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Dokumentenidentifikation DE202006002862U1 29.06.2006
Titel Keramische Lichtsäule
Anmelder Oppolzer, Manuela, 76307 Karlsbad, DE
DE-Aktenzeichen 202006002862
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 23.02.2006
IPC-Hauptklasse F21S 13/12(2006.01)A, F, I, 20060223, B, H, DE

Beschreibung[de]
1. Stand der Technik

Dekorations- und Lichtobjekte in Haus und Garten erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit. Ständig entwickeln sich neue Formen und Stile. Einen Trend zu leichten, schmalen Objekten mit orientalischem und afrikanischem Einschlag ist in den letzten Jahren gut zu beobachten. Beispiele: Organza Lichtschläuche, Lange schlanke Leuchten aus Sisal, Wassersäulen usw. Leider ist der Betrieb dieser Lichtobjekte ganzjährig nur innerhalb geschlossener Räume möglich.

Andere Objekt für die Außenbeleuchtung sind Zweckbeleuchtungen. Lichtsäulen aus Ton müssen kostenaufwendig montiert werden. D.h. Diese Säulen bestehen nur aus Röhrenelementen, die über ein rohrartiges Gebilde gezogen werden müssen um stabil zu stehen. Dies verlangt eine kompliziert Montage und Verschweißung von Stangen, halbrunden Metallteilen und Lampenfassungen um das notwendige Gerüst für die Keramikbauteile zu erhalten. Natürlich kann man keramische Säulen auch im Ganzen herstellen, aber Öfen in der Höhe von 1, 60 m sind selten. Außerdem sind diese Säulen in der Höhe unvariabel.

Beide Herstellungsverfahren sind zu aufwendig und zu teuer um sie für eine Serienproduktion einzusetzen.

Ich habe ein Produkt entwickelt, dass aufgrund seines Materials, seines Designs, seiner Konstruktion und seiner Einsatzbereiche einzigartig auf dem Markt ist.

2. Aufgabe

Ein einfach zu beleuchtendes Objekt herzustellen in einer Höhe von 60–160 mm, aus verschiedenen Elementen war das Ziel meiner Arbeit. Stabil, wind und wetterfest sollte es sein. Da meine Ausrüstung als Hobbytöpfer begrenzt ist, musste ich die Konstruktion und die Herstellungsweise vereinfachen. Außerdem sollte jedes Element mit Öffnungen durchbrochen sein, durch die das Licht scheinen konnte. Vorerst mit Teelichte wollte ich es beleuchten.

Das Endprodukt sollte eine 1,60 m große Säule sein, die bei Tag dekorativ den Garten ziert und bei Nacht wie ein gigantisches, filigranes Windlicht wirken musste.

3. Die Lösung Das Produkt: (1, 2)

Ein spezielles Halterungssystem mit eigens dafür hergestellten Tonplatten und Kugeln, die auf eine Eisenstange (Wasserrohr) gesteckt sind, ermöglicht die Standfestigkeit und macht die Lichtsäulen dadurch voll einsetzbar im Außenbereich. Diese -Bauweise ähnelt der Bauweise von keramischen Säulenbrunnen und Lichtsäulen in keiner Weise, da diese über ein großes Abfallrohr gezogen werden. Dieses System wurde hier komplett neu durchdacht, da die Säulen innen durchscheinend und transparent sein müssen und Stellfläche für ein Glaswindlicht benötigen.

Jede Säule besteht aus mehreren einzelnen Elementen und ist dadurch in der Höhe bis zu ca.1,60m variabel. Neue Teile können einzeln erworben werden und das System ergänzen. So ist es möglich, eine kleine Säule langsam aufzustocken, oder auch drei Säulen nebeneinander in verschiedenen Höhen zu platzieren. Die Elemente wiederum ähneln einem Windlicht aus Ton, d.h. sie sind mit einem ansprechenden, filigranen Muster durchbrochen.

Die Elemente: (38)

Eine Säule in der Höhe von 1,60 m besteht aus neun Elementen in drei verschiedenen Bauweisen: die Röhren, die Platten und die Kugeln.

Die stabilisierende Elemente sind die Platten und die Plattformen der Kugeln. Die Platten sind beidseitig gerillt und bieten daher eine sichere Standfläche für die Röhren. Die Kugeln haben eine erhöhte Plattform. Der Rand um die Plattform ist gerade im 90° Winkel eingeschnitten um der Röhre eine Standfläche zu geben. Die Stellflächen haben den Durchmesser von ca. 12 cm. Der Innendurchmesser der Röhre beträgt ebenfalls ca. 12 cm. So ist die Röhre auf die Kugel aufsetzbar.

Innerhalb dieser Stellfläche ist im geringen Abstand zur Rillung oder der Erhebung ein Loch gebrochen im Durchmesser von 22 mm, durch das ein verzinktes Wasserrohr geschoben werden kann. Daneben findet sich ein Durchbruch in Form einer Niere für das Durchziehen einer Lichterkette oder eines Lichtschlauches. (Die Nierenform wurde deshalb gewählt um Stellfläche für ein handelsübliches Glaswindlicht zu erhalten).

In den Rückseiten der Röhren und der Kugeln sind Öffnungen zum Hineinstellen eines Glaswindlichtes gebrochen.

Der Aufbau: (2)

Der Aufbau der Säule ist durch die Elemente sehr simpel.

Ein handelsübliches, verzinktes Eisenwasserrohr (Stange) wird als Stellmittel in eine Bodeneinschubhülse oder in einen Steinsockel mit passend gebohrten Loch befestigt.

Erstens wird die untere Sockelkugel mit der flachen Bodenseite unten, auf dieses aufgeschoben und auf dem Boden platziert. Die erste Plattform bildet nun die sicherer Stellfläche für die Röhre. Diese wird aufgesetzt. Als nächstes wird eine Platte mit dem Loch auf die Stange geschoben. Diese Platte wird auf die Röhre platziert und verkantet durch die untere Rillung mit dieser. Die nächste Röhre wird in die obere Rillung eingesetzt. Die Mittelkugel wird auf die Stange geschoben und die untere Plattform der Kugel verkantet mit der Röhre. Nun sind die beiden ersten Röhren mit den Kugeln und Platten verkantet und stehen dadurch sicher. Die Eisenstange bildet eine innenliegende Stütze.

Nun wird die nächste Röhre auf die Plattform der Mittelkugel gestellt. Dann wird wiederum eine Platte auf die Stange geschoben und verkantet mit der unteren Rillung die Röhre. Die nächste Röhre wird auf die obere Rillung der Platte gestellt. Die obere Kugel wird aufgesetzt und deren untere Plattform greift in die letzte Röhre und stabilisiert sie.

Das gesamte Objekt ist nun durch die innenliegende Stange und durch die Verkantung stabil und kann nun von innen beleuchtet werden. Dafür haben die Röhren und die Kugeln auf der Hinterseite eine Öffnung um ein Glaswindlicht hineinzustellen. Bei der Beleuchtung mit Lichterkette oder Schlauch, wird das Beleuchtungsmitte bei der Montage durch die nierenförmige Öffnung gezogen. Die Elemente sind so einfach konstruiert, dass sie in Serie herstellbar sind.

4. Vorteile

Keramische Lichtsäulen sind mehr als nur stimmungsvolle Beleuchtungsmittel. Auch bei Tag haben sie eine dekorative Wirkung als Stele in Gärten, Gebäuden und in Wohnungen. Das spezielle Halterungssystem ermöglicht die Standfestigkeit und macht sie dadurch voll einsetzbar im Außenbereich.

Für das Produkt finden sich ein breiter Wirkungsbereich im Garten, auf Terrasse oder Balkon. Sogar in kleinere Zimmer passt diese platzsparende Dekoration in jede Ecke.

Der Verbraucher ist in der Leuchtmittel- und in der Höhenwahl variabel. Die Herstellung und die Montage ist einfach und kann in Serie produziert werden. Hiermit habe ich ein bezahlbares Produkt entwickelt, das in seiner Form ästhetisch und komplett durchscheinend ist.

Erläuterung der beiliegenden Zeichnungen:

1: Ansicht der keramischen Lichtsäule im kompletten Aufbau, in einer Höhe von ca. 1, 60 m. Bezifferung der einzelnen Elemente: Röhren (1), Platten (2), Kugeln (3, 4, 5).

2: Durchsicht der keramischen Lichtsäule im kompletten Aufbau mit innenliegender Stützstange, in einer Höhe von ca. 1, 60 m. Bezifferung der einzelnen Elemente: Röhren (1), Platten (2), Kugeln (3, 4, 5).

3: Obere Kugel mit unterer Plattform (8) zum Einsetzen in die Röhre. Durchzug für die Lichterkette oder Lichtschlauch (6), Führungsloch für Stützstange (7).

4: Mittlere Kugel mit oberer Plattform (8) zum Aufsetzen der Röhre und unterer Plattform (8) zum Einsetzen in die Röhre. Durchzug für die Lichterkette oder Lichtschlauch (6), Führungsloch für Stützstange (7).

5: Untere Kugel (Sockelkugel) mit oberer Plattform (8) zum Aufsetzen der Röhre. Durchzug für die Lichterkette oder Lichtschlauch (6), Führungsloch für Stützstange (7).

6: Oberseite Platte mit Rillung (9) zum Aufstellen der Röhre. Durchzug für die Lichterkette oder Lichtschlauch (6), Führungsloch für Stützstange (7).

6: Unterseite Platte mit Rillung (9) zum Aufsetzen auf die Röhre. Durchzug für die Lichterkette oder Lichtschlauch (6), Führungsloch für Stützstange (7).

7: Röhre


Anspruch[de]
  1. Keramische Lichtsäule, ganzjährig für den Garten- und Innengebrauch gekennzeichnet durch:

    Aufbau von hohlen beleuchtbaren Objekten (1, 2) auf eine Stange, in Kombination mit Platten (2) oder hohlen Lichtelementen mit Plattform (3, 4, 5)
  2. Hohles Lichtelement nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch:

    Plattform (8), zum verkanten anderer Lichtobjekte, mit Lochung (7) für eine Stange. (3, 4, 5)
  3. Platte nach Anspruch 1 Gekennzeichnet durch:

    Rillung (9) oben und unten, zum verkanten anderer Lichtobjekte, mit Lochung (7) für eine Stange. (6 und 7)
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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