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Dokumentenidentifikation DE4232692B4 13.07.2006
Titel Kohlehalteranordnung sowie Montieren einer solchen
Anmelder Schunk Motorensysteme GmbH, 27777 Ganderkesee, DE
Erfinder Köster, Walter, 2875 Ganderkesee, DE
Vertreter Stoffregen, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 63450 Hanau
DE-Anmeldedatum 30.09.1992
DE-Aktenzeichen 4232692
Offenlegungstag 08.04.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse H01R 39/38(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kohlehalteranordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Auch bezieht sich die Erfindung auf das Montieren einer Kohlehalteranordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 20.

Aus der gattungsgemäßen EP 0 291 765 A2 ist eine Kohlehalteranordnung bekannt bei der die Kohlehalter, die mit elektrischen Anschlüssen verbunden sind, auf gesonderten, vorzugsweise jedoch identisch aufgebauten Trägerplatten angeordnet werden, die ihrerseits lösbar zusammensetzbar sind. Die Kohlehalter selbst bilden mit der erforderlichen elektrischen Verschaltung eine Einheit und sind gestanzt und gefaltet.

Ferner sind Kohlehalteranordnungen bekannt, die eine aus Kunststoff bestehende Trägerplatte aufweisen, auf der vier in sich geschlossene und aus Messing bestehende Kohlehalter montiert werden. Die Kohlehalter werden sodann mit einem zweipoligen Stanzgitter verbunden, wobei der Stromübergang geschweißt werden muss. Anschließend werden die Kohlehalter mit Kohlebürsten bestückt, wobei gleichzeitig Kohlelitzen an den Haltern angeschweißt werden. Schließlich werden in die geschlossenen Halter Federn montiert, um anschließend die Halter an ihren einem Kollektor abgewandten Enden zu verschließen. Die Kohlehalter und die Stanzgitter sind auf gegenüberliegenden Seiten der Trägerplatte angeordnet.

Dass die Kohlehalter auf einer Seite angeordnet sind, liegt in der Forderung begründet, dass die Mitten der Laufflächen der Kohlebürsten mit der Mitte der Lauffläche des Kollektors zusammenfallen sollen.

So ist aus der US 4,978,876 A ein becherförmiger Träger aus Kunststoff für einen Elektromotor bekannt. Der Träger weist in seinem Boden Kohlehalter auf, die gemeinsam mit dem Träger gespritzt sind.

Eine Kohlehalteranordnung nach der US 3,794,869 A umfasst eine durch Spritzgießen hergestellte Trägerplatte, die integral auf einer Seite Köcher für Kohlebürsten aufweist.

Einen Kunststoffring mit radial verlaufenden Ausnehmungen zur Aufnahme von Kohlebürsten nach der DE 34 05 193 C2 bildet eine Kohlehalteranordnung. Die auf einer Seite verlaufenden Ausnehmungen sind durch einzelne Abdeckungen aus Metall verschließbar, um Kohlebürstenführungen zu bilden.

Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zu Grunde, eine im Vergleich zum Stand der Technik kostengünstigere und einfacher aufgebaute und damit schneller zu montierende Kohlehalteranordnung zur Verfügung zu stellen, wobei jedoch nach wie vor die Nebenbedingung erfüllt sein sollte, dass die Mitten der Laufflächen der Kohlebürsten mit der Mitte der Lauffläche des Kollektors zusammenfällt.

Das Problem wird durch die den Ansprüchen 1 und 20 zu entnehmenden Maßnahmen gelöst.

Erfindungsgemäß setzen sich die Kohlehalter für die Kohlebürsten aus als die Führungen ausgebildeten Abschnitten wie Vertiefungen der Trägerplatte und aus Abschnitten einer vorzugsweise als Stanzgitter ausgebildeten Verschaltung zusammen, wobei je eine Seite der Trägerplatte einem bestimmten elektrischen Anschluss zugeordnet ist.

Um eine sichere Führung der Kohlebürsten in den Kohlehaltern sicherzustellen, weist der die Kohlebürste abdeckende Abschnitt des mit dem elektrischen Anschluss verbundenen Elementes im Schnitt eine U-Form auf, wobei dessen Seitenschenkel sich zumindest abschnittsweise entlang der Seitenflächen der Kohlebürsten erstrecken. Durch diese Maßnahmen können bei der Herstellung der vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Trägerplatten hinsichtlich der Ausbildung der Führungen wie Vertiefungen größere Toleranzen in Kauf genommen werden, da diese aufgrund der die Kohlebürstenführung übernehmenden Abschnitte der erwähntermaßen vorzugsweise als Stanzgitter ausgebildeten Verschaltung überdeckt werden.

Bei den je einer Seite der Trägerplatte zugeordneten Verschaltungen handelt es sich vorzugsweise um ein Messingteil, welches gleich ausgebildet ist, also auf jeder Seite der Trägerplatten anordbar ist. Dabei bildet das Messingteil dann, wenn zwei Kohlehalter auf einer Seite ausgebildet werden sollen, zusammen mit den Abschnitten der für die Kohlehalter bildenden Führungen eine Art Kohleführungsbrücke, durch die die Kohlehalter an ihren beiden Stirnseiten offen bleiben.

Durch die erfindungsgemäße Kohlehalteranordnung ergibt sich folglich eine Sandwich-Bauweise, wobei jede Seite der Trägerplatte Teil einer Sandwich-Hälfte ist. Auf diese jeweilige Sandwich-Hälfte wird bzw. werden die Kohlebürste bzw. Kohlebürsten angeordnet, um anschließend die Sandwich-Struktur durch die als Kohleführungsbrücke zu bezeichnende Verschaltung abzuschließen. Anschließend erfolgt ein Verbinden zwischen den von den Kohlebürsten ausgehenden Litzen mit der Verschaltung, also mit der als Stanzgitter ausgebildeten Kohleführungsbrücke. Vorzugsweise werden die Litzen mit dieser verschweißt.

Nach Einbringen der auf die Kohlebürsten in Richtung des Kommutators wirkenden Federn in die Kohlehalter werden diese rückseitig verschlossen. Dies kann durch angespritzte Kunststoffteile erfolgen.

Trotz der Verwendung von Kunststoff kann eine hinreichende Kühlung dadurch bewirkt werden, dass in den die Kohlebürsten aufnehmenden Bereichen der Trägerplatte, die die Führung für die Kohlebürsten bilden, Lüftungsschlitze vorgesehen sind, die in bevorzugter Weise konzentrisch zur Motorlängsachse verlaufen und vorzugsweise eine gebogene Geometrie zeigen.

Um sicherzustellen, dass die Mitten der Laufflächen der Kohlebürsten in einer Ebene verlaufen, weist die Trägerplatte eine Basisebene auf, zu der sich die von der jeweiligen Seite ausgehenden Kohlebürsten in deren Längsrichtung betrachtet symmetrisch erstrecken.

Insbesondere ist die Trägerplatte derart ausgebildet. dass in Bezug auf jede ihrer Seiten die in dieser vorhandene und als Führung ausgebildete Vertiefung und das dieser zugeordnete die Kohlebürste abdeckende Element auf gegenüberliegenden Seiten der Basisfläche verlaufen.

Erwähntermaßen ist die erfindungsgemäße Lehre insbesondere durch eine Kohlehalteranordnung realisiert, bei der jeweils zwei Kohlebürsten auf je einer Seite und vorzugsweise diametral zur Elektromotorenlängsachse angeordnet und elektrisch parallel geschaltet sind und wobei die die Kohlebürsten abdeckenden Abschnitte Abschnitte einer elektrischen Verschaltung wie Stanzgitter sind.

Bevorzugterweise weist die Trägerplatte eine Rechteckform wie Quadratform auf wobei sich entlang der Diagonalen die Kohlehalter erstrecken und unter Vernachlässigung von Befestigungsabschnitten die Seiten identisch oder nahezu identisch ausgebildet sind.

Ein weiterer Lösungsvorschlag der Erfindung sieht vor, dass die die Führungen für die Kohlebürsten bildenden Vertiefungen der einen Seite sich in vorzugsweise quaderförmigen und radial sich erstreckenden Vorsprüngen der anderen Seite erstrecken. In diese Vorsprünge können flächige mit seiner Breitseite parallel zur Basisfläche verlaufende Stege eingelassen sein, die die außenseitigen Führungen der Kohlehalter bildenden Abschnitte der Verschaltung, also der Kohleführungsbrücke bilden. Dabei verläuft vorzugsweise die Außenfläche des Stegs bündig zu der Außenfläche des Vorsprungs.

Um für die Montage einerseits eine eindeutige Lagefixierung der von den Kohlebürsten ausgehenden Kohlelitzen zu gewährleisten und andererseits ein einwandfreies Verschweißen mit der Verschaltung sicherzustellen, ist vorgesehen, dass von der Trägerplatte dem Kohlehalter benachbart und sich entlang einer seiner Längsseiten erstreckend eine schlitzförmige Ausnehmung ausgeht, der ein von der Verschaltung ausgehender schlitzförmiger Abschnitt zugeordnet ist, so dass zwischen diesem die Kohlelitze festklemmbar ist. Die hierdurch bedingte Lagefixierung ermöglicht folglich ein einwandfreies Verschweißen.

Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, dass mit der Kohlehalteranordnung eine mit passiven und/oder aktiven elektronischen Bauelementen versehener Träger verbindbar ist, wobei Träger und Trägerplatte vorzugsweise zusammensteckbar sind.

Folglich kann die Trägerplatte für unterschiedliche Motoren genutzt werden, da die individuelle Anpassung, die im wesentlichen durch die elektronischen Bauelemente bestimmt ist, durch das Zusatzteil des die elektronischen Bauelemente aufweisenden Trägers ermöglicht wird.

Vorzugsweise weist der die elektronischen Bauelemente aufnehmende Träger eine ringförmige Geometrie auf, wobei symmetrisch außermittig Entstördrosseln und mittig weiteren Bauelemente angeordnet werden.

Der das Montieren einer Kohlehalteranordnung betreffende Lösungsvorschlag der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass zunächst auf einer Seite in dieser vorhandenen Führungen Kohlebürsten und anschließend eine die Kohlebürsten zumindest bereichsweise aufnehmende mit einem elektrischen Anschluss verbindbare Verschaltung auf der Trägerplatte angeordnet wird. Sodann wird die andere Seite entsprechend bestückt. Nach Anordnen der Verschaltungen auf der Trägerplatte werden die Kohlebürsten mit der Verschaltung verbunden wie verschweißt. Dabei kann das Verschweißen der Litzen mit den Verschaltungen auf beiden Seiten gleichzeitig erfolgen. Auch das Bestücken mit Federn und das anschließende Verschließen der Kohlehalter kann in einem Arbeitsgang durchgeführt werden.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die erwähntermaßen identisch ausgebildeten Kohleführungsbrücken für jede Seite verwendbar sind. Diese werden durch Stanzen von Blechstreifen hergestellt.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Vorderansicht einer Trägerplatte,

2 eine Schnittdarstellung entlang der Linie II-II in 1,

3 eine Schnittdarstellung entlang der Linie III-III in 1,

4 eine Unteransicht der in Draufsicht in 1 gezeigten Trägerplatte,

5 einen Träger für elektronische Bauelemente,

6 ein Stanzgitter in Draufsicht,

7 eine Schnittdarstellung entlang der Linie VII-VII in 6 und

8 eine Schnittdarstellung entlang der Linie VIII-VIII in 6.

In den 1 bis 4 sind Ansichten bzw. Schnittdarstellung einer vorzugsweise als gespritztes Kunststoffteil ausgebildeten Trägerplatte 10 einer Kohlehalteranordnung wiedergegeben, die im Ausführungsbeispiel jeweils zwei auf einer Seite der Trägerplatte 10 angeordnete, elektrisch parallel geschaltete und diametral zur Längsachse 12 eines nicht dargestellten Elektromotors verlaufende Kohlebürsten aufnimmt. In 1 ist die Vorderseite 14 oder Seite A und in 4 die Rückseite 16 oder Seite B der Trägerplatte 10 wiedergegeben.

Die Trägerplatte 10 weist eine um den Elektromotor und dessen Kollektor konzentrisch umgebende kreisförmige Aussparung 18 auf, zu der erwähntermaßen diametral sowohl auf der Vorderseite 14 als auch auf der Rückseite 16 Kohlebürsten anordbar sind. Die Kohlebürsten verlaufen auf der Vorderseite 14 entlang der Diagonalen 20 und auf der Rückseite 16 entlang der Diagonalen 22 der eine Quaderform aufweisenden Trägerplatte 10.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die in 1 wiedergegebene Trägerplatte 10 entlang der Linie III-III um 180° gedreht ist, um zu der Darstellung der Rückseite 16 gemäß 4 zu gelangen.

Unter Vernachlässigung von sich entlang der Diagonalen 20 und 22 erstreckenden Befestigungsflächen 24, 26 bzw. Befestigungswinkeln 28 und 30 weisen die Seiten 14 und 16 in ihren wesentlichen Bereichen, innerhalb der die Kohlebürsten angeordnet werden, einen im wesentlichen identischen Aufbau auf, so dass nachfolgend im wesentlichen auf die Vorderseite 14 eingegangen wird.

Zunächst sei jedoch erwähnt, dass die die Kohlenbürsten aufweisenden und entlang der Diagonalen 20 und 22 verlaufenden Bereiche untereinander durch Stege verbunden sind, die rein beispielhaft mit den Bezugszeichen 32, 34, 36 und 38 bezeichnet sind. Ferner ist ein quasi umlaufender Steg 40 vorgesehen. Die entlang der Diagonalen 20 verlaufenden Bereiche 42 und 44 sind wiederum identisch aufgebaut, d. h., eine symmetrisch zur Diagonalen 20 verlaufende Bodenführungsfläche 46 wird von Seitenwandungen 48 und 50 begrenzt, die zusammen eine Führung für eine nicht dargestellte Kohlebürste und damit einen Abschnitt eines abschnittsweise deren Umfangsgeometrie angepassten Kohlehalters bilden. Entsprechend weist der Bereich 44 zur Aufnahme einer weiteren Kohlebürste eine Bodenführungsfläche 52 und Seitenführungsflächen bildende Wandungen 54 und 56 auf.

Die Bodenführungsflächen 46 und 52 erstrecken sich unterhalb einer die Trägerplatte 10 schneidenden Basisebene 58a, die eine Symmetrieebene für die Kohlebürsten bildet und die in den 2 und 3 eingezeichnet ist. Erstrecken sich die Bodenführungsflächen 46 und 52 der Vorderseite 14 der Trägerplatte 10 unterhalb der Basisebene 58a, so erstrecken sich die entsprechenden in 4 mit den Bezugszeichen versehenen Bodenführungsflächen 58 und 60 der entlang der Diagonalen 22 verlaufenden und Abschnitte von weiteren Kohlehaltern bildenden Bereichen 62 und 64 oberhalb der Basisebene 58a. Dabei ist jedoch der Abstand zwischen den gleichfalls in einer Ebene liegenden Bodenführungsflächen 58 bzw. 60 zur Basisebene 58a genau so groß wie der Abstand der Bodenführungsflächen 46 und 52 zu Basisebene 58a.

Hierdurch wird erkennbar, dass die Längsachsen der nicht dargestellten Kohlebürsten in der Basisebene 58a liegen, also die Kohlebürsten in einer Ebene verlaufen, gleichwenn die Kohlebürsten von den gegenüberliegenden Seiten 14 und 16 der Trägerplatte 10 ausgehen.

Durch diese konstruktiven Maßnahmen treten die Abschnitte 42 und 44 der Vorderseite 14 als in etwa quaderförmige Vorsprünge auf der Unterseite 16 und umgekehrt auf. Dies wird auch an Hand der 2 und 3 deutlich.

Bilden die Bodenführungsflächen 46, 52, 58, 60 und die diese begrenzenden Wandung 48, 50, 54, 56 bzw. 66, 68, 70 und 72 in 4 die Unterteile von Kohlehaltern, so werden die Oberteile von Abschnitten 74 und 76 eines als Kohlehalterführungsbrücke zu bezeichnenden Stanzgitters 78 gebildet, wobei jeweils ein Stanzgitter 78 der Vorderseite 14 bzw. der Rückseite 16 zum Ergänzen der Bereiche 42 und 44 bzw. 62 und 64 zur Bildung der Kohlehalter zugeordnet wird.

Die die oberen Teile der Kohlehalter bildenden Bereiche 74 und 76 des in Draufsicht in etwa eine U-Form aufweisenden Stanzgitters 78 sind im Bereich der Seitenschenkel angeordnet, die über einen flächigen Steg oder Brücke 80, die gleichzeitig den Mittelschenkel des U's bildet, verbunden sind.

Wie die 6 verdeutlichen soll, ist der Steg 80 aus der gestrichelt dargestellten Ebene parallel zu dieser gefaltet worden (8), um so die in die jeweilige Seite 14 bzw. 16 von der gegenüberliegenden Seite 16 bzw. 14 hineinragenden und durch die Bereiche 62 und 64 bzw. 42 und 44 gebildeten Vorsprünge zu überbrücken. Aus Führungsgründen ist hierzu in den freien Oberflächen der von den Abschnitten 62 bzw. 42 gebildeten quaderförmigen Vorsprünge eine flächige Vertiefung 82 vorgesehen, damit die Brücke 80 bündig verläuft. Dies soll auch anhand der Schnittdarstellung gemäß 3 verdeutlicht werden.

Die U-förmig ausgebildeten Bereiche 74 und 76 des Stanzgitters 78 bilden die Führungsfläche für die zwischen diesen und den Bereichen 42 und 44 der Vorderseite 14 bzw. 62 und 64 der Rückseite 16 axial verschiebbar anzuordnenden Kohlebürsten. Dabei muss selbstverständlich der Abstand der Innenflächen 88 und 90 der Führungsflächen der Oberteile der Kohlebürsten, die durch die Abschnitt 74 und 76 des Stanzgitters 78 gebildet werden, zur Basisebene 58a genauso groß sein, wie der Abstand zwischen den Bodenführungsflächen 46 und 52 zu der Basisebene 58a, wenn das Stanzgitter 78 in der in 8 wiedergegebenen Darstellung auf der Vorderseite 14 angeordnet wird. Gleiche Abmessungen gelten in Bezug auf die Rückseite 16.

Um das Stanzgitter 78 auf der Vorder- bzw. Rückseite 14 bzw. 16 zu befestigen, weist einerseits das Stanzgitter Befestigungsfahnen (beispielhaft Bezugszeichen 92) und andererseits der Trägerplatte 10 zugeordnete Aufnahmen (beispielhaft Bezugszeichen 94) auf.

Die 7 verdeutlicht ergänzend, dass der Bereich 74 des Stanzgitters 78 einen U-förmig verlaufenden Abschnitt 96 aufweist, der im Ausführungsbeispiel den Bereich 42 des Oberteils 10 zur Bildung eines Kohlehalters ergänzt. Dabei sind die Abmessungen des U-förmigen Abschnitts 96 so gewählt, dass die einzubringende Kohlebürste im Wesentlichen ausschließlich axial verschiebbar ist. Auch erkennt man in 7, dass die Brücke 80 zur Grundebene des Stanzgitters 18 versetzt verläuft, um erwähntermaßen die in die jeweilige Seite hineinragenden Vorsprünge zu überwinden.

Um die erfindungsgemäß ausgebildete Kohlehalteranordnung im gewünschten Umfang individuell mit elektronischen Bauelementen versehen zu können, ist ein gesonderter Träger 98 vorgesehen, der einerseits mit der Trägerplatte 10 vorzugsweise über eine Steckverbindung und andererseits mit den auf der Vorderseite 14 und der Rückseite 16 angeordneten Stanzgittern 78 elektrisch leitend verbunden werden kann.

Der Träger 98 weist eine nieren- oder ringabschnittförmige Basisfläche 100 auf, auf der außermittig und symmetrisch zueinander Drosselspulen 102 und 104 angeordnet sind.

Zwischen diesen sind Steckplätze 106 für weitere elektronische Bauelemente wie Kondensatoren vorgesehen.

Die erfindungsgemäße Kohlehalteranordnung weist eine Sandwich-Struktur auf, wobei die Trägerplatte jeweils Basisfläche für eine gesonderte Sandwich-Struktur bildet.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ergibt sich eine einfache Montage. So wird zumindest auf einer der Seiten in die in dieser vorhandenen Führungen jeweils eine Kohlebürste eingebracht, um anschließend die Kohlebürsten mit dem Stanzgitter abzudecken. Anschließend wird entsprechend die andere Seite bestückt.

Beim Bestücken der Trägerplatte mit den Kohlebürsten gelangen automatisch von den Kohlebürsten seitlich abragende Kohlelitzen in eine nicht näher dargestellte schlitzförmige Aufnahme einer von der jeweiligen Seite 14 bzw. 16 ausgehenden Wandung der Trägerplatte 10. Dieser schlitzförmigen Aufnahme ist wiederum eine schlitzförmige Aufnahme 108 bzw. 110a des Stanzgitters 78 zugeordnet, so dass die Kohlelitze zwischen den schlitzförmigen Aufnahmen festgelegt wird. Durch diese Lagefixierung ist sodann ein automatisches Verschweißen der Kohlelitzen mit dem jeweiligen Stanzgitter 78 möglich. Dieses Verschweißen erfolgt in einem Arbeitsgang, nachdem beide Seiten 14 und 16 mit den Kohlebürsten und dem Stanzgitter bestückt sind.

Sodann erfolgt in einem Arbeitsgang das gleichzeitige Bestücken der Kohleführungen mit erforderlichen Federelementen. Schließlich wird rückseitig der jeweilige Kohlehalter durch angespritzte Kunststoffteile verschlossen. Ferner wird die Trägerplatte mit einem nicht dargestellten Kohlerückhaltering bekannter Art versehen, um sodann die fertige Kohlehalterträgeranordnung ihrem Bestimmungsort zuzuführen.

Ist in dem Ausführungsbeispiel die Trägerplatte 10 einstückig ausgebildet, so ist es nicht zwingend erforderlich, dass zwischen den auf gegenüberliegenden Seiten angeordneten und mit einem elektrischen Anschluss verbundenen Trägern eine isolierende zusammenhängende Einheit angeordnet ist. Vielmehr könnte die Trägerplatte auch in einzelne zueinander beabstandete Teile untergliedert werden, die zwischen den beispielhaft in den 6 bis 8 dargestellten Trägern verlaufen. die erwähntermaßen jeweils für sich mit einem der elektrischen Anschlüsse verbindbar sind.

Auch wenn die erfindungsgemäße Lehre für Trägeranordnungen für beliebige Elektromotoren genutzt werden kann, sei beispielhaft ein Einsatz in einem Lüftermotor eines Fahrzeuges erwähnt.


Anspruch[de]
  1. Kohlehalteranordnung bestimmt für einen Elektromotor, umfassend eine Trägerplatte (10) mit zumindest zwei Kohlehaltern und in diesen anordbare Kohlebürsten, die jeweils mit einem elektrischen Anschluss verbindbar sind, wobei die Kohlehalter aufweisende Bereiche (42, 44, 62, 64) der Trägerplatte (10) gegeneinander elektrisch isoliert sind und wobei die jeweilige Kohlebürste auf der der Trägerplatte (10) abgewandten Fläche zumindest bereichsweise von einem elektrisch leitenden flächigen Abschnitt (74, 76) eines mit einem der elektrischen Anschlüsse verbindbaren ersten Elementes (78) umgebbar oder abdeckbar ist, das ein Abschnitt des jeweiligen Kohlehalters ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Kohlebürste auf jeder Seite (14, 16) der Trägerplatte (10) vorgesehen ist, dass jede Seite (14, 16) zumindest eine Führung (46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 66, 68, 70, 72) zum teilweisen Aufnehmen der Kohlebürste aufweist und dass die Führung (46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 66, 68, 70, 72) jeweils ein weiterer Abschnitt des jeweiligen Kohlehalters ist.
  2. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (10) Vertiefungen als Führungen (46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 66, 68, 60, 70, 72) aufweist.
  3. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen radial verlaufen.
  4. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (10) aus Kunststoff besteht.
  5. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem elektrischen Anschluss verbindbare erste Element (78) im die Kohlebürste aufnehmenden Bereich (74, 76) eine U-Form aufweist, wobei dessen Seitenschenkel sich zumindest abschnittsweise entlang der Seitenflächen der Kohlebürste erstrecken.
  6. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (10) eine Basisebene (58a) umfasst, zu der sich von der jeweiligen Seite (14, 16) ausgehend sämtliche von der Trägerplatte (10) ausgehenden Kohlebürsten in ihren Längsrichtungen betrachtet symmetrisch erstrecken.
  7. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Bezug auf jede Seite (14, 16) der Trägerplatte (10) die in jener verlaufende und als Führung für die Kohlebürste dienende Vertiefung und der dieser zugeordnete die Kohlebürste abdeckende Abschnitt (74, 76) des ersten Elementes (78) auf gegenüberliegenden Seiten der Basisebene (58a) verlaufen.
  8. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Kohlebürsten auf jeder Seite (14, 16) und diametral zur Elektromotorenlängsachse angeordnet und elektrisch parallel geschaltet sind und dass die die Kohlebürsten abdeckenden Abschnitte (74, 76) Abschnitte einer elektrischen Verschaltung wie Stanzgitter (78) sind.
  9. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (10) eine Rechteckform wie Quadratform aufweist, dass sich entlang der Diagonalen (20, 22) die Kohlehalter erstrecken und dass unter Vernachlässigung von Befestigungsabschnitten die Seiten (14, 16) zumindest in den die Kohlehalter bildenden Bereichen (42, 44, 62, 64) identisch oder nahezu identisch ausgebildet sind.
  10. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Führungen bildenden Vertiefungen (46, 48, 50, 52, 54, 56; 58, 66, 68, 60, 70, 72) der einen Seite (14) bzw. (16) quaderförmige und radial sich erstreckende Vorsprünge auf der anderen Seite (16 bzw. 14) bilden.
  11. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die parallel zur Basisebene (58a) verlaufende und die Bodenführungsfläche (46, 52, 58, 60) der Kohlehalters bildenden Wandungen koaxial zur Elektromotorenlängsachse (12) verlaufende Lüftungsschlitze aufweisen.
  12. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungsschlitze bogenförmig verlaufen.
  13. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Abschnitte (74, 76) der Kohlehalter bildenden Bereiche es ersten Elements wie Stanzgitter (78) über einen flächigen mit seiner Breitseite parallel zur Basisebene (58a) verlaufenden Steg (80) verbunden sind, der außenflächig bündig in einem der Vorsprünge verläuft.
  14. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlebürste eine seitlich abragende Kohlelitze aufweist, die in eine schlitzförmige Ausnehmung der Trägerplatte (10) einbringbar ist.
  15. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der schlitzförmigen Ausnehmung ein die Kohlelitze aufnehmender schlitzförmiger Abschnitt des als Stanzgitter (78) ausgebildeten ersten Elementes zugeordnet ist.
  16. Kohlehalteranordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlehalteranordnung ein lösbar mit dieser verbindbarer und mit passiven und/oder aktiven elektronischen Bauelementen bestückbarer Träger (98) zugeordnet ist.
  17. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (98) mit der Trägerplatte (10) zusammensteckbar ist.
  18. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (98) eine aus einem elektrisch isolierendem Material bestehende Grundplatte (100) aufweist, auf der symmetrisch außermittig eine Drossel (102, 104) und mittig weitere Bauelemente angeordnet sind.
  19. Kohlehalteranordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (100) eine ring- oder nierenförmige Geometrie aufweist.
  20. Montieren einer Kohlehalteranordnung umfassend eine Trägerplatte (10) mit zumindest zwei Kohlehaltern, die ihrerseits Kohlebürsten mit Kohlelitzen aufweisen, wobei auf der Trägerplatte (10) eine die Kohlebürsten zumindest bereichsweise aufnehmende und mit einem elektrischen Anschluss verbindbare Verschaltung angeordnet wird, dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Seite (14, 16) der Trägerplatte in zumindest eine in dieser vorhandene Führung (46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 66, 68, 70, 72) eine Kohlebürste lagefixiert wird und sodann die Verschaltung (78) auf der Trägerplatte (10) angeordnet wird.
  21. Montieren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass nacheinander jede Seite (14, 16) der Trägerplatte (10) mit den Kohlebürsten und der elektrischen Verschaltung (78) bestückt wird.
  22. Montieren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass nach Bestücken beider Seiten (14, 16) der Trägerplatte (10) mit den Kohlebürsten und den Verschaltungen (78) sämtliche Kohlelitzen gleichzeitig mit den jeweiligen Verschaltungen (78) verbunden wie verschweißt werden.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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