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Dokumentenidentifikation DE102004039889A1 06.07.2006
Titel Niederdruckwasservernebelungsdrüse
Anmelder Reuß, Simone, 48653 Coesfeld, DE
Vertreter Dr. Hoffmeister & Tarvenkorn, 48147 Münster
DE-Anmeldedatum 17.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004039889
Offenlegungstag 06.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.07.2006
IPC-Hauptklasse B05B 1/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B05B 1/34(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A62C 35/58(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Niederdruckwasservernebelungsdüsen als Einfach- oder Mehrfachdüsen (Einfach- Zwillings- oder Drillingsdüsen) mit Drallstück, welche in einem Löschdüsenträger, aber auch selbstständig ohne Löschdüsenträger eingebaut werden können (siehe HEP 06 T1). Die Niederdruckwasservernebelungsdüsen bis ca. 16 bar Düsenaustrittsdruck bestehen aus einer Hülse, einem oder mehreren Drallstücken, welche in der Hülse eingeschraubt werden. Über dem Drallstück und deren Kanalführung/Kanalgröße und dem Druck wird die Wassermenge und der Wurfkegel beeinflusst. Über eine Verschlusseinheit am Düsenmund – diese wird thermisch ausgelöst – kann die Düse im Brandfall Wasser freisetzen.

Des weiteren wird durch Microbohrungen im Drallstück/in den Drallstücken die Düse so manipuliert, dass eine Intervallschaltung erzeugt wird. Im Bereich der Hülse können durch div. Bohrungen sowohl die Wurfweite der Düse als auch der Wasserverbrauch verändert werden. Hierdurch kann die Löschwirkung ebenso verändert werden. Der Löschdüsenträger (auch die einzelnen Düsen) kann sowohl im Regal (Regallöschanlagen) als auch im Raum eingesetzt werden.

Die Löschdüsenträger mit dazugehörige Düsen und Anlage (Regal- und Flächenlöschanlage sind bekannt (DE 101 07 764 A1 und DE 100 62 675 A1).

Die Düsen können einzeln oder wahlweise mit den Löschdüsenträgern als Einheit eingebaut werden. Bedingt durch die thermische Auslösung einer jeden Düse kann eine Fehlfunktion vermindert werden. Weiter lässt sich die Düse als Löschgruppe oder der Löschdüsenträger (auch als Gruppe) per Hand oder über eine automatische Brandmeldeanlage (Kenngröße Rauch) auslösen.

Die Aufgabe der thermischen Auslösung je Düse wird durch ein Dichtelement verbunden mit einem thermisch zerstörbaren Element erfüllt. Wasser steht bis zum Düsenmund unter einen definierten Vordruck an. Die Dichtung wird durch das thermische Auslöseelement gehalten und gibt bei temperaturbedingter Zerstörung des thermischen Elementes den Wasserfluss und damit die Löschung frei.

Als Löschmittel kommt in erster Linie Wasser mit Beimischungen von Tensiden oder Salzen in Frage. Salzhaltiges Wasser (Meerwasser) kann ebenfalls zum Einsatz kommen.

Als Auslöseelement wird vorzugsweise ein thermisches Auslöseelement, nämlich ein Glasfässchen (Auslöseröhrchen) mit einer definierten Auslösetemperatur, verwendet. Andere Auslöseorgane wie Steuerventile (sensorgesteuert oder handgesteuert) können ebenfalls zum Einsatz kommen.

Die Düsenanordnung (sowohl der Einzeldüse als auch des Löschdüsenträgers) im Raum kann variabel sein. Sowohl im Deckenbereich (senkrecht) als auch im Wandbereich (waagerecht oder in einem Winkel zwischen 0° und 180°) als auch im Fussboden kann die Einzeldüse oder der Löschdüsenträger angebracht werden. Der Einbau kann decken- oder wandbündig erfolgen.

Im Löschdüsenträger können sowohl Einzeldüsen als auch Zwillingsdüsen eingebracht werden. Die Düsen (Einzel- oder Zwillingsdüsen) können auch einzeln zum Einsatz kommen (siehe Anlage 1).

Durch Anordnung von der innerhalb der einzelnen Düsen befindlichen Drallkanäle kann der Austrittswinkel und die Wurfweite der Einzeldüse oder der Löschgeräteträger verändert werden. Die Wasserbeaufschlagung und damit auch die Löschleistung kann durch weitere Bohrungen innerhalb der Drallkanäle als auch in der Düsenhülse variiert werden. Durch gezielte Bohrungen innerhalb des Drallkörpers kann eine Intervallschaltung mit ca. 60 Schaltfrequenzen erzeugt werden. Über die Kanalgröße, den Düsendruck und die Wirbelkammer lassen sich Tropfengröße, Tropfengeschwindigkeit und Wurfweite beeinflussen.

Jeder Düse oder auch jedem Löschdüsenträger wird eine austauschbare Filterkartusche vorgeschaltet. Diese ist so groß ausgelegt, dass auch bei Verschmutzung des Wassers immer ausreichend Löschwasser fließen kann.


Anspruch[de]
  1. Löschdüsen (Einzel- oder Zwillingsdüsen) mit Drallkanälen, Bohrungen und thermischer Auslösung für den stationären Einbau in Wand, Decke oder Fussboden einzeln oder in Gruppen oder in Löschdüsenträger bestehend aus den einzelnen Löschdüsen mit Drallstück und thermischer Auslösung auch zur Bestückung von Löschdüsenträgern mit zentrischen Störmungskanälen für das Löschmittel, der an der Austrittsöffnung der Löschdüse (Einzel- oder Zwillingsdüse) endet und durch eine Dichtung mit thermischer Auslösung verschlossen wird und dadurch, dass die Einzeldüse als Gruppe oder in einen Geräteträger eingeschraubt und an eine wasserführende Leitung (Löschwasserleitung) angebunden wird.
  2. Löschdüse als Einfach – oder – Zwillingsdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Düse einzeln oder der Löschdüsenträger je Düse oder Kopf mit einer thermischen Auslösung ausgerüstet ist.
  3. Löschdüse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass neben der thermischen Einzel – oder Gruppenauslösung eine automatische Brandmeldeanlage Kenngröße Rauch oder vergleichbare Auslösung auch eine Handauslösung der Einzeldüse (Einfachdüse, Zwillingsdüse oder Löschdüsenträger) über ein Steuerventil oder vergleichbares möglich ist.
  4. Löschdüsen und Löschdüsenträger nach Anspruch 1 bis Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese Düsen oder Löschdüsenträger einzeln oder in Gruppen gesteuert sowohl für Raumlöschanlagen als auch für Regallöschanlage und Maschinenschutz, Kabelkanäle, Deckenhohlräume oder Hohlfußboden eingesetzt werden können und der Einbau sowohl in Decke, Wand oder Fussboden unter Winkel von 0° bis 180° verdeckt oder offen einbaut werden können.
  5. Löschdüsen (Einzel – oder Zwillingsdüsen), Löschdüsenträger nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschdüsen und die Löschdüsenträger bei gleichem anstehenden Druck (1 bar bis 16 bar) des Löschmittels verschiedene Löschmitteldurchsatzmengen pro Zeiteinheit versprühen können und auch Zusätze oder Salzwasser mit verwendet werden kann.
  6. Löschdüsen und Löschdüsenträger nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Auslöseampullen (thermische Auslösung, eine Gruppenauslösung und eine Handauslösung sowohl der einzelnen Düsen als auch des Löschdüsenträgers oder einer Löschgruppe möglich ist.
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






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