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Dokumentenidentifikation DE102005031460A1 13.07.2006
Titel DVB-T Internetzugang
Anmelder Langwieser, Anton Andreas, 83627 Warngau, DE
Erfinder Langwieser, Anton Andreas, 83627 Warngau, DE
DE-Anmeldedatum 06.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005031460
Offenlegungstag 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse H04L 29/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04L 12/54(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung DVB-T-Internet- und Datenanbindung in DSL-Geschwindigkeit durch Einsatz einer intelligenten Schaltbox in Verbindung mit einem optionalen Pufferrechner (der als Cache für Internetseiten dient) und dessen Komponenten beidseitig als Regelkreis funktionieren. In Gebieten ohne DSL (z. B. weil aus technischen Gründen nicht möglich) ersetzt dieses Verfahren bei vorhandener DVB-T-Sendestation die Versorgung mit DSL im Breitbandbereich. In Gebieten mit möglicher DSL-Versorgung ersetzt dieses Verfahren notwendige DSL-Installationen (letzte Meile).

Beschreibung[de]
Stand der Technik

DVB-T wird heute nur zur Übermittlung von TV-Signalen in digitaler Form verwendet. Eine Internetnutzung über DVB-T scheidet bisher wegen der nicht gelösten Problematik des Rückmeldekanales an die DVB-T Sendestation aus. DVB-T kann bisher nicht in beiden Richtungen (vom und zum Empfänger) genutzt werden, dadurch ist eine Nutzung für Internetanwendungen bisher ebenfalls nicht möglich! Die in ähnlicher Weise eingesetzte Satellitenanbindung für Internetuser ohne DSL-Anbindung, führt bisher zu langen Antwortzeiten und doppelten Kosten im Internetbereich, was für die Anwender nervig und teuer ist.

Aufgabe der Erfindung

Die Erfindung ermöglicht es durch Einsatz intelligenter Hardware und Regelkreise, DVB-T zur Anbindung von Usern an das Internet und an Datendienste zu verwenden, wobei die Antwortzeiten und die Kosten im Vergleich zu einer Satellitenanbindung deutlich reduziert werden. Außerdem muß beim Enduser nur eine zusätzliche Hardwarekomponente eingebaut werden, da bestehende DVB-T Bauteile in die Datenübermittlung einbezogen werden und nicht zusätzlich anderes Equipment notwendig wird (wie z.B. beim Satellitenverfahren). Die Erfindung kann die Installation von DSL auch in Gebieten überflüssig machen, wo dies technisch möglich wäre.

Beschreibung der Erfindung

Bei normaler Breitbandanbindung von nicht DSL fähigen Internetteilnehmern über Satellit (z.B. Strato Verfahren) stellt sich als Problem für den Nutzer heraus, dass bis zum Aufbau der Satellitenverbindung wegen der großen Entfernung zum Satelliten, die Antwortzeit in einem Bereich liegt, die für den jeweiligen Nutzer sehr nervig und unzumutbar sind. Außerdem muss der Nutzer ein kostenintensives Equipment (Satellitenschüssel, Montage dieser Hardware, PC-Karte zur Rückführung des Signals usw.) bereitstellen, dabei kann dieses Equipment nur für die Anbindung zum Satelliten für Internetzwecke genutzt werden. Dazu kommen noch die doppelten Kosten für die Satelliten Anbindung über den Anbieter (z.B. Strato) und zusätzlich für die Nutzung des zurück zu führenden Kanals z.B. über die ISDN-Leitung. Die durch die ABLD-Beratung Anton Langwieser (nach unserem Wissensstand) erstmalig erarbeitete Lösung führt hier zu einer deutlichen Reduzierung der Antwortzeiten und darüber hinaus zu einer Kostenreduzierung für den Endanwender, da bestimmte Hardwarekomponenten sowohl für den Empfang von DVB-T Fernsehsignalen und zusätzlich für die Anbindung an das Internet genutzt werden sollen. Für den Endanwender ist somit nur der Montageaufwand für die Empfangsantenne (die meist aber bereits vorhanden ist und weiter genutzt werden kann), den DVB-T Empfänger (den er sowieso braucht) und eine Zusatzkomponente zur Rückführung der IP Adresse an den Internetanbieter zu bezahlen.

Technische Konzeption: Die grundsätzliche Bereitstellung der Internetseiten kann an der DVB-T Sendeeinheit per direkter Anbindung (also z.B. über Erdkabel) oder aber per Übertragung von einem exorbitalen Satelliten erfolgen. Um bei Verwendung des Satelliten nicht wieder lange Antwortzeiten in Kauf nehmen zu müssen, wird an der DBV-T Sendestation ein Pufferungsrechner zwischengeschaltet, der über die Auswertung der bisher angeforderten Internetseiten und deren Häufigkeit, einen Cache vorhält, d.h. die Seiten brauchen nicht bei jeder Anfrage neu vom Satelliten abgerufen werden. Die Aktualisierung des so gebildeten Puffers erfolgt automatisch in Zeiten, wo der Pufferrechner nicht mit Userabfragen belastet ist. Darüber hinaus vergleicht dieser Pufferungsrechner die ankommenden Seitenaufrufe mit dem vorhandenen Cache, sollten diese Seiten schon zwischengespeichert sein, werden Sie direkt an den Endanwender per DVB-T Signal weitergeleitet, sonst aktualisiert sich der Rechner über den Satelliten und leitet erst dann die Seiten weiter. Da der Pufferrechner nahezu in ständiger Verbindung mit dem Satelliten steht, bedarf auch die Anforderung von bisher nicht benötigten Seiten deutlich weniger Zeit, als wenn dies der Endanwender jeweils für sich selber machen müsste. Damit bei der DVB-T Sendestation entsprechende Internetseiten gewählt werden können, erfolgt über normale Leitungsanbindungen eine Rückführung an den Anbieter des DVB-7 Internetsignals in Form von IP Anforderungen. Diese wertet der Pufferrechner nach Reihenfolge des Eintreffens aus und sendet in digitaler Form die entsprechenden Seiten zum DVB-T Transponder. Da bei normaler Internetnutzung Pausen zwischen Anforderung von Seiten, deren Lesevorgang durch den Endanwender usw. gegeben sind, kann ein Transponder mehrere User gleichzeitig bedienen als Faustformel wird dabei angenommen, dass bei 1000 angemeldeten Usern nur 10 User wirklich gleichzeitig aktiv sind, also Daten übertragen werden müssen. Da über einen Transponder (wie beim Fernsehsignal) ca. 24 MBit/s übertragen werden, könnten also theoretisch 31 User gleichzeitig real aktiv sein, wobei jedem User dann immer noch 768 KBit/s zur Verfügung stehen würden. Umgerechnet auf einen Transponder wären somit gleichzeitig ca. 3000 angemeldete User mit dem Internetsignal zu versorgen, bevor die rechnerische Kapazität des Transponders erreicht wäre. Als neu zu erwerbende Hardwarekomponente benötigt der jeweilige User dazu noch noch eine Schaltbox, die einmal dass über einen normalen DVB-T Empfänger erhaltene Signal an den PC des Endusers weiterleitet und für den Internetexplorer verfügbar macht und außerdem die IP Anforderungen des Endusers über den rückführenden Kanal wieder an den Anbieter des DVB-T Internetdienstes sendet.

Beispiele

Anbindung an Internet- und Datendienste von Personen in ländlichen Gegenden ohne DSL-Versorgung oder bei nicht DSL-Fähigkeit wegen verlegter Glasfaserkabel.

Anbindung an Internet- und Datendienste von Personen in Gebieten, wo DSL zwar technisch möglich wäre, der Installationsaufwand auf der „letzten Meile" aber eingespart werden soll.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Anbindung von Internetnutzern an Internet- und Datendienste über DVB-T dadurch gekennzeichnet, dass mittels Rückführung von IP-Adressanforderungen (Internetseiten- und Datenanforderung) über intelligente Schaltbox (stellt über ISDN, Analog- oder Funkkanal rückführende Verbindung zum DVB-T Internetanbieter her), welche zugleich DVB-T Signale mit Internet- oder Dateninhalten an einen verbundenen PC/Netzwerkbereich weitergibt und somit auf einem normalen Webbrowser verfügbar macht. Die Aufgabe der rückführenden Verbindung zur DVB-T Sendestation und die DVB-T Signalverarbeitung für den PC/Netzwerkbereich können dabei auch in getrennten Geräten oder in Form von implementierten Komonenten (z.B. innerhalb eines Handheld, Handy's usw.) abgearbeitet werden.
  2. Weiterhin in Verbindung mit Anspruch 1 Verkürzung der Antwortzeiten für den Internetanwender, dadurch gekennzeichnet, dass durch optionalen Einsatz eines Pufferrechners (Cachespeicher für Internetseiten oder Daten) in Verbindung zur DVB-T Sendestation, häufig aufgerufene Internetseiten in kürzerer Zeit dem Enduser zur Verfügung gestellt werden können, als wenn diese über einen Satelliten abgerufen werden müßten. Dieser Pufferrechner vergleicht dabei ständig die durch den User abgerufenen Internetseiten mit dem vorhandenen Cache bereits aufgerufener Seiten und ruft nur im Bedarfsfall neue (fehlende) Seiten vom Satelliten oder einem erdgebundenen Rechner/Netzwerk ab. Dadurch kann in Verbindung mit der im Anspruch 1 genannten Schaltbox ein Regelkreis erstellt werden, der im Vergleich zum Satellitenverfahren deutliche Einsparungen an Antwortzeiten und Installationskosten ermöglicht.
  3. Verfahren zur Nutzung von DVB-T Signalen in Verbindung mit den Ansprüchen aus 1 und optional aus Anspruch 2 zum Einsatz für die Internet- und Datenanbindung, dadurch gekennzeichnet, dass die bestehende DVB-T Einrichtungen (Hardware) durch intelligente Zusatzhardware und Regelkreise dem Nutzer die gezielte Auswahl von Internet- und Datenangeboten ermöglicht. Die Bereitstellung der Internet- oder Datenangebote über DVB-T ist dabei nicht Inhalt der Ansprüche 1 bis 3.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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