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Dokumentenidentifikation DE202005020650U1 29.06.2006
Titel Wischblatt eines Scheibenwischers mit einer Schutzschiene
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
DE-Aktenzeichen 202005020650
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 08.08.2005
File number of patent application claimed 10 2005 037 269.4
IPC-Hauptklasse B60S 1/38(2006.01)A, F, I, 20060315, B, H, DE

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung geht von einem Wischblatt eines Scheibenwischers mit einer Schutzschiene nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 aus.

Bekannte Scheibenwischer besitzen einen Wischarm, mit dem ein Wischblatt gelenkig verbunden ist. Das Wischblatt umfasst ein Tragbügelsystem oder ein flaches, balkenförmiges, elastisches Tragelement, das eine Wischleiste über eine Fahrzeugscheibe, eine Windschutzscheibe oder Heckscheibe führt. Die Wischleiste besteht aus einem Elastomer, z.B. einem Natur- oder Synthesekautschuk oder aus Äthylenpropylen. Sie hat eine Kopfleiste, die über einen Kippsteg mit einer auf der Fahrzeugscheibe aufliegenden Wischlippe verbunden ist. Der Kippsteg wird durch zwei nach außen hin offene Längsnuten gebildet.

Aus der DE 30 05 965 A1 ist es bekannt, die Wischleiste mit einer Schutzschiene abzudecken, bevor ein neues Kraftfahrzeug konserviert wird, um sicher zu stellen, dass die Wischleiste in einem einwandfreien Zustand ist, wenn das Kraftfahrzeug ausgeliefert wird. Die Schutzschiene wird erst entfernt, wenn das neue Kraftfahrzeug nach einer Endkonservierung einem Käufer übergeben wird. Wird jedoch die Windschutzscheibe bei einer Zwischenlagerung des Kraftfahrzeugs, bei der Konservierung usw. verschmutzt, oder ist die Sicht durch Regen behindert, kann die Windschutzscheibe nicht ohne weiteres zum Rangieren des Kraftfahrzeugs mit der Wischanlage des Kraftfahrzeugs gereinigt werden, da das Schutzprofil steif und hart ist und nur teilweise auf der Windschutzscheibe aufliegt. Deshalb besitzt die Schutzschiene auf der der Windschutzscheibe zugewandten Seite ein biegsames Band, das z.B. an die Schutzschiene anextrudiert ist. Diese besteht vorzugsweise aus Hart-PVC und das Band aus Weich-PVC.

Das Schutzprofil ist am Wischblatt befestigt, indem es mit Krallen in die Längsnuten eingreift, die den Kippsteg bilden. Die Schutzschiene schützt nicht die über die Wischlippe herausragenden Teile der Wischleiste. Außerdem kann die harte Schutzschiene nur in geringem Maße den Krümmungen der Fahrzeugscheibe folgen.

Aus der EP 0 635 411 A1 ist ein Wischblatt mit einer Schutzschiene bekannt, deren Grundkörper ein v-förmiges Querschnittprofil aufweist und eine Wischlippe einer Wischleiste umfasst, indem nach innen weisende Stege in Längsnuten der Wischleiste eingreifen. Eine Kopfleiste der Wischleiste wird von Krallen gehalten, die zu einem Tragbügelsystem gehören und in weitere Längsnuten der Wischleiste eingreifen. An den Grundkörper der Schutzschiene sind über die nach innen weisenden Stege hinaus seitliche Finger angeformt, die sich über die gesamte Länge des Wischblatts erstrecken können und die Krallen seitlich abdecken, wobei die Finger nach innen abgewinkelte Schultern besitzen, mit denen die Schutzschiene an den Krallen angeklippst werden kann. An der Kante der Schutzschiene, an der die Seitenwände des Grundkörpers v-förmig zusammenlaufen, ist außen eine Wischlippe befestigt. Diese verleiht der Schutzschiene die Möglichkeit, die Fahrzeugscheibe zu trocknen und zu reinigen. Allerdings ist die Schutzschiene auf Grund ihres großen Biegewiderstandsmoments um die Hochachse sehr biegesteif, sodass sie sich nur geringfügig der Krümmung der Fahrzeugscheibe anpassen kann.

Vorteile der Erfindung

Nach der Erfindung weist das Wischblatt eine Wischleiste mit mindestens einem flachen, balkenförmigen elastischen Tragelement und einen Spoiler auf, wobei sich die Schutzschiene an dem Tragelement oder dem Spoiler abstützt. Dadurch kann die Schutzschiene relativ flach ausgeführt werden, wodurch sie biegsamer ist. Ferner schließt sie sich an den Spoiler bzw. an das elastische Tragelement an, sodass die gesamte Wischleiste durch die Schutzschiene und den Spoiler geschützt ist. Da das Tragelement bzw. der Spoiler so vorgebogen sind, dass sie eine stärkere Krümmung aufweisen als die Fahrzeugscheibe, wird die Schutzschiene, die aus einem ähnlichen Werkstoff wie der Spoiler bestehen kann, ebenfalls vorgekrümmt, sodass sie unter der Anpresskraft eines Wischarms leicht der Krümmung der Fahrzeugscheibe folgen kann. Um die Fahrzeugscheibe zu trocknen und zu reinigen kann die Schutzschiene an der der Fahrzeugscheibe zugewandten Seite eine Wischlippe besitzen.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung kann es jedoch auch zweckmäßig sein, dass an dem Spoiler bzw. an einem Spoilerschutz ein Aushilfswischblatt lösbar befestigt ist. Dieses kann sehr einfach gestaltet und kürzer als das normale Wischblatt sein. Es besitzt zweckmäßigerweise einen Kunststoffträger, der einen Wischgummi trägt und über ein Befestigungselement an dem Spoiler bzw. an dem Spoilerschutz lösbar befestigt ist, z.B. indem das Befestigungselement jeweils auf beiden Seiten des Wischblatts mit jeweils einem Klipp zu beiden Seiten eines Anschlusselements des Wischblatts an dem Spoiler bzw. an dem Spoilerschutz angeklippst ist. Die Klippse befinden sich in der Nähe des Anschlusselements, durch das das Wischblatt mit einem Wischarm gelenkig verbunden wird, sodass die Enden des Aushilfswischblatts der Krümmung der Fahrzeugscheibe leicht folgen können. Während die Schutzschiene, die in diesem Fall keine Wischlippe zu haben braucht, vor der Konservierung des neuen Fahrzeugs montiert wird, wird das Aushilfswischblatt zweckmäßigerweise erst nach der Konservierung montiert. Dadurch ist es nicht den hohen Temperaturen und den chemischen Einflüssen bei der Konservierung ausgesetzt, sodass der Verschleiß vermindert ist und die Wischeigenschaften verbessert sind.

Die Schutzschiene kann mit dem Spoiler einfach lösbar verbunden werden, wenn ihr Grundkörper zum Spoiler hin an seinen Längsseiten jeweils einen nach außen um etwa 90 Grad abgewinkelten Flansch aufweist, der in eine nach innen offene Längsnut eingreift, die von zwei Rippen des Spoilers gebildet wird, wobei sich der Flansch an den einander zugewandten Seiten der Rippen abstützt. Durch den vorgebogenen Spoiler liegt der Flansch an beiden Rippen mit einer Vorspannung an, sodass die Schutzschiene in Längsrichtung nicht zusätzlich gesichert zu werden braucht.

Nach einer weiteren Ausführung der Erfindung schließt sich an den Grundkörper der Schutzschiene eine nach innen offene Längsnut an, in die eine nach außen gerichtete Rippe des Spoilers eingreift. Die Längsnut wird zweckmäßigerweise von einem nach außen vom Grundkörper der Schutzschiene abgewinkelten Flansch und eine daran angeformte, nach innen gerichtete Nutwand gebildet. Die nach außen gerichtete Rippe des Spoilers bildet in vorteilhafter Weise mit einer nach innen gerichteten Rippe des Spoilers eine nach außen offene Nut, in die die Nutwand der Schutzschiene eingreift, sodass eine verschachtelte, formschlüssige Verbindung zwischen der Schutzschiene und dem Spoiler gebildet wird.

Die Schutzschiene kann auch von außen auf den unteren Teil aufgeklippst werden. Hierzu dient ein Halteprofil, das sich an einen an den Grundkörper der Schutzschiene nach außen abgewinkelten Flansch anschließt. Das Halteprofil umfasst den unteren Teil des Spoilers im Bereich des Tragelements, sodass die Schutzschiene durch den Flansch und einen oberen Schenkel des Halteprofils am Spoiler gehalten ist. Um die Schutzschiene leicht an den Spoiler anklippsen zu können, ist gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass an dem Schenkel des Halteprofils der Schutzschiene eine Leiste angeformt ist, die von der Außenkontur des Spoilers abgewinkelt ist. Durch die Leiste werden sowohl die Montage als auch die Demontage der Schutzschiene erleichtert. Besitzt das Wischblatt an seinen Enden eine Endkappe, so ist es vorteilhaft, wenn die Flansche der Schutzschiene sowie die Halteprofile mit den Leisten im Bereich der Endkappe Aussparungen aufweisen.

Anstelle des an der Schutzschiene angeformten Halteprofils können auch einzelne Klippse vorgesehen werden, durch die die Schutzschiene am unteren Rand des Spoilers befestigt wird. Hierzu umfasst ein Halteprofil des Klipps mit einem Schenkel den unteren Teil des Spoilers im Bereich des Tragelements, während ein vom Spoiler abgewinkelter Teil eines nach außen gerichteten Flansches des Grundkörpers der Schutzschiene in eine Längsnut des Klipps eingreift, die nach innen offen ist. Somit wird durch den Klipp die Schutzschiene mit ihrem nach außen gerichteten Flansch gegen die Unterseite des Spoilers gedrückt. Auf der Länge des Wischblatts sind mehrere Klippse verteilt vorgesehen.

Die Schutzschiene kann auch über nach innen weisende Stege in Längsnuten der Wischleiste gehalten werden, wobei die Seitenwände des Grundkörpers der Schutzschiene über die Längsrippen zum Spoiler hin vorstehen und sich an dem Tragelement bzw. den Tragelementen abstützen. Eine weitere Variante sieht vor, dass der Spoiler durch einen Spoilerschutz geschützt wird, der der Außenkontur des Spoilers angepasst ist. Dadurch wird in vorteilhafter Weise der Spoiler ebenfalls bei der Konservierung geschützt, sodass seine Oberfläche nicht beschädigt werden kann. Gleichzeitig kann die Schutzschiene am Spoilerschutz befestigt werden, und zwar grundsätzlich in der gleichen Weise wie am Spoiler selbst. Dies hat jedoch den Vorteil, dass nach dem Entfernen der Schutzschiene und des Spoilerschutzes keine Halteelemente am Spoiler vorhanden sind, die Schmutzablagerungen begünstigen und die Optik stören können.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

1 einen perspektivischen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Wischblatt,

2 und 3 Varianten zu 1,

4 eine perspektivische Darstellung eines Endes eines Wischblatts mit einer Endkappe,

5 eine Variante zu 3,

6 ein Wischblatt mit einer Schutzschiene, die sich an einem Tragelement abstützt,

7 ein Wischblatt mit einer Schutzschiene und einem Spoilerschutz und

8 eine perspektivische Darstellung eines Wischblatts mit einem Aushilfswischblatt.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Ein Wischblatt 10 besitzt eine Wischleiste 14 mit einer Wischlippe 16, die über einen Kippsteg 18 mit einer Kopfleiste 20 verbunden ist. Die Kopfleiste 20 weist zwei einander gegenüberliegende Längsnuten 24 auf, die einen Steg 22 bilden, und in die jeweils ein flaches, balkenförmiges, elastisches Tragelement 26 eingelegt ist. Das Tragelement 26 ist in Längsrichtung so vorgebogen, dass das Wischblatt 10 unter der Anpresskraft eines nicht dargestellten Wischarms an einer Fahrzeugscheibe mit einer geeigneten Druckverteilung anliegt.

Das Wischblatt 10 besitzt ferner einen Spoiler 12, der zu den Tragelementen 26 hin zwei nach innen gerichtete Längsnuten 28 aufweist, in die die Tragelemente 26 eingreifen und somit den Spoiler 12 am Wischblatt 10 halten. In Richtung zur Wischlippe 16 wird die Längsnut 28 des Spoilers 12 von einer nach innen weisenden Rippe 30 begrenzt. Bei der Ausführung nach 1 schließt sich an die Rippe 30 auf jeder Längsseite eine weitere Längsnut 40 an, die in Richtung zur Wischlippe 16 von einer weiteren Rippe 42 begrenzt wird.

Eine Schutzschiene 32 umfasst mit ihrem Grundkörper 34, der einen v-förmigen Querschnitt aufweist, die Wischlippe 16 und den angrenzenden Teil der Kopfleiste 20, sodass die Wischleiste 14 zum einen von der Schutzschiene 32 und zum anderen von dem Spoiler 12 gegenüber Einflüssen aus der Umgebung geschützt ist. Die Schutzschiene 32 wird vor der Konservierung eines neuen Fahrzeugs montiert und kurz vor der Auslieferung des Fahrzeugs an einen Kunden demontiert. Die Schutzschiene 32 bei der Ausführung nach 1 besitzt an den Rändern ihres Grundkörpers 34 nach außen um etwa 90 Grad abgewinkelte Flansche 38, die in die Längsnuten 40 des Spoilers 12 eingreifen. Sie ist somit sicher am Spoiler 12 geführt und kann bei einer geeigneten Auswahl des Werkstoffs die vorgegebenen Krümmungen des Spoilers 12 annehmen. Zur Ausübung der Reinigungs- und Trockenfunktion besitzt die Schutzschiene 32 eine Wischlippe 36. So kann der Scheibenwischer vor der Auslieferung des Fahrzeugs betätigt werden, ohne dass die Wischlippe 16 oder die Fahrzeugscheibe beschädigt werden.

Die Ausführung nach 2 unterscheidet sich von der Ausführung nach 1 dadurch, dass der Spoiler 12 anstelle der nach innen offenen Längsnuten 40 an seinen Längsseiten zwei nach außen hin offene Längsnuten 46 aufweist, die einerseits von der nach innen weisenden Rippe 30 und andererseits durch eine sich daran anschließende, nach außen weisende Rippe 48 gebildet wird. Eine Schutzschiene 44 besitzt an den Rändern ihres v-förmig divergierenden Grundkörpers 34 nach außen abgewinkelte Flansche 54, die mit Nutwänden 52 nach innen offene Längsnuten 50 bilden. Die Nutwände 52 greifen in die nach außen offenen Längsnuten 46 des Spoilers 12, während die nach außen gerichtete Rippe 48 des Spoilers 12 in die nach innen offene Längsnut 50 der Schutzschiene 44 eingreift.

Bei der Ausführung nach 3 besitzt eine Schutzschiene 56 an den Rändern ihres v-förmig divergierenden Grundkörpers 34 ebenfalls nach außen divergierende Flansche 54, jedoch schließen sich an diese Halteprofile 58 an, die mit Schenkeln 60 die seitlich vorstehenden Teile des Spoilers 12 im Bereich der Tragelemente 26 umfassen. Um zur leichteren Montage der Schutzschiene 56 diese besser an den Spoiler 12 anklippsen zu können, besitzt der Schenkel 60 an seiner freien Längskante eine Leiste 62, die von der Außenkontur des Spoilers 12 abgewinkelt ist. Die Leiste 62 erleichtert sowohl die Montage als auch die Demontage der Schutzschiene 56, die im montierten Zustand zwischen dem Schenkel 60 und dem Flansch 54 am Spoiler 12 gehalten wird.

Die Ausführung nach 4 entspricht im Wesentlichen der Ausführung nach 3. Allerdings besitzt das Wischblatt 10 eine Endkappe 64, die auf den Tragelementen 26 befestigt ist, den Spoiler 12 endseitig überlappt und die Tragelemente 26 fixiert. Im Bereich der Endkappe 64 besitzen der Flansch 54, das Aufnahmeprofil 58 mit seinem Schenkel 60 und die Leiste 62 eine Aussparung 66 für die Endkappe 64, sodass die Stirnwände 68 der Aufnahmeprofile 58 der zugewandten Stirnfläche 70 der Endkappe 64 gegenüberliegen. Das Spiel zwischen den Stirnflächen 68 und 70 wird so groß gewählt, dass bei der Biegung des Wischblatts 10 kein Zwang entsteht.

Die Ausführung nach 5 unterscheidet sich von den Ausführungen nach 3 und 4 dadurch, dass bei einer Schutzschiene 72 anstelle eines Halteprofils 58 separate Klippse 78 vorgesehen sind, die die Schutzschiene 72 an den seitlich vorstehenden Rändern des Spoilers 12 befestigen. Hierzu besitzt die Schutzschiene 72 an den Rändern des v-förmig divergierenden Grundkörpers 34 nach außen abgewinkelte Flansche 74 mit zur Wischlippe 36 hin abgewinkelten Teilen 76. Diese greifen in Längsnute 80 der Klippse 78 ein. Die Längsnuten 80 werden nach innen durch Schenkel 82 begrenzt. Die Klippse 78 umfassen mit einem Halteprofil 84 und einem Schenkel 86 die seitlich vorstehenden Ränder des Spoilers 12, sodass der Flansch 74 der Schutzschiene 72 durch die Klippse 78 gegen die nach innen gerichtete Rippe 30 des Spoilers 12 gedrückt werden. Auf Grund der Klippse 78 besitzt die Schutzschiene 72 ein niedriges Biegewiderstandsmoment, sodass sie sich leicht den Krümmungen der Fahrzeugscheibe anpassen kann.

Eine Schutzschiene 88 gemäß einer Ausführung nach 6 ist besonders einfach und preiswert. Sie besitzt an ihrem Grundkörper 34 nach innen gerichtete Rippen 90, die in Längsnuten 92 seitlich des Kippstegs 18 eingreifen. Die über die Rippen 90 zum Spoiler 12 hin überstehenden Teile der Schutzschiene 88 stützen sich an den Tragelementen 26 ab, sodass die Wischleiste 14 rundum gegenüber der Umgebung geschützt ist.

In vielen Fällen ist es wünschenswert, dass nicht nur die Wischleiste bei der Konservierung des Fahrzeugs geschützt ist, sondern auch der Spoiler 12, damit er nicht bei der Konservierung beschädigt oder während der Bereithaltezeit des Fahrzeugs unansehnlich wird. Zu diesem Zweck besitzt die Ausführung nach 7 einen Spoilerschutz 94, der der Außenkontur des Spoilers 12 angepasst ist und von der Längsseite über den Spoiler 12 geschoben oder quer dazu aufgeklippst werden kann. Der Spoilerschutz 94 besitzt nach außen weisende Halteschienen 96 ähnlich den Nutwänden 52 des Spoilers 12 nach 2, die in die nach innen offenen Längsnuten 50 der Schutzschiene 44 eingreifen. Im Übrigen können die Schutzschiene 44 und der Spoilerschutz 94 entsprechend den Ausführungen der Schutzschienen 32, 56 und dem Spoiler 12 nach den Ausführungen nach 1 und 3 gestaltet werden.

Bei der Ausführung nach 8 ist am Wischblatt 10 ein Aushilfswischblatt 98 vorgesehen, das einen Kunststoffhalter 102 für einen Wischergummi 100 besitzt. Der Kunststoffhalter 102 ist über ein Befestigungselement 104 mit Klippsen 106 an den unteren Seitenrändern des Spoilers 12 befestigt. Dabei sind die Klippse 106 jeweils seitlich in der Nähe eines Anschlusselements 108 zum gelenkigen Verbinden mit einem nicht dargestellten Wischarm angeordnet. Das Aushilfswischblatt 98 kann die Wischfunktion besser übernehmen als die Wischlippe 36 an den Schutzschienen 32, 44, 56, 72 und 88, da es erst nach der Konservierung des Fahrzeugs montiert wird und somit nicht den Temperaturen und chemischen Einflüssen bei der Konservierung ausgesetzt ist. Das Aushilfswischblatt 98 kann gegenüber einem normalen Wischblatt 10 einfach gestaltet und kürzer sein.

10Wischblatt 12Spoiler 14Wischleiste 16Wischlippe 18Kippsteg 20Kopfleiste 22Steg 24Längsnut 26Tragelement 28Längsnut 30Rippe 32Schutzschiene 34Grundkörper 36Wischlippe 38Flansch 40Längsnut 42Rippe 44Schutzschiene 46Längsnut 48Rippe 50Längsnut 52Nutwand 54Flansch 56Schutzschiene 58Halteprofil 60Schenkel 62Leiste 64Endkappe 66Aussparung 68Stirnfläche 70Stirnfläche 72Schutzschiene 74Flansch 76abgewinkelter Teil 78Klipp 80Längsnut 82Schenkel 84Halteprofil 86Schenkel 88Schutzschiene 90Rippe 92Längsnut 94Spoilerschutz 96Halteschiene 98Aushilfswischblatt 100Wischergummi 102Kunststoffhalter 104Befestigungselement 106Klipp 108Anschlusselement

Anspruch[de]
  1. Wischblatt (10) eines Scheibenwischers mit einer Schutzschiene (32, 44, 56, 72, 88), die mit einem Grundkörper (34), der einen im Wesentlichen v-förmigen Querschnitt besitzt, eine Wischlippe (36) des Wischblatts (10) umfasst und mit Befestigungselementen (38, 52, 58, 78, 90) am Wischblatt (10) lösbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Wischblatt (10) eine Wischleiste (14) mit mindestens einem flachen, balkenförmigen, elastischen Tragelement (26) und einen Spoiler (12) aufweist, wobei sich die Schutzschiene (32, 44, 56, 72, 88) an dem Tragelement (26) oder dem Spoiler (12) abstützt.
  2. Wischblatt (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (34) der Schutzschiene (32) zum Spoiler (12) hin an seinen Längsseiten jeweils einen nach außen um etwa 90° abgewickelten Flansch (38) aufweist, der in eine nach innen offene Längsnut (40) eingreift, die von zwei Rippen (30, 42) des Spoilers (12) gebildet wird, wobei sich der Flansch (38) an den einander zugewandten Seiten der Rippen (30, 42) abstützt.
  3. Wischblatt (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich an dem Grundkörper (34) der Schutzschiene (44) eine nach innen offene Längsnut (50) anschließt, in die eine nach außen gerichtete Rippe (48) des Spoilers (12) eingreift.
  4. Wischblatt (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnut (50) von einem nach außen vom Grundkörper (34) der Schutzschiene (44) abgewinkelten Flansch (54) und einer daran angeformten, nach innen gerichteten Nutwand (52) gebildet ist, während die nach außen gerichtete Rippe (48) des Spoilers (12) mit einer nach innen gerichteten Rippe (30) eine nach außen offene Längsnut (46) bildet, in die die Nutwand (52) der Schutzschiene (44) eingreift.
  5. Wischblatt (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschiene (56) an ihrem Grundkörper (34) einen nach außen abgewinkelten Flansch (54) aufweist, an den sich ein Halteprofil (58) anschließt, das den unteren Teil des Spoilers (12) im Bereich des Tragelements (26) umfasst, sodass die Schutzschiene (56) durch den Flansch (54) und einen oberen Schenkel (60) des Halteprofils (58) am Spoiler (12) gehalten ist.
  6. Wischblatt (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Schenkel (60) des Halteprofils (58) der Schutzschiene (56) eine Leiste (62) angeformt ist, die von der Außenkontur des Spoilers (12) abgewinkelt ist.
  7. Wischblatt (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Endkappe (64) besitzt und der Flansch (54) der Schutzschiene (56) sowie das Halteprofil (58) mit der Leiste (62) im Bereich der Endkappe (64) an jeder Längsseite eine Aussparung (66) aufweisen.
  8. Wischblatt (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den Grundkörper (34) der Schutzschiene (72) ein nach außen gerichteter Flansch (74) anschließt mit einem an seiner freien Längsseite vom Spoiler (12) abgewinkelten Teil (76), der in eine zum Spoiler (12) hin offene Längsnut (80) eines Klipps (78) eingreift, wobei ein Halteprofil (84) des Klipps (78) mit einem Schenkel (86) den unteren Teil des Spoilers (12) im Bereich des Tragelements (26) umfasst und den Flansch (74) gegen eine Rippe (30) des Spoilers (12) drückt.
  9. Wischblatt (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (34) der Schutzschiene (88) nach innen weisende Rippen (90) besitzt, die in Längsnuten (92) der Wischleiste (14) eingreifen, wobei der Grundkörper (34) in Richtung auf das Tragelement (26) über die Rippen (90) vorsteht und sich am Tragelement (26) abstützt. (6)
  10. Wischblatt (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Außenkontur des Spoilers (12) angepasster Spoilerschutz (94) vorgesehen ist, wobei die Schutzschiene (32, 44, 56, 72, 88) anstatt am Spoiler (12) am Spoilerschutz (94) lösbar befestigt ist.
  11. Wischblatt (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Spoiler (12) bzw. an dem Spoilerschutz (94) ein Aushilfswischblatt (98) lösbar befestigt ist.
  12. Wischblatt (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Aushilfswischblatt (98) kürzer ist als das Wischblatt (10).
  13. Wischblatt (10) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Aushilfswischblatt (98) einen Kunststoffträger (102) besitzt, der einen Wischergummi (100) trägt und über ein Befestigungselement (104) an dem Spoiler (12) bzw. an dem Spoilerschutz (94) lösbar befestigt ist.
  14. Wischblatt (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (104) jeweils auf beiden Längsseiten des Wischblatts (10) mit jeweils einem Klipp (106) zu beiden Seiten eines Anschlusselements (108) des Wischblatts (10) an dem Spoiler (12) bzw. an dem Spoilerschutz (94) angeklippst ist.
  15. Wischblatt (10), dadurch gekennzeichnet, dass es so gestaltet ist, dass es mit einer Schutzschiene (32, 44, 56, 72, 88) nach einem der vorhergehenden Ansprüche verwendbar ist.
  16. Schutzschiene (32, 44, 56, 72, 88) mit Haltemitteln (38, 52, 58, 78, 90) zum Verwenden mit einem Wischblatt (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
  17. Spoilerschutz (94), dadurch gekennzeichnet, dass der so gestaltet ist, dass er mit einer Schutzschiene (32, 44, 56, 72, 88) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 verwendbar ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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