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Dokumentenidentifikation DE202006005137U1 29.06.2006
Titel Transportgerät für mehrere nebeneinander angeordnete, auf Lenkrollen gelagerte Untersätze für darauf hoch bauendes Transportgut
Anmelder LKE Gesellschaft für Logistik- und Kommunikations-Equipment mbH, 45768 Marl, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40211 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202006005137
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.06.2006
Registration date 24.05.2006
Application date from patent application 29.03.2006
IPC-Hauptklasse B62B 3/10(2006.01)A, F, I, 20060329, B, H, DE

Beschreibung[de]

In Produktionsstätten für aus mehreren Teilen zusammenbaubaren Gegenständen, beispielsweise einer Fertigungsstraße mit verschiedenen Arbeitsplätzen, werden die an jedem Arbeitsplatz benötigten Teile mittels eines geeigneten Transportgerätes angeliefert. Vorzugsweise sind die benötigten Teile in übereinander gestapelten Kästen auf mit Lenkrollen bestückten Untersätzen angeordnet. Die Untersätze mit den darauf angeordneten Stapelkästen können dann mit einem geeigneten Transportgerät, insbesondere einem Gabelstapler, an den Arbeitsplatz transportiert werden. Dabei ist es üblich, dass zwei nebeneinander angeordnete Untersätze mit darauf angeordneten Stapelkästen gemeinsam transportiert werden. Ein solcher Transport ist aufwendig, weil immer nur zwei Einheiten gleichzeitig mit dem Gabelstapler transportiert werden können. Außerdem ist es erforderlich, bei Stapelkästen diese auf dem Transportgerät besonders zu sichern.

Um auf Rollen gelagerte Untersätze für darauf hoch bauendes Transportgut zu transportieren, sind auch nach Art von Sattelschleppern ausgebildete Anhänger bekannt (US 4 084 714), die am hinteren Ende ihrer Fahrgestelle mit Laufrollen bestückt sind und am vorderen Ende einen Kragarm als Aufleger aufweisen, mit dem sie entweder auf ein Zugfahrzeug oder auf einem anderen gleichartigen Anhänger gelenkig aufgelegt sind. Zwischen den Laufrollen und dem Aufleger ist eine tief liegende Plattform vorgesehen, auf die an der Seite über hochklappbare Auffahrrampen die fahrbaren Untersätze geschoben werden können. Solche Transportgeräte lassen sich nur im Verband mit mehreren gleichartigen Transportgeräten oder mit einem Zugfahrzeug bewegen.

Der Erfindung liegt der Aufgabe zu Grunde, ein Transportgerät für auf Lenkrollen gelagerte Untersätze mit darauf hoch bauendem Transportgut zu schaffen, mit dem auf einfache Art und Weise die Untersätze transportiert werden können.

Diese Aufgabe wird mit einem Transportgerät gelöst, das als ein Tieflader mit einer zwischen zwei Laufrollen bestückten Fahrgestellen angeordneten tief liegenden Plattform für die Untersätze ausgebildet ist, wobei ein Fahrgestell Lenkrollen aufweist und beide Fahrgestelle auf Seiten der Plattform Stützständer tragen und an mindestens einem seitlichen Rand der Plattform eine Auffahrrampe für die fahrbaren Untersätze angelenkt ist, die aus ihrer im wesentlichen horizontalen Auffahrposition in eine im wesentlichen vertikale Verschließposition hochklappbar und verriegelbar sind.

Bei der Erfindung werden die Untersätze auf die tief liegende Plattform gerollt, was ohne Hebearbeit vonstatten geht. Die Plattform mit ihren Fahrgestellen und Stützständern und Auffahrrampe (n) nehmen die aufgenommenen Untersätze mit dem darauf hoch bauenden Transportgut auf und sichern sie von allen Seiten. Das so beladene Transportgerät bildet einen Wagen, der mit anderen gleichartigen Wagen zu einem lenkbaren Zug zusammengestellt werden kann. Von einem Zugfahrzeug können so gleichzeitig eine Vielzahl von beladenen Untersätzen bewegt werden.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen den seitlichen Stützständern ein mittiger Stützständer angeordnet. Auf diese Art und Weise wird der Laderaum in Abteile aufgeteilt, die jeweils an die Dimension eines Untersatzes angepasst sind. Deshalb liegt der Untersatz auch dann auf dem Transportgerät fest, wenn der Laderaum nicht mit der maximalen Anzahl von möglichen Untersätzen beladen ist.

Zur Versteifung der Stützständer können diese oben an ihren Köpfen über ein Querhaupt miteinander verbunden sein.

Zur Verriegelung der hochgeklappten Auffahrrampe kann an einer Seite mindestens eines Stützrahmens ein Riegel verschiebbar gelagert sein.

Um das Beladen des Transportgerätes mit den Einsätzen zu erleichtern, sollten die Fahrgestelle an ihren einander zugekehrten Innenseiten Gleitkufen für die Untersätze tragen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigen:

1 ein unbeladenes Transportgerät in perspektivischer Ansicht seitlich von oben mit hochgeklappten Auffahrrampen,

2 das unbeladene Transportgerät gemäß 1 in perspektivischer Ansicht seitlich von oben mit einer heruntergeklappten Auffahrrampe,

3 das noch unbeladene Transportgerät gemäß 1 nach Beladen mit einem Untersatz mit darauf hoch bauendem Transportgut in perspektivischer Ansicht seitlich von oben und

4 das voll beladene Transportgerät gemäß 1 in perspektivischer Ansicht seitlich von oben.

Das Transportgerät ist als fahrbarer Tieflader ausgebildet. Es weist ein vorderes Fahrgestell 1, ein hinteres Fahrgestell 2 und eine dazwischen angeordnete und von den Fahrgestellen 1, 2 getragene tief liegende Plattform 3 auf. Am vorderen und hinteren Ende der Plattform 3 sind jeweils ein auf den Fahrgestellen 1, 2 aufgebauter Stützrahmen 4a, 4b, 5a, 5b und in der Mitte dazwischen ein auf der Plattform 3 aufgebauter Stützrahmen 6a, 6b vorgesehen. Die Stützrahmen 4a, 4b, 5a, 5b, 6a, 6b sind oben an ihren Köpfen über ein Querhaupt 7a, 7b miteinander verbunden. Das Querhaupt 7a, 7b ist in der Mitte durch einen Riegel 8 ausgesteift. Durch die Stützrahmen 4a, 4b, 5a, 5b, 6a, 6b wird der Laderaum in zwei Abteile unterteilt.

Das vordere Fahrgestell 1 ist lenkbar. Dafür ist es mit Lenkrollen 8a, 8b bestückt. Außerdem weist es eine starre Kupplung 9 auf. Das hintere Fahrgestell 2 ist nicht lenkbar. Dafür weist es Bockrollen 10a, 10b auf. Außerdem trägt es eine um eine horizontale Achse verschwenkbare Deichsel 11.

Ein solches fahrbares und an einem Ende mit Lenkrollen 8a, 8b bestücktes Transportgerät bildet einen Wagen, der sich mit anderen Wagen zu einem von einem Zugfahrzeug bewegbaren Zug zusammenstellen lässt.

An den seitlichen Längsrändern 3a, 3b der Plattform 3 sind von Führungsschienen gebildete Auffahrrampen 12a, 12b angelenkt, die aus vier starr miteinander gekuppelten Führungsschienen bestehen. Diesen Auffahrrampen 12a, 12b ist an dem mittleren Stützständer 6a, 6b ein Schieberiegel 13a, 13b zugeordnet, der mit einem Haken 14a, 14b die hochgeklappte Auffahrrampe 12a, 12b hintergreift und im hochgeklappten Zustand hält. Abweichend vom Ausführungsbeispiel braucht im einfachsten Fall natürlich nur an einer Seite eine Auffahrrampe 12a, 12b vorgesehen zu sein, um das Transportgerät mit Untersätzen bestücken zu können.

Wie 3 zeigt, erfolgt das Beladen des Transportgerätes mit lenkrollenbestückten Untersätzen 15 und darauf als Transportgut 16 aufgebauter Stapelware in der Weise, dass bei heruntergeklappter Auffahrrampe 12a der Untersatz 15 über die Führungsschienen der Rampe 12a in das in der Zeichnung längs liegende Abteil des Laderaums bis zum Anschlag an der hochgeklappten gegenüberliegenden Laderampe 12b eingefahren wird. Das Einfahren wird noch erleichtert durch an den gegenüberliegenden Seiten der Fahrgestelle 1, 2 angeordnete Gleitkufen 17a, 17b. Sobald der Laderaum bestückt ist, wird auch die Laderampe 12a hochgeklappt und mit dem Schieberiegel 13a verriegelt, dessen Haken 14a die Laderampe 12a hintergreift. Wie die Figur deutlich zeigt, ist das Transportgut 16 dann allseits von den Auffahrrampen 12a, 12b und den seitlichen Stützständern 4a, 4b, 5a, 5b, 6a, 6b fixiert, so dass es auch beim späteren Transport sicher gehalten ist.


Anspruch[de]
  1. Transportgerät für mehrere nebeneinander angeordnete, auf Rollen gelagerte Untersätze (15) für darauf hoch bauendes Transportgut (16), insbesondere Stapelware, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportgerät als ein Tieflader mit einer zwischen zwei laufrollenbestückten Fahrgestellen (1, 2) angeordneten tief liegenden Plattform (3) für die Untersätze (15) ausgebildet ist, wobei ein Fahrgestell (1) Lenkrollen (8a, 8b) aufweist und beide Fahrgestelle (1, 2) auf Seiten der Plattform (3) Stützständer (4a, 4b, 5a, 5b) tragen und an mindestens einem seitlichen Längsrand (3a, 3b) der Plattform (3) eine Auffahrrampe (12a, 12b) für die fahrbaren Untersätze (15) angelenkt ist, die aus ihrer im wesentlichen horizontalen Auffahrposition in eine im wesentlichen vertikale Verschließposition hochklappbar und verriegelbar ist.
  2. Transportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Plattform (3) zwischen den seitlichen Stützständern (4a, 4b, 5a, 5b) ein mittlerer Stützständer (6a, 6b) angeordnet ist.
  3. Transportgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützständer (4a, 4b, 5a, 5b, 6a, 6b) oben an ihren Köpfen über ein Querhaupt (7a, 7b) miteinander verbunden sind.
  4. Transportgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seite mindestens eines Stützständers (6a, 6b) ein Riegel 13a, 13b) verschiebbar gelagert ist, mit dem die hochgeklappte Auffahrrampe (12a, 12b) verriegelbar ist.
  5. Transportgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrgestelle (1, 2) an ihren einander zugekehrten Innenseiten Gleitkufen (17a, 17b) für die Untersätze (15) tragen.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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