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Dokumentenidentifikation DE102005001087A1 13.07.2006
Titel Verfahren zur indirekten regelgesteuerten Dienstabrechnung
Anmelder Deutsche Telekom AG, 53113 Bonn, DE
Erfinder Roshandel, Mehran, 13591 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 04.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005001087
Offenlegungstag 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse H04L 12/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung der automatischen Abrechnung in paketorientierten oder verbindungsorientierten Netzwerken mit einer Service-Domäne, in der die Dienstleistungen des Netzwerkes bereitgestellt werden, mit einer Abrechnungs-Domäne, in der die Abrechnung der Dienstleistungen erfolgt. Die in der Service-Domäne erbrachten Dienstleistungen basieren auf einem Punktesystem, das in der Abrechnungs-Domäne auf der Basis von Regeln in Entgelte umgerechnet werden, die weitere Werten wie Nutzer, Zeitpunkt, Volumen und/oder Qualität berücksichtigen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung der automatischen Abrechnung in paketorientierten oder verbindungsorientierten Netzwerken mit einer Service-Domäne, in der die Dienstleistungen des Netzwerkes mit einer Abrechnungs-Domäne bereitgestellt werden.

Gebiet der Erfindung:

Derzeit werden zunehmend alternative Abrechnungsmethoden eingesetzt, die immer flexibler werden und mehr Parameter für eine individuellere und gerechtere Abrechnung bezüglich der verfügbaren Ressourcen und der Qualität des Dienstes berücksichtigen können. In Zeiten wachsender Märkte und zunehmend knapper Ressourcen gewinnen Abrechnungssysteme an Bedeutung, die einen besseren und dynamischen Algorithmus zur Steuerung der Dienstnutzungen zur Verfügung stellen.

So gibt es z.B. folgende unterschiedliche Anforderungen: Ein Anbieter eines Suchdienstes kann nach der Qualität und Anzahl der Suchergebnisse beurteilt und bezahlt werden. Der Anbieter eines Datennetzes (z.B. ISDN, DSL, WLAN, LAN, GSM) kann nach verfügbarer Bandbreite, die ein dynamischer Parameter ist, bezahlt werden.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, streben die Hersteller der Abrechnungssysteme die Realisierung von regelgesteuerten Systemen an, die mit Hilfe von komplexen Regelsätzen das dynamische Verhalten des Dienstes analysieren, um die passenden Abrechnungsregeln einzustellen. Diese Systeme haben einige große Nachteile.

Die Herstellung derartiger Systeme ist sehr aufwendig und teuer, daher sind sie nur für große Systeme geeignet.

Da die Steuerungssysteme ab dem ersten Schritt der Datenerfassung, die bei Legacy-Systemen oft Teil der Kerndienste sind, eingreifen müssen, ist eine aufwendige Anpassung der Dienste unumgänglich.

Aus dem Stand der Technik sind eine Reihe von Verfahren bekannt, die sich, wie die DE 10103406A1, DE 19933886 A1, DE 19939414 A1, DE 19940400A1, DE 19940448 A1, US 06144726 A, DE 10147651 C1, mit Abrechnung und dem Zahlungsverkehr im Telekommunikationsbereich beschäftigen.

Aus der DE 10229387 A1 ist eine zusätzliche Parametrisierung der Gebührendaten zur Abrechnung von Mehrwertdiensten bekannt.

Die DE 19501601 C1 offenbart eine sichere Erfassung der Nutzdaten.

Die DE 19654482 A1 offenbart ein Verfahren, das das Verhalten von Kunden analysieren kann, um eine bessere Tarifierung zwecks optimaler Ressourcennutzung zu ermitteln.

Die Erfindung aus der DE 19912025 A1 beschreibt eine Vorrichtung, die eine lokale TK-Anlage oder eine sonstige Telekommunikationseinrichtung, durch vom Dienstanbieter unabhängige Signalerzeugung, in die Lage versetzt, für den lokalen Nutzer (z. B. Hotelgast) eigene Haustarife zu realisieren.

Aufgabe der Erfindung:

Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, ein einfaches Leistungserfassungs- und Abrechnungssystem für Telekommunikationsdienstleistungen unter Verwendung von bestehenden Systemen bereitzustellen.

Lösung der Aufgabe:

Diese Aufgabe wird durch die Erfindungen mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Im Einzelnen handelt es sich um ein Verfahren zur Steuerung der automatischen Abrechnung in paketorientierten oder verbindungsorientierten Netzwerken. Diese Netzerwerke sind mit ihren Funktionen und Diensten in einer Service-Domäne angeordnet, in der die Dienstleistungen des Netzwerkes dem Endkunden bereitgestellt werden.

In einer Abrechungs-Domäne erfolgt die Abrechnung der Dienstleistungen, die in der Service-Domäne erbracht wurden.

Die Dienstleistungen bzw. die Services sind Telefoniefunktionen, die funk- und drahtgebunden über das verbindungsorientierte oder paketorientierte Datennetz erfolgen. Datentransfer über das Internet.

Als mögliche Telekommunikationsdienste sind anzuführen Paketorientiert Dienste, wobei sich die Paketorientierung auf die Abrechnungsart bezieht. Das ist dann der Fall, wenn unabhängig von Datenverkehr abgerechnet wird.

Weiterhin sind IP-Dienste anzuführen, bei denen der IP-Verkehr (IP-Paketen) gezählt wird, wie Internetzugang, GPSM (über Handy).

Weiterhin kann eine Abrechnung von Verfügbaren Bandbreite erfolgen.

Bei Nicht Paketorientiert Diensten können, die Normale Telephonie (Festnetz oder Mobile), die Internettelephonie, Multimedia Downloaddienste, bei denen die Video- und Musictitel unabhängig von ihrem Volumen abgerechnet werden, Herunterladen von Internetseiten, bei denen der Inhalt der Seite abgerechnet wird, SMS- und MMS-Dienste, Suchdienste (Abrechnung nach Anzahl und Qualität der Suchergebnisse) berücksichtig werden.

Im Allgemeinen können alle Dienste, die ein dynamisches Abrechnungsverhalten haben können, berücksichtigt werden.

Diese Dienstleistungen basieren auf einem Punktesystem, das auch als virtuelle Währung bezeichnet werden kann, und das [ak1]später als Abrechnungsgrundlage anzusehen ist. In bisherigen Systemen wird bereits durch die Service-Domäne der Endbetrag vorgegeben, sodass die Abrechnungs-Domäne keine große interne Logik aufweisen musste. Im Zuge der stärkeren Verbreitung von paketorientierten Netzwerken und deren Anforderungen an QoS (Qualtiy of Service) unterliegt dieser Ansatz jedoch starken Restriktionen und einem großen Aufwand zur Konfiguration von Legacy Systemen. Ein interessanter Ansatz basiert auf der Basis von Regeln, die die Punkte bzw. die virtuellen Entgelte in der Abrechnungsdomäne unter Verwendung von Punktesystemen umrechnen, die auch als unterschiedliche virtuelle Währungen ausgelegt werden können. Diese Regeln berücksichtigen weitere Werte, wie Nutzer, Zeitpunkt, Volumen und/oder Qualität, die dann in die Berechnung des realen Wertes einfließt.

In der Service-Domäne sind Regeln gegeben, um die Kategorie des Punktesystems zu bestimmen, sodass Punkte in unterschiedlichen Kategorien bestimmt werden, die im Abrechnungssystem unterschiedlich bewertet werden. So kann z.B. eine höhere QoS in einem anderen Punktesystem angeordnet sein als eine geringe QoS. Die Service-Domäne weist hierzu ein Service-Level-Überwachungssystem auf, in dem die Art des Punktesystems festgelegt wird. Hierzu ist ein Service-Level-Überwachungssystem in der Service-Domäne vorhanden, das die Art des Punktesystems festlegt und das über eine Schnittstelle mit einem Nutzungsmesssystem verbunden ist, um diesem die Art des Punktesystems mitzuteilen.

Das Überwachungssystem arbeitet mit einem Nutzungsmesssystem zusammen, das die Nutzung eines Services in Verbindung mit dem Service-Level erfasst. Somit werden einerseits die Quantität der Nutzung bestimmt und andererseits die Qualität der Nutzung. Das eine wird in der Menge der Punkte festgelegt, der andere Wert in der Art des Punktesystems.

Das Nutzungsmesssystem übergibt die Nutzungsdaten in Verknüpfung mit der Art des Punktesystems an die Abrechnungs-Domäne über die Abrechnungsschnittstelle.

Zum Einbinden von Altsystemen bzw. Legacy-Systemen werden in der Abrechnungs-Domäne Umsätze aus alten Systemen, die auf konkreten Währungen arbeiten, in das Punktesystem umgewandelt bzw. als solche interpretiert, sodass diese durch das Abrechnungsmodul berücksichtig werden können. Eine Umwandlung kann auch schon in den vorherigen Stufen erfolgen.

Ein weiterer Bestandteil der Erfindung ist ein Abrechnungssystem zur Steuerung der automatischen Abrechnung in paketorientierten oder verbindungsorientierten Netzwerken mit einer Schnittstelle zu einer Service-Domäne, in der die Dienstleistungen des Netzwerkes bereitgestellt werden und das Nutzungsdaten auf der Basis eines Punktesystems bereitstellt. Bei diesem System handelt es sich in der Regel um ein großes transaktionsorientiertes Computersystem, das in der Lage ist, eine Vielzahl von Transaktionen pro Minute durchzuführen.

Die in der Service-Domäne erbrachten Dienstleistungen, die auf dem Punktesystem basieren, werden in der Abrechungs-Domäne auf der Basis von Regeln in Entgelte umgerechnet, wobei die Regeln weitere Werte wie Nutzer, Zeitpunkt, Volumen und/oder Qualität berücksichtigen. Diese Informationen sind in einer möglichst zentralen Datenbank abgelegt. So können abhängig vom Rabatt des Benutzers, dessen Volumen und der zur Verfügung gestellten Qualität, die Berechnung auf der Basis der Punkte, dem Punktesystem und den dazu bestimmten Regeln durchgeführt werden.

Hierdurch wird es ermöglicht ohne größeren Aufwand über Typisierung der erfassten Datentypen indirekt dynamische Regeln einzustellen, die den Abrechnungsprozess steuern. Dies hat den Vorteil, dass erstens auch Legacy-Systeme mit dieser Methode mit einem vertretbaren Aufwand den neuen Anforderungen gerecht werden können. Des Weiteren kann dies, wegen des relativ geringen Kostenaufwands für die Realisierung des Algorithmus, auch zur Realisierung kleinerer Systeme eingesetzt werden.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den Figuren schematisch dargestellt sind. Gleiche Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeichnen dabei gleiche Elemente. Im Einzelnen zeigt:

1 die Komponentenarchitektur;

2 ein Beispiel anhand der Komponentenarchitektur.

Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abwandlungen und Weiterbildungen der beschriebenen Ausführungsbeispiele verwirklichbar.

In der 1 sind die Komponenten und ihr Zusammenwirken skizziert.

Das Rating Module bzw. Abrechnungsmodul bewertet entsprechend der ermittelten Regeln die erfassten Nutzdaten, und stellt sie für weitere Prozessschritte wie Abrechnungserstellung (Billing) bereit.

Das Abrechungs-Interface bzw. Accounting-Interface stellt eine Schnittstelle bereit, über die die Nutzdaten an die Abrechnungs-Domäne übermittelt werden können.

Der Service-Level-Observer bzw. die Service-Levelüberwachung ermittelt die Dienstgüte, um die entsprechende virtuelle Währung in den jeweils erfassten Nutzdatensatz hinzuzufügen.

Die virtuelle Währung bzw. das Punktesystem ist in einem Speichersystem hinterlegt.

Die Usage-Daten sind die erfassten Nutzdaten. Die Nutzungserfassung erfasst die Dienstnutzdaten.

Der Service repräsentiert einen beliebigen Dienst, ohne seine Funktionalität darzustellen. Im hier beschriebenen Kontext werden nur die zur Abrechnung relevanten Komponenten und Schnittstellen betrachtet.

Eine Möglichkeit für einen Dienst ist zum Beispiel ein Suchdienst im Internet, dessen Suchergebnisse können auf der Basis der Anzahl und der Qualität abgerechnet werden. Normalerweise liefert ein Suchdienst immer eine Relevanzwahrscheinlichkeit in Prozent, die zur Beurteilung der Qualität des Suchergebnisses beiträgt. In einem solchen Dienst kann dieses Verfahren eingesetzt werden, um neben der Anzahl der Suchergebnisse auch die Qualität des Suchergebnisses zwecks Abrechnung zu berücksichtigen. Folgende Regeln können z.B. verwendet werden.

  • • Relevanzwahrscheinlichkeit 100 = 0,1 EUR
  • • Relevanzwahrscheinlichkeit > 90% = 0,09 EUR
  • • Relevanzwahrscheinlichkeit > 80% = 0,8 EUR
  • • Relevanzwahrscheinlichkeit < 80% = 0 EUR

Diese Regeln können jeweils mit einem Punktesystem versehen werden. Die Suchergebnisse werden mit diesem Punktesystem markiert, das dann im Abrechnungssystem berücksichtigt wird. Der Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass die Abrechnungsregeln, die hinter dem Punktesystem „versteckt" sind, nur in der Abrechnungsdomäne gespeichert sind. Der Dienstanbieter hat somit die Möglichkeit diese Regeln zu ändern, ohne die Nutzdatenerfassungskomponente des Dienstes anzufassen.

Die Erfindung basiert auf der Definition eines Punktesystems, (hierbei können Punkte in Abhängigkeit des Punktesystems unterschiedlich zu bewerten sein), das sowohl in der Dienst-Domäne als auch in der Abrechnungs-Domäne bekannt ist. Der Dienst kann sehr einfach und dynamisch die erfassten Nutzdaten je nach Bedarf und Strategie, die kundenspezifisch festgelegt werden können (vertraglich festgelegt oder qualitätsbezogen), mit einer bereits definierten virtuellen Währung bzw. einem Punktesystem kennzeichnen. Der Dienst braucht nicht zu wissen, welche Regelsätze hinter einem Punktesystem verknüpft sind. In der Dienst-Domäne (Service-Level-Observer) wird lediglich die Strategie festgelegt, wann und unter welchen Bedingungen ein spezielles Punktesystem eingesetzt werden darf.

Der Vorgang zur Kennzeichnung der Nutzdaten ist ein fester Bestandteil der Nutzdatenerfassung, sodass durch die festgelegte Strategie jedem einzelnen Nutzdatensatz ein bestimmtes Punktesystem zugewiesen werden kann. Diese Eigenschaft des Verfahrens verleiht ihm trotz der einfachen Handhabung, einen großen Grad an Flexibilität. Die mit dem Punktesystem gekennzeichneten Nutzdaten werden über eine Schnittstelle an die Abrechnungs-Domäne weitergeleitet. Die Abrechnungs-Domäne besitzt ihrerseits eine Datenbank, in der alle Punktesysteme mit einem bestimmten Satz von Tarifregeln verknüpft sind. Die Abrechnungskomponente holt sich die Regeln aus der Datenbank und bewertet die Datensätze entsprechend. Eine weitere Besonderheit dieses Verfahrens zeichnet sich durch die Datenbank in der Abrechnungs-Domäne aus. Nur in dieser Datenbank werden die detaillierten Tarifregeln gespeichert. Diese Eigenschaft bewirkt, dass die Tarifregeln geändert werden können, ohne Änderungen in der Dienstkonfiguration vornehmen zu müssen.

Zur Umsetzung der Erfindung werden die Standardfunktionen von Nutzerverwaltung sowie Datenbankgestaltung vorausgesetzt, die nicht zum Umfang der Erfindung gehören.

Durch den Einsatz dieser Erfindung ergibt sich eine Reihe von Vorteilen. Durch die Erfindung kann der Einsatz eines teueren und komplizierten Policy-Managementsystems eingespart werden.

Weiterhin kann die Definition einer komplizierten Protokollsprache zur Beschreibung der Regeln eingespart werden. Der Datenverkehr zwischen der Dienst-Domäne und der Abrechnungs-Domäne wird minimiert, da zwischen beiden Domänen keine zusätzlichen Regeln ausgetauscht werden müssen.

Im Folgenden werden zwei sehr einfache Beispiele skizziert, die den Einsatz dieser Erfindung mit konkreten Daten erläutern.

Beispiel 1:

Die Nutzung eines Datennetzes (WLAN, UMTS, ...) wird nach der verfügbaren Bandbreite (oder auch vom Nutzer angeforderten) abgerechnet. Hierzu können beliebige Bandbreitenkategorien als verschiedene Quality of Service Level (QoS) definiert werden, die jeweils mit einem Punktesystem verknüpft werden. Beispielsweise werden drei QoS-Kategorien für 100% Bandbreitenverfügbarkeit, 90% Bandbreitenverfügbarkeit und 80% Bandbreitenverfügbarkeit definiert, die jeweils mit den Punktesystemen Gold, Silber und Bronze verknüpft werden. Die 2 veranschaulicht den Ablauf eines auf Basis dieser Erfindung konzipierten Systems.

Das Beispiel aus 2 zeigt, dass während der Dienstnutzung gleichzeitig zur Erfassung der Nutzdaten die verfügbaren QoS-Levels ermittelt werden. Bevor ein Nutzdatensatz die Dienst-Domäne Richtung Abrechnungs-Domäne verlässt, wird er durch die Komponente QoS Service-Levelüberwachungssystem mit einer bereits definierten virtuellen Währung markiert. Die Rating-Komponente ist nun in der Lage die passende Abrechnungsregel durch die in ihrer Datenbank definierten Regelsätze (Policies) zu ermitteln und den Datensatz zu bewerten. Im Folgenden ist ein Regelsatz schematisch dargestellt:

Grundgebühr = 0,12 ct

Zeitzone = Nachttarif

Einheit = Mbit/s

Einheitspreis = 0.1 ct/Einheit

QoS-Rabatt = 20%//z.B für QoS für Punktesystem Bronze

Mengenrabatt = 10%//z.B. für über 1000 EUR/Monat

Beispiel 2:

Wie bereits erwähnt, kann dieses Verfahren auch für Legacy-Systeme angewendet werden. Ein vorstellbares Beispiel ist ein IP-Telefon Dienst, der bislang nur durch eine einheitliche Tarifregel von 12 Ct/Minute abgerechnet wurde. Der Dienstanbieter möchte jetzt eine flexiblere und vielfältigere Tarifregel (z.B. Happyhour Tarif) einsetzen, ohne die Realisierung der Dienstkomponenten zu ändern. Die Konzepte, die der Erfindung zugrunde liegen, können hier leicht eingesetzt werden, um das Problem zu lösen. Hier wird einfach die bereits im Dienstkonzept definierte Währung als Punktesystem bzw. virtuelle Währung umdefiniert. Zu diesem Punktesystem (alte Währung + Dienstkennung) kann in der Abrechnungs-Domäne ein neuer Regelsatz definiert werden, der die Dienstnutzung je nach Uhrzeit anderes berechnet.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Steuerung der automatischen Abrechnung in paketorientierten oder verbindungsorientierten Netzwerken

    – mit einer Service-Domäne, in der die Dienstleistungen des Netzwerkes bereitgestellt werden,

    – mit einer Abrechungs-Domäne, in der die Abrechnung der Dienstleistungen erfolgt,

    wobei die in der Service-Domäne erbrachten Dienstleistungen auf einem Punktesystem basieren, die in der Abrechungs-Domäne auf der Basis von Regeln in Entgelte umgerechnet werden, die weitere Werte wie Nutzer, Zeitpunkt, Volumen und/oder Qualität berücksichtigen.
  2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei in der Service-Domäne, Regeln gegeben sind, um die Kategorie des Punktesystems zu bestimmen, sodass Punkte in unterschiedlichen Kategorien bestimmt werden, die im Abrechnungssystem unterschiedlich bewertet werden.
  3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abrechnungs-Domäne eine Abrechnungsschnittstelle zum Service-Domäne-System aufweist, über die die Punkte an das Abrechungs-System übertragen werden.
  4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Service-Domäne ein Service-Level-Überwachungssystem aufweist, in dem die Art des Punktesystems festgelegt wird.
  5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Service-Domäne ein Nutzungsmesssystem aufweist, das die Nutzung eines Services in Verbindung mit dem Service-Level erfasst.
  6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Service-Level-Überwachungssystem in der Service-Domäne vorhanden ist, das die Art des Punktesystems festlegt, und das über eine Schnittstelle mit dem Nutzungsmesssystem verbunden ist, um diesem die Art des Punktesystems mitzuteilen.
  7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Nutzungsmesssystem, die Nutzungsdaten in Verknüpfung mit der Art des Punktesystems an die Abrechnungs-Domäne übergibt.
  8. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Nutzungsdaten in Verknüpfung mit der Art des Punktesystems an das Abrechnungsinterface übergeben werden.
  9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abrechnungs-Domäne oder die Service-Domäne Umsätze aus alten Systemen, die auf Währungen arbeiten, in das Punktesystem umwandelt, sodass diese durch das Abrechnungsmodul berücksichtig werden können.
  10. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Services Telefoniefunktionen sind und/oder funk- und drahtgebunden über das verbindungsorientierte Netzwerk erfolgen und/oder Dienste in paketorientierten Datennetzen sind, wie Datentransferraten, Datenqualität, Ergebnisqualität.
  11. Software für einen Computer, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche implementiert ist.
  12. Datenträger für einen Computer, gekennzeichnet durch die Speicherung einer Software nach dem vorhergehenden Softwareanspruch.
  13. Computersystem, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, die den Ablauf eines Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Verfahrensansprüche erlaubt.
  14. Abrechnungssystem zur Steuerung der automatischen Abrechnung in paketorientierten oder verbindungsorientierten Netzwerken

    – mit einer Schnittstelle zu einer Service Domäne, in der die Dienstleistungen des Netzwerkes bereitgestellt werden und das Nutzungsdaten auf der Basis eines Punktesystems bereitstellt, wobei die in der Service-Domäne erbrachten Dienstleistungen, die auf dem Punktesystem basieren, in der Abrechungs-Domäne auf der Basis von Regeln in Entgelte umgerechnet werden, wobei die Regeln weitere Werte wie Nutzer, Zeitpunkt, Volumen und/oder Qualität berücksichtigen.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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