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Dokumentenidentifikation DE202006002642U1 29.06.2006
Titel Palettenregal
Anmelder Jürgens, Walter, Dr.-Ing., 52072 Aachen, DE
DE-Aktenzeichen 202006002642
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 18.02.2006
IPC-Hauptklasse A47B 47/02(2006.01)A, F, I, 20060218, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65G 1/04(2006.01)A, L, I, 20060218, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Bei Regalen, insbesondere Palettenregalen werden als Tragbalken unter anderem ineinander geschachtelte dünnwandige Profile gewählt z.B. zwei U werden ineinander gestülpt. Das geschieht, um oben und unten durch die Materialanhäufung (das Material des einen U und das des hinein gestülpten U) das Widerstandsmoment beachtlich zu erhöhen. Diese Profile werden durch Schweißen miteinander verbunden, um die durch die Biegung unter Last entstehenden Scherkräfte aufzunehmen. Zudem würden die Profile bei Belastung auseinander springen. Das ist sehr aufwendig und hat einen weiteren Nachteil. Man kann keine verzinkten Platinen einsetzen.

Der Erfinder hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Nachteile zu eliminieren. Er schlägt vor, aus den Schenkeln des äußeren Profils Nasen herauszudrücken und aus den Schenkeln des inneren Profils Fenster. Beim Zusammenschieben der beiden Profile setzen sich die Fenster in die Nasen. Bei genauem Passen übernehmen die Nasen die Scherkräfte. Die Nasen müssen so geformt sein, dass die Fenster auf der seitlichen Flanke der Nasen sich abstützen, damit die Flächenpressung nicht zu hoch wird.

Der Gefahr, dass die Schenkel der Profile nicht präzise 90° zum Rücken stehen und dadurch die beiden Profile auseinander springen kann man durch zusätzliche herausgedrückte z. B. senkrecht nach unten gebogene, in ausgestanzten Fenstern des inneren Profils sitzende Haken begegnen. Diese Haken können auch noch bis zu 180° gebogen sein. Versuche haben gezeigt, dass damit die notwendige Sicherheit gewährleistet ist.

Man kann auch durch Widerstandsschweißpunkte, durch Clinchen, durch Clinchnieten oder durch Kombination all dieser Möglichkeiten dieselbe erreichen.

Die Versuche haben weiterhin gezeigt, dass gegenüber der alten Methode die Profile durch Schutzgasschweißen zu verbinden, keine Festigkeitseinbußen entstehen. Die Haken und Fenster werden ab dem Abstand von der Mitte bezogen auf die Länge des Balken eingebracht, wo das Widerstandsmoment und das Biegemoment im gleichen Verhältnis stehen, wie die beiden bezogen auf die Mitte des Balkens.

1 zeigt perspektivisch eine Seite des Palettenregalbalkens (1) mit den Einhängewinkeln (2) mit den Einhängehaken (3). In das äußere U (4) wird ein inneres U (5) geschoben. Das äußere U (4) hat herausgedrückte Haken (6). Diese müssen so breit sein, dass sie die Scherkräfte aufnehmen können. Sie sind um die Materialstärke heraus gedrückt. Das innere U hat Fenster (7). Beim Zusammenfügen der beiden Profile ragen die Haken (6) in die Fenster (7). Die Seiten der Fenster (8) legen sich mit der Materialdicke auf der Länge (6a) des Hakens (6) gegen denselben und reduzieren so enorm die Flächenpressung.

2 zeigt einen Schnitt A-A durch die noch nicht zusammen geschobenen Profile (4 + 5). Man sieht die Haken (6) im Profil (4) und die Fenster (8) im Profil (5).

3 zeigt die zusammen geschobenen Profile im Schnitt. Man sieht dass die Haken (6) ziemlich flach in den Fenstern (7) sitzen, so dass sie die Flächenpressung übernehmen können.

Beschreibung Palettenregal

4 zeigt die zusammen geschobenen Profile an einer Stelle, wo ein aus dem oberen U herausgedrückter Lappen (9) in das Fenster (10) des inneren U (5) mehr als 90°, in dem Fall 180°, gebogen hineinragt.

5 zeigt das Detail, bei dem der herausgedrückte Haken (6) des U (4) in dem Fenster (7) sitzt. Man erkennt, dass der Haken (6) mit der Seite auf der ganzen Längen gegen die Seite des Fensters liegt. So ist die Flächenpressung im erlaubten Bereich und die Scheerkräfte werden sicher aufgefangen


Anspruch[de]
  1. Regal, insbesondere Palettenregal, dessen Tragbalken aus ineinander geschachtelten Profilen z. B. U-Profilen bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Profil herausgedrückte Elemente (Haken) aufweist und das innen liegende Fenster, und dass die Haken formschlüssig in den Fenstern sitzen.
  2. Regal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haken (6) des äußeren Profils ca. um die Materialstärke ins Profilinnere gedrückt sind und formschlüssig in den Fenstern des inneren Profils sitzen.
  3. Regal nach Anspruch 1, insbesondere Palettenregal dessen Tragbalken aus ineineinander geschachtelten Profilen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Profil herausgedrückte Elemente (Haken) aufweist und das äußere Profil Fenster und dass die Haken formschlüssig in den Fenstern sitzen.
  4. Regal nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haken des inneren Profils um die Materialstärke nach außen heraus gedrückt sind und dass diese Haken formschlüssig in den Fenstern des äußeren Profils sitzen.
  5. Regal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Profil auch herausgedrückte Elemente hat, die nach dem Zusammenführen des äußeren und inneren Profils in den Fenstern des inneren Profils nach unten gedrückt werden, um mindestens 90°.
  6. Regal nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem äußeren Profil herausgedrückten Elemente ins Fenster des inneren Profils hineingedrückt sind und um das Fenster des inneren Profils herumgekantet sind, also wie ein 2 × 90° gebogener Haken ausgebildet sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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