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Dokumentenidentifikation DE69926725T2 29.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001047933
Titel EINGEKAPSELTE IPG-STREIFEN
Anmelder Bio-Rad Laboratories, Inc., Hercules, Calif., US
Erfinder OLECH, Lee, Rodeo, US;
HARBERS, J., Adriana, Martinez, US
Vertreter Rummler, F., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anw., 81669 München
DE-Aktenzeichen 69926725
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.10.1999
EP-Aktenzeichen 999550999
WO-Anmeldetag 20.10.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/24628
WO-Veröffentlichungsnummer 0000031526
WO-Veröffentlichungsdatum 02.06.2000
EP-Offenlegungsdatum 02.11.2000
EP date of grant 17.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse G01N 27/447(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B01D 57/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Elektrophoretische Trennungen als Mittel zum Aufreinigen von Proteinen und zur Trennung von komplexen Proteinmischungen haben viele unterschiedliche Formen angenommen. Die Trennungen variieren in der Zusammensetzung des Trennungsmediums, des geometrischen Aufbaus des Mediums, der Art und Weise in welcher Mobilität durch das Medium erreicht wird und in dem Parameter, auf dem die Trennung basiert. Eine Art der elektrophoretischen Trennung, die besonders für Proteintrennungen nützlich ist, ist eine Trennung, die in einem linearen Trennungsmedium durchgeführt wird, dessen pH mit der Entfernung entlang des Mediums variiert. Ein herausragendes Beispiel für ein Trennungsverfahren, das diese Art von Medium nutzt, ist isoelektrische Fokussierung, ein Verfahren durch das Proteine oder andere amphotere Substanzen unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes entlang des pH-Gradienten wandern, wobei jede Spezies seine Wanderung fortsetzt, bis es eine Stelle erreicht an welcher der pH im Medium und der isoelektrische Punkt der Spezies gleich sind. Wenn dieser Zustand erreicht ist, sind die Netto-Ladung auf der Spezies und damit die treibende Kraft zur Wanderung Null und die Wanderung endet. Mit der Beendigung des Vorgangs nehmen die verschiedenen Spezies in einer Probe Positionen in einzelnen, sich nicht bewegenden („isoelektrisch fokussierten") Zonen entlang des pH-Gradienten ein, die ihren isoelektrischen Punkten entsprechen.

Eine isoelektrische Fokussierung kann das gesamte Trennungsverfahren ausmachen, in diesem Fall werden die Bestandteile der Probenmischung durch die Lage der Zonen (im Vergleich zu einem Standard) identifiziert und die Menge jedes Bestandteils wird durch die relative Intensität seiner Zone bestimmt, wie durch Standard-Nachweisverfahren nachgewiesen. Eine isoelektrische Fokussierung kann auch als erste Dimension einer zweidimensionalen Trennung dienen, wobei die zweite Dimension dadurch durchgeführt wird, dass das lineare Medium mit seinen isoelektrisch fokussierten Zonen entlang einer Kante eines zweidimensionalen (plattenförmigen) Trennungsmediums platziert wird, vorzugsweise eines, das keinen pH-Gradienten enthält oder eines, in welchem eine Trennung durch einen anderen Trennungsparameter als dem isoelektrischen Punkt der Spezies durchgeführt wird. Ein elektrisches Feld wird dann in einer Richtung quer zum linearen Medium angelegt, was eine Wanderung des Inhalts jeder fokussierten Zone aus diesem Medium heraus und in das plattenförmige Medium hinein, entlang paralleler Wege, bewirkt, wodurch der Inhalt jeder Zone eine weitere Trennung erfährt.

Das einfachste Mittel zum Erzielen und Aufrechterhalten des pH-Gradienten, der für eine isoelektrische Fokussierung benötigt wird, ist die Verwendung eines in seinen Abmessungen stabilen Mediums, das aus einer molekularen Matrix besteht, an welche funktionelle Gruppen angeheftet worden sind, die entweder geladen oder durch Platzieren des Mediums in ein elektrisches Feld ladbar sind. Streifen eines festen Materials, die solche Gruppen enthalten, werden im Allgemeinen als „immobilisierte pH-Gradienten" („IPG")-Streifen bezeichnet. Beispiele für solche Streifen und ihre Zusammensetzung und Struktur werden durch Rosengren et al. im United States Patent Nr.: 4,130,470, erteilt am 19. Dezember 1978, beschrieben. Das feste Material, das die Matrix des Streifens bildet, ist entweder ein granuläres, faserartiges oder Membranmaterial oder ein Gel. Beispiele für geeignete Materialien sind Polyacrylamid, Cellulose, Agarose, Dextran, Polyvinylalkohol, Stärke, Kieselerdegel und Polymere von Styroldivinylbenzol, sowie Kombinationen dieser Materialien. Beispiele für positiv geladene oder ladbare Gruppen sind Aminogruppen und andere Stickstoff enthaltende Gruppen. Beispiele für negativ geladene oder ladbare Gruppen sind Carbonsäuregruppen, Sulfonsäuregruppen, Boronsäuregruppen, Phosphon- oder Phosphorsäuregruppen und Ester dieser Säuren. Diese Gruppen werden auf der Matrix durch kovalente Bindung oder durch jedes andere Mittel immobilisiert, das die Position der Gruppen sichert und ihre Wanderung verhindert, wenn sie einem elektrischen Feld oder Bewegungen von Flüssigkeiten oder gelösten Stoffen durch den Streifen ausgesetzt werden. Wenn die Matrix ein Polymer ist, ist beispielsweise ein typisches Mittel zur Immobilisierung der Einschluss von geladenen Monomeren, um mit den ungeladenen Monomeren, die den Hauptteil des Polymers bilden, zu copolymerisieren, oder der Einschluss von geladenen Kreuzvernetzungsmitteln. Copolymerisierung oder Kreuzvernetzung kann in einer Weise durchgeführt werden, die einen monotonen Anstieg oder Rückgang in der Konzentration der geladenen oder ladbaren Gruppen ergibt, wodurch der Gradient hergestellt wird. Obwohl IPG-Streifen in hydriertem Zustand gebildet werden, werden sie, sobald sie gebildet wurden, typischerweise dehydriert und den Anwendern in diesem Zustand geliefert. Die Rehydrierung zur Verwendung wird geeigneterweise durch die Probe selbst erreicht, die auf den Streifen aufgetragen und der Streifen für einen ausreichenden Zeitraum stehen gelassen wird, um eine volle Rehydrierung zu erreichen.

Während IPG-Streifen den Vorteil eines stabilen und gut kontrollierten pH-Gradienten bieten und nur eine Rehydrierung erfordern, um gebrauchsfertig zu sein, bereitet ihre Verwendung bestimmte Schwierigkeiten. Sobald ein Streifen rehydriert ist, muss man beispielsweise sorgfältig sein, um sicherzustellen, dass der Streifen während der Verwendung keine Dehydrierung durch Verlust von Wasser an die Atmosphäre erleidet. Da der Streifen im Allgemeinen nicht in einer Kapillare oder einem Schlauchstück oder einer anderen Hülle, welche ihn vor atmosphärischer Einwirkung abschirmen würde, enthalten ist, wird eine Dehydrierung typischerweise durch Bedecken des Streifens mit einer elektrisch isolierenden, mit Wasser unvermischbaren Flüssigkeit, wie Mineralöl, und durch Bedeckthalten des Streifens während der isoelektrischen Fokussierung verhindert. Außerdem muss ein Kontakt der beiden Enden des Streifens mit Elektroden durch das Mineralöl hergestellt und aufrechterhalten werden. Zusätzlich muss, sobald die isoelektrische Fokussierung durchgeführt worden ist, das Mineralöl vollständig vom Streifen entfernt werden, bevor der Streifen in der Zweitdimensionstrennung verwendet werden kann, weil zurückgebliebenes Mineralöl die elektrische Verbindung zwischen dem Streifen und der Gelplatte stören wird.

Im Stand der Technik offenbaren US 5,773,645 und WO 96/13717 beide IPG-Streifen, keines der Dokumente offenbart jedoch eine Vorrichtung wie in Anspruch 1, hierin unten ausgeführt.

Ein eingekapselter IPG-Streifen, der die oben erwähnten Nachteile überwindet, ist nun geschaffen worden. Gemäß der Erfindung wird eine Vorrichtung zur Verwendung in isoelektrischer Fokussierung bereitgestellt, umfassend

einen immobilisierten pH-Gradienten-Streifen, gekennzeichnet durch

ein längliches Gehäuse, das den Streifen umgibt, wobei das Gehäuse durch erste und zweite Wände aus Flüssigkeits-undurchlässigem Material begrenzt wird, die entlang ihrer Ränder lösbar zusammen gefügt und so geformt sind, dass sie eine Kammer bilden, die bemessen ist, um den Streifen zu enthalten, und um ein Aufquellen des Streifen bei Anfeuchtung zu erlauben;

erste und zweite Öffnungen, definiert als Elektrodenzugangsöffnungen in dem Gehäuse und entfernt voneinander angeordnet, wobei jede Elektrodenzugangsöffnung von einer Ionen-durchlässigen, aber Protein-undurchlässigen Membran überspannt und mit einer entfernbaren, Dampf-undurchlässigen Begrenzung bedeckt wird; und

eine dritte Öffnung in dem Gehäuse, definiert als eine Probenauftragsöffnung,

bedeckt mit einer entfernbaren und wieder verschließbaren, Dampf-undurchlässigen Begrenzung.

Der IPG-Streifen in dehydrierter Form wird in einem länglichen Gehäuse, das eine ausreichende Volumenkapazität aufweist, um die Abmessungen des Steifens nach Rehydrierung zu fassen, verschlossen. Das Gehäuse ist im Wesentlichen Flüssigkeits- und Dampf-undurchlässig, mit der Ausnahme von zwei Sätzen von Öffnungen, ein Satz um einen elektrischen Kontakt durch die Gehäusewände hindurch zwischen dem gehaltenen Streifen und den beiden Elektroden, die in der elektrophoretischen Trennung verwendet werden, zu ermöglichen (wobei die Elektroden Teil der Elektrophoresezelle sind, in die der eingekapselte Streifen eingesetzt wird) und der andere für das Auftragen einer Flüssigkeit auf den Streifen, sowohl mit dem Zweck den Streifen zu rehydrieren als auch eine flüssige Probe auf den Streifen aufzutragen. Der erste Satz, der hierin der Einfachheit halber als „Elektrodenzugangsöffnung(n)" bezeichnet wird, besteht aus zwei Öffnungen, eine am oder in der Nähe jedes Endes des Gehäuses. Der zweite Satz, der hierin der Einfachheit halber als „Probenauftragsöffnung(n)" bezeichnet wird, besteht aus mindestens einer, und oft nur einer, Öffnung, die vorzugsweise in Richtung der Mitte des Gehäuses gelegen ist, in am meisten geeigneter Weise auf halbem Wege zwischen den beiden Elektrodenzugangsöffnungen. Die Elektrodenzugangsöffnungen sind nicht offen, statt dessen werden sie von einer Begrenzung überspannt, die Ionen-durchlässig ist, um eine elektrische Verbindung über die Öffnung zu ermöglichen, aber Protein-undurchlässig, um einen Verlust an Probenbestandteilen zu verhindern. Die Probenauftragsöffnung wird nicht von einer solchen Begrenzung überspannt, sondern ist stattdessen vollständig offen, um ein Mittel zum Einbringen der gesamten Probe in das Gehäuse bereitzustellen. Alle Öffnungen werden durch entfernbare, schützende Verschlüsse bedeckt, um die Inhalte zu erhalten und das Gehäuse und den IPG-Streifen vor Beschädigung während Transport, Lagerung und Verwendung zu schützen.

Diese und andere Eigenschaften, Vorteile und Ausführungsformen der Erfindung werden aus der Beschreibung, die folgt, offensichtlich oder einfacher zu verstehen sein.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein Seitenquerschnitt eines eingekapselten IPG-Streifens gemäß dieser Erfindung, die den IPG-Streifen in einem dehydrierten Zustand zeigt.

2 ist eine Ansicht, die identisch zu der von 1 ist, mit der Ausnahme dass der IPG-Streifen in einem rehydrierten Zustand gezeigt wird.

3 ist eine Ansicht, die identisch zu der von 2 ist, mit der Ausnahme dass die obere Platte des Gehäuses entfernt wurde, um den IPG-Streifen freizulegen.

4 ist eine Draufsicht der Unterseite des eingekapselten IPG-Streifens, der in den vorhergehenden Figuren gezeigt wird, vor der Verwendung.

5 ist eine Ansicht, die identisch zu der von 4 ist, während des Auftragens der Probe.

6 ist eine Ansicht, die identisch zu der von 4 und 5 ist, mit der Ausnahme dass die schützenden Abdeckungen über zwei der Öffnungen entfernt worden sind, um die Vorrichtung in einen Zustand für isoelektrische Fokussierung zu bringen.

7 ist eine obere Draufsicht eines Bogens eingekapselter IPG-Streifen, die miteinander verbunden sind, wobei jeder individuelle Streifen der Gleiche ist, wie jene, die in den vorhergehenden Figuren dargestellt werden.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG UND BESTIMMTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Während diese Erfindung eine Vielzahl von Formen, Gestaltungen und Zusammenstellungen zulässt, sprechen die Zeichnungen und die folgende Beschreibung eine einzelne Ausführungsform, als ein Mittel, um ein Verständnis der Erfindung als Ganzes zu erleichtern, detailliert an.

1 und 2 sind Seitenquerschnitte eines eingekapselten IPG-Streifens 11, welcher einen IPG-Streifen 12 enthält, der innerhalb eines Gehäuses eingekapselt ist, das aus zwei Platten eines inerten, elektrisch isolierendem Materials besteht, welches mindestens im Wesentlichen Flüssigkeits-undurchlässig und Dampf-undurchlässig ist, d.h. einer oberen Platte 13 und einer unteren Platte 14, die entlang jeder ihrer vier Kanten miteinander verbunden sind. Der Seitenquerschnitt, der in diesen Zeichnungen gezeigt wird, ist parallel zu den Längsseiten genommen, wobei die Gehäuse längliche Rechtecke sind, die in der Form ungefähr den Abmessungen des IPG-Streifens entsprechen. Die untere Platte 14 ist flach, während die obere Platte 13 in der Mitte relativ zu ihrem Rand angehoben ist, um eine Kammer 15 zu bilden, die den IPG-Streifen enthalten soll. Die Kammer ist groß genug, um den IPG-Streifen in sowohl seiner dehydrierten Form, wie in 1 gezeigt, als auch seiner rehydrierten Form (mit Wasser aufgequollen), wie in 2 gezeigt, zu enthalten.

Die untere Platte 14 enthält drei Öffnungen 21, 22, 23. Die beiden äußersten Öffnungen 21, 22 sind Elektrodenzugangsöffnungen und sind an Stellen, nahe der beiden Enden des IPG-Streifens, gelegen. Diese Öffnungen sind keine offenen Durchgänge sondern sind statt dessen durch Begrenzungen geschlossen, die durchlässig für Ionen sind, um den Durchgang eines elektrischen Stroms zu ermöglichen, aber undurchlässig für große Moleküle, wie Proteine und andere Arten von gelösten Stoffen, die typischerweise in durch elektrophoretische Trennungen zu analysierenden Proben vorhanden sind. Dialysemembranen sind zur Verwendung als das Begrenzungsmaterial für diese Öffnungen gut geeignet. Dialysemembran-Materialien sind im Stand der Technik gut bekannt und einfach von industriellen Lieferanten erhältlich. Beispiele für solche Materialien sind regenerierte Cellulosen wie Cuprophan, Kuoxamcellulose und verseifte Celluloseester; synthetisch modifizierte Cellulosen wie Hemophan, Celluloseacetat und Cellulosetriacetat; und synthetische Materialien wie Polysulfon, Polycarbonat, Polyamid, Polyacrylnitril, geschwefeltes Polyacrylnitril, Polyvinylalkohol und Poly(methylmethacrylat). Die dritte Öffnung 23 ist vollständig offen, um das Auftragen oder Einsetzen der Probe in die Kammer zu ermöglichen. Jede der drei Öffnungen ist von einer entfernbaren Flüssigkeits-undurchlässigen Begrenzung (d.h. einer Abdecklasche oder -streifen) 24, 25, 26 bedeckt. Die Zwecke dieser entfernbaren Begrenzungen werden aus den Beschreibungen von 5, 6 und 7, unten, hervorgehen.

Die Randverbindung, welche die obere Platte 13 an die untere Platte 14 bindet, ist eine, welche die beiden Platten sicher zusammenhält und Flüssigkeits-undurchlässig ist, um jede Flüssigkeit oder Dampf in der Kammer 15 zurückzuhalten. Die Verbindung ist dennoch eine, welche einfach aufbrechbar ist, um es dem Anwender zu ermöglichen, die beiden Platten durch Handkraft zu trennen, um den IPG-Streifen freizulegen, nachdem eine isoelektrische Fokussierung am IPG-Streifen durchgeführt wurde. 3 stellt die untere Platte 14 und den IPG-Streifen 12 dar, nachdem die Bindung aufgebrochen wurde und die obere Platte 13 entfernt wurde. Der aufgequollene IPG-Streifen 12 mit seinen isoelektrisch fokussierten Zonen kann nun von der unteren Platte 14 abgehoben und in einer passenden Elektrophoresezelle für die zweite Dimension einer zweidimensionalen Trennung in Position gebracht werden.

4, 5 und 6 zeigen die Unterseite der unteren Platte 14 des Gehäuses der vorhergehenden Zeichnungen in den drei Stadien der Verwendung des eingekapselten IPG-Streifens. Die gestrichelte Linie 31 zeigt die Stelle der verbundenen Randfläche auf der oberen Seite der unteren Platte. Die drei Öffnungen 21, 22 und 23 werden in jeder der drei Figuren in einigen Fällen durch die Schutzabdeckungen bedeckt und in anderen aufgedeckt dargestellt.

4 zeigt die Vorrichtung, wie sie dem Anwender geliefert werden könnte, vor der Verwendung. Jede der Öffnungen ist durch ihre jeweilige Schutzabdeckung 24, 25, 26 bedeckt. Die Abdeckungen 24, 25 über den beiden Elektrodenzugangsöffnungen sind an ihren Kontaktoberflächen mit einem geeigneten Haftmittel beschichtet, um Flüssigkeits-zurückhaltende Begrenzungen über den Dialysemembranen zu bilden, um sowohl die die Membranen vor mechanischer Beschädigung während des Transports und Handhabung zu schützen, als auch jede Flüssigkeiten in der Kammer während der Rehydrierung des IPG-Streifens zurückzuhalten, und doch die Entfernung der Abdeckungen im angemessenen Stadium des Vorgangs zu ermöglichen. Die Abdeckung 26 über der Probenauftragsöffnung ist ebenfalls an ihrer Kontaktoberfläche mit einem geeigneten Haftmittel beschichtet, das einen Verlust von Flüssigkeiten aus der Kammer verhindern wird.

5 zeigt die Vorrichtung in einem Zustand, in dem eine Probe innerhalb der Kammer platziert werden kann. Die Abdeckung 26 über der Probenauftragsöffnung ist eine Lasche, die zurückgeschlagen wird, um die Öffnung freizulegen und es der Probe zu ermöglichen, durch die Öffnung aufgetragen zu werden, um die Kammer zu füllen. Eine Kante 32 der Lasche ist dauerhaft an die untere Platte 14 gebunden, so dass die Lasche nicht vollständig entfernt wird und über der Öffnung erneut verschlossen werden kann. Die Abdeckungen 24, 25 über den Elektrodenzugangsöffnungen sind immer noch am Platz, wo sie dazu dienen, einen Verlust von Probenflüssigkeit aus der Kammer, entweder durch Flüssigkeitsfluss oder Verdampfung, zu verhindern. Die Öffnungen sind nicht auf eine bestimmte Stelle an der Vorrichtung beschränkt und können entweder auf einer Platte sein, wie gezeigt, oder zwischen beiden Platten verteilt sein und an jeder von verschiedenen Stellen auf den Platten. Der in den Zeichnungen gezeigte Aufbau wird jedoch wegen der Einfachheit der Verwendung des eingekapselten Streifens in einer Elektrophoresezelle bevorzugt.

Sobald die Probe aufgetragen ist und der IPG-Streifen vollständig rehydriert ist, wird die Abdeckungslasche 26 über der Probenauftragsöffnung 23 in ihre ursprüngliche Position zurückgeschlagen, wobei sie die Öffnung verschließt, und die beiden Abdeckungen 24, 25 über den Elektrodenzugangsöffnungen werden vollständig entfernt. Dieser Zustand wird in 6 gezeigt. Der eingekapselte IPG-Streifen ist nun gebrauchsfertig für eine isoelektrische Fokussierung, die durch Platzieren des eingekapselten Streifens in einer Elektrophoresezelle, so dass die Elektroden in der Zelle in Kontakt mit den äußeren Oberflächen der Dialysemembranen 21, 22 sein werden, erreicht wird.

Eine besonders nützliche Ausführungsform der Erfindung wird in 7 gezeigt, die eine Serie von eingekapselten IPG-Streifen 36 zeigt, von denen jeder identisch zu jenen sein kann, die in den vorangehenden Figuren gezeigt wurden, die entlang ihrer Seitenkanten miteinander verbunden sind, um ein Blatt 37 zu bilden. Proben können auf die individuellen Streifen auf dem Blatt aufgetragen werden und das gesamte Blatt kann in eine Elektrophoresezelle gesetzt werden, um alle Streifen gleichzeitig laufen zu lassen. Als Alternative können individuelle, eingekapselte Streifen oder Gruppen von Streifen entlang eingekerbter, oder auf andere Weise leicht trennbaren, Linien, die in der Figur durch gestrichelte Linien 38 dargestellt werden, getrennt werden.

Die Abmessungen und Konstruktionsmaterialien der eingekapselten Streifen dieser Erfindung sind nicht entscheidend für die Erfindung und können variieren. Der typische IPG-Streifen ist ungefähr 3 mm breit und ungefähr 18 cm lang. In dehydrierter Form ist der typische Streifen weniger als 0,1 mm dick und hat eine Verstärkung von ungefähr 0,2 mm Dicke. Die Abmessungen der beiden Platten, die das Gehäuse bilden, sind vorzugsweise so, dass die Kammer 15 eine Volumenkapazität hat, die ein wenig größer ist, als das Volumen des rehydrierten Streifens. Die Verstärkung dient dazu, die Unversehrtheit in den Abmessungen des Streifenmaterials (des Gels) sicherzustellen und ist im Allgemeinen Flüssigkeits-undurchlässig und elektrisch isolierend. In den Ausführungsformen, die hierzu in den Zeichnungen gezeigt werden, wird der Streifen, wenn er während der Herstellung der Vorrichtung in das Gehäuse gesetzt wird, mit der Gelseite in Richtung der Öffnungen positioniert. Eine typische Lochgröße für die Elektrodenzugangslöcher ist ungefähr 2 mm bis ungefähr 2,5 mm im Durchmesser, während eine typische Lochgröße für das Probenauftragsloch ungefähr 1,5 mm im Durchmesser ist. Die beiden Teile des Gehäuses können aus steifen Plastik oder jeder anderen Art von chemisch inertem, elektrisch isolierendem Material hergestellt sein. Die beiden Platten können durch herkömmliche Mittel miteinander verbunden sein, wie Schallschweißen oder einem Haftmittel. Die Materialien, die für die Abdeckungslaschen verwendet werden, können jede dünnen, biegsamen Materialien sein, die Feuchtigkeit zurückhalten, und der entfernbare Verschlusscharakter kann durch die Verwendung eines Haftklebstoffes erreicht werden. Die Lasche über der Probenauftragöffnung kann, entlang einer Kante, nicht entfernbar an der unteren Platte durch ein ausgehärtetes Haftmittel oder einer Schallschweißnaht befestigt sein. Ein Blatt, das mehrere Streifen enthält, wie in 7 gezeigt, kann zehn bis zwölf oder mehr individuelle Streifen enthalten.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Verwendung in einer isoelektrischen Fokussierung, umfassend:

    einen immobilisierten pH-Gradienten-Streifen (12),

    ein längliches Gehäuse, das den Streifen umgibt, wobei das Gehäuse durch erste und zweite Wände (13, 14) aus Flüssigkeits-undurchlässigem Material definiert wird, die entlang ihrer Ränder lösbar zusammen gefügt und so geformt sind, dass sie eine Kammer (15) bilden, die bemessen ist, um den Streifen zu enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer bemessen ist, um ein Aufquellen des Streifen bei Anfeuchtung zu erlauben;

    erste und zweite Öffnungen (21, 22), definiert als Elektrodenzugangsöffnungen in dem Gehäuse und entfernt voneinander angeordnet, wobei jede Elektrodenzugangsöffnung von einer Ionen-durchlässigen, aber Protein-undurchlässigen Membran überspannt und mit einer entfernbaren, Dampf-undurchlässigen Begrenzung (24, 25) bedeckt ist; und

    eine dritte Öffnung (23) in dem Gehäuse, definiert als eine Probenauftragsöffnung,

    bedeckt mit einer entfernbaren und wieder verschließbaren, Dampf-undurchlässigen Begrenzung (26).
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, in welcher die entfernbaren, Dampf-undurchlässigen Begrenzungen, welche die Elektrodenzugangsöffnungen bedecken, an die Außenseite des Gehäuses durch einen Haftkleber angeheftet sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, in welcher die entfernbare, Dampf-undurchlässige Begrenzung, welche die Probenauftragsöffnung bedeckt, an die Außenseite des Gehäuses durch einen Haftkleber angeheftet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in welcher die entfernbare und wieder verschließbare, Dampf-undurchlässige Begrenzung, welche die Probenauftragsöffnung bedeckt, eine Lasche aus einem Material ist, dessen eines Ende nicht-entfernbar an dem Gehäuse befestigt ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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