tiefe mit der Eigenschaft, dass jedes Trägerelement zwei senkrecht zur Trägerelementtiefe ausgerichtete Einschnitte bzw. Einfräsungen mit einer Neigung von 30° bezogen zur Senkrechten des rechteckigen Trägerelements in Trägerelementstärke aufweist, wobei die beiden Einschnitte bzw. Einfräsungen trapezförmig zueinander zulaufen (Zeichnung 1), dadurch gekennzeichnet, dass es an mindestens einer Stelle einen 60° oder 120°-Winkel aufweist.
  2. Konstruktions-Element (Zeichnung 2, 2a) nach 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens 2 Trägerelemente des Stecksystems durch 60°-Aussparungen oder Einfräsungen (2f) oder aufgesetzte Widerlager (2b) verklammert.
  3. Konstruktions-Element (Zeichnung 3, 3a) nach 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als ein im Profil 60°-trapezförmiges, beliebig tiefes Einschub-Element ausgebildet ist, wodurch es an der Außenseite einer 6-Eckwabe stabil eingefügt werden kann.
  4. Einschub-Elemente) (Zeichnung 4, 3a) nach 1 und 3, gekennzeichnet durch eine Verbindung des (der) Einschub-Elements(e), mit einer bevorzugt 6-Eckförmigen Teiles (4), welches als Verschluss, Türe, Fenster o. ä. dienen kann.
  5. Einschub-Element (4b) nach 1, 3 dadurch gekennzeichnet, dass das Einschubelement als Schublade (5) o. ä. ausgebildet ist.
  6. Einschub-Element (Zeichnung 4, 4c und Zeichnung 5, 5a) nach 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein in seiner Breite verkürzt eine Lücke ausbildet, in die einzelne oder mehrere Elemente (4d, 5b) stabil eingefügt werden können
  7. ein oder mehrere Konstruktions-Elemente (Zeichnung 6) nach 1, dadurch gekennzeichnet, dass es/sie im Profil an mindestens einer Stelle nach dem 60° bzw. 120°-winkel geformt ist/sind, bevorzugt Rauten- oder Dreieckförmig, wodurch sie – bei beliebiger Länge – die 60°- bzw. 120°-Öffnungen an der Außenseite einer Wabe ganz oder teilweise auszufüllen vermögen.
  8. Ein oder mehrere Elemente nach 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Element/e mit einem oder mehreren Teilen, etwa einer Türe, einem Fenster o. ä. kombiniert ist/sind.
  9. Konstruktions-Element nach 1, dadurch gekennzeichnet, dass es anstelle der trapezförmig zulaufenden Einschnitte bzw. Einfräsungen parallel verlaufende Einschnitte bzw. Einfräsungen (7a) besitzt.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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