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Dokumentenidentifikation DE19645822B4 06.07.2006
Titel Schaltersystem in MID-Technik
Anmelder Valeo Schalter und Sensoren GmbH, 74321 Bietigheim-Bissingen, DE
Erfinder Bötz, Jacob, 74379 Ingersheim, DE;
Weber, Adam, 74321 Bietigheim-Bissingen, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 07.11.1996
DE-Aktenzeichen 19645822
Offenlegungstag 14.05.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.07.2006
IPC-Hauptklasse H01H 1/58(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01H 9/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01H 9/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01H 23/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01H 3/50(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H05K 7/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01R 13/70(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schaltersystem in MID-Technik. Hiermit sind räumlich spritzgegossene Leitungsträger gemeint, bei der die Leitungen in ein räumliches Gehäuse direkt eingefügt sind. Dabei können mehrere Leiterschichten innerhalb des Gehäuses vergossen sein. Es können aber auch leiterbahnähnliche Kunststoffstrukturen in ein Gehäuse eingegossen sein, welche sich nachträglich metallisieren und isolieren lassen. Auf diese Weise verlaufen die Leiterbahnen auf der sich in drei Raumrichtungen (3D) erstreckenden Gehäuseoberfläche. Nähere Einzelheiten hierzu lassen sich aus der Zeitschrift "Elektronik", Jahrgang 15, vom 20.07.1990 (Seite 28–31) entnehmen. Weitere Hinweise gibt eine Anzeige der Forschungsvereinigung räumliche elektronische Baugruppen 3-D MID e.V.. Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit der Anwendung dieser Techniken auf ein Schaltersystem, insbesondere auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugtechnik.

Durch die ständig wachsende Anzahl elektrischer und elektronisch arbeitender Fahrhilfen in Kraftfahrzeugen ist auch der Bedarf an Schaltern gewachsen. Schalter herkömmlicher Bauart bestehen im wesentlichen aus Taste, Gehäuse, Kontaktsystem, mechanische Rastung, Grundplatte und Kontaktstecker. Ziel der Erfindung ist es, den Aufbau derartiger Schalter zu vereinfachen und gleichzeitig die räumlichen Abmessungen herabzusetzen.

Eine mögliche Anwendung der MID-Technik auf Schalter ist in der DT-OS 44 26 350.3 beschrieben.

Aus der DE 4242100 A1 und der DE 19514653 A1 sind verschiedene Schaltersysteme bekannt gewerden.

Die o.g. Aufgabe wird gelöst durch die sich aus dem Anspruch 1 ergebende Merkmalskombination. Die Erfindung besteht im Prinzip also darin, das Schaltergehäuse derart auszugestalten, daß es auf der einen Seite eine einfache automatische Bestückung des Schaltergehäuses mit elektrischen und/oder mechanischen Bauteilen zuläßt, andererseits aber auch die Vorteile der MID-Technik voll ausnutzt. Auf diese Weise entsteht ein Schaltersystem, welches flexibel bestückt und auch durch Bestücken mit Leiterbahnträgern flexibel beschaltet werden kann. Ein derartiges System bringt insbesondere dadurch Vorteile, da hierdurch das erfindungsgemäße Gehäuse sehr variabel einsetzbar ist und hierdurch die für die MID-Technik notwendigen hohen Stückzahlen erreicht werden.

Zusätzlich nutzt das erfindungsgemäße Gehäuse die Möglichkeiten der MID-Technik auch insofern aus, als gleichzeitig der Anschlußstecker als angegossenes Kunststoffteil ausgestaltet ist, wobei die als Anschlußstecker dienenden Kunststoffvorsprünge metallisiert sind.

Selbstverständlich liegt es auch noch im Rahmen der Erfindung, wenn in Sonderfällen elektrisch oder mechanisch stark beanspruchte Teile in das Kunststoffgehäuse eingegossen werden. Das kann beispielsweise dadurch geschehen, daß der Steckerabschnitt des Gehäuses mit eingegossenen Stiften versehen ist, um eine dauerhafte Kontaktgabe auch dann zu gewährleisten, wenn der Schalter mehrfach eingesteckt werden muß oder andernfalls die den Stecker bildenden Leiterbahnen elektrisch oder mechanisch zu stark belastet würden.

Da die Bestückungsflächen auf der Gehäuseoberseite liegen, während das Steckerteil auf der Gehäuseunterseite angeordnet ist, werden in der Regel die üblichen Durchkontaktierungen notwendig sein, um eine Leitungsverbindung von der Gehäuseoberseite zur Unterseite zu schaffen.

Auch durch derartige Durchkontaktierungen lassen sich Schaltungsänderungen in dem Schaltersystem erreichen, indem manche Kontaktierungsöffnungen leitend ausgeführt werden, während die anderen keine leitende Verbindung erhalten.

Es läßt sich aber nicht nur die Beschaltung in dem Gehäuse zu ändern, sondern es können durch Anwendung der Merkmale durch Anspruch 2 auch unterschiedliche Schaltertypen gebildet werden. So können die Mikro-Schalter derart ausgewählt sein, daß sie bei ihrer Betätigung einen Stromkreis schließen bzw. einen Stromkreis öffnen oder auf einen anderen Stromkreis umschalten oder bei der Betätigung gleich mehrerer dieser Vorgänge gleichzeitig ausführen. Diese verschiedenen Mikroschaltertypen können gleichzeitig mehrfach in das erfindungsgemäße Gehäuse eingesetzt und untereinander kombiniert werden. Es ist aber auch möglich, zusätzlich zu einem Mikroschalter oder anstatt eines Mikroschalters eine LED einzusetzen, die entweder in der Kraftfahrzeugtechnik dem Fahrer die Lage des Schalters (bei Dunkelheit) oder den Zustand des Schalters (eingeschaltet bzw. ausgeschaltet) anzeigt.

Schließlich kann aber auch das erfindungsgemäße Gehäuse derart bestückt sein, daß überhaupt kein Mikroschalter vorgesehen ist und daß das Gehäuse nur mittels der LED Anzeigefunktionen übernimmt.

Es ist zwar möglich, daß die Mikroschalter manuell oder durch mechanische Betätigungsglieder direkt betätigt werden oder daß die Anzeigefläche direkt durch die Oberfläche des erfindungsgemäßen Gehäuses gebildet wird. Vielfach wird man aber die elektrische Schaltung auf der Oberfläche des Gehäuses schützen oder aus ästhetischen Gründen abdecken. Hierzu empfiehlt sich in Weiterbildung die Merkmalskombination nach Anspruch 3. Es wird also auf das Gehäuse eine Kappe aufgesetzt, die die Beschaltung auf dem Gehäuse abschirmt und vor mechanischem Zugriff schützt. Hierdurch kann beispielsweise durch Einsatz von Linsen in der Kappe oder von Fenstern, die wiederum mit Symbolen versehen sein können, der Bedienungsperson des Fahrzeugs eine Hilfe gegeben werden.

Eine einfache Betätigungsart der auf der Gehäuseoberfläche aufgebrachten Mikroschalter läßt sich durch die Anwendung der Merkmale nach Anspruch 4 erreichen. Dabei dient die Kappe als Taste für die Schalter, wobei die Kappe wiederum manuell oder auch mechanisch betätigt sein kann. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß für den Schaltweg unterschiedliche Forderungen zu stellen sind. Soll beispielsweise durch die Kappe die Taste eines Druckschalters dargestellt werden, so genügt ein vergleichsweise kleiner Betätigungsweg. Das gleiche gilt, wenn der Stromkreis nur so lange betätigt sein soll, wenn ein Druck auf die Taste ausgeübt wird. Andererseits kann es aber erwünscht sein, daß durch die Position der Taste gleichzeitig ein Hinweis auf den Schaltzustand des Schalters gegeben wird. Dies kann beispielsweise bei einem Druckschalter die Tiefenlage der Drucktaste oder bei einem Kippschalter die Kipplage der Taste sein. Es sind also hier erhebliche Schaltwege notwendig, um die Lage der Taste für die Bedienungsperson eindeutig erkennbar zu machen. Um auch diese Forderung bei dem erfindungsgemäßen Gehäuse erfüllen zu können, empfiehlt sich in Weiterbildung der Erfindung die Merkmalskombination nach Anspruch 5. Im Kern bedeutet das, daß auf das Gehäuse ein Aufsatz aufgesteckt wird, welcher durch eine entsprechende Lagerung der Kappe für einen verlängernden Druckweg oder Kippweg sorgt. Die Kappe wird man bevorzugt auf das Gehäuse auf rasten. Es sind aber auch andere Befestigungsmöglichkeiten denkbar wie Kleben, Verschweißen oder ähnliches.

Soll die Kappe gegenüber dem Adapter und dem Gehäuse kippbar sein, so empfiehlt sich in Weiterbildung der Erfindung die Merkmalskombination nach Anspruch 6. Dabei wird man den Drehpunkt so hoch wie möglich legen, damit für die Kappe ein möglichst großer Drehwinkel erreicht wird, ehe sie an dem Gehäuse anschlägt.

Es ist im Rahmen der Erfindung aber auch möglich, daß die Kappe selbst in MID-Technik gefertigt ist und somit als bewegbares Schaltglied wirkt. Dabei kann sie sowohl als Schaltstück in einen Drucktaster arbeiten, aber auch als kippendes Schaltstück in einem Kippschalter. Diese Schaltfunktionen können zusätzlich zu der Betätigung der auf dem Gehäuse sitzenden Mikroschalter oder auch statt dieser Mikroschalter gewählt werden.

Um einen dauerhaften Schaltzustand zu erreichen und um die Lage der Kappe entsprechend der Schaltlage der betätigten Schalter zu fixieren, empfiehlt sich in Weiterbildung der Erfindung die Merkmalskombination nach Anspruch 7. Der wesentliche Vorteil hierbei ist, daß die Rastanordnung durch die Wahl des Adapters und der Kappe für den gewählten Schalter einfach angepaßt werden kann. Somit sorgt der Adapter in Verbindung mit der Taste gleichzeitig für die erwünschten Raststellungen.

Hierdurch sind weitere Mittel gegeben, das erfindungsgemäße Gehäuse an den wechselnden Bedarf von Schaltern anzupassen.

Eine besonders einfache Rastmöglichkeit ergibt sich durch die Wahl der Merkmale nach Anspruch 8. Dabei werden die Raststellungen im wesentlichen durch den Adapter vorgegeben, so daß durch die Wahl eines entsprechenden Adapters auch die erwünschten Raststellungen erreicht werden können, ohne die Kappe auszuwechseln. Durch die Ausgestaltung der Kappe in MID-Technik entsprechend der Merkmalskombination nach Anspruch 9, lassen sich für das erfindungsgemäße Schaltersystem eine Reihe weiterer Vorteile erzielen. Zum einen kann wie weiter oben schon erwähnt, die Kappe selbst als Schaltstück dienen. In Sonderfällen ist es auch möglich, die Kappe hierzu mit einem metallischen Schaltglied zu bestücken, welches beispielsweise eingegossen sein kann, um die Schaltqualität der Kappe zu verbessern. Durch das Einfügen von Leiterbahnen in die Kappe kann entsprechend der Merkmalskombination nach Anspruch 11 aber auch eine Leuchte (beispielsweise LED) in die Kappe selbst eingefügt werden, so daß spezielle Lichtleiter vermieden werden. Dabei muß allerdings für eine Stromzufuhr für die Leuchte gesorgt werden, was beispielsweise über die Rastverbindung oder bei beweglicher Kappe über das die Bewegung ermöglichende Lager geschehen kann. Anspruch 12 beschreibt nochmals die prinzipielle Möglichkeit, an geeigneten Stellen die gewünschten Eigenschaften erzielende Komponenten in das Gehäuse (bzw. die Kappe) einzugießen, so daß hier sich Verbesserungen auf mechanischem oder elektrischem Gebiet erreichen lassen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt:

1 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gehäuses mit einer kippbaren Kappe,

2 eine höhergezogene Gehäuseform mit einer fest aufgerasteten Kappe,

3 das Gehäuse nach 3 in Frontansicht,

4 das Gehäuse nach 2 mit einer kippbaren Kappe,

5 das Gehäuse nach 4 mit einer Rastanordnung,

6 das Gehäuse nach 4 in geschnittener Frontansicht mit eingesetztem Adapter und darauf montierter kippbarer Kappe,

7 eine Draufsicht auf das Gehäuse nach 2 mit zur Bestückung vorbereiteten Lötkontakten und

8 die Gehäuseansicht nach 7 mit Bestückung durch LED's und Mikroschaltern.

In 1 ist ein Gehäuse 1 dargestellt, welches in MID-Technik gefertigt ist. Das bedeutet, daß innerhalb des gegossenen Gehäuses die Leiterbahnen und elektrischen Verbindungen bereits eingegossen oder an der Oberfläche herausgearbeitet sind. Das Gehäuse 1 besitzt auf der Gehäuseinnenseite bzw. Gehäuseoberseite 2 mindestens eine ebene Bestückungsfläche 3, auf welcher Bauelemente in SMD-Technik (Surface Mounted Device) durch Automaten aufgesetzt und angelötet werden können. Als Bauelemente sind hier Mikroschalter 4 und eine LED 5 vorgesehen.

Das Gehäuse besitzt an seiner Unterseite angegossene Vorsprünge 6, deren Oberfläche als elektrisch leitende Leiterbahnen ausgestaltet sind, so daß die Vorsprünge 6 in ihrer Gesamtheit als Stecker wirken. An dem Gehäuse 1 sind weiterhin Anschläge 8 zur Begrenzung der Kippbewegung einer Kappe 9 vorgesehen, welche über Drehbolzen 10 eines nicht näher dargestellten Drehlagers schwenkbar ist. In die Kappe 9 ist ein Fenster 11 eingefügt, über welches der Lichtstrom der LED 5 erkennbar ist. Auf der Kappe 9 ist noch an deren Oberfläche eine Grifffläche 12 eingearbeitet.

2 zeigt eine etwas geänderte Ausführung des Gehäuses 1, wobei die Änderungen dazu dienen, die Gehäuseform an die Form gebräuchlicher Schalter anzupassen. Für die Erfindung wichtig ist, daß bei dem Ausführungsbeispiel nach 2 die Kappe 9 auf das Gehäuse 1 (siehe auch 3) auf gerastet ist und somit mit dem Gehäuse 1 starr verbunden ist. Das Gehäuse besitzt zwei Fenster 13, 14, die in geeigneter Weise in die Kappe eingefügt oder auch in diese eingegossen sein können. Durch diese Fenster 13, 14 strahlt der Lichtstrom der LED's 15, 16, welche auf die Bestückungsflächen 17, 18 in SMD-Technik aufgesetzt sind. Die Bestückungsflächen 17, 18 sind hochgelegt, um bei der Bestückung Automaten verwenden zu können, die nicht tiefliegende Bestückungsflächen erreichen können.

Die Kappe 9 in 2 besitzt eine Trennwand 19, die den Lichtstrom der beiden LED's 15, 16 voneinander trennt. Es ist aber auch möglich, daß auf dem Gehäuse 1 noch eine zusätzliche Diode auf einem Sockel 20 angeordnet wird, wobei allerdings hier zwei Trennwände vorgesehen werden müssen.

3 zeigt eine teilweise geschnittene Frontansicht des Gehäuses nach 2, wobei deutlich zu erkennen ist, daß die Kappe über Verrastungen 21, 22 auf das Gehäuse 1 auf gerastet ist.

In 4 ist die Kappe 9 gemäß 2 über ein Drehlager 23 kippbar an dem Gehäuse befestigt. Hierzu können an dem Gehäuse entsprechende seitliche Wände hochgezogen sein. Es kann aber auch ein Adapter entsprechend 6 eingesetzt werden, welcher weiter unten noch näher erläutert wird. Aus 4 sind auch die Wand des Gehäuses durchdringende Bohrungen 24 zu erkennen, welche der Durchkontaktierung dienen und somit die Leiterbahnen auf der Gehäuseoberseite 2 mit der Gehäuseunterseite 25 verbinden. Auf diese Weise können die Anschlüsse für Mikroschalterdioden oder andere elektrische Bauelemente mit den als Stecker 7 wirkenden Vorsprüngen 6 verbunden werden.

5 zeigt das Gehäuse nach 4, wobei noch eine Rastschaltung vorgesehen ist. Dabei ist das Gehäuse 1 mit einer Rastkurve 27 versehen, auf die ein in der Kappe 9 federnd gelagerter Rastbolzen 28 einwirkt.

6 zeigt die Gehäusedarstellung nach 4, wobei allerdings ein Adapter 29 verwendet wurde. Der Adapter hat die Aufgabe, den Drehpunkt der Kappe über die Bestückungsebene 2 des Gehäuses zu verlegen. Auf diese Weise ist es möglich, zum einen das Gehäuse vergleichsweise flach zu halten, wenn es entsprechend 2 rein zu Anzeigezwecken benötigt wird. Bei einer Reihe von Bestückungsautomaten ist es, insbesondere dann, wenn eine große Anzahl von nebeneinander angeordneten Gehäusen gleichzeitig bestückt werden sollen, nicht möglich, daß der über die Gehäuse fahrende Bestückungsautomat zu tieferliegenden Bestückungsflächen hinabtaucht. Die Bestückungsflächen sollten daher hinsichtlich des Gehäuses in der obersten Ebene liegen. In diesem Falle wäre es aber nicht möglich, ohne Adapter den Drehpunkt der Kappe über die Bestückungsebene hinaus zu verlegen. Um gleichwohl aber dennoch einen großen Schaltweg für die Kappe zu erreichen, wird die Bestückung zuerst vorgenommen und dann der Adapter mit der Kappe auf das bestückte Gehäuse aufgesetzt. Wie aus dem Vergleich von 3 und 6 ersichtlich, sind die Verrastungen 21, 22 für den Adapter und die Kappe 9 identisch, so daß statt der Kappe 9 in 3 der Adapter 29 in die Verrastungen 21, 22 eingesetzt werden kann.

In 6 ist weiterhin eine der Rastschaltung 26, 27 entsprechende Rastschaltung in Vorderansicht dargestellt. Dabei kann die Rastkurve sowohl am Gehäuse als auch am Adapter angeordnet sein, wobei die zweite Möglichkeit aus eingangs angegebenen Gründen bevorzugt verwendet wird.

Wie aus 6 ersichtlich, sind in der Kappe 9 zwei Rastschaltungen vorbereitet, so daß auch durch ein Verdrehen der Kappe ein abweichender Rastverlauf erreicht werden kann.

7 zeigt eine Draufsicht auf das Gehäuse und speziell die Bestückungsflächen 3 der Gehäuseoberseite 2. Dabei sind die vorbereiteten Lötpunkte 31 zu erkennen, die als Anschlußpunkte für elektrische Bauelemente dienen. Das können beispielsweise die Mikroschalter 33 bis 35 und/oder die LED's 15, 16, 36 sein (siehe 8). Dabei ist auch die Kombination denkbar, daß der Kippschalter nur mit einer zentral auf dem Sockel befindlichen LED 36 versehen wird, während die beiden LED's 15, 16 wegfallen. 7 und 8 zeigen auch die Möglichkeit, Mikroschalter unterschiedlicher Gattung und Form auf der Bestückungsfläche 3 anzuordnen, so daß diese Mikroschalter in beliebiger Kombination wahlweise bestückt werden können.


Anspruch[de]
  1. Schaltersystem mit einem Gehäuse (1), welches als räumlich spritzgegossener Leitungsträger (MID) ausgestaltet ist,

    wobei auf der Gehäuseoberseite (2) mindestens eine ebene und seitlich frei zugängliche Bestückungsfläche (3) vorgesehen ist,

    wobei auf der Bestückungsfläche (3) mechanische und/oder elektrische Bauelemente (15, 16, 3236) aufgesetzt sind

    und

    wobei auf der Gehäuseunterseite (25) einstückig angegossene Gehäusevorsprünge (6) vorgesehen sind, welche mit elektrischen Kontakten versehen sind und welche ein Anschlusssteckteil für elektrische Anschlussstecker bilden.
  2. Schaltersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines der Bauelemente (15, 16, 3236) durch einen Mikroschalter (3235) oder durch eine LED (15, 16, 36) gebildet ist.
  3. Schaltersystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Gehäuseoberseite (2) eine Kappe (9) angeordnet ist, die vorzugsweise mit mindestens einem durchsichtigen Bereich (13, 14, 11) versehen ist, welche oberhalb einer LED (15, 16, 36) angeordnet ist.
  4. Schaltersystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (9) gegenüber dem Gehäuse (1) bewegbar, insbesondere kippbar angeordnet ist.
  5. Schaltersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kappe (9) und Gehäuse (1) ein Adapter (29) eingefügt ist, wobei der Adapter mit dem Gehäuse verrastet (21, 22) ist.
  6. Schaltersystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (9) in dem Adapter über ein Schwenklager (30) drehbar gelagert ist.
  7. Schaltersystem nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter mit der Kappe eine Rastanordnung (27, 28) bildet, die aus einer Rastkurve (27) und einem Rastnocken (28) gebildet ist, die elastisch ineinander greifen.
  8. Schaltersystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastkurve in dem Adapter (29) und der Rastnocken (28) durch einen an der Kappe federnd abgestützten Rastbolzen (28) gebildet ist.
  9. Schaltersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (9) ebenfalls als spritzgegossener Leitungsträger (MID) ausgestaltet ist.
  10. Schaltersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe als Schaltwippe eines Kippschalters dient.
  11. Schaltersystem nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß in die Kappenfläche eine von der Kappenaußenseite erkennbare Leuchte insbesondere LED eingefügt ist und daß die Stromzufuhr über die Rastverbindung (21, 22) bzw. das Schwenklager (30) der Kappe (9) zugeführt ist.
  12. Schaltersystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an mechanisch und/oder elektrisch stark belasteten Bereichen den Anforderungen genügende Materialien eingefügt sind.
  13. Schaltersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestückungsfläche hinsichtlich des Gehäuses (1) in der obersten Ebene derart liegt, dass sie mit Automaten bestückbar ist, die nicht tiefliegende Bestückungsflächen erreichen können.
  14. Schaltersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestückungsfläche den höchst gelegenen Bereich des Gehäuses (1) bildet.
  15. Schaltersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusevorsprünge (6) auf der Gehäuseunterseite (25) senkrecht zur Bestückungsfläche (3) verlaufen.
  16. Schaltersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (9) die Bestückungsfläche (3) vollständig abdeckt.
  17. Schaltersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die als Anschlusssteckteil dienenden Kunststoffvorsprünge metallisiert sind.
  18. Schaltersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestückungsfläche bzw. Bestückungsflächen in der Ebene, in der sie liegt bzw. liegen, von allen Seiten her zugänglich ist bzw. sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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