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Dokumentenidentifikation DE202006004426U1 29.06.2006
Titel Einstiegshilfe für Haustiere
Anmelder Kleinmetall GmbH, 63526 Erlensee, DE
Vertreter Stoffregen, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 63450 Hanau
DE-Aktenzeichen 202006004426
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 17.03.2006
IPC-Hauptklasse A01K 1/035(2006.01)A, F, I, 20060317, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einstiegshilfe für Haustiere, insbesondere für junge, kleinere, ältere, schwache oder kranke Hunde, umfassend eine Rampe mit einer Steighilfen aufweisenden Lauffläche.

Eine Einstiegshilfe dieser Art ist beispielsweise aus dem Katalog „SAFETY-FIRST, Gepäck- & Hundeschutzgitter, Tierzubehör", Seite 44, Ausgabe 2005, Kleinmetall GmbH, 63526 Erlensee, bekannt. Die dargestellte Auto-Einstiegshilfe umfasst eine rampenförmige Lauffläche, beispielsweise aus Holz, auf der quer zur Laufrichtung des Haustieres verlaufende Querstege aufgebracht sind, zwischen denen zusätzlich rutschfeste Gummieinlagen angeordnet sind. Bei den Querstegen handelt es sich um im Querschnitt rechteckförmige Leisten, die mit einer die Lauffläche bildenden Grundplatte verbunden wie verschraubt oder verklebt sind. Aufgrund der rechteckförmigen Ausgestaltung steht in Betriebsstellung der Einstiegshilfe eine relativ spitze Kante des jeweiligen Quersteges hervor, welche die eigentliche Steighilfe, d. h. eine Stütze für die Hundepfoten bildet. Die Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass derartige Einstiegshilfen von Hunden nicht angenommen werden, da die Tiere ihre Pfoten nicht oder nur zögerlich auf die spitzen Kanten der Querstege auflegen.

Des Weiteren ist zu bemerken, dass bei der aus dem Stand der Technik bekannten Einstiegshilfe die Querstege in Laufrichtung einen Abstand voneinander aufweisen, der im Bereich von 20 bis 30 cm liegt. Dabei tritt der negative Effekt auf, dass insbesondere bei kleineren Hunden diese auf den Trittflächen zwischen den Querstegen ausrutschen, was bei ungeübten Tieren zu einer Verweigerung der Einstiegshilfe führt.

Zur Verbesserung der Akzeptanz der Einstiegshilfe durch Hunde wurden bereits Zwischenräume zwischen den Querstegen mit rutschfesten Gummieinlagen ausgekleidet, wodurch das Gewicht der Einstiegshilfe allerdings erhöht wird und der Transport der Einstiegshilfe eingeschränkt ist.

Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Einstiegshilfe der eingangs genannten An derart weiterzubilden, dass die Akzeptanz für Haustiere, insbesondere Hunde, verbessert wird, dass der Einstieg für die Haustiere erleichtert wird und dass das Gewicht der Einstiegshilfe reduziert wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Steighilfen eine die Pfoten der Haustiere abstützende Trittfläche aufweisen, die einen Winkel &agr; mit einer Lauffläche der Rampe bildet, der größer als 90° ist. Die Trittflächen bieten einen ausreichenden Halt für die Pfoten der Haustiere, ohne dass sich, wie dies aus dem Stand der Technik hervorgeht, spitze Kanten in die Unterseite der Tierpfote eindrücken.

Eine besonders gute Akzeptanz wurde dadurch erreicht, dass die Steighilfen als quer zur Laufrichtung des Haustieres verlaufende Querstege ausgebildet sind, wobei die Trittfläche von einer Oberfläche des Querstegs gebildet wird. Diese schließt mit einer von der Rampe aufgespannten Ebene einen spitzen Winkel &agr; ein, der im Bereich von 100° bis 160°, vorzugsweise 120° bis 150° liegt und vorzugsweise 135° beträgt. Hierzu ist zu bemerken, dass der Winkel &agr; derart ausgewählt ist, dass die Trittfläche in Betriebsstellung etwa waagerecht oder mit leichtem Gefälle zur Lauffläche hin verläuft.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Trittfläche eine Tiefe T im Bereich von 10 mm bis 30 mm, vorzugsweise 16 mm, aufweist.

Zur einfachen Herstellung der Querstege sind diese im Querschnitt dreieckförmig ausgebildet, vorzugsweise als gleichschenkliges Dreieck mit einer Seitenlänge von 10 mm bis 30 mm, vorzugsweise 16 mm. Derartige Querstege können dann durch Längsteilung eines quadratischen Profils hergestellt werden.

Des Weiteren hat sich gezeigt, dass die Akzeptanz der Einstiegshilfe durch Haustiere wie Hunde besonders groß ist, wenn die Querstege in einem Abstand A von 40 mm bis 100 mm, vorzugsweise 70 mm, in Laufrichtung voneinander beabstandet angeordnet sind.

Um Verletzungen an Pfoten der Haustiere zu vermeiden, ist des Weiteren vorgesehen, dass eine vordere Kante des Quersteges eine Rundung mit einem Radius R aufweist, wobei der Radius R im Bereich von 1 mm bis 6 mm, vorzugsweise 3 mm, liegt.

Zum einfachen Transport der Einstiegshilfe ist vorgesehen, dass die Rampe mittig über ein Gelenk zusammenklappbar ist. Des Weiteren ist vorgesehen, dass ein Quersteg im Bereich des Gelenkes zweiteilig ausgebildet ist, wobei ein erster Teil die waagerechte Trittfläche und ein zweiter Teil eine Abstützung für den ersten Teil bildet.

Als Einstiegshilfe für schwerere Hunde mit einem Gewicht bis beispielsweise 85 kg weist die Rampe seitliche Verstärkungselemente auf, so dass die Einstiegshilfe im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -für sich und/oder in Kombination-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden Ausführungsbeispieles.

Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer Einstiegshilfe für Haustiere, insbesondere Hunde,

2 eine Detailansicht von auf einer Lauffläche befestigten Querstegen mit Tritt fläche und

3 eine Detailansicht eines Querschnittes einer ersten Ausführungsform eines Querstegs und

4 eine Detailansicht eines Querschnittes einer zweiten Ausführungsform eines Quersteges.

1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Einstiegshilfe 10 insbesondere für junge, kleine, ältere, schwache oder kranke Hunde, mit der ein Einstieg beispielsweise in den Laderaum eines Pkw erleichtert werden soll.

Die Einstiegshilfe 10 besteht aus einer plattenförmigen Rampe 12, welche eine Lauffläche 14 bildet, auf der Steighilfen 16 in Form von Querstreben angeordnet sind.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind entlang von seitlichen Längsrändern 18, 20 der Rampe 12 Verstärkungselemente 22, 24 in Form von Leisten vorgesehen.

Des Weiteren ist die Einstiegshilfe 10 im vorliegenden Ausführungsbeispiel klappbar ausgebildet, wobei die Rampe 12 aus zwei Elementen 26, 28 besteht, die über ein Gelenk 30 gelenkig miteinander verbunden sind. Im Betriebszustand stoßen Stirnflächen der Verstärkungselemente 22, 24 im Bereich des Gelenkes gegeneinander, so dass eine stabile Einstiegshilfe auch für Haustiere bis zu einem Gewicht von 85 kg zur Verfügung gestellt wird.

Zum Transport der Einstiegshilfe sind Tragegriffe 32, 34 beispielsweise in dem seitlichen Verstärkungselement 20 vorgesehen.

2 zeigt im Detail die Anordnung der Querstege 16 auf der Lauffläche 14. Gemäß der vorliegenden Erfindung weisen die Steighilfen 16 eine Trittfläche 36 auf, die in Betriebsstellung der Einstiegshilfe 10 waagerecht oder im Wesentlichen waagerecht verläuft, so dass beispielsweise eine Hundepfote im Wesentlichen flächig auf der Trittfläche 36 aufliegt. Dabei schließt die Trittfläche 36 mit einer von der Lauffläche 14 aufgespannten Ebene einen Winkel &agr; ein.

Diese Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass der Querschnitt des Quersteges 16 als gleichschenkliges Dreieck ausgebildet ist (3), wobei die Tiefe T der Höhe H entspricht und im Wesentlichen in einem Bereich zwischen 10 und 30 mm liegt, vorzugsweise 15 mm beträgt. In diesem Fall wäre der Winkel &agr; = 135°. Bei dieser Ausführungsform würde bei einem Einstellwinkel &bgr; ≤ 45° die Trittfläche 36 zur Lauffläche hin geneigt verlaufen, wodurch eine ausreichende Trittfläche für eine Hundepfote bereitgestellt wird, ohne dass eine Abrutschgefahr besteht oder die Gefahr besteht, dass die Hundepfote auf einer scharfen Kante des Quersteges 16 aufliegen muss.

Die Querstege 16 sind aus Holz ausgebildet und auf der vorzugsweise aus Holz ausgebildeten Rampe 12 befestigt wie verschraubt oder verklebt.

4 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Querschnitts des Quersteges 16, der im Wesentlichen als ungleichförmiges Dreieck ausgebildet ist. Dabei weist die Trittfläche 36 eine Tiefe T im Bereich von 10 bis 30 mm, vorzugsweise 16 mm auf. Eine vordere Kante 40 des Querstegs 16 ist mit einem Radius R abgerundet, wobei der Radius im Bereich von 1 mm bis 6 mm liegt, vorzugsweise 3 mm beträgt. Bei einer vorgegebenen Trittflächentiefe T und dem Winkel &agr; ergeben sich die Höhe H und die Weite W des Quersteges 16 aus trigonometrischen Beziehungen.

Die Einstiegshilfe kann in verschiedenen Längen wie beispielsweise L = 120 cm oder L = 160 cm angeboten werden. Die verwendete Länge ist abhängig von der Höhe H des Einstiegs, beispielsweise einer Koffenaumkante eines Kraftfahrzeuges. Bei einer angenommenen Einstiegshöhe von 60 cm und der Verwendung der Einstiegshilfe mit einer Länge von 120 cm ergibt sich ein Anstellwinkel &bgr; von 30°, so dass in diesem Fall bei einem Winkel &agr; von 135° die Trittfläche 36 um 15° gegenüber der Horizontalen zur Lauffläche 14 hin geneigt verläuft.

In dieser Betriebsstellung der Einstiegshilfe würde die Trittfläche 36 waagerecht oder im Wesentlichen waagerecht zu der Bodenfläche 38 verlaufen, wenn der Winkel &agr; = 150° betragen würde. Dieser Winkel bitet sich auch bei einer Länge L von 160 cm und einer Einstiegshöhe von 80 cm an.

Überraschenderweise hat sich des Weiteren gezeigt, dass durch eine Anordnung von Querstegen 16 in einem Abstand A im Bereich von 40 mm bis 100 mm, vorzugsweise A = 70 mm, der Einstieg besonders vereinfacht wird. Durch die relativ enge Anordnung der Querstege 16 wird ebenfalls die Verwendung von rutschfesten Gummieinlagen zwischen den Querstegen überflüssig.


Anspruch[de]
  1. Einstiegshilfe (10) für Haustiere, insbesondere für junge, kleinere, ältere, schwache oder kranke Hunde, umfassend eine Rampe (12) mit einer Steighilfen (16) aufweisenden Lauffläche (14), dadurch gekennzeichnet, dass die Steighilfen (16) in Betriebsstellung der Rampe (12) eine die Pfoten der haustiere abstützende Trittfläche (36) aufweisen, die einen Winkel &agr; mit einer Lauffläche (14) der Rampe (12) bildet, der größer ist als 90°.
  2. Einstiegshilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steighilfen (16) als quer zur Laufrichtung des Haustieres verlaufende Querstege ausgebildet sind, wobei die Trittfläche (36) von einer Oberfläche des Quersteges gebildet wird.
  3. Einstiegshilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittfläche (36) in Betriebsstellung waagerecht oder mit leichtem Gefälle zur Lauffläche (14) hin verläuft.
  4. Einstiegshilfe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel &agr; im Bereich von 100° bis 160°, vorzugsweise 120° bis 150° liegt, insbesondere 135° beträgt.
  5. Einstiegshilfe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittfläche (36) eine Tiefe T im Bereich von 10 mm bis 30 mm, vorzugsweise 16 mm, aufweist.
  6. Einstiegshilfe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Quersteg (16) im Querschnitt dreieckförmig ausgebildet ist, vorzugsweise als gleichschenkliges Dreieck mit einer Seitenlänge von 10 mm bis 30 mm, vorzugsweise 16 mm.
  7. Einstiegshilfe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstege (16) in einem Abstand A von 40 mm bis 100 mm, vorzugsweise 70 mm, in Laufrichtung voneinander beabstandet angeordnet sind.
  8. Einstiegshilfe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine vordere Kante (40) des Quersteges (16) eine Rundung mit einem Radium R aufweist, wobei der Radius R im Bereich von 1 mm bis 6 mm, vorzugsweise 3 mm, liegt.
  9. Einstiegshilfe von zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rampe (12) mittig mittels eines Gelenks zusammenklappbar ist, wobei ein Quersteg (16) im Bereich des Gelenkes zweiteilig ausgebildet ist, mit einem ersten Teil, in dem die waagerechte Trittfläche (36) und einem zweiten Teil, der eine Abstützung für den ersten Teil bildet.
  10. Einstiegshilfe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rampe (12) seitliche Verstärkungselemente (22, 24) aufweist und im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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