PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006001880U1 29.06.2006
Titel Autoreisewaggon zur Aufnahme von Kraftfahrzeugen im normalen Bahn-Reiseverkehr
Anmelder Kalinna, Klaus, Dipl.-Ing. (FH), 59425 Unna, DE
DE-Aktenzeichen 202006001880
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 03.02.2006
IPC-Hauptklasse B61D 3/18(2006.01)A, F, I, 20060203, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung wird auf dem Gebiet des Bahn/Auto-Reiseverkehrs eingesetzt.

Sie soll die z. Zt. gängigen Autoreisezüge ersetzen oder den Individualverkehr ergänzen. Es wird eine Revolution auf dem Gebiet der Auto/Bahn-Reisequalität. Sie kann preisgünstiger als Autoreisezüge angeboten werden, da normale Bahnverbindungen besser ausgelastet werden können.

Der ARW besteht aus einem bisher vorhandenen Waggon (z.B. TALGO XXI) und ist gemäß beiliegender Skizze A mit folgenden Ausstattungen umzubauen, ggfls. neu herzustellen.

  • (1) Chassis und Standardaufbau eines Schlaf- oder Liegewagens der DB
  • (2) Roll- oder vorzugsweise Sektionaltor zum Ein- und Ausladen der Kfz
  • (3) Klapprampe zum schienengebundenen Einfahren des Rollwagens vom Bahnsteig in den Waggon. Die schienengebundene Ladung ist gleichzeitig Justierung in Fahrtrichtung.
  • (4) Rollwagen zur Aufnahme des Kfz mit
  • (5) ausziehbarer Rampe
  • (6) Antrieb zum Einzug des Rollwagens mit Seilantrieb oder Hydraulikgestänge zum Ausfahren des Rollwagens, Bremse durch Seilblockierung
  • (7) Absenkungshydraulik für den Rollwagen mit Einrastung (seitliche Justierung)
  • (8) elektronische hydraulische Ausgleichsfeder zur Waggonjustierung
  • (9) (ohne Bild) elektronische Zugbeeinflussung zum millimetergenauem Halt des Zuges

Ablaufbeschreibung zur Verladung:

In der Anlaufphase werden 2 Waggons mit je 2 Lademöglichkeiten eingesetzt.

Am Einsatzbahnhof sind alle Boxen leer und können nach und nach beladen werden.

Die Fahrzeuge stehen verladebereit auf dem Rollwagen auf dem Bahnsteig.

Der Zug hält an den Führungsschienen, das Rolltor öffnet sich, die Rampe wird ausgeklappt.

Ein Zugbegleiter hängt den Seilzug in den Rollwagen und schaltet die Verlademechanik ein.

Die einzelnen VORTEILE und Anwendungshinweise werden wie folgt beschrieben:

  • 1. Es sind keine eigenständigen Autoreisezüge mehr erforderlich, die auf Grund von Sammelbuchungen zusammengestellt werden und nur in den seltensten Fällen ausgebucht und somit unwirtschaftlich sind.
  • 2. Es können im normalen Reiseverkehr und Zeittakt Kraftfahrzeuge problemlos transportiert werden. Sinnvoll sind, wie z. Zt. auch bei Autoreisezügen, jedoch nur Intercity-Strecken, die Großstädte verbinden.

    Durch automatisierte Verladung (Beschreibung siehe oben) wird der Zeit- und Personalaufwand auf ein Minimum reduziert, so dass sich die Verladezeit nur unwesentlich auf die Gesamtfahrzeit auswirken wird.
  • 3. Im gleichen Waggon, hinter der ‚AUTOBOX' sind entsprechende Abteile (Sitz-, Liege- und Schlaf-) angeordnet.

    Die Reisenden sind somit von zusätzlichem Gepäck für die Reise befreit, weil direkter Zugang zum Kraftfahrzeug gewährleistet ist.
  • 4. Das Ein- und Aussteigen erfolgt ohne Reisegepäck und ist somit einfacher, bequemer und schneller.
  • 5. Die kurzfristige Möglichkeit, mit seinem Kfz auf Reisen zu gehen, wird eine enorme Konkurrenz für den Flugverkehr in EUROPA sein. Wenn der reine Flug auch schneller ist, so sind doch die ‚Nebenzeiten' und ‚Nebenkosten' zu beachten.

a) Flugverkehr:
  • – Frühzeitig buchen (Für Spontanreisen nicht möglich)
  • – Anreise zum Flughafen – Parkhaus aufsuchen – Gepäck zum Terminal – Einschecken – warten (mind. 30 Min.) – Einsteigen – Warten – FLIEGEN – Aussteigen – Gepäck holen – Taxi oder Mietwagen organisieren – Ziel aufsuchen...
  • – Umständlich und nichts mehr für ältere Menschen!
b) Autoreisezug:
  • – Da diese Züge nur in größeren Zeitabständen fahren und der Ablauf bekannt ist, wird auf eine weitere Beschreibung verzichtet.
c) Die Bahn, mit Autoreisewaggons:
  • – Kurzfristige Auskunft und Buchung über Reservierungscomputer möglich. Bei z.B. üblichen stündlichem Rhythmus ist eine Vollbelegung kaum denkbar.
  • – Anreise zum Bahnhof – Fahren auf Bahnsteig und Rollwagen – Warten auf Zug – Einsteigen und Quartier beziehen – REISEN – Aussteigen – Fahrzeug besetzen – Ziel aufsuchen...
  • – Die neue „Auto/Bahn"- Reisequalität.
INVESTITIONEN und ABHÄNGIGKEITEN:
  • 1. Für die Abwicklung sind vorzugsweise Bahnsteige im Randbereich der Bahnhöfe vorzusehen, da dort ein direkter Anschluss an das Straßennetz kostengünstig ist.
  • 2. Die Anzahl mitzuführender Waggons muss an Hand von Einführungsfahrten festgestellt werden. Es ist durchaus möglich, auch kurzfristig an Zwischenbahnhöfen entsprechende Waggons (Kurswagen) anzukoppeln (Lösbares Logistik-Problem).
  • 3. Es wird am kostengünstigsten sein, zunächst vorhandene Schlaf-, Liege und Sitzwagen als Prototypen umzubauen, bevor gesamte Waggons in weltweite Serienproduktion gehen.

Anspruch[de]
  1. Autoreisewaggon dadurch gekennzeichnet, dass die Autobox in direkter Anordnung mit Sitz-, Liege- oder Schlafabteilen angeordnet wird.
  2. Autoreisewaggon nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Waggon im Bereich der Kfz-Box ein Sektional- oder Rolltor (2) erhält.
  3. Autoreisewaggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Waggon im Bereich des Tores eine Klapprampe (3) mit Schienen erhält.
  4. Autoreisewaggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Rollwagen (4) mit zwei ausziehbaren Rampen (5) versehen ist.
  5. Autoreisewaggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine Seilwinde (6) oder ähnliche Zug- oder Schubvorrichtung (z. B. Hydraulische Teleskopstange) eingebaut wird.
  6. Autoreisewaggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass über dem Laufrad unter der Fahrzeugbox eine elektronisch gesteuerte Hydraulikfeder (8) eingebaut wird.
  7. Autoreisewaggon nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass der Rollwagen eine Absenkungshydraulik (7) erhält.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com