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Dokumentenidentifikation DE102005000601A1 13.07.2006
Titel Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung für ein Aquarium
Anmelder Gruber, Bruno, 82140 Olching, DE
Erfinder Gruber, Bruno, 82140 Olching, DE
DE-Anmeldedatum 03.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005000601
Offenlegungstag 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse A01K 63/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Erfindungsgemäß umfaßt eine Wasserableitungsvorrichtung oder eine Wasserzuleitungsvorrichtung für ein Aquarium eine mit einer aufrechten Wandung des Aquariums verbindbare Halterung und ein mit der Halterung lösbar verbundenes scheibenförmiges Element mit Durchbrüchen. Die Halterung und/oder die Wandung des Aquariums bilden zusammen mit dem scheibenförmigen Element eine Strömungskammer, die mit einem Wasserzufluß oder einem Wasserabfluß verbunden ist. Da das den Filter bildende Element scheibenförmig ausgebildet ist, ist die Reinigung desselben unkompliziert. Das scheibenförmige Element kann aus dem Aquarium entnommen werden, ohne die Hände in das Aquarium zu tauchen. Bei der Verwendung als Wasserzuleitungsvorrichtung kann durch gezielte Platzierung der Durchbrüche in dem scheibenförmigen Element strömendes Wasser in verschiedene Bereiche des Aquariums geleitet werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Wasserableitungsvorrichtung gemäß dem Patentanspruch 1 und eine Wasserzuleitungsvorrichtung gemäß dem Patentanspruch ...

Es ist allgemein bekannt, Wasser im Aquarium, das einer Umwälzpumpe über ein Ablaufrohr zugeführt wird, mittels eines Filterkorbs zu reinigen. Zum Reinigen des Filterkorbes muß die Umwälzpumpe ausgeschaltet werden und das Ablaufrohr mit dem Filterkorb aus dem Wasser entnommen werden, was für den Benutzer als eine unangenehme Tätigkeit empfunden wird. Das Ablaufrohr ist mit Saugnäpfen an der Innenwand des Aquariums befestigt, was optisch nicht ansprechend wirkt und wobei die Glasreinigung im Bereich der Saugnäpfe schwierig ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung für ein Aquarium zu schaffen, das bei einfachem Aufbau die Wasserströmung in einem Aquarium beeinflußt.

Erfindungsgemäß umfaßt eine Wasserableitungsvorrichtung oder eine Wasserzuleitungsvorrichtung für ein Aquarium eine mit einer aufrechten Wandung des Aquariums verbindbare Halterung und ein mit der Halterung lösbar verbundenes scheibenförmiges Element mit Durchbrüchen. Die Halterung und/oder die Wandung des Aquariums bilden zusammen mit dem scheibenförmigen Element eine Strömungskammer, die mit einem Wasserzufluß oder einem Wasserabfluß verbunden ist. Da das den Filter bildende Element scheibenförmig ausgebildet ist, ist die Reinigung desselben unkompliziert. Das scheibenförmige Element kann aus dem Aquarium entnommen werden, ohne die Hände in das Aquarium zu tauchen. Bei der Verwendung als Wasserzuleitungsvorrichtung kann durch gezielte Platzierung der Durchbrüche in dem scheibenförmigen Element strömendes Wasser in verschiedene Bereiche des Aquariums geleitet werden.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.

Wie in der Figur zu sehen ist, ist an einer aufrechten Wandung 102 eines Aquariums 100 eine Wasserableitungsvorrichtung 10 angeordnet. Die Wasserableitungsvorrichtung 10 erstreckt sich über eine Ecke der aufrechten Wandung 102 und umfaßt eine Halterung 12 und ein scheibenförmiges Element 50.

In der gezeigten Ausführungsform weist die Halterung 12 eine rechtwinklig ausgebildete Profilschiene 14 mit in Richtung des Aquarieninneren weisenden Laschen 14a auf. Mit der Profilschiene 14 sind Haltewinkel 16 verbunden, die zum Eingriff mit einem oberen Bereich der aufrechten Wandung 102 des Aquariums 100 vorgesehen sind. In der gezeigten Ausführungsform sind die Haltewinkel 16 einstückig mit der Profilschiene 14 ausgebildet. Die Profilschiene 14 besteht aus einer durchgehenden, rechtwinklig ausgebildeten Platte.

Die Profilschiene 14 besteht bevorzugterweise aus einem Kunststoffmaterial, wobei ein formstabiles Kunstoffmaterial bevorzugt wird.

Die Laschen 14a der Profilschiene 14 sind in Richtung des Aquariumbodens 104 kürzer ausgebildet, als die Profilschiene 14 selbst. Wenigstens eine der Laschen 14a ist in der bevorzugten Ausführungsform in ihrem oberen Bereich mit einer Skalierung 18 versehen.

Das scheibenförmige Element 50 weist in ihrem unteren, dem Aquariumboden 104 zugewandten Bereich Durchbrüche 52 auf, die in Form von Schlitzen ausgebildet sind. In Modifikationen der Ausführungsform können die Durchbrüche 52 auch kreisförmig sein oder eine andere geometrische Form aufweisen. Bevorzugterweise sind die Durchbrüche 52 so dimensioniert, daß kleinen Aquarienfischen das Hindurchschwimmen durch die Durchbrüche 52 verwehrt wird.

Das scheibenförmige Element 50 ist aus einem halbstarren elastischen Material gebildet und ist so dimensioniert, daß es zwischen die Laschen 14a längsverschieblich einsetzbar ist, wobei die Innenseiten der Laschen 14a als eine Führung dienen. Dabei ist die Breite des scheibenförmigen Elements 50 so bemessen, daß sie größer ist, als eine Verbindungslinie, die die Fußbereiche der Laschen 14a miteinander verbindet. Dadurch steht das scheibenförmige Element 50 unter Spannung und wölbt sich in Richtung des Aquarieninneren. Dadurch hält das scheibenförmige Element 50 selbständig in der Profilschiene 14, und Verbindungselemente mit der Profilschiene 14 sind nicht erforderlich.

Die Profilschiene 14 wird in ihrem unteren, dem Aquariumboden 104 zugewandten Bereich durch eine Kiesschicht 106 in Kontakt mit der aufrechten Wandung 102 gehalten. Das scheibenförmige Element 50 ist ebenfalls bis zur Kiesschicht 106 in die Profilschiene 14 eingeschoben. Durch die Kiesschicht 106, die Profilschiene 14 und das scheibenförmige Element 50 wird eine nach oben offene Strömungskammer K gebildet, in deren oberer Bereich ein Rohr 60 eingesetzt ist. In einer anderen Ausführungsform ist die Profilschiene 14 nicht aus einem durchgehenden Material ausgebildet, so daß die Strömungskammer K auch von Bereichen der aufrechten Wandung 102 gebildet wird.

Obwohl in der gezeigten Ausführungsform nur ein scheibenförmiges Element 50 gezeigt ist, können mehrere scheibenförmige Elemente 50 als ein Satz übereinander angeordnet sein, deren Durchbrüche 52 unterschiedlich zueinander angeordnet sind oder unterschiedlich dimensioniert sind, so daß durch Übereinanderlegen der scheibenförmigen Elemente 50 die Gesamtgröße der Durchbrüche 50, durch die das Wasser in die Strömungskammer K fließt, eingestellt werden kann.

Die Profilschiene 14 und/oder das scheibenförmige Element 50 (bzw. die scheibenförmigen Elemente 50) sind in einer Ausführungsform aus einem transparenten Kunststoff hergestellt. Dadurch ist die gesamte Anordnung optisch nicht störend im Aquarium 100 angeordnet.

Die Wirkungsweise der Wasserableitungsvorrichtung 10 wird nachstehend erläutert.

Das Rohr 60 ist mit einer Umwälzpumpe (nicht gezeigt) verbunden, so daß in der Strömungskammer K ein Sog erzeugt wird. Durch den Sog strömt Wasser aus dem Aquarieninneren durch die Durchbrüche 52 hindurch, wobei das Wasser gefiltert wird. Durch den Sog ergibt sich ein bis zu etwa 2 cm tieferer Wasserpegel in der Strömungskammer K als in dem Aquarieninneren, wobei der genaue Wert an der Skalierung 18 ablesbar ist. Der Wert der Skalierung kann als eine Anzeige zur Ermittlung der Durchflußmenge benutzt werden, um den Verschmutzungsgrad diverser Filter im Wasserkreislauf anzuzeigen.

Die Durchbrüche 52 dienen als Filter, wobei zur Reinigung das scheibenförmige Element 50 nur aus der Profilschiene 14 herausgezogen werden muß und in gereinigtem Zustand wieder eingeschoben wird. Das hat den Vorteil, daß man den Filterreinigungsvorgang vornehmen kann, ohne die Hände in das Wasser des Aquariums zu tauchen. Die Reinigung des scheibenförmigen Elements 50 ist sehr einfach, da keine komplizierte Struktur, wie z.B. bei einem Filterkorb, vorliegt.

Bei der Verwendung als Wasserzuleitungsvorrichtung dient das Rohr 60 als ein Zufluß, so daß Wasser in das Aquarium 100 eingeleitet wird. Durch gezielte Platzierung der Durchbrüche 52 in dem scheibenförmigen Element 50 kann die Wasserströmung aus der Strömungskammer K heraus aufgeteilt und in verschiedene Bereiche bzw. Tiefen des Aquariums 100 geleitet werden.

Mischformen zwischen den beschriebenen Ausführungsformen und deren Modifikationen sind möglich.


Anspruch[de]
  1. Wasserableitungsvorrichtung für ein Aquarium, gekennzeichnet durch

    eine mit einer aufrechten Wandung (102) des Aquariums (100) verbindbare Halterung (12),

    mindestens ein mit der Halterung (12) lösbar verbundenes scheibenförmiges Element (50) mit Durchbrüchen (52),

    wobei die Halterung (12) und oder die aufrechte Wandung (102) des Aquariums (100) eine Strömungskammer (K) bilden, die mit einem Wasserabfluß in Verbindung steht.
  2. Wasserzuleitungsvorrichtung für ein Aquarium, gekennzeichnet durch

    eine mit einer aufrechten Wandung (102) des Aquariums (100) verbindbare Halterung (12),

    mindestens ein mit der Halterung (12) lösbar verbundenes scheibenförmiges Element (50) mit Durchbrüchen (52),

    wobei die Halterung (12) und oder die aufrechte Wandung (102) des Aquariums (100) eine Strömungskammer (K) bilden, die mit einem Wasserzufluß in Verbindung steht.
  3. Wasserableitungsvorrichtung nach Anspruch 1 und Wasserzuleitungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (12) eine Profilschiene (14) aufweist, die mittels Haltewinkel (16) mit der aufrechten Wandung (102) des Aquariums (100) in Eingriff bringbar ist.
  4. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltewinkel (16) einstückig mit der Profilschiene (14) ausgebildet ist.
  5. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschiene (14) aus einer rechtwinklig ausgebildeten Platte besteht.
  6. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (12) aus einem Kunststoffmaterial besteht.
  7. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (12) aus einem transparenten Kunststoffmaterial besteht.
  8. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschiene (14) an ihren Enden in Richtung des Aquarieninneren weisende Laschen (14a) aufweisen.
  9. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Laschen (14a) an ihrem oberen Bereich eine Skalierung (18) aufweist.
  10. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine scheibenförmige Element (50) längsverschieblich mit der Profilschiene (14) verbunden ist.
  11. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine scheibenförmige Element (50) aus einem halbstarren elastischen Material gebildet ist.
  12. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine scheibenförmige Element (50) aus einem transparenten Material hergestellt ist.
  13. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des mindestens einen scheibenförmigen Elements (50) so bemessen ist, daß sie größer ist, als eine gedachte Verbindungslinie, die die Fußbereiche der Laschen 14a miteinander verbindet.
  14. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach meinem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrüche (52) als Schlitze ausgebildet sind.
  15. Wasserableitungsvorrichtung und Wasserzuleitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von scheibenförmigen Elementen (50) vorgesehen sind, deren Durchbrüche (52) so angeordnet und bemessen sind, daß durch variiertes Übereinanderlegen der einzelnen scheibenförmigen Elemente (50) die Gesamtgröße der Durchbrüche beeinflußt werden kann.
  16. Wasserableitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrüche (52) in einem unteren Bereich des mindestens einen scheibenförmigen Elements (50) angeordnet ist.
  17. Wasserzuleitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrüche (52) über die Höhe des mindestens einen scheibenförmigen Elements (50) verteilt angeordnet sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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