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Dokumentenidentifikation DE202005020656U1 29.06.2006
Titel Verpackung für Bodenelemente
Anmelder Akzenta Paneele + Profile GmbH, 56759 Kaisersesch, DE
Vertreter Patentanwälte Lippert, Stachow & Partner, 51427 Bergisch Gladbach
DE-Aktenzeichen 202005020656
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 18.01.2005
File number of patent application claimed 10 2005 002 230.8
IPC-Hauptklasse B65D 85/62(2006.01)A, F, I, 20060318, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 85/46(2006.01)A, L, I, 20060318, B, H, DE   B65D 75/54(2006.01)A, L, I, 20060318, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verpackung für Bodenelemente, insbesondere für Fußbodenpaneele.

So werden Fußbodenpaneele beispielsweise zur Bildung eines Fußbodenbelags verwendet, bei dem die Fußbodenpaneele parallel in Reihen angeordnet sind. Zu diesen Fußbodenpaneelen gehören auch die sogenannten Laminatpaneele, die einen lageförmigen Aufbau mit mehreren übereinander angeordneten Lagen aufweisen.

Üblicherweise werden die Fußbodenpaneele in Verpackungen angeboten, in denen sie in gestapelter Form übereinander liegen. Ein Fußbodenpaneel weist dabei eine Breite in der Größenordnung von 20 cm und eine Länge von ungefähr 120 cm auf. Entsprechend ist eine Verpackung ca. 20 cm breit und 120 cm lang, wobei die Höhe der Verpackung der Höhe des darin befindlichen Stapels entspricht und etwa 10 cm beträgt.

Die Verpackung für Fußbodenpaneele weist eine Halbschale mit einem Boden und eine sich daran anschließende Seitenwandung auf. Zu einer Oberseite ist die Halbschale offen, so dass die in die Halbschale gelegten Fußbodenpanelle von oben sichtbar sind. Um die Halbschale mit den daran befindlichen Fußbodenpaneelen ist eine Folie gespannt, die außen an dem Boden und der Seitenwandung anliegt und die offene Oberseite der Halbschale überspannt. Durch die Folie werden die Fußbodenpaneele fest in der Halbschale gehalten, auch wenn man diese mit der Oberseite nach unten dreht.

Die oben beschriebene Verpackung, bestehend aus der Halbschale und der die Halbschale umspannenden Folie, wird mit anderen Verpackungen auf Paletten gestapelt und in dieser Form in Baumärkten oder dergleichen dargeboten. Wird eine Verpackung von der Palette genommen oder gezogen, besteht die Gefahr, dass dabei die Folie insbesondere an der Oberseite einer anderen, darunter liegenden Verpackung beschädigt wird. Dies führt zu aufgerissenen Verpackungen, die von dem Kunden oder Käufer in der Regel gemieden werden und somit liegen bleibt.

Zudem hat sich gezeigt, dass der Kunde oder Käufer die Folie an der Oberseite der Verpackung aufreißt, um ein Fußbodenpaneel zu ertasten oder zur näheren Prüfung gar aus der Verpackung zu nehmen. Auch hier stellt sich das Problem der aufgerissenen Verpackung, die nur schlecht verkauft werden kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung der oben erwähnten Art bereit zu stellen, bei der ein beabsichtigtes oder unbeabsichtigtes Aufreißen der Folie reduziert und möglichst vermieden wird.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, dass eine Einlage unter der Folie vorgesehen ist, die die Oberseite der Halbschale im wesentlichen vollständig abdeckt. Durch die Einlage sind die Fußbodenpaneele beziehungsweise die Bodenelemente in der Verpackung von außen nicht mehr sichtbar. Dadurch reduziert sich die Motivation, die Verpackung aufzureißen und ein Element aus der Verpackung zu nehmen.

Darüber hinaus wirkt die Einlage als Schutz für die oberste Fußbodenpaneele, wenn beispielsweise bei der Entnahme von einer Palette eine Verpackung mit einer Kante über die Oberseite einer anderen Verpackung entlang gleitet oder kratzt. Auch kann die Folie durch die darunter liegende Einlage gegen Aufreißen geschützt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Folie besser auf der Einlage haftet wie auf der Oberfläche eines Fußbodenpaneels, auf dem normalerweise die Folie direkt aufliegen würde.

Durch die Einlage wird in einfacher Weise erreicht, dass die Verpackungen weniger aufgerissen werden. Durch die erfindungsgemäße Lösung brauchen die derzeitigen Verpackungsverfahren für Fußbodenpanelle praktisch nicht umgestellt werden. Lediglich vor Aufbringen der Folie muss in die Halbschale mit den darin befindlichen Fußbodenpaneelen die Einlage gelegt werden. Die Herstellung und die Handhabung der Halbschalen (inklusive das Anbringen der Folie) kann somit unverändert bleiben. Dies schließt auch das Einlegen einer Gebrauchsanweisung, einer Information oder dergleichen ein, die zwischen Einlage und Folie vorgesehen werden kann.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel entspricht die Einlage hinsichtlich Material, Oberflächenbeschaffenheit und/oder Farbgestaltung der Halbschale. Durch beispielsweise eine gleiche Farbgestaltung wirken Halbschale und Einlage als eine geschlossene Einheit, die von der Folie vollständig umgeben ist. Die gleiche Farbgestaltung soll dabei sich nicht nur auf einen gleichen Farbton, sondern auch auf farblich abgesetzte Linien, Flächen oder dergleichen beziehen, die ohne Unstetigkeiten oder Stufen über Boden, Seitenwandung und Einlage verlaufen.

Vorzugsweise ist die Einlage aus Pappe. Da die Halbschale üblicherweise aus Pappe ist, sind in diesem Fall Material und Oberflächenbeschaffenheit von Halbschale und Einlage identisch beziehungsweise – bei Verwendung unterschiedlicher Pappsorten – nahezu identisch.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Einlage ein Blatt oder ein Bogen, das beziehungsweise der sich nur in einer Ebene erstreckt. Dabei kann die Einlage bei der Bestückung der Verpackung plan auf das oberste Fußbodenpaneel gelegt werden, nachdem die Fußbodenpaneele in die Halbschale gelegt worden sind. Auch ist es alternativ möglich, dass die Einlage die Form einer Einlageboden mit daran senkrecht anschließenden Einlage-Seitenwänden aufweist, wobei der Einlageboden die Oberseite der Verpackungs-Halbschale abdeckt und die Einlage-Seitenwände zwischen dem Stapel der Fußbodenpaneele und der Seitenwandung der Verpackungs-Halbschale angeordnet sind. Gegenüber letztgenannter Variante weist jedoch die Ausführung mit der ebenen Einlage in Form eines Blattes oder eines Bogens den Vorteil auf, dass das Einlegen der Einlage bei bestehenden Verpackungsverfahren für Fußbodenpaneele einfacher zu implementieren ist.

Vorzugsweise hat die Einlage eine rechteckige Form. Sie weist zweckmäßig die Maße üblicher Fußbodenpaneele auf, um diese, wenn sie übereinander in einem Stapel in der Halbschale übereinander liegen, vollständig abzudecken: Zum Beispiel kann die Einlage 20 cm breit und 120 cm lang sein. Um das Einlegen der Einlage zu vereinfachen, können die Ecken der Einlage leicht abgerundet sein.

Die Einlage kann an einer oberen Umlaufkante der Seitenwandung vollständig anliegen. Somit können die Halbschale und die Einlage eine quaderförmige Einheit bilden, wobei der Boden der Halbschale und die dazu parallel angeordnete Einlage durch die Seitenwandung verbunden wird.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist wenigstens eine Aussparung in der Einlage vorgesehen. Diese Aussparung kann, ohne den Eindruck einer geschlossenen Einheit von Halbschale und Einlage zu mindern, als Sichtfenster genutzt werden, durch das das Dekor des obersten Fußbodenpaneels in der Verpackung sichtbar wird. Zudem kann die Aussparung als Öffnung dienen, in die beim Verpackungsprozess entsprechende Mittel zur besseren Handhabung der Einlage greifen können.

Vorzugsweise weist die Aussparung in der Einlage eine geschlossene Begrenzungskante auf. Dies bedeutet, dass sich die Aussparung nicht am Rand der Einlage befindet, sondern beispielsweise mittig angeordnet ist, was der Verpackung ein gefälliges Aussehen verleiht.

Zwischen Folie und Einlage kann ein Blatt angeordnet sein, dem Informationen über die Fußbodenpaneele in der Verpackung zu entnehmen sind.

Anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert Es zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung einer Verpackung;

2 die Verpackung der 1 im Schnitt; und

3 eine Einlage von oben.

1 zeigt eine Verpackung, die mit 1 bezeichnet wird. Die Verpackung 1 weist eine quaderförmige, längliche Grundform auf. Die Verpackung umfasst eine Halbschale 2 mit einem Boden 3 und einer Seitenwandung 4. Die Seitenwandung 4 setzt sich aus zwei beabstandeten Stirnwänden 5 und zwei zueinander beabstandeten Längswänden 6 zusammen. An einer Oberseite 7 der Halbschale 2 ist ein Deckel vorgesehen, der als rechteckige, in der Halbschale 2 liegende Einlage 8 ausgebildet ist. Die Einlage 8 liegt vollständig an einer oberen Umlaufkante 9 der Seitenwandung 2 an, so dass die Halbschale 2 und die Einlage 8 als eine Einheit wirken.

Wie der 2 zu entnehmen ist, ist um die Halbschale 2 eine Folie 10 gespannt, die auch die Oberseite 7 und somit auch die bogenförmige Einlage 8 überspannt. Die Folie ist in der 2 als gestrichelte Linie dargestellt und ist transparent.

In der Halbschale 2 liegen übereinander gestapelt mehrere Fußbodenpaneele 11. Auf einem obersten Fußbodenpaneel 11a liegt die Einlage 8. Die Höhe der Seitenwandung 4 entspricht in etwa dabei die Höhe des Stapels, so dass die Einlage 8 an der oberen Umlaufkante 9 der Seitenwandung 4 anliegt. Die Halbschale 2, bestehend aus Boden 3 und Seitenwandung 4, und die Einlage sollen jeweils aus Pappe sein. Durch die das Pappmaterial überspannende Folie erscheinen Halbschale 2 und Einlage 8 wie ein quaderförmiger Karton, zumal durch eine Zugspannung in der Folie 10 die Stirnseiten 5 und die Längsseiten 6 gegen die Einlage 8 gedrückt werden, so dass zwischen Einlage 8 und der oberen Umlaufkante 9 praktisch keine Lücke mehr zu erkennen ist.

3 zeigt die Einlage 8 von oben. Sie weist eine ovale Aussparung oder Öffnung 12 mit einer geschlossenen Begrenzungskante 13 auf. Die Öffnung lässt sich durch entsprechendes Stanzen der Einlage 8 herstellen. Durch die Öffnung 12 und durch die transparente Folie 10 ist von außen das oberste Fußbodenpaneel sichtbar. Dies ermöglicht – ausgehend von einer Beschriftung auf der Verpackung 1, die hier nicht weiter dargestellt ist – eine einfache Kontrolle, ob sich in der Verpackung die richtigen Fußbodenpaneele befinden. Zudem wirkt die Aussparung mit Handhabungsmitteln im Verpackungsprozess zusammen, wodurch ein Greifen oder Ausrichten der Einlage 8 beim Verpacken der Fußbodenpaneele vereinfacht wird.

1Verpackung 2Halbschale 3Boden 4Seitenwandung 5Stirnwand 6Längswand 7Oberseite 8Einlage 9Umlaufkante 10Folie 11, 11aFußbodenpaneel 12Öffnung 13Begrenzungskante

Anspruch[de]
  1. Verpackung (1) für Bodenelemente, insbesondere für Fußbodenpanelle (11, 11a), mit einer die Bodenelemente aufnehmenden Halbschale (2), die durch einen Boden (3) und eine Seitenwandung (4) gebildet wird und eine offene Oberseite (7) aufweist, und mit einer Folie (10), die außen an dem Boden (3) und an der Seitenwandung (4) anliegt und die Oberseite (7) der Halbschale (2) überspannt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einlage (8) unter der Folie (10) vorgesehen ist, die die Oberseite (7) der Halbschale (2) im wesentlichen vollständig abdeckt.
  2. Verpackung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (8) hinsichtlich Material, Oberflächenbeschaffenheit und/oder Farbgestaltung der Halbschale (2) entspricht.
  3. Verpackung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (8) aus Pappe ist.
  4. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (8) ein Blatt beziehungsweise ein Bogen ist.
  5. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (8) rechteckig ist.
  6. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (8) an einer oberen Umlaufkante (9) der Seitenwandung (4) vollständig anliegt.
  7. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Aussparung (12) in der Einlage (8) vorgesehen ist.
  8. Verpackung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (12) eine geschlossene Begrenzungskante (13) aufweist.
  9. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Einlage (8) und Folie (10) ein Informationsblatt angeordnet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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