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Dokumentenidentifikation DE102004062077A1 13.07.2006
Titel Verfahren zur Errichtung einer Decke oder Wand aus Werkstoffplatten
Anmelder Jupiter GmbH, 21614 Buxtehude, DE
Erfinder Löffler, Jens-Martin, Dipl.-Ing., 21614 Buxtehude, DE;
Feddern, Alexander, Dipl.-Ing, 23843 Bad Oldesloe, DE;
Hofmann, Michael, Dipl. Holzw., 21614 Buxtehude, DE;
Venschott, Dirk, Dipl.-Holzw., 38102 Braunschweig, DE;
Schwab, Thorsten-Ulrich, Dipl.-Holzw., 22761 Hamburg, DE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, Schildberg, 20354 Hamburg
DE-Anmeldedatum 23.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004062077
Offenlegungstag 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse E04B 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04B 9/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E04B 2/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Verfahren zur Errichtung einer Decke oder Wand aus Werkstoffplatten, bei dem die Werkstoffplatten gegebenenfalls an einer Tragkonstruktion befestigt werden, mit den folgenden Merkmalen:
· Die Werkstoffplatten werden stumpf (knirsch) gegeneinander gesetzt;
· ein dünnes Verbundtape mit einer Breite von 3 bis 8 cm wird über die Fuge benachbarter Platten mit einem Klebstoff geklebt;
· der Klebstoff ist elastisch nachgebend und gegebenenfalls durch Zusatz von Füllstoffen als Spachtel- oder Kittmasse mit geringem Schwundmaß ausgebildet;
· das Verbundtape setzt sich zusammen aus einem zugfesten Papierband und einem Vlies, Gewebe, Gewirk als Verstärkungsschicht, die seitlich über das Papierband übersteht;
· zwischen Papierband und Verstärkungsschicht ist eine Klebstoffschicht und/oder eine thermoplastische Folie, die das Papierband zumindest vollflächig abdeckt;
· die Klebverbindungen zwischen der Verstärkungsschicht und dem Papierband und die Klebverbindung zum Plattenwerkstoff hin sind so beschaffen, dass bei einer Verbreiterung der Fuge die auftretenden Spannungen in der Verstärkungsschicht die Klebeverbindung am Plattenwerkstoff nahe der Fuge entweder eher abschert oder die elastische Klebverbindung zwischen dem Papierband und der Verstärkungsschicht eher ein Schubgleiten bewirkt als dass die Verstärkungsschicht reißt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Errichtung einer Decke oder Wand aus Werkstoffplatten.

Unter Werkstoffplatten nach der Erfindung verstehen sich insbesondere Gipswerkstoffplatten, Calciumsilikatplatten, faserdotieqrte Calciumsilikatplatten, zementgebundene Faserplatten, Normal- und Leichtbetonplatten, zementgebundene Platten mit Leichtzuschlägen sowie Holzwerkstoffplatten. Derartige Platten können insbesondere bei Verwendung im sogenannten Trockenbau mit Wandfarben, Lackierfarben, Gipsputzen, Edelputzen, Kalkputzen, Kalk- oder Gipsspachtelmassen, Lasuren oder Dispersionsspachtelmassen beschichtet sein.

Gipswerkstoffplatten werden in Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten unterschieden. Bei ersteren wird ein Sandwich mit Kartonlagen als Deckschichtmembran gebildet. Die Kartonoberfläche ist homogen und glatt, sodass diese nicht mehr kalibriert und vergütet werden muß. Gipsfaserplatten hingegen sind monolithische Körper und weisen eine rauhe Oberfläche auf, die nicht ohne weiteres als Sichtfläche verwendet werden kann. Calciumsilikatplatten werden als Bekleidungen für den Brandschutz und im Sanierungsbereich als Sanierplatte eingesetzt. Die Oberfläche ist in der Regel rauh. Sie kann nicht ohne Bearbeitung als Sichtfläche verwendet werden.

Faserzement- und Leichtbauplatten weisen herstellungsbedingt ebenfalls eine rauhe Oberfläche auf, die bei Verwendung als Sichtfläche überarbeitet werden muß. Normal- und Leichtbetonplatten werden als Elementdecken und -wände eingesetzt. Dabei handelt es sich um Stahlbetonplatten, bei denen montagebedingt Fugen entstehen, die zur Verwendung als Sichtfläche rißfrei an den Elementstößen überarbeitet werden müssen.

Es ist bekannt, bei Elementdecken- und Elementwandplatten die Fugen an den Montagestößen der Platten mit gips-, kalk- oder zementgebundenen Spachtelmassen zu verspachteln. Beton unterliegt insbesondere kristalliner und thermischer oder in Wechselwirkung diese Ursachen bedingten Formänderungen. Die hygrisch bedingten Formänderungen sind bei diesen Plattentypen gering.

Es ist auch bekannt, Gipswerkstoff-, Calciumsilikat-, faserdotierte Calciumsilikat-, Faserzement-, Leichtbetonbau- und Holzwerkstoffplatten für Wände und Decken in Trockenbauweise zu verwenden oder als Trockenputz oder Verkleidung an vorhandene Wandkonstruktionen zu verkleben oder über ein Traggerüst aus Metallprofilen zu befestigen. Bei Verwendung als Wandplatten werden sie an eine Unterkonstruktion angebracht, und die Behandlungsflächen werden üblicherweise mit Oberflächen beschichtet, etwa mit Tapeten, deckenden Anstrichfarben, transparenten Lasurfarben auf Spachtelgrund, Edelputzen usw. Bei Verwendung als Wandverkleidung werden die Platten flächig oder punktweise mit dem Untergrund verklebt.

Gipswerkstoff- und Holzwerkstoffplatten unterliegen hygrisch oder thermisch oder in Wechselwirkung beider Ursachen bedingten Formänderungen. Sie schwinden oder dehnen sich aus. Thermisch bedingte Formänderungen sind bei Gipswerkstoffplatten relativ gering. Die hygrisch bedingte Formänderung überwiegt. Dabei überwiegt der Fall des Schwindens in und nach der Bauphase der Platten, weil diese einer höheren Gleichgewichtsfeuchte ausgesetzt sind und sich in der Nutzungsphase auf eine niedrigere Gleichgewichtsfeuchte klimatisieren. In feuchten Räumen gibt es auch Wechselbeanspruchungen. In jedem Fall sind die Stoßfugen der Gipswerkstoffplatten dynamischen Belastungen unterworfen.

Calciumsilikat-, faserdotierte Calciumsilikat-, Faserzement- und Leichtbetonplatten unterliegen hygrischer, kristalliner und thermischer oder in Wechselwirkung dieser Ursachen bedingten Formänderung. Ebenfalls können Formänderungen durch Carbonatisierungsprozesse und damit verbundene Gefügeänderungen entstehen. Die hygrisch bedingten Formänderungen sind bei diesen Plattentypen gering. Es überwiegen die Formänderungen aus kristalliner Wasserumlagerung und thermischer Formänderung.

Ein weiteres Problem ergibt sich bei Wandkonstruktionen, bei denen die Plattenwerkstoffe auf ein Ständerwerk aus C-förmigen Blechprofilen aus dünnen Stahlflächen aufgeschraubt werden. Es stellt sich häufig ein Stoßfugenversatz in der Beplankungsebene ein. Die Blechprofile können sich beim Einbauen leicht verdrehen. Dadurch entsteht ein Versatz in der Flucht der Bauplatten. Die Flanschstellen der Profile können sich an ihrem freien Rand nach innen verbiegen, wenn die Schraube zur Befestigung der Platten nicht sofort in das Blech einschneidet und der Druck in der Schraubenachse zu einer plastischen Verformung des Flansches führt. Auch hierbei ergibt sich ein Versatz in der Flucht der Bauplatten (Ebenheit).

Bei Gipskartonplatten kann der Fugenversatz durch eine HRAK-Kante (halbrund abgeflachte Kante) oder zumindest eine AK-Kante (abgeflachte Kante) ausgeglichen werden, die einen Polygonzug der Spachtelfläche der Stoßfuge ermöglicht, sodass die Abtreppung optisch nicht mehr so in Erscheinung tritt. Bei Deckenkonstruktionen wird vorzugsweise in den Steg eines liegenden Profils geschraubt, sodass ein Stoßfugenversatz aufgrund des Trägerprofils nicht auftritt. Dennoch können u. U. auch hier Unebenheiten resultieren aus fertigungsbedingten Toleranzen in den Plattendicken.

Bei Verwendung der genannten Plattenwerkstoffe für Trockenbaukonstruktionen und Wandverkleidungen oder auch als Deckenkonstruktionen stellen sich zwei gravierende Probleme ein, die jeweils für sich zu lösen sind:

  • 1. Das Vermeiden von sich im Streiflicht abzeichnenden Stoßfugen.
  • 2. Das Vermeiden von störenden Linienrissen über den Elementstößen.

Stoßfugen wirken sich sowohl beim Tapezieren als auch beim Anstreichen störend aus. Linienrisse stören beim Anstreichen der Oberflächen, jedoch weniger bei Tapezieroberflächen.

Um bei Gipskartonplatten möglichst qualitativ gute Oberflächen zu erzeugen, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. So werden die Gipskartonplatten, wie erwähnt, mit HRAK oder AK-Kanten ausgebildet, um die Spachtelmasse aus Gips für die Verspachtelung der Fugen aufzunehmen. Der Fugenspachtel wird mit erheblichen Materialmengen in mehreren Arbeitsgängen aufgebracht, da der Spachtel naturgemäß schwindet (wenn oben und nachstehend von Spachtel gesprochen wird, ist eigentlich Spachtelmasse gemeint, welche nach DIN 55945 hoch gefüllte und pigmentierte Beschichtungsstoffe sind, die vorwiegend zum Füllen von Poren und Ausgleichen von Unebenheiten von Untergründen verwendet werden).

In mehreren Arbeitsgängen vollzogen, können sich die Spachtelfugen bei Betrachtung der Oberfläche im Streiflicht abzeichnen. Soll dies nicht der Fall sein, kann ein spezieller Feinspachtel vollflächig mit einem geeigneten Spachtelwerkzeug aufgetragen werden.

Haarrisse in Gipskartonkonstruktionen entstehen aufgrund von Schwindungen und von Setzungen oder mechanischen Beanspruchungen der Konstruktion. Zur Vermeidung störender Haarrisse ist es üblich, in die Stoßfuge einen Glasvliesgewebestreifen einzuspachteln. Dies erhöht beträchtlich den Aufwand. Die Verspachtelungstechnik stellt im Übrigen hohe Anforderungen an das Können des Verarbeiters.

Bei Gipsfaserplatten ist das Dehn- und Schwindverhalten deutlich größer als bei Gipskartonplatten aufgrund des Zelluloseanteils. Selbst bei einer geometrischen Ausbildung der Spachtelfuge analog zu den Gipskartonplatten ist die Gefahr groß, dass es zu Rißbildungen infolge von Plattenschwindungen kommt. Daher wird bei Gipsfaserplatten ein anderer Weg beschritten, um die Rißbildung infolge von Schwindungen zu vermeiden. Es ist in diesem Zusammenhang bekannt geworden, die Stoßfugen mit einem feuchtvernetzenden Polyurethankleber zu verkleben. Nachteilig ist dabei, dass der eingesetzte Kleber aufschäumt. Übertretende Klebereste müssen mechanisch entfernt werden. Die Fuge muß nachgespachtelt werden, um eine beschichtungsfähige Oberfläche zu erhalten. Der Kleber verklebt leicht mit dem Untergrund, da er aufschäumt und aus der Fuge quillt. Das Verkleben mit dem Untergrund wirkt sich nachteilig auf die Rißfreiheit der Oberfläche aus, da es zu Spannungskonzentrationen infolge der Behinderung der Plattenbewegung kommt. Da die Platten auf einem Holzwerkstoff, z.B. OSB, montiert werden, müssen die Fugen in einem geeigneten Streifen, z. B. aus Papier, hinterlegt werden, um die sogenannte Dreiflankenhaftung zu unterbinden. Diese Maßnahme ist aufwendig und wenig wirtschaftlich. Ein weiterer Nachteil der Verklebung der Gipsfaserplatten ist die hohe Zugfestigkeit der Verbindung. Dadurch summieren sich die Bewegungen und Spannungen der einzelnen Platten. Es entsteht eine kinematische Kette, durch die die Verklebung einer hohen Zwangsbeanspruchung ausgesetzt wird, da die Reibungswiderstände der Haltekonstruktion zu groß sind. Wird die Belastung zu groß, kommt es zu einem für das menschliche Auge deutlich sichtbaren Riß.

Eine andere Möglichkeit zur Vermeidung der angesprochenen Nachteile bei Gipsfaserplatten ist die Verlegung mit einer relativ breiten Fuge von 5–7 mm. Die Fuge wird vollständig mit einem Fugenspachtel befällt. Diese Lösung hat ebenfalls Nachteile. Es bedeutet einen erheblichen Montageaufwand, die Gipsfaserplatten exakt auf Fuge zu verlegen. Das Füllen der Fugen ist aufwendig. Die erforderliche Menge an Fugenspachtel ist vergleichsweise hoch. Es sind mehrere Spachtelgänge erforderlich, da der Spachtel immer schwindet und einfällt. Die Fuge ist darüber hinaus rißanfällig. Es tritt ein Flankenabriß auf.

Um qualitativ höherwertige Oberflächen aus Gipswerkstoffplatten herzustellen, ist deshalb auch bereits bekannt geworden, eine vollflächige Verspachtelung oder ein Abstucken der gesamten Oberfläche in Schichtdicken bis zu 3 mm vorzusehen. Vorab werden die Fugen an den Plattenstößen in mindestens zwei Spachtelgängen mit einem Gipsspachtel gefüllt. Häufig wird beim ersten Spachtelgang ein Glasfaservlies eingespachtelt. Die vollflächige Verspachtelung bzw. das Abstucken der Oberfläche kann mit einer Kardätsche oder einem Edelstahlabzieher erfolgen. Beide beschriebenen Verfahrensweisen verursachen einen hohen Verarbeitungsaufwand.

Es sind sog. Lochplattendecken bekannt geworden, bei denen relativ kleinformatige Gipskartonplatten eingesetzt werden, die in einer Tragkonstruktion befestigt werden. Es ist ferner bekannt geworden, die Fugen zwischen den Platten mit einem Papierband relativ geringer Breite abzudecken. Anschließend wird vollflächig Farbe auf die Decke gerollt und dann bis auf das Papierband abgeschliffen. Nachteilig ist, dass die verwendeten Lochplatten absolut maßhaltig sein müssen und keine Stoßfugenversätze aufweisen dürfen, da die Versätze nicht überspachtelt werden können. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Papierband durch feuchte Einwirkung aufquillt und bei Austrocknung schwinden kann. Es besteht die Gefahr von Rissen an der Oberflächenbeschichtung.

Es ist ferner bekannt geworden, mit Hilfe von Papierfugendeckstreifen eine hohe Fugenreißfestigkeit bei Gipskartonkonstruktionen zu erreichen. Der Papierfugendeckstreifen wird starr in die AK- oder HRAK-Fuge mit Spachtelmasse eingebettet. Diese Papierfugendeckstreifen haben den Nachteil, dass sie unter der Einwirkung nachfolgender wässriger Beschichtungen (Grundierung, Farbe, Spachtelmasse) ihre Form verändern. Beim Einbetten quellen sie auf und nach dem Aushärten der Spachtelmasse schwinden diese. Neben den Papierfugendeckstreifen werden Gitterfugendeckstreifen eingesetzt, mit denen ähnlich gute Fugenreißfestigkeiten erreicht werden, vorausgesetzt, dass bei der Verspachtelung die Spachtelmasse sorgfältig in die Fuge gedrückt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Errichtung einer Decke oder einer Wand aus Werkstoffplatten zu schaffen, mit dem auf unaufwendige Weise eine qualitativ hochwertige Oberfläche geschaffen wird.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nach Patentanspruch 1 werden die Werkstoffplatten stumpf (knirsch) gegeneinander gesetzt.

Ein Verbundtape mit einer Breite von 3–8 cm wird über die beiden Platten mit vorzugsweise einem Kalibrierkleber geklebt. Das Verbundtape bestehend aus einem Papierband und einer Verstärkungsschicht, z.B. aus PET-Gewebe oder Gewirke, einem textilen Glasfasergewebe z.B. mit SBR Verfestigung, einem PP-Filamentvlies, einem PET/PA-Filament, einem Glasvlies oder einem Polyestervlies, wird eingesetzt, um bei größeren Plattenbewegungen infolge von hohen Feuchte- und Temperaturänderungen als auch bei Zwangsbeanspruchung Risssicherheit der Oberflächenbeschichtung über den Plattenstößen zu gewährleisten. Ein vergleichbares Verbundtape ist beispielsweise aus der DE 202 20 241 U1 als Dichtungsband zum Anschluss von Fensterrahmen an Fensterlaibungen bekannt. Der Hauptunterschied im Aufbau zum Dichtungsband nach der Erfindung besteht darin, dass zusätzlich ein Papierband aufkaschiert wird und das Verbundtape als wirksame Rissbrücke über Fugen eingesetzt wird. Papiere weisen mechanisch den Vorteil auf, dass diese extrem dünn und sehr zugfest sind. Durch Verwendung von Papier und dünnen Geweben oder Vliesen ist es möglich eine Tapedicke von < 0,25 mm bei einer extrem hohen Zugfestigkeit und Steifigkeit zu erzielen. Ein Abheben im Streiflicht kann auf diese Weise auf ein Optimum reduziert werden. Als Papierband wird vorzugsweise ein Kraftpapier verwendet. Darunter versteht man ein nach dem Sulfatverfahren (Kraftzellstoffverfahren) hergestelltes Papier. Sulfatzellstoffe zeichnen sich durch hohe Festigkeit und Zähigkeit aus und eignen sich deshalb besonders zur Herstellung von Papieren, bei denen eine hohe mechanische Widerstandsfähigkeit gefordert ist. Kraftzellstoffe können gebleicht werden, was im vorliegenden Fall ein Vorteil ist, weil zumeist helle Anstriche bei Wänden und Decken verwendet werden.

Durch den Verbund des Werkstoffes Papier mit der Verstärkungsschicht und einer Klebefolie, z.B. aus niedrigschmelzendem Polythylen, wird ein dauerhafter Verbund der Materialien erreicht. Die Klebefolie gewährleistet bei hoher Zugbeanspruchung einen gleitenden Verbund der Werkstoffe. Das Verbundtape kann eingesetzt werden zur risssicheren Fugenausbildung von stumpf gestoßenen Platten von Wänden und Decken aus Gipswerkstoff-, Calciumsilikat-, faserdotierte Calciumsilicat, Faserzement-, Betonelement, Leichtbetonbau- und Holzwerkstoffplatten.

Für die Risssicherheit des Bandes ist die Verstärkung des Papiers mit einer Verstärkungsschicht wesentlich, da das Papier über einen hohen E-Modul verfügt und durch die Kombination der beiden Werkstoffe ein Verbundwerkstoff entsteht, der durch das Papier über einen hohen E-Modul und über Kunststofffasern der Verstärkungsschicht über eine hohe Bruchdehnung verfügt. Die Effektivität einer solchen Verstärkungsschicht ist generell durch die DE 202 20 904 U1 bekannt.

Durch die rauhe Struktur der Verstärkungsschicht wird ein inniger Verbund zwischen Gewebe und der Spachtelmasse erzielt. Wie bei jedem Zugkörper wird auch das Verbundtape infolge von Zugkräften querkontrahiert, durch den guten Verbund zwischen Spachtelmasse bzw. Kalibrierkleber und Verstärkungsschicht wird die Querkontraktion reduziert. Die Hauptdruckspannungen werden durch die Spachtelmasse und. den Kleber, die Hauptzugspannungen durch das Band aufgenommen. Das Tragverhalten und die Risssicherheit des Tapes wird erheblich durch diese Verbundwirkung erhöht. Durch die elastische Verklebung des Gewebes, Gewirks bzw. des Vlieses auf dem Papierband über die Breite des Papierbandes kommt es zu einer nahezu gleichmäßigen Zugspannungsverteilung der die Oberfläche tragenden Verstärkungsschicht ohne Spannungsspitzen direkt über dem Plattenstoß. Es entsteht ein Membranspannungszustand. Im Bruchzustand kommt es planmäßig zuerst zu einem Riss des steiferen Bandmaterials Papier. Das Gewebe, Gewirk bzw. das Vlies beginnt jedoch schon vor dem Auftreten eines Risses des Papiertapes auf dem diesem zu gleiten und zu kriechen. Das Vlies bzw. Gewebe oder Gewirk wird dadurch vom Untergrund in der Papierebene entkoppelt und es liegt ein definierter Dehnweg für die Verstärkungsschicht in Breite des Papierbandes vor. Durch die zwei Materiallagen, Papier und Verstärkungsschicht, entstehen fein verteilte Mikrorisse, die für das menschliche Auge bei üblichem Betrachtungsabstand nicht sichtbar werden. Bei einer weiteren Laststeigerung und Dehnung soll eher die Verstärkungsschicht seitlich in der Klebefuge eher abscheren, als dass es zu einem Riss des Gewebes kommt.

Die Aufgabe des Verbundtapes besteht zusammengefaßt darin, ein Fugenband zu schaffen, durch welches eine Rissbildung möglichst vermieden und im Bruchzustand eine feine Rissverteilung gewährleistet wird. Ferner ist es in der Herstellung einfach und wirtschaftlich. Das Verbundtape wird immer so appliziert, dass die Papierseite über den Klebstoff, vorzugsweise Kalibrierkleber, im Kontakt zur Platten- oder Elementoberfläche ist.

Das Papierband als Bestandteil des Verbundtapes besitzt aufgrund seiner Zusammensetzung die ungünstige Eigenschaft, in Abhängigkeit von der Feuchtezufuhr aufzuquellen bzw. bei Trocknung zu schwinden. Das Papiertape quillt in der Dicke und dehnt sich in der Breite aus. Dadurch würde sich das Verbundtape bei der Oberflächenbeschichtung abzeichnen. Durch die Klebefolie als Fixierung von Verstärkung und Papier kann das Papier vergütet werden. Das Verbundtape wird mit der papierkaschierten Seite auf den Plattenfugenbereich aufgeklebt, es entsteht durch die Folie zwischen Papier und Verstärkungsschicht eine abdichtende Schicht über dem Papier. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass es bei nachfolgenden Beschichtungen der Plattenoberfläche zu keiner erhöhten Feuchteaufnahme des Papiers und daraus resultierenden Quell- und Schwinderscheinungen kommt. Die Folie zwischen Papier und Verstärkungsschicht kann entweder in der Breite des Papierbandes oder bis zu 5 mm über das Papierband auf beiden Seiten überstehen. Des Weiteren ist auch eine Ummantelung der Kanten des Papierbandes mit Folie möglich, bei der die seitlich überstehende Folie über die Schnittkanten des Papierbandes geklappt und verklebt wird.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist es alternativ möglich, das Papierband selbstklebend auszurüsten und die Verstärkungsschicht aufzukleben. Eine Vergütung des Papiers kann durch die Klebeschicht erfolgen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass mit der Selbstklebeschicht die gleich vergütende Wirkung für das Papier erzielt wird wie mit der Klebefolie. Des Weiteren ist es auch möglich, die Verstärkungsschicht selbsthaftend auszurüsten und so Verstärkungsschicht und Papier zu verbinden. Quell- und Schwinderscheinungen können durch die Verwendung von hydrophobiertem Papier vermieden werden. Alternativ kann auch eine Beschichtung des Papierbandes bei der Verarbeitung mit Kalibrierkleber als Abdichtung verwendet werden. Zum Schutz vor Verarbeitungsfehlern können nach einer Ausgestaltung der Erfindung dem Klebstoff Farbpigmente zugemischt werden, um dem Verarbeiter deutlich die Bereiche zu zeigen, an denen die Papierbandoberfläche vergütet wurde. Zusätzlich kann auf das Papierband eine Markierung aufgedruckt werden, durch die dem Verarbeiter sichtbar wird, ob er das Papierband vollständig vergütet bzw. imprägniert hat.

Durch eine Nadelperforation oder Lochstanzung des papierverstärkten Mittelbereiches des Verbundtapes kann eine blasenfreie Verklebung des Verbundtapes mit dem Untergrund sichergestellt werden. Dampfdruck, der unter dem Tape infolge von Wasserverdunstung aus dem Kleber entsteht, kann durch die Perforation abgeführt werden.

Bei Verwendung einer thermoplastischen Folie wird eine dauerhaft luftdichte Abdichtung der Fuge gewährleistet, da die Folie über eine höhere Bruchdehnung als das Papier und die Verstärkungsschicht verfügt. Eventuelle Fehlstellen, die ggf. auf eine Beschädigung während der Verarbeitung zurückzuführen sind, können durch die Verklebung des Verbundtapes mit Kalibrierkleber dauerhaft geschlossen werden. Eine Oberflächenbeschichtung aus Kalibrierkleber und/oder Spachtelmasse gewährleistet einen Schutz der Folie vor UV-Licht und somit vor Versprödung der Folie.

Nach der Ausgestaltung der Erfindung können als Klebefolien Schmelz- und Heißklebefolien als auch selbstklebend ausgerüstete Folien eingesetzt werden. Als Material für die Kunststofffolie kommen vorzugsweise Polyethylene oder ähnliche polyolefine Kunststoffe zum Einsatz.

Das erfindungsgemäß folienverklebte Verbundtape wird sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich angewendet, insbesondere für Gips- und Holzwerkstoffplatten mit Oberflächenbeschichtungen, bei denen die Platte mit viel Feuchtigkeit beaufschlagt wird und auch bei Plattenwerkstoffen, bei denen Formänderungen aus kristalliner Wasserumlagerung (Kriechen und Schwinden) und thermischen Formänderungen auftreten, wie bei Calciumsilikat-, Faserzement-, Normal- und Leichtbetonplatten.

Nachstehend ein Beispiel mit dem Aufbau des Verbundtapes:

Papierband; Breite > 30 mm mittig

Verbundklebefolie; Breite entsprechend Papierband

Gewebeband; Breite > 50 mm

Bei der Verarbeitung von Werkstoffplatten z.B. für Trockenbauwände, als Verkleidungen oder als Trockenputz entsteht häufig das Problem, dass es zu leichten Versätzen zwischen den einzelnen Platten kommen kann. Dies kann bei Trockenbauprofilen auf ein Verdrehen der Profile bei der Verschraubung, bei der Verschraubung von Holzunterkonstruktionen auf Quell- und Schwinderscheinungen im Holz oder bei Trockenputz auf unvermeidliche Verarbeitungsfehler zurückgeführt werden. Um diese Versätze bei knirsch gestoßenen Platten auszugleichen, muss der verwendete Klebstoff als Kalibrierkleber, eine fugenfüllende Eigenschaft besitzen. Dies geschieht durch Zugabe von Füllstoffen als Spachtel- oder Kittmasse mit geringem Schwundmaß. Als Füllstoffe kommen nach einer Ausgestaltung der Erfindung Farbpigmente wie Titandioxid oder Talkum in Frage. Die Füllstoffe bewirken außerdem die Schleifbarkeit der Klebemasse, wodurch Verarbeitungsfehler beim Aufbringen des Klebers beseitigt werden können.

Durch die Erhöhung des Feststoffanteils erfährt der Klebstoff eine kalibrierende Wirkung. Dadurch kann der zusätzliche Arbeitsschritt einer vorherigen Spachtelung der Fuge mit Gips- oder Kalkspachtelmassen entfallen. Dadurch können Verarbeitungsfehler wie Grate leicht beseitigt werden.

Bei der Verklebung des Verbundtapes mit den üblichen Gips-, Kalk- oder Zementspachtelmassen ist aufgrund der geringen Haftung zwischen dem Papierband des Verbundtapes und den Plattenoberflächen von z.B. Holzwerkstoffplatten, Normal- /Leichtbetonplatten und Leichtbetonbauplatten eine ausreichende Haftung nicht möglich. Daher bedarf es eines elastischen physikalisch vernetzenden Klebstoffes, z.B. auf Naturkautschuk- oder PVAC-Basis. Nachstehend ein Rezeptbeispiel für eine Klebstoffinischung auf PVAC-Basis:

60-90 M % Ovalit V

2-10 M % Kieselalgen

2-10 M % Talkum

1-4 M % Titandioxyd

Der erwähnte Klebstoff verbindet sich gut mit den Oberflächen von Gipswerkstoff-, Calciumsilikat-, Faserzement-, Beton- und Leichtbeton-, Leichtbetonbau- und Holzwerkstoffplatten, schert jedoch bei Spannungsspitzen in der Fuge ab. Die Reißfestigkeit des Papierbandes bzw. des Verbundtapes sollte so hoch sein, dass es eher zum Abscheren der Klebverbindung im Bereich der Fuge kommt, als zu einem Riß des Verbundtapes.

Es ist möglich, den Klebstoff mit üblichen pastösen Spachtelmassen z.B. mit der Zusammensetzung:

  • – > 35% Kalkstein, Dolomitkalk
  • – > 30% Wasser
  • – < 10% Expandierte Perlite
  • – < 10% Ethylen Vinyl Acetat Polymer
  • – < 5% Kaolin
  • – < 5% Glimmer
  • – < 5% Attapulgite
  • – < 2% Quarz
  • – < 0,1% Acetathydrate und Vinyl Acetat Monomere
zu mischen. Dadurch ist es möglich, die Haftzugfestigkeit des Klebstoffes auf dem Plattenuntergrund so einzustellen, dass eine Abhängigkeit von den zu erwartenden Bewegungen in der Fuge durch den Kalibrierkleber eine optimale Haftung des Tapes auf den Untergrund gewährleistet wird. Durch das Mischen mit üblichen Spachtelmassen wird die Herstellung kostengünstiger und das System wirtschaftlich.

Durch den Einsatz von Kalibrierkleber zur Verklebung des Verbundtapes unterscheidet sich das Tape von gewöhnlichen Fugenbändern oder Rissbrücken wie z.B. DE 195 25 689 C1.

Nach der Ausgestaltung der Erfindung ist es weiterhin möglich, den Kalibrierkleber zur Verklebung von schwebenden Stößen zu verwenden. Dazu wird auf die Stirn- bzw. Schnittkante der Platte bei der Verlegung von Werkstoffplatten. Kalibrierkleber aufgestrichen. Die Platten werden stumpf aneinander gestoßen und der herausquellende Kalibrierkleber mit einer Glättekelle glatt gestrichen. Ein Abscheren der Platten gegeneinander senkrecht zur Plattenebene kann dadurch sicher ausgeschlossen werden.

Es ist bekannt, dass als Kantenschutzleisten für Außenecken an Trockenbauwänden Metallprofilleisten aus Aluminium oder Edelstahl und Kunststoffprofilleisten in Spachtelmasse eingebettet werden, die Profile besitzen zur Verbesserung des Haftzugverbundes eine Lochung im Blech oder als Alternative eine Papierkaschierung, die über das Metallprofil übersteht. Der Papierüberstand besitzt eine Nadelperforation zur Verbesserung des Haftverbundes. Darüber hinaus werden flexible blechverstärkte Papiereckbänder mit Spachtelmasse an Innen- und Außenecken eingebettet. Dabei handelt es sich um zwei parallele Blechstücke aus Aluminium, Edelstahl oder Weißblech, die über einen Papierstreifen verbunden sind, der seitlich übersteht.

Metallprofilleisten zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass diese bereits bei einem leichten Anstoß mit härteren Gegenständen leicht einbeulen und Spachtelmasse seitlich abplatzt. Die Verarbeitung der Eckprofile hat mit höchster Sorgfalt zu erfolgen, da diese Profile leicht verbiegen und einknicken können. Insbesondere ist das Schneiden der Profile problematisch, da das Blech beim Schneiden mit einer Blechschere schnell aufgefaltet wird. Da die Profile sehr empfindlich gegen Beschädigungen sind, bedarf die Lagerung der Profile einer hohen Sorgfalt.

Blechverstärkte Papiereckbänder haben den Vorteil, dass diese aufgerollt in Kartons auf der Baustelle gelagert werden können. Die Verarbeitung kann direkt aus dem Karton erfolgen. Die blechverstärkte Papiereckstreifen und papierkaschierte Eckprofile haben jedoch den Nachteil, dass das überstehende Papier nicht vollflächig durch die Spachtelmasse mit dem Untergrund verbunden wird. Die Klebkraft der Spachtelmasse ist nicht ausreichend, um eine dauerhafte Verklebung mit Plattenwerkstoff zu gewährleisten, dadurch entstehen häufig bereits nach der Erhärtung der Spachtelmasse Blasen unter dem Papier. Bei nachfolgenden Beschichtungen hat dies zur Folge, dass das Papier aufquillt und sich an den Stellen mit mangelndem Haftverbund Blasen bilden. Bei der Berührung der fertigen Ecken klingen diese Hohl und bei leichtem Druck besteht die Möglichkeit die Spachtelmasse einzudrücken.

Zur Vermeidung dieser Nachteile, können die Profile und blechverstärkten Papierfugenbänder erfindungsgemäß mit Kalibrierkleber dauerhaft und blasenfrei verklebt werden. Durch die elastischen Eigenschaften des Klebstoffes kann zudem ein sprödes Abbrechen der Profilleisten bei Schlagbeanspruchung ausgeschlossen werden.

Bei Stoßbeanspruchung der herkömmlichen Eckschutztapes mit Blechverstärkung wird häufig das Blech so ausgebeult, das es seitlich nach außen dringt. Eine Reparatur der Ecke ist nur durch ein partielles Ausschneiden möglich. Die metallverstärkten Papierecktapes können wie vorgefaltete Papiereckbänder auch an Innenecken eingesetzt werden. Aufgrund der geringen Bruchdehnung von Papier kommt es insbesondere bei hohen Zwangsbeanspruchungen von Trockenwänden häufig zu einem Riss des Papiers zwischen den Blechstreifen. Dadurch wird insbesondere die Oberflächenästhetik beeinträchtigt. Problematisch ist dabei allerdings der Verlust der Luftdichtigkeit. Durch den Riss kann Luft und somit auch Schall in die Fuge eindringen.

Nach der Erfindung kann als Lösung für die bekannten Nachteile zur risssicheren Kantenausbildung von Wänden und Decken aus Gipswerkstoff-, Calciumsilikat-, faserdotierte Calciumsilicat, Faserzement-, Beton-, Leichtbetonbau- und Holzwerkstoffplatten in Trockenbauweise oder als Kantenausbildung bei Trockenputz oder Verkleidungen an vorhandenen Wandkonstruktionen ein erfindungsgemäßes Verbundtape eingesetzt werden.

Das Verbundtape bestehend aus einem Papierband und einer Verstärkung aus PET-Gewebe oder Gewirke oder ein textiles Glasfasergewebe oder ein PP-Filamentvlies oder ein PET/PA-Filamentvlies oder Polyestervlies, wird eingesetzt um bei großen Plattenbewegungen infolge von hohen Feuchte- und Temperaturänderungen als auch bei Zwangsbeanspruchung Risssicherheit der Oberflächenbeschichtung an Innen- und Außenecken zu gewährleisten. Durch den Verbund des Werkstoffes Papier mit dem Gewebe aus PET oder Gewirke oder ein textiles Glasfasergewebe oder ein PP-Filamentvlies oder ein PET/PA-Filamentvlies oder Polyestervlies mit einer Klebefolie aus niedrigschmelzenden Polythylen, wird ein dauerhafter Verbund der Materialien erreicht. Die Klebefolie gewährleistet bei hoher Zugbeanspruchung einen gleitenden Verbund der Werkstoffe.

Zur Vereinfachung der Verarbeitung erhält das Band eine Vorfaltung, die in der Produktion durch eine Walzung insbesondere durch das Falten in einer Wärmewalze erfolgen kann. Für Außenecken kann das Verbundtape mit Metall- oder Kunststoffstreifen verstärkt werden. Als Kunststoffstreifen werden im Querschnitt zwei parallele keilförmig zulaufende Streifen aus PE-HD oder Polycarbonaten eingesetzt, die im Mittelbereich durch eine 5 mm Breite Kerbung miteinander verbunden werden. Die Kunststoffverbindung in der Mitte weist eine Dicke von ca. 0,4 mm auf. Die keilförmigen Kunststoffstreifen weisen zum Taperand eine Dicke von ca. 1 mm auf und nimmt zur Mitte hin auf 2 mm zu. Auf diese Weise wird dem Verarbeiter eine einfache Anspachtelung der Ecke ermöglicht. Über die Kunststoffschienen wird ist außen- und innenseitig vollflächig ein Papiertape geklebt. Durch die Papieroberfläche an der Innenseite wird ein ausreichender Haftverbund mit dem Untergrund sichergestellt.

Anstelle der keilförmigen Kunststoffstreifen können auch im Querschnitt zwei parallele rechteckige Kunststoffstreifen eingesetzt werden. Durch eine Aufwölbung des Kunststoffverbindungsbereichs beim Falten des Ecktapes entsteht eine gerade Kante, an die die Spachtelmasse angespachtelt werden kann.

Am Rand des Kunststoffstreifens wird auf die Papierkaschierung ein Gewebe aus PET oder Gewirke oder ein textiles Glasfasergewebe oder ein PP-Filamentvlies oder ein PET/PA-Filamentvlies oder Polyestervlies mit einer Klebefolie aus niedrigschmelzenden Polythylen aufgeklebt. Alternativ kann eine Verklebung durch eine selbsthaftende Ausrüstung des Gewebes erfolgen. Dadurch wird ein dauerhafter Verbund der Materialien erreicht. Durch die raue Struktur der Gewebeschicht wird ein inniger Verbund zwischen Gewebe und der Spachtelmasse erzielt. Das Gewebe kann seitlich bis zu 2 cm seitlich über den Kunststoffstreifen überstehen. Die elastische Verklebung des Gewebebandes mit dem Papier über eine Klebefolie erzeugt im Bruchzustand eine Gleitebene. Im Versagensfall reißt die Spachtelmasse Kettfaden für Kettfaden auf. Es entsteht eine fein verteilte Mikrorissstruktur, die für das menschliche Auge bei üblichem Betrachtungsabstand nicht sichtbar werden.

Durch die Verklebung des Eckentapes mit Kalibrierkleber wird eine dauerhafte Verklebung mit dem Untergrund erreicht. Das Eckentape weist durch die Kombination aus der guten Verklebung mit den Plattenwerkstoffen und der Verstärkung aus Kunststoffstreifen einen hohen Widerstand gegen Stoßbeanspruchungen auf. Eine Blasenbildung am überstehenden Gewebe kann ausgeschlossen werden, da Luft und Wasserdampfdruck durch das überstehende Gewebe ausweichen kann.

Es ist bekannt, dass für Innenecken am Anschluss von Trockenbauwänden vorgefaltete Papierfugendeckstreifen mit Spachtelmasse eingesetzt werden. Des Weiteren werden Fugentrennstreifen als klare Sollbruchstellen eingebaut.

In Spachtelmasse eingebettete Papierfugendeckstreifen haben den Nachteil, dass diese aufgrund ihrer geringen Bruchdehnung bei Bewegung von Wandscheiben häufig reißen und ein deutlicher Riss in der Endbeschichtung der Wand im Eckbereich sichtbar wird. Bei Papierfugendeckstreifen kommt es zudem aufgrund der mangelnden Klebkraft der Spachtelmasse zur Blasenbildung. Eine vollflächige Verklebung mit dem Plattenwerkstoffuntergrund kann daher nicht sichergestellt werden. Aufgrund der mangelnden Vergütung des Papiers quillt das Papier bei der Beschichtung mit Spachtelmasse auf und schwindet nach der Trocknung wieder. Dadurch fällt der Bereich mit Papierdeckstreifen ein und muss erneut nachgespachtelt werden.

Nach der Erfindung kann als risssichere Ausbildung von Innenecken ein erfindungsgemäßes Verbundtape eingesetzt werden, was z.B. über Wärmewalzen vorgefaltet wurde. Durch die Verwendung von Kraftpapier in einer Dicke von > 0,25 mm wird eine stabile Vorfaltung des Tapes ermöglicht. Das vorgefaltete Verbundtape bestehend aus einem Papierband und einer Verstärkung z.B. aus PET-Gewebe oder Gewirke oder einem textilen Glasfasergewebe oder einem PP-Filamentvlies oder einem PET/PA-Filamentvlies oder Polyestervlies und wird eingesetzt, um bei großen Bewegungen der Wandscheiben infolge von hohen Feuchte- und Temperaturänderungen als auch bei Zwangsbeanspruchung Risssicherheit der Oberflächenbeschichtung zu gewährleisten. Das Verbundtape kann insbesondere am Anschluss von Trockenbauwänden an Massivwände eingesetzt werden. Durch den Verbund des Werkstoffes Papier mit z.B. dem Gewebe aus PET oder Gewirke oder ein textiles Glasfasergewebe oder ein PP-Filamentvlies oder ein PET/PA-Filamentvlies oder Polyestervlies mit einer Klebefolie aus niedrigschmelzenden Polythylen, wird ein dauerhafter Verbund der Materialien erreicht. Die Klebefolie gewährleistet bei hoher Zugbeanspruchung einen gleitenden Verbund der Werkstoffe. Das Verbundtape kann eingesetzt werden zur risssicheren Fugenausbildung von stumpf gestoßenen Platten von Wänden und Decken aus Gipswerkstoff-, Calciumsilikat-, faserdotierte Calciumsilicat, Faserzement-, Betonelement, Leichtbetonbau- und Holzwerkstoffplatten.

Für die Risssicherheit des Verbundtapes bzw. des Papierbandes ist die Verstärkung des Papierbands mit einem PET-Gewebe oder Gewirke oder einem textiles Glasfasergewebe oder ein PP-Filamentvlies oder ein PET/PA-Filamentvlies oder Polyestervlies wesentlich, da das Papier über einen hohen E-Modul verfügt und durch die Kombination der beiden Werkstoffe ein Verbundwerkstoff entsteht, der durch das Papier über einen hohen E-Modul und über die Kunststofffasern über eine hohe Bruchdehnung verfügt. Durch die raue Struktur der Verstärkungsschicht wird ein inniger Verbund zwischen dieser und der Spachtelmasse bzw. dem Klebstoff erzielt, durch den es möglich ist, dass die Hauptdruckspannungen durch die Spachtelmasse bzw. den Klebstoff aufgenommen und die Hauptzugspannungen durch das Papierband aufgenommen werden. Durch die elastische Verklebung des Papierbandes über die Breite des Papierbandes kommt es zu einer nahezu gleichmäßigen Zugspannungsverteilung der die Oberfläche tragenden Verstärkungsschicht ohne Spannungsspitzen direkt über dem Plattenstoß. Es entsteht ein Membranspannungszustand. Im Bruchzustand kommt es zu einem Riss des steiferen Papierbmaterials. Durch die zweite Materiallage entstehen fein verteilte Mikrorisse, die für das menschliche Auge bei üblichem Betrachtungsabstand nicht sichtbar werden.

Die Folie zwischen Papier und Gewebe kann entweder in der Breite des Papierbandes oder bis zu 5 mm über das Papierband auf beiden Seiten überstehen. Des Weiteren ist auch eine Ummantelung der Kanten des Papierbandes mit Folie möglich, bei der die seitlich überstehende Folie über die Schnittkanten des Papierbandes geklappt und verklebt wird. Durch die Verklebung des Verbundtapes mit der papierkaschierten Seite auf den Plattenfugenbereich, entsteht durch die Folie zwischen Papier und Gewebe eine abdichtende Schicht über dem Papier. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass es bei nachfolgenden Beschichtungen der Plattenoberfläche zu keiner erhöhten Feuchteaufnahme des Papiers und daraus resultierenden Quell- und Schwinderscheinungen kommt.

Durch eine Nadelperforation oder Lochstanzung des papierverstärkten Mittelbereiches des Verbundtapes kann eine blasenfreie Verklebung des Tapes mit dem Untergrund sichergestellt werden. Dampfdruck, der unter dem Tape infolge von Wasserverdunstung aus dem Kleber entsteht, kann durch die Perforation abgeführt werden.

Durch die Folie wird eine dauerhaft luftdichte Abdichtung der Fuge gewährleistet, da die Folie über eine höhere Bruchdehnung als das Papier und die Verstärkungsschicht verfügt. Eventuelle Fehlstellen, die ggf. auf eine Beschädigung während der Verarbeitung zurückzuführen sind, können durch die Verklebung mit Kalibrierkleber dauerhaft geschlossen werden. Eine Oberflächenbeschichtung aus Kalibrierkleber und oder Spachtelmasse gewährleistet einen Schutz der Folie vor UV-Licht und somit vor Versprödung der Folie.

Nach der Ausgestaltung der Erfindung können als Klebefolien Schmelz- und Heißklebefolien als auch selbstklebend ausgerüstete Folien eingesetzt werden.

Das erfindungsgemäß folienverklebte Verbundtape wird sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich angewendet, insbesondere für Gips- und Holzwerkstoffplatten mit Oberflächenbeschichtungen, bei denen die Platte mit viel Feuchtigkeit beaufschlagt wird und auch bei Plattenwerkstoffen, bei denen Formänderungen aus kristalliner Wasserumlagerung (Kriechen und Schwinden) und thermischen Formänderungen auftreten, wie bei Calciumsilikat-, Faserzement-, Normal- und Leichtbetonplatten.

Es ist bekannt, dass als Abschlussprofile an Schattenfugen Metallprofilleisten aus Aluminium, Weißblech oder Edelstahl und Kunststoffprofilleisten in Spachtelmasse eingebettet werden. Die Profile besitzen zur besseren Verankerung entweder eine Lochstanzung oder weisen einen aufgeklebten Papierfugendeckstreifen auf.

Metallprofilleisten zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass diese bereits bei einem leichten Anstoß mit härteren Gegenständen leicht einbeulen und Spachtelmasse seitlich abplatzt. Die Verarbeitung der Eckprofile hat nur mit höchster Sorgfalt zu erfolgen, da diese Profile leicht verbiegen und einknicken können. Insbesondere ist das Schneiden der Profile problematisch, da das Blech beim Schneiden mit einer Blechschere schnell aufgefaltet wird. Da die Profile sehr empfindlich gegen Beschädigungen sind, bedarf die Lagerung der Profile einer hohen Sorgfalt.

In Spachtelmasse eingebettete Profile mit Papierüberstand haben den Nachteil, dass diese aufgrund ihrer geringen Bruchdehnung bei Bewegung von Wandscheiben häufig am Anschluss zwischen Papier und Metall reißen und ein deutlicher Riss in der Endbeschichtung der Wand im Eckbereich sichtbar wird. Zudem kommt es aufgrund der mangelnden Klebkraft der Spachtelmasse zur Blasenbildung. Eine vollflächige Verklebung mit dem Plattenwerkstoffuntergrund kann daher nicht sichergestellt werden. Aufgrund der mangelnden Vergütung des Papiers quillt das Papier bei der Beschichtung mit Spachtelmasse auf und schwindet nach der Trocknung wieder. Dadurch fällt der Bereich mit Papierdeckstreifen ein und muss erneut nachgespachtelt werden.

Zur Vermeidung der Problematik mit der Blasenbildung bei papierkaschierten Metallprofilleisten können diese erfindungsgemäß mit Kalibrierkleber auf die unterschiedlichsten Plattenuntergründe wie z.B. Gips- und Holzwerkstoffplatten, Calciumsilikat-, Faserzement-, Normal- und Leichtbetonbauplatten dauerhaft und blasenfrei aufgeklebt werden. Durch die elastischen Eigenschaften des Klebstoffes kann ein sprödes Abbrechen der Profilleisten bei Schlagbeanspruchung ausgeschlossen werden.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann durch Verwendung des Verbundtapes nach der Erfindung als Kaschierung des Metallprofiles eine erhöhte Risssicherheit im Anschlussbereich zwischen Profil und Tapeüberstand sichergestellt werden. Das vorgefaltete Verbundtape besteht aus einem Papierband und einer Verstärkung z.B. aus PET-Gewebe oder Gewirke oder einem textilen Glasfasergewebe oder einem PP-Filamentvlies oder einem PET/PA-Filamentvlies oder Polyestervlies. Das Papier wird um die Metall- oder Kunststoffprofile herumgeführt, die Verstärkungsschicht wird nur am Anschluss des Profiles ca. 5 bis 10 mm auf das Profil mit einer Klebefolie aus niedrigschmelzenden Polythylen oder vergleichbaren Klebstoffen aufgeklebt. Dadurch wird ein dauerhafter Verbund der Materialien erreicht. Die Verstärkungsschicht und ggf. auch das Papier steht über das Metallprofil über. Das Papier kann z.B. 5 mm über das Metallprofil überstehen, das Gewebe ca. 10 bis 20 mm. Die Klebefolie gewährleistet bei hoher Zugbeanspruchung einen gleitenden Verbund der Werkstoffe. Ein linienförmiger Abriss des Metallprofiles am Übergang zwischen Profil und Verbundtape kann damit ausgeschlossen werden. Das Abschlussprofil mit Verbundtape kann eingesetzt werden zur risssicheren Ausbildung z.B. von Schattenfugen von Wänden und Decken aus Gipswerkstoff-, Calciumsilikat-, faserdotierte Calciumsilicat, Faserzement-, Betonelement, Leichtbetonbau- und Holzwerkstoffplatten. Für die Risssicherheit ist die Verstärkung des Papierbandes mit einem PET-Gewebe oder Gewirke oder einem textiles Glasfasergewebe oder ein PP-Filamentvlies oder ein PET/PA-Filamentvlies oder Polyestervlies wesentlich, da das Papier über einen hohen E-Modul verfügt und durch die Kombination der beiden Werkstoffe ein Verbundwerkstoff entsteht, der durch das Papier über einen hohen E-Modul und über die Kunststofffasern über eine hohe Bruchdehnung verfügt.

Die Folie zwischen Papier und Gewebe kann entweder bis zur Papierkante bündig abschließen oder bis zu 5 mm über das Papierband überstehen.

Des Weiteren ist auch eine Ummantelung der Kanten des Papierbandes mit Folie möglich, bei der die seitlich überstehende Folie über die Schnittkanten des Papierbandes geklappt und verklebt wird. Durch die Verklebung des Verbundtapes mit der papierkaschierten Seite auf den Plattenfugenbereich, entsteht durch die Folie zwischen Papier und Gewebe eine abdichtende Schicht über dem Papier. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass es bei nachfolgenden Beschichtungen der Plattenoberfläche zu keiner erhöhten Feuchteaufnahme des Papiers und daraus resultierenden Quell- und Schwinderscheinungen kommt.

Durch eine Nadelperforation oder Lochstanzung des papierverstärkten Überstandes des Verbundtapes kann eine blasenfreie Verklebung des Tapes mit dem Untergrund sichergestellt werden. Dampfdruck, der unter dem Tape infolge von Wasserverdunstung aus dem Kleber entsteht, kann durch die Perforation abgeführt werden.

Durch die Folie wird eine dauerhaft luftdichte Abdichtung im Anschlussbereich zwischen Metallprofil und dem überlappenden Verbundtape sichergestellt.

Anhand von in Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen soll die Erfindung nachfolgend kurz erläutert werden:

1 zeigt die Platten mit einem Verbundtape nach der Erfindung,

2 zeigt ein Verbundtape nach der Erfindung,

3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Verbundtapes,

4 zeigt einen Schnitt durch die Anordnung nach 1,

5 zeigt unterschiedliche Ausbildungen eines Papierbandes für das erfindungsgemäße Verbundtape,

6 zeigt perspektivisch andeutungsweise eine erste Ausführungsform eines Ecktapes mit einem Verbundtape nach der Erfindung.

7 zeigt perspektivisch eine weitere Ausführungsform eines Ecktapes,

8 zeigt die Faltung des Ecktapes nach 7,

9 zeigt eine dritte Ausführungsform eines Ecktapes,

10 zeigt die Faltung des Ecktapes nach 9,

11 zeigt eine vierte Ausführungsform eines Ecktapes mit einem Verbundtape nach der Erfindung,

12 zeigt eine fünfte Ausführungsform eines Ecktapes,

13 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Ecktapes nach der Erfindung,

14 zeigt angedeutet die flache Lage des Ecktapes nach 13,

15 zeigt eine letzte Ausführungsform eines Ecktapes vergleichbar der Ausführungsform nach den 13 und 14.

In 1 und 4 sind zwei Werkstoffplatten 10, 12, z. B. Gipsfaserplatten, aneinanderstoßend gezeigt (auf knirsch gesetzt). In der Stoßfuge 14 ergibt sich ein Höhenversatz. Der Höhenversatz kann durch unterschiedlichste Einwirkung zustande kommen, beispielsweise durch Toleranzen in den Platten selbst oder in der Tragkonstruktion, die hier nicht dargestellt ist. Die Platten können z. B. Wand- oder Deckenplatten sein.

Entlang der Fuge 14 sind die Platten 10, 12 von einem Verbundtape 16 überdeckt, das mit Hilfe eines Klebstoffes 18 verklebt ist. Das Verbundtape 16 hat z. B. eine Breite bis zu 7 cm und eine Dicke von mindestens 0,1 mm. Es setzt sich zusammen aus z. B. einem Band 20 aus Kraftpapier (gebleicht oder ungebleicht) von ausreichender Reißfestigkeit, einer niedrigschmelzenden Polythylenschicht 22 (Folie) und einem PET-Gewebe 24 als Verstärkungsschicht. Anstelle des PET-Gewebes ist auch ein Gewirke oder ein textiles Glasfasergewebe oder ein PP-Filamentvlies oder ein PET/PA-Filamentvlies oder Polyestervlies oder ein Glasvlies möglich.

Das Papierband 20 wird durch die Polyethylenschicht 22 vergütet und an der Oberfläche abgedichtet. Das Verbundtape 16 wird mit der Papierseite auf die knirsch gestoßene Fuge 14 geklebt. Der Klebstoff ist z. B. ein Naturkautschuk- oder PVAC-Klebstoff mit ausreichender Elastizität. Er enthält außerdem eine gewisse Menge Füllmasse, wodurch das Schwindverhalten reduziert und gleichzeitig die Schleifbarkeit erzielt wird.

In 5a ist ein Papierband 16a mit einer Kunststoffbeschichtung 26a versehen, welche mit kleinen Löchern 28 perforiert ist.

Das Papierband 16b nach 5b ist mit einzelnen in Längsrichtung beabstandeten rechteckigen Abschnitten 32 einer Kunststoffbeschichtung versehen.

Das Papierband 16c nach 5c ist mit einer Kunststoffbeschichtung 26c versehen, die in Abständen mit Kreislöchern 30 versehen ist.

Wie bereits dargelegt, ist die Verbindung des Gewebes 24 auf dem Papierband 20 derart, dass die Verklebung 18 im Bereich der Fuge 14 eher abschert oder der Klebstoff durch Eigenelastizität eher einem Schub unterworfen wird, bevor das Gewebe 24 reißt.

In 6 ist ein Ecktape 40 angedeutet, mit einem profilierten Band 42 aus Papier bzw. Karton, das im Querschnitt aus zwei schwach trapezförmigen Abschnitten besteht, die zur Seite hin etwas verjüngen. Sie sind durch eine Rillinie 44 geteilt. An die Unterseite des Papierbands 42 ist eine thermoplastische Folie 46 geklebt, von sehr geringer Dicke, vergleichbar der Folie 22 nach den 1 bis 4. Die Folie 46 steht über den Rand des Papierbandes 42 etwas über. Darunter ist eine Verstärkungsschicht 48 geklebt, vergleichbar der Gewebeschicht 44 nach der Ausführungsform in den 1 bis 4. Für den Gebrauch wird das Ecktape 40 entsprechend dem Doppelpfeil 50 gefaltet und kann dadurch in einen Eckbereich zwischen benachbarten Wand- oder Deckenplatten eingesetzt und mit Hilfe eines Klebstoffes verklebt werden, beispielsweise dem Klebstoff 18 nach 4. In 7 ist ein Ecktape 40a dargestellt. Es unterscheidet sich von der Ausführungsform nach 6 dadurch, dass eine Rillinie 44a gerundet in die Wandabschnitte zu beiden Seiten übergeht. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Rillinie 44 in 6 der Folie 46 zugekehrt ist, während sie in 7 nach oben zeigt.

Die Ausführungsform nach 9 gleicht derjenigen nach 7, wobei die Rillinie 44b im Schnitt ein Dreieck darstellt. In 10 ist die Einbauposition des Ecktapes 40b dargestellt.

Es sei bemerkt, dass bei den Ausführungsformen nach den 6 bis 9 ein dünnes Papierband, wie es in Verbindung mit den 1 bis 3 beschrieben wurde, zwischen dem Profilband 42 und der Folie 46 geklebt werden kann. Damit wäre ein komplettes Verbundtape, wie es mit 16 in den 1 bis 4 bezeichnet ist, auf der Unterseite eines Ecktapes angeordnet.

In 11 bis 15 sind verschiedene Ausführungsbeispiele für die Anbringung eines Verbundtapes gemäß den 1 bis 4 auf der Oberseite eines Ecktapes dargestellt.

In 11 ist ein Profilstreifen 50 aus Papier dargestellt, der in der Mitte an der Unterseite eine Rillinie 52 aufweist und zu beiden Seiten der Rillinie annähernd 1,5 mm dick sein kann, wobei die Dicke zur Kante hin abnimmt. Die Breite einer Hälfte des Profilstreifens 40 beträgt 30 mm oder mehr. Auf den Profilstreifen 52 ist eine dünne Papierschicht 54 aufgeklebt. Das Papier entspricht z.B. dem Papier 20 nach den 1 bis 4. Es wurde im übrigen in der Beschreibungsanleitung in den verschiedensten Alternativen erläutert. Im Abstand zur Rillinie 52 ist auf der Oberseite des Profilstreifens 50 eine thermoplastische dünne Folie 56 aufgeklebt, deren seitliche Kante im Abstand und parallel zur seitlichen Kante des Profilstreifens liegt. Eine Verstärkungsschicht 58 überdeckt die Folie 56 und erstreckt sich über deren Außenkante weiter nach außen, wobei die Kanten von Profilstreifen 50 und Verstärkungsschicht 58 15 mm Abstand oder mehr aufweisen. Folie 56 und Verstärkungsschicht 58 haben eine Beschaffenheit, wie sie in Verbindung mit der Folie 22 und der Verstärkungsschicht 24 in den 1 bis 4 beschrieben ist. Mithin sind in der Ausführungsform nach 11 zwei Verbundtapes 60 bzw. 62 mit einem konventionellen Ecktape verbunden. Bei der Ausführungsform nach 12 ist eine Rillinie 64 in einen Kunststoff-Profilstreifen 66 eingeformt, sodass sich auf der anderen Seite eine Erhebung 68 ergibt. Daher ist es nicht möglich, die Papierschicht 54 über die Rillinie hinwegzuerstrecken, vielmehr werden zwei Papierbänder 54a, 54b, auf die Oberseite des Kunststoffstreifens 66 durch Klebung befestigt. Auf dem Papierstreifen 54a, 54b werden wiederum eine Kunststoff-Folie 56 und eine Verstärkungsschicht 58 aufgeklebt, vergleichbar der Ausführungsform nach 11. Dadurch sind wiederum zwei Verbundtapes 60a, 62a gebildet, die von der Oberseite seitlich auf ein Ecktape durch Klebung befestigt sind. Zur Anbringung werden die in 11 und 12 gezeigten Teile zu beiden Seiten der Rillinie 52 bzw. 64 in der zeichnerischen Darstellung nach unten geklappt.

Bei der Ausführungsform nach 13 und 14 ist eine Verbundfolie 60a, entsprechend der Verbundfolie 60a nach 12, auf einen Papierstreifen 70 aufgebracht. Der Papierstreifen 70 weist wiederum eine Rillinie 72 auf Er ist in 13 und 14 auf der Unterseite mit einem Metall- oder Kunststoffstreifen 74 beklebt.

Bei der Ausführungsform nach 15 ist ein Papier- oder Kartonstreifen 80 über die Rillinie 72 geknickt bzw. gefaltet und an der Oberseite mit einem Papierstreifen 82 beklebt, wie er weiter oben für die anderen Ausführungsformen bereits beschrieben wurde. In beiden Endkantenbereichen sind Verbundtapes 60a, 62a aufgebracht, wie dies etwa in der Ausführungsform nach 12 beschrieben wurde. Metallstreifen 84, 86 sind auf der Unterseite parallel zur Rillinie 72 und im Abstand zu dieser unterhalb der Verbundtapes 60a, 62a angebracht. Die Metallstreifen 64, 66 können sehr nahe an der Rillinie 72 liegen und sich nur begrenzt zur Kante des Papierstreifens 80 erstrecken. Der überstehende Abschnitt kann z.B. perforiert sein.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Errichtung einer Decke oder Wand aus Werkstoffplatten, bei dem die Werkstoffplatten gegebenenfalls an einer Tragkonstruktion befestigt werden, mit den folgenden Merkmalen:

    • Die Werkstoffplatten werden stumpf (knirsch) gegeneinander gesetzt;

    • Ein dünnes Verbundtape mit einer Breite von 3 bis 8 cm wird über die Fuge benachbarter Platten mit einem Klebstoff geklebt;

    • Der Klebstoff ist elastisch nachgebend und gegebenenfalls durch Zusatz von Füllstoffen als Spachtel- oder Kittmasse mit geringem Schwundmaß ausgebildet;

    • Das Verbundtape setzt sich zusammen aus einem zugfesten Papierband und einem Vlies, Gewebe, Gewirk als Verstärkungsschicht, die seitlich über das Papierband übersteht;

    • Zwischen Papierband und Verstärkungsschicht ist eine Klebschicht und/oder eine thermoplastische Folie, die das Papierband zumindest vollflächig abdeckt;

    • Die Klebverbindungen zwischen der Verstärkungsschicht und dem Papierband und die Klebverbindung zum Plattenwerkstoff hin sind so beschaffen, dass bei einer Verbreiterung der Fuge die auftretenden Spannungen in der Verstärkungsschicht die Klebeverbindung am Plattenwerkstoff nahe der Fuge entweder eher abschert oder die elastische Klebverbindung zwischen dem Papierband und der Verstärkungsschicht eher ein Schubgleiten bewirkt, als dass die Verstärkungsschicht reißt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das reiß- oder zugfeste Papierband aus Sulfatzellstoff besteht.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsschicht aus einem PET-Gewebe, einem Gewirk oder einem textilen Glasfasergewebe, einem PP-Filamentvlies, einem PET/PA-Filament, einem Glasvlies oder einem Polyestervlies besteht.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Folie eine Polyethylenfolie oder eine ähnliche polyolefine Folie ist.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie seitlich über das Papierband übersteht oder unter die seitliche Schnittkante des Papierbands untergefaltet ist oder das Papierband in Längsrichtungen Unterbrechungen aufweist.
  6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein hydrophobiertes Papierband verwendet wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein kunstfaserdotiertes Papierband verwendet wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Massenanteile von Klebstoff zu Füllstoff 1:2 beträgt.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Klebstoff Farbpigmente beigemischt werden und der Klebstoff mit üblichen pastösen Spachtelmassen gemischt werden kann.
  10. Verfahren nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllstoffe teilweise oder ganz von den Farbpigmenten gebildet sind.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff so gewählt ist, dass die Schicht schleiffähig ist.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verklebung zwischen Papierband und Verstärkungsschicht durch eine Klebstoffbeschichtung des Gewebes oder des Papiers erfolgt.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verklebung zwischen Papier und Verstärkungsschicht durch eine Kunststofffolie erfolgt, bei der durch Walzung oder Pressung der Werkstoffe ein Verbund entsteht.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verklebung zwischen Papier und Verstärkungsschicht auf der Baustelle durch Klebstoffe erfolgt
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff für die Verklebung des Verbundtapes auf den Werkstoffplatten mit einer Handrolle oder im Sprühverfahren aufgebracht wird
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff für die Verklebung des Verbundtapes auf die Platten eine Hydrophobierung- und/oder Grundierungsflüssigkeit, vorzugsweise auf Acrylharz-, Chlorkautschuk- oder Latexbasis aufweist.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff für die Verklebung der Schichten des Verbundtapes eine Hydrophobierung- und/oder Grundierungsflüssigkeit, vorzugsweise auf Acrylharz-, Chlorkautschuk- oder Latexbasis aufweist.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Papierband vor dem Auftragen des Klebstoffs oder einer anderen Beschichtung ein Tiefengrund- bzw. eine Aufbrennsperre gestrichen bzw. gerollt wird.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Klebstoff für die Verklebung des Verbundtapes auf dem Plattenuntergrund ein PVAC oder ein Kautschukklebstoff verwendet wird.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Erstellung einer Decke eingesetzt wird.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass Gipswerkstoffplatten, Calciumsilikatplatten, faserdotierte Calciumsilikatplatten, zementgebundene Faserplatten, Normal- und Leichtbetonplatten und zementgebundene Platten mit Leichtzuschlägen eingesetzt werden.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass Holzwerkstoffplatten insbesondere OSB und Spanplatten eingesetzt werden.
  23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass Gipswerkstoffplatten, Calciumsilikatplatten, faserdotierte Calciumsilikatplatten, zementgebundene Faserplatten, Normal- und Leichtbetonplatten und zementgebundene Platten mit Leichtzuschlägen sowie Holzwerkstoffplatten eingesetzt werden, die mit einer verklebten und/oder mit einer verspachtelten Fuge verlegt worden sind.
  24. Papierbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass ungebleichtes oder gebleichtes Kraftpapier vorgesehen ist.
  25. Papierbahn nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite des Papierbandes im mittleren Bereich eine bis zu 40 mm breite Kunststoffbeschichtung aus PVC, PP, PE oder einem anderen Kunststoff vorgesehen ist.
  26. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass es für Stahlbetonelementdeckenplatten eingesetzt wird.
  27. Verfahren nach Anspruch 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Papierband perforiert ist.
  28. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Verstärkungsschicht 130 bis 300&mgr;m beträgt.
  29. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass als Papierband mit einer Dicke > 0,05 mm eingesetzt wird.
  30. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass ein kunstfaserdotiertes Papier verwendet wird.
  31. Verfahren zur Anbringung eines Eck- oder Anschlußprofils an Wand- oder Deckenflächen in Gebäuden, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klebstoff nach einem der Ansprüche 1, 8 bis 11, 16 oder 19 zur Einbettung und Verklebung verwendet wird.
  32. Verfahren nach dem Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass als Eck- oder Abschlussprofil ein Verbundtape nach einem der Ansprüche 1 bis 30 versehen wird, wobei das Papier außenseitig über das Profil herumgeführt wird und die Verstärkungsschicht übersteht.
  33. Verfahren nach Anspruch 32 dadurch gekennzeichnet, das auch das Papierband seitlich übersteht.
  34. Verfahren nach Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstärkung durch eine Metalleinlage oder eine Kunststoffeinlage vorgesehen und das Verbundtape als Außenecktape mit Kantenverstärkung eingesetzt wird.
  35. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass das kantenverstärkte Außeneckentape für eine konventionelle Fugenausbildung eingesetzt wird.
  36. Verfahren nach Anspruch 34 oder 35, dadurch gekennzeichnet, dass das kantenverstärkte Außeneckentape mit einem Klebstoff, einem Klebespachtel nach einem der Ansprüche 1, 8 bis 11, 16 oder 19 eingebettet und verklebt wird.
  37. Verfahren nach Anspruch 32 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundtape nach Walzung, Stanzung oder Wärmebehandlung eine Faltung erhält.
  38. Verfahren nach Anspruch 32-, dadurch gekennzeichnet, dass es als Ecktape für Innenecken eingesetzt wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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