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Dokumentenidentifikation DE202005019152U1 29.06.2006
Titel Vorschneider mit Messkammer für Zerkleinerungsmaschinen, insbesondere Fleischwölfe
Anmelder Haack, Eberhard, Dr.-Ing., 06108 Halle, DE;
Haack, Oliver, 06108 Halle, DE
DE-Aktenzeichen 202005019152
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 07.12.2005
IPC-Hauptklasse B02C 18/16(2006.01)A, F, I, 20051207, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B02C 18/30(2006.01)A, L, I, 20051207, B, H, DE   A22C 11/00(2006.01)A, L, I, 20051207, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft eine Messkammer (1) mit Sensoren (2) in einem Vorschneider für Zerkleinerungsmaschinen, mit denen technische und technologische Parameter während der Rohstoffbearbeitung gemessen und in Verbindung mit einem Auswerterechner und einer Steuerung zur Einstellung der Maschinenparameter und deren Regelung während des Zerkleinerungsprozesses genutzt werden können.

Zum Zerkleinern von Rohstoffen, vorrangig Fleisch, kommen häufig nach dem Wolfprinzip arbeitende Maschinen zum Einsatz.

Bei Fleischwölfen wird das zu zerkleinernde Material von einer Transportschnecke in einen mehrteiligen Schneidsatz gefördert, in dem je nach gewünschtem Zerkleinerungsgrad Vorschneider, Kreuzmesser und Lochscheiben in diversen Kombinationen angeordnet sind.

Bekannt sind Vorschneider mit einem sogenannten Druckraum zwischen Schnecke und Schneidsatz. Weiter gibt es Vorlegedistanzringe, die ebenfalls einen Abstand zwischen Schnecke und Schneidsatz erzeugen.

Diese Systeme haben die Aufgabe, die direkte Übergabe von Rohstoff in den Schneidsatz besser zu verteilen und eine Sicherheitszone für mögliche Fremdstoffe zu bilden.

In die Sicherheitszone können Fremdstoffe, wie beispielsweise Knochenteile eindringen, ohne zwingend in den Schneidsatz gefördert zu werden. Damit gelingt es in einigen Fällen, eine Havariesituation im Schneidsatz oder in der Maschine für kurze Zeit zu verhindern. Messkammern in Schneidsätzen zur Aufnahme von Messwerten während des laufenden Arbeitsprozesses zwecks dessen Überwachung und Steuerung von Maschinenparametern nach Rohstoffarten und -zuständen sind nicht bekannt.

Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, funktionsbedingte Parameter während der Rohstoffbearbeitung zu messen und die Daten für die Steuerung der Maschine zu nutzen, um den Zerkleinerungsprozess optimieren zu können und damit die Effektivität des Schneidvorganges positiv zu beeinflussen, sowie die Qualität des Endproduktes zu erhöhen.

Bevorzugtes Anwendungsgebiet ist die Zerkleinerung von Rohstoffen tierischen Ursprungs, wie Fleisch, Bindegewebe etc. als Grundlage für die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren oder dergleichen.

Es ist das Ziel der Erfindung, eine Messkammer zu schaffen, die im Schneidsatzbauteil Vorschneider untergebracht ist und während des Arbeitsprozesses funktionsbedingte Daten erfasst und an einen Auswerterechner und an die Steuerung der Maschine weiterleitet.

Neuerungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Messkammer (1) zur Aufnahme von Sensoren (2), bevorzugt für Druck und Temperatur, am Außenring (3) des Vorschneiders eingearbeitet ist. Die Messkammer ist so gestaltet, dass die Sensoren geschützt und sicher aufgenommen werden und so in den Produktstrom hineinragen, dass eine störungsfreie Messdatenerfassung möglich ist.

Die Sensoren sind dabei bevorzugt im Produktstauraum (5) des Vorschneiders angeordnet.

Mit der Erfassung von Daten unmittelbar aus dem Förder- und Zerkleinerungsprozess und deren Weiterleitung zur Auswertung bzw. Steuerung der Arbeitsorgane ist die Voraussetzung gegeben, den Zerkleinerungsprozess kontinuierlich zu überwachen und zu optimieren.

Von der Norm abweichende Prozesskennwerte können somit vermieden werden, was für die gleichbleibende Qualität des Endproduktes von großem Vorteil ist.

Gleichzeitig können die technische Funktion der Maschine überwacht und extreme Belastungen der Arbeitsorgane verhindert werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Neuerung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Zeichnungen und den Beschreibungen zur Wirkungsweise, bzw. zum Ausführungsbeispiel, das nachfolgend dargestellt ist.

Die Zeichnung 1 zeigt: die Prinzipdarstellung eines Vorschneiders mit Messkammer und die Einbauposition der Sensoren

1Messraum 2Sensor 3Außenring 4Schneidraum 5Produktstauraum 6Nabe

Anspruch[de]
  1. Vorschneider für Schneidsätze in Zerkleinerungsmaschinen, insbesondere Fleischwölfen zur Zerkleinerung von Rohstoffen tierischen Ursprungs, wie Fleisch, Bindegewebe etc. als Grundlage für die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren oder dgl., nachfolgend Vorschneider für Schneidsätze genannt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messkammer (1), sowie verschiedene Sensoren (2) vorhanden sind und damit in Verbindung mit einem Auswerterechner und einer Maschinensteuerung eine Messwertaufnahme, sowie -kontrolle und die Steuerung des Arbeitsregimes der Maschine nach technologischen Vorgaben möglich sind.
  2. Vorschneider für Schneidsätze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messkammer am Außenring (3) angeordnet ist.
  3. Vorschneider für Schneidsätze nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messkammer Sensoren für Druck und Temperatur aufnehmen kann.
  4. Vorschneider für Schneidsätze nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verknüpfung zwischen Datenerfassung durch die Sensoren, Auswerterechner und Maschinensteuerung vorhanden ist.
  5. Vorschneider für Schneidsätze nach den Ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschinensteuerung bei Erfordernis Einfluss auf die Drehzahlen der Zuführschnecke und der Arbeitsschnecke, sowie bei Extremkennwerten auf Alarm und Abschaltung der Arbeitsorgane nehmen kann.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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