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Dokumentenidentifikation DE202006004724U1 29.06.2006
Titel Anbaugerät für Gabelstapler mit Zinkenverstellvorrichtung
Anmelder Durwen Maschinenbau GmbH, 56637 Plaidt, DE
Vertreter Fuchs, K., Rechtsanw., 50668 Köln
DE-Aktenzeichen 202006004724
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 24.03.2006
IPC-Hauptklasse B66F 9/14(2006.01)A, F, I, 20060324, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft ein Anbaugerät für Gabelstapler und andere Flurförderzeuge mit seitlich verstellbaren Zinken zur Lastaufnahme. Solche Geräte sind aus einer Vielzahl von Veröffentlichungen bekannt. Sie weisen in der Regel je zwei obere und untere Führungen auf, an denen die lastaufnehmenden Vorrichtungen, in der Regel Gabelzinken, jeweils oben und unten seitlich verschiebbar geführt werden. Dabei können die lastaufnehmenden Vorrichtungen durch Hydraulikzylinder seitlich relativ zueinander bewegt werden.

Derzeit sind überwiegend solche Geräte der oben beschriebenen Art auf dem Markt erhältlich, die dem Fahrer des Gabelstaplers eine Durchsichtmöglichkeit nach vorne durch das Gerät ermöglichen. Um eine solche Durchsichtmöglichkeit zwischen dem oberen und dem unteren Paar Führungen zu erhalten wurden bisher Konstruktionen vorgeschlagen, die Führungen mit möglichst geringer Bauhöhe vorsehen, wie beispielhaft in der Patentschrift DE 4041846 dargestellt, oder Konstruktionen, bei denen die Hydraulikzylinder in die Führungen integriert sind, wie beispielhaft in der Patentschrift EP 1244596 dargestellt.

Dabei haben die Konstruktionen mit Führungen möglichst geringer Bauhöhe den Nachteil, daß sie meist eine größere Bautiefe aufweisen als die Geräte mit in die Führungen integrierten Zylindern. Außerdem bedingen Führungen mit möglichst geringer Bauhöhe eine aufwendige Konstruktion der Führungen, die mit Problemen bei der Fertigung der entsprechenden Bauteile oder mit Problemen bei deren Montage verbunden ist.

Bei den Konstruktionen mit in die Führungen integrierten Hydraulikzylindern stellt sich das Problem der Zuführung der Hydraulikflüssigkeit zu den Zylindern, wie aus den Patentschriften EP 0628511 und EP 1244596 ersichtlich ist. Dies führt zu Konstruktionen mit vergleichsweise hohem Fertigungsaufwand.

Die hier dargestellte Neuerung sieht daher vor, die Führungspaare (1, 2) jeweils vertikal übereinander anzuordnen, um so die gleiche geringe Bautiefe wie die Konstruktionen mit in die Führungen integrierten Hydraulikzylindern zu erreichen, die Hydraulikzylinder (3, 4) aber vertikal in einer Ebene und horizontal hintereinander und unmittelbar unter dem oberen Führungspaar (1) anzuordnen. So wird eine einfache Konstruktion der Führungen mit einer guten Zugänglichkeit der Hydraulikzylinder, einer problemlosen Zufuhr der Hydraulikflüssigkeit zu denselben und einer ausreichenden Durchsichtmöglichkeit zwischen den beiden Führungspaaren für den Gabelstaplerfahrer verbunden.

Die derart gestaltete Konstruktion gewährt eine mit den in den Patentschriften DE 4041846, EP 0628511 und EP 1244596 dargestellten Konstruktionen vergleichbare Durchsichtmöglichkeit zwischen den beiden Führungspaaren für den Fahrer des Gabelstaplers, ermöglicht aber eine wesentlich einfachere Fertigung und Montage der Geräte. Aus der leichten Montierbarkeit resultiert außerdem ein geringer Wartungsaufwand, da alle Bauteile des Geräts sehr gut zugänglich sind und das Gerät sehr leicht zerlegt werden kann.

Die hier beschriebene Anordnung der Zylinder bedingt allerdings einen vergleichsweise geringen Zylinderdurchmesser, so daß die Ausführung mit zwei Hydraulikzylindern nur für die Verstellung von zwei oder mehr Gabelzinken oder ähnlichen lastaufnehmenden Vorrichtungen geeignet ist. Um auch Lasten einklemmen zu können ist ein weiteres Paar Hydraulikzylinder (5, 6) erforderlich, welches ebenfalls vertikal in einer Ebene und horizontal hintereinander unmittelbar oberhalb des unteren Führungspaares (2) angeordnet wird. Damit ist nur eine geringe Einschränkung der Durchsichtmöglichkeit durch das Gerät verbunden. Die Verwendung von vier Zylindern ermöglicht es, eine ausreichende Kraft aufzubringen, um Lasten einzuklemmen und bietet gleichzeitig gegenüber einer Konstruktion mit nur zwei Zylindern, die dafür aber einen größeren Durchmesser aufweisen und deshalb nicht mehr vertikal in einer Ebene und horizontal hintereinander angeordnet werden können, eine wesentlich verbesserte Durchsichtmöglichkeit zwischen den Führungspaaren. Dies ergibt sich aus einem Vergleich der in der Patentschrift DE 4041846 beschriebenen Konstruktion, bei der die verwendeten Hydraulikzylinder einen so großen Durchmesser aufweisen, daß ein Zylinder die gesamte Bautiefe des Anbaugeräts ausfüllt und somit eine Anordnung der Hydraulikzylinder vertikal übereinander erzwingt.


Anspruch[de]
  1. Anbaugerät für Flurförderzeuge, insbesondere Gabelstapler mit je einem oberen und einem unteren Paar Führungen (1, 2), an denen zwei oder mehr lastaufnehmende Vorrichtungen (7, 8), insbesondere Gabelzinken seitlich beweglich geführt werden und durch Hydraulikzylinder (3, 4) relativ zueinander bewegt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydraulikzylinder (3, 4) vertikal in einer Ebene und horizontal hintereinander unmittelbar unterhalb des oberen Führungspaares (1) angeordnet sind.
  2. Anbaugerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Hydraulikzylinder unmittelbar oberhalb des unteren Führungspaares (2) angeordnet sind.
  3. Anbaugerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Paar Hydraulikzylinder (5, 6) vertikal in einer Ebene und horizontal hintereinander unmittelbar oberhalb des unteren Führungspaares (2) angeordnet sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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