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Dokumentenidentifikation DE202004020962U1 06.07.2006
Titel Neigungseinstellbare Treppe zum variablen Ausgleich unterschiedlicher Niveaudifferenzen
Anmelder Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, 27570 Bremerhaven, DE
DE-Aktenzeichen 202004020962
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.07.2006
Registration date 01.06.2006
Application date from patent application 29.02.2004
File number of patent application claimed 10 2004 010 651.7
IPC-Hauptklasse E04F 11/04(2006.01)A, F, I, 20060312, B, H, DE

Beschreibung[de]

cgDie vorliegende Neuerung bezieht sich auf eine neigungseinstellbare Treppe zum variablen Ausgleich unterschiedlicher Niveaudifferenzen mit einer drehbaren Aufhängung am oberen Treppenende und einem drehbaren Auflager am unteren Treppenende sowie mit je einem Wangenpaar aus parallel zueinander verlaufenden Einzelwangen an jeder Treppenseite, zwischen denen sich neigungsabhängig selbsttätig ausrichtende und arretierbare Trittstufen an jeder Einzelwange drehbar befestigt sind.

Normale Treppen werden für eine vorgegebene Niveaudifferenz konstruiert und fest eingebaut. Die Tiefe ihrer Trittstufen und die Höhe ihrer Setzstufen sind konstant, normgerecht und unveränderbar. Bei mehr als drei Stufen ist mindestens ein fester Handlauf vorhanden. Die Treppe ist am oberen Niveau fest angeschlagen und steht am unteren Niveau auf ihren angepassten Treppenwangen und ist dort gegebenenfalls auch befestigt. Solche Treppen sind für den Zugang an vorgegebener Stelle vorhandener Gebäude vorgesehen und stehen dort während ihrer gesamten Lebensdauer. Für Treppen, deren Niveaudifferenz von vorne herein nicht genau festliegt, sei es wegen einer rationellen Vorproduktion und Lagerhaltung von Standardtreppen für diverse Einsatzfälle, wegen der Notwendigkeit des Umsetzens zwischen verschiedenen Einsatzorten oder wegen sich ändernder Untergrundverhältnisse am gegebenen Einsatzort, ist es zur Anpassung an begrenzte Niveaudifferenztoleranzen sinnvoll, eine Einstellmöglichkeit vorzusehen. Mit einem fertigen Bausatz von Treppenteilen bietet sich für eine hinreichende Einstellbarkeit zur Überwindung einer Toleranz der Niveaudifferenz von z.B. bis zu 20% der Treppenlänge eine Neigungseinstellung an, bei der die Treppe an ihrem oberen Ende eine drehbare Aufhängung aufweist. Die Trittstufen müssen waagerecht ausgerichtet werden und die Treppenwangen stehen über ein drehbares Auflager am Boden auf.

In der amerikanischen Patentschrift US 3,713,511 (Adjustable Stair Assembly) wird eine neigungseinstellbare Treppe vorgestellt, bei der die Neigungseinstellung dadurch realisiert wird, dass die Treppenwangen in Wangenpaare geteilt sind, deren Einzelwangen übereinander verlaufen. Beide Wangenpaare sind an einer Aufhängung befestigt, wobei jede der vier Einzelwangen einzeln drehbar gelagert ist. Die Einzelwangen der Wangenpaare laufen über ihre ganze Länge parallel. In einer ersten Ausführungsvariante sind die Drehpunkte der oberen und unteren Einzelwangen senkrecht, in einer zweiten Ausführungsvariante waagerecht zueinander in der Aufhängung angeordnet. Die Trittstufen sind auf beiden Seiten an je einem Punkt in den zugehörigen Einzelwangen drehbar gelagert und waagerecht ausgerichtet. Die Drehpunkte der Trittstufen in den Einzelwangen stehen waagerecht zueinander. Durch die Anordnung der Drehpunkte wird nur bei der zweiten Ausführungsvariante eine selbsttätige Ausrichtung der Trittstufen in jeder Neigungseinstellung erreicht. Alle Drehpunkte an Aufhängung, Trittstufen und Auflager sind als Schraubverbindungen ausgebildet, die zur Einstellung der Treppe gelöst und anschließend wieder festgezogen werden müssen. Zur Realisierung einer Neigungsverstellung ist bei dieser bekannten Konstruktion vorgesehen, dass die Länge der Einzelwangen in geringem Maße änderbar ist. Dazu weisen die Enden der Einzelwangen teleskopartige Einrichtungen auf, die durch jeweils zwei Schraubverbindungen und Langlöcher fixiert werden können. Alle Drehpunkte an den Trittstufen und die Drehpunkte der Aufhängung der unteren Einzelwangen weisen ebenfalls Langlöcher zur einfachen Einstellung auf. Auch diese Fixierungspunkte müssen nach der Einstellung auf die neue Lage, insbesondere auch nach Einstellung der waagerechten Position der Trittstufen, manuell erneut fixiert werden. Die Art der Einstellung ist durch die Konstruktion mit einer Fixierung der Neigungseinstellung über konventionelle Schraubverbindungen mühsam und zeitaufwändig. Der Einstellbereich wird dadurch begrenzt, dass die Einzelwangen jedes Wangenpaares in durch ihre Abmessungen vorgegebener Winkelstellung aufeinander zum Aufsitzen kommen. Für eine häufige Verstellung ist die Treppe daher nicht geeignet.

Mit der amerikanischen Patentschrift US 6,354,403 wird ebenfalls eine neigungseinstellbare Treppe mit in allen Ausführungsvarianten sich selbstätig ausrichtenden Trittstufen vorgestellt. Dazu wird auch hier eine Konstruktion mit Wangenpaaren aus übereinander angeordneten Einzelwangen verwendet. Diese werden an der oberen Aufhängung über zwei senkrecht zueinander stehende Punkte drehbar gelagert. Im Gegensatz zum zweiten Ausführungsbeispiel der zuvor erläuterten Treppe sind hier nun die Trittstufen mit Setzstufen fest kombiniert, die mit zwei senkrecht zueinander stehenden Punkten mit den Einzelwangen jedes Wangenpaares drehbar gelagert verbunden sind. Durch die senkrechte Anordnung der Drehpunkte sowohl der Stufen als auch der Wangen ist eine selbsttätige Ausrichtung der Trittstufen bei einer Neigungsverstellung der Treppe gewährleistet. Alle Verbindungen werden manuell arretierbar mit Schraubverbindungen realisiert. Die Treppe ist nach der Fertigmontage nur in Sonderfällen erneut ausrichtbar, da die Einzelwangen nach der Einstellung am unteren Ende kufenförmig zugesägt und alle Verbindungen von Trittstufen zu Wangenpaaren mit Winkellaschen gesichert werden. Für eine Mehrfacheinstellung ist die Treppe ungeeignet.

Mit der amerikanischen Patentschrift US 3,885,365 wird schließlich eine neigungseinstellbare Treppe mit in allen Ausführungsvarianten sich selbsttätig ausrichtenden Trittstufen vorgestellt, von der die vorliegende Neuerung als nächstliegendem Stand der Technik ausgeht. Dazu wird wieder eine Konstruktion mit Wangenpaaren aus übereinander angeordneten Einzelwangen verwendet. Diese sind an jeder Trittstufe über senkrechte Verbindungslaschen miteinander verbunden. Die Treppe ist nur an den obersten Drehpunkten der oberen Einzelwangen an der Aufhängung fixiert, die unteren Drehpunkte der Aufhängung werden durch die unteren Drehpunkte der obersten senkrechten Verbindungslaschen ersetzt und nicht an der Aufhängung fixiert. Eine Führung der Einzelwangen und der senkrechten Verbindungslaschen bei der Neigungseinstellung wird über schräge Verbindungslaschen realisiert. Diese greifen unten an den unteren Drehpunkten der senkrechten Verbindungslaschen und oben an der oberen Einzelwange zwischen jeweils zwei oberen Drehpunkten der senkrechten Verbindungslaschen an. Die Trittstufen sind auf beiden Seiten jeweils mit ihrem hinteren Drehpunkt am unteren Drehpunkt einer senkrechten Verbindungslasche in der unteren Einzelwange und mit ihrem vorderen Drehpunkt am oberen Drehpunkt der davor liegenden senkrechten Verbindungslasche in der oberen Einzelwange gelagert. Alle Verbindungspunkte sind über konventionelle Schraubverbindungen drehbar gelagert. Zur Neigungseinstellung werden sämtliche Schraubverbindungen gelöst, die ganze Konstruktion am unteren Ende in die neue Position bewegt und die Schraubverbindungen wieder fixiert. Dabei wird das Parallelogramm aus Einzelwangen jedes Wangenpaares und senkrechten Verbindungslaschen in Langlöchern durch die Führung durch die schrägen Verbindungslaschen so verschoben, dass die senkrechten Verbindungslaschen selbsttätig senkrecht und die Trittstufen selbsttätig waagerecht ausgerichtet werden. Notwendige Abstandsänderungen und ein Toleranzausgleich werden durch Langlöcher realisiert. Auch hier ist die Art der Einstellung mit einer manuellen Fixierung der Neigungseinstellung über konventionelle Schraubverbindungen mühsam und zeitaufwändig. Der Einstellbereich wird ebenfalls spätestens durch Aufsitzen der Einzelwangen aufeinander begrenzt. Für eine häufigere Verstellung ist die Treppe daher ebenfalls nicht geeignet.

Hauptmerkmal aller neigungsverstellbaren Treppen ist die Notwendigkeit der möglichst genauen waagerechten Ausrichtung der Trittstufen in der Ebene für einen sicheren Auftritt. Der Zutritt zu routinemäßig nur mit erheblichen und häufigen Niveaudifferenzschwankungen zugänglichen Einrichtungen wie Flugzeugen und Schiffen wird über einfache, neigungsverstellbare Vorrichtungen ermöglicht. Dabei kann es sich im Falle von Flugzeugen um lange schräge Ebenen ohne Trittstufen in beweglichen und tunnelartigen Zugangseinrichtungen handeln. Diese werden vom Bedienungspersonal für jedes Flugzeug individuell in weiten Toleranzen manuell gesteuert an die Flugzeugtüren herangeführt. Im Falle von Schiffen, die gegebenenfalls dem Tiedenhub oder Wellengang am Hafenkai, aber auch unterschiedlichen Kaimauerhöhen in verschiedenen Häfen unterliegen, können Schiffstreppen verwendet werden, die oben an Bord des Schiffes drehbar gelagert befestigt sind und am Kai mit Rollen aufliegen. Hier sind zum Ausgleich der Neigungstoleranzen die Trittstufen gewölbt ausgeführt, so dass zumindest immer ein Teilbereich jeder Trittstufe waagerecht steht und für einen einigermaßen sicheren Auftritt sorgt. Beide Einrichtungen sind für kurzfristigen und sich sehr häufig ändernden Zugang für begrenzte Personenzahlen ohne Lasten zulässige Kompromisse. Für den mittel- und langfristigen Zugang für beliebig viele Personen und mit Lasten bei mittlerer oder geringer Änderungshäufigkeit muss eine sicherere Lösung gefunden werden.

Aus dem Stand der Technik ist bekannt, Trittstufen zur selbsttätigen Ausrichtung zwischen den Einzelwangen eines Wangenpaares auf jeder Treppenseite parallelogrammartig einzuspannen. Wenn die Eckpunkte eines Parallelogramms drehbare Lagerungen aufweisen und zwei Drehpunkte festgehalten werden, dann wird sich bei Drehung der beiden an die festgehaltenen Drehpunkte anschließenden Seiten um diese die Ausrichtung der den festgehaltenen Drehpunkten gegenüberliegenden Seite in Bezug auf die von den festgehaltenen Drehpunkten eingeschlossene Seite nicht verändern. Daraus folgt, dass die Einspannung der Einzelwangen jedes Wangenpaares an der Aufhängung in waagerechtem und senkrechtem Abstand der Drehpunkte zueinander identisch zu der Einspannung der Trittstufen zwischen den Einzelwangen jedes Wangenpaares in waagerechtem und senkrechtem Abstand der Drehpunkte zueinander sein muss.

Allen vorgestellten Druckschriften zu neigungseinstellbaren Treppen ist gemeinsam, dass jede zumindest eine Ausführungsvariante vorstellt, bei der sich die Treppenstufen selbsttätig ausrichten, jedoch wird durch die Verwendung von Langlöchern und durch das Spiel der verwendeten Schraubverbindungen immer eine endgültige manuelle Ausrichtung erforderlich. Ferner ist die Einstellung der Neigung bei allen vorgestellten Treppen nur sehr aufwändig durch Lösen und wieder Festziehen vieler Schraubverbindungen durchführbar. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Neuerung, eine neigungseinstellbare Treppe der gattungsgemäßen Art vorzuschlagen, bei der sich die Treppenstufen sowohl selbsttätig ausrichten als auch selbsttätig arretieren mit dem Ziel, durch Vermeidung des häufigen Lösens und Festziehens von Schraubverbindungen die häufige Einstellung der Neigung durch problemlose Handhabung wesentlich zu vereinfachen. Dabei soll die Treppe auch größere Niveaudifferenzen überwinden können und trotzdem einfach im Aufbau und preiswert in der Herstellung sein.

Als Lösung ist bei der neuerungsgemäßen neigungseinstellbaren Treppe deshalb vorgesehen, dass die Einzelwangen der Wangenpaare nebeneinander als innere und äußere Einzelwangen angeordnet sind, wobei sie sich zur Befestigung der Trittstufen jeweils an beiden Einzelwangen und zur Vermeidung von Behinderungen bei unterschiedlichen Neigungsstellungen der Treppe nur zu einem entsprechenden Teil ihrer Höhe überdecken, und dass die drehbare Aufhängung für jede Einzelwange und die drehbare Befestigung jeder Trittstufe an den Einzelwangen aus nicht feststellbaren Drehlagern bestehen, wobei die Arretierung der Trittstufen in unterschiedlichen Neigungsstellungen automatisch durch Selbsthaltung der neigungseinstellbaren Treppe erfolgt.

Ein besonderer Einsatzbereich für eine derartige neuerungsgemäße neigungseinstellbare Treppe sind Dauerfrostgebiete wie Arktis und Antarktis. Bestimmte Gebäude in diesen Gebieten werden auf Stelzen gesetzt und sind über Treppen erreichbar. Der hohe jährliche Schneezutrag läßt die Bauwerke allmählich versinken, sodass sie von Zeit zu Zeit durch Verlängerung der Stelzen hochgesetzt werden müssen. Die durch Begehung, Sonneneinstrahlung und dauernden Frost tief im harten Eis steckenden Treppen müssen dazu freigelegt und ebenfalls mit hochgesetzt werden. Die sehr mühsame Arbeit des Freilegens der Treppen kann vermieden werden, wenn in deutlich kürzeren Zeitabschnitten zwischen den einzelnen Hochsetzungen der Bauwerke eine Anpassung der Treppen an die jeweils veränderten Niveauverhältnisse erfolgt. Besonders vorteilhaft kann dazu die neuerungsgemäße neigungseinstellbare Treppe mit sich selbsttätig ausrichenden Trittstufen und automatischer Arretierung eingesetzt werden. Sie muss am unteren Treppenende nur aus noch lockerem Schnee gelöst, einfach um ihre Aufhängung gedreht und mit dem unteren Treppenende auf dem neuen Niveau wieder abgesetzt werden.

Die weiter oben beschriebene notwendige und hinreichende Bedingung zur selbsttätigen Ausrichtung von Trittstufen bei der Neigungseinstellung wird bei der neuerungsgemäßen neigungsverstellbaren Treppe eingehalten, so dass eine komfortable selbsttätige Einstellung der Trittstufen gewährleistet ist. Darüber hinaus dürfen sich die Einzelwangen in ihren Profilabmessungen bei einem möglichst großen Bereich der Neigungseinstellung durch Verschiebung des Parallelogramms nicht gegenseitig behindern. Diese Einschränkung wird bei der neuerungsgemäßen neigungsverstellbaren Treppe dadurch aufgehoben, dass die Einzelwangen jedes Wangenpaares nicht mehr übereinander sondern nebeneinander parallel geführt werden.

Zur entscheidenden Erleichterung und Zeiteinsparung bei der Neigungseinstellung der Treppe sind bei der Treppe nach der Neuerung die drehbar gelagerten Punkte zwischen Trittstufen und Einzelwangen einerseits und zwischen Einzelwangen und Aufhängung und Auflager andererseits als nicht feststellbare Drehlager ausgebildet. Darunter werden Drehlager verstanden, die neben der natürlichen Selbsthaltung keine weiteren Mittel zur Arretierung in einer bestimmten Drehstellung aufweisen. Die Drehlager können bei der Neigungseinstellung jede mögliche Position einnehmen und werden in dieser automatisch durch die Gesamtkonstruktion gehalten. Durch den Ersatz von konventionellen, manuell zu lösenden und festzuziehenden Schraubverbindungen durch glatte Drehlager bei der Neuerung ist eine sichere, nahezu spielfreie und wartungsfrei drehbare Verbindung geschaffen, die keiner weiteren Bedienung bedarf und bei der die Arretierung automatisch durch Selbsthaltung erfolgt. Wenn die Treppe in eine andere Neigungsstellung versetzt werden soll, so geschieht dies durch einfaches Anheben des Auflagers vom alten Niveau und erneutes Absetzen auf dem neuen Niveau. Nach dem Absetzen ist die Treppe sofort ohne weitere Maßnahmen nahezu spielfrei wieder sicher benutzbar.

Bei den parallel nebeneinander geführten Einzelwangen jedes Wangenpaares ist zu beachten, dass sie sich im gesamten Bereich der zulässigen Neigungseinstellungen der Treppe höchstens zu dem Teil ihrer Höhe seitlich überdecken, der für die sichere Befestigung der Trittstufen in den Einzelwangen nicht benötigt wird, d.h. dass beide Einzelwangen versetzt zu einander stehen oder deutliche Unterschiede in den Profilabmessungen aufweisen müssen. Dafür ist in einer ersten vorteilhaften Weiterbildung der neuerungsgemäßen neigungseinstellbaren Treppe vorgesehen, dass die inneren Einzelwangen der Wangenpaare als metallische Schubstangen ausgebildet sind. Diese können im Profil abhängig von der Länge und der Belastung der Treppe optimiert werden und relativ schlank bleiben. Durch eine Anordnung, die praktisch nur eine sehr geringe Überdeckung mit der äußeren Wange aufweist oder sogar außerhalb des Projektionsbereichs der äußeren Wange liegt, wird eine sichere Auflage der hinteren Drehlager der Trittstufen bei für die Tiefe der Trittstufen ausreichendem Abstand der vorderen und hinteren Drehlager gewährleistet.

Zum sicheren Stand der Treppe auf dem Untergrund in allen Neigungsstellungen wird ein drehbares Auflager benötigt. In einer weiteren vorteilhaften Fortbildung der neigungseinstellbaren Treppe nach der Neuerung ist dafür vorgesehen, dass das drehbare Auflager als zumindest an je einer Einzelwange jedes Wangenpaares über ein nicht feststellbares Drehlager befestigte Kufe ausgebildet ist. Bei der Neuerung wird die Kufe nur an der großen äußeren Einzelwange befestigt. Eine weitere Befestigung an der als Schubstange ausgebildeten inneren Einzelwange ist nicht erforderlich.

In einer weiteren Fortbildung der neigungseinstellbaren Treppe nach der Neuerung ist vorgesehen, dass die Drehlager als einfache Bohrung-Zapfen-Kombinationen ausgebildet sind. Wenn alle Drehlagerstellen als mit einfacher Spielpassung in glatten Bohrungen drehende glatte Zapfen ausgebildet sind, kann bei Vorhandensein von fest montierten Abstandhaltern zwischen den Wangenpaaren auf Schraubverbindungen verzichtet werden. Schrauben haben Gewinde, um die sich ein Bauteil nur mit Reibung, viel Spiel und Abrieb drehen kann. Eine lediglich mit lose eingestellten Schraubverbindungen errichtete neigungsverstellbare Treppe wäre aufgrund des großen Gesamtspiels aller Verbindungen nur sehr unsicher zu betreten. Allerdings können Schrauben den Abstand der Wangen zueinander und damit den Zusammenhalt der Treppenkonstruktion ohne weitere Hilfsmittel gewährleisten. Wenn also nahezu spielfreie Drehlager eingesetzt werden, die keinen axialen Halt aufweisen, ist es erforderlich, feste Abstandshalter einzubauen. Auf Abstandshalter kann verzichtet werden, wenn die Zapfen in den Bohrungen gegen Herausrutschen gesichert sind. Dazu ist in einer weiteren Fortbildung der neigungsverstellbaren Treppe nach der Neuerung vorgesehen, dass der Zapfen der Bohrung-Zapfen-Kombinationen außen an der ihn aufnehmenden Einzelwange, Aufhängung oder Auflager eine größere mit einer Schraube gesicherte Sicherungsscheibe aufweist. Bei der ursprünglichen Montage der Treppe werden die Zapfen nach Durchstecken durch die Bohrungen in ihren jeweiligen aufnehmenden Bauteilen mit einer mit geringem Spiel an das Bauteil anschließenden äußeren Scheibe abgeschlossen, die größer als die Bohrung sein muss. Die äußere Scheibe wird mit einer Sicherungsschraube im Zentrum des Zapfens gesichert. Die Sicherungsschraube kann eingeklebt oder anderweitig mit Standardmitteln gegen Herausdrehen gesichert sein. Auf diese Weise wird ein nur geringes axiales Spiel aufweisendes System geschaffen, das auch ohne Abstandshalter einen sicheren Betrieb der beanspruchten Treppe gestattet. Alternativ zu solchen Drehlagern kann an den Schubstangen ein Prinzip mit Stange und Klaue realisiert werden. Dazu ist in einer weiteren Fortbildung der neigungsverstellbaren Treppe nach der Neuerung vorgesehen, dass die hinteren Drehlager der Trittstufen zu den Schubstangen als auf fest zwischen den Schubstangen montierten Abstandsstangen mit um die Abstandsstangen greifenden Klauen ausgebildet sind. Einfache Rundstangen können die Schubstangen als fest montierte Abstandsstangen verbinden, auf denen die Trittstufen hinten mittels die Abstandsstangen umgreifenden Klauen aufliegen. Die Klauen können mit wenig Spiel so eingerichtet werden, dass sie nicht vollständig um die Stangen greifen, sondern die Trittstufen klappbar um die vorderen Drehlager gestalten. Dies ist dann zulässig, wenn die vorderen Drehlager soweit vorne in den Trittstufen angreifen, dass ein ungewolltes Aufklappen der Trittstufen durch einen sehr weit vorne am Rand stattfindenden Auftritt sicher verhindert ist. Das Aufklappen der Stufen kann vorteilhaft z.B. für die Reinigung der Treppe sein.

Zum sicheren Betrieb einer Treppe mit mehr als drei Trittstufen gehört zumindest ein Handlauf. Auch dieser muss bei einer neigungseinstellbaren Treppe mit einstellbar sein. Ist die Treppe darüber hinaus bedienungsfreundlich selbsttätig ausrichtend und automatisch arretierend ausgebildet, ist es von Vorteil, wenn der Handlauf ebenfalls selbsttätig ausrichtend und automatisch arretierend ausgebildet ist. Daher ist es in einer weiteren Fortbildung der neigungsverstellbaren Treppe nach der Neuerung vorgesehen, dass zumindest oberhalb des einen Wangenpaares ein Handlauf über zumindest zwei am oberen Ende drehbar mit dem Handlauf und am unteren Ende fest mit einer Trittstufe verbundene Lagerstützen angeordnet ist. Bei selbsttätiger Ausrichtung der Treppenstufen werden sich fest damit verbundene Lagerstützen ebenfalls selbsttätig ausrichten. Wenn dann der Handlauf mit den Lagerstützen über automatisch feststellende Drehlager verbunden ist, sind alle oben angegebenen Forderungen erfüllt und die Treppe ist auch mit Handlauf bedienungsfreundlich.

Ist in besonderen Fällen der Aufstellungsraum der Treppe stark begrenzt, so kann bei Beschränkung auf Begehung mit höchstens geringen Lasten eine optimierte Stufenform vorgesehen sein. Daher sieht eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der neigungsverstellbaren Treppe nach der Neuerung vor, dass die Trittstufen alternierend Aussparungen aufweisen. Diese Stufenform, die häufig für enge Dachbodentreppen Verwendung findet, erzwingt eine vorgegebene Schrittfolge, d.h. Auf- und Abstieg müssen. mit demjenigen Bein begonnen werden, bei dem die unterste, respektive oberste, Stufe keine Aussparung aufweist. Schließlich sieht eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der neigungsverstellbaren Treppe nach der Neuerung vor, dass die Trittstufen rutschfest als Gitterrost, Riffelplatte oder mit einem rutschfesten Belag versehen ausgebildet sind. Für den Einsatz im nicht häuslichen Bereich kommen bevorzugt Trittstufen zum Einsatz, die aus Gitterrost oder Riffelplatte hergestellt sind. Beide Materialien sind für den Einsatz in rutschgefährdeter Umgebung, insbesondere auch in Dauerfrostgebieten bewährt. Im häuslichen Bereich wird eine optisch ansprechende Treppe mit entsprechendem Belag bevorzugt werden.

Ausbildungsformen der Neuerung werden nachfolgend anhand der schematischen Figuren näher erläutert. Dabei zeigt

1 eine neigungseinstellbare Treppe nach der Neuerung in perspektivischer Darstellung,

2a, b, c eine Prinzipdarstellung der neigungseinstellbaren Treppe in Seitenansicht in drei Stellungen a, b und c,

3 eine Prinzipdarstellung der neigungseinstellbaren Treppe in Frontansicht,

4 ein Drehlager mit gesichertem Zapfen im Detail, und

5 ein Drehlager mit Abstandsstange und Klaue im Detail.

1 zeigt eine Übersicht über eine bevorzugte Ausführungsform der neigungseinstellbaren Treppe nach der Neuerung im Einsatz, insbesondere in einem Dauerfrostgebiet. Die neigungseinstellbare Treppe NT besteht aus den linken und rechten Wangenpaaren LW, RW, die ihrerseits jeweils aus nebeneinander liegenden inneren und äußeren Einzelwangen IE, AE bestehen. Dabei sind die inneren Einzelwangen IE als einfach profilierte Schubstangen ST ausgebildet. Trittstufen TS verlaufen eben zwischen den linken und rechten Wangenpaaren LW, RW und sind über Drehlager DL mit allen Einzelwangen IE, AE verbunden. Die Drehlager DL sind hier als nicht weiter gesicherte, einfache Bohrung-Zapfen-Systeme ausgeführt. Eine daher erforderliche Einrichtung zum Querzusammenhalt der neigungseinstellbaren Treppe NT ist durch fest eingebaute Abstandhalter AH gegeben, die die Drehung der Trittstufen TS bei Einstellvorgängen nicht behindern. Die vier Einzelwangen IE, AE sind ebenfalls mit je einem Drehlager DL mit den oberen Aufhängungen OA verbunden. Dabei ist beachtet, dass als notwendige und hinreichende Bedingung zur selbsttätigen Ausrichtung der Trittstufen TS die Drehlager DL der Einzelwangen IE, AE jedes Wangenpaares LW, RW in ihren oberen Aufhängungen OA in waagerechtem und senkrechtem Abstand ihrer Drehpunkte zueinander identisch zu den Drehlagern DL der Trittstufen TS zwischen den Einzelwangen IE, AE jedes Wangenpaares LA, RA in waagerechtem und senkrechtem Abstand der Drehpunkte zueinander angeordnet sind. Die oberen Aufhängungen OA sind Bestandteil der am oberen Treppenende OT zu erreichenden Einrichtung. Das untere Auflager UA am unteren Treppenende UT wird durch selbsttätig einstellbare Kufen KU gebildet, die durch Drehlager DL mit den jeweiligen äußeren Einzelwangen AE verbunden sind. Ein ebenfalls selbsttätig einstellbarer Handlauf HL ist über Lagerstützen LS mit den Trittstufen TS verbunden. Dabei ist die untere Verbindung mit den Trittstufen TS fest montiert und die obere Verbindung zum Handlauf HL mit Drehlagern DL ausgeführt.

2 zeigt, wie die neigungseinstellbare Treppe NT bei Einstellung der Neigung auf unterschiedliche Winkel die Trittstufen TS selbsttätig einstellt. Die Einhaltung der dafür erforderlichen Grundbedingung, wie in 1 erläutert, wird durch die exakte Übertragung des waagerechten und des senkrechten Abstands a und b der Drehlager DL der Trittstufen TS auf den waagerechten und den senkrechten Abstand a und b der Drehlager DL der oberen Aufhängung OA eingehalten. Die dargestellte Stellung der Trittstufen TS mit 30° in 2a, 45° in 2b und 60° in 2c zeigt deutlich den konstant waagerechten Zustand.

3 zeigt eine Vorderansicht der prinzipiellen Anordnung der Bauelemente der neigungseinstellbaren Treppe. Die oberen Aufhängungen OA sind fest mit dem oberen Treppenniveau OT verbunden. Die äußeren Einzelwangen AE sind außen und die inneren Einzelwangen IE in Form von Schubstangen ST sind innen über Drehlager DL mit der oberen Aufhängungen OA verbunden. Die Trittstufen TS sind ihrerseits über Drehlager DL mit den äußeren Einzelwangen AE und hier nicht sichtbaren Drehlagern DL mit den inneren Einzelwangen IE verbunden.

4 zeigt im Detail ein Drehlager DL als eine fixierte Bohrung-Zapfen-Kombination am Beispiel der Verbindung von der äußeren Einzelwange AE zu der oberen Aufhängung OA. Eine zentrale Scheibe ZS hält die äußere Einzelwange und die obere Aufhängung auf Abstand, damit sie nicht aneinander reiben. Beide Bauteile und die Scheibe enthalten eine deckungsgleiche Bohrung B, die den Zapfen Z aufnimmt. Der Zapfen Z sitzt mit Spielpassung in der Bohrung B und ist einige Zehntel Millimeter länger als die Kombination aus äußerer Einzelwange AE, oberer Aufhängung OA und zentraler Scheibe ZS stark ist. Auf beiden Seiten des Zapfens Z wird eine äußere Scheibe AS vorgelegt und mit Sicherungsschrauben SS fixiert, die in eine axiale Gewindebohrung AG des Zapfens Z eingreift. Die Sicherungsschrauben SS sind mit hier nicht weiter dargestellten üblichen Mitteln wie Kleben, Selbstsicherung, Sicherungsblech usw. gegen Herausdrehen gesichert.

5 zeigt im Detail, wie das Drehlager DL am hinteren Ende der Trittstufe TS gestaltet sein kann, wenn die inneren Einzelwangen IE als Schubstangen ST mittels Abstandsstangen AB fest vebunden sind und ebenfalls fest mit den Trittstufen TS verbundene Klauen KL um die Abstandsstangen AB greifen. Wenn die Öffnung der Klaue KL genau den Drehkreis der Trittstufe TS um das vordere Drehlager DL nachbildet, kann die Trittstufe TS ohne Probleme hochgeklappt werden.

AEäußere Einzelwange AHAbstandhalter ABAbstandsstange ASäußere Scheibe BBohrung DLDrehlager HLHandlauf IEinnere Einzelwange KLKlaue KUKufe LSLagerstütze LWlinkes Wangenpaar NTneigungseinstellbare Treppe OAobere Aufhängung OToberes Treppenende RWrechtes Wangenpaar SSSicherungsschraube STSchubstange TSTrittstufe UAunteres Auflager UTunteres Treppenende ZZapfen ZSzentrale Scheibe awaagerechter Abstand bsenkrechter Abstand

Anspruch[de]
  1. Neigungseinstellbare Treppe zum variablen Ausgleich unterschiedlicher Niveaudifferenzen mit einer drehbaren Aufhängung am oberen Treppenende und einem drehbaren Auflager am unteren Treppenende sowie mit je einem Wangenpaar aus parallel zueinander verlaufenden Einzelwangen an jeder Treppenseite, zwischen denen sich neigungsabhängig selbsttätig ausrichtende und arretierbare Trittstufen an jeder Einzelwange drehbar befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelwangen der Wangenpaare (LW, RW) nebeneinander als innere und äußere Einzelwangen (IE, AE) angeordnet sind, wobei sie sich zur Befestigung der Trittstufen (TS) jeweils an beiden Einzelwangen und zur Vermeidung von Behinderungen bei unterschiedlichen Neigungsstellungen der Treppe (NT) nur zu einem entsprechenden Teil ihrer Höhe überdecken, und dass die drehbare Aufhängung (OA) für jede Einzelwange und die drehbare Befestigung jeder Trittstufe (TS) an den Einzelwangen (IE, AE) aus nicht feststellbaren Drehlagern (DL) bestehen, wobei die Arretierung der Trittstufen (TS) in unterschiedlichen Neigungsstellungen automatisch durch Selbsthaltung der neigungseinstellbaren Treppe erfolgt.
  2. Neigungseinstellbare Treppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Einzelwangen (IE) der Wangenpaare (LW, RW) als metallische Schubstangen (ST) ausgebildet sind.
  3. Neigungseinstellbare Treppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das drehbare Auflager (UA) als zumindest an je einer Einzelwange (IE, AE) jedes Wangenpaares (LW, RW) über ein nicht feststellbares Drehlager (DL) befestigte Kufe (KU) ausgebildet ist.
  4. Neigungseinstellbare Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehlager (DL) als einfache Bohrung-Zapfen-Kombinationen ausgebildet sind.
  5. Neigungseinstellbare Treppe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (Z) der Bohrung-Zapfen-Kombinationen außen an der ihn aufnehmenden Einzelwange (IE, AE), Aufhängung (OA) oder Auflager (UA) eine größere mit einer Sicherungsschraube (SS) gesicherte äußere Scheibe (AS) aufweist.
  6. Neigungseinstellbare Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die hinteren Drehlager (DL) der Trittstufen (TS) zu den Schubstangen (ST) als auf fest zwischen den Schubstangen (ST) montierte Abstandsstangen (AS) mit um die Abstandsstangen (AS) greifenden Klauen (KL) ausgebildet sind.
  7. Neigungseinstellbare Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest oberhalb des einen Wangenpaares (LW, RW) ein Handlauf (HL) über zumindest zwei am oberen Ende drehbar mit dem Handlauf (HL) und am unteren Ende fest mit einer Trittstufe (TS) verbundene Lagerstützen (LS) angeordnet ist.
  8. Neigungseinstellbare Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittstufen (TS) alternierend Aussparungen aufweisen.
  9. Neigungseinstellbare Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittstufen (TS) rutschfest als Gitterrost, Riffelplatte oder mit einem rutschfesten Belag versehen ausgebildet sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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