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Dokumentenidentifikation DE202006003423U1 06.07.2006
Titel Halte- und Fixierinstrument
Anmelder Jüntgen, Christoph, 42719 Solingen, DE
DE-Aktenzeichen 202006003423
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.07.2006
Registration date 01.06.2006
Application date from patent application 04.03.2006
IPC-Hauptklasse A61C 13/38(2006.01)A, F, I, 20060304, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16B 2/06(2006.01)A, L, I, 20060304, B, H, DE   F16B 2/04(2006.01)A, L, I, 20060304, B, H, DE   A61B 17/00(2006.01)A, L, I, 20060304, B, H, DE   

Beschreibung[de]

In der Zahntechnik wird zum Auftragen von Keramik auf Keramikverblendkronen, zum Reinigen von Arbeiten mit Wasserdampf, beim Polieren von Gold- bzw. Vollgusskronen oder beim Abtrennen von Gusskanälen ein Halteinstrument benötigt. Ein Halte- und Fixierinstrument ist auch bei einigen Löt- bzw. Laserarbeit hilfreich. Bei den Teleskop- bzw. Konuskronen, die aus einer Primär- und Sekundärkrone bestehen, ist eine Teleskopkronenzange zum Herausnehmen und Anpassen der Innenkrone erforderlich.

Bisher wird das Halten der Kronen und Brücken hauptsächlich durch Rasterklemmen ausgeübt.

Die Klemme umfasst den Kronenrand. Dies verhindert neben der eventuelle Beschädigung des Randes auch eine aus ästhetischen Gründen bevorzugt Vollverblendung. Für Kronen aus Presskeramik bzw. CAD/CNC gefrästen Kronen und Brücken aus Keramik oder Zirkonoxyd sind diese Klemme ungeeignet. Gerade das gezielte Fixieren der einzeln Arbeiten sei es zum Auftragen von Malfarben oder das sichere Übertragen auf den Brenngutträger ist unbefriedigend. Auch Rasterklemmen mit Spreizvorrichtung lassen keinen definierten Halt zu, beim Lösen ist noch mehr Spreizdruck erforderlich, sodass eine schonende Behandlung bei maximalen Halt schwierig ist.

Das neue Instrument ermöglicht dem Fachmann durch die spezielle Verschraubung und die verschiedenen Ansätze ein gezieltes Halten der Arbeit, von der Einzelkrone und der Brücke bis hin zum zahntechnischen Modellguss. Neben der Klemmfunktion ist auch eine Spreizfunktion möglich. Dieses Instrument vereint diverse Klemmen und die Teleskopzange. Bei der Doppelkronentechnik ist nur ein einmaliges Fixieren notwendig.

Zwei der drei Arme ermöglichen durch die Schraubjustierung einen stabilen Halt und verhindern ein Verdrehen oder Abrutschen der zu fixierenden Arbeit. Während zwei Arme eine zusammengedrückte Kraft ausüben, kann der dritte Arm entweder auch zu einer schließenden Klemmkraft oder zu einer Spreizklemmwirkung eingesetzt werden.

Durch das schwenkbare Unterteil des Instruments wird ein kippsicherer Stand erreicht. Dies erlaubt dem Benutzer den fixierten Gegenstand sicher abzustellen und weiter zu bearbeiten.

Die ergonomische Form des Instruments erlaubt dem Nutzer durch die Einhandbenutzung eine sichere Positionierung seiner Arbeit. In einer Hand wird der zu fixierende Gegenstand und in der anderen Hand das Halteinstrument gehalten. Nach der gewünschten Lagerung kann nun der größere Schwenkarm mit einer Hand behutsam, natürlich unter fachmännischen Gesichtspunkt, soweit gedreht werden bis der erforderliche Halt vorhanden ist. Die erzeugte Spannung wird durch die Feststellschraube fixiert.

Die Kopfbohrung der drei Arme ermöglicht die Aufnahme von verschiedenen, speziell für dieses Halteinstrument konzipierten, Ansätze. Auch können handelsübliche Diamantschleifer bzw. Gummipolierer mit einen Schaftdurchmesser von 2,35 mm benutzt werden.

Neben der Anwendung in der Zahntechnik, Zahnmedizin, Modellbau und Schmuckherstellung ist das Halteinstrument überall dort hilfreich und nützlich, wo mit Kleinteilen gearbeitet wird.

1 Draufsicht von vorne

2 Schnitt, Blick ins Innere

3 Schnitt, Blick ins Innere, detailliert

4 Seite links

5 Seite rechts

6 Seite links mit geöffnetem kleinen Schwenkarm

7 Position Ansätze bei geschlossenem Instrument, Draufsicht von oben

8 Position Ansätze bei geöffnetem Instrument, Draufsicht von oben

9 Als Standmodell von der Seite

10 Als Standmodell von vorne

1Hauptteil, mit Kopfbohrung, Durchmesser 2.35 mm 2großer Schwenkarm mit Kopfbohrung, Durchmesser 2.35 mm 3Kleiner Schwenkarm mit Kopfbohrung, Durchmesser 2.35 mm 4Unterteil, schwenkbar mit Verriegelung 5Justierschraube vom großem Schwenkarm 6Feststellschraube 7Justierschraube vom kleinen Schwenkarm 8Ansätze passend für Kopfbohrung 9Verriegelung Unterteil 9a. Verriegelung geöffnet 10Transportschlitten 11Lager für Justierschraube 12Bohrung in Schwenkarmen, Durchmesser 2,35 mm

Anspruch[de]
  1. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kräfte bzw. der Druck als Klemmvorrichtung (beim Schließen) sowie als Spreizvorrichtung (beim Öffnen) auf den zu fixierenden Gegenstand einwirken.
  2. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass die Köpfe der drei Instrumentenarme mit verschiedenen Ansätzen bestückt werden können um einen optimal Halt zu bewirken. Hier können neben den speziell für das Instrument entwickelte Ansätze auch handelsübliche Diamantschleifer oder Gummipolierer mit einem Schaftdurchmesser von 2,35 mm bzw. durch Adapter Instrumente mit 1,6 mm Durchmesser verwendet werden.
  3. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass zwei der drei Arme auf Klemmfunktion und der dritte Arm gleichzeitig entweder auch zu einer schließenden Klemmkraft oder zu einer Spreizklemmwirkung eingesetzt werden.
  4. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass durch die definierte Klemm- bzw. Spreizwirkung ein sicherer Halt entsteht.
  5. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass das schwenkbare Unterteil ein kippsicheres abstellen ermöglicht.
  6. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass durch die ergonomische Einhandbedienung ein gezieltes Justieren des zu haltenden Gegenstands möglich ist.
  7. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass durch die Einstell- und Fixierschrauben neben dem definiertem Halt auch ein schonendes Loslassen des Gegenstands gewährleistet ist, um hochwertige Arbeiten nicht zu beschädigen.
  8. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass durch das ringförmige Unterteil eine ergonomische Handhabung erzielt wird. Z.B. beim Polieren des gehaltenen Objektes.
  9. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass durch das ringförmige Unterteil ein Aufhängen des Instruments am Arbeitsplatz möglich ist, sodass das vielseitig einsetzbare Instrument schnell griffbereit ist.
  10. Das Halteinstrument ist dadurch gekennzeichnet, dass durch die sterilisierbaren Ansätze für verschiedene Implantate dem Zahnarzt eine gezielte winkelgleiche und parallele Positionierung von Implantatschrauben ermöglicht wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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