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ToGuTerr - Dokument DE102004042787A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004042787A1 06.07.2006
Titel ToGuTerr
Anmelder Weber, Siegfried, 89281 Altenstadt, DE
Erfinder Weber, Siegfried, 89281 Altenstadt, DE
Vertreter Patentanwaltskanzlei Hutzelmann, 89296 Osterberg
DE-Anmeldedatum 03.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004042787
Offenlegungstag 06.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.07.2006
IPC-Hauptklasse A01G 27/00(2006.01)A, F, I, 20051026, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01G 13/02(2006.01)A, L, I, 20051026, B, H, DE   A01M 29/00(2006.01)A, L, I, 20051026, B, H, DE   
Zusammenfassung Verfahren zur Fixierung von verschiedenen Pflanzen sowie von verschiedenen Böden gegen Erosion, wobei ein Hohlkörper mit zylindrischer oder ähnlicher Form Verwendung findet, der wenigstens annähernd vertikal und wenigstens teilweise im Boden versenkt wird. Der zylindrische Körper besteht aus einem oberirdischen Abschnitt und einem unterirdischen Abschnitt und seine Wandung ist wasserundurchlässig ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Fixierung von verschiedenen Pflanzen sowie von verschiedenen Böden gegen Erosion.

Wobei das Verfahren vor, während oder nach der Pflanzung angewendet werden kann.

Besonders im Bereich von Wasser beeinflußten Gebieten wie Uferrandzonen, Meeresrandgebieten sowie in Steillagen und in durch Wind beeinflussten Gebieten wie Wüstenrandgebiete etc. stellt die Erosion der Böden ein großes Problem dar. Bisher wurde die Erosionsbekämpfung oder Erosionsprophylaxe auf die mehr oder weniger erfolgreiche Bepflanzung der gefährdeten Gebiete, teilweise unter Verwendung von Matten aus Schafwolle oder ähnlichem, beschränkt. Vorzeitiges Wegerodieren der oberen Schichten bis hin zur Freilegung des Pflanzenballens ließen oftmals keinen Erfolg zu.

Ein weiteres Problem stellt die unzureichende Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen besonders in den durch Erosion gefährdeten Gebieten dar.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren vorzuschlagen sämtliche Arten von Böden, Deck-, Einpflanz- oder Füllmaterialien prophylaktisch und/oder akut vor Erosion zu schützen, sowie sämtliche Arten von Pflanzen auch in durch Erosion gefährdeten Gebieten zu fixieren. Zudem soll eine ausreichende Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen für ein sicheres Anwachsen gewährleistet werden.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein Hohlkörper mit zylindrischer oder ähnlicher Form Verwendung findet, der wenigstens annähernd vertikal und wenigstens teilweise im Boden versenkt wird.

In den Hohlraum des Körpers kann eine beliebige Pflanze eingesetzt werden. Die Größe des Körpers sollte entsprechend der Größe der gewählten Pflanze ausgewählt werden.

Durch den Körper wird ein seitliches Abfließen von Wasser und/oder Düngemitteln und/oder Pflanzenschutzmitteln sowohl oberirdisch als auch unterirdisch verhindert und der Verbleib des Wassers in der Nähe des Wurzelballens gefördert. Dadurch wird der Verbrauch an Wasser und/oder Düngemitteln und/oder Pflanzenschutzmitteln optimiert, da nur ein geringerer Anteil ungenutzt versickert. Eine vorteilhafte Vorrichtung zur Duchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Körper aus einem oberirdischen Abschnitt und einem unterirdischen Abschnitt besteht und seine Wandung wasserundurchlässig ausgebildet ist.

Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Ende des unterirdischen Abschnittes gezahnt ausgebildet ist.

Damit ist der Körper leichter in den Boden einsetzbar.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der oberirdische und der unterirdische Abschnitt des Innenraumes des Hohlkörpers durch ein Netz voneinander getrennt sind.

Insbesondere wenn ein engmaschiges Netz, das sogenannte Aquanetz, zwischen dem unterirdischen Abschnitt und dem oberirdischen Abschnitt so angebracht wird, dass es den Boden vollständig bedeckt und sowohl mit der Innenwandung des Körpers als auch mit dem oberirdischen Pflanzenteil bündig abschließt, wird sowohl die Verdunstung als auch die Erosion durch Wind etc. erheblich gemindert.

Es hat sich aber auch als vorteilhaft erwiesen, wenn gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung der oberirdische Teil des Körpers mit einem Draht umgeben ist, der durch eine externe Stromquelle elektrisch geladen wird.

Dadurch werden Schnecken etc. von den Pflanzen abgehalten.

Um eine ideale Versorgung der Pflanze mit Wasser und/oder Düngemitteln und/oder Pflanzenschutzmitteln zu gewährleisten hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen wenn um den oberirdischen Abschnitt des Körpers ein Bewässerungssystem angeordnet ist.

Es hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen in die Wasser zuführende Leitung eine Zeitschaltuhr, einzubauen, um eine automatische Bewässerung zu gewährleisten.

In der Zeichnung ist die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Dabei zeigen:

1 eine schaubildliche Darstellung eines zylindrischen Körpers mit einem oberirdischen und einem unterirdischen Abschnitt,

2 den gleichen Körper ergänzt durch eine Bewässerung,

3 vergrösserte Darstellungen von Abschnitten der 1,

4 ein zweiteilig ausgebildetes Netz zum Abdecken des Innenraumes des Körpers,

5 eine Befestigungsschiene des Netzes aus 4 und

6 mehrere Ausgestaltungsvarianten der äusseren Oberfläche des Körpers.

Die 1 zeigt einen Körper 1 zur Fixierung von verschiedenen Pflanzen sowie von verschiedenen Böden gegen Erosion. Ein zylindrisch oder ähnlich geformter Hohlkörper 1, der annähernd vertikal wenigstens teilweise in den Boden versenkbar ist. Der oberirdisch verbleibende Teil (1), der im folgenden als Aquacirkel bezeichnet wird, hat unter anderem die Aufgabe den Abfluss von Oberflächenwasser zu verhindern, sowie das Erodieren der Auflageschicht zu minimieren.

Der unterirdische Teil 2 des Körpers 1, der im folgenden als Anterral bezeichnet wird, verhindert das seitliche Abfließen des Sickerwassers und/oder Düngemitteln und/oder Pflanzenschutzmitteln und fördert deren Verbleib in der Nähe des Wurzelballens. Zudem stellt er maßgeblich unterstützt durch das gezahnte untere Ende 3, im folgenden als Anker bezeichnet, einen dauerhaft festen Stand der Vorrichtung sicher.

Die 6 zeigt die Außenhülle des Körpers, die mit waagerechten (a, b) und/oder senkrechten (c, d) und/oder diagonalen (e, f) Rillen und/oder mit waagerechten (g) und/oder diagonalen (h) Waaben versehen ist, um einen sicheren Stand des Körpers weiterhin zu gewährleisten.

Um den Aquacirkel herum ist ein Draht 4 vorgesehen, der durch einen isolierten Führungskanal 16 fixiert wird und im folgenden als Parasiten-Schutz-Ring (PSR)bezeichnet wird (1. u. 3.). Dieser Parasiten-Schutz-Ring wird durch eine externe Stromquelle 17, die z.B. eine Batterie sein kann, mit Strom versorgt. Die Parasiten-Schutz-Ringe weiterer Vorrichtungen zur Fixierung von verschiedenen Pflanzen sowie von verschiedenen Böden gegen Erosion werden durch Anschlüsse 18 mit diesem ersten Parasiten-Schutz-Ring verbunden und ebenfalls mit Strom versorgt. Parasiten wie z.B. Schnecken werden durch die Stromstöße abgewehrt.

2 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Vorrichtung zur Fixierung von verschiedenen Pflanzen sowie von verschiedenen Böden durch die Ergänzung eines Bewässerungssystems 6, besonders auf Flächen mit unzureichender Wasserversorgung durch z.B. hohen Abfluss oder zu geringe Niederschläge. Dazu werden auf dem oberen Rand des Aquazirkels eine ausreichende Anzahl von Bewässerungsdüsen angebracht, die den Innenraum des Körpers bewässern. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen dieses Bewässerungssystem durch eine Leitung 5 von einer externen Wasserquelle aus mit Wasser zu versorgen. Zudem hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Leitung mit einer Zeitschaltuhr 8, die im folgenden als Aquatimer bezeichnet wird, zu versehen, um eine automatische Versorgung mit Wasser sicherzustellen. Auch die Ergänzung durch einen Düngerspender/-dosierer 9 für das Einbringen von flüssigen oder löslichen Düngemitteln oder auch Pflanzenschutzmitteln hat sich insbesondere auf bereits erodierten Flächen als vorteilhaft erwiesen.

Am Innenraum des Körpers wird zwischen Aquacirkel 1 und Anterral 2 ein Netz 11, das im folgenden als Aquanetz bezeichnet wird, so angebracht, daß es nach Möglichkeit ohne Zwischenräume mit dem Boden bündig abschließt. Dieses Aquanetz mindert sowohl die Verdunstung als auch einen weiteren Abtrag von Boden durch Wind, Wasser, etc.. In der Mitte des Aquanetzes 11 befindet sich eine Aussparung, der sogenannte innere Netzring 13, der bündig um den oberirdische Teil der Pflanze abschließt. Der äußere Rand des Aquanetzes 11 wird als äußerer Ring 10 bezeichnet und schließt bündig mit der Innenwandung des Körpers 1 ab.

Das Aquanetz 11 selbst wird durch eine Netzhalterung gehalten, die aus einer Schiene 15 und einem Fixum 14 besteht und das gesamte Aquanetz umschließt, wobei das Fixum vorzugsweise aus einem dehn- oder drückbaren elastischen Material und die Schiene aus einem festen Material besteht. Das Fixum 14 wird in die Schiene 15 gedrückt, wobei durch die Ausdehnung des Fixums ein Druck auf die Innenwandung der Schiene ausgeübt und so das Aquanetz 11 gehalten wird. (5) Um das Anbringen des Aquanetzes 11 zu erleichtern, hat es sich als vorteilhaft erwiesen das Aquanetz 11 in zwei Teile zu teilen, wobei die beiden Teile mit einem Verschluss 12 mittels einer Steckverbindung wieder aneinander gefügt werden, wobei die Steckverbindung an den zwei Netzhalterungen, die wiederum die zwei Netzteile umfassen, angebracht sind.

Das Verfahren kann erfindungsgemäß vor, während oder nach dem Pflanzen angewendet werden.

Das Verfahren ist im besonderen auch im großflächigen Einsatz wie z.B. in der Forstwirtschaft, hier besonders in Steillagen, in Fluss- und/oder Meeresrandgebieten oder in Wüsten/Wüstenrandgebieten zur Erosionsbekämpfung bzw. zur Erosionsprophylaxe geeignet.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Fixierung von verschiedenen Pflanzen sowie von verschiedenen Böden gegen Erosion dadurch gekennzeichnet, daß ein Hohlkörper (1, 2) mit zylindrischer oder ähnlicher Form Verwendung findet, der wenigstens annähernd vertikal und wenigstens teilweise im Boden versenkt wird.
  2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Körper aus einem oberirdischen Abschnitt (1) und einem unterirdischen Abschnitt (2) besteht und seine Wandung wasserundurchlässig ausgebildet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des unterirdischen Abschnittes (3) gezahnt ausgebildet ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der oberirdische (1) und der unterirdischen (2) Abschnitt durch ein Netz (11) voneinander getrennt sind.
  5. Vorrichtungen nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, daß das Netz (11) verdunstungshemmend ausgebildet ist.
  6. Vorrichtungen nach einem der Ansprüche 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet, daß das Netz (11) eine Netzhalterung mit einer Netzschiene (10) und einem ??? (Fixus) (13) aufweist.
  7. Vorrichtungen nach einem der Ansprüche 4, 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, daß das Netz (11) so ausgestaltet ist, dass es den oberirdischen Pflanzenteil bündig umschließt.
  8. Vorrichtungen nach einem der Ansprüche 4, 5, 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet, daß das Netz (11) einen Verschluß (12) aufweist.
  9. Vorrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein um den oberirdischen Abschnitt (1) des Körpers gespannter Draht (4) vorgesehen ist.
  10. Vorrichtungen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht (4) durch eine externe Quelle elektrisch geladen ist.
  11. Vorrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß ein um den oberirdischen Abschnitt (1) des Körpers angeordnetes Bewässerungssystem (6) vorgesehen ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leitung (5) zur Versorgung des Bewässerungssystems (6) durch eine externe Quelle mit Wasser und/oder Düngemitteln und/oder Pflanzenschutzmitteln vorhanden ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zeitschaltuhr (8) zur automatischen Versorgung des Bewässerungssystems (6) mit Wasser vorgesehen ist.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Düngemitteldosierer (9) zur automatischen Versorgung des Bewässerungssystems (6) mit Düngemitteln und/oder Pflanzenschutzmitteln vorhanden ist.
  15. Vorrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Körpers ganzheitlich mit horizontal und/oder vertikal und/oder diagonal verlaufenden Rillen und/oder mit horizontal und/oder vertikal verlaufenden Erhöhungen bzw. Vertiefungen mit Wabenstruktur versehen ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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