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Dokumentenidentifikation DE102005001780A1 20.07.2006
Titel Einziehbare Stützfüsse insbesondere für Wechselbehälter und Recycling-Sammelbehälter
Anmelder Rosenkranz, Volker H., 37603 Holzminden, DE
Erfinder Rosenkranz, Volker H., 37603 Holzminden, DE
DE-Anmeldedatum 14.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005001780
Offenlegungstag 20.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2006
IPC-Hauptklasse B65D 90/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60P 1/64(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorgeschlagenen einziehbaren Stützfüße sollen einen neuartigen Wechselbehälter erlauben, der durch seine universale Anwendbarkeit hervorragend zur Steigerung des Anteiles des kombinierten Verkehrs beitragen kann durch:
· Ermöglichen der Bodenbeladung bei Kunden ohne Rampe und Hebevorrichtungen,
· Anpassung an verschiedene Rampenhöhen,
· Ausgleich von Bodenunebenheiten und Schieflagen vor der Rampe,
· mechanisch oder hydraulisch betätigtes Ein- und Ausfahren der Stützfüße,
· Kontaktsystem zur Übertragung der Antriebsenergie.
Die vorgeschlagenen einziehbaren Stützfüße sollen bevorzugt als komplette Baueinheit seitlich in die Wandkonstruktion des Wechselbehälters eingesetzt werden, so dass bei Ausfall eines der Stützfüße ein Austausch sehr schnell möglich ist.
Das neuartige System ist hervorragend geeignet für Wechselbehälter des Güterverkehrs und für Recycling-Sammelbehälter.

Beschreibung[de]

„Wechselbehälter" ist eine Europa verwendete, für den Güterverkehr konzipierte Ladeeinheit, die den kombinierten Fracht – Verkehr zwischen Schiene und Strasse ermöglicht und im Allgemeinen mit manuell herausschwenkbaren Stützfüssen zum Abstellen auf Warteplätzen oder vor der Kundenrampe versehen sind.

Die neue Europäische Vorschrift der Intermodalen Ladeeinheiten UECI – kurze und lange Version – schafft einen containerähnlichen Behälter, der vierfach stapelbar ist und die bisherigen Wechselbehälter zu Gunsten eines höheren Anteils des kombinierten Verkehrs und der EU-Standardisierung ablösen soll.

Diese UECI werden im Gegensatz zu den heutigen Wechselbehältern eine geschlossene statisch stabile Bauform haben. Damit ergeben sich neue Wege zur Konstruktion der Stützfüsse.

Bisherige Stützfüsse sind herausziehbare und schwenkbare Metallbeine, die an der Bodenplatform der Wechsselbehälter angebracht sind. Sie werden vor dem Absetzen der Wechselbehälter vom Fahrer manuell herausgezogen, abgesenkt und gesichert. Beim Abfahren muss der Vorgang umgekehrt wiederholt werden mit Sicherung der Stützfüsse gegen unbeabsichtigtes Herausfallen.

Für die vier Stützfüsse benötigt der Fahrer 3–5 Minuten, eine körperlich anspruchsvolle Arbeit.

Der Hauptnachteil des bisherigen Systems ist aber neben dem manuellen Aufwand die starre Höhenvorgabe der Stützfüsse, was bei Bodenunebenheiten und Unterschieden in der Rampenhöhe zu Behinderungen führt.

Ein weiterer Hinderungsgrund gegen den Einsatz der Wechselbehälter ist die Unfähigkeit zur Bodenbeladung bei Kunden, die nicht über einen Kran oder entsprechende Absetzvorrichtungen verfügen. Dieses trifft besonders für Recyclingbehälter zu, welche i.A. auf den Boden gestellt werden zur einfachen Beschickung.

DE 20205214 „ Stützbeine für Wechselbehälter mit integrierter Hub- und Senkvorrichtung" und

DE 20121597 „Stützbein, insbesondere für einen Wechselbehälter" versuchen in die bisherigen Stützfüsse einen Höhenausgleich teilweise mit manuellem Verstellen zu erreichen.

Beide verlangen aber weiterhin das manuelle Herausklappen der Stützfüsse und können den Wechselbehälter nicht auf Bodenniveau absenken.

Die vorliegende Patentanmeldung soll diese Nachteile entscheident verbessern und die Basis für einen massenhaften Einsatz der UECI im Europäischen kombinierten Verkehr schaffen.

Beschreibung der Einzelheiten

Bild 1 zeigt einen Wechselbehälter mit ausgefahrenen Stützbeinen und einem herausgezeichnetem Stützfussträger.

Bei kurzen Wechselbehältern (UECI short) reichen 4, bei der langen Version ggf. 68 Stützfüsse.

Der Wechselbehälter besteht aus einer Bodenkonstruktion 1 und einer Dachkonstruktion 2 welche durch die Türstützpfosten 3 und die Heckstützpfosten 4 zu einem statisch stabilen Transportkasten verbunden sind. Die seitliche Beplankung 5 sichert die Stabilität und den Inhalt des Wechselbehälters.

In die seitlichen Wände 5 und ggf. In die Rückwand der Behälter werden Stützfussträger 7 in Verbindung mit den Türpfosten 3 und den Heckpfosten 4 fest eingebaut.

Die herausgezeichnete Einheit des Stützfussträgers ist bevorzugt eine komplette Montage- und Wartungseinheit zum leichten Ein- und Ausbauen.

Die Stützfüsse 6 sind ausgefahren. Der Stützfuss 6 mit Fussplatte ist in dem Stützfussträger 7 gleitend eingebaut. Er kann zwischen null und ca. 1700 mm ausgefahren werden, womit Bodenaufstellung und die häufigsten Rampen bedient werdn können.

Der Antrieb der Verstellung ist im gezeichneten Fall eine Spindel oder Kugelspindel 8 welche mit einem Motor 9 betrieben wird. Der Motor 9 kann elektrische, hydraulische oder pneumatische Energie in Drehbewegung umsetzen. Der Motor 9 wird durch das Energie und Kontrollkabel 10 angeschlossen.

Ersatzweise zum gezeichneten Spindeltrieb kann eine rein hydraulische oder pneumatische Lösung mit einem Druckzylinder eingesetzt werden.

Die Verstellantriebe erhalten die benötigte Energie durch die Kontakstelle (Stecker) 11 über die Hebetraverse des Kranes oder Kontaktstelle 12 über das Transportfahrzeug oder durch einen Stecker bei manuellem Anschluss.

Die Stromübertragung kann auch induktiv erfolgen. Bei der Variante mit rein hydraulischer oder pneumatischer Verstellung kann entweder ein bordeigenes Druckerhöhungsaggregat betrieben werden oder ein Anschluss an eine externe Druckquelle erfolgen.

Je nach Bedarf kann eine Steuerung aller Stützfüsse parallel erfolgen oder aber individuell, wobei die horizontale Lage kontrolliert werden kann oder die Bodenbelastung durch Messung des Drehmomentes oder Druckes egalisiert werden kann.

Bild 2 Zeigt einen Stützfussträger in zwei Versionen des Motorantriebes. In der Version a ist der Motor 9 direkt auf der Spindel 10 aufgesetzt. In der Version b ist der Motor seitlich angeflanscht im Deck des Wechselbehälters untergebracht mit einer Kraftkopplung zur Spindel.

Bild 3 zeigt eine Situation bei einer Rambenaufstellung und Bodenaufstellung des Wechselbehälters. An der Rampe 13 steht der Wechselbehälter 14 mit genau auf Rampenhöhe ausgefahrenen Stützbeinen.

Daneben steht ein Wechselbehälter 15 auf dem Boden zur Bodenbeladung durch Stapler etc. Dieses ist besonders geeignet für die Aufstellung von Recyclingmaterial-Sammelbehälter. Ein Sonderfahrzeug 16 fährt zwischen die Stützfüsse des Wechselbehälter 14, um diesen abzutransportieren. Dabei kontaktiert es die Kontaktstelle 12 und überträgt Energie und Controllbefehle, in diesem Fall das Absenken des Wechselbehälter 14 auf die Aufnahmezapfen und das totale Einfahren der Stützfüsse 6 während der Strassenfahrt.

Beschreibung der Zeichnungen

Bild 1. Zeigt einen Wechselbehälter in Ansicht von hinten, teilweise aufgeschnitten mit ausgefahrenen Stützbeinen und einem herausgezeichnetem Stützfussträger.

Bild 2. Zeigt einen Stützfussträger in zwei Versionen des Motorantriebes.

Bild 3. zeigt eine Situation bei einer Rampenaufstellung und Bodenaufstellung des Wechselbehälters.


Anspruch[de]
  1. Einziehbare Stützfüsse insbesondere für Wechselbehälter und Recycling-Sammelbehälter dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einen Stützfussträger 7, einem darin geführten Stützfuss 6 mit Fussplatte, einer Spindel oder Kugelspindel 8, einem Motor 9 mit Energie und Kontrollkabel 10 bestehen und dieser Stützfussträger 7 in die Seitenwand 5 oder Rückwand des Wechselbehälters oder Recycling-Sammelbehälters an den Türpfosten 3 oder Heckpfosten 4 fest montiert ist und durch Aktivieren der Motoren 9 der Wechselbehälter sich auf die jeweilige Rampenhöhe anpasst oder auf den Boden absetzt.
  2. Einziehbare Stützfüsse insbesondere für Wechselbehälter und Recycling-Sammelbehälter nach Ansruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einen Stützfussträger 7, einem darin geführten Stützfuss 6 mit Fussplatte, einem im Stützfuss 6 integrierten Hydraulikzylinder oder Pneumatikzylinder, welcher am Stützfussträger 7 befestigt ist, besteht.
  3. Einziehbare Stützfüsse insbesondere für Wechselbehälter und Recycling-Sammelbehälter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Motor 9 mit elektrischer, hydraulischer oder pneumatischer Energie betrieben wird.
  4. Einziehbare Stützfüsse insbesondere für Wechselbehälter und Recycling-Sammelbehälter nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung der Stützfüsse 6 durch eine Steuerung aller Stützfüsse parallel erfolgen kann; oder aber individuell, wobei die horizontale Lage kontrolliert werden kann oder die Bodenbelastung durch Messung des Drehmomentes oder Druckes egalisiert werden kann.
  5. Stützfüsse insbesondere für Wechselbehälter und Recycling-Sammelbehälter nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Energieübertragung an den Wechselbehälter und damit die Antriebe der Verstellung über eine oder mehrere Kontaktstellen 11 für die Hebetraverse des Kranes oder Kontaktstellen 12 über das Transportfahrzeug oder durch einen Stecker bei manuellem Anschluss erfolgt.
  6. Stützfüsse insbesondere für Wechselbehälter und Recycling-Sammelbehälter nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Energieübertragung elektrisch kontaktierend, elektrisch induktiv, hydraulisch oder pneumatisch erfolgen kann.
  7. Einziehbare Stützfüsse insbesondere für Wechselbehälter und Recycling-Sammelbehälter nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheit eine feste Montageeinheit bildet, die zum Zwecke der Wartung leicht auszutauschen ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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