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Dokumentenidentifikation DE69831922T2 06.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000926858
Titel Verfahren zur Synchronisierung eines Empfängers auf digitale Paketdatensignale
Anmelder Sagem S.A., Paris, FR
Erfinder Hamman, Emmanuel, 75626 Paris Cedex 13, FR
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69831922
Vertragsstaaten DE, GB, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 18.12.1998
EP-Aktenzeichen 984032136
EP-Offenlegungsdatum 30.06.1999
EP date of grant 19.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.07.2006
IPC-Hauptklasse H04L 7/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04L 7/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   H04J 3/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Übertragung digitaler Daten über ein Kommunikationsnetz findet oftmals über Pakete statt. Wenn das Netz vollkommen transparent ist, überträgt es das Paket, als ob es sich um ein analoges Signal handelte, d.h. es synchronisiert nicht jede Bittaktperiode des Pakets mit einem eventuellen Taktgeber des Netzes. Das ist beispielsweise der Fall, wenn es sich um einfache Kabel handelt, die zum Beispiel in einem Sendenetz zum Abrufen von Fernsehprogrammen verwendet werden, um die Teilnehmeranforderungen an die Kopfstation zu übertragen. Diese Übertragung kann unter Verwendung eines Zeitrasters nach der TDMA-Technik erfolgen (TDMA – Time Division Multiple Access – Zeitvielfachzugriff), bei der jedem Benutzer ein Zeitkanal zugeteilt wird. Die Übertragungen können auch lokale Mehrpunktverteilungssysteme von der Art LMDS (Local Multipoint Distribution Systems) betreffen.

Von daher muss ein Empfänger in den Abtaststeuerschaltungen zuerst die Form jedes empfangenen Signals analysieren, um zu erkennen, ob es sich um ein Paket handelt, und um einen genauen Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem damit begonnen werden soll, das Signal mit dem durch die Versendung der Bits, und allgemeiner von Zeichen, bestimmten Takt zyklisch abzutasten. Man muss also den Takt reproduzieren können, der zum Versenden der empfangenen Zeichen gedient hat, und zwar mit einer Verzögerung, die genau der Übertragung entspricht, um einerseits durch Markierung der Position des ersten Zeichens eine logische Synchronisierung zur Wiederherstellung aller Zeichen des Pakets, und nur dieser, und andererseits eine analoge Synchronisierung durchzuführen, die es ermöglicht, jeden Logikzustand des empfangenen Zeichens richtig auszulesen. Die analoge Synchronisierung macht es notwendig, die Phase der Abtastung unter Berücksichtigung der Sendeverzögerung mit dem Sendetakt zu synchronisieren, damit jedes Zeichen, dessen Empfang begonnen hat, mit einer ausreichenden Verzögerung abgetastet wird, um seine Stabilisierung zu ermöglichen und es somit fehlerfrei auslesen zu können. Es ist klar, dass die logische Synchronisierung nur dann stattfinden kann, wenn die analoge Synchronisierung hergestellt ist.

So ist es bekannt, die analoge Synchronisierung oder die Synchronisierung mit dem Takt der Zeichen anzustreben, dann die logische Synchronisierung des Pakets nach einem vorbestimmten Dateianfangs-Etikett, um die Position des ersten Zeichens und somit die Positionen der folgenden Zeichen dem Takt entsprechend zu markieren. Eine solche Synchronisierung ist in der WO-A-91 07 831 beschrieben. Sind jedoch die Pakete von geringer Länge, hat auch ihr Dateianfangs-Etikett eine geringe Länge, um einen im Verhältnis übermäßigen Übertragungszeitverlust zu vermeiden, so dass die Gefahr einer fehlerhaften Zeichensynchronisierung und von daher einer nicht stattfindenden logischen Synchronisierung besteht.

Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, eine solche Gefahr schlechter Synchronisierung zu mindern.

Dazu betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Synchronisieren eines Empfängers für digitale Datensignale, die mit einem bestimmten Takt über Datenpakete, denen ein vorbestimmtes Dateianfangs-Etikett vorausgeht, übertragen werden, wobei kontinuierlich eine Wahrscheinlichkeitsermittlungsverarbeitung durchgeführt wird, die sich auf einen Signalblock auswirkt, der das Dateianfangs-Etikett und Daten des restlichen Pakets umfasst, die empfangenen Signale gespeichert werden, und wenn die Höchstwahrscheinlichkeit erreicht ist, eine Leseabtastung der bereits empfangenen und gespeicherten Datensignale mit dem vorbestimmten Takt anläuft.

Auf diese Weise kann der optimale Zeitpunkt zum Abtasten eines ersten logischen Zeichens des Pakets mit erhöhter Präzision bestimmt werden, weil die Höchstwahrscheinlichkeit nach einer ausführlichen Abtastung des einzigen Dateianfangs-Etiketts festgestellt wird, um sich dann auf den eigentlichen Datenbereich auszuweiten.

Vorteilhafter Weise wird ein Leistungswertefluss der Daten des Paketanfangs und ein Wertefluss der Korrelation zwischen dem vorbestimmten Dateianfangs-Etikett und dem empfangenen Dateianfangs-Etikett durch eine kontinuierliche Berechnung der berücksichtigten momentanen Werte erstellt, und der Korrelationswertefluss verzögert, um ihn zum Leistungswertefluss zu addieren und somit einen Wahrscheinlichkeitswert zu erhalten.

Die vorliegende Erfindung wird mittels der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit Bezug auf die beigefügte Schemazeichnung verständlicher:

1 ist ein Blockschema eines Empfängers zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung,

2 stellt als Funktion der Zeit t ein Datenpaket in einem Zeitintervall eines Übertragungsrasters dar,

3 stellt einen Leistungsberechnungsblock ausführlicher in Form von Funktionsblöcken dar, und

4 stellt eine Bestimmungsschaltung für einen Höchstwert in einer Abfolge dar.

Der Empfänger von 1 gehört zu einer Netzkopfstation eines Sendenetzes zum Abrufen von Fernsehprogrammen und umfasst eine Eingangsstufe 1 zum Filtern/Demodulieren eines Signals y(t), das aus einem Koaxialkabel eines Ubertragungsnetzes kommt, für das nachstehend noch eine ausführlichere Erklärung erfolgt. Das empfangene Signal y(t) entspricht einer Abfolge von Teilnehmeranforderungen, die in den Zeitkanälen eines TDMA-Rasters verteilt sind, das ein bestimmtes Programm auswählt. Jede Anforderung besteht aus einem Paket R von Zeichen mit einem vorbestimmten Dateianfangs-Etikett Pr zur Erkennung und Synchronisierung, mit einer Dauer P. Wenn ein Teilnehmer eine Anforderung übertragen möchte, wird ihm ein Zeitintervall IT, oder ein Zeitkanal, im Zeitrahmen zugestanden, der sich zyklisch wiederholt, wobei das Zeitintervall IT eine Dauer hat, die gleich derjenigen eines Pakets R ist, verlängert um eine Spanne M, oder einen Schutzintervall, um Schwankungen des Sendezeitpunkts des Pakets R zuzulassen und die Übertragungszeit zu berücksichtigen.

Die Eingangsstufe 1 liefert einer Verzögerungsschaltung 2 wie einer Verzögerungsleitung ein basisbandgefiltertes Signal x(t), die das Signal über eine Dauer P + D abspeichert und es mit der Verzögerung P + D an eine Leseabtastschaltung 3 weitergibt, die von einer Zeitbasisschaltung 9 mit gesteuerter Auslösung gesteuert wird. Die Dauer D ist diejenige eines Bereichs digitaler Daten Do des Paktes R, der hier auf das Dateianfangs-Etikett Pr folgt.

Das Signal x(t) wird im Übrigen an den Eingang einer Steuerschaltung 10 der Abtastschaltung 3 angelegt. Das Signal x(t) wird über eine Schaltung 4 mit einer Verzögerung D an einen Rechenblock 5 angelegt, der die Korrelation zwischen dem Dateianfangs-Etikett Pr und einem Anfangsbereich des empfangenden Signals, um dort das Dateianfangs-Etikett Pr zu erfassen, berechnet und lokal abspeichert.

Ein Rechenblock 6 empfängt auch das Signal x(t), und zwar direkt, um die Leistung des Signals x(t) im Bereich Do zu bestimmen.

Die Schaltung 4 mit der Verzögerung D ermöglicht es, die jeweiligen Endzeitpunkte der Korrelationsberechnung mit der Dauer P und der Leistungsberechnung mit der Dauer D zu synchronisieren, die natürlich um die Dauer P verzögert ist, weil die Daten des betreffenden Bereichs Do erst nach dem Dateianfangs-Etikett Pr übertragen werden, also mit einer Verzögerung P.

Ein Addierer 7 liefert die Summe der Ergebnisse der Rechenblöcke 5 und 6 an eine Höchstwerterfassungsschaltung 8, die die Auslösung der Zeitbasis 9 steuert. Die beiden addierten Terme oder Ströme können in Abhängigkeit von den Parametern des Übertragungssystems in Bezug aufeinander gewichtet sein.

Nun werden die Einzelheiten der Arbeitsabläufe der vorstehenden Schaltungen dargelegt.

Nach dem Verfahren der Erfindung wird kontinuierlich eine Wahrscheinlichkeitsermittlungsverarbeitung durchgeführt, die sich auf den Signalblock des Pakets R auswirkt, der das Dateianfangs-Etikett Pr und die Daten Do des restlichen Pakets R umfasst, die Datensignale Do des Blocks werden gespeichert, und wenn eine Höchstwahrscheinlichkeit erreicht ist, läuft mit einem bestimmten Takt eine Leseabtastung der bereits empfangenen und gespeicherten, und gegebenenfalls der noch folgenden Datensignale Do an.

In diesem Beispiel wird im Block 6 ein Leistungswertefluss der Daten Do des Paketanfangs und im Block 5 ein Korrelationswertefluss zwischen dem vorbestimmten Dateianfangs-Etikett Pr und dem empfangenen Dateianfangs-Etikett durch eine kontinuierliche Berechnung der betreffenden momentanen Werte erstellt, wobei der Korrelationswertefluss um D verzögert ist, um ihn zum Leistungswertefluss zu addieren und somit einen Wahrscheinlichkeitswert zu erhalten.

Wie vorstehend angegeben, werden in diesem Beispiel die Pakete mit einer bestimmten Dauer, ohne untereinander koordiniert zu sein, in den jeweiligen Zeitintervallen IT des Zeitrasters übertragen, wobei die Zeitintervalle IT eine Dauer haben, die der um die Spanne M verlängerten Dauer eines Pakets R entsprechen. Es wird eine spezifische Synchronisierung bei jedem Zeitintervall IT in einem Zeitfenster vorgenommen, das an dessen Anfang beginnt und die Spanne M umfasst, d.h., das Paket R kann am Ende des Zeitintervalls festgesetzt werden, wobei sich die Spanne M dann insgesamt vor dem Paket R befindet.

Die Ermittlung eines Höchstwerts in der Schaltung 8 findet kontinuierlich statt, d.h., das Signal x(t) verläuft in den verschiedenen Schaltungen und wird über den gesamten Verlauf abgetastet. Für eine digitale Verarbeitung werden die Abtastwerte des Signals x(t) über eine bestimmte Anzahl von Bits, beispielsweise 10 Bits, quantifiziert.

In diesem Beispiel findet die Abtastung digital in einem DSP-Mikroprozessor oder einem ASIC oder einer programmierbaren Logikschaltung statt, so dass das Signal x(t) hier für die Abtastung mit einer Uberabtastungsfrequenz Fs abgetastet wird, die höher ist als seine Übertragungsfrequenz F, beispielsweise K = das Achtfache dieser Frequenz F ist. Die acht Abtastwerte, die an einer Periode T eines übertragenen Zeichens genommen weiden, stellen dann das Signal zuverlässig genug dar, wobei außerdem eine Interpolation möglich ist. Die Verzögerungsschaltungen 2 und 4 können also aufgrund integrierter Speicher digital sein. Im Übrigen muss die Uberabtastungsfrequenz Fs nicht unbedingt ein ganzzahliges Vielfaches der Sendefrequenz der Zeichen sein, d.h., die Einheit 10 kann eine eigenständige Arbeitsfrequenz haben, wobei nur die Zeitbasis 9 an die Sendefrequenz F gebunden ist.

Die Korrelationsbestimmung des Blocks 5 richtet sich nach der folgenden Gleichung:

wobei
i:
Rang des Zeichens im Paket
S*i:
konjugierte komplexe Darstellung des Zeichenmusters des vorbestimmten Dateianfangs-Etiketts
Lp:
Anzahl der Zeichen des Dateianfangs-Etiketts, hier = 16
T:
momentaner Zeitpunkt.

Wie weiter vorn dargelegt wurde, gibt es tatsächlich acht Mal mehr Rechenschritte als es die vorstehende Formel annehmen ließe, weil es hier acht Abtastwerte pro Zeichen mit einer Dauer T gibt.

Die Leistungsberechnung im Block 6 entspricht der Gleichung:

wobei
L (hier: 252):
Anzahl der Zeichen des Dateianfangs-Etiketts Pr und des Bereichs Do, wobei sich die Berechnung nur auf diesen Bereich auswirkt.

Es ist festzuhalten, dass die Berechnungen der Blöcke 5 und 6 als Variante sich auf die wie angegebenen Formeln beziehen können, wobei aber ein anderer Exponent als 2 hergenommen werden kann, der beispielsweise 1 beträgt, wobei die Auswahlmöglichkeiten für die Exponentenwerte von einer zur anderen Formel unabhängig sein können, vorzugsweise aber gleich sind. Allgemein ist jede ansteigende Funktion in Abhängigkeit vom Vektor der Variablen angebracht.

Das Intervall 1 bis L stellt ein Zeitfenster zur Abtastung des empfangenen Signals x(t) dar, ein Fenster, das dieses Signal progressiv in dem Maße durchläuft, wie die Zeit verläuft. Anders ausgedrückt verschiebt sich das Abtastfenster in einem größeren Zeitraum (M + L), in dem der Anfang eines Pakets erwartet wird.

3 stellt den logischen Aufbau des Rechenblocks 6 für die Leistung dar. Da es darum geht, zyklisch mit der Überabtastungsfrequenz Fs eine Gleitsumme an mehreren Termen zu berechnen, von der Art Si = x0 + x1 + ... + xn-1, das nächste Mal dann: Si+1 = x1 + ... + xn-1 + xn, wird einfach, also in zwei Korrekturvorgängen des vorhergehenden Werts Si, berechnet: Si+1 = Si – x0 + xn,

Somit wird der neue momentane Wert Si+1 der Leistung im Zeitfenster mit der vorbestimmten Größe L, das die Signale x(t) durchlaufen, zyklisch berechnet, indem vorab der vorhergehende Wert Si gespeichert wird, und indem er in Abhängigkeit von der Differenz xn – x0 der Leistungen der beiden in das Fenster L ein- bzw. daraus austretenden Signalabschnitte von einer Berechnung zur nächsten korrigiert wird.

Dazu wird das eintretende Signal an einen Rechenblock 61 angelegt, der die vorstehende Addition (Si) durchführt, und wird auch über eine Schaltung 62 mit einer Verzögerung, die dem Abtastfenster entspricht, an einen dem Rechenblock 61 ähnlichen Rechenblock 63 angelegt. Ein von den Schaltungen 61 und 63 gespeister Subtrahierer 64 liefert den Wert xn – x0 einem Addierer 65, dessen Ausgang, der derjenige des Blocks 6 ist, am Eingang über eine Reihe von K = acht Schieberegistern 66 rückgekoppelt ist, die mit der Überabtastungsfrequenz Fs vorrücken, was somit einer Gesamtverzögerung um eine Zeichenperiode T entspricht. Die acht Register 66 ermöglichen es, K = acht Berechnungsreihen zeitlich zu verschachteln, wobei sich jede auf eine spezielle Phase des abgetasteten Signals in der Periode T bezieht. Auf diese Weise werden schrittweise Leistungsberechnungen mit der vielfachen (K) Uberabtastungsfrequenz Fs des Übertragungstakts F durchgeführt, indem jeder Berechnung zyklisch ein Zeitabschnitt in der Periode des Takts T zugewiesen und der vorhergehende Wert Si wiedergegeben wird, indem er um eine Schrittzahl verzögert wird, die gleich der Vielfachen K ist und insgesamt die Periode T darstellt. Somit erhält der Addierer 65, um Si÷1 zu berechnen, das verzögerte Signal Si von T und den gewünschten Korrekturwert xn – x0.

In der Schaltung 8 wird die Höchstwahrscheinlichkeit durch zyklische Vergleiche zwischen dem aktuellen und dem vorhergehenden Wert der Wahrscheinlichkeit, der vom Addierer 7 geliefert wird, erfasst, um jedes Mal den höchsten Wert auszuwählen und ihn abzuspeichern, und der Höchstwert wird dadurch erfasst, dass der vorhergehende Wert erneut ausgewählt wird.

Genauer ausgedrückt umfasst die Erfassungsschaltung 8 für den Höchstwert oder die Spitze einen Eingangskomparator 81 und einen Zweiwege-Multiplexer 82, die beide mit der Überabtastungsfrequenz Fs das neue Ergebnis des Addierers 7 und das vorhergehende Ergebnis einer Verzögerungsschaltung 83 erhalten, deren Verzögerung gleich der Periode der Überabtastungsfrequenz Fs, also hier T/8 ist.

Der Ausgang des Komparators 81 steuert die Weichenstellung des Multiplexers 82, um an den Eingang der Verzögerungsschaltung 83 das neue aktuelle Ergebnis anzulegen, solange das aus dem Addierer 7 stammende abgetastete Signal ansteigt, andernfalls verändert der Komparator 81 den Zustand, um das alte Ergebnis zu bestätigen.

Die Schaltung 83 könnte ein Pufferregister mit durch einen Takt mit der Frequenz Fs gesteuerten Speicherung sein, wobei in diesem Fall der Multiplexer 82 durch einen Taktsperrkreis ersetzt werden könnte, wobei das vom Addierer 7 ausgehende Signal dann direkt zum Dateneingang des Registers gelangt. Die vorstehenden Schaltungen können nach Bedarf mehr als zehn Bits verarbeiten, wenn die gewünschte Genauigkeit dies erfordert.

Ein Höchstwert wird dann erfasst, wenn der vorübergehende, abgespeicherte Höchstwert (83) ein erstes Mal (verstärkte Linie) rückgekoppelt wird (82), wobei der Ausgang des Komparators 81 ein Verwerfen des aktuellen Signals und somit einen Abfallbeginnzeitpunkt des Summensignals angibt, der es ermöglicht, die Zeitbasis 9 zu starten. Die Höchstwertermittlung erfolgt hier über das ganze Zeitfenster, um den umfassenden Höchstwert zu erhalten. Bei nicht vorhandenen Nutzsignalen werden von Rauschen verursachte parasitäre Höchstwerte dank der Tatsache eliminiert, dass sie einen Mindestschwellenwert nicht überschreiten. Da das empfangene Signal x(t) vorübergehend in der Verzögerungsschaltung 2 gespeichert wird, ermöglicht diese Speicherung ohne Verlust des empfangenen Signals die Verlängerung der Abtastung in der Einheit 10 über den Zeitpunkt hinaus, zu dem ein (erster) Höchstwert erfasst wird. Um den umfassenden Höchstwert bestmöglich einzugrenzen, kann vorgesehen werden, die Wahrscheinlichkeitshöchstwertermittlung am gesamten Paket oder gegebenenfalls darüber hinaus vorzunehmen, d.h., dass dann der Bereich Do das gesamte Paket außer dem Dateianfangs-Etikett Pr mit einem signalfreien Endabschnitt am Schluss umfasst.

Auf diese Weise wird der Wahrscheinlichkeitshöchstwert ausgehend von Überabtastungen hergestellt, dessen Strom die zugrundeliegenden Taktinformationen der Zeichen und der Position des ersten zu erfassenden Zeichens enthält, wobei diese Informationen gleichzeitig und nicht wie im eingangs erwähnten Stande der Technik sequentiell genutzt werden. Das Erhalten des Wahrscheinlichkeitshöchstwerts liefert also in einem umfassenden kontinuierlichen Schritt gleichzeitig in expliziter, hier digitaler Form die Zeichenphase und die Position des ersten abzutastenden Nutzsignals. Auf diese Weise wird direkt je nach dem Zeitpunkt, zu dem sich der Wahrscheinlichkeitshöchstwert einstellt, gleichzeitig die Phase der mit diesem Takt empfangenen Signale und die zeitliche Lage der in diesen enthaltenen Daten abgeleitet.

Die Zeitbasis 9 umfasst einen Oszillator mit einer Periode, die deutlich unter T liegt, beispielsweise mit der Frequenz Fs, aber nun ein Vielfaches Ganzes der Sendefrequenz F der Zeichen von x(t) ist.

Wenn die Schaltung 8 das Anlaufen der Zeitbasis 9 ansteuert, wird ein Zähler von dieser, der den Takt mit der Frequenz Fs empfängt, freigesetzt und zählt hier über einen Zyklus von acht Zeiten von 0 bis 7, also über eine Dauer T. Da der Zustand "0" hier angesichts der Rechenzeit in der Schaltung 8 und dem eventuellen Nichtvorhandensein einer Synchronisierung des Takts der Zeitbasis 9 in den Rechen- und Überabtastungsschaltungen 5 und 6 von unbestimmter Dauer ist, ist es der Zustand "1", der decodiert wird, um einen Abtaststeuerimpuls an die Schaltung 3 zu schicken.

Im vorliegenden Beispiel wird der nun am Ausgang der Verzögerungsschaltung 2 anliegende momentane Wert abgespeichert, d.h., die Schaltung 3 ist hier ein Schieberegister mit einem Takteingang, der mit dem Ausgang eines Decodierers des Zustands "1" des Rechners der Zeitbasis 9 verbunden ist.

Im Falle, dass die Verzögerungsschaltung 2 in Form eines im FIFO-Modus mit der Frequenz Fs verwalteten RAM-Speichers ausgeführt ist, der zumindest die Kapazität für die gewünschte Verzögerung hat, müsste man ihn dann adressieren, um die gewünschte Zeichenverzögerung (Position des ersten Zeichens und dann der folgenden Zeichen) auszuwählen, und, genauer ausgedrückt, diejenige der acht Überabtastungen auswählen, die in der Periode T die optimale Phase zum Auslesen des Zeichens aufweist, d.h. eine Uberabtastung mit einem Pegel, der das gesendete Zeichen perfekt darstellt.

In allen Fällen wird das Signal x(t) in analoger Form abgespeichert, oder in digitaler Form nach der Digitalisierung durch eine Überabtastung, die die Wiedergabe seiner Form zulässt. Es wird somit die ganze kontinuierliche Form des empfangenen Signals x(t) gespeichert, ohne dass dabei angestrebt wird, darin die mit der Frequenz F übertragenen Zeichen zu erfassen, und erst nach den vorstehenden Verarbeitungen wird die der Frequenz F entsprechende Abtastung vorgenommen. Da das Signal x(t) abgespeichert wird, wirkt sich die Zeit nicht mehr direkt aus, und man geht davon aus, dass der Begriff der Überabtastung mit der Frequenz F dann den Begriff räumlicher Abtastung im Speicher unter den Überabtastungen zu irgendeinem Moment bezüglich der übrigen Daten des Pakets R umfasst, die wahlweise ihrer Ankunft aus der Schaltung 1 entsprechend ohne Verzögerung (2) abgetastet werden können.

Im Falle, dass jedes Symbol durch ein sich nicht im Basisband anpassendes Signal dargestellt würde, müssten in der Schaltung 2 einem Befehl der Zeitbasis 9 entsprechend die acht Überabtastungen jedes Zeichens markiert werden, um sie zu einer Gruppe zusammengefasst zu Zwecken der Abtastung durch Demodulierung, um das Zeichen zu erkennen, an die Abtastschaltung zu übertragen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Synchronisieren eines Empfängers für digitale Datensignale, die mit einem bestimmten Takt (F) über Datenpakete (R), denen ein vorbestimmtes Dateianfangs-Etikett (Pr) vorausgeht, übertragen werden, wobei kontinuierlich eine Wahrscheinlichkeitsermittlungsverarbeitung durchgeführt wird, die sich auf einen Signalblock auswirkt, der das Dateianfangs-Etikett (Pr) und Daten (Do) des restlichen Pakets (R) umfasst, die empfangenen Signale gespeichert werden (2), und wenn die Höchstwahrscheinlichkeit erreicht ist (8), eine Leseabtastung (9) der bereits empfangenen und gespeicherten Datensignale (Do) mit dem vorbestimmten Takt (F) anläuft.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei, je nach dem Zeitpunkt, zu dem die Höchstwahrscheinlichkeit erreicht ist, gleichzeitig die Phase der mit diesem Takt empfangenen Signale und die zeitliche Lage der Daten in diesen Signalen abgeleitet wird.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, wobei ein Leistungswertefluss der Daten (Do) des Paketanfangs und ein Wertefluss der Korrelation zwischen dem vorbestimmten Dateianfangs-Etikett (Pr) und dem empfangenen Dateianfangs-Etikett durch eine kontinuierliche Berechnung der berücksichtigten momentanen Werte erstellt wird (6), und der Korrelationswertefluss (5) verzögert wird (4), um ihn zum Leistungswertefluss zu addieren (6) und somit einen Wahrscheinlichkeitswert zu erhalten.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem, wobei die Pakete mit einer vorbestimmten Dauer, die in jeweiligen Zeitintervallen (IT) eines Zeitrasters übertragen werden, dessen Dauer derjenigen eines um eine Spanne (M) erhöhten Pakets entspricht, eine spezifische Synchronisation bei jedem Zeitintervall (IT) in einem Zeitfenster durchgeführt wird, die am Anfang dieses Zeitintervalls beginnt und die Spanne (M) einschließt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Wahrscheinlichkeitsermittlung dadurch durchgeführt wird, dass an den empfangenen Signalen mit einem Takt (Fs), der höher ist als der Übertragungstakt (F), zur Wahrscheinlichkeitsermittlung Abtastungen vorgenommen werden.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei zyklisch ein neuer momentaner Leistungswert (Si+1) in einem Zeitfenster mit einer vorbestimmten Größe (L), das die Signale durchlaufen, berechnet wird, indem zuvor ein vorhergehender Wert (Si) gespeichert und in Abhängigkeit von der Differenz (xn – x0) der Leistungen der beiden Signalabschnitte, die jeweils in das Fenster (L) ein- bzw. daraus ausgetreten sind, von einer Berechnung zur nächsten berichtigt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Berechnungen mit einer Überabtastungsfrequenz (Fs) durchgeführt werden, die ein Mehrfaches (K) des Übertragungstakts (F) beträgt, indem jeder Berechnung zyklisch ein Zeitteilabschnitt in der Periode (T) des Takts zugewiesen wird und der vorhergehende Wert (Si) rekonstruiert wird, indem er um eine Anzahl von Schritten verzögert wird, die gleich dem Mehrfachen (K) entspricht, und die Periode (T) insgesamt dargestellt wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, wobei die Höchstwahrscheinlichkeit durch zyklische Vergleiche (81) zwischen einem aktuellen und einem vorhergehenden Wert der Wahrscheinlichkeit erfasst wird, um jedes Mal den höchsten Wert auszuwählen (82) und abzuspeichern (83), und die Höchstwahrscheinlichkeit dadurch erfasst wird, dass der vorhergehende Wert erneut ausgewählt wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 8, wobei die beiden Flüsse gegeneinander abgewogen werden, bevor sie addiert werden.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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