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Dokumentenidentifikation EP1658939 29.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001658939
Titel Kreismesserhalter mit Handschutz
Anmelder Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik für Maschinenmesser und Kompressorventile, 51491 Overath, DE
Erfinder Bilstein Willi, 51491 Overath, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 18.11.2005
EP-Aktenzeichen 050251982
EP-Offenlegungsdatum 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2006
IPC-Hauptklasse B26D 7/22(2006.01)A, F, I, 20060418, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kreismesserhalter mit zumindest einer Lagerung eines Kreismessers, einen Stellantrieb zur Positionsänderung des Kreismessers und mit zumindest einem Handschutz, der gegenüber dem Kreismesser relativ bewegbar angeordnet ist.

In der GM 200 11 320 ist eine Handschutzhaube beschrieben, die mit einem Grundkörper eines pneumatischen Scherenschnittmesserhalters fest verbunden ist und den Messerkopf vollkommen umschließt und die eine Öffnung aufweist, durch die das Kreismesser mit seiner Schneide in die Schneidposition herausführbar ist. Diese Konstruktion ist starr und weist nur eine Schutzfunktion in Ruheposition auf.

In der angemeldeten GM 20 2004 017 934.2 ist ein Handschutz beschrieben, der als einheitliches, im Wesentlichen aus zwei miteinander verbundenen Platinen bestehendes Bauteil am Grundkörper manuell in Richtung Unterwerkzeug verschiebbar und an einem oberen Festanschlag für die Ruheposition und an einem unteren Festanschlag für die Schneidposition arretierbar befestigt ist.

In der DE-PS 31 46 123 ist ein Kreismesserhalter beschrieben, der einen im wesentlichen aus einem Bauteil bestehenden, geschlossenen nur nach unten offenen Handschutz aufweist. Ein wesentlicher Nachteil besteht sowohl in Ruheposition als auch in Schneidposition darin, dass der Handschutz nach oben ausweicht und die Messerschneide freigibt, sobald der Werker bei Einstellarbeiten gegen sie stößt.

Nach dem weiteren Stand der Technik sind daher mehrere Vorschläge für einen demgegenüber zwangsläufig geschlossenen Handschutz bekannt. Sowohl in der DE-PS 37 12 078, in der DE-PS 38 41 576 als auch in der G 90 12 926.1 ist einem kreissegmentförmigen Ausschnitt an einem festen Primärhandschutz ein diesem angepasstes Segment oder Segmente als Sekundärhandschutz zugeordnet, wobei dieser durch diverse Antriebe und Vorrichtungen weggeschwenkt, -gedreht, -geklappt, oder -geschoben wird. Nur in der Ruheposition ist hierbei in allen Fällen ein sicherer Schutz vor der Kreismesserschneide gewährleistet. In der unteren Schneidposition liegt diese jedoch im Bereich des Ausschnittes mehr oder weniger frei.

In der DE-GM 90 13 761 ist ein Sekundärhandschutz beschrieben, wobei dieser als ein in einer zum Kreismesser parallelen Ebene angeordnetes, mit dem Grundkörper des Kreismesserhalters fest verbundenes, plattenartiges oder teilweise plattenartiges Element ausgebildet ist, das die Messerschneide in Richtung Gegenwerkzeug überragt und an der Unterkante zusätzlich abgewinkelt und hier eine Öffnung für den Durchtritt der Kreismesserschneide aufweisen kann und/oder abklappbar bzw. abschwenkbar ist. Der Sekundärhandschutz ist jedoch in Richtung Unterwerkzeug fixiert, sodass sich das Kreismesser und der Primärhandschutz an diesem vorbei in die untere Schneidposition bewegt. Auch hierbei liegt die Kreismesserschneide mehr oder weniger frei.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Unfallgefahr bei der Nutzung eines Kreismessers zu verringern.

Diese Aufgabe wird mit einem Kreismesserhalter mit den Merkmalen des Anspruches 1 sowie mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 13 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.

Vorgeschlagen wird ein Kreismesserhalter mit zumindest einer Lagerung eines Kreismessers, einem Handschutz und einem Stellantrieb mit einer translatorischen Positionsänderung des Kreismessers und des Handschutzes, der gegenüber dem Kreismesser relativ bewegbar angeordnet ist. Es ist zur translatorischen Positionsänderung zumindest eine zusätzliche translatorische Führung vorgesehen, entlang der der Handschutz relativ zum Kreismesser von einer ersten Endstellung zu einer zweiten Endstellung unter Nutzung eines vom Stellantrieb getrennt angeordneten Stellelementes automatisch führbar ist und zumindest das Stellelement am Kreismesserhalter angeordnet ist, mittels dem eine Kraft auf den Handschutz entlang der translatorischen Führung in Richtung einer Arbeitsposition des Handschutzes aufprägbar ist, die den Handschutz gegen einen Anschlag als Endstellung drückt, so dass mittels des Stelldruckelementes eine Relativbewegung zwischen Kreismesser und Handschutz bewirkbar ist. Dabei ist das Kreismesser aus einem Schutz des Handschutzes heraus in seine Arbeitsposition verfahrbar. Durch die translatorische Führung ist sichergestellt, dass der Handschutz bei Ausübung seiner Relativbewegung gerade geführt wird. Ein Verhaken oder Klemmen wird bei dieser Sicherheitsfunktion somit ausgeschlossen. Im Übrigen wird ein Bewegungsablauf auch insgesamt vereinfacht und die für eine Einstellung einer Position des Handschutzes bzw. für eine Position des Kreismessers notwendigen Lageregulierungen zusätzlich verbessert. Insbesondere erfolgt die translatorische Führung über den gesamten Weg von der ersten Endstellung zur zweiten Endstellung. Das Stellelement ist insbesondere ebenfalls von der ersten Endstellung bis zur zweiten Endstellung aktiv, so dass vorzugsweise allein aufgrund der aufgebrachten Kraft, insbesondere Druckkraft durch das Stellelement, die Relativbewegung zwischen Handschutz und Kreismesser ausgeführt wird. Die translatorische Führung kann beispielsweise direkt am Handschutz angeordnet sein. Sie kann jedoch auch am Stellantrieb vorgesehen werden. Der Stellantrieb kann beispielsweise pneumatisch, elektrisch oder auch hydraulisch ausgeführt sein. Ebenfalls sind Mischungen dieser verschiedenen Antriebsarten möglich. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass ein Stellantrieb auch mechanisch ausgeführt ist, wobei ein Stellen händisch erfolgen kann. Das Stellelement kann beispielsweise ebenfalls pneumatisch, elektrisch oder hydraulisch wie auch mechanisch ausgeführt sein. Beispielsweise wird der Stellantrieb anders als das Stellelement angetrieben. Damit geht eine Ausfallsicherheit einher.

Eine weitere Ausfallsicherheit ergibt sich, wenn zusätzlich zum wirkenden Stellelement auch die Möglichkeit besteht, die Erdanziehung ausnutzen zu können. Gemäß einer Ausgestaltung ist eine Passung aneinander vorbeigleitender Elemente, insbesondere der translatorischen Führung, vorgesehen, die ein Gleiten nur unter der Wirkung der Erdanziehung erlaubt, sofern das Stellelement ausfallen würde. Dazu kann vorgesehen sein, dass eine Kopplung mit dem Stellelement in einem derartigen Falle automatisch unterbrochen werden würde. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die Passung derart ist, dass eine reibbedingte Unterbrechung einer Bewegung eintritt, wenn das Stellelement ausfällt.

Im Folgenden wird die Ausgestaltung des Stellelementes anhand eines Druckelementes näher erläutert. Neben der Verwendung eines Druckelementes besteht jedoch ebenfalls die Möglichkeit, ein Zugelement einzusetzen. Dieses weist die Wirkung auf, für die Relativbewegung bzw. für die gegen den Anschlag wirkende Kraft eine Zugkraft einzusetzen. Das Zugelement kann ebenso wie das Druckelement an verschiedenen Positionen angeordnet werden. Im Übrigen können auch Kombinationen von Zug- und Druckelement das Stellelement bilden. So wie für das Druckelement unterschiedliche Ausgestaltungen zum Einsatz gelangen können, gilt dieses auch für das Zugelement.

Das Druckelement kann gemäß einer ersten Ausgestaltung einen konstanten Druck aufprägen. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann das Druckelement einen sich ändernden Druck aufprägen. Vorzugsweise ist der Druck einstellbar. Eine Weiterbildung sieht vor, dass das Druckelement hydraulisch oder pneumatisch angesteuert wird. Eine andere Weiterbildung sieht vor, dass das Druckelement eine mechanische Druckerzeugung aufweist. Eine Ausgestaltung sieht vor, dass das Druckelement zumindest eine Feder aufweist, insbesondere eine Spiralfeder. Diese ist als Druckfeder ausgeführt und kann eingesetzt in den Kreismesserhalter das Druckelement bilden.

Neben der Anordnung eines einzelnen Druckelementes besteht weiterhin die Möglichkeit, dass mehrere Druckelemente vorgesehen werden. Gemäß einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zwei Druckelemente parallel zueinander angeordnet sind. Durch eine Verteilung der beiden Druckelemente derart, dass ein vergleichmäßigter Gesamtdruck aufgeprägt werden kann, wird bei der translatorischen Führung vermieden, dass Querkräfte in der Führung auftreten, die ansonsten ein eventuelles Klemmen bewirken könnten.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass zumindest ein erstes Druckelement eine Längenänderung aufweist, die parallel zu der translatorischen Führung verläuft. Gemäß einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zumindest ein eine erstes Druckelement eine Längenänderung aufweist, die entlang einer Verlängerung der translatorischen Führung verläuft. Wiederum eine zusätzliche Ausgestaltung weist zumindest ein Druckelement mit einer Längenänderung auf, bei dem diese innerhalb der translatorischen Führung verläuft.

Gemäß einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zumindest eines der Druckelemente mit dem Handschutz verbunden ist und direkt auf den Handschutz die Druckkraft aufprägt. Insbesondere können jedoch auch mehrere Druckelemente mit dem Handschutz verbunden sein, um die Druckkraft aufzuprägen. Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Druckkraft auf den Handschutz beispielsweise über einen Grundkörper des Kreismesserhalters, an dem der Stellantrieb angeordnet ist, auf den Handschutz aufgeprägt wird. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die Druckkraft über eine Abstützung am Handschutz selbst auf einen Teil des Handschutzes aufgeprägt wird. Letzteres wird insbesondere durch einen zumindest zweiteiligen Handschutz ausführbar, der sich vorzugsweise in einen Primärhandschutz und einen Sekundärhandschutz unterscheiden lässt. Auch besteht die Möglichkeit, dass die Druckkraft eine Abstützung am Stellantrieb erhält.

Für eine Genauigkeit der Führung ist es vorteilhaft, wenn die translatorische Führung eine erste Führungsbahn und eine zweite Führungsbahn aufweist, die parallel zueinander angeordnet sind. Vorzugsweise sind die erste Führungsbahn und die zweite Führungsbahn gleichartig, insbesondere auch auf gleicher Höhe verlaufend. Die erste und die zweite Führungsbahn können jedoch auch verschieden, zum Beispiel verschoben zueinander bezüglich ihrer jeweiligen Anordnungshöhe sein. Auch besteht die Möglichkeit, mehr als zwei Führungsbahnen zu nutzen. Die Führungsbahnen sind gemäß einer Ausgestaltung die einzigen Führungen entlang der translatorischen Relativbewegung zwischen Kreismesser und Handschutz. Insbesondere können dadurch diese Führungsbahnen und entsprechenden in den Führungsbahnen verlaufenden Führelemente aufeinander angepasste Passungen aufweisen, die einerseits eine enge Toleranz, andererseits kein Klemmen erlauben. Gemäß einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zumindest eine zweite Führung vorgesehen ist, über die zumindest ein Anschlag für den Handschutz und/oder das Kreismesser bzw. den Stellantrieb zur Verfügung gestellt wird.

Vorzugsweise weist der Kreismesserhalter eine Bauform auf, bei der der Handschutz zumindest eine Koppelstelle mit einem Bauteil des Kreismesserhalters aufweist, bei dem die Koppetstette eine Begrenzung einer relativen Bewegung zwischen Handschutz und Kreismesser entlang der translatorischen Führung bewirkt. Die Koppelstelle kann beispielsweise einen Anschlag bilden. Der Anschlag kann beispielsweise seine Wirkung entfalten, wenn der Handschutz eine erste und/oder zweite Endstellung eingenommen hat. Die Koppelstelle kann in der translatorischen Führung integriert wie auch unabhängig von dieser vorgesehen sein. Die translatorische Führung kann eine Begrenzung für eine Bewegung des Kreismessers oder des Handschutzes aufweisen, beispielsweise durch einen formschlüssigen Anschlag.

Der Kreismesserhalter ist beispielsweise in einem Scherenschnittsystem als Oberwerkzeug mit einem Obermesser verwendbar, dem ein Nutmesser bzw. eine Nutmesserbüchse als Unterwerkzeug gegenüberliegend angeordnet ist. Auch besteht die Möglichkeit, dass der Kreismesserhalter in einem Quetschschnittsystem angewendet wird, bei dem der Kreismesserhalter ein Quetschmesser aufweist, das als Oberwerkzeug dient und einem Unterwerkzeug gegenüberliegend angeordnet ist. Das Unterwerkzeug ist insbesondere eine Welle mit harter, vorzugsweise gehärteter Oberfläche.

Der Kreismesserhalter wird insbesondere derart angesetzt, dass angeordnet in einer Längsschneidevorrichtung der Handschutz in einer Verfahrposition des Kreismesserhalters zum Eingriff mit einem längs zu schneidenden Material einen offenen, vertikalen Spalt mit einem gegenüberliegenden Bauteil der Längsschneidevorrichtung bildet, der kleiner als 5 mm ist. Durch die insbesondere allein translatorische Führung zumindest in einem Bereich zur Arbeitsposition des Kreismessers kann bei entsprechender Vorgebung des Handschutzes vermieden werden, dass ein Bediener zwischen der Ober- und der Unterwalze bzw. dem Obermesser und dem Untermesser mit seinen Fingern gelangen kann. Die translatorische Führung erlaubt, dass eine senkrechte Zustellbewegung auf das gegenüberliegende Bauelement, insbesondere eine Drehwalze ausführbar ist. Insbesondere geht die senkrecht auf der Welle oder Achse stehende Verfahrrichtung direkt durch eine Längsachse der Welle oder Buchse hindurch. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die translatorische Verfahrrichtung des Kreismesserhalters für das Kreismesser derart angeordnet ist, dass eine Zustellbewegung versetzt zur Längsachse und damit geneigt zu dieser verläuft. Insbesondere ist jedoch der Kreismesserhalter und damit auch das Kreismesser parallel zu einem senkrechten Querschnitt durch die Wellenlängsachse bzw. Buchsenlängsachse angeordnet. Gemäß einer anderen Ausgestaltung kann der Kreismesserhalter jedoch auch dazu geneigt eingestellt werden, so dass das Kreismesser ebenfalls eine Neigung gegenüber der Längsachse der Welle bzw. Buchse erhält.

Der offene, vertikale Spalt, der sich zwischen dem Handschutz und dem gegenüberliegenden Bauteil bildet, wenn sich das Kreismesser in einer Arbeitsposition befindet, soll die Verletzungsgefahr minimieren. Vorzugsweise ist der sich dabei ergebende Spalt höchstens 4 mm oder weniger hoch. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass einerseits Fingerverletzungen durch zufälliges Hineingeraten zwischen Welle bzw. Buchse und Schneidmesser vermieden werden. Zum anderen erlaubt die Spalthöhe das Einführen von zu schneidendem Material. Insbesondere beim Einrichten der Längsschneidevorrichtung kann das Zuführen des Materials in den Spalt sichergestellt werden, ohne dass dabei die das Material haltenden Finger selbst in einen Schneidbereich geraten können.

Vorzugsweise ist der Kreismesserhalter in einem Bereich zumindest einer der Endstellungen mit einer Sperre versehen, die eine Relativverschiebung zwischen Handschutz und Kreismesser unterbindet. Beispielsweise ist die Sperre als Arretierung ausgestaltet. Insbesondere bei Anordnung der Sperre im Bereich der Arbeitsposition des Kreismessers wird verhindert, dass durch manuelles Hochdrücken des Handschutzes der Zugriff in den Schneidbereich ermöglicht wird. Erst durch ein Aufheben der Sperre, beispielsweise einer mechanischen Arretierung, wäre so etwas möglich. Um hier Fehlbedienungen vermeiden zu können, kann zumindest die Sperre mit einer Sicherheitsvorrichtung ausgestattet sein. Wird die Sperre unbefugt überwunden, beispielsweise durch gewaltsames Aufschieben des Handschutzes, kann eine Sicherheitsfunktion ausgelöst werden. Die Sicherheitsfunktion kann beispielsweise in einem Stoppen der Längsschneidevorrichtung, in einem Hochfahren des Kreismessers und/oder durch eine andere, eine potentielle Verletzungsgefahr ausschaltende automatische Funktion des Kreismesserhalters bzw. der Längsschneidevorrichtung erfolgen. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine Sicherheitseinrichtung zumindest am Kreismesserhalter angeordnet ist, die auslöst, wenn der Handschutz gegen ein nicht vorgesehenes Hindernis stößt. Auf diese Weise wird beispielsweise vermieden, dass bei einem Absenken des Kreismessers und gleichzeitigem Absenken des Handschutzes ein Gegenstand in Berührung mit dem Schneidbereich des Kreismessers geraten kann, wenn beispielsweise der Handschutz festgehalten oder auf ein Hindernis stößt und dadurch das Kreismesser in seiner Verfahrbewegung weiter verschoben und schließlich mit dem Schneidbereich erreichbar wäre.

Weiterhin weist der Kreismesserhalter vorzugsweise eine Justierung auf, mit der eine Lage eines nachgeschliffenen Kreismessers bezüglich einer Position zum Handschutz einstellbar ist. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, einen konstanten Sicherheitsabstand auch bei sich änderndem Durchmesser nachgeschliffener Kreismesser einstellen zu können. Die Justierung kann vorsehen, dass die Relativposition von Kreismesserlagerung zu einer Position der Anordnung des Handschutzes einstellbar ist. Eine andere Ausgestaltung sieht beispielsweise vor, dass eine Kreismesserlagerung gegenüber dem Stellantrieb veränderbar ist. Auf diese Weise kann der Handschutz gegenüber dem Stellantrieb fest positioniert verbleiben. Eine Justierung erfolgt dann unter Zuhilfenahme des Stellantriebes. Die Justierung kann jedoch auch auf andere Bauelemente des Kreismesserhalters zurückgreifen.

Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Justierung insbesondere des Handschutzes nur ein einziges Mal erfolgen muß. Werden anschließend die Kreismesser nachgeschliffen, durch neue ersetzt oder entnommen und wieder eingesetzt, bleibt aufgrund der Erstjustage die Schutzfunktion erhalten. Die Position des Kreismessers ist daher auch so einstellbar, dass Handschutz und Kreismesser unabhängig voneinander anordbar und insbesondere justierbar sind. Nach einer derartigen Erstjustierung des Handschutzes ist keine anschließende Neujustierung notwendig. Die Justierung kann jedoch von Zeit zu Zeit überprüft werden. Dazu kann auch eine automatische Überwachung oder eine Anzeige vorgesehen sein, von der ablesbar ist, dass eine Nachjustierung notwendig ist.

Gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung wird ein Verfahren zum Schutz eines Bedieners einer Längsschneideeinrichtung vorgeschlagen, bei der zumindest ein Kreismesser in einer Arbeitposition zum Eingriff in einer Längsbahn verfahren wird und eine translatorische Relativbewegung zwischen Handschutz und Kreismesser zumindest zu dem Zeitpunkt ausgeführt wird, wenn der Handschutz einen vorgebbaren Sicherheitsspalt mit einem gegenüberliegenden Bauteil des Kreismessers bildet und das Kreismesser in seiner Arbeitsposition verfährt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Kreismesser erst dann über den Handschutz hinausgelangen kann, wenn der Sicherheitsspalt, der ein Eindringen von Fingern des Bedieners unterbindet, gebildet worden ist. Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Kreismesser nicht über den Handschutz überstehend, insbesondere steht es nicht entlang seines gesamten Kreismesserumfanges über. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass bei Bildung des Sicherheitsspaltes auch nur ein Teilumfang des Kreismessers über den Handschutz hinaustreten kann, um in Eingriff mit einer zu schneidenden Längsbahn zu geraten. Vorzugsweise wird der Handschutz zu einem Zeitpunkt arretiert, wenn das Kreismesser in die Arbeitsposition zum Eingriff mit einer Längsbahn verfährt. Die Arretierung erfolgt vorzugsweise spätestens in einer Endstellung für den Handschutz, kann jedoch auch schon ausgelöst werden, wenn ein Bereich der Endstellung ereicht wird. Beispielsweise kann hierzu eine Klinke durch den Handschutz selbst bzw. ein mit dem Handschutz verbundenes Bauteil überwunden werden. Die Klinke sperrt eine Rückbewegung des Handschutzes. Die Klinke kann erst durch eine autorisierte Verstellung wieder aus dem Sperrbereich entfernt werden und damit ein Verschieben des Handschutzes gegenüber dem Kreismesser erlauben. Vorzugsweise wird eine Arretierung des Handschutzes erst zu einem Zeitpunkt aufgehoben, wenn das Kreismesser wieder vollständig in den Handschutz eingefahren ist. Eine weitere Verringerung eines Unfallrisikos ergibt sich, wenn der Handschutz nach Verlassen einer Ruheposition permanent druckbeaufschlagt in Richtung der Arbeitsposition geführt wird. Insbesondere kann die Druckbeaufschlagung derart erfolgen, dass ein Mindestdruck auf den Handschutz vorgesehen ist. Dieser Mindestschutz ist vorzugsweise so groß, dass ein Durchschnittsbediener, mit einer üblichen, durch eine Hand aufbringbare Kraft nicht in die Lage versetzt wird, den Handschutz in unzulässiger Weise manuell verfahren zu können. Vorzugsweise ist der Handschutz oder ein benachbartes Bauteil mit einem Sensor, insbesondere Drucksensor ausgestattet. Wird ein Gegendruck auf den Handschutz festgestellt, kann eine automatische Unterbrechung des Verfahrens des Kreismessers eingeleitet werden.

Der Handschutz ist gemäß einer Ausgestaltung ein einzelnes Bauteil. Dieses kann aus mehreren Bauelementen zusammengesetzt sein. Der Handschutz ist vorzugsweise derart dimensioniert, dass er das gesamte Kreismesser aufnehmen kann und seitlich überdeckt. Insbesondere kann der Handschutz einen Hohlraum aufweisen, in dem das Kreismesser einfahrbar, insbesondere vollständig einfahrbar ist. Der Hohlraum wird vorzugsweise vollständig seitlich umrandet, so dass das Kreismesser eingehaust ist. Bei einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass in dieser Einhausung eine Schlitzanordnung vorgesehen ist. Nur durch diese Schlitzanordnung kann ein Teilumfang des Kreismessers außerhalb der Schutzhaube geraten. Eine Form dieser Schutzhaube kann beispielsweise überwiegend rund, insbesondere kreisförmig und vorzugsweise an eine Form des Kreismessers angepasst sein. Insbesondere ist die Form der Schutzhaube derart, dass das Kreismesser innerhalb dieser durch die Schutzhaube gebildeten Einhausung verfahrbar ist. Beispielsweise weist die Schutzhaube in ihrem oberen Bereich eine zumindest annähernd kreisrunde Geometrie auf. Daran schließt sich beispielsweise eine Längsstreckung an, die von der Dimension her an das in der Schutzhaube bewegbare Kreismesser angepasst ist. In einem unteren Bereich der Schutzhaube kann diese vorzugsweise an eine Geometrie an ein gegenüberliegendes Gegenelement, beispielsweise einer Walze oder Nutbuchse angepasst sein. Insbesondere kann eine der Welle bzw. Nutbuchse gegenüberliegende Oberfläche der Schutzhaube einen zumindest annähernd bogenförmigen, insbesondere kreisförmigen Verlauf aufweisen, innerhalb dessen eine Öffnung für ein Austreten des Kreismessers angeordnet ist. Ist die Schutzhaube mehrteilig, kann vorgesehen sein, dass eine untere Geometrie austauschbar und damit anpassbar an eine jeweilige gegenüberliegende Welle bzw. Nutbuchse ist. Vorzugsweise verläuft die der Welle bzw. Nutbuchse gegenüberliegende Oberfläche der Schutzhaube zumindest teilweise parallel zu dieser.

Gemäß einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Handschutz im Wesentlichen aus lasergeschnittenem oder -gestanztem Blech besteht. Gemäß einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Handschutz aus beispielsweise zwei miteinander verbundenen Platinen besteht, die einen Hohlraum bilden, in dem das Kreismesser angeordnet ist.

Im Folgenden werden verschiedene Ausführungen beispielhaft dargestellt. Die dabei jeweils angegebenen Merkmale sind jedoch nicht auf die einzelne Ausgestaltung beschränkt. Vielmehr können diese Merkmale auch bei anderen Ausgestaltungen bzw. mit anderen Merkmalen zu Weiterbildungen verknüpft Verwendung finden.

Eine erste Ausgestaltung sieht vor, dass der Handschutz als einheitliches, im Wesentlichen aus zwei miteinander verbundenen Platinen bestehendes Bauteil am Grundkörper und/oder am Stellantrieb in Richtung Unterwerkzeug verschiebbar befestigt ist und über eine vorgespannte Antriebsfeder permanent in Richtung Unterwerkzeug gedrückt wird, wobei er in seiner oberen Schutzposition durch den Stellantrieb gehalten wird und mit diesem durch die Antriebsfeder gleichzeitig in seine untere Schutzposition bis zu einem Festanschlag am Grundkörper verschoben wird, wonach sich der Stellantrieb mit Kreismesser weiter in die untere Schneidposition bewegt und das Kreismesser durch einen Schlitz im unteren Teil des Handschutzes hindurchtritt und so in seine endgültige Schneidposition gelängt.

Ein weiterer Vorteil wird erreicht, indem die entstehende Quetschstelle zwischen Schutzhaube und Unterwerkzeug abgefedert wird.

Eine zweite Ausgestaltung sieht vor, dass der Handschutz in einen Primärhandschutz und ein einen Sekundärhandschutz aufgeteilt wird. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass der Handschutz in noch mehr als nur zwei relativ zueinander bewegliche Bauteile unterteilbar ist. Die zweite Ausgestaltung sieht beispielsweise vor, dass der Sekundärhandschutz als im Wesentlichen einteiliges Bauteil am Stellantrieb bevorzugt am Primärhandschutz in Richtung Unterwerkzeug verschiebbar befestigt ist und über eine vorgespannte Antriebsfeder, die sich am Grundkörper oder bevorzugt am Stellantrieb abstützt, permanent in Richtung Unterwerkzeug gedrückt wird, wobei er in seiner oberen Schutzposition durch den Stellantrieb gehalten wird und mit diesem durch die Antriebsfeder gleichzeitig in seine untere Schutzposition bis zu einem einstellbaren Festanschlag am Grundkörper verschoben wird und hier seine untere Schutzposition mit konstantem Sicherheitsabstand zum Gegenwerkzeug erreicht, wonach sich der Stellantrieb mit Kreismesser weiter in die untere Schneidposition bewegt und das Kreismesser durch einen Schlitz im unteren Teil des Sekundärhandschutzes hindurchtritt und so in seine endgültige Schneidposition gelangt. Als "Stellantrieb" sind hierbei die daran starr befestigten Bauteile gemeint wie Führungsstange oder -stangen, Traverse, Messerkopf und Primärhandschutz. Der Sekundärhandschutz besteht im Wesentlichen aus einem einteiligen lasergeschnitten oder gestanzten Blech, das den kreissegmentförmigen Ausschnitt des Primärhandschutzes vollständig überdeckt, nach unten hin abgewinkelt und hier mit einem Schlitz für den Messerdurchtritt versehen und nach oben für den Tiefenanschlag abgewinkelt ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen gehen aus der nachfolgenden Zeichnung hervor. Die dort dargestellten Ausführungen sind jedoch nicht beschränkend auszulegen. Vielmehr sind die jeweiligen Merkmale beispielhaft angegeben und können mit den oben angegebenen wie auch aus anderen Figuren der Zeichnung hervorgehenden Merkmalen zu Weiterbildungen verknüpft werden. Es zeigen:

Fig. 1
in beispielhafter Ausgestaltung einen pneumatischen Quetschmesserhalter mit Handschutz, bei dem wesentliche Funktionsteile grob vereinfacht in einer Ebene dargestellt sind, wobei ein Kreismesser mit einem Ursprungsdurchmesser in Ruheposition dargestellt ist, wobei der Handschutz in einer oberen Schutzposition angeordnet ist,
Fig. 2
die Ausgestaltung aus Fig. 1, wobei jedoch das Kreismesser sich nun in Schneidposition befindet und der Handschutz in eine untere Schutzposition verfahren worden ist,
Fig. 3
eine Anordnung entsprechend Fig. 2, wobei jedoch anstatt eines Kreismessers mit ursprünglichem Durchmesser ein nachgeschliffenes Kreismesser mit verringertem Durchmesser in Schneidposition dargestellt ist,
Fig. 4
die Seitenansicht eines einsäulig geführten pneumatischen Scherenschnittmesserhalters mit Kreismesser in Ruheposition und Sekundärhandschutz in oberer Schutzposition,
Fig. 5
den Messerhalter aus Fig. 4 in Vorderansicht,
Fig. 6
den Messerhalter aus Fig. 5 mit Kreismesser in Schneidposition und Sekundärhandschutz in unterer Schutzposition,
Fig. 7
einen Ausschnitt aus Fig. 4 mit einer anderen Antriebsvariante für den Sekundärhandschutz,
Fig. 8
die perspektivische Ansicht eines doppelsäulig geführten pneumatischen Scherenschnittmesserhalters messerseitig von vorne mit Kreismesser in Ruheposition und Sekundärhandschutz in oberer Schutzposition,
Fig. 9
den Messerhalter aus Fig. 8 in perspektivischer Ansicht traversenseitig von vorne mit Kreismesser in Ruheposition und Sekundärhandschutz in oberer Schutzposition,
Fig. 10
den Messerhalter aus Fig. 8 mit Kreismesser in Schneidposition und Sekundärhandschutz in unterer Schutzposition,
Fig. 11
den Sekundärhandschutz als einteiliges Bauteil in perspektivischer Darstellung,
Fig. 12
einen Sekundärhandschutz mit einer Sperre,
Fig. 13
die Sperre aus Fig. 12,
Fig. 14
eine weitere Ausgestaltung einer Justagemöglichkeit mit einem Kreismesser in einer ersten Position, und
Fig. 15
der Kreismesserhalter aus Fig. 14 mit dem Kreismesser in einer zweiten Position.

Fig. 1 zeigt einen Kreismesserhalter mit einem Handschutz 3 in einer oberen Schutzposition und mit einem neuen, noch nicht nachgeschliffenem Kreismesser 5, das den Durchmesser D-max aufweist, in einer Ruheposition. Ein Kolben 6 eines Stellantriebes 2 mit einem Messerkopf 4 und dem daran gelagertem Kreismesser 5 befindet sich ebenfalls in einer nicht im einzelnen dargestellten Kolben-/Zylindereinheit 7 mit einer Rückstellfeder in einer oberen Endlage, d.h. in einer abgehobenen Stellung von einem Unterwerkzeug 16. Der Handschutz 3 als einheitliches Bauteil wird an Führungsschlitzen 9.1/2 und Führungsstiften 10.1/2 sowie 11.1/2 an einem Grundkörper 1 des Kreismesserhalters durch einen Mitnehmerstift 12 am Stellantrieb 2 und einem Schlitz 13 am Handschutz gegen eine Federkraft zweier Antriebsfedern 14.1/2 als Arbeitsposition in einer oberen Schutzposition gehalten. Die Führungsschlitze 9.1 und 9.2 mit den Führungsstiften 10.1, 10.2 bzw. 11.1, 11.2 bilden eine translatorische Führung für die Relativbewegung zwischen dem Handschutz 3 und dem Kreismesser 5.

Fig. 2 zeigt den Kreismesserhalter mit Handschutz 3 in der unteren Schutzposition und mit ebenfalls neuem, noch nicht nachgeschliffenem Kreismesser 5 in Schneidposition. Der Kolben des Stellantriebes mit Messerkopf und daran gelagertem Kreismesser befindet sich nach Erreichen eines Hubes H-min in einer Schneidposition als Arbeitsposition. Der Handschutz befindet sich durch die vorgespannten Antriebsfedern 14.1/2 gegen die Festanschlage 10.1/2 in der unteren Schutzposition nach Zurucklegen einer konstanten Strecke S-fix.

Fig. 3 zeigt den Kreismesserhalter aus Fig. 1 mit Handschutz 3 in der unteren Schutzposition und jetzt mit nachgeschliffenem Kreismesser 5. Die Lage von Stellantrieb 2 mit Messerkopf 4 und daran gelagertem Kreismesser 5 sowie des Handschutzes 3 entspricht ansonsten der Fig. 2 mit dem Unterschied, dass der Stellantrieb den größeren Hub H-max als Ausgleich des kleineren Kreismesserdurchmessers D-min zurückgelegt hat.

Der Bewegungsablauf von Fig. 1 nach Fig. 2 stellt sich wie folgt dar: Sobald sich der Stellantrieb 2 mit Messerkopf 4 und daran gelagertem Kreismesser 5 in Richtung auf das Unterwerkzeug 16 zu bewegt, wird der Handschutz 3 durch die Federkraft der Antriebsfedern 14 gleichzeitig bis zu den Festanschlagen 10 am Grundkörper 1 mitbewegt. Damit hat der Handschutz 3 nach Zurücklegen der festen Strecke S-fix seine untere Schutzposition erreicht, indem ein konstanter Sicherheitsabstand "a" eingehalten wird. Erst dann folgt der Durchtritt des Kreismessers 5 durch den Schlitz 15 im unteren Bereich des Handschutzes 3, der hier in Form einer Schutzhaube ausgebildet ist, bis zum Unterwerkzeug 16, wonach der Stellantrieb den Hub H-min zurückgelegt hat.

Der Bewegungsablauf von Fig. 1 nach Fig. 3 erfolgt in der gleichen Weise wie von Fig. 1 nach Fig. 2 nur mit dem Unterschied, dass der Stellantrieb den Hub H-max zurückgelegt hat.

In umgekehrter Folge von Schneid- in Ruheposition tritt das Kreismesser 5 zuerst in die Schutzhaube zurück, sobald sich der Stellantrieb in die Ruheposition bewegt. Erst dann wird der Handschutz vom Mitnehmerstift 12 am Stellantrieb 2 und Schlitz 13, der zusätzlich eine Führungsfunktion hat, am Handschutz 3 gegen die Federkraft der Antriebsfedern gleichzeitig in die obere Schutzposition geschoben.

Insbesondere bei schmal bauenden Kreismesserhaltern können die Platinen des Handschutzes durch Distanzhülsen miteinander verbunden werden, die dann in Schlitzen im Grundkörper geführt werden.

Anstelle von Führungselementen in Form von Stiften und Schlitzen sind insbesondere bei breiter bauenden Messerhaltern auch Nuten mit Feder, z.B. als Schwialbenschwanzführung einsetzbar.

Die vorgespannten Antriebsfedern zwischen Grundkörper und Handschutz, wie in den Abbildungen dargestellt, oder als Variante zwischen Stellantrieb und Handschutz kann auch als Zugfeder ausgebildet sein. Ebenso sind andere Federarten einsetzbar.

Um die Schutzfunktion zu erhöhen, kann die Zuluft in der Kolben-/Zylindereinheit für den Stellantrieb gedrosselt werden, damit der Durchtritt des Kreismessers nach Erreichen der Sicherheitsstellung des Handschutzes relativ spät und langsam einsetzt.

Dies kann weiterhin durch eine Zwangssteuerung bei Betätigen eines Steuerventils am Festanschlag des Handschutzes gewährleistet werden, indem die weitere Bewegung des Stellantriebes erst dann freigegeben wird, wenn der Handschutz die untere Schutzposition erreicht und danach das Kreismesser mit einstellbarer Zeit durch den Schlitz in die Schneidposition geschoben wird.

Die hier beschriebene Konstruktion ist ebenso einsetzbar, wenn der Kreismesserhalter an Stelle eines Kreismessers mit Rasierklingen z.B. an einem Revolver bestückt ist.

Das Konstruktionsprinzip ist ebenso bei anderen Stellantrieben in der gleichen Weise einsetzbar, wenn z.B. der Antrieb an Stelle einer Kolben-/Zylindereinheit durch einen elektrischen Stellantrieb erfolgt.

In Fig. 4 ist ein pneumatischer Scherenschnittmesserhalter mit einem einsäulig geführten Stellantrieb in der Seitenansicht dargestellt, wie er gattungsgemäß in den vorgenannten Schriften mit zwangsläufig geschlossenem Handschutz beschrieben wird.

Der Stellantrieb, der an einem Grundkörper 17 geführt und angetrieben wird, ist nicht im einzelnen sondern nur durch seine Führungssäule 18 dargestellt und befindet sich in seiner oberen Endlage, d.h. in Ruheposition. An der Führungssäule 18 ist der Messerkopf 21 mit daran gelagertem Kreismesser 20 sowie der Primärhandschutz 19 befestigt.

Am Grundkörper 17 des Kreismesserhalters ist ein Tiefenanschlag 23 mit feststehendem Teil 23a und Einstellschraube 23b befestigt und einem einstellbaren Teil 23c mit Schlitz 23d und gewinkeltem Anschlag 23e.

Der Sekundärhandschutz 22 befindet sich in oberer Schutzposition und wird in seinen Führungsschlitzen 25.1/2 am Primärhandschutz 19 über Führungsstifte mit Kopf 26.1/2 sowie 27.1/2 geführt und gehalten. Der Sekundärhandschutz 22 besteht im wesentlichen aus einem einteiligen, lasergeschnittenen oder gestanzten Blechteil mit einem den kreissegmentförmigen Ausschnitt des dosenförmigen Primärhandschutzes 19 abdeckenden Teil und einer unteren Abwinklung 28 zum Kreismesser hin mit einem Durchtrittsschlitz 29 für das Kreismesser 20, sowie zwei den Messerkopf 21 und Primärhandschutzbefestigungsteil 19a umgreifenden Seitenarmen für die Führungsschlitze 25.1/2, die nach oben geschlossen sind mit Abwinklung für den Anschlag 23e der Tiefeneinstellung 23. Zwischen Messerkopf 19 und Primärhandschutzteil 19a ist gegen die Abstützabwinklung 22b des Sekundärhandschutzes 22 eine vorgespannte Antriebsfeder 24 als Druckfeder angebracht, die den Sekundärhandschutz 22 permanent nach unten drückt. In der oberen Schutzposition wird der Sekundärhandschutz 22 durch die Mitnehmer- und Führungsstifte 26.1/2, am Primärhandschutz 19 gehalten.

In Fig. 5 ist der Messerhalter aus Fig. 4 in Vorderansicht dargestellt und zeigt ebenfalls die Führungssäule 18 des Stellantriebes mit Messerkopf 21 und daran gelagertem Kreismesser 20 sowie Primärhandschutz 19 mit Befestigungsteil 19a in Ruheposition und den Sekundärhandschutz 22 in oberer Schutzposition.

Am Grundkörper 17 des Kreismesserhalters ist der Tiefenanschlag 23 mit feststehendem Teil 23a und Einstellschraube 23b befestigt sowie einem einstellbaren Teil 23c mit hier nicht sichtbarem Schlitz und gewinkeltem Anschlag 23e. Der Sekundärhandschutz 22 wird in seinen hier nicht sichtbaren Führungsschlitzen am Primärhandschutz 19 über obere Mitnehmer- und Führungsstifte mit Kopf 26 sowie untere Führungsstifte 27 geführt und gehalten. Der Sekundärhandschutz 22 deckt den Ausschnitt des Primärhandschutzes 19 nach unten ab und schützt die Kreismesserschneide 20 durch die untere Abwinklung 29 mit seinem Durchtrittsschlitz 29 für das Kreismesser. Nach oben ist der Sekundärhandschutz 22 ebenfalls mit einer Abwinklung 22a für den Anschlag 23e versehen Zwischen Messerkopf 21 und Primärhandschutzteil 19a gegen die Abstützabwinklung 22b des Sekundärhandschutzes 22 die vorgespannte Antriebsfeder 24 als Druckfeder angebracht.

In Fig. 6 ist der Messerhalter gemäß Fig. 2 dargestellt, nur mit dem Unterschied, dass die Führungssäule 18 des Stellantriebes mit Messerkopf 21 und daran gelagertem Kreismesser 20 sowie Primärhandschutz 19 sich in der unteren Schneidposition befinden und der Sekundärhandschutz 22 in unterer Schutzposition. Das Kreismesser ist mit seiner Schneide 20 durch den Schlitz 25 hindurchgetreten, um mit dem nicht dargestellten Gegenmesser zusammen zu wirken.

In Fig. 7 ist ein Ausschnitt von Fig. 1 dargestellt mit einer Antriebsvariante für den Sekundärhandschutz 17 in Form von vorgespannten Zugfedern 18.1 /2, die zwischen Sekundärhandschutz 17 und Primärhandschutz 19 angebracht sind.

In Fig. 8 ist ein pneumatischer Scherenschnittmesserhalter mit einem doppelsäulig geführten Stellantrieb messerseitig in perspektivischer Ansicht von vorne-oben dargestellt, wie er gattungsgemäß in der EP 0 925 159 im Einzelnen beschrieben wird.

Das Kreismesser befindet sich in Ruheposition und der Sekundärhandschutz in oberer Schutzposition.

Am Grundkörper 17 ist ein Teil des Stellantriebes zu sehen und zwar die beiden Führungssäulen 18.1/2 mit daran befestigter Traverse 19. Im Gegensatz zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel eines einsäuligen Messerhalters ist hierbei der Messerkopf über die Traverse 19 mit den beiden Führungssäulen 18 verbunden. Dadurch ergibt sich ein Zwischenraum zwischen Traverse 19 und Primärhandschutz 22, in dem der Sekundärhandschutz 24 am Primärhandschutz 22 geführt wird. Ansonsten entsprechen die weiteren Bauteile im wesentlichen den vorgenannten und im Einzelnen beschriebenen und zwar: Tiefenanschlag 20 (hier jedoch ohne Tiefeneinstellung) am Grundkörper 17, Messerkopf 21, Kreismesser 23 und Abwinklung 26 mit Durchtrittsschlitz 25.

In Fig. 9 ist der Messerhalter von Fig. 8 traversenseitig in perspektivischer Ansicht von unten-hinten dargestellt.

Der Stellantrieb mit seiner Traverse und hier nicht sichtbarem Kreismesser befindet sich wieder in oberer Ruheposition und der Sekundärhandschutz in oberer Schutzposition.

Ansonsten entsprechen die wesentlichen weiteren Bauteile wieder den vorgenannten und im Einzelnen beschriebenen und zwar: Grundkörper 17, Traverse 18 am Stellantrieb, Messerkopf 19, Primärhandschutz 20, Sekundärhandschutz 21 mit Führungsschlitzen 22.1/2, ein oberer Mitnehmer- und Führungsstift 23, untere Führungsstifte 24.1/2 und Antriebsfeder 25.

In Fig. 10 ist der Messerhalter von Fig. 5 in gleicher Ansicht dargestellt nur mit dem Unterschied, dass sich der Stellantrieb mit Kreismesser 17 jetzt in Schneidposition und der Sekundärhandschutz 18 in unterer Schutzposition befindet, wobei das Kreismesser 17 mit seiner Schneide 19 durch den Schlitz 20 hindurchgetreten ist.

In Fig. 11 ist der Sekundärhandschutz zur Verdeutlichung als Einzelteil perspektivisch dargestellt. Zu sehen sind: untere Abwinklung 17 mit Durchtrittsschlitz 18, untere Abdeckung 19 für den Ausschnitt des Primärhandschutzes, zwei Seitenarme 20.1/2 mit Führungsschlitzen 21.1/2, obere Abwinklung 21 für den Tiefenanschlag, Stützabwinklung 22 für eine Druckfeder.

Der Funktionsablauf mit Kinematik von Stellantrieb und Sekundärhandschutz stellt sich generell wie folgt dar und bezieht sich auf den Ablauf von Fig. 5 nach Fig. 10:

Sobald sich der Stellantrieb mit Messerkopf und daran gelagertem Kreismesser in Richtung auf das Unterwerkzeug zu bewegt, wird der Sekundärhandschutz durch die Antriebsfeder gleichzeitig bis zum Festanschlag am Grundkörper mitbewegt. Damit hat der Sekundärhandschutz seine untere Schutzposition erreicht. Danach bewegt sich der Stellantrieb weiter bis das Kreismesser nach Durchtritt durch den Schlitz des Sekundärhandschutzes seine Schneidposition erreicht hat. Es ist leicht ersichtlich, dass sich das nachgeschliffene Kreismesser mit kleinerem Durchmesser über den Stellantrieb nur ein wenig weiter bewegt, um mit dem Unterwerkzeug in Kontakt zu treten, während der Sekundärhandschutz in seiner Stellung verharrt.

In umgekehrter Folge von Schneid- in Ruheposition tritt das Kreismesser zuerst in die Primärschutzhaube zurück, sobald sich der Stellantrieb in die Ruheposition bewegt. Erst dann wird der Sekundärhandschutz von den oberen Mitnehmerstiften am Primärhandschutz gegen die Federkraft der Antriebsfedern gleichzeitig in die obere Schutzposition geschoben.

Fig. 12 zeigt einen Kreismesserhalter mit einem Sekundärhandschutz 37 mit einer Sperre. Die Sperre verhindert, das in einer Schneidposition des Kreismesserhalters der Sekundärhandschutz 37 in der unteren Schutzposition gegen eine aufgeprägte Kraft, vorzugsweise gegen seine Antriebsfeder 36, nach oben ausweichen kann und dabei eine Messerschneide des Kreismessers freigibt. Dieses ermöglicht, dass ein Einrichter zum Beispiel Einrichtarbeiten vornehmen kann, ohne Gefahr zu laufen, unbeabsichtigt das Kreismesser freizulegen.

Vorzugsweise ist die Sperre derart, dass der Sekundärhandschutz 37 mit einer Sperre versehen wird, die diesen in einer unteren, insbesondere in der untersten Schutzposition hält. Beispielsweise wird die Sperre nur über den Stellantrieb bei dessen Bewegung aus der Schneid- in die Ruheposition wieder gelöst.

Der in beispielhafter Ausgestaltung dargestellte pneumatischen Scherenschnittmesserhalter ist in einer vorderen Teilansicht zu sehen. Der Stellantrieb mit Messerkopf 31 und daran gelagertem Kreismesser 32 befindet sich in einer unteren Schneidposition und ein Sekundärhandschutz 37 in einer unteren Schutzposition. Der Stellantrieb, der in einem Grundkörper 30 geführt und angetrieben wird, ist nicht im einzelnen, sondern nur durch eine Führungssäule 35 dargestellt, an der über eine Traverse 33 der Messerkopf 31 mit daran gelagertem Kreismesser sowie der Primärhandschutz 34 befestigt ist. Im folgenden sind die in diesem Beispiel am Stellantrieb starr befestigten Teile wie Führungssäule 35, Traverse 33, Messerkopf 31 und Primärhandschutz 34 unter dem Oberbegriff "Stellantrieb" zusammengefasst. Am Grundkörper 30 des Kreismesserhalters stützt sich die Antriebsfeder 36 ab, die den Sekundärhandschutz 37 bis zu einem Festanschlag 38 nach unten drückt. Am Grundkörper ist als Sperre ein Federelement.39 angebracht mit einem in Richtung Sekundärhandschutz 37 gerade abgebogenem Schnäpper 40 und einem Rückholbügel 41. Der Sekundärhandschutz 37 weist einen hier nicht sichtbaren Halteschlitz auf, in den der Schnäpper 40 bei einer Bewegung des Stellantriebes aus der oberen Ruheposition in die untere Schneidposition durch die Federwirkung des Federelementes 39 eingerastet ist. Die Traverse 33 ist mit einer Klinke 42 versehen, die den Halteschlitz über den Rückholbügel 41 wieder freigibt, sobald sich der Stellantrieb bzw. die Traverse 33 aus seiner unteren Schneid- in die obere Ruheposition bewegt. Es ist leicht ersichtlich, dass der Sekundärhandschutz 37 in seiner unteren Schutzposition nicht mehr nach oben ausweichen kann.

Fig. 13 zeigt die Sperre aus Fig. 12 in Form des Federelementes 39 in einer perspektivischen Darstellung. Das Federelement 39 zeigt den abgewinkelten Schnäpper 40 sowie den Rückholbügel 41. Die Klinke 42 ist an der nur teilweise dargestellten Traverse 33 befestigt.

Fig. 14 zeigt in einer Seitendarstellung einen Kreismesserhalter 43. Dieser weist eine Justierung 44 auf. Dabei wird beispielsweise ein Höhenverstellelement, insbesondere eine Justierschraube 45 genutzt, die über eine Verdrehung eine Positionsänderung eines Sekundärschutzes 46 bewirkt. Dazu kann die Justierschraube 45 mit dem Sekundärschutz 46 direkt oder indirekt gekoppelt sein. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, eine Übersetzung vorzusehen, um eine besonders feine Einstellung und dadurch Justierung ermöglichen zu können. Die Übersetzung kann eine Drehung der Justierschraube 46 im Verhältnis verstärken oder abschwächen. Die Justierung wirkt vorzugsweise mit einem feststehenden Element des Kreismesserhalters 43 zusammen. So wie dargestellt, wirkt die Justierschraube 45 direkt auf den Sekundärschutz 45, wobei die Justierschraube 45 sich in dieser Darstellung in einer Endposition befindet. In dieser ist eine Feder 47 vollkommen zusammengedrückt. Diese dient als Krafterzeugerelement. Das Krafterzeugerelement bewirkt, dass der eingestellte Sekundärschutz 45 nicht ohne Überwindung der dadurch aufgeprägten Kraft aus der justierten Lage herausgebracht werden kann. Vorzugsweise ist bei einer Justierung die Möglichkeit vorgesehen, eine Sperre oder zumindest eine Sicherung vorzusehen, die die Änderung der Justierung unterbindet, sofern nicht die Sperre überwunden bzw. die Sicherung gelöst wurde. Der Sekundärschutz 46 kann beispielsweise ein gekantetes Blech, ein Gussmaterial zum Beispiel aus Blech oder Kunststoff, oder auch ein Vollmaterial, das entsprechend materialabtragend bearbeitet wurde, sein. Vorzugsweise ist die Justierung derart ausgelegt, das in einer Ruheposition des Kreismessers selbst in jeder Maximalstellung der Justierung das Kreismesser nicht aus dem Sekundärschutz verfahren werden kann. Weiterhin ist der Sekundärschutz in vorteilhafter Weise derart geformt, das in der Ruheposition kein seitlicher Zugriff zum Schneidbereich des Kreismessers möglich ist. Dazu kann der Sekundärbereich einen seitlich hochgezogenen Steg 47 aufweisen.

Fig. 15 zeigt den Kreismesserhalter 43 aus Fig. 14. Die höhenverstellbare Justierung 44 befindet sich weiterhin in der aus Fig. 14 ersten Position. Eine Aufhängung 48 für das Kreismesser ist in eine untere Position verfahren, wodurch das Kreismesser in eine Schneidposition gelangt. Der Sekundärschutz 46 ist entlang seiner translatorischen Führung ebenfalls in eine untere Position verfahren. Allerdings ist der Verfahrweg des Sekundärhandschutzes 46 kürzer. Dadurch kann das Kreismesser durch den Sekundärschutz hindurchtreten und in die Schneidposition verfahren. Der Sekundärschutz gelangt an einen Anschlag, der bei dieser Ausgestaltung durch die Justierung selbst gebildet wird. Die Justierschraube 45 weist eine Kopffläche auf, an die der Sekundärschutz 46 zum Anliegen kommt. So wie dargestellt, kann er Sekundärschutz im Bereich seiner Führung entlang der Justierung als im Vergleich zum Durchmesser der Justierschraube 45 dünneres Bauteil, insbesondere als Blechteil, ausgebildet sein. Es besteht jedoch ebenfalls die Möglichkeit, das entlang der Führung eine hülsenartige Geometrie um eine Schiene verschiebbar vorgesehen ist. An der Schien oder an der Hülse kann sodann der Sekundärhandschutz 46 bewegbar sein. Mittels dieser Weiterbildung kann ein eventuelles Verkantungsrisiko weiter verringert werden.

Ohne das Grundprinzip der Erfindung zu ändern, sind weitere Modifikationen einzelner Bauteile bzw. -gruppen möglich, wie z.B.:

Der Primärhandschutz kann auch nach unten hinten mit geradem Auslauf versehen sein, sodass der kreissegmentförmige Ausschnitt eine Formänderung erfahrt, wobei der Sekundärhandschutz dieser angepasst ist.

Der dem Gegenwerkzeug zugewandte abgewinkelte Teil des Sekundärhandschutzes kann gerade, konkav oder konvex ausgeführt sein, mit oder ohne seitliche Abrundungen, mit oder ohne zusätzliche seitliche Abwinklungen zum Primärhandschutz hin.

Die Führungselemente zwischen Primär- und Sekundärhandschutz können auch umgekehrt werden, indem die Schlitze am Primärhandschutz und die Mitnehmer- und Führungsstifte am Sekundärhandschutz angebracht sind. Ebenso sind andere Führungselemente möglich wie z.B. Nut und Feder.

Die vorgespannten Antriebsfedern können zwischen Sekundärhandschutz und "Stellantrieb" und/oder Grundkörper angebracht sein. Ebenso sind andere Federformen einsetzbar.

Ebenso ist die beschriebene Konstruktion einsetzbar, wenn der Kreismesserhalter mit Rasierklingen z.B. in einem Revolver am Messerkopf bestückt ist.

Das Konstruktionsprinzip ist weiterhin bei Stellantrieben mit pneumatischen, elektrischen oder anderen Antriebsarten in der gleichen Weise einsetzbar.


Anspruch[de]
Kreismesserhalter mit zumindest einer Lagerung eines Kreismessers, einem Handschutz und einem Stellantrieb mit einer translatorischen Positionsänderung des Kreismessers und des Handschutzes, der gegenüber dem Kreismesser relativ bewegbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur translatorischen Positionsänderung zumindest eine zusätzliche translatorische Führung vorgesehen ist, entlang der der Handschutz von einer ersten Endstellung zu einer zweiten Endstellung unter Nutzung eines vom Stellantrieb getrennt angeordneten Stellelements automatisch führbar ist, wobei mittels des Stellelementes, das am Kreismesserhalter angeordnet ist, eine Kraft auf den Handschutz entlang der translatorischen Führung in Richtung einer Arbeitsposition des Kreismessers aufprägbar ist, die den Handschutz gegen einen Anschlag als Endstellung drückt, so dass eine Relativbewegung zwischen Kreismesser und Handschutz mittels des Stellantriebes bewirkbar ist, bei der das Kreismesser aus einem Schutz des Handschutzes heraus in seine Arbeitsposition verfahrbar ist. Kreismesserhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die translatorische Führung eine erste Führungsbahn und eine zweite Führungsbahn aufweist, die parallel zueinander angeordnet sind. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement als Druckkraftelement mit dem Handschutz verbunden ist und direkt auf den Handschutz eine Druckkraft aufprägt. Kreismesserhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement eine Längenänderung hat, die parallel zu der translatorischen Führung verläuft. Kreismesserhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handschutz zumindest eine Koppelstelle mit einem Bauteil des Kreismesserhalters aufweist, mittels der eine Begrenzung einer relativen Bewegung zwischen Handschutz und Kreismesser entlang der translatorischen Führung bewirkt ist. Kreismesserhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement eine Feder ist. Kreismesserhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das der Handschutz vollständig relativ zum Kreismesser verfahrbar ist. Kreismesserhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche ,dadurch gekennzeichnet, dass der Handschutz einen Primärhandschutz und einen Sekundärhandschutz aufweist, wobei der Primärhandschutz und der Sekundärhandschutz relativ zueinander bewegbar entlang der translatorischen Führung angeordnet sind. Kreismesserhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreismesserhalter in einer Längsschneidevorrichtung angeordnet ist und der Handschutz in einer Verfahrposition des Kreismesserhalters zum Eingriff mit einem längszuschneidendem Material einen offenen, vertikalen Spalt mit einem gegenüberliegendem Bauteil der Längsschneidevorrichtung bildet, der kleiner als fünf Millimeter ist. Kreismesserhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Bereich zumindest einer der Endstellungen eine Sperre vorgesehen ist, die eine Relativverschiebung zwischen Handschutz und Kreismesser unterbindet. Kreismesserhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Justierung vorgesehen ist, mittels der eine Lage des Handschutzes einstellbar ist. Kreismesserhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen ist, die auslöst, wenn der Handschutz gegen ein nichtvorgesehenes Hindernis stößt. Verfahren zum Schutz eines Bedieners einer Längsschneideeinrichtung, bei der zumindest ein Kreismesser in eine Arbeitsposition zum Eingriff in eine Längsbahn translatorisch verfahren wird und eine translatorische Relativbewegung zwischen Handschutz und Kreismesser zumindest zum Zeitpunkt ausgeführt wird, wenn der Handschutz einen vorgebbaren Sicherheitsspalt mit einem gegenüberliegenden Bauteil des Kreismessers bildet und das Kreismesser translatorisch in seine Arbeitsposition verfährt. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Handschutz arretiert wird, wenn das Kreismesser in die Arbeitsposition zum Eingriff mit einer Längsbahn verfährt. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Handschutz nach Verlassen einer Ruheposition permanent druckbeaufschlagt in Richtung der Arbeitsposition geführt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Bewegung des Kreismessers aus der Arbeitsposition in eine Ruheposition der Handschutz relativ zum Kreismesser translatorisch verfahren wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sicherheitseinrichtung ausgelöst wird, wenn eine Bewegung des Handschutzes auf ein nicht vorgesehenes Hindernis auftrifft.






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