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Dokumentenidentifikation DE202006002682U1 29.06.2006
Titel Schminkset und Farbtopf dafür
Anmelder Wellness-Promotion GmbH & Co. KG, 89081 Ulm, DE
Vertreter Munk, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 86150 Augsburg
DE-Aktenzeichen 202006002682
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 17.02.2006
IPC-Hauptklasse A45D 40/02(2006.01)A, F, I, 20060217, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schminkset gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie einen Farbtopf dafür.

Derartige Schminksets sind beispielsweise als Faschingsschminke oder als Fanschminke verbreitet. Bekannte Schminksets dieser Art bestehen beispielsweise aus mehreren Schminkstiften, die in einer entsprechenden Box untergebracht sind. Weiterhin bekannt sind Schminksets, die aus mehreren nebeneinander angeordneten und flachbauenden Farbtöpfen in einem entsprechenden Etui bestehen.

Derartige Schminksets haben jedoch den Nachteil, dass sie relativ viel Platz brauchen und daher für unterwegs ungeeignet sind.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schminkset der oben stehend genannten Art derart weiterzubilden, dass es für die Verwendung unterwegs geeignet ist, sowie einen dafür geeigneten Farbtopf zu schaffen.

Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Schminksets mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, hinsichtlich des Farbtopfs mit den Merkmalen des Anspruchs 14.

Erfindungsgemäß ist dabei ein Schminkset mit einer Mehrzahl von jeweils mit Schminkfarbe gefüllten Farbtöpfen vorgesehen, wobei die Farbtöpfe miteinander verbindbar sind und das Schminkset bei miteinander verbundenen Farbtöpfen in etwa stiftförmig ist.

Auf diese Weise gelingt es, dass dem Benutzer ein handliches Schminkset mit auf seinen Weg ins Faschingstreiben oder ins Stadion gegeben werden kann, bei dem die einzelnen Farbtöpfe dadurch, dass sie miteinander verbunden sind verliersicher aneinander befestigt sind.

Vorteilhaft dabei ist es, wenn die Farbtöpfe aufeinander steckbar sind. Es lässt sich somit einfach ein gut in der Hand liegender Schminkstift mit der Schminkfarbe des jeweils obersten Farbtopf bilden, wobei dann, wenn die Farbtöpfe identisch aufgebaut sind, durch Abnahme des obersten Farbtopfes und unten Anstecken desselben die jeweils unterhalb des obersten Farbtopfes angesteckten Farbtöpfe unabhängig von der gewählten Schminkfarbe als Stiftverlängerung zur besseren Lage des Schminksets bzw. -stifts in der Hand Verwendung finden.

Der identische Aufbau der Farbtöpfe bringt auch Vorteile hinsichtlich geringer Teilevielfalt bei der Fertigung, was noch dadurch verbessert werden kann, dass die Farbtöpfe jeweils eine rotationssymmetrisch aufgebaut sind. Denn auf diese Weise lassen sich die Farbtöpfe besonders einfach aus gängigem Kunststoffmaterial spritzgießen, extrudieren oder dergleichen.

Um die Farbtöpfe aufeinander steckbar zu gestalten weisen sie vorteilhaft einen Topfabschnitt auf, in dem die Schminkfarbe aufgenommen ist und jeweils einen Fußabschnitt, welcher als Deckel zum Abdecken des Topfabschnitts und der Schminkfarbe eines im aufeinander gesteckten Zustand unter dem jeweiligen Farbtopf befindlichen, weiteren Farbtopfs ausgebildet ist. Der untere Farbtopf wird auf diese Weise von dem oberen Farbtopf vollständig abgedeckt und dient als Stiftverlängerung beim Schminken mit der Schminkfarbe in dem Topfabschnitt des oberen Farbtopfs.

Dabei weist die in dem Farbtopf aufgenommene Schminkfarbe eine zähe Konsistenz auf und ist vorzugsweise in Form eines spitz zulaufenden oder abgerundeten, über die Seitenwände des Farbtopfs vorstehenden Haufens portioniert, so dass das Schminkset als Schminkstift gehandhabt werden kann. Im Rahmen der Erfindung wäre es jedoch ebenfalls denkbar, anstatt Schminkfarbe andere, als Stift zu handhabende Farben, wie beispielsweise Wachsmalkreide oder einen Radiergummi in den Farbtopf aufzunehmen, wobei der Aufbau des Schminksets jedoch prinzipiell gleich bleibt.

Als besonders geeignet im Sinne eines gut in der Hand liegenden Schminkstifts hat sich dabei ein Schminkset mit drei Farbtöpfen erwiesen.

Vorteilhaft ist zudem ein Gehäuse für das Schminkset vorgesehen, welches ein Fußteil und eine Deckelhülse aufweist, in der die Mehrzahl von Farbtöpfen unterbringbar ist, welches bevorzugt in der Form und Abmessung eines Lippenstiftgehäuses bzw. Lippenpflegestiftgehäuses ausgebildet ist. Dies bietet neben der verschmiersicheren und raumsparenden Unterbringung der Farbtöpfe insbesondere den Vorteil, dass die für Lippenpflegestifte in großer Stückzahl gefertigten Gehäuseteile auch für die Schminksets gemäß der Erfindung eingesetzt werden können, wodurch weitere Kostenvorteile realisiert werden können.

Weitere vorteilhafte Weiterbildungen betreffen Maßnahmen, um die Stabilität des Schminksets im zu einem Schminkstift zusammengebauten Zustand bzw. in dem Gehäuse untergebrachten Zustand zu verbessern und sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.

Dabei lassen sich die einzelnen Merkmale der Ausführungsformen gemäß der Ansprüche, soweit es sinnvoll erscheint, beliebig kombinieren.

Nachfolgend werden anhand schematischer Zeichnungen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Explosionsansicht eines Schminksets gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

2 eine Seitenansicht des in 1 gezeigten Schminksets bei geschlossenem Gehäuse; und

3 eine Schnittansicht entlang der Linie III/III in 2.

Das Schminkset weist in der dargestellten Ausführungsform drei Farbtöpfe 3 auf, die jeweils mit einer Schminkfarbe 4 bestückt sind, welche in einem Topfabschnitt 21 des jeweiligen Farbtopfs 3 aufgenommen ist und kuppelförmig aus ihm hervorragt. Während die Schminktöpfe 3 dabei identisch aufgebaut sind, kann in jedem Farbtopf 3 eine andere Schminkfarbe 4 untergebracht sein, so dass beispielsweise Fußballfans ein Schminkset mit den Nationalfarben ihrer jeweiligen Mannschaft bereitgestellt werden kann. Die Farbtöpfe 3 weisen neben dem Topfabschnitt 21 jeweils einen davon durch einen umlaufenden Vorsprung 20 getrennten Fußabschnitt 16, 18 auf. Der Fußabschnitt 16, 18 ist jeweils als Deckelhülse für den nachfolgenden, darunter angeordneten Farbtopf 3 vorgesehen und kann über den als Zylinderabschnitt ausgebildeten Rand des Topfabschnitts 21 des darunter liegenden Farbtopfs 3 gesteckt werden. Dieser Rand weist als Mittel zum Verklemmen der Farbtöpfe 3 miteinander eine in Längsrichtung des stiftförmigen Schminksets verlaufende, in Radialrichtung spitz zulaufende Klemmrippe 22 auf.

Zur Sicherung der jeweiligen Schminkfarbportion 4 in dem Topfabschnitt 21 des jeweiligen Farbtopfs 3 ist dabei eine vom zylinderförmigen Rand des Topfabschnitts 21 nach innen vorspringende Rippe bzw. Hinterschneidung 24 vorgesehen, welche in die Schminkfarbportion 4 eindringt und diese so an ihrem Platz hält. Beim Aufstecken eines Farbtopfs 3 auf einen weiteren, darunter liegenden Farbtopf 3 dient dabei eine oberseitige Schulter 7 des umfangsseitigen und umlaufenden Vorsprungs 20 des unteren Farbtopfs 3 als Anschlag für den als Deckelhülse bzw. -haube aufgesteckten, zylinderförmigen Fußabschnitt 16, 18 des oberen Farbtopfs 3.

Das Schminkset weist neben den einzelnen Farbtöpfen 3 mit den Schminkfarben 4 noch ein Außengehäuse 1, 2 auf, welches im Aufbau dem Gehäuse eines Lippenpflegestifts entspricht. Das Gehäuse 1, 2 hat ein Fußteil 1 und eine Deckelhülse 2, wobei die Deckelhülse 2 im dem Fußteil zugewandten Bereich eine in etwa kreiszylinderförmige Aufnehmung aufweist, in der die drei Farbtöpfe im zusammengebauten Zustand des Schminksets untergebracht sind. Das Fußteil weist dagegen eine ebenfalls kreiszylinderförmige Aufnahmeöffnung 10 auf, in die der unterste Farbtopf 3 mit seinem Fußabschnitt 16, 18 eingesteckt werden kann. Dabei sind als Mittel zum Verklemmen des Fußabschnitts 16, 18 in der Öffnung 10 in Radialarichtung nach innen vorspringende Nasen 19 am Innenumfang der Aufnahmeöffnung 10 vorgesehen, wobei der Fußabschnitt einen gegenüber einem an der Wand der Aufnahmeöffnung 10 anliegenden Abschnitt etwas zurückgenommenen Klemmabschnitt 18 aufweist, der im Zusammenwirken mit den Nasen 19 zu einer Klemmverbindung des untersten Farbtopfs 3 in der Aufnahmeöffnung 10 des Fußteils 1 führt.

In dem dem untersten Farbtopf 3 zugewandten Bereich weist das Fußteil eine über eine Schulter 9 in Radialrichtung nach innen zurückgenommene Rücknehmung auf, über die die Deckelhülse 2 gestülpt werden kann, so dass die Farbtöpfe 3 bzw. Schminkfarben 4 in einem geschlossenen, lippenstiftartigen Gehäuse untergebracht sind. Dazu sind an der Rücknehmung des Fußteils Rastnasen 11 vorgesehen und an der Deckelhülse 2 eine entsprechende, umlaufende Nut, in die Rastnasen 11 beim Überstülpen über das Fußteil einrasten.

Ferner weist die Deckelhülse 2 auf Höhe der oberseitigen Schulter 7 des umlaufenden Vorsprungs 20 des obersten Farbtopfs 3 eine innenwandig in Radialrichtung nach innen vorspringende Schulter 6 auf, mit welcher im Zusammenwirken mit einer Gegenanschlagsfläche 17 in der Aufnahmeöffnung 10 des Fußteils 1 und einer weiteren Gegenanschlagsfläche für eine unterseitige Schulter 14 des umlaufenden Vorsprungs 20 des untersten Farbtopfs 3 für eine sichere Halterung der Farbtöpfe 3 in dem Gehäuse 1, 2 gesorgt wird, so dass sich die einzelnen Farbtöpfe 3 während des Transports nicht lösen können und die Deckelhülse 2 nicht verschmiert.

Selbstverständlich sind Abweichungen und Modifikationen der gezeigten Variante möglich, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen, wie beispielsweise Änderungen der Klemmverbindungen zu Schnapp- oder Schraubverbindungen oder dergleichen.

Für die Farbtöpfe, das Fußteil und die Deckelhülse können dabei verschiedene Kunststoffe verwendet werden und als Trägermaterial für die Schminkfarbe alle gängigen Fette.


Anspruch[de]
  1. Schminkset mit einer Mehrzahl von jeweils mit Schminkfarbe (4) gefüllten Farbtöpfen (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Farbtöpfe (3) miteinander verbindbar sind, wobei das Schminkset bei miteinander verbundenen Farbtöpfen (3) in etwa stiftförmig ist.
  2. Schminkset nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbtöpfe (3) aufeinander steckbar sind.
  3. Schminkset nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbtöpfe (3) identisch aufgebaut sind.
  4. Schminkset nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbtöpfe (3) eine rotationssymetrische Form aufweisen.
  5. Schminkset nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbtöpfe (3) jeweils einen Topfabschnitt (21) aufweisen, in dem die Schminkfarbe (4) aufgenommen ist, und jeweils einen Fußabschnitt (16, 18), welcher als Deckel zum Abdecken des Topfabschnitts (21) und der Schminkfarbe (4) eines im aufeinander gesteckten Zustand unter dem jeweiligen Farbtopf (3) befindlichen, weiteren Farbtopfs (3) der Mehrzahl von Farbtöpfen (3) ausgebildet ist.
  6. Schminkset nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbtöpfe (3) jeweils einen den Fußabschnitt (16, 18) von dem Topfabschnitt (21) trennenden umfangsseitigen Vorsprung (20) mit einer oberseitigen Schulter (7) aufweisen, welche als Anschlag für den Fußabschnitt (16, 18) eines im aufeinander gesteckten Zustand über dem jeweiligen Farbtopf (3) befindlichen, weiteren Farbtopf (3) der Mehrzahl von Farbtöpfen (3) dient.
  7. Schminkset nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Farbtöpfen (3) jeweils Mittel (21) zum Verklemmen, Verrasten oder Verschrauben der Farbtöpfe (3) miteinander vorgesehen sind.
  8. Schminkset nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (1, 2) mit einem Fußteil (1) und einer Deckelhülse (2) zur Aufnahme der Mehrzahl von Farbtöpfen (3) vorgesehen ist, insbesondere in der Form und Abmessung eines Lippenstiftgehäuses.
  9. Schminkset nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (1) eine Aufnahmeöffnung (10) zur Aufnahme des Fußabschnitts (16, 18) des untersten Farbtopfs (3) der Mehrzahl von Farbtöpfen (3) aufweist.
  10. Schminkset nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Fußteil (1) ein Anschlag (14) für den untersten Farbtopf (3) der Mehrzahl von Farbtöpfen (3) vorgesehen ist, insbesondere eine Innenschulter (17) in der Aufnahmeöffnung (10) und/oder einen Anschlag für eine unterseitige Schulter (14) des umlaufenden Vorsprungs (20) des untersten Farbtopfs (3) der Mehrzahl von Farbtöpfen (3).
  11. Schminkset nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den Fußabschnitten (16, 18) des untersten Farbtopfs (3) der Mehrzahl von Farbtöpfen (3) und/oder dem Fußteil (1) des Gehäuses (1, 2) jeweils Mittel (18, 19) zum Verklemmen, Verrasten oder Verschrauben des untersten Farbtopfs (3) der Mehrzahl von Farbtöpfen (3) mit dem Fußteil (1) vorgesehen sind.
  12. Schminkset nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Deckelhülse (2) und/oder dem Fußteil (1) Mittel (11, 12) zum Verklemmen, Verrasten oder Verschrauben der Deckelhülse (2) mit dem Fußteil (1) vorgesehen sind, insbesondere an einer außenumfangsseitigen Rücknehmung des Fußteils (1) und/oder einer innenumfangseitigen Rücknehmung der Deckelhülse (2), an denen die Deckelhülse (2) m geschlossenen Zustand des Gehäuses (1, 2) zur Anlage mit dem Fußteil (1) kommt.
  13. Schminkset nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelhülse (2) eine zur oberseitigen Schulter (7) des umfangsseitigen Vorsprungs (20) des obersten Farbtopfs (3) weisenden Anschlagfläche (6) aufweist und das Fußteil (1) eine zur unterseitigen Schulter (14) des umfangsseitigen Vorsprungs (20) des obersten Farbtopfs (3) weisenden Gegenanschlagfläche, so dass sich im zusammengebautem Zustand des Schminksets die Farbtöpfe (3) nicht lösen können.
  14. Farbtopf für ein Schminkset nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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