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Dokumentenidentifikation DE202005018528U1 29.06.2006
Titel Analdilatator
Anmelder Förster, Hiltrud, Dr.med., 78464 Konstanz, DE
Vertreter Hiebsch und Kollegen, 78224 Singen
DE-Aktenzeichen 202005018528
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 26.11.2005
IPC-Hauptklasse A61M 29/00(2006.01)A, F, I, 20051126, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 1/32(2006.01)A, L, I, 20051126, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Analdilatator, aufweisend einen entlang einer Achse orientierten länglichen Schaft mit einer Taille sowie einem vor der Taille liegenden ersten Schaftteil, der zur Einführung in einen Analkanal vorgesehen ist und einem hinter der Taille liegenden zweiten Schaftteil, der zur Einführung in den Analkanal vorgesehen ist.

Analdilatatoren haben sich im Bereich der Proktologie insbesondere zur Behandlung von Hämorrhoiden und/oder zur Dehnung des Analkanals nach einem operativen Eingriff und/oder einer Analfissur nicht nur als hilfreich, sondern darüber hinaus auch sehr effektiv für den Heilungsprozess erwiesen. So lassen sich beispielsweise Hämorrhoiden I. und I. bis II. Grades zum Teil durch die alleinige Anwendung eines Analdilatators behandeln.

Üblicherweise sind Analdilatatoren dazu mit einem länglichen untaillierten Schaft versehen, wobei der Schaft vergleichsweise spitz zuläuft. Solche Analdilatatoren bergen aufgrund des vergleichsweise spitzen Zulaufs bei der Anwendung die Gefahr von Schmerzhaftigkeit. Darüber hinaus können die bei Einführung eines üblichen kegeligen oder zylindrischen Analdilatators auftretenden Schmerzen aufgrund des starken Kontraktionsreflexes des Schließmuskels dazu führen, dass eine Anwendung nur unter erheblichen Schmerzen möglich ist.

Ein Analdilatator der eingangs genannten Art ist in US 3,916,906 offenbart. Dieser weist einen starren zylindrischen Schaft auf, um den herum zusammengefaltete und im eingeführten Zustand aufblasbare Taschen angeordnet sind. Durch Aufblasen der Taschen des Analdilatators im eingeführten Zustand kann der Umfang des Schafts auf eine rundliche Form verdickt werden, wobei zwischen den rundlichen Verdickungen an einer oder an mehreren Stellen des Schafts eine knotenförmige Einschnürung vorliegt. Entsprechend soll eine schmale Kopfseite des Analdilatators mit einer Spitze einführbar sein. Der schmale Kopf soll für einige Minuten in seiner Position verbleiben bis eine graduelle Entspannung des Analmuskels vorliegt und danach die weitere Einführung des größeren Verdickungsbereichs erlaubt. Ähnlich können drei Verdickungen aufweisende Dilatatoren genutzt werden, wobei ein zusätzlicher, angeblich weitgehend schmerzloser, Einführungszyklus vorgesehen ist. Der Dilatator kann bis zu einem Anschlag eingeführt werden.

Ein solcher Analdilatator ist äußerst unhygienisch und verursacht immer noch erhebliche Schmerzen und ist noch verbesserungsfähig.

Zunächst werden die rundlichen Verdickungsbereiche der Form des Analkanals nicht gerecht. Diese haben darüber hinaus den Nachteil, dass eine rundlich ausgebildete Verdickung nur an einer einzigen Stelle einen größten Umfang aufweist, so dass der Analkanal nur an dieser einen einzigen Stelle maximal gedehnt wird.

Wünschenswert wäre ein Analdilatator, der nicht nur eine vergleichsweise schmerzfreie bis schmerzarme Einführung ermöglicht, sondern darüber hinaus der anatomischen Form des Analkanals gerecht wird.

An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, einen Analdilatator anzugeben, der der Form des Analkanals gerecht wird. Er sollte auch vergleichsweise schmerzfrei, hygienisch und einfach zu handhaben sein.

Die Aufgabe wird durch einen Analdilatator der eingangs genannten Art gelöst, bei dem erfindungsgemäß wenigstens der erste Schaftteil über einen wesentlichen Teilbereich eine in Richtung der Achse orientierte, geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung aufweist.

Die Erfindung geht von der Überlegung aus, den Analkanal über seine gesamte Länge im Wesentlichen gleichmäßig zu dehnen. Die Erfindung hat erkannt, dass neben einer schmerzfreien bis schmerzarmen Einführung eines Analdilatators auch berücksichtigt werden sollte, dass der Analkanal eine gewisse anatomische Längenausdehnung hat. Deshalb weist wenigstens der erste Schaftteil über einen wesentlichen Teilbereich eine geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung auf. Dabei ist die im Wesentlichen die in Richtung der Achse des Analdilatators orientierte Umfangsbegrenzung gemeint, d.h., die Mantellinie, die bei einer Seitenansicht oder einer Schnittansicht entlang der Achse des Analdilatators sichtbar ist. Es hat sich gezeigt, dass der Analkanal über den wesentlichen Teilbereich des ersten Schaftteils vergleichsweise gleichmäßig gedehnt wird, während der Kontraktionsreflex des Schließmuskels im Bereich der Taille etwas entspannen kann. Auf diese Weise wird die Handhabung und die Wirkung eines Analdilatators im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich verbessert.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen und geben im einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, das oben erläuterte Konzept im Rahmen der Aufgabenstellung, sowie hinsichtlich weiterer Vorteile zu realisieren.

Es hat sich gezeigt, dass im wesentlichen Teilbereich eine in Richtung der Achse orientierte, geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung durch eine im Wesentlichen kegelige oder zylindrische Formgebung des Mantels des Schafts mit ebensolcher geradlinig verlaufenden Umfangsbegrenzung erreichen lässt. Zweckmäßigerweise weist der wesentliche Teilbereich allenfalls an seinem der Spitze des Analdilatators zugewandten Randbereich und/oder an seinem der Taille zugewandten Randbereich eine vergleichsweise geringfügig konvexe Umfangsbegrenzung auf. Gegebenenfalls kann ein übriger Teilbereich geringfügig von einer exakt geradlinig verlaufenden Umfangsbegrenzung abweichen, beispielsweise im Bereich von Verlaufsübergängen und im üblichen Fehler- und Anpassungsbereich. Eine deutlich konvexe oder gar rundliche Ausbildung des ersten Schaftteils und/oder zweiten Schaftteils über den wesentlichen Teilbereich wird gemäß dem Konzept der vorliegenden Erfindung vermieden.

Zweckmäßigerweise weist auch der zweite Schaftteil über einen wesentlichen Teilbereich eine geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung auf. Wenn sich die Schließmuskulatur im Bereich der Taille etwas entspannt hat, kann in einem zweiten Schritt der zweite Schaftteil mit den gleichen Vorteilen jedoch etwas geweitet im Vergleich zur Wirkung des ersten Schaftteils eingeführt werden.

Vorzugsweise ist zumindest der Schaft aus Vollmaterial gebildet, insbesondere ist der gesamte Analdilatator aus Vollmaterial gebildet. Beispielsweise kann dies ein geeignetes Plastikmaterial sein, das entsprechend poliert ist und gute Gleiteigenschaften aufweist. Dadurch wird vorteilhaft eine besonders glatte Oberfläche erreicht. Dies hat vor allem im Vergleich zu aufblasbaren oder mit Gleitmitteln befüllbaren und mit Löchern versehenen Analdilatatoren erhebliche hygienische Vorteile. Es kann je nach Anwendungszweck ein Hart- oder auch Weichplastikmaterial vorteilhaft sein. Geeignet sind auch Silikon- oder Kautschukmaterialien. Vorzugsweise ist das Material form- und/oder biegsam – vorzugsweise ist der Grad der Form- und/oder Biegsamkeit so bemessen, dass einerseits eine Steifigkeit des Analdilatators erhalten ist und andererseits die Gleiteigenschaften derselben erhöht sind.

Vorzugsweise erstreckt sich der Teilbereich über mehr als 40 %, insbesondere mehr als 50 %, insbesondere mehr als 60 %, insbesondere mehr als 70 %, insbesondere mehr als 80 %, insbesondere mehr als 90 % der Länge des ersten und/oder des zweiten Schaftteils. Geht man von einer Länge des ersten Schaftteils von beispielsweise 5 cm bis 9 cm aus, ist somit gewährleistet, dass sich der wesentliche Teilbereich über wenigstens eine Länge von etwa 4 cm bzw. 6 cm des ersten Schaftteils mit einer geradlinig verlaufenden Umfangsbegrenzung erstreckt. Diese Abmessungen entsprechen in etwa der Erstreckung des Analkanals. Analdilatatoren mit den je nach Patient anatomisch unterschiedlichen Anforderungen des menschlichen Körpers gerecht werdenden Abmessungen können vergleichsweise leicht hergestellt werden.

Vorzugsweise weist der erste Schaftteil im Teilbereich eine kegelige Mantelform mit einer Steigung der geradlinig verlaufenden Umfangsbegrenzung auf. Die Steigung beträgt zweckmäßigerweise zwischen 3° bis 10°. Als besonders vorteilhaft hat sich eine Steigung zwischen 3° bis 5° erwiesen. Die vergleichsweise geringe Steigung im Teilbereich garantiert, dass der Analkanal praktisch über seine gesamte Länge im Wesentlichen gleichmäßig gedehnt wird.

Vorzugsweise weist der zweite Schaftteil im Teilbereich eine kegelige Mantelform mit einer Steigung der geradlinig verlaufenden Umfangsbegrenzung auf, die flacher als im ersten Schaftteil ist. Insbesondere hat sich eine Steigung von kleiner als 5°, insbesondere kleiner als 3° erwiesen. Zweckmäßigerweise hat der zweite Schaftteil einen größeren Durchmesser als der erste Schaftteil. Der zweite Schaftteil führt demgemäß zu einer stärkeren Dehnung des Analkanals. Insbesondere unter diesen Umständen erfolgt eine noch gleichmäßigere Dehnung des Analkanals über seine gesamte Länge als im Falle des ersten Schaftteils.

Darüber hinaus hat sich auch eine im Wesentlichen zylindrische Mantelform im Teilbereich des zweiten Schaftteils als vorteilhaft erwiesen. Für bestimmte Anwendungszwecke kann sich auch eine kegelige Mantelform mit einer negativen Steigung, d.h. eine sich zum Griffbereich hin leicht verjüngende Form, als vorteilhaft erweisen. Die Maße für die negative Steigung sind mit 10°, insbesondere 5°, nach oben beschränkt. Bei der vergleichsweise starken Dehnung des Analkanals im zweiten Schaftteil erfolgt somit eine noch gleichmäßigere – und ggf. zum Ausgang des Analkanals hin abnehmende – Dehnung des Analkanals über seine gesamte Länge.

Vorzugsweise erstreckt sich die Taille über nicht mehr als 20 % der Länge des gesamten Schafts. Die im Vergleich zum Stand der Technik stark eingeschränkte längliche Erstreckung des Taillenbereichs hat den Vorteil, dass möglichst große Teilbereiche des ersten Schaftteils bzw. zweiten Schaftteils mit einer kegeligen bzw, zylindrischen Form ausgeführt werden können. Im übrigen ist die begrenzte Längenerstreckung der Taille in vorteilhafter Weise auf die Form der äußeren und inneren Schließmuskulatur angepasst.

Vorzugsweise weist der erste Schaftteil an der Spitze eine Abrundung auf. Die Abrundung hat vorzugsweise einen Krümmungsradius, der größer als 0,5 cm ist, vorteilhaft bei etwa 1 cm liegt. Dadurch wird das Auslösen von Schmerzen beim Einführen des Analdilatators erheblich vermindert.

Zweckmäßigerweise schließt sich am zweiten Teilbereich eine weitere Taille an. Vorteilhafterweise kann diese zu einer Entspannung des Schließmuskels bei im Wesentlichen gleichmäßiger Dehnung des Analkanals über seine gesamte Länge im Teilbereich des zweiten Schaftteils genutzt werden.

Vorteilhafterweise kann sich hinter der weiteren Taille ein Handhabungsbereich anschließen, insbesondere ein Handhabungsbereich in Form einer sockelartigen Verbreiterung. Die sockelartige Verbreiterung dient vorteilhaft als Griffansatz, um den Analdilatator ein- bzw. auszuführen und eine entsprechende Zugkraft über die sockelartige Verbreiterung anzuwenden.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht maßgeblich darstellen, sondern die Zeichnung ist, wo zur Erläuterung dienlich, in schematisierter und/oder leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der aus der Zeichnung unmittelbar erkennbaren Lehren wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend Form und Details einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Weiterbildung der Erfindung wesentlich sein. Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das Detail der im folgenden gezeigten und beschriebenen Ausführungsform oder beschränkt auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den Ansprüchen beanspruchten Gegenstand. Bei angegebenen Bemessungsbereichen soll auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar und beanspruchbar sein.

Zum weiteren Verständnis der Erfindung werden nun in Bezug auf die Figuren der Zeichnung bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung am Beispiel eines Analdilatators erläutert. Die Zeichnung zeigt in:

1 eine schematische Darstellung eines Analbereichs, wobei die beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen eines Analdilatators zur Einführung in den Analkanal vorgesehen sind;

2: eine erste besonders bevorzugte Ausführungsform eines Analdilatators mit einem ersten Schaftteil, der über einen wesentlichen Teilbereich eine kegelig verlaufende Mantelform mit geradlinig verlaufender Umfangsbegrenzung aufweist und in einem zweiten Schaftteil über einen wesentlichen Teilbereich eine flacher verlaufende Umfangsbegrenzung einer ebenfalls kegelig verlaufenden Mantelform aufweist;

3: eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines Analdilatators mit einem ersten Schaftteil ähnlich dem in 2 und mit einem zweiten Schaftteil, das über einen wesentlichen Teilbereich eine geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung einer zylindrischen Mantelform aufweist;

4: noch eine weitere Ausführungsform eines Analdilatators ähnlich dem in 3 mit einer Abrundung an der Spitze, die einen größeren Krümmungsradius hat.

Das Schema zeigt im Bereich des Ausgangsbereichs des Mastdarms 1 die Schleimhaut 3 und die Hämorrhoidalpolster 5. Im Bereich des Übergangs zum Analkanal 7 sind die Krypten mit Drüsen 9 und Linea dentata 11 schematisch gezeigt. Im ausgangsseitigen Bereich des Analkanals sind die Analhaut 13 sowie die Blutgefäße 15 schematisch angedeutet. Im Falle eines beispielsweise nach einer Operation auftretenden Kontraktionsreflexes des inneren Schließmuskels 17 und/oder des äußeren Schließmuskels 19 käme es zu einer Durchblutungsstörung des Analkanals, wenn der Kontraktionsreflex nicht ausreichend unterbunden oder aufgehoben wird. Dazu dient in vorteilhafter Weise das Konzept der vorliegenden Erfindung. Bevorzugte Ausführungsformen eines Analdilatators tragen der länglichen Ausdehnung L des Analkanals 7 Rechnung.

2 zeigt eine erste bevorzugte Ausführungsform eines Analdilatators 20 in leicht vergrößerter Form. Der Analdilatator weist einen länglichen Schaft 21 mit einer Taille 23 sowie einem vor dem Taillenbereich 25 liegenden ersten Schaftteil 27 und einem hinter dem Taillenbereich 25 liegenden zweiten Schaftteil 29 auf. Dabei ist der erste Schaftteil zuvorderst zur Einführung in einen Analkanal 7 vorgesehen. Der zweite Schaftteil 29 ist ebenfalls zur Einführung in den Analkanal 7 vorgesehen. Gemäß dem Konzept der Erfindung weist der erste Schaftteil 27 über einen wesentlichen Teilbereich 31 eine geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung 33 auf. Vorliegend ist die Umfangsbegrenzung 33 kegelig mit einer Steigung von 5° gegenüber der Achse 35 des Analdilatators 20 ausgeführt. Der Teilbereich 31 erstreckt sich vorliegend über mehr als 90° der Länge des ersten Schaftteils 27. Dabei erstreckt sich der erste Schaftteil von einer durch eine Abrundung 37 gebildeten Spitze bis zum Bereich 25 der Taille 23.

Der Taillenbereich 25 erstreckt sich bei dieser Ausführungsform über nicht mehr als 20 % der Länge des gesamten Schafts 21. Der Taillenbereich 25 ist entlang der Länge des Schafts nicht symmetrisch gebildet. D.h., die vom ersten Schaftteil 27 einlaufende Flanke 39 der Sattelfläche des Taillenbereichs 25 ist steiler gestaltet als die dem zweiten Schaftteil 29 zulaufende Flanke 41 der Sattelfläche des Taillenbereichs 25. Diese Ausführung des Taillenbereichs 25 ist der körperlichen Ausbildung des inneren Schließmuskels 17 und des äußeren Schließmuskels 19 besonders angepasst. Der Bereich 25 nimmt die durch die kontrahierten Schließmuskeln 17, 19 verengte Öffnung des Analkanals 7 auf, während der Analkanal 7 über seine gesamte Länge durch den ersten Schaftteil 27, d.h. insbesondere im wesentlichen Teilbereich 31 praktisch gleichmäßig gedehnt wird.

Nach Einführung des ersten Schaftteils 27 und nach einer kurzen Verweilzeit mit mehrmaliger willkürlicher Kontraktion haben sich die Schließmuskeln 17, 19 ausreichend entspannt, so dass in einem weiteren Schritt auch der zweite Schaftteil 29 in den Analkanal 7 eingeführt werden kann, ohne dabei größere Schmerzen auszulösen. Insbesondere ist gewährleistet, dass nach Einführung des zweiten Schaftteils 29 wiederum der Analkanal 7 über einen wesentlichen Teilbereich 43 gedehnt wird, welcher bei der vorliegenden Ausführungsform eine wiederum im Wesentlichen geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung einer leicht kegeligen, nahezu zylindrischen, Mantelform aufweist. Die leicht kegelige Mantelform weist vorliegend eine Steigung auf, die kleiner als 3° ist. Da der Durchmessr D des Teilbereichs 43 des zweiten Schaftteils 29 größer ist als jeder Durchmesser des Teilbereichs 31 des ersten Schaftteils 27 erfolgt eine stärkere Dehnung des Analkanals 7 als im Falle des ersten Schaftteils 27. Ein flacherer Steigungsverlauf ist weniger schmerzintensiv und erleichtert darüber hinaus die Einführung auch des zweiten Schaftteils. Wie bereits beim ersten Einführungsschritt des ersten Schaftteils 27 ist auch beim zweiten Einführungsschritt des zweiten Schaftteils 29 eine Dehnung des Analkanals 7 entlang seiner gesamten Länge L dadurch gewährleistet, dass die Teilbereiche 31, 43 im Wesentlichen geradliniger verlaufende Umfangsbegrenzungen 33, 45 aufweisen.

Am zweiten Teilbereich 29 schließt sich die genannte weitere Taille 47 an, in die eine Verengung des Analkanals 27 zu ruhen und zur Entspannung kommt. Die Taille 47 weitet sich zu einem in Form einer sockelartigen Verbreiterung gebildeten Handhabungsbereich 49, der gleichzeitig als Anschlag und Zuganker für eine Hand dient, um den Analdilatator 20 ein- bzw. auszuführen.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines Analdilatators 30 ist in 3 gezeigt, wobei im Wesentlichen gleiche Bezugszeichen wie in 2 verwendet wurden.

Bei der vorliegenden weiteren Ausführungsform des Analdilatators 30 ist die Abrundung 37' an der Spitze des Analdilatators 30 mit vergleichsweise geringerem Krümmungsradius gebildet. Während die im Wesentlichen kegelige Form einer Umfangsbegrenzung 33' ähnlich wie in 2 ausgeführt ist, weist der zweite Schaftteil 43 des Analdilatators 30 nunmehr im Wesentlichen eine zylindrische Mantelform auf, die eine steigungslose geradlinige Umfangsbegrenzung 45', allenfalls eine mit negativer Steigung geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung 45' aufweist, d.h., im Teilbereich 43 des zweiten Schaftteils 29 verjüngt sich das zweite Schaftteil zur zweiten Taille 47 hin gar nicht oder allenfalls leicht. Dies kann je nach Anwendungsfall vorteilhaft sein, da eine in Anbetracht des größeren Durchmessers D des zweiten Schaftteils 29 erfolgende verstärkte Dehnung des Analkanals 7 zur zweiten Taille 47 hin lediglich aufrechterhalten wird, gegebenenfalls durch die Verjüngung der Umfangsbegrenzung 45' abnimmt. Einer Kontraktion der Schließmuskeln 17, 19 wird entlang der Achse 35 des Analdilatators 30 gleichmäßig entgegengewirkt, gegebenenfalls zur zweiten Taille 47 hin in abnehmendem Maße. Dabei ist dennoch gewährleistet, dass der Analkanal 7 auch durch den zweiten Schaftteil 29 im Teilbereich 43 verhältnismäßig gleichmäßig gedehnt wird, da eine im Wesentlichen geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung 45' vorliegt.

4 zeigt noch eine weitere Ausführungsform eines Analdilatators 40, bei dem im Unterschied zu den Analdilatatoren 20, 30 der 2 und 3 die Umfangsbegrenzung im Teilbereich 31 des ersten Schaftteils 27 und die Umfangsbegrenzung 45'' im Teilbereich 43 des zweiten Schaftteils 29 im Wesentlichen strikt zylindrisch ausgeführt sind. Die Flanken 39'' und 41'' der Taille 23'' sind dazu vergleichsweise symmetrischer ausgeführt. Die Umfangsbegrenzung 33'' im Teilbereich 31 des ersten Schaftteils 27 hat einen im Vergleich zur Umfangsbegrenzung 45'' stärkeren konvexen Einfluss zur Spitze 37'' hin. Die Abrundung 37'' im Bereich der Spitze ist stumpfer, d.h. mit größerem Krümmungsradius ausgeführt, als beim Analdilatator 20 der 2 und als beim Analdilatator 30 der 3. Insofern wird durch den Analdilatator 40 der 4 eine noch gleichmäßigere Dehnung des Analkanals 7 über seine gesamte Länge erreicht. Dabei ist gewährleistet, dass durch die sanfte Abrundung 37'' mit vergleichsweise großem Krümmungsradius eine weitgehend schmerzfreie Einführung in den Analkanal 7 möglich ist.

Um eine dem Analkanal 7 angepasste Form bei einem Analdilatator 20, 30, 40 zur Verfügung zu stellen geht die Erfindung aus von einem Analdilatator 20, 30 aufweisend einen länglichen Schaft mit einer Taille 23 sowie einem vor der Taille 23 liegenden ersten Schaftteil 27, der zuvorderst zur Einführung in einen Analkanal 7 vorgesehen ist und einem hinter der Taille 23 liegenden zweiten Schaftteil 29, der ebenfalls zur Einführung in den Analkanal 7 vorgesehen ist. Erfindungsgemäß weist wenigstens der erste Schaftteil 27 über einen wesentlichen Teilbereich 31 eine geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung 33, 33', 33'' auf. Dies hat den Vorteil, dass der Analkanal 7 über seine gesamte Erstreckungslänge gedehnt wird.


Anspruch[de]
  1. Analdilatator (20, 30, 40), aufweisend einen entlang einer Achse (35) orientierten länglichen Schaft (21) mit einer Taille (23) sowie einem vor der Taille (23) liegenden ersten Schaftteil (27), der zur Einführung in einen Analkanal (7) vorgesehen ist und einem hinter der Taille (23) liegenden zweiten Schaftteil (29), der zur Einführung in den Analkanal (7) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der erste Schaftteil (27) über einen wesentlichen Teilbereich (31) eine in Richtung der Achse (35) orientierte geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung (33, 33', 33'') aufweist.
  2. Analdilatator (20, 30, 40) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schaftteil (29) über einen wesentlichen Teilbereich (43) eine in Richtung der Achse (35) orientierte geradlinig verlaufende Umfangsbegrenzung (45, 45', 45'') aufweist.
  3. Analdilatator (20, 30, 40) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der Schaft (21) aus Vollmaterial gebildet ist.
  4. Analdilatator (20, 30, 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Teilbereich (31, 43) über mehr als 40 %, insbesondere mehr als 50 %, insbesondere mehr als 60 %, insbesondere mehr als 70 %, insbesondere mehr als 80 %, insbesondere mehr als 90 % der Länge des ersten Schaftteils (27) und/oder des zweiten Schaftteils (29) erstreckt.
  5. Analdilatator (20, 30, 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schaftteil (27) im Teilbereich (31) eine kegelige Mantelform mit einer Steigung der geradlinig verlaufenden Umfangsbegrenzung (33, 33', 33'') aufweist, die zwischen 3° bis 10°, insbesondere zwischen 3° bis 5° liegt.
  6. Analdilatator (20, 30, 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schaftteil (29) im Teilbereich (43) eine kegelige Mantelform mit einer Steigung der geradlinig verlaufenden Umfangsbegrenzung (45, 45', 45'') aufweist, die flacher als im ersten Schaftteil (27) ist, insbesondere eine Steigung kleiner 5°, insbesondere kleiner 3° aufweist bzw. eine zylindrische Mantelform aufweist.
  7. Analdilatator (20, 30, 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Taille (23) sich über nicht mehr als 20 % der Länge des gesamten Schafts (21) erstreckt.
  8. Analdilatator (20, 30, 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schaftteil (27) an der Spitze eine Abrundung (37, 37', 37'') aufweist, insbesondere eine Abrundung (37, 37', 37'') mit einem Krümmungsradius, der größer als 0, 5 cm ist, vorteilhaft etwas 1 cm beträgt, insbesondere geringer als 2 cm, insbesondere geringer als 3 cm ist.
  9. Analdilatator (20, 30, 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich am zweiten Teilbereich (29) eine weitere Taille (47) anschließt.
  10. Analdilatator (20, 30, 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich hinter der weiteren Taille (47) ein Handhabungsbereich (49) anschließt, insbesondere ein Handhabungsbereich (49) in Form einer sockelartigen Verbreiterung.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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