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Dokumentenidentifikation DE202005019738U1 29.06.2006
Titel Auffangvorrichtung für Spülflüssigkeit
Anmelder Stutz, Peter, Dr.med., Uhwiesen, CH
Vertreter Hiebsch und Kollegen, 78224 Singen
DE-Aktenzeichen 202005019738
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 15.12.2005
IPC-Hauptklasse A61J 1/05(2006.01)A, F, I, 20051215, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 19/00(2006.01)A, L, I, 20051215, B, H, DE   A61M 27/00(2006.01)A, L, I, 20051215, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Auffangvorrichtung für eine Spülflüssigkeit, insbesondere zur Verwendung bei einer arthroskopischen Schulteroperation, mit einer sich von oben nach unten verjüngenden Form und aufweisend eine erste Seite und eine zweite Seite aus einem flexiblen, flüssigkeitsdichten Material.

Eine sich von der eingangs genannten Auffangvorrichtung unterscheidende Auffangvorrichtung ist in anderer Form im Bereich der Kniechirurgie bekannt. Für operative Versorgungen von Krankheiten und Unfallfolgen werden zunehmend sogenannte minimalinvasive Verfahren angewendet. Bei denselben werden die Weichteile, z.B. bei einem Knie, an mehreren Stellen durch einen Einstich durchbohrt. In den Stichkanal wird dann eine Kanüle eingebracht, um diesen offen zu halten. Durch diese Kanüle (Port) werden danach Instrumente in das Gelenk eingeführt. Neben den chirurgischen Instrumenten zum Schneiden, Fräsen, Nähen usw. ist vor allem eine Optik, welche über Glasfaserleiter mit einer Kamera und schließlich einem Bildschirm verbunden ist, einbringbar. Das Gelenk wird üblicherweise mit einer Spülflüssigkeit, z.B. mit einer physiologischen Kochsalzlösung aufgeblasen, um Bewegungsfreiheit für die chirurgischen Aktionen zu schaffen. Der Gelenkinnenraum sollte während des Eingriffs einen ständigen positiven Druck aufweisen, um die Bewegungsfreiheit und die freie Sicht zu gewährleisten. Man ist hierbei in der Regel darauf angewiesen, dass die Ports wasserdicht sind, obwohl diese mit Instrumenten bestückt sind. Dichtungen der Ports können aber Verschleißerscheinungen unterliegen. So führen beispielsweise Fäden oder Instrumente, welche einen nicht runden Querschnitt aufweisen oder welche einen Führungskanal aufweisen, zu einer Undichtigkeit bei den Dichtungen im Verlauf der Operation. Durch einen genannten Führungskanal kann ebenfalls Flüssigkeit entweichen. Der entweichende Spülflüssigkeitsverlust wird in der Regel durch eine Pumpe automatisch ausgeglichen, mit anderen Worten, eine Pumpe erhält einen vorprogrammierten Solldruck aufrecht. Das bedeutet aber bei zunehmender Undichtigkeit einen zunehmenden Spülflüssigkeitsverlust. Dies hat sich als nachteilig erwiesen, da die Spülflüssigkeit neben den Unannehmlichkeiten für Patient und Operateur auch gefährlich sein kann, beispielsweise durch die Gefahr von Kurzschlüssen im Operationsraum, an elektrischen Geräten oder durch eine Rutschgefahr bei der Handhabung der chirurgischen Instrumente oder der handelnden Personen im Operationssaal.

In der Kniechirurgie wird eine Auffangvorrichtung in Form eines sackartigen Gebildes verwendet, um die durch Dichtungen der Ports verlustiggehende Spülflüssigkeit aufzufangen. Eine Auffangvorrichtung im Bereich der Kniechirurgie hat die Form eines Sacks, welcher mit zwei Löchern versehen ist. Durch die Löcher wird das Bein des Patienten gesteckt. Auf diese Art ist das Kniegelenk im Sack, welcher mit einer Öffnung zum Oberschenkel und mit der anderen Öffnung zum Unterschenkel abdichtet.

Es hat sich gezeigt, dass die genannte Art einer aus der Kniechirurgie bekannten sackartigen Auffangvorrichtung im Bereich der Schulterchirurgie nicht geeignet verwendbar ist. Zum einen besteht bei der Schulterchirurgie das Problem, dass das Gelenk mit einem höheren Spülflüssigkeitsdruck versehen werden muss, was zu einem größeren Spülflüssigkeitsverlust führt. Des weiteren ist der Zugang des Operateurs zum Schultergelenk ein anderer als bei einem Kniegelenk, d.h. der Zugang ist oberhalb, d.h. kopfwärts des Gelenks, so dass die Auffangvorrichtung für ein Kniegelenk nicht ohne weiteres auf den chirurgischen Bereich des Schultergelenks übertragen werden kann.

Wünschenswert wäre es, die genannten Nachteile bei einer Schulteroperation, insbesondere bei einer arthroskopischen Schulteroperation, zu vermeiden.

An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, eine Auffangvorrichtung anzugeben, mit der eine Spülflüssigkeit auffangbar ist, insbesondere eine Auffangvorrichtung anzugeben, mit der eine Spülflüssigkeit bei einer arthroskopischen Schulteroperation auffangbar ist. Die Spülflüssigkeit soll möglichst sicher aufgefangen und abgeleitet werden, ohne dass der Patient und der Operateur oder Mitglieder des Operateurteams beeinträchtigt werden.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Auffangvorrichtung der eingangs genannten Art, bei der erfindungsgemäß die erste Seite eine Ausnehmung mit einer mit einem Haftmittel versehenen Berandung aufweist und zumindest die zweite Seite im verjüngten Bereich einen Fluidauslaß und im verbreiterten Bereich ein Versteifungsmittel aufweist.

Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass eine insbesondere zum Auffangen von Spülflüssigkeit bei einer arthroskopischen Schulteroperation geeignete Auffangvorrichtung den anatomischen Gegebenheiten der Schulter einerseits und den Anforderungen bei einer solchen Operation andererseits gerecht werden soll. Zum einen ist die erste Seite als eine dem Patienten zuzuwendende Seite vorgesehen. Die Ausnehmung auf der ersten Seite wird unterhalb des Schultergelenks platziert, das durch die Berandung im wesentlichen umgeben wird und mit dem Haftmittel am Körper des Patienten insbesondere flüssigkeitsdicht angebracht werden kann. Die zweite Seite weist im verbreiterten Bereich ein Versteifungsmittel auf. Dies hat den Vorteil, dass im verbreiterten Bereich bei einer Gewichtsaufnahme der Auffangvorrichtung durch die Spülflüssigkeit ein Einknicken der Auffangvorrichtung quer zum verbreiterten Bereich sicher vermieden werden kann und die Auffangvorrichtung vergleichsweise starr bleibt. Dies verhindert einen Spülflüssigkeitsauslass aus einer oberen Öffnung der Auffangvorrichtung und sorgt dafür, dass die Auffangvorrichtung einem Zugang zur Schulter nicht im Wege steht. Die sich von oben nach unten verjüngende Form der Auffangvorrichtung hat sich als vorteilhaft erwiesen, um die aus dem oberen verbreiterten Bereich der Auffangvorrichtung eingebrachte Spülflüssigkeit im unteren verjüngten Bereich zu sammeln. Die zweite Seite weist demgemäß im verjüngten Bereich einen Spülflüssigkeitsauslass auf, über den die Spülflüssigkeit aus der Auffangvorrichtung in situ abfließen oder entfernt werden kann.

Die Erfindung hat erkannt, dass sich gemäß dem erläuterten Konzept eine gleichzeitig einfach und sicher zu handhabende und im Bereich der Schulter anbringbare Auffangvorrichtung zur Verfügung stellen lässt, die gleichermaßen in der Lage ist, eine Spülflüssigkeit sicher abzuführen, wobei ebenfalls gewährleistet ist, dass keine Behinderung des Patienten oder des Operateurs erfolgt. Dabei ist auch gewährleistet, dass eine ungestörte Installation und Führung von arthoskopischen Instrumenten möglich ist. Durch die Versteifungsmittel wird insbesondere ein plötzliches Austreten von Spülflüssigkeit aus der Auffangvorrichtung vermieden, was im Falle einer unversteiften Auffangvorrichtung durch Abknicken derselben leicht passieren könnte.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen und geben im einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, das oben erläuterte Konzept im Rahmen der Aufgabenstellung, sowie hinsichtlich weiterer Vorteile zu realisieren.

Insbesondere ist die erste und die zweite Seite jeweils einstückig aus einem flächigen Materialstück gebildet, die an einer seitlichen Kante zusammengefügt sind. Dies hat den Vorteil, dass sich die Auffangvorrichtung – ähnlich wie ein Beutel – aus den zwei flächigen Materialstücken besonders einfach herstellen lässt. Vorzugsweise wird als Material ein Kunststoffmaterial, zweckmäßigerweise ein durchsichtiges Kunststoffmaterial vorgesehen, das sich im Herstellungsprozess einfach zusammenschweißen lässt. Das Material sollte aus hygienischen Gründen als Einwegmaterial geeignet sein.

Vorzugsweise ist das Versteifungsmittel zumindest an einer oberen Kante der Seite durch eine röhrenförmige Duplikatur des Materials gebildet, in welche eine Strebe einbringbar oder eingebracht ist. Die Duplikatur lässt sich im Herstellungsprozess besonders einfach realisieren. Als Strebe eignet sich vorteilhaft eine Schaumstoffversteifung. Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen zusätzliche Spannmittel vorzusehen, die sich an einer festen Vorrichtung anbringen lassen, um den verbreiterten Bereich der Auffangvorrichtung aufzuspannen.

Zweckmäßigerweise ist der Spülflüssigkeitsauslass in Form eines Loches mit einem darin eingefügten sich in das Innere der Auffangvorrichtung fortsetzenden Schlauch gebildet. Durch das sich in das Innere der Auffangvorrichtung fortsetzende Teilstück des Schlauchs wird vorteilhaft vermieden, dass das Loch durch das Material einer Innenwandung der Auffangvorrichtung nach einem Ventilmechanismus verschlossen wird.

Vorzugsweise ist der Schlauch auf seinem sich in das Innere der Auffangvorrichtung fortsetzenden Teilstück perforiert. Dies gewährleistet eine verbesserte Drainagefunktion des Spülflüssigkeitsauslasses.

Als besonders vorteilhaft hat sich eine Weiterbildung der Erfindung erwiesen, bei der das Loch oberhalb der tiefsten Stelle der Auffangvorrichtung zumindest an einer zweiten Seite angeordnet ist. Mit anderen Worten, das Loch ist in beabsichtigter Weise nicht an der Tiefststelle der Auffangvorrichtung angebracht. Auf diese Weise ist nämlich nicht nur eine kostengünstige Herstellung realisierbar, sondern darüber hinaus wirkt ein ständig mit Spülflüssigkeit gefüllter vergleichsweise kleiner unterer Bereich der Auffangvorrichtung am verjüngten Ende in Form eines Blindsacks beschwerend, so dass die Auffangvorrichtung durch die beschwerende Wirkung der im Blindsack vorhandenen Spülflüssigkeit in Form und in vertikaler Orientierung gehalten wird.

Zweckmäßigerweise sind im verbreiterten Bereich der Auffangvorrichtung Halterungsmittel angebracht. Diese können vorteilhaft am Patienten, beispielsweise an seiner Schulter oder an einem Arm oder auch an einem OP-Gestell oder OP-Tisch befestigt werden. Zweckmäßigerweise sind die Halterungsmittel in Form einer Aufhängevorrichtung gebildet.

Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, dass zumindest die zweite Seite auf einer Außenfläche weitere Haftmittel aufweist. Diese können nach Bedarf an einem Kleidungsstück des Operateurs befestigt werden, so dass der Operateur je nach Bedarf in der Lage ist, die Auffangvorrichtung durch Bewegungen seines Körpers zu stabilisieren, zu ordnen oder aufzuspannen.

Als besonders zweckmäßig hat sich erwiesen, dass zumindest die erste Seite der Auffangvorrichtung im wesentlichen spiegelsymmetrisch zu einer zwischen dem verjüngten Bereich und dem verbreiterten Bereich verlaufenden Achse gebildet ist. Insbesondere ist die oben genannte Aufhängevorrichtung, beispielsweise in Form zweier symmetrisch zur Achse angebrachter Laschen oder Bänder gebildet. Vorteilhaft kann die Auffangvorrichtung somit sowohl bei einer Operation der linken als auch bei einer rechten Schulter verwendet werden.

Während sich die Erfindung als besonders nützlich für die Anwendung der Auffangvorrichtung betreffend des Auffangens einer Spülflüssigkeit bei einer arthroskopischen Schulteroperation erweist und in diesem Sinne zu verstehen ist und während die Erfindung im folgenden im Detail auch anhand des Beispiels einer arthroskopischen Schulteroperation beschrieben wird, so sollte dennoch klar sein, dass das hier beschriebene Konzept, wie beansprucht, gegebenenfalls ebenfalls nützlich im Rahmen von anderen Anwendungen sein kann, welche außerhalb eines Bereichs einer arthroskopischen Schulteroperation liegen und Operationsgebiete betreffen, welche ähnliche Anforderungen aufweisen, wie die einer arthroskopischen Schulteroperation.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht maßgeblich darstellen, vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematisierter und/oder leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der aus der Zeichnung unmittelbar erkennbaren Lehren wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend Form und Details einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Weiterbildung der Erfindung wesentlich sein. Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das Detail der im folgenden gezeigten und beschriebenen Ausführungsform oder beschränkt auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den Ansprüchen beanspruchten Gegenstand. Bei angegebenen Bemessungsbereichen sollen innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar und beanspruchbar sein.

Zum weiteren Verständnis der Erfindung wird nun in Bezug auf die Figuren der Zeichnung eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung am Bespiel einer Auffangvorrichtung für ein Spülfluid bei einer arthroskopischen Schulteroperation erläutert. Die Zeichnung zeigt in:

1: die Anordnung einer besonders bevorzugten Ausführungsform einer Auffangvorrichtung bei einer arthroskopischen Schulteroperation in schematischer Ansicht;

2: die dem Patienten zuzuwendende erste Seite der Auffangvorrichtung in einer Seitenansicht einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Auffangvorrichtung;

3: die dem Operateur zuzuwendende zweite Seite der Auffangvorrichtung in einer Seitenansicht auf eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Auffangvorrichtung.

1 zeigt einen Patienten und einen Operateur in einer typischen Situation bei einer arthroskopischen Schulteroperation. Dabei sind verschiedene Lagen A, B, C eines Patienten mittels einer Photomontage angedeutet. In jeder der Lagen A, B, C ist gewährleistet, dass die Auffangvorrichtung 1 mit ihrem verbreiterten Bereich 3 nach oben und mit ihrem verjüngten Bereich 5 nach unten orientiert ist. Spülflüssigkeit kann in keiner der unterschiedlichen Lagen A, B, C austreten. Die in 1 schematisch dargestellte Auffangvorrichtung 1 ist mit Halterungsmitteln 7 im verbreiterten Bereich 3 der Auffangvorrichtung 1 einerseits an einem Arm des Patienten und andererseits an der OP-Vorrichtung festgemacht. Im verjüngten Bereich 5 der Auffangvorrichtung 1 ist ein Spülflüssigkeitsauslass 9 in Form eines Loches 11 und einem darin eingefügten und sich in das Innere der Auffangvorrichtung 1 fortsetzenden Schlauchs 13 gebildet. Die Spülflüssigkeit kann in situ ablaufen.

Die beutelartig gebildete Auffangvorrichtung 1 ist in der hier beschriebenen Ausführungsform dreieckförmig gestaltet und vorzugsweise aus durchsichtigem Kunststoffeinwegmaterial gebildet. Im verbreiterten Bereich 3 weist die Auffangvorrichtung 1 eine obere Kante 23, 23' auf, die bei dieser Ausführungsform eine Abmessung von 97 cm aufweist und eine aus dem verbreiterten Bereich 3 zum verjüngten Bereich 5 verlaufende seitliche Kante 35 mit einer Abmessung von 87 cm aufweist. Bei anderen Ausführungsformen erweist sich eine Abmessung einer oberen Kante 23, 23' zwischen 95 cm und 100 cm als vorteilhaft und eine Abmessung einer seitlichen Kante 35 von 85 cm bis 90 cm als vorteilhaft. Des weiteren kann im Prinzip auch jede andere sich von oben nach unten hin verjüngende Form für eine beutelartige Auffangvorrichtung vorgesehen werden. Die dreieckige Formgebung hat sich als besonders vorteilhaft hinsichtlich Herstellung und Handhabung erwiesen.

2 und 3 zeigen die in 1 schematisch gezeigte Auffangvorrichtung 1 im Detail. Im folgenden werden für gleiche Merkmale die gleichen Bezugszeichen wie in 1 verwendet.

2 zeigt die dem Patienten zuzuwendende erste Seite 15 der Auffangvorrichtung 1. Die erste Seite 15 hat eine U-förmige Ausnehmung 17, die eine mit einem Haftmittel 19 versehene Berandung 21 aufweist. Das Haftmittel 19 ist in Form einer Klebeschicht gebildet, mit der die Auffangvorrichtung nach Art einer Kapuze unter der Schulter des Patienten angebracht werden kann.

Die in 1 schematisch dargestellten Halterungsmittel 7 sind vorliegend in Form einer Aufhängevorrichtung an der den verbreiterten Bereich 3 nach oben begrenzenden oberen Kante 23 der ersten Seite 15 angebracht. Vorliegend ist das Halterungsmittel als ein Klettverschluss aus jeweils zwei Velcrobändern gebildet, die um einen geeigneten Gegenstand herumgeführt und um diesen herum fest verschlossen werden können.

Die Halterungsmittel 7 sind vorliegend im wesentlichen spiegelsymmetrisch zu der zwischen dem verjüngten Bereich 3 und dem verbreiterten Bereich 5 verlaufenden Achse 25 angeordnet. Im übrigen ist auch die erste Seite 15 im wesentlichen spiegelsymmetrisch zur Achse 25 gebildet. Somit kann die Auffangvorrichtung sowohl für die linke als auch für die rechte Schulter bei einer Operation eingesetzt werden. Die Halterungsmittel 7 können dazu beispielsweise an der Schulter des Patienten, am Unterarm des Patienten oder am OP-Tisch bzw. am OP-Gestänge befestigt werden.

Im verjüngten Bereich 5 ist der Spülflüssigkeitsauslass 9 durch die durchsichtige erste Seite 15 hindurch zu erkennen. Der Spülflüssigkeitsauslass 9 wird in Bezug auf 3 näher erläutert.

3 zeigt wiederum die Auffangvorrichtung 1 mit einer Ansicht auf die zweite Seite 27, welche dem Operateur zuzuwenden ist, d.h. die zweite Seite 27 ist vom Patienten abgewandt. Im verbreiterten Bereich 3 weist die zweite Seite 27 ein Versteifungsmittel 29 auf, das vorliegend in Form einer röhrenförmigen Duplikatur 31 des Materials der zweiten Seite gebildet ist, welche Duplikatur 31 eine röhrenförmige Konstruktion gebildet, in welche eine Strebe 33 in Form einer Schaumstoffstrebe eingebracht ist. Damit kann die obere vom Patienten ab- bzw. dem Operateur zugewandte Kante 23' der zweiten Seite 27 der Auffangvorrichtung 1 nach Art einer Reling steifer gestaltet werden. D.h., ein Einknicken der oberen Kante 35 wird durch die Versteifungsmittel 29 verhindert.

Im verjüngten Bereich 5 der Auffangvorrichtung 1 ist ein Spülflüssigkeitsauslass 9 in Form eines Loches 11 in der zweiten Seite 27 der Auffangvorrichtung 1 gebildet. Durch das Loch 11 ist ein Schlauch 13 in das Innere der Auffangvorrichtung 1 geführt, welcher sich auf einem Teilstück 37 nach Innen hin fortsetzt. Der Durchgangsbereich des Schlauchs 13 durch das Loch 11 ist durch eine sowohl innen- als auch außenliegende Dichtung 39 abgedichtet, d.h. sich im verjüngten Bereich 5 der Auffangvorrichtung 1 ansammelnde Spülflüssigkeit kann nur durch den Schlauch 13 aus der Auffangvorrichtung 1 abfließen.

Das sich nach innen fortsetzende Teilstück 37 des Schlauchs 13 hat etwa eine Länge von 10 cm. Vorteilhaft sind Längen zwischen 5 cm und 15 cm. Das Teilstück 37 ist mit Löchern 41 versehen. Dies gewährleistet eine sichere Drainage der Auffangvorrichtung bis hinunter zur Höhe des Loches 11. Mit anderen Worten, die Spülflüssigkeit kann sowohl durch die Löcher 41 als auch durch die endseitige Öffnung 43 des Schlauches 13 in diesen einfließen und aus der Auffangvorrichtung 1 geleitet werden.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, dass das Loch 11 mit einer Höhe H oberhalb der tiefsten Stelle 45 der Auffangvorrichtung 1 an der zweiten Seite 27 angebracht ist. Im Bereich der Höhe H wird also während der Operation ständig Spülflüssigkeit vorhanden sein, welche beschwerend auf die Auffangvorrichtung 1 wirkt. Durch diese Anbringung des Loches 11 ist nicht nur eine einfache Herstellung gewährleistet, sondern darüber hinaus auch sichergestellt, dass die Auffangvorrichtung 1 "in Form" bleibt und insbesondere in vertikaler Ausrichtung verbleibt. Unterstützend kann dabei ein hier nicht näher gezeigtes Abspannmittel dienen, was an den Ecken 49, 45 der Auffangvorrichtung 1 angebracht werden kann. Ein solches Abspannmittel kann sich in Ausnahmefällen als sinnvoll erweisen, um die Versteifungsmittel 29 und den erläuterten Beschwerungseffekt zum Stabilisieren der Auffangvorrichtung 1 zu unterstützen.

Des weiteren sind auf der zweiten Seite 27 zusätzliche Haftmittel 51 in Form eines zur Bildung eines Klettverschlusses vorgesehenen Streifens gebildet. Die Streifen 51 sind bevorzugt Velcrostreifen. Der Operateur kann entsprechend das Gegenstück der Klettverschlussstreifen 51 auf der Brust oder in anderen Breichen seiner OP-Kleidung kleben. So kann er den Rand des Beutels gegen seine Brust stabilisieren, wenn ihm dies vorteilhaft erscheint.

Um eine Spülflüssigkeit, insbesondere bei einer arthroskopischen Schulteroperation auffangen zu können, geht die Erfindung aus von einer Auffangvorrichtung 1 mit einer sich von oben nach unten verjüngenden Form 5 und aufweisend eine erste Seite 15 und eine zweite Seite 27 aus einem flexiblen, flüssigkeitsdichten Material. Gemäß dem Konzept der Erfindung sieht die Auffangvorrichtung 1 vor, dass die erste Seite eine Ausnehmung 17 mit einer mit einem Haftmittel 19, 51 versehenen Berandung 21 aufweist und zumindest die zweite Seite im verjüngten Bereich 5 einen Spülflüssigkeitsauslass 9 und im verbreiterten Bereich ein Versteifungsmittel 29 aufweist.


Anspruch[de]
  1. Auffangvorrichtung (1) für eine Spülflüssigkeit, insbesondere zur Verwendung bei einer arthroskopischen Schulteroperation, mit einer sich von oben nach unten verjüngenden Form (5) und aufweisend eine erste Seite (15) und eine zweite Seite (27) aus einem flexiblen, flüssigkeitsdichten Material, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seite (15) eine Ausnehmung (17) mit einer mit einem Haftmittel (19) versehenen Berandung (21) aufweist und zumindest die zweite Seite (27) im verjüngten Bereich (5) einen Flüssigkeitsauslass (9) und im verbreiterten Bereich (3) ein Versteifungsmittel (29) aufweist.
  2. Auffangvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (15) und die zweite Seite (27) jeweils einstückig aus einem flächigen Materialstück gebildet und an einer seitlichen Kante (35) zusammengefügt sind.
  3. Auffangvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungsmittel (29) zumindest an einer oberen Kante (23') der zweiten Seite (27) durch eine röhrenförmige Duplikatur (31) des Materials gebildet ist, in welche eine Strebe (33) einbringbar oder eingebracht ist.
  4. Auffangvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsauslass (9) in Form eines Loches (11) mit einem darin eingefügten und sich in das Innere der Auffangvorrichtung (1) fortsetzenden Schlauchs (13) gebildet ist.
  5. Auffangvorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (13) auf seinem sich in das Innere der Auffangvorrichtung (1) fortsetzenden Teilstück (37) perforiert ist.
  6. Auffangvorrichtung (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (11) oberhalb der tiefsten Stelle (45) der Auffangvorrichtung (1) zumindest an einer zweiten Seite angeordnet ist.
  7. Auffangvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im verbreiterten Bereich (3) Halterungsmittel (7) angeordnet sind.
  8. Auffangvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungsmittel (7) in Form einer Aufhängevorrichtung gebildet sind.
  9. Auffangvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die zweite Seite (27) auf einer Außenfläche weitere Haftmittel (51) aufweist.
  10. Auffangvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die erste Seite (15) im wesentlichen spiegelsymmetrisch zu einer zwischen dem verjüngten Bereich (5) und dem verbreiterten Bereich (3) verlaufenden Achse (25) gebildet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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