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Dokumentenidentifikation EP1136622 29.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001136622
Titel Gleiseindeckung
Anmelder Gmundner Fertigteile Ges.m.b.H. & Co. KG, Gmunden, AT
Erfinder Neumann, Bernhard, 4810 Gmunden, AT
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 50109843
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 15.03.2001
EP-Aktenzeichen 018900787
EP-Offenlegungsdatum 26.09.2001
EP date of grant 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse E01C 9/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Gleiseindeckung, welche aus zwischen die beiden Schienen eines Gleises eingefügten Eindeckungsplatten und gegebenenfalls auch aus außen an diese Schienen anschließend verlegten Eindeckungsplatten gebildet ist, welche Eindeckungsplatten aus einem Verbundwerkstoff bestehen und zumindest an einem einer Schiene zugewandten Rand mit Stütznasen versehen sind, welche unter Einfügung elastischer Beilagen in die seitliche Ausnehmung der betreffenden Schiene eingreifen, wobei der Verbundwerkstoff aus mehreren miteinander vermengten Komponenten gebildet ist.

Gleiseindeckungen vorgenannter Art sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt und dienen meist zur Bildung von auf Schienenniveau liegenden Straßenkreuzungen oder ähnlichen auf Schienenniveau liegenden Verkehrsflächen im Bereich von Fabrikations- oder Lagereinrichtungen oder auch der Dämpfung des beim Befahren von Gleisanlagen entstehenden Lärms, wobei gelegentlich auch eine Begehbarkeit solcher schalldämmender Gleiseindeckungen in Betracht gezogen wird. Bei den bekannten Gleiseindeckungen vorgenannter Art ist die Herstellung der zum Eindecken benötigten Platten und auch deren Verlegung am Gleis meist mit einem unerwünscht großen Aufwand verbunden, wobei sich oft Schwierigkeiten daraus ergeben, dass, bedingt durch das Gewicht der Platten und durch spezielle Manipulationsschritte, welche beim Einbau und beim Ausbau der Platten vorgenommen werden müssen, spezielle Hebezeuge und andere Vorrichtungen einzusetzen sind, was bei beengten Platzverhältnissen, wie sie z.B. in Tunnels herrschen, zu beträchtlichen Schwierigkeiten führen kann.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Gleiseindeckung eingangs genannter Art zu schaffen, bei der die Eindeckungsplatten einfach gebaut und einfach mit geringem Aufwand herstellbar sind, wobei ein geringes Gewicht der Platten erzielbar sein soll und so der Ein- und der Ausbau dieser Platten mit einfachen Hebezeugen und im Bedarfsfall auch ohne Hebezeuge von Hand vorgenommen werden kann.

Die erfindungsgemäße Gleiseindeckung eingangs erwähnter Art ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die zwischen die beiden Schienen des Gleises eingefügten Eindeckungsplatten die Form eines quer zur Schienenlängsrichtung verlaufenden U-Profils aufweisen, das aus einer im Wesentlichen ebenen Deckwand und an deren quer zur Schienenlängsrichtung verlaufenden Querrändern angeordneten, von der Deckwand nach unten abstehenden Flanschrippen gebildet ist, wobei die in mindestens eine der Schienen eingreifenden Stütznasen nur durch die Flanschrippenenden gebildet sind, welche an jenen Längsrand der Deckwand, der in Längsrichtung der betreffenden Schiene verläuft, angrenzen. Durch diese Ausbildung kann der vorstehend erwähnten Zielsetzung gut entsprochen werden. Die die Gleiseindeckung bildenden Platten können durch ihre einfache Form mit verhältnismäßig geringem Aufwand hergestellt werden, wobei eine gute Tragfähigkeit dieser Platten schon bei verhältnismäßig geringem Gewicht erzielt werden kann. Es kann eine gute, für intensives Begehen ausreichende Belastbarkeit bei einem Plattengewicht von weniger als 50 kg erhalten werden. Dementsprechend sind solche Eindeckungsplatten im Bedarfsfall, ohne größere Hebeeinrichtungen oder dergl. zu benötigen, von Hand ein- und ausbaubar. Die Stütznasen der Eindeckungsplatten, welche in die neben dem Schienensteg befindliche seitliche Ausnehmung der betreffenden Schiene eingreifen, wobei üblicherweise ein elastisches Profil zwischen die Stütznasen und die betreffende Schiene eingefügt wird, sind in Schienenlängsrichtung gesehen verhältnismäßig schmal, und es wird dadurch die beim Einbau und beim Ausbau der die Gleiseindeckung bildenden Eindeckungsplatten erforderliche Manipulation erleichtert. Außerdem ergeben sich aus der vorgesehenen Form der die Gleiseindeckung bildenden Eindeckungsplatten verhältnismäßig leicht überschaubare statische Verhältnisse, und es kann dadurch auf einfachem Wege eine optimierte Dimensionierung erzielt werden. Hinsichtlich des Verbundwerkstoffes, aus dem die Eindeckungsplatten gebildet sind, steht eine breite Skala von Möglichkeiten zur Verfügung. Für mindestens eine Komponente kommen natürliche Mineralstoffe in gebrochenem oder gemahlenem Zustand ebenso in Betracht wie feinteilige, poröse Leichtbauwerkstoffe, wie beispielsweise Kunststoffgranulat, körnige oder kugelförmige und gebrannte Tonerdeteilchen, körnige Schlackenteilchen und ähnliche Partikel, aus natürlichen oder künstlich hergestellten Basismaterialien, wobei auch Gemische aus verschiedenartigen Partikeln, wie sie vorstehend erwähnt sind, zum Einsatz kommen können. Als bindende Komponente kommen insbesondere Zement und auch Kunststoffbindemittel in Frage, wobei auch diesbezüglich die Möglichkeit Bindemittelgemische einzusetzen besteht. Es ist in den meisten Fällen günstig, wenn der Verbundwerkstoff, aus dem die Eindeckungsplatten gebildet sind, eine Bewehrung beinhaltet, die z.B. aus Stahl oder anderen Metallen, aus Kunststofffäden, Glasfasersträngen, oder Fasermaterialien bestehen kann, wobei bei den Fasermaterialien sowohl natürliche als auch synthetische in Betracht zu ziehen sind und sowohl Beimengungen von Kurzfasern zum Komponentengemenge als auch Einbettungen von längeren aus Fasermaterial gebildeten Strängen in Frage kommen. Die Bewehrung kann auch die Form vorgefertigter flächenhafter Körper haben, wie z.B. die Form von Gittern, Netzen oder Vliesen. Wird eine möglichst hohe Schalldämpfung angestrebt, ist es günstig, wenn eine Komponente des Verbundwerkstoffes ein wie vorerwähnt poröser Leichtbauwerkstoff ist oder zumindest vorwiegend aus einem solchen Werkstoff besteht. Weiter ist es dabei vorteilhaft, die nach oben gerichtete Fläche der Eindeckungsplatten schallschluckend strukturiert auszubilden, z.B. mit geeigneten Rippen oder Hohlausnehmungen zu versehen.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gleiseindeckung ist dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem Längsrand der Deckwand eine Lippe angeordnet ist, deren Dicke geringer ist als die Dicke der Deckwand und welche von der einen Flanschrippe zur anderen Flanschrippe reicht und unter der an der Innenseite der angrenzenden Schiene freigehaltenen Spurkranzrille verlaufend an einer in die benachbarte seitliche Ausnehmung der angrenzenden Schiene eingefügten elastischen Beilage anliegt. Es kann durch diese Maßnahme auf einfache Weise ein guter Abschluss des von den Eindeckungsplatten überdeckten Raumes gegen ein unerwünschtes Eindringen von Fremdmaterial erzielt werden, was auch aus Sicherheitsgründen bedeutsam erscheint, da brennbares Fremdmaterial, wie z.B. Staubanhäufungen, entzündungsgefährdet ist und im Bahnbereich mit mancherlei Zündquellen zu rechnen ist, wobei z.B. achtlos weggeworfene Zigaretten ebenso wie Funken- und Lichtbogenbildungen bei elektrischen Bahnen Entzündungen herbeiführen können. Die vorerwähnte Lippe gibt durch ihre im Vergleich mit der Deckwand geringere Dicke auf einfache Weise die Möglichkeit, zwischen der als gegeben anzusehenden Tiefe der Spurkranzrille und der gleichfalls als gegeben anzusehenden Maximalhöhe von Schienenbefestigungsbauteilen und dergl. eine dauerhafte Trennung und Abdichtung vorzusehen.

Es ist sowohl für die Manipulation beim Einbau der Gleiseindeckungsplatten als auch hinsichtlich des Ausgleichs von Toleranzen an den einzelnen Elementen eines einzudeckenden Gleises von Vorteil, wenn man vorsieht, dass die Lippe aus einem nachgiebig biegsamen Material besteht.

Für die Verlegung zwischen den beiden Schienen eines Gleises kommen in der Regel Eindeckungsplatten in Frage, welche an ihren beiden Längsrändern mit Stütznasen versehen sind, wobei solcherart die Eindeckungsplatten an beiden Seiten durch Eingriff in die seitlichen Ausnehmungen der Schienen gehalten sind. In bestimmten Fällen, wie etwa beim Vorhandensein zusätzlicher Leitprofile an der Schieneninnenseite, kann es sachdienlich sein, Eindeckungsplatten, welche zwischen die beiden Schienen eines Gleises einzufügen sind, nur an einem Längsrand mit Stütznasen zum Eingriff in eine seitliche Schienenausnehmung zu versehen und dementsprechend nur an einem Längsrand an einer Schiene abzustützen und eine solche Eindeckungsplatte im Bereich ihres anderen Längsrahdes auf an deren Bauelementen des Gleises, wie z.B. auf einer die Schienen tragenden Basisplatte, abzustützen. Man kann auch eigene Fundamente für den ohne Stütznasen ausgebildeten Längsrand von Eindeckungsplatten vorsehen. Eindeckungsplatten, welche nur an einem Längsrand mit Stütznasen versehen sind, kommen dabei auch besonders zur Eindeckung des außen an die Schienen eines Gleises anschließenden Bereiches in Frage. Bei Eindeckungsplatten, welche nur an einem Längsrand mit Stütznasen versehen sind und wie vorerwähnt an anderen Bauteilen des Gleises, wie z.B. an Grundplatten, oder anderweitigen Fundamenten aufliegen sollen, ist es im Hinblick auf die in der Regel auf etwas höherem Niveau als derartige Abstützungsstellen befindlichen Schienen vorteilhaft, wenn die Flanschrippen der Eindeckungsplatten im Abstand von dem mit Stütznasen versehenen Längsrand zum anderen Längsrand hin eine größere Höhe aufweisen als an dem den Stütznasen benachbarten Längsrand. Es ist dabei weiter vorteilhaft, wenn man vorsieht, dass die Flanschrippen in dem eine größere Höhe aufweisenden Abschnitt an ihrer Unterseite elastische Abstützungen aufweisen, und ergänzend dazu auch, dass die elastischen Abstützungen höhenverstellbar sind.

Die Erfindung wird nun anhand von Beispielen unter ergänzender Bezugnahme auf die Zeichnung, in der solche Beispiele schematisch dargestellt sind, weiter erläutert.

In der Zeichnung zeigen:

  • Fig.1 ein Gleis, welches mit einer Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgebildeten Gleiseindeckung versehen ist, in Draufsicht;
  • Fig.2 das in Fig.1 dargestellte Gleis in einem Vertikalschnitt gemäß der Linie II-II in Fig.1 in vergrößertem Maßstab;
  • Fig.3 eine Eindeckungsplatte, wie sie beim Gleis nach den Fig.1 und 2 vorgesehen ist, im Schnitt gemäß der Linie III-III von Fig.2;
  • Fig.4 eine Variante einer derartigen Eindeckungsplatte in einem gemäß Fig.2 geführten Schnitt;
  • Fig.5 eine andere Variante einer solchen Eindeckungsplatte in einem gemäß Fig.2 geführten Schnitt;
  • Fig.6 eine andere Ausführungsform eines Gleises mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Gleiseindeckung in einem analog Fig.2 geführten Vertikalschnitt; und
  • Fig.7 eine Eindeckungsplatte, wie sie bei der Ausführungsform nach Fig.6 vorgesehen ist, in einer Ansicht.

Die in den Fig.1 und 2 dargestellte Ausführungsform eines Gleises 1 ist mit einer Gleiseindeckung versehen, welche aus zwischen den beiden Schienen 2 des Gleises eingefügten Eindeckungsplatten 3 und aus außen an die Schienen 2 anschließend verlegten Eindeckungsplatten 4 gebildet ist. Die Eindeckungsplatten 3, 4 bestehen aus einem Verbundwerkstoff, der aus mehreren miteinander vermengten Komponenten gebildet ist. Eine Komponente ist dabei ein aus einer Vielzahl von Partikeln bestehendes Material und eine weitere Komponente ist ein Bindemittel, mit dem die Partikel zu einem stabilen Körper vereinigt sind. Die Partikel können aus verschiedenen natürlichen oder künstlich hergestellten Basismaterialien, beispielsweise aus natürlichen Mineralstoffen, aus porösen Leichtbauwerkstoffen, wie Kunststoffgranulat, aus Tonerde oder aus Schlacke bestehen. Als Bindemittel kommen insbesondere Zement oder Kunststoffbindemittel und auch Bindemittelgemische in Betracht. Die zwischen den beiden Schienen 2 verlegten Eindeckungsplatten 3 sind an ihren beiden den Schienen 2 zugewandten Rändern mit Stütznasen 5 versehen, welche unter Einfügung elastischer Beilagen 6, welche zweckmäßig in Form von Elastomerprofilen ausgebildet sind, in die seitlichen Ausnehmungen 7 der Schienen 2 eingreifen; diese Ausnehmungen werden manchmal Laschenkammern genannt. Die außen an die Schienen anschließend verlegten Eindeckungsplatten 4 sind nur an einem Rand, nämlich dem der betreffenden Schiene 2 zugewandten Rand, mit derartigen Stütznasen 5 versehen, welche gleichfalls unter Einfügung elastischer Beilagen 6 in seitliche Ausnehmungen 7 der betreffenden Schienen 2 eingreifen.

Wie aus den Fig.2 und 3 ersichtlich ist, sind die Eindeckungsplatten 3, 4 in Form eines quer zur Schienenlängsrichtung 8 verlaufenden U-Profils ausgebildet, das aus einer im Wesentlichen ebenen Deckwand 9 und aus Flanschrippen 11, 11' gebildet ist, welche an den quer zur Schienenlängsrichtung 8 verlaufenden Querrändern 10 der Deckwand 9 angeordnet sind und von dieser Deckwand 9 nach unten abstehen. Die in die Schienen 2 eingreifenden Stütznasen 5 sind nur durch die Flanschrippenenden 12 gebildet, welche an die in Schienenlängsrichtung 8 verlaufenden Längsränder 13, 13', 13" der Deckwand 9 angrenzen.

Es ist günstig, in den Eindeckungsplatten 3, 4 Bewehrungen anzuordnen; in der Zeichnung ist eine Bewehrung 14 in der Deckwand 9 und eine Bewehrung 15 in den Flanschrippen 11, 11' angedeutet. Die Bewehrung 14 kann z.B. in Form eines Gitters oder einer Matte ausgebildet sein, welche gegebenenfalls unter Umbiegung auch in die Flanschrippen reichen kann. Die Bewehrungen 15 können z.B in Form von Stäben oder Fasersträngen ausgebildet sein.

Die Schienen 2 sind mit Schienenbefestigungselementen 16 an einer Basis 17 gehalten, welche in verschiedener Form realisiert sein kann, z.B. in Form von Schwellen, die auf einem Schotterbett verlegt sind, oder auch in Form einer durchgehenden Basisplatte. Zwischen den Längsrändern 13, 13' der Deckwand 9 der Eindeckungsplatten 3 und der Innenseite der Schienen 2 ist ein einer Spurkranzrille 18 entsprechender Abstand vorgesehen. Es ergibt sich dabei, wie in Fig.2 links dargestellt ist, zwischen der Innenseite der Schiene 2, den Stütznasen 5 und dem Längsrand 13 der Deckwand 9 eine Öffnung, welche gewünschtenfalls, wenn vermieden werden soll, dass im Laufe der Zeit Fremdmaterial in den unter der Deckwand 9 liegenden Raum eindringt, mit einer geeigneten Abdeckung geschlossen werden kann. Rechts in Fig.2 ist eine Ausbildung dargestellt, bei der ein solcher Abschluss durch eine Lippe 19 gebildet ist, welche am Längsrand 13' der Deckwand 9 angeordnet ist. Die Dicke dieser Lippe 19, welche von der einen Flanschrippe 11 zur anderen Flanschrippe 11' der Eindeckungsplatten 3 reicht, ist geringer als die Dicke der Deckwand 9. Es verläuft diese Lippe 19 unter der an der Innenseite der angrenzenden Schiene 2 freigehaltenen Spurkranzrille 18, und es liegt diese Lippe 19 an der in die benachbarte seitliche Ausnehmung 7 der Schiene 2 eingefügten elastischen Beilage 6 an. Durch die wie erwähnt geringe Dicke der Lippe 19 findet diese problemlos zwischen Schienenbefestigungselementen 16 und der freizuhaltenden Spurkranzrille 18 Platz. Es ist vorteilhaft, wenn die Lippe 19 aus einem nachgiebig biegsamen Material besteht.

Bei der in Fig.2 links dargestellten Ausbildung können solche Eindeckungsplatten 3 problemlos den betreffenden Längsrand 13 umgreifend erfasst werden. Im Fall des Vorsehens von Lippen 19 empfiehlt sich das Vorsehen von Griffmulden oder dergl., die ein Erfassen der Eindeckungsplatten erleichtern.

Die Oberseite 20 der Eindeckungsplatten 3, 4 kann, wie in den Fig.2 und 3 dargestellt, im Wesentlichen glatt ausgebildet sein. Es ist aber möglich, die Oberseite 20 speziellen Zwecken folgend modifiziert auszubilden und z.B., wie in Fig.4 dargestellt ist, Rillen 21 einzuformen, in welche Ausgleichsleiter, wie sie bei elektrischen Bahnen vorgesehen sind, eingefügt werden können. Auch kann man, wie in Fig.5 dargestellt ist, die Oberseite 20 von Eindeckungsplatten 3, 4 mit einer schalldämpfenden Struktur 22 versehen.

Bei der in Fig.6 im Schnitt dargestellten Ausführungsform eines Gleises ist an der linken Seite eine einfache Schiene 2 vorgesehen, während an der rechten Seite an der Innenseite der Schiene 2 zusätzlich eine Spurkränze leitende Leiste 23 angeordnet ist. Die zwischen den Schienen 2 verlegten Eindeckungsplatten 3 haben nur an der linken Seite, am Längsrand 13, Stütznasen 5 und enden an der rechten Seite stumpf. Es sind die Eindeckungsplatten 3 im Bereich ihrer rechten Seite auf der Basis 17 gelagert und an dieser oder an der Leiste 23 gegen seitliche Verschiebung abgestützt. Die Flanschrippen 11, 11' der Eindeckungsplatten 3 sind in einem Abschnitt 24, der sich im Abstand vom Längsrand 13 befindet und zum Längsrand 13' reicht, mit größerer Höhe ausgebildet als an dem den Stütznasen 5 benachbarten Längsrand 13. An der Unterseite der Flanschrippen 11, 11' sind im Abschnitt 24 elastische Abstützungen 25 angeordnet, welche vorzugsweise höhenverstellbar, z.B. mittels Schrauben, ausgebildet sind. Wie Fig.7 zeigt, sind die Eindeckungsplatten 3 der in Fig.6 dargestellten Ausführungsform am Längsrand 13 wie oben erörtert mit Lippen 19 versehen und haben Griffausnehmungen 26, um das Erfassen dieser Eindeckungsplatten zu erleichtern.


Anspruch[de]
  1. Gleiseindeckung, welche aus zwischen die beiden Schienen (2) eines Gleises (1) eingefügten Eindeckungsplatten (3) und gegebenenfalls auch aus außen an diese Schienen anschließend verlegten Eindeckungsplatten (4) gebildet ist, welche Eindeckungsplatten (3, 4) aus einem Verbundwerkstoff bestehen und zumindest an einem einer Schiene (2) zugewandten Rand (13, 13', 13") mit Stütznasen (5) versehen sind, welche unter Einfügung elastischer Beilagen (6) in die seitliche Ausnehmung (7) der betreffenden Schiene (2) eingreifen, wobei der Verbundwerkstoff aus mehreren miteinander vermengten Komponenten gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die zwischen die beiden Schienen (2) des Gleises (1) eingefügten Eindeckungsplatten (3) die Form eines quer zur Schienenlängsrichtung (8) verlaufenden U-Profils aufweisen, das aus einer im Wesentlichen ebenen Deckwand (9) und an deren quer zur Schienenlängsrichtung (8) verlaufenden Querrändern (10) angeordneten, von der Deckwand (9) nach unten abstehenden Flanschrippen (11, 11') gebildet ist, wobei die in mindestens eine der Schienen (2) eingreifenden Stütznasen (5) nur durch die Flanschrippenenden (12) gebildet sind, welche an jenen Längsrand (13, 13', 13") der Deckwand (9), der in Längsrichtung (8) der betreffenden Schiene (2) verläuft, angrenzen.
  2. Gleiseindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem Längsrand (13, 13') der Deckwand (9) eine Lippe (19) angeordnet ist, deren Dicke geringer ist als die Dicke der Deckwand (9) und welche von der einen Flanschrippe (11) zur anderen Flanschrippe (11') reicht und unter der an der Innenseite der angrenzenden Schiene (2) freigehaltenen Spurkranzrille (18) verlaufend an einer in die benachbarte seitliche Ausnehmung (7) der angrenzenden Schiene eingefügten elastischen Beilage (6) anliegt.
  3. Gleiseindeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippe (19) aus einem nachgiebig biegsamen Material besteht.
  4. Gleiseindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleiseindeckung Eindeckungsplatten (3, 4) aufweist, welche nur an einem Längsrand (13, 13', 13") mit Stütznasen (5) versehen sind.
  5. Gleiseindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleiseindeckung Eindeckungsplatten (3) aufweist, welche nur an einem Längsrand (13) mit Stütznasen (5) versehen sind und deren Flanschrippen (11, 11') im Abstand von diesem Längsrand (13) zum anderen Längsrand (13') hin eine größere Höhe aufweisen als am den Stütznasen (5) benachbarten Längsrand (13).
  6. Gleiseindeckung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanschrippen (11, 11') in dem eine größere Höhe aufweisenden Abschnitt (24) an ihrer Unterseite elastische Abstützungen (25) aufweisen.
  7. Gleiseindeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Abstützungen (25) höhenverstellbar sind.
  8. Gleiseindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbundwerkstoff eine Bewehrung (14, 15) enthält.






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